Zuerst möchte ich die Frage klären, was Reinkarnation überhaupt ist. Reinkarnation ist der Glaube an ein Leben nach dem Tod. Das bedeutet, dass der Körper nur ein vorübergehender Vertreter der Seele ist. Diese existiert, bis bestimmte spirituelle Ziele erreicht sind. Dazu gehören beispielsweise eine Erleuchtung oder Befreiung. Ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf das Thema ist das Karma. Dieses ist der Glaube, dass das Handeln und der Glaube im aktuellen Leben bestimmt, wer und was man im nächsten Leben ist. Somit erlangt man durch positive Taten ein besseres Leben und durch negative ein schlechteres bzw. ein schwierigeres. Inwiefern beeinflusst dieser Glaube aber nun unser aktuelles Leben? Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass man durch den Reinkarnationsglauben deutlich verantwortungsvoller handelt. Da jede Handlung entscheidet, wie das nächste Leben aussehen wird liegt nahe, dass die Handlungen verantwortungsvoller und besser durchdacht sind. Außerdem wird man durch den Glauben stark zur eigenen Weiterbildung und zur Findung der Erleuchtung ermutigt, da versucht wird, den Kreislauf der Wiedergeburt zu überwinden. Dieser Kreislauf wird als sehr leidvoll angesehen. Er steht der Befreiung im Weg, welche einem den ewigen Frieden hervorruft. Ein weiterer schwerwiegender Punkt ist die Angst vor dem Tod. Der Glaube der Reinkarnation kann die Angst vor dem Tod verringern. Die Vorstellung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, wird gefördert. Somit wird der Tod nicht mehr als Endpunkt sondern nur als Übergang in ein neues Leben angesehen. Dies kann dazu führen, dass man das Leben mit weniger Furcht und viel mehr Akzeptanz sieht.
Jedoch gibt es nicht nur positive Aspekte im Hinblick auf den Reinkarnationsglaube. Im Gegensatz zum oben genannten Argument, dass deutlich verantwortungsvoller gehandelt wird, kann es auch sein, dass die Verantwortung für das aktuelle Leben vermieden wird. Dies resultiert aus dem Gedanken, dass viele Aspekte des Lebens auf die Vergangenheit zurückzuführen sind und dass die aktuellen Herausforderungen schon vorbestimmt oder unvermeidlich sind. Einer der größten negativen Effekte des Reinkarnationsglaubens ist die Gefährdung der psychischen Gesundheit. Das passiert, wenn eine negative oder unethische Handlung ausgeführt wird. Aufgrund des Karmas wird somit das nächste Leben negativer. Daraus resultieren Angst und Schuldgefühle. Außerdem kann passieren dass psychische Probleme und Depressionen als Strafe angesehen werden und das somit unterdrückt anstatt professionell angegangen wird. Dieses Verhalten kann zu schlimmen Folgen für die psychische Gesundheit führen.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Glaube an Reinkarnation das aktuelle Leben stark beeinflusst. Es gibt sowohl positive als auch negative Aspekte. Entscheidend ist dabei auch, wie stark man daran glaubt und für wie wichtig man die oben genannten Argumente erachtet. Beispielsweise bei dem Argument mit dem verantwortungsvolleren Handeln. Je nachdem wie man dazu steht kann es entweder ein positives oder ein negatives Argument sein. Ich finde den Reinkarnationsglaube sehr interessant, da er einige sehr interessante Vorteile mit sich bringt. Jedoch könnte ich persönlich nicht an dem glaube der reinkarnation festhalten, da er sich für mich zu unwirklich anhört und ich nicht mein ganzes Vertrauen in den Glauben reinstecken könnte. Trotzdem finde ich es wichtig sich mit dem Thema auseinander zu setzen, da es auch immer aktueller wird. Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, was nach dem Tod kommt. Der Reinkarnationsglaube stellt eine Möglichkeit dar, was nach dem Tod passieren könnte.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Reinkarnation, https://www.kirchliche-dienste.de/arbeitsfelder/oestliche_religionen/hinduismus/reinkarnation, https://www.inspiriert-sein.de/gibt-es-ein-leben-nach-dem-tod
3 Kommentare
Kommentieren →Hallo WanderlustEntdecker23,
ich finde dein Thema des Glaubens an Reinkarnation und dessen Folgen wirklich äußerst interessant und finde ebenfalls, dass dir dein Blogpost gut gelungen ist.
