Homophobie in unserer Gesellschaft

Immer wieder kommen in meinem alltäglichen Leben Gespräche oder Gedanken zum Thema Homophobie zum Vorschein. Ich finde es sehr schwer über das Thema zu reden, ohne, dass sich jemand angegriffen fühlt, also schonmal im Voraus: Seid ihr selbst und fühlt euch frei und lebt euer Leben so, wie ihr selbst es wollt!

Bei der Frage nach der sexuellen Orientierung merken viele schon im Kindesalter, dass irgendwas anders ist, als bei anderen. Wenn zum Beispiel alle Freunde darüber reden, wie toll doch das Mädchen aus der Parallelklasse ist, kann ich mir vorstellen, dass man sich schnell damit alleine oder missverstanden fühlt. Man entwickelt eine Angst dafür, sich jemandem anzuvertrauen und befürchtet schlechte Reaktionen anderer Leute.

Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt und vor allem auf Social Media Plattformen viele Informationen über das Thema erhalten. Und je mehr ich über die Dinge gelesen oder gesehen habe, frage ich mich, ob ein Coming out überhaupt noch nötig ist. Ich meine, nur weil man sich jetzt gerade eher demselben Geschlecht angezogen fühlt, ist das nicht in Stein gemeißelt und bleibt für immer so. Als Beispiel könnte man sich die Metapher vom „Ufer wechseln“ ansehen. Jeder Mensch schwimmt irgendwie in diesem Fluss. Es gibt sicher viele, die immer eher an dem einen, oder dem Anderen Ufer orientiert sind, aber eben auch manche, die lieber in der Mitte schwimmen oder mal die Seiten wechseln. Das ist immer möglich, zudem es nicht nur das eine und das andere gibt, sondern noch etliche sexuelle Orientierungen zwischendrin.

Ich finde es schade, dass gewisse Vorurteile vorhanden sind, wenn man Menschen begegnet. Wenn man ein homosexuelles Pärchen auf der Straße sieht, ist es irgendwie normal, dass man hier mit mehr Aufmerksamkeit hinsieht, als bei einem heterosexuellen Paar. Aber ich glaube das liegt schlichtweg an der Tatsache, dass es eben mehr heterosexuelle Paare gibt, als homosexuelle. Zum Glück sind wir dennoch auf einem, wie ich finde, sehr gutem Weg der Besserung. Ich meine 2017 die Homoehe auch in Deutschland eingeführt zu haben, ist ein großer Erfolg.

Eine andere Sache, die ich auch nicht verstehe, ist, warum bei homosexuellen Paaren früher oder später die Frage danach aufkommt, wer denn von beispielsweise zwei Lesben der Mann in der Beziehung ist, oder wie es denn aussieht mit dem Nachwuchs. Ich finde, dass Fragen wie diese im 21. Jahrhundert völlig überflüssig sind.
Ich habe schon öfter davon gehört, dass es unvorstellbar für manche ist, dass zwei Männer zum Beispiel eine Tochter großziehen. Immer wird gefragt, ob das Kind überhaupt eine schöne Kindheit und eine gute Entwicklung haben kann, wenn es keine „richtige“ Mutter hat. Auch Aussagen wie: „Jedes Kind braucht einen Vater und eine Mutter“, finde ich, gehen gar nicht. Daran merkt man, dass diese Menschen die eine solch starke Abneigung gegenüber Gleichgeschlechtlichen haben, einfach nicht über den Tellerrand hinaus schauen, sondern im Tunnelblick durchs Leben gehen. Es gibt für sie immer nur Zuordnungen, wie blau steht für Jungs, rosa für Mädchen. Jungs gehen Fußball spielen und haben Autos als Spielzeuge und Mädchen gehen ins Ballett und spielen mit Barbies. Diese Kategorisierung in Schubladen finde ich nicht gut und vor allem kann das sehr verletzend sein. Dieses Schubladendenken finde ich nicht gut, weil jeder Mensch doch das Recht haben sollte, in Freiheit zu leben.

Wie oft verwenden manche Menschen Begriffe wie „Schwuler“ als Ausdruck und wie oft werden Menschen krumm angesehen, nur weil sie eine andere sexuelle Orientierung haben, als der Großteil der Gesellschaft? „Homophobia kills“ heißt es auf vielen Plakaten auf Demonstrationen gegen Homophobie. Und das stimmt auch und sollte gestoppt werden. Im Grunde sind wir alle nur Menschen, Lebewesen die Beziehungen mit anderen eingehen und ihr Leben einfach nur genießen wollen. Warum kann das nicht von jedem akzeptiert werden, oder zumindest toleriert? Wenn jemand gegen Homosexualität ist, warum nicht einfach wegsehen, als dass man Leute diskriminiert und fertig macht?

Ich verstehe am aller wenigsten die Abneigung gegenüber homosexueller Menschen. Viele finden es ekelhaft oder schrecklich. Hierzu habe ich mir ein Video auf YouTube gefunden (unten verlinkt), in dem Passanten auf der Straße mehrere Fragen zum Thema Homophobie gestellt werden. Die Meinungen waren gespalten und es gab sehr viele, die der Meinung waren, dass es völlig normal ist. Diese Sichtweise sollte die Gesellschaft meiner Meinung nach vermehrt annehmen und vertreten. Menschen sind Menschen, egal ob homosexuell oder nicht. Und jedem Menschen steht das Recht zu, so leben zu können wie er will.

Zum YouTube Video: https://www.youtube.com/watch?v=t9sgESVIwAI

Quellen: Social Media Plattformen und eigene Gedanken 🙂

Liebe Grüße, Phaenomen218

Motorradfahrer – Raser und Nervensägen?

Hallo zusammen,

vielleicht habt ihr schon mal davon gehört oder so etwas live mitbekommen. Motorräder sind aufgrund nachgerüsteter Auspuffe viel zu laut, Anwohner in der Nähe von vielbefahrenen Strecken sind mit den Nerven am Ende. Darüber hinaus ist ja bekanntlich jeder Motorradfahrer ein Raser. Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, und ob ihr Motorrad fahrt, aber aktuell ist es tatsächlich schwer ein Motorradfahrer zu sein. Man kann niemandem etwas recht machen. Überholt man einen Autofahrer, werden von diesem Motorradfahrer generell als Raser abgestempelt, hält man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen, wird einem bis auf zwei Meter Abstand aufgefahren, man wird also dazu genötigt, schneller zu fahren. Was ich andererseits beobachte, ist, dass gerade Motorradfahrer die hilfsbereiten Leute im Straßenverkehr sind, falls irgendetwas passiert ist. Während Autofahrer an Unfallstellen vorbeifahren, halten Motorradfahrer und versuchen zu helfen.

Meiner Meinung nach werden wir hier, wie oftmals Migranten, die einmal negativ auffällig werden, allesamt über den selben Kamm geschert. „Ein schwarzes Schaf verdirbt die ganze Herde“. In der Gesellschaft wird zu viel gemeckert, ständig hat man etwas aneinander auszusetzen. Ich halte die aktuelle Lage, in sehr viel mehr Bereichen als nur im Straßenverkehr, für sehr traurig. Dieses Phänomen tritt sehr häufig auf, wie mir immer wieder auffällt. „Vorurteile Missgunst Ignoranz und Fremdenhass – ist schon erstaunlich was die Dummheit aus den Menschen macht“ wie Sido in „Zu wahr“ sagt, ist hier ein sehr treffender Punkt.

Wie seht ihr das? Sind Motorradfahrer ein Problem? Regen Leute sich zu schnell und zu viel über Sachen und Dinge auf, von denen sie keine Ahnung haben oder sie nicht einmal was angeht? Ich freu mich auf eure Kommentare

 

MfG.

Die technologische Allmacht des Menschen

Tatsachen haben heutzutage in hochtechnologischen Gesellschaften einen sehr relativen Wert. Vor der Möglichkeit der Geschlechteoperation, war es eindeutig und unbestreitbar, ob man Mann oder Frau war. Heute ist mit genügendem Willen das eine, das andere oder alles dazwischen, für den Menschen zu entscheiden. Früher war es unbestreitbar, dass der Mensch stirbt, heute denken die ersten über Pläne nach, wie man den Mensch Mithilfe von Medizin und Robotern auf Nanometergröße faktisch unsterblich macht. Wir haben nur eine Erde, ist seit langem eine eingängige Doktrin, doch bereits in 15 Jahren sollen die ersten Menschen auf dem Mars leben, ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, über die manche Wissenschaftler und  Visionare  auf längeren Zeiträumen theorisieren. Auf längere Sicht schafft es die technologische Entwicklung eine durchgehende gesellschaftliche Revolution zu erzeugen, die allen Bereichen des menschlichem Lebens neue, übernatürliche Dimensionen und Möglichkeiten verschafft. Visionäre sprechen nicht mehr über die Kontrolle der Erde sondern über die Kontrolle ganzer Sonnensysteme und Galaxien als langfristige Ziele unserer Zivilisation, wie schon 1964 in der Kardashow-Skala. Heutzutage scheinen diese Ziele immer noch wie science Fiction, aber die technologische Entwicklung der letzen 30 Jahre hat uns gelehrt, dass uns eigentlich keine Grenzen gesetzt wurden, und wir die natürliche Ordnung selbst, wie zum Beispiel die verheerende Macht von Tsunamis oder die unvorstellbar große Energie der Sonne bezwingen und verarbeiten könnten. Wir ordnen unsere Umwelt und die Natur nach unserem Willen, und nutzen sie nach unserem Vorteil aus.

Als noch Religionen die treibenden ethischen Grundsätze diktierten, war es klar geregelt, wie die Beziehung des Menschen zu der Natur zu sein hatte, nämlich unterwürfig und respektvoll gegenüber „Gottes Werk“. Denn im Grunde hatte die Natur eine Rolle als Sprachrohr des Willen Gottes, zudem waren Naturkatastrophen und Krankheiten derart übermächtig, dass sie eine wahnsinnige Furcht in Menschen auslösten. Diese Dynamik ist nicht mehr gegeben und überlässt uns mit mehr Verantwortung als je zuvor: denn nun entschieden wir, was geschieht, wie die Zukunft einer Erde, eines Sonnensystems oder gar einer Galaxie aussieht, und wir müssen damit sorgfältig umgehen und endlich eine wie ein Loch klaffende Frage in der Menschheitsgeschichte lösen: was ist unser Ziel als Zivilisation? Wie soll unsere Zukunft langfristig aussehen? Wie stark sollten, wollen oder dürfen wir die bereits vorhandene Welt verändern?

Erst mit dieser Antwort kann entscheiden werden, nach welchen Maximen die Allmacht der technologischen Entwicklung eingesetzt werden soll. Soll, zum Beispiel, das Wohlergehen aller Menschen an erster Stelle stehen? Oder ist eine bestimmte Maschine das ziel, eine Simulation unserer Selbst zum Beispiel? Diese Antwort zu finden hat keine höchste Dringlichkeit, weil wir zwar in unserem technologischem Stand zwar in der Lage sind, ausserordentliches zu vollbringen, aber längst keine Allmacht mitsamt Unsterblichkeit und Kontrolle über Sonnensysteme genießen. Es ist lediglich schon vorauszuahnen, dass es in einiger Zukunft der Fall sein könnte.

 

Was denkt ihr, was für Prioritäten sollte sich die Menschheit setzten, in Anbetracht der technologischen Allmacht, die uns im Laufe der Zeit zu Verfügung stehen wird?

 

Artificial Intelligence

Artificial Intelligence oder künstliche Intelligenz hat doch bestimmt jeder schon einmal in irgendeiner Form gehört und weiß so ungefähr was das ist. Aber was genau ist das, was unterscheidet eine AI von einem normalen Computerprogramm? Um das zu verdeutlichen muss man woanders einsteigen:  Das (menschliche) Gehirn. Unser Gehirn wird oft mit einem „Supercomputer“ verglichen – und das zurecht. Unvorstellbar viele Nervenzellen mit noch viel mehr Verbindungen untereinander bilden ein hochkomplexes Netz aus Informationsflüssen in unserem Kopf. Dies ist der Grund weshalb wir fähig sind zu denken, zu fühlen oder ganz einfach: ein Bild zu erkennen. Ein Bild oder eine Form zu erkennen und richtig zuzuordnen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten unseres Gehirns. Ohne diese Fähigkeit wäre es uns kaum möglich, uns zurecht zu finden oder einfachste Aufgaben zu lösen, da wir einfach nicht wüssten, wo, was oder wie. Dies erkannte auch die Technologiebranche. Um beispielsweise Robotern die Navigation zu erleichtern sollten sie schließlich wissen, was um sie rum geschieht, abgesehen von Rohdaten aus Sensoren. Für solche Funktionen bedienten sich die Entwickler der Strukturen in unseren Köpfen. Man hat diese Neuronen praktisch am Computer simuliert und virtuell nachgebaut (neuronale Netzwerke). So war es dann einem Computer möglich, beispielweise Buchstaben oder Zahlen auf Bildern zu erkennen und den ihm bekannten Werten (0 und 1) zuzuordnen. Der Grund, weshalb Texterkennungssoftware funktioniert ist, dass man die Nervenstruktur am Computer virtuell nachgebaut hat. Diese „einfachen“ Aufgaben sind jedoch Nichts im Vergleich zu den aktuellen Entwicklungen in diesem Gebiet. Die AI-Technologie ist im Jahr 2018 schon sehr weit verbreitet. AI-Assistenten wie z.B. Siri oder Cortana sind weit verbreitet und sollen uns das Leben leichter machen. Diese Systeme werden auch von Tag zu Tag intelligenter, was natürlich auch dazu führt, dass die Server der Assistenten so langsam an ihre Grenzen kommen. Erste Smartphone Hersteller sind nun schon so weit, dass sie sogenannte NPUs (Neural Processing Unit) neben dem Hauptprozessor in Smartphones einbauen, um Server zu entlasten und Siri noch schlauer zu machen. Eine andere Entwicklung ist die Verwendung von AIs in der Forschung und Industrie: Neuronale Netzwerke werden heutzutage schon dafür eingesetzt um beispielsweise Teile für den Fahrzeugbau zu entwickeln, die dann den größtmöglichen Nutzen erzielen, wie z.B. möglichst wenig Material bei maximaler Stabilität. Forscher haben beispielsweise ein Auto mit tausenden Sensoren ausgestattet, die einfach alles während der Fahrt aufgezeichnet haben. Jede Feder und jede Welle wurde währen der Fahrt überwacht und die Daten dann gespeichert. Dann hat man eine Künstliche Intelligenz mit den Daten gefüttert mit dem Auftrag, das Beste, Effizienteste und Sicherste Chassis für ein Auto zu entwerfen. Das Ergebnis war ein Chassis, dass aus sehr vielen verzweigten Streben bestand. Es war um die Hälfte leichter als ein herkömmliches Chassis und auch viel sicherer. Die Künstliche Intelligenz hat den Ingenieuren die Design-, und Entwicklungsarbeit praktisch abgenommen.

Ich denke, dass sich diese Art von Technologie noch sehr viel weiter entwickeln wird und auch irgendwann nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sein wird. Wir werden morgens aufstehen und uns dann von unserem persönlichen Assistenten beraten lassen, was wir anziehen sollten. Die fortschreitende Technologie wird es auch irgendwann ermöglichen, dass man einen Roboter nicht mehr von einem Menschen unterscheiden kann, da das simulierte Gehirn des Roboters genauso leistungsfähig sein wird wie das Unsere. Dann wird es höchste Zeit sich über die ethischen Rahmenbedingungen Gedanken zu machen. Wenn ein Computer aufgrund eines Verhaltens nicht mehr von einem Menschen unterschieden werden kann, ist der dann auch ein Mensch? Hat er womöglich auch dieselben Rechte? Werden Arbeitgeber Menschen den Robotern vorziehen und somit ein Aufstand der benachteiligten Robotergesellschaft hervorrufen? Diese Entwicklung wird auf jeden Fall sehr viele Ethische Diskussionen provozieren und es lohnt sich auf jeden Fall schon jetzt mal darüber nachzudenken.

Ich sehe dieser Entwicklung auf jeden Fall positiv entgegen und hoffe auch, dass wir Menschen schlau genug sein werden, das Beste aus dieser Technologie zu machen. Wie geht es euch damit? Findet ihr auch, dass das eine gute Entwicklung ist?

Protokoll 08.06.18 der k1a

Das Thema der Stunde des 08.06 war die Gesinnungethik von Max Weber. Referent war naturnatü Frau Schütze und alle Schüler waren anwesend. Zum Einstieg in diese Ethik haben wir den Kurzfilm „Sommersonntag“ angeschaut, der nach dem Schema eines Trolley-Dillemas, allerdings war der Film so traurig, dass wir alle nach dem Film bedrückt waren, und deswegen nach einer Pause auf Zum-Pad eine Mindmap zum Thema Verantwortung. Dadurch haben wir festgestellt, was Verantwortung für alle bedeutet. Nach diesem Arbeitsauftrag haben wir zu guter Letzt einen Text von Max Weber gelesen und dazu Aufgaben bearbeitet. In diesem Text findet Weber eine Differenzierung zwischen ethiken, die auf Gesinnung basieren, und solche, die es auf Verantwortung tuen. Der entscheidende Unterschied ist, dass bei Gesinnungethikern, der Zweck die Mittel heiligt, was diesen Ethiker zu einem kosmisch–rationalen macht. Daran scheitert die Gesinnungsethik, denn jedes Handeln, welches unsittliche Mittel benotigt, ist zu verwerfen. Verantwortungsethiker scheitern daran, dass sie ihre Taten nicht hinterfragen, sondern aus Verantwortung Handeln. Das ist die grundlegende Problematik dieser beiden Schulen der Ethik.

Zusammenfassung der Doppelstunde am 15.06.18 der K1

Referentin der Doppelstunde war natürlich Frau Schütze. Thema sollte diesmal Verantwortung und die damit verbundene Ethik des Philosophen Hans Jonas sein.

Zum Einstieg in das Thema wurde den Schülern eine Animation gezeigt, auf der man einen See erkennen konnte. Der See verlor zunehmend an Wasser, bis nur noch ein kleiner Teil der ursprünglichen Fläche vorhanden war. Bei näherer Betrachtung wurde deutlich, dass es sich hierbei um den Aralsee handelt, der seit ca. 70 Jahren kontinuierlich Wasser verliert und nun praktisch nur noch eine Pfütze ist. Die Schüler wurden dann danach gefragt, wer die Verantwortung für dieses Desaster trüge. Die Schüler waren sich nicht ganz einig in welchen Umfang, aber dass wir selbst etwas damit zu tun haben war klar. Seit der Stalinära  (1929–1953) wurden aus den Hauptzuflüssen des Sees kontinuierlich große Mengen Wasser entnommen, um riesige Baumwollplantagen künstlich zu bewässern, die dann wiederum Baumwolle für Textilien auch ich Westeuropa liefern. Folglich sank der Wasserspiegel des Aralsees immer weiter und weiter…

Den Schülern wurde dann ein Arbeitsblatt ausgeteilt, mit dessen Hilfe Verantwortungsrelationen von Handlungen überprüft werden können, indem man nach nacheinander verschiedene Aspekte einer Handlung und der daraus folgenden Verantwortung abfragt, wie zum Beispiel den Akteur, der sich verantworten muss und die Fragen Wovor und Weswegen.  Grundgedanke davon ist, dass es immer eine Person (Träger) gibt, die die Verantwortung für etwas (Bezugspunkt) trägt und sich dann vor jemand oder etwas anderem (Legitimation) verantworten und seine Entscheidungen oder Handlungen legitimieren muss.

Danach sollten die Schüler aus Quellen von Hans Jonas Merkmale der bisherigen Ethik, den Gründen, weshalb die bisherige Ethik nicht mehr aktuell ist und Anforderungen an eine moderne Ethik herausarbeiten.

Nach Hans Jonas war die bisherige Ethik sehr anthropozentrisch ausgerichtet. Es wurde fast nur menschliche und zwischenmenschliche Aspekte behandelt. Der Mensch wurde außerdem stehts als unveränderliche Konstante „Mensch“ angesehen, ohne zu berücksichtigen, dass er sich selbst verändern könnte oder von etwas anderem verändert werden könnte. Ein weiterer und entscheidender Kritikpunkt waren die Reichweite der behandelten Handlungen. Die Folgen und Ursachen waren immer nur sehr kurzfristig berücksichtigt worden. Die Reichweite der Überlegungen, ob eine Handlung zum Beispiel moralisch oder nicht sei war sehr klein und längerfristige Ziele und Folgen unbekannt und nicht berücksichtigt. Die Merkmale einer Modernen Ethik sollten auf jeden Fall die Berücksichtigung der langfristigen Folgen und Ziele einer Handlung oder Entscheidung sein. Hans Jonas gibt dazu sogar einen selbsterklärenden Imperativ, angelehnt an den Kant’schen kategorischen Imoerativ, an der besagt: “ Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz des echten menschlichen Lebens. “ Da der Erhalt der Menschheit das von Hans Jonas formulierte ethische Zeil ist, formuliert er als Strategie eine „Heuristik der Furcht“: Alle technischen Entwicklungen sind solange zu unterlassen, wie die längerfristigen Wirkungen unbekannt sind. Nur so kann man sicherstellen, dass wir jetzt für die zukünftige Menschheit heute und jetzt Verantwortung übernehmen können und somit den neuen Imperativ einlösen können.

Zum Abschluss sollten die Schüler anhand von eigenen Beispielen nun auch die Verantwortungsrelationen überprüfen. Dabei wird danach gefragt, wer sich verantworten muss, wann er das tun muss, wovor, für welche Handlung, welche Werte für ihn dabei eine Rolle spielen und wofür genau, also die Folgen der Handlung.

Vielen Dank fürs Lesen!

 

Gruß bingobongo

Seelenverwandtschaft

Seelenverwandtschaft – Ich vermute mal, jeder von uns, hat diesen Begriff schon einmal gehört. Falls nicht, hier eine kurze Definition: „Als Seelenverwandtschaft bezeichnet man eine Verbindung zwischen zwei Personen, die sich durch eine tiefe, als naturgegeben erscheinende Wesensähnlichkeit verbunden fühlen (…)“ (Zitat von Wikipedia, Suchbegriff Seelenverwandte)

Auch unter Freunden findet man oft diese Verbundenheit, man kann ohne Worte kommunizieren, nur durch Blicke, oder man sieht sich zur gleichen Zeit an, wenn etwas bestimmtes passiert ist, oder man weiß genau was der andere sagen will, egal wie unlogisch der Zusammenhang erscheint. So etwas kann entstehen, wenn man sehr viel Zeit miteinander verbringt, aber auch durch gemeinsame Interessen. Bei Freunden ist hier aber keine Liebe im Spiel, zumindest nicht die Art, wie sie Paare verspüren, dennoch spürt wohl jeder eine gewisse Art der Verbundenheit mit seinem besten Freund.

So manche romantisch eingestellten Leute haben im Internet oder auf sozialen Plattformen verschiedene Theorien oder Gründe für Seelenverwandtschaft aufgestellt und einer von ihnen lautet, dass sich zwei Menschen zu einander hingezogen fühlen, da ihre Atome während der Entstehung des Universums nahe beieinander waren und mit der Zeit kommen diese deswegen wieder zusammen. Auch ist eine andere Theorie, dass man einen Ohrwurm aus dem Grund hat, weil der Seelenverwandte dieses Lied gerade laut singt. Auch wenn diese Theorien bestimmt  nicht der Wahrheit entsprechen, wobei ich das nicht mit Sicherheit sagen kann, ist es doch meiner Meinung nach eine sehr schöne Vorstellung. Denn sie kann auch dafür sorgen, dass man die Hoffnung auf „den richtigen Partner“ nicht aufgibt. Und dass sich die ganze Warterei und die Beziehungen vor diesem Partner gelohnt haben, weil alles auf diesen einen Menschen hingezielt hat. Diese Vorstellung kann einem Vertrauen geben und dafür sorgen, dass man nicht verzweifelt, nur weil man immer noch Single ist. Allerdings sollte man sich auch nicht zu sehr an diese Vorstellung klammern, da sie im schlimmsten Fall wohl dafür sorgt, dass man sich darin verliert und immer weiter sucht, obwohl man seinen Seelenverwandten eventuell schon gefunden hatte. Seelenverwandtschaft kann für jeden etwas anderes bedeuten. Vielleicht hat man nicht den gleichen Humor oder weiß, was der andere sagen will, aber versteht sich auf Anhieb gut und fühlt sich einfach wohl in der Nähe des Anderen. Vielleicht hat man auch große Schwierigkeiten zusammen zu finden und trennt sich noch ein paar Mal, bevor man erkennt,  dass man füreinander bestimmt ist. Manche brauchen vielleicht auch erst den „falschen Partner“, bevor sie dann nach einem zur Hälfte gelebten Leben „den richtigen“ finden. Andere finden ihn schon mit 16 und verbringen dann ihr ganzes Leben gemeinsam, allerdings ist dies eher die Ausnahme.

Unter Umständen gibt es so etwas auch gar nicht und man hat nicht nur eine Chance auf Glück mit dem richtigen Partner, sondern beinahe mit jedem Partner. Aber man sieht tagtäglich so viele Menschen, die glücklich in ihrer Beziehung wirken, es aber nicht sind und es mit anderen Partnern womöglich wären. Natürlich sind auch Beziehungen zwischen Seelenverwandten, sollte es sie wirklich geben, nicht immer einfach, aber sie sind es wert darum zu kämpfen.  Vielleicht können sie auch aus privaten Unglücken nicht immer ewig halten, aber auch nur ein paar Monate oder Jahre mit der richtigen Person sind mehr, als manche während ihres ganzen Lebens erfahren.

Vielleicht ist dieses Wort auch einfach zu übertrieben dargestellt in der heutigen Zeit und nicht annähernd so besonders, wie ich es dargestellt habe. Womöglich findet jeder seinen Seelenverwandten mit der Person die er heiratet, aber es werden einfach auch zu viele Ehen wieder geschieden, weil der Partner doch nicht „der Eine“ war, als dass ich diese Vorstellung glauben könnte.

Natürlich ist es jedem selbst überlassen, ob man nun an so etwas glaubt oder nicht, oder wie man es für sich selbst definiert. Meiner Meinung nach ist es aber eine schöne Idee an die ich, um ehrlich zu sein, auch glaube, auch wenn ich nicht weiß ob es Sinn macht oder real ist. Aber manchmal braucht man einfach etwas, an das man Glauben kann, egal wie unlogisch es erscheint.

Intelligenz- Fluch oder Segen?

Laut Definition bezeichnet Intelligenz die Fähigkeit, insbesondere durch abstraktes logisches Denken Probleme zu lösen und zweckmäßig zu handeln.  Wie intelligent jemand ist, wird normalerweise durch einen IQ-Test bestimmt. Der IQ, beziehungsweise Intelligenzquotient, ist eine Größe, mit der das allgemeine intellektuelle Leistungsvermögen eines Menschen bewertet wird. Dafür gibt es ein Punktesystem, in das die IQ-Punktzahl dann eingeordnet wird. Hierbei entsprechen  90-109 Punkte dem Durchschnittswert, was auch der Wert ist, den ein Großteil der Menschen besitzt. Alles darunter gilt als unterdurchschnittlich. Natürlich gibt es aber auch überdurchschnittliche Werte. Ein IQ von 110-119 gilt als hoch, diesen haben aber nur etwa 16% der Menschen.  Mit 130-159 IQ Punkten gilt man dann als hochbegabt, dies sind etwa 2,2% der Menschheit. Ein IQ über 160 ist nicht messbar, da die Fragen für die betroffene Person womöglich zu einfach waren und sich dann kein eindeutiges Ergebnis ergibt.  Man sollte natürlich bei so einem Test beachten, dass der IQ bei verschiedenen Tests auch mal abweichen kann und man unterschiedliche Ergebnisse erzielt.

Albert Einstein, Neil deGrasse Tyson oder Stephen Hawking, allesamt waren und sind begabte Wissenschaftler mit überdurchschnittlichen IQ´s. Doch ist Intelligenz immer ein Segen?

In der Serie „Scorpion“ geht es um Walter O´Brien, einen IT-Spezialisten mit einem IQ von über 190, und um sein Team, das aus 3 weiteren Genies besteht, sowie zwei weiteren durchschnittlich intelligenten Personen. Zusätzlich zu ihrem hohen IQ besitzt fast jeder der Genies ein photographisches Gedächtnis. Das Team hilft der Regierung bei Notfällen, die sie dank ihrer Intelligenz schneller und oft besser lösen können, als andere. Doch die Genies, zumindest zwei von ihnen, haben immer wieder mit ihrem niedrigen EQ zu kämpfen. Der EQ beschreibt die emotionale Intelligenz eines Menschen. Ein niedriger EQ bedeutet weniger Einfühlungsvermögen oder Empathie gegenüber den Mitmenschen. Dies ist insofern problematisch, da vor allem Walter oft unhöflich und gemein erscheint, obwohl er eigentlich nur auf seine Aufgabe fixiert ist und weniger auf seine Mitmenschen. Natürlich leidet nicht jeder Mensch mit einem hohen IQ automatisch an einem niedrigen EQ, allerdings kann dies durchaus vorkommen. Auch ist es gerade in der Serie so, dass die Genies manchmal tagelang durchgehend an einer Hypothese oder Theorie arbeiten und dabei weder essen, noch trinken oder schlafen. Es kann also auch schwierig sein, wenn man hochintelligent ist.

Ich denke mir oft, dass es bestimmt toll sein muss, so intelligent zu sein. Sofort eine Mathe-Aufgabe zu verstehen, kein Lernstress mehr zu haben, immer gute Noten zu schreiben, daheim an Theorien zu sitzen. Aber auch so etwas kann zu einem Fluch werden, man fühlt sich leicht unterfordert oder ist gelangweilt, mit einem photographischen Gedächtnis vergisst man nie etwas und man achtet während einer „Rechen-Session“ nicht auf körperliche Bedürfnisse. Es mag auf den ersten Blick also super wirken, wenn man überdurchschnittlich intelligent ist, denkt man jedoch genauer darüber nach, kann eine durchschnittliche Intelligenz aber auch etwas Gutes sein. Denn viele Genies verlieren den Verstand aufgrund ihres hohen IQ´s oder haben unheimlich viel Verantwortung oder Druck wenn sie zum Beispiel mit der Regierung zusammen arbeiten.

Dennoch muss ich sagen, dass ich gerne einen überdurchschnittlich hohen IQ hätte, auch wenn dies vielleicht nicht nur schöne Seiten hat, aber die Gesetze der Welt auf Anhieb zu  verstehen, klingt für mich sehr verlockend und so überwiegen für mich die Vorteile.

Wie seht ihr das? Wärt ihr gerne hochbegabt oder überdurchschnittlich intelligent, wenn ihr es nicht eventuell schon seid? Oder seid ihr zufrieden mit eurem IQ und EQ?

Heute schon getwittert?

Social Media ist im Alltagsleben ständig präsent: Sitzt man in der Bahn, so sieht man viele Menschen, die Bilder auf Instagram, Facebook und Co. anschauen oder Nachrichten schreiben. Bei Konzerten sieht man immer in fast jeder hochgestreckten Hand ein Smartphone, um ein Video des Konzerts auf Instagram hochzuladen, und so manche Menschen sieht man sogar beim Fahrrad oder Auto fahren Nachrichten tippen.

Social Media hat auf den ersten Blick nur Vorteile, man kann so mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, egal, wo sie sich im Moment befinden, kann deren Bilder anschauen oder witzige Memes mit ihnen teilen.

Neben dem Austausch mit Freunden dienen aber Instagram, Facebook etc. auch der Selbstdarstellung, man zeigt der Welt, was man macht, man zeigt sich selbst von der Seite, wie man von anderen gesehen werden will. Für viele Menschen sind die Likes, die ihre Bilder bekommen, sehr wichtig und dienen als Selbstbestätigung. So hat eine Studie der Freien Universität Berlin belegen können, dass bei Likes das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert wird – auch ein Grund dafür, dass rund 100.000 der Kinder und Jugendlichen in Deutschland abhängig von Social Media sind.
Man bemüht sich ständig, sich selbst möglichst gut darzustellen und es findet auch ein Vergleich mit anderen statt. Jedes spannende Event des Lebens muss sofort mit der Kamera festgehalten werden, um es dann mit anderen zu teilen. Dabei spielt natürlich unterbewusst immer dieser bereits erwähnte Wunsch nach Bestätigung und Anerkennung eine große Rolle und bringt uns dazu, schöne Momente mit der Kamera festzuhalten und zu später zu posten.

Doch dadurch vergisst man auch, den Moment zu genießen! Man betrachtet die Welt nicht mehr als Akteur, sondern als Zuschauer, wenn man z.B. ein Video von einem Konzert macht. Man ist so konzentriert darauf, dass das Video möglichst gut wird, dass man vergisst, das Konzert zu genießen. Am Ende hat man dann ein paar Likes oder „Gefällt mir- Angaben“, aber nichts von dem Abend mitgenommen. Denn wer ein Video aufnimmt, kann nicht gleichzeitig ekstatisch tanzen und /oder applaudieren.

Bei dieser Aufnahme sieht man allein in einem Umkreis von wenigen Metern drei Smartphones.

Wir erleben weniger , sind in gewisser Weise wie der Protagonist von Max Frischs Roman Walter Faber, der ständig filmt, bloß um nichts erleben zu müssen, man reduziert die Wirklichkeit zu einem zweidimensionalen Film . Anstatt zu erleben, was die Sinneseindrücke mit uns machen, was ein bestimmter Geruch, eine bestimmte Wahrnehmung in uns auslösen, sind wir zu beschäftigt, den „Teilen“-Button zu drücken.

Zudem ist es erschreckend, wie viel Zeit die Nutzung von Social Media in Anspruch nimmt. Laut der