Ethik Protokoll – Doppelstunde K1 vom 14.02.2019

Thema : Anwendung der utilitaristischen Grundsätze und deren Klassiker
Datum: 14.02.2001 Zeit : 7:45 bis 9:20 Uhr Anwesende: Theano, Ghandi, Hobbes, Albinos, Kant, Sokrates Referentin: Frau Schütze

Ablauf: 1. Organisatorisches 2. Kurzfilm: SommerSONNTAG 3. Arbeitsblatt: „Und nun, Herr Benthmam? “ – Anwendung der utilitaristischen Grundsätze auf einen Kurzfilm 4. Audio und Arbeitsblatt: Klassiker des Utilitarismus: John Stuart Mill: -Leben & Wirken -qualitativer Utilitarismus

Nachdem sich (fast) jeder eine Tasse Tee gemacht hatte und auch Organisatorisches schnell geklärt wurde, startete der Unterricht mit einem Kurzfilm Namens „SommerSONNTAG“. In diesem geht es um einen Brückenmeister, der dafür sorgt, dass die Brücke unten ist, wenn ein Zug durchfährt und dass sie oben ist, wenn ein Schiff durchfährt. Eines Tages nimmt er seinen gehörlosen Sohn mit auf die Arbeit, der sich sogleich mit Stift, Papier und der Mütze seines Vaters bewaffnet draußen neben die Gleisen setzt. Währenddessen kämpft sein Vater mit einem Stromausfall. Plötzlich jedoch kommt ein Windstoß und weht dem Jungen die Mütze vom Kopf direkt auf einen kleinen Vorsprung. Daraufhin klettert der Junge sofort hinterher. Die Brücke ist zwar oben, doch es nähert sich ein Zug und die Regel besagt das die Brücke drei Minuten vor Zugeinfahrt komplett geschlossen sein muss. Doch dann sieht der Vater seinen Sohn unter der Brücke, dem Tode geweiht, da er die Warnrufe seines Vaters nicht hören kann. Nun muss der Vater sich entscheiden: Opfert er 293 Zuggäste und lässt die Brücke oben oder er opfert das Leben seines Kindes und schließt die Brücke. An dieser Stelle hielt Frau Schütze den Kurzfilm an und fragte uns nach unserer Entscheidung. Dabei sollten wir uns in den Protagonisten hineinversetzen und seine möglichen Gedanken und Gefühle wiedergeben.

Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns alle einig, dass es richtig wäre die Brücke herunterzulassen und somit den eigenen Sohn zu opfern. Trotzdem mussten wir uns eingestehen, dass so eine Entscheidung, in so einer Situation zu fällen, viel schwieriger ist, als nur darüber zu reden und zu behaupten man hätte so gehandelt. Die Beziehung des Vaters zu seinem Kind ist nämlich viel größer als die Beziehung des Vaters zu den Zuggästen die er eventuell nicht einmal kennt oder noch nie gesehen hat. Aber auch der Utilitarismus unterstützt diese Entscheidung, da die Entscheidung die Brücke zu senken besser für die Allgemeinheit ist, da mehr Menschenleben gerettet werden und weniger Schaden und Leid verursacht wird. Passend dazu hörten wir uns noch eine Audio über John Stuart Mill, einer der Begründer des Utilitarismus, an und sollten dabei noch ein Arbeitsblatt ausfüllen, dass wir dann auch gleich danach besprachen.

Nach der Besprechung und einer engagierten Diskussion beendete Frau Schütze PÜNKTLICH zum klingeln um 9:20 Uhr den Unterricht 😉

Protokoll Ethik 8.2.19

Referentin der Doppelstunde : Frau Schütze

Thema der Doppelstunde : Utilitarismus –
Das Nützlichkeitsprinzip nach Jeremy Bentham

Es waren alle anwesend.

Die Stunde wurde durch ein Fallbeispiel einer Schwangerschaft zum Thema Abtreibung angefangen in dem es darum ging zu urteilen, wie man in der Situation (siehe AB) handeln würde.

Alle waren gegen die Abtreibung und befürworteten die Spende der Organe damit man noch mindestens 1-3 Leben retten könnte.

Dieses Ergebnis überraschte Frau Schütze. „Ihr seid der erste Kurs, welcher komplett gegen die Abtreibung ist.“

Jedoch ist klar, dass diese Entscheidung in der Theorie sehr einfach ist aber wenn man nie in so einer Situation gesteckt hat, dann versteht man nicht wie schwer die Praxis ist.

Dazu kann ich aus eigener Erfahrung erzählen:

Vor ca. 3 Jahren wurde meine Mutter schwanger mit einem Kind bei welchem man im 5. Monat einen Chromosomen Fehler entdeckte und sagte, dass sie noch bei der Geburt sterben würde.

Bei uns stand die Option der Abtreibung gar nicht erst zur Frage. Unser Wunsch war es das Kind so natürlich es geht sterben zu lassen.

Auf wundersame Weise überlebte sie die Geburt und es gab sogar eine OP mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% auf ein Leben, doch auch hier entschieden wir uns dafür, dass sie natürlich sterben soll und nicht bei einer OP. ( Insgesamt lebte sie nur 2 Monate)

Bei diesem Dilemma stellten einige aus dem Kurs ein paar schwierige Grundfragen wie z.B. : Wen nehme ich mit auf die Entscheidung? Die ganze Familie? Nur den Ehemann? (…)

Das Grundproblem ist ja das man etwas tun bzw. sich entscheiden MUSS, denn egal ob man etwas macht oder nicht , es wird etwas passieren.