Ich stimme dir zu, dass das Glauben an die Reinkarnation häufig dazu führt, dass der Mensch verantwortungsbewusster, beziehungsweise weniger egoistisch handelt. Wobei gesagt werden muss, dass dies nicht immer der Fall sein muss abhängig von dem jeweiligen Glauben. Wenn es zum Beispiel eine Religion oder einen Glauben gäbe welcher predigt: „Handle immer zu deinem eigenen Vorteil, um im nächsten Leben bessere Bedingungen zu erreichen“, dann würde der Gläubige in diesem Fall natürlich auch egoistischer handeln, ausgehend von dem Glauben. Jedoch muss gesagt werden, dass die Grundsätze der größten Religionen: wie Christentum, Islam und Buddhismus in der Regel allgemein akzeptierte „verantwortungsbewusste“ Attribute, wie z.B. Selbstlosigkeit vertreten, weshalb man in der Regel trotzdem von diesem positiven Aspekt ausgehen kann. Ebenfalls interessant finde ich jedoch, wie in gewisser Weis das vorhin genannte selbstlosere, bzw. weniger egoistische irdische Handeln hier durch das erhoffen eines für sich selbst besseren „Lebens nach dem Tod“ begründet wird, was man in sich als egoistisches Ziel bezeichnen könnte. Dies zeigt eine offensichtliche Ambivalenz auf und lässt mich ganz grundsätzlich den „moralischen Wert“ dieses verantwortungsbewussteren Handelns hinterfragen, da dies, wie gesagt, vermutlich nicht aus einem Selbstzweck geschehen würde, sondern das jeweilige Handeln in gewisser Weise ein egoistisches Ziel, bzw. eine „Belohnung“, in Form eines besseren Lebens nach dem Tod voraussetzt. Aber vielleicht ist es auch nicht sinnvoll sich auf solche Gedankengänge zu versteifen, da das Resultat des Glaubens für die Gesellschaft unabhängig von der Motivation vermutlich ein gutes wäre: nämlich eine verantwortungsbewusstere Gesellschaft.
Hallo wanderlustentdecker 23 ,
Deine Meinung kann ich leider nicht teilen da ich an das Leben nach dem Tod glaube. Dennoch stimme ich dir zu, dass das Denken und das Leben dadurch beeinflusst wird, aber meiner Meinung nach ins positive
Dennoch gelungener Post
Hallo Wanderlustentdecker23,
du sprichst ein sehr interessantes Thema in deinem Blog Post an und hast zwei mögliche Auswirkungen dieses Glaubens gut erläutert. Ich stimme dir zu, dass der Glaube in Reinkarnation meist positive Auswirkungen auf das Verhalten der Gläubigen hat, da sie durch gute Taten versuchen ihr nächstes Leben besser zu gestalten oder sogar den Kreislauf zu unterbrechen. Dieses Verhalten ist jedoch oft für andere Menschen besser als für den Gläubigen da es sich in Selbstlosigkeit oder ähnlichem äußert. Der Gläubige selbst kann auch davon profitieren, etwa durch Zufriedenheit durch das Wissen, dass er etwas gutes getan hat und damit sein Karma verbessert hat, allerdings kann es auch zu Stress wegen dem Gefühl, dass er nicht genug getan, oder sogar einen Fehler gemacht hat kommen. Deswegen finde ich es sehr gut, dass du den Aspekt der mentalen Gesundheit mit einbezogen hast, da dieser in so vielen Dingen, vor allem auch beim Glauben, eine große Rolle spielt die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Wie du bereits genannt hast, kann der Glaube an ein Leben nach dem Tod der mentalen Gesundheit helfen indem er einem die Angst nimmt und so für eine gewisse Erleichterung sorgt. Auf der anderen Seite kann die Angst verstärkt werden, eben durch die Vorstellung einer schmerzhaften Wiedergeburt und Schuldgefühle können ebenfalls zum Problem werden. Schuldgefühle im Zusammenhang mit einem Glauben an Reinkarnation und Karma, können jedoch sogar hilfreich sein um sich weiterzuentwickeln und sein Karma auszugleichen in dem man noch verantwortungsvoller handelt. Wenn diese Weiterentwicklung aber nicht stattfindet, auch wenn sie mehr oder weniger der Sinn des Reinkarnations-Glaubens ist, und man die Umstände, die schlechte Bedingungen oder Schuldgefühle hervorrufen, einfach hinnimmt, hat dies negative Auswirkungen auf die Psyche und auch auf das Verhalten.