November 30

Protokoll zum Ethik Unterricht am 24.11.2017

Außer zwei Leuten sind alle da.

Übersicht

  1. Die menschliche Seele
  2. Eigenschaften eines Dings
  3. Kreuzworträtsel über Aristoteles

1. Die menschliche Seele.

Wenn es nach Aristoteles geht, besteht die menschliche Seele aus zwei Teilen, dem irrationalen, vegetativen  Teil, und dem rationalen Teil.  Aristoteles meint, dass nur der rationale Teil Tugenden ausbildet, welche die Verstandestugenden ( dianoethischen Tugenden ) sind.

Es gibt aber auch Charaktertugenden ( ethischen Tugenden ), die unser Individuum ausmachen. Sie streben die Beherrschung unserer  Triebe und Gefühle durch die Vernunft an, deshalb werden diese als Strebevermögen dargestellt.

Wie erlangen wir die Tugenden ?

Wir sollen üben. Die Übung besteht in Tat und Lehre. Die dianoethischen Tugenden sollen gelehrt werden, die ethischen Tugenden sollen durch die Tat in die beiden Seelenteile übergehen. Wir haben uns zum Beispiel die Frage gestellt, ob gerechtes Handeln dazu führt, dass man gerecht wird? Wir kamen zu keinem Schluss. Es kam aber auch das Beisiel vom Geige spielen, wobei die Verstandestugend ist spielen zu können und die Charaktertugend  das Streben nach dem besser werden ist. Das Beispiel zeigt auch das manche Tugenden angeboren sind, aber entwickelt werden müssen.

 

 2. Beschreibung eines Gegenstandes

Aristoteles stellt 10 Fragen an ein Gegenstand, um ihn beschreiben zu können.

3.  Kreuzworträtsel über Aristoteles

(aufgrund Zeitmangels konnte das Kreuzworträtsel nicht vollständig besprochen werden)

Zur eigenen Lösungsfindung bitte auf den Link zum Podcast klicken

www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/aristoteles-philosophie-denker-100.html

 

 

 

November 25

Protokoll Montag 20.11.2017

Protokoll Montag: 20.11.2017

 

Referentin: Sü

 

13 Schüler anwesend

 

Verfasser: Freiheit

 

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Philochat
  3. Welche Strafe?
  4. Straftheorien

Philochat:

In der letzten Stunde sind wir in die Rollen berühmter Philosophen geschlüpft und haben uns auf Twitter über deren Gerechtigkeitstheorien ausgetauscht. Zu Beginn der Stunde, haben wir uns darüber unterhalten, wie gut uns der Philochat gefallen hat und ob wir so etwas gerne öfter machen würden. Obwohl wir uns bei unseren Antworten kurzfassen mussten, haben wir es geschafft, den Inhalt der Theorien, wenn auch stark verkürzt, wiederzugeben. Alle fanden die Idee toll und würden so etwas gerne noch einmal zu machen.

Welche Strafe?

Wir bekamen ein Arbeitsblatt, auf dem wir ankreuzen sollten, was für eine Strafe wir für einen 16-Jährigen Brandstifter für angemessen halten. Bei dem Brand starben 5 Frauen und Mädchen türkischer Herkunft. Vier Familienmitglieder überlebten. Uns wurden folgende mögliche Strafen vorgelegt:

  1. Der sollte genauso abgefackelt werden, am besten auf dem Scheiterhaufen.
  2. Er soll zu einer Haftstrafe verurteilt werden. Zusätzlich soll sein Bild mit Namen in den Medien veröffentlicht werden.
  3. Die überlebenden Familienmitglieder sollen die Art und Höhe der Strafe selbst bestimmen, was immer sie auch mit ihm machen wollen.
  4. Der Täter sollte für mehrere Jahre einer gemeinnützigen Aufgabe nachgehen. Er könnte z.B. dazu verpflichtet werden, in einem Krankenhaus zu arbeiten, in dem Brandopfer behandelt werden.
  5. Der Täter soll zu einer Geldstrafe verpflichtet werden. Das Geld erhalten die überlebenden Angehörigen.
  6. Der Täter sollte zu einer lebenslangen Haft verurteilt werden.
  7. (Möglichkeit für anderes, nicht aufgelistetes Urteil)

 

Danach haben wir noch weitere Informationen über den Täter bekommen. Er war eine Zeit lang im Heim und zeigte schon früh aggressives Verhalten. Daraufhin sollten wir überlegen, ob uns diese Informationen in unserer Entscheidung beeinflussen.

Anschließend haben wir über die verschiedenen Strafen und ihre Vor- und Nachteile geredet und haben uns dann gefragt, ob man überhaupt strafen muss?

Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass ohne eine Strafe, das Gesetz gar keinen Sinn machen würde und jeder tun und lassen könnte, was er will. Außerdem gibt die Strafe dem Täter die Chance auf Resozialisierung, nachdem man im Gefängnis war.

Als wir dann von der tatsächlichen Strafe erfahren haben, waren wir überrascht, wie hoch sie war. Der Junge und seine Mittäter unter 21 erhielten eine 10-jährige Haftstrafe. Diese wurde als Abschreckung verhängt, da zu dieser Zeit sehr viele ähnliche Anschläge passiert sind. Dies erschien einigen unfair.

Exkurs:

Es gab eine Diskussion zur aktuellen politischen Lage und wir haben darüber geredet, ob es nun zu Neuwahlen kommt oder nicht und ob diese sinnvoll wären.

Straftheorien:

Man unterscheidet zwischen zwei Straftheorien:

  • Absolute Straftheorie (Ursachen- und Vergangenheitsorientiert):
  1. Vergeltung
  2. Sühne
  3. Ausgleichende Gerechtigkeit

 

  • Relative Straftheorie (Ziel- und Zukunftsorientiert):
  1. Spezialprävention:

Positiv: Resozialisierung

Negativ: Denkzettel, Unschädlichmachung

–> Wirkung auf Täter

  1. Generalprävention

Positiv: Normbeschäftigung

Negativ: Abschreckung

–>Wirkung auf Gesellschaft

Die absolute und relative Straftheorie nennt man allgemein Vereinigungstheorie. Die absolute jedoch, wird heutzutage nicht mehr angewandt.

Anschließend sollten wir die Theorien den obgenannten Strafen zuordnen.

  1. Absolute Straftheorie
  2. Generalprävention
  3. Absolute Straftheorie –> Rache
  4. Spezialprävention
  5. Täter-Opfer-Ausgleich
  6. Generalprävention

 

November 17

Zusammenfassung der Doppelstunde am 17.11, Thema: Aristoteles‘ nikomachische Ethik und Tugendlehre, verfasst von bingobongo

In der Doppelstunde  von 11:25 bis 13:00 Uhr  am Freitag, den 17.11.2017 im Gymnasium Gerabronn war der Kurs der K1 bis auf eine Person vollständig anwesend. Zusätzlich war auch noch der Sohn von Frau Schütze anwesend, der uns tatkräftig unterstützte. Das Thema dieser Sitzung war Aristoteles‘ Tugendlehre und nikomachische Ethik.

Zu beginn der Stunde reflektierten wir noch einmal die Erkenntnisse der vorherigen Sitzung.  Dabei ging es um Aristoteles‘ grundlegende Unterscheidungen der Lebensformen: Das Leben des Genusses, das Leben des Politikers und das Leben des Philosophen. Zusätzlich sprachen wir auch noch einmal Aristoteles‘ Vorstellungen von Glück haben und glücklich sein an.

Um das Thema der Letzten Stunde wieder aufzugreifen, lasen wir einen Text über Aristoteles‘ Tugendlehre. Aus diesem Text ging hervor, dass jeder Mensch nur handelt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Ziele, die die Menschen in ihren Handlungen verfolgen, verweisen wiederum auf höhere Ziele, welche dann auch wieder auf höhere Ziele verweisen. Diese Kette kann man immer weiter fortführen, ohne dass am Ende ein bestimmtes Ziel stehen würde, womit unser Handeln komplett sinnlos wäre. Der Mensch strebt aber in all seinem Handeln nach etwas Besserem. Jemand, der zum Beispiel Sport betreibt, tut dies lediglich um ein Ziel zu erreichen, wie zum Beispiel fit zu sein oder zumindest so auszusehen. Jeder Mensch möchte also mit seinem Handeln ein bestimmtes Ziel erreichen, das dann für diesen Menschen Glück bedeutet. Somit ist das Handeln der Menschen nicht wie zuvor erwähnt sinnlos, denn jeder Mensch hat ein Endziel, das Glück.

Dann befassten wir uns mit der Mesotes-Lehre des Aristoteles (gr. méson = das Mittlere). Nach Aristoteles ist die Tugend eine feste Haltung einer Person, eine Charaktereigenschaft. Der Mensch definiert sich durch sein Handeln. Aber wie soll man handeln? Nach Aristoteles Mesotes-Lehre ist das richtige Handeln eines Menschen das Mittlere, nicht zu verwechseln mit dem Mittelmäßigen. Um ein Leben der Tugend leben zu können muss man eine Balance zwischen zwei Gegensätzen finden, also das Mittlere, zum Beispiel die Tapferkeit: die Tapferkeit bildet die Mitte oder eine Balance zwischen den Gegensätzen „Tollkühnheit“ und „Feigheit“, wobei das eine ein „zu viel“ und das andere ein „zu wenig“ darstellt. Feigheit ist ebenso nicht tugendhaft wie Tollkühnheit, denn ein tollkühner Mensch bringt sich eher unnötig in Gefahr, denn ihm fehlt die Angst vor manchen Gefahren. Während ein feiger Mensch sich zwar niemals freiwillig in Gefahr bringen würde, aber auch nie etwas wagen würde. Das ist auch schlecht, denn „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“. Tapferkeit stellt hier eine Mitte, ein Gleichgewicht dieser beiden Gegensätze dar.                            Weitere Beispiele dieser Mittelwege zwischen zwei Gegensätzen wurden an der Tafel aufgelistet (siehe unten).

Um uns selbst diese Zusammenhänge noch weiter zu verdeutlichen, teilte Frau Schütze ein Buch. Daraus lasen wir einen Textabschnitt aus Aristoteles‘ nikomachischer Ethik. Mithilfe des Textes wurde uns dann klar, dass ein tugendhafter Mensch sich selbst entscheidet, moralisch zu handeln, um sein Ziel zu erreichen. Er entscheidet sich außerdem zum tugendhaften Handeln, nämlich der Mitte zwischen zwei Gegensätzen.

Wir sollten uns zum Abschluss mit dem angeeigneten Wissen überlegen, welche tugendhaften Charaktereigenschaften heute wichtig sind oder wichtig sein könnten. Weitere Beispiele wurden an der Tafel aufgelistet (siehe unten) und unter den Schülern diskutiert. Es stellte sich heraus, dass es relativ schwierig ist, eine genaue Mitte zwischen zwei Gegensätzen zu treffen, da das anscheinend tugendhafte Verhalten meist selbst zu einem Extrem tendiert und es somit sehr schwierig, eher unmöglich ist, die genaue Mitte zwischen zwei Gegensätzen zu treffen.

 

MfG

bingobongo

Tafelaufschrieb: Beispiele für tugendhaftes Verhalten; Mesotes-Lehre

 

 

November 10

Zusammenfassung der Stunde vom 10.11 der K1, verfasst von Karthasis

Zusammenfassung der Stunde vom 10.11 der K1, verfasst von Karthasis

1. Abstimmung über die Nutzung des Hefts während der ersten Klausur.
Ergebiniss: Einstimmig für die Nutzung des Hefts.

2. Glücklich sein vs Glück haben
Im Podium haben wir die Unterschiede zwischen dem Ereignis des Glück-habens, wie zum Beispiel beim Lottogewinn, und der lang zeitigen Erfüllung von Zielen und Wünschen als subjektive Wahrnehmung von Glück.

3. Aristoteles: Was ist Glück?
In Einzelarbeit haben wir nach dem Lesen eines Textes im Buch (s. 94 M1/a1,2,6) erarbeitet, wie Aristoteles Glück verstand. Er definiert dieses als Endziele aller Tätigkeiten, die ein Mensch macht. Dabei kann die Tätigkeit selbst (Praxis), aber auch das Ergebnis der Tätigkeit glückbringend sein (Poesis), allerdings auch die Summe vieler Tätigkeitsreihen mit einem vorher festgelegtem Ziel (Telos).

4. Lebensformen
Aristoteles hat desweiteren verschiedene Formen der Art wie Menschen Leben um ihr individuelles Glück zu finden, beschrieben. Er differenziert hierbei zwischen dem Leben des Genusses, dem des Politikers, und jenem des Philosophen. Gemeinsam haben wir Aristoteles Wertung der Einzelnen Lebensformen erarbeitet, und dabei herausgefunden, dass das Leben des Genusses, also desjenigen, der nur für die marteriellen Vorzüge Tätigkeit ergreift, nach Aristoteles am niedersten ist, da er sich komplett seinen animalischen Trieben nach immer mehr hingibt. Das wird von dem leben des Politikers gefolgt, der sein Glück in der Bestätigung seiner Ehre durch andere Findet. Diese Tätigkeit ist egozentrisch, hat aber sehr positive Nebenwirkungen, weil eine funktionierende Gesellschaft entsteht, Am höchsten wird das Leben des Philosophen gewertet, weil dieser Glück in sich selbst beziehungweise im Wissen und im Wesen des Glücks finden möchte. Ein Schüler wollte das Leben des Gläubigen als eine Lebensform ergänzen, da dieser das Glück von seinem Glauben zieht. Nach einer hitzigen Diskussion über den Stichgehalt dieser Lebensform wurde die Stunde durch den Gong beendet.

Das war die Stunde des 10.11, gehalten Von Frau Schütze
MFG Karthasis