Frau Schütze berichtete, dass sie sich nie vor der Geburt auf solche Merkmale untersuchen lies , damit sie gar nicht erst in so ein Dilemma kommen würde , sondern alles kommen lassen würde wie es käme.

Nach der Pause wurde nun das Fallbeispiel mit dem neuem Thema verbunden :

Dem Prinzip der Nützlichkeit – Der Utilitarismus

Hier geht es um den Philosoph Jeremy Bentham der sich immer nach der Nützlichkeit einer Entscheidung richtet, welche er an der negativen oder positiven Auswirkungen auf das Umfeld und die Gemeinschaft schließt. „Gut ist was nützlich ist“ ( Interesse der Gemeinschaft)

Daraufhin sollte man das Prinzip an unserem Fallbeispiel anwenden um so schauen was die für ihn richtige Lösung wäre.

Kann man so entscheiden ?

Ja, aber nur wenn es für alle das beste ist ?

Irgendwo ist dieses Prinzip trotz allem sehr egoistisch, denn im Nachhinein beschäftigt man sich sehr mit einer subjektiven Sicht und man bindet zwar die anderen mit ein, jedoch nur aus dem eigenem Sichthorizont.

Was heißt überhaupt „es muss für alle das beste sein“ und ist es überhaupt möglich?

Ist dieses Prinzip hilfreich für die Entscheidung(en) ?

Nein, weil man solche wichtigen Entscheidungen nicht berechnen kann oder sollte. Zudem spielen viele Emotionen und andere Faktoren mit rein und die ganz praktische Frage ist ob man überhaupt genug Zeit hat, die ganzen Punkte erst mal durchzugehen.

Eine gute Hilfslinie kann es schon sein, jedoch sind wir der Meinung dass es kein Allheilmittel ist.

Zumal man sich oft damit auch aus der Verantwortung ziehen kann und nicht wirklich selbstständig die Entscheidung trifft.

Zu allem Unglück wurde die Stunde pünktlich auf das klingeln beendet.

Liebe Grüße , Albinos !

P.S.: Dies kann gerne eine Diskussionsrunde über Abtreibung werden 😉

Under Pressure

Die Belastungen des alltäglichen Lebens sind in ihrer Essenz, das was uns unsere Zufriedenheit klaut. Der ständige Gedanke an irgendeinem störendem Faktor führt uns zu einem mentalen Stress, von dem wir nie eine Pause haben. Wann können wir denn behaupten, dass wir nicht gerade an etwas anderes denken, als das was wir im Moment erleben?

Pressure pushing down on me
Pressing down on you, no man ask for
Under pressure that burns a building down
Splits a family in two
Puts people on streets

Inzwischen empfinden wir „Druck“ oder „Stress“ als ein Symptom unserer Gegenwart. Doch bewusst und unterbewusst ein Problem zu verarbeiten ist doch so alt wie das Wort. Auch schon als Kind hat man Stress, ist dem Druck ausgesetzt, den andere auf einen Ausüben.

It’s the terror of knowing what the world is about
Watching some good friends screaming
„Let me out!“
Pray tomorrow gets me higher
Pressure on people, people on streets

Die Erwartungshaltung, die uns gegenüber gelegt wird und die wir natürlich auch anderen auferlegen, erzeugt allen Druck. Der Chef will jenes, die Freundin mehr Aufmerksamkeit, die Mutter ruft ständig an, der Hund kläfft, das Geld reicht nie aus und das Handy klingelt schon wieder! Eigentlich will man nur noch raus! Doch jeder andere scheint das ja auch hinzukriegen!

It’s the terror of knowing what the world is about
Watching some good friends screaming
‚Let me out‘
Pray tomorrow gets me higher, high
Pressure on people, people on streets

Jeder guckt einen mit der Fresse an, die sagt, dass man zu funktionieren hat, und so guckt man auch zurück! Und wenn jeder so eine Fratze zieht, dann vergisst man schnell die Liebe, die eigentlich so wichtig ist. Wir nehmen unsere Zeit als so wertvoll an, dass wir vergessen sie zu genießen und ihr Sklave werden. Doch wo bleibt die Liebe, wenn wir uns aus Stress miteinander streiten? Wenn wir die Mutter nur noch wegdrücken? Wenn wir den Chef nicht mehr als Mentor sehen, sondern als Arschloch?

Turned away from it all like a blind man
Sat on a fence but it don’t work
Keep coming up with love but it’s so slashed and torn
Why, why, why?
Love, love, love, love, love
Insanity laughs under pressure we’re breaking

Rauben wir uns gegenseitig mit Erwartungen und den erzeugten Stress die Liebe? Es ist wohl die Natur unseres Leben, funktionieren zu müssen, um zu überleben. Aber wir brauchen noch etwas mehr, um zu überleben! Unsere gegenseitige Liebe! Wir sind schon so weit gekommen, als Gesellschaft, als Menschheit und auch jeder Einzelne! Jetzt ist es Zeit, unsere Zeit, die Zeit zu lieben!

Can’t we give ourselves one more chance?
Why can’t we give love that one more chance?
Why can’t we give love, give love, give love, give love
Give love, give love, give love, give love, give love?
‚Cause love’s such an old fashioned word
And love dares you to care for
The people on the edge of the night
And love (people on streets) dares you to change our way of
Caring about ourselves
This is our last dance
This is our last dance
This is ourselves under pressure
Under pressure
Pressure

Songwriter: David Bowie / John Richard Deacon / Brian Harold May / Freddie Mercury / Roger Meddows Songtext von Under Pressure © Sony/ATV Music Publishing LLC

Eine Generation für den Klimaschutz

Vor einigen Tagen habe ich an einem Schulstreik für den Klima- und Umweltschutz teilgenommen. Initiiert und Organisiert wurde dieser Streik natürlich von Schülern, nach dem Vorbild des schwedischen Mädchens Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag in Stockholm anstatt vor der Tafel, vor dem Parlament sitzt. Die Demo in Hall war ein voller Erfolg. Rund 400 Schüler streikten, stimmten Sprechchöre an, tauschten sich aus, marschierten durch die Straßen und machten deutlich: Wir wissen, dass es um unseren Planeten geht, wir wissen wer daran Schuld ist, und wir wollen gehört und beachtet werden. Uns steht ein gesunder Planet zu.

Lautstark, etwas jugendlich-naiv, aber mit sehr viel Wut wurden konkrete Forderungen an Politik und Wirtschaft gestellt. Kohleausstieg bis 2030. Einhalten des 1,5 Grad Ziels. Abschalten aller AKW’S, dazu mehr Tierschutz. Ich glaube, wer sich intensiv mit der globalen Erderwärmung, sowie mit der industriellen Vernichtung der Natur beschäftigt und noch 70 Jahre auf der Erde verbringen wird, denkt nicht mehr in den bisherigen altruistischen Kategorien wie unsere Eltern. Klimaschutz ist für uns nicht mehr etwas, was man aus Güte der nächsten Generation betreibt, sondern weil man seinen eigenen Hintern retten möchte. Vielleicht ist es den Teilnehmern des Streikes auf Papier klar, dass unsere Zukunft auf dem Spiel steht, aber wenn in einigen Jahren, die Dürren häufiger werden, die Fluten heftiger, die Bienen staatlich gefördert und Venedig unter Wasser ist, dann werden sie wirklich realisieren, warum Klimaschutz wichtig ist, warum die globale Erderwärmung keine Bedrohung für die Natur, sondern für den Menschen ist. Und dann sind es diese Schüler, Wir, die das Rückgrat der Wirtschaft, der Politik und der Welt sind. Eine Generation, die mit Klimaschutz groß geworden ist. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, an dem Klimaschutz noch kein großes politisches und mediales Thema war. Wir sind mit ihm groß geworden. Was das bedeutet ist Zukunftsprägend. Es bedeutet Menschen, die ihr Leben dieser Aufgabe widmen werden. Das bedeutet kleine Änderungen im Alltag wie effektive Recyclingsysteme und Klima neutrale Fortbewegung, das bedeutet aber auch multinationale Unternehmen, die es irgendwie geschafft haben, mit Klimaschutz Geld zu verdienen. Das bedeutet eine ganze Generation, die die Fehler der Vergangenen ausbügelt, und zwar nicht weil sie Tiere so unglaublich niedlich findet, sondern weil sie sonst von im russischen Permafrost auftauenden Krankheiten dezimiert wird. Dabei ist meine Generation nicht besser als die meiner Eltern, auch wenn diese uns eindeutig in diese Situation geritten hat. Aber Menschen sind Menschen, und Menschen handeln meistens dann, wenn Not wirklich spürbar ist, und wir werden sie spüren. Neun der Zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung -ein Zeitraum von 140 Jahren- waren in den letzten 19 Jahren. Doch entscheidender als das, was wir spüren werden, ist wie wir handeln werden, und da müssen wir unseren Eltern danken, denn das grüne Gedankengut ist in uns stark verankert und ist Schicht-unabhängig, was zum Beispiel die Grünen zur Volkspartei befördert. Klimaschutz wird von einem Thema auf der Straße zu einem Thema der Tagesordnung übergehen, Klimaschutz wird ein fester Bestandteil unseres Lebens sein. In zwanzig Jahren werde Ich nicht auf die Straße gegen Kohlestrom gehen, sondern in der Institutionalisierung und Industrialisierung des Klimaschutzes mein tägliches Brot verdienen. John F. Kenndy sagte: „Nur eines ist auf Dauer teurer als Bildung: Keine Bildung“. Heute ist Bildung in fast allen Staaten eine Institution und für Jeden, für Bildung wird auf internationaler Ebene gekämpft. Heute können wir sagen „Nur eines ist auf Dauer teurer als Klimaschutz: kein Klimaschutz“, und morgen können wir eine Welt haben, in der wir leben können. Dieses Ziel ist die Aufgabe unserer Generation, und unweigerlich werden wir dieses Ziel erreichen müssen. Aber wenn ich an die hunderten jungen Leute denke, die mit ihren beschränkten Mitteln und gegen den Willen vieler Schulen am Freitag da waren, sehe ich weniger Grund zum Pessimismus.

Mit freundlichen Grüßen, Karthasis

Homophobie in unserer Gesellschaft

Immer wieder kommen in meinem alltäglichen Leben Gespräche oder Gedanken zum Thema Homophobie zum Vorschein. Ich finde es sehr schwer über das Thema zu reden, ohne, dass sich jemand angegriffen fühlt, also schonmal im Voraus: Seid ihr selbst und fühlt euch frei und lebt euer Leben so, wie ihr selbst es wollt!

Bei der Frage nach der sexuellen Orientierung merken viele schon im Kindesalter, dass irgendwas anders ist, als bei anderen. Wenn zum Beispiel alle Freunde darüber reden, wie toll doch das Mädchen aus der Parallelklasse ist, kann ich mir vorstellen, dass man sich schnell damit alleine oder missverstanden fühlt. Man entwickelt eine Angst dafür, sich jemandem anzuvertrauen und befürchtet schlechte Reaktionen anderer Leute.

Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt und vor allem auf Social Media Plattformen viele Informationen über das Thema erhalten. Und je mehr ich über die Dinge gelesen oder gesehen habe, frage ich mich, ob ein Coming out überhaupt noch nötig ist. Ich meine, nur weil man sich jetzt gerade eher demselben Geschlecht angezogen fühlt, ist das nicht in Stein gemeißelt und bleibt für immer so. Als Beispiel könnte man sich die Metapher vom „Ufer wechseln“ ansehen. Jeder Mensch schwimmt irgendwie in diesem Fluss. Es gibt sicher viele, die immer eher an dem einen, oder dem Anderen Ufer orientiert sind, aber eben auch manche, die lieber in der Mitte schwimmen oder mal die Seiten wechseln. Das ist immer möglich, zudem es nicht nur das eine und das andere gibt, sondern noch etliche sexuelle Orientierungen zwischendrin.

Ich finde es schade, dass gewisse Vorurteile vorhanden sind, wenn man Menschen begegnet. Wenn man ein homosexuelles Pärchen auf der Straße sieht, ist es irgendwie normal, dass man hier mit mehr Aufmerksamkeit hinsieht, als bei einem heterosexuellen Paar. Aber ich glaube das liegt schlichtweg an der Tatsache, dass es eben mehr heterosexuelle Paare gibt, als homosexuelle. Zum Glück sind wir dennoch auf einem, wie ich finde, sehr gutem Weg der Besserung. Ich meine 2017 die Homoehe auch in Deutschland eingeführt zu haben, ist ein großer Erfolg.

Eine andere Sache, die ich auch nicht verstehe, ist, warum bei homosexuellen Paaren früher oder später die Frage danach aufkommt, wer denn von beispielsweise zwei Lesben der Mann in der Beziehung ist, oder wie es denn aussieht mit dem Nachwuchs. Ich finde, dass Fragen wie diese im 21. Jahrhundert völlig überflüssig sind.
Ich habe schon öfter davon gehört, dass es unvorstellbar für manche ist, dass zwei Männer zum Beispiel eine Tochter großziehen. Immer wird gefragt, ob das Kind überhaupt eine schöne Kindheit und eine gute Entwicklung haben kann, wenn es keine „richtige“ Mutter hat. Auch Aussagen wie: „Jedes Kind braucht einen Vater und eine Mutter“, finde ich, gehen gar nicht. Daran merkt man, dass diese Menschen die eine solch starke Abneigung gegenüber Gleichgeschlechtlichen haben, einfach nicht über den Tellerrand hinaus schauen, sondern im Tunnelblick durchs Leben gehen. Es gibt für sie immer nur Zuordnungen, wie blau steht für Jungs, rosa für Mädchen. Jungs gehen Fußball spielen und haben Autos als Spielzeuge und Mädchen gehen ins Ballett und spielen mit Barbies. Diese Kategorisierung in Schubladen finde ich nicht gut und vor allem kann das sehr verletzend sein. Dieses Schubladendenken finde ich nicht gut, weil jeder Mensch doch das Recht haben sollte, in Freiheit zu leben.

Wie oft verwenden manche Menschen Begriffe wie „Schwuler“ als Ausdruck und wie oft werden Menschen krumm angesehen, nur weil sie eine andere sexuelle Orientierung haben, als der Großteil der Gesellschaft? „Homophobia kills“ heißt es auf vielen Plakaten auf Demonstrationen gegen Homophobie. Und das stimmt auch und sollte gestoppt werden. Im Grunde sind wir alle nur Menschen, Lebewesen die Beziehungen mit anderen eingehen und ihr Leben einfach nur genießen wollen. Warum kann das nicht von jedem akzeptiert werden, oder zumindest toleriert? Wenn jemand gegen Homosexualität ist, warum nicht einfach wegsehen, als dass man Leute diskriminiert und fertig macht?

Ich verstehe am aller wenigsten die Abneigung gegenüber homosexueller Menschen. Viele finden es ekelhaft oder schrecklich. Hierzu habe ich mir ein Video auf YouTube gefunden (unten verlinkt), in dem Passanten auf der Straße mehrere Fragen zum Thema Homophobie gestellt werden. Die Meinungen waren gespalten und es gab sehr viele, die der Meinung waren, dass es völlig normal ist. Diese Sichtweise sollte die Gesellschaft meiner Meinung nach vermehrt annehmen und vertreten. Menschen sind Menschen, egal ob homosexuell oder nicht. Und jedem Menschen steht das Recht zu, so leben zu können wie er will.

Zum YouTube Video: https://www.youtube.com/watch?v=t9sgESVIwAI

Quellen: Social Media Plattformen und eigene Gedanken 🙂

Liebe Grüße, Phaenomen218

Die technologische Allmacht des Menschen

Tatsachen haben heutzutage in hochtechnologischen Gesellschaften einen sehr relativen Wert. Vor der Möglichkeit der Geschlechteoperation, war es eindeutig und unbestreitbar, ob man Mann oder Frau war. Heute ist mit genügendem Willen das eine, das andere oder alles dazwischen, für den Menschen zu entscheiden. Früher war es unbestreitbar, dass der Mensch stirbt, heute denken die ersten über Pläne nach, wie man den Mensch Mithilfe von Medizin und Robotern auf Nanometergröße faktisch unsterblich macht. Wir haben nur eine Erde, ist seit langem eine eingängige Doktrin, doch bereits in 15 Jahren sollen die ersten Menschen auf dem Mars leben, ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, über die manche Wissenschaftler und  Visionare  auf längeren Zeiträumen theorisieren. Auf längere Sicht schafft es die technologische Entwicklung eine durchgehende gesellschaftliche Revolution zu erzeugen, die allen Bereichen des menschlichem Lebens neue, übernatürliche Dimensionen und Möglichkeiten verschafft. Visionäre sprechen nicht mehr über die Kontrolle der Erde sondern über die Kontrolle ganzer Sonnensysteme und Galaxien als langfristige Ziele unserer Zivilisation, wie schon 1964 in der Kardashow-Skala. Heutzutage scheinen diese Ziele immer noch wie science Fiction, aber die technologische Entwicklung der letzen 30 Jahre hat uns gelehrt, dass uns eigentlich keine Grenzen gesetzt wurden, und wir die natürliche Ordnung selbst, wie zum Beispiel die verheerende Macht von Tsunamis oder die unvorstellbar große Energie der Sonne bezwingen und verarbeiten könnten. Wir ordnen unsere Umwelt und die Natur nach unserem Willen, und nutzen sie nach unserem Vorteil aus.

Als noch Religionen die treibenden ethischen Grundsätze diktierten, war es klar geregelt, wie die Beziehung des Menschen zu der Natur zu sein hatte, nämlich unterwürfig und respektvoll gegenüber „Gottes Werk“. Denn im Grunde hatte die Natur eine Rolle als Sprachrohr des Willen Gottes, zudem waren Naturkatastrophen und Krankheiten derart übermächtig, dass sie eine wahnsinnige Furcht in Menschen auslösten. Diese Dynamik ist nicht mehr gegeben und überlässt uns mit mehr Verantwortung als je zuvor: denn nun entschieden wir, was geschieht, wie die Zukunft einer Erde, eines Sonnensystems oder gar einer Galaxie aussieht, und wir müssen damit sorgfältig umgehen und endlich eine wie ein Loch klaffende Frage in der Menschheitsgeschichte lösen: was ist unser Ziel als Zivilisation? Wie soll unsere Zukunft langfristig aussehen? Wie stark sollten, wollen oder dürfen wir die bereits vorhandene Welt verändern?

Erst mit dieser Antwort kann entscheiden werden, nach welchen Maximen die Allmacht der technologischen Entwicklung eingesetzt werden soll. Soll, zum Beispiel, das Wohlergehen aller Menschen an erster Stelle stehen? Oder ist eine bestimmte Maschine das ziel, eine Simulation unserer Selbst zum Beispiel? Diese Antwort zu finden hat keine höchste Dringlichkeit, weil wir zwar in unserem technologischem Stand zwar in der Lage sind, ausserordentliches zu vollbringen, aber längst keine Allmacht mitsamt Unsterblichkeit und Kontrolle über Sonnensysteme genießen. Es ist lediglich schon vorauszuahnen, dass es in einiger Zukunft der Fall sein könnte.

 

Was denkt ihr, was für Prioritäten sollte sich die Menschheit setzten, in Anbetracht der technologischen Allmacht, die uns im Laufe der Zeit zu Verfügung stehen wird?

 

Heute schon getwittert?

Social Media ist im Alltagsleben ständig präsent: Sitzt man in der Bahn, so sieht man viele Menschen, die Bilder auf Instagram, Facebook und Co. anschauen oder Nachrichten schreiben. Bei Konzerten sieht man immer in fast jeder hochgestreckten Hand ein Smartphone, um ein Video des Konzerts auf Instagram hochzuladen, und so manche Menschen sieht man sogar beim Fahrrad oder Auto fahren Nachrichten tippen.

Social Media hat auf den ersten Blick nur Vorteile, man kann so mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, egal, wo sie sich im Moment befinden, kann deren Bilder anschauen oder witzige Memes mit ihnen teilen.

Neben dem Austausch mit Freunden dienen aber Instagram, Facebook etc. auch der Selbstdarstellung, man zeigt der Welt, was man macht, man zeigt sich selbst von der Seite, wie man von anderen gesehen werden will. Für viele Menschen sind die Likes, die ihre Bilder bekommen, sehr wichtig und dienen als Selbstbestätigung. So hat eine Studie der Freien Universität Berlin belegen können, dass bei Likes das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert wird – auch ein Grund dafür, dass rund 100.000 der Kinder und Jugendlichen in Deutschland abhängig von Social Media sind.
Man bemüht sich ständig, sich selbst möglichst gut darzustellen und es findet auch ein Vergleich mit anderen statt. Jedes spannende Event des Lebens muss sofort mit der Kamera festgehalten werden, um es dann mit anderen zu teilen. Dabei spielt natürlich unterbewusst immer dieser bereits erwähnte Wunsch nach Bestätigung und Anerkennung eine große Rolle und bringt uns dazu, schöne Momente mit der Kamera festzuhalten und zu später zu posten.

Doch dadurch vergisst man auch, den Moment zu genießen! Man betrachtet die Welt nicht mehr als Akteur, sondern als Zuschauer, wenn man z.B. ein Video von einem Konzert macht. Man ist so konzentriert darauf, dass das Video möglichst gut wird, dass man vergisst, das Konzert zu genießen. Am Ende hat man dann ein paar Likes oder „Gefällt mir- Angaben“, aber nichts von dem Abend mitgenommen. Denn wer ein Video aufnimmt, kann nicht gleichzeitig ekstatisch tanzen und /oder applaudieren.

Bei dieser Aufnahme sieht man allein in einem Umkreis von wenigen Metern drei Smartphones.

Wir erleben weniger , sind in gewisser Weise wie der Protagonist von Max Frischs Roman Walter Faber, der ständig filmt, bloß um nichts erleben zu müssen, man reduziert die Wirklichkeit zu einem zweidimensionalen Film . Anstatt zu erleben, was die Sinneseindrücke mit uns machen, was ein bestimmter Geruch, eine bestimmte Wahrnehmung in uns auslösen, sind wir zu beschäftigt, den „Teilen“-Button zu drücken.

Zudem ist es erschreckend, wie viel Zeit die Nutzung von Social Media in Anspruch nimmt. Laut der Studie der DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verbringen Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden täglich mit sozialen Medien. Wenn man das auf das gesamte Leben hochrechnet, ist das sehr viel Lebenszeit, die man damit verbringt, Bilder von Menschen anzuschauen, die man eventuell nicht einmal kennt oder nicht mag.

Kritisch zu sehen ist auch, dass Social Media niemals wirklichen Kontakt zwischen Menschen ersetzen kann. Im Gegenteil, es führt oft eher zu Konflikten, da Missverständnisse auftreten. Anstatt Differenzen persönlich zu regeln, lädt man seine Wut oder seine Enttäuschung über WhatsApp ab- weil’s einfacher ist. Natürlich ist es vollkommen legitim, über Social Media mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben oder allgemein zur Kommunikation zu nutzen, aber man muss sich dabei der oben genannten Aspekte bewusst sein. Und letztendlich geht auch nichts über das persönliche Gespräch, da man so viel mehr Dimensionen wahrnimmt, als wenn man chattet.

Und wie auch schon Epikur gesagt hat: „Von allem, was die Weisheit für die Glückseligkeit des ganzen Lebens bereitstellt, ist der Gewinn der Freundschaft das bei weitem Wichtigste.“

 

Ich persönlich nutze natürlich WhatsApp, Instagram und Co., aber gerade in letzter Zeit ist mir bewusst geworden, wie viel Zeit die Nutzung von Social Media in Anspruch nimmt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich eher gezeichnete Bilder von anderen anschaue, anstatt selbst kreativ zu sein und etwas zu zeichnen. Einen Großteil der Zeit, die man für Social Media verwendet, könnte man darin investieren, sich selbst zu entfalten und Dinge zu tun, die einem Spaß machen und die einen erfüllen. Zudem ist es oft so, dass man sich mit den Künstlern im Internet vergleicht und dann deprimiert ist, weil man denkt, man könne sowieso nie so gut werden wie die anderen. Dementsprechend ist man dann eher geneigt, erst gar nichts auszuprobieren. Deshalb habe ich auch jetzt in den Ferien Social Media Detox gemacht, dh. (mit einer Unterbrechung von einem Tag) fast zwei Wochen ohne Internet verbracht, was ich als echt befreiend empfunden habe, vor allem, da ich auch mehr Zeit hatte, um zu zeichnen 😉 Dennoch finde ich nicht, dass man gleich ganz ohne Social Media leben muss, man muss sich nur bewusst sein, wie stark und oft man es nutzt und ob man nicht vielleicht lieber den Moment genießen sollte.

Wie steht ihr dazu? Könntet ihr es euch vorstellen, eine Woche ohne Internet zu verbringen? Oder seid ihr der Meinung, dass die Vorteile von Social Media bei Weitem überwiegen?

LG Entschlossenheit 😊

 

Zum Weiterlesen: Woran erkennt man eine Abhängigkeit von Social Media?
https://ccam-ascor.nl/research-measures/166-engels/research-measures/484-social-media-disorder-scale
Selbsttest https://www.jumpradio.de/thema/selbsttest-internetsucht-100_showImage-frage-test-internetsucht-106_zc-e6ab0709.html

 

 

Quellen:

 

Obdachlosen helfen

Soll man Obdachlosen helfen- ja oder nein?

Betrachtet man diese Frage, so wird wohl jeder Mensch intuitiv sagen, ja, natürlich soll man Obdachlosen helfen. Dennoch ist es in der Realität oft so, dass viele Menschen ohne einen zweiten Blick an einem Bettler vorbeilaufen. Woran liegt das? Und was sind Gründe dafür, Obdachlosen zu helfen?

Das Zitat von Jean de La Bruvére, „Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat“, deutet an, dass es einem selbst Freude machen kann, andere durch ein Geschenk zu erfreuen.
Das hat wohl auch jeder schon selbst erlebt, wenn man erwartungsvoller in Bezug auf die Freude der Freunde/Familienmitglieder ist, wenn diese das sorgsam ausgewählte Geschenk auspacken, als gegenüber den Geschenken, die man von ihnen erhält.

Nach Kant hat aber diese Handlung mit der Absicht, anderen Menschen Freude zu bereiten, keinen sittlichen Wert, es ist eine Handlung aus Neigung. Man sollte aber solche Handlungen nicht aus Neigung, sondern aus Pflicht tun, also sich durch Vernunft zu dieser Handlung zu entscheiden, erst dann hat eine Handlung einen wahren sittlichen Wert. Wie gelangt man also durch Vernunft zu dem Willen, Obdachlosen zu helfen?

Dazu muss man den kategorischen Imperativ anwenden: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“. Man stellt fest, dass es erstrebenswert ist, wenn die Maxime, „Helfe Obdachlosen“ allgemeines Gesetz werde, da es dadurch längerfristig vielen Menschen besser geht. So kann man die Frage, ob man Obdachlosen helfen sollte, also auch aus Sicht von Kant bejahen, nicht nur durch den allgemeinen Menschenverstand oder die Freude, die man selbst beim Geben empfindet.

Auch aus der christlichen Sicht ist es erstrebenswert, seinen Nächsten etwas Gutes zu tun wie das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ besagt. Aber dennoch ist es so, dass viele Menschen die Augen verschließen und an den Bettlern vorbeieilen. Doch was sind die Gründe hierfür?

Zum Einen kann man sagen, dass viele Menschen Angst haben, dass die Bettler das Geld, das sie von ihnen erhalten, für Dinge wie Alkohol oder Zigaretten ausgeben. Zum anderen herrscht bei vielen auch die Befürchtung vor, die Bettler müssten das „erwirtschaftete“ Geld wieder an eine Art Bettlermafia abgeben.

Doch vielen dienen diese Gründe nur als Vorwand, sich nicht mit der Situation von armen Menschen vor ihrer Nase zu befassen, sie schieben diese Gründe vor, um ihr Gewissen zu beruhigen. Denn wenn man wirklich helfen will, dann findet man eben einen Weg, um diese Befürchtungen zu umgehen. So könnte man zum Beispiel den Obdachlosen fragen, ob er etwas essen möchte oder einen Kaffee trinken will. Auch so kann man den Menschen helfen, denn Hilfe impliziert ja nicht nur finanzielle Hilfe.

Dennoch ist es schwierig, denn man kann schließlich nicht allen helfen, denn es gibt ja nicht nur einen Bettler, sondern sehr viele. Wo soll man anfangen und wo soll man aufhören?
Trotz dessen bin ich eindeutig der Meinung, dass man Obdachlosen helfen sollte, egal in welcher Form, Geld oder Essen, wobei ich auch eher zu Essen tendiere. Und wenn man niemals anfängt zu helfen, dann ändert sich ja nie etwas und für diese Menschen bedeutet eine kleine Geste oft schon sehr viel…  Also, nach Mahatma Gandhi:

Be the change that you wish to see in the world.”

Was ist eure Meinung dazu? Gebt ihr Obdachlosen oder Bettlern Geld, wenn ihr einen seht oder nicht? Wenn ja/nein, warum?

 

PS: Wer sich noch mehr für das Thema interessiert, auf YouTube gibt es viele Videos dazu, wie z.B. das hier: https://www.youtube.com/watch?v=PYRBpo0eFpU

 

Quellen: Heftaufschriebe, Gehirn 😀

14. Dalai Lama – Säkulare Ethik

Der 14. Dalai Lama stammt ursprünglich aus Tibet, musste allerdings schon vor vielen Jahren aus seiner Heimat fliehen, da die Chinesen aus rein politischen Gründen Tibet besetzten und die tibetischen Buddhisten verfolgten, beziehungsweise noch immer verfolgen. Aus diesem Grund lebt auch der Dalai Lama oder wie man auf deutsch sagen würde „eure Heiligkeit“ im Exil in Nordindien und das seit 56 Jahren. Einer der Punkte, der ihn besonders macht ist, dass er trotz seiner Geschichte keinen Hass gegenüber den Chinesen hat, im Gegenteil er versucht diese besser kennenzulernen und versucht ihr Handeln und ihre Gedanken nachvollziehen zu können.

Als 14. Reinkarnation ist er bei den tibetischen Buddhisten bekannt und wird von diesen angebetet, im Rest der Welt kennt man ihn allerdings auch als Friedensnobelpreisträger und als einen Mann der versucht mit seinen Worten und seinem Lächeln, die Welt ein bisschen besser zu machen. Er setzt als Ziel der Menschheit, beziehungsweise der Gesellschaft, den Weltfrieden, neben ihm noch andere wesentliche Punkte, wie Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit.
Um diese Ziele, oder alles umfassend diesen Weg zu gehen, hat er die Idee einer säkularen Ethik.
Einer Ethik, jenseits aller Religionen, die das Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung in jedem einzelnen stillt, fernab der Herkunft, der Kultur, dem Geschlecht und der Religion.
In dieser besonderen, neuen Ethik soll es darum gehen, als Gemeinschaft in der Welt etwas zu verändern mit Werten, wie zum Beispiel Mut, Feindesliebe, Mitgefühl, Meditation, Umweltbewusstsein.

Er selbst, als gläubiger Mensch, ist der Überzeugung, dass Religionen oft intolerant sind und der eigentliche Wert in der elementaren menschlichen Spiritualität liegt, außerdem sagt er, dass ein Leben ohne Religion gut möglich ist, eines ohne innere Werte allerdings nicht. Er versucht dies mit folgendem Beispiel zu erklären:

„Nach meiner Überzeugung können Menschen zwar ohne Religion auskommen, aber nicht ohne innere Werte, nicht ohne Ethik. Der Unterschied zwischen Ethik und Religion ähnelt dem Unterschied zwischen Wasser und Tee. Ethik und innere Werte, die sich auf einen religiösen Kontext stützen, sind eher wie Tee. Der Tee, den wir trinken, besteht zum größten Teil aus Wasser, aber er enthält noch weitere Zutaten – Teeblätter, Gewürze, vielleicht ein wenig Zucker und – in Tibet jedenfalls – auch eine Prise Salz, und das macht ihn gehaltvoller, nachhaltiger und zu etwas, das wir jeden Tag haben möchten. Aber unabhängig davon, wie der Tee zubereitet wird: Sein Hauptbestandteil ist immer Wasser. Wir können ohne Tee leben, aber nicht ohne Wasser. Und genau so werden wir zwar ohne Religion geboren, aber nicht ohne das Grundbedürfnis nach Mitgefühl – und auch nicht ohne Wasser.“

Der Buddhismus ist eine der friedlichsten Religionen, die auf unserer Erde existieren, somit ist es für den Dalai Lama nicht unfassbar schwer nach seinen selbst aufgestellten Regeln zu leben, allerdings verfolgt er diese in besonderem Ausmaß. Er bleibt sich und seiner Religion in fast allen Lebenssituationen treu, man könnte sagen, dass er ein „vorzeige“ Mensch ist, wenn man den Frieden und eine friedliche Gemeinschaft als Ziel nimmt.

Für mich persönlich ist dieser Mensch absolut beneidenswert, wären mehr Menschen mehr wie er, wäre unsere Welt mit Sicherheit ein ganzes Stück besser. Allerdings empfinde seine Idee einer säkularen Ethik noch bedeutsamer, da nicht in jeder Religion, der Frieden oberstes Privileg ist und Themen, wie der Umweltschutz nur selten in diesem Zusammenhang behandelt werden. Was sagt ihr dazu, würdet ihr eine solche, neue Ethik jenseits aller Religionen befürworten? Oder glaubt ihr, dass eine Säkulare Ethik noch keine Chance hat in unserer Gesellschaft?

Verbot von Kampfsport

Kampfsportarten sind mittlererweile sehr beliebte Sportarten, viele trainieren sie und schauen gerne Kämpfe im Fernsehen. Sehr viele Leute stellen sich aber auch gegen Kampfsport. Vor allem bei dem in der UFC praktizierten Sport MMA finden sich sehr viele Kritiker. Ich musste im Internet schwachsinnige Kommentare von Berühmtheiten wie Thomas de Maizière lesen, in denen er behauptet, dass die Kämpfe „eine abscheuliche Form der Menschendarstellung“ wären (siehe ).

Dieser Beitrag ist zwar schon älter, aber trotzdem ein sehr unverschämter Kommentar.

Was mich besonders am Hass gegen den Kampfsport empört ist die Tatsache, dass dies eine Art der Entfaltung der Persönlichkeit ist und ein Verbot von Kampfsport ein massiver Eingriff in das Leben aller Beteiligten ist. Hierzulande wäre von einem Fußballverbot nichtmal im Traum zu denken, wobei zugegebenerweise Fußball lange nicht so brutal erscheint wie Kampfsport. Kampfsport ist im wesentlichen auch nicht brutal, erweckt aber sehr leicht den Eindruck.

Das allerschlimmste daran ist, dass Kampfsport für diejenigen, die eine Kampfsportart beherrschen, ein sehr wichtiger Bestandteil ist. Insbesondere Frauen könnten, was mich sehr bestürzt, etwas gebrauchen, um sich zu verteidigen. Leute, die gegen Kampfsportarten sind, sind trotzdem unbeschreiblich froh wenn im Falle eines Falles der Sohn oder die Tochter fähig ist, sich zu verteidigen (und zwar nur zu verteidigen) oder eine/n Freund/in dabei haben, die das können.

Ein richtiger Kampfsportler hat die Eigenschaft, niemand verletzen zu wollen und das Kämpfen so weit es geht zu vermeiden, weswegen von ihm/ihr keine Gefahr ausgeht.

Desweiteren gibt es auch Veranstaltungen auf deutschem Boden, bei denen diverse Kämpfe ausgetragen werden. Dort haben die Veranstalter freiwillige Jugendverbote verhängt, d.h. Jugendliche freiwillig von der Veranstaltung ausgeschlossen. Es wird bereits genug getan, um Jugendlichen keine gewaltverherrlichende Dinge zu zeigen und immernoch gibt es Leute, die Kampfsport verbieten wollen.

Findet ihr, es wäre sinnvoll Kampfsport zu verbieten? Und wenn ja, warum? MfG, Unbewusst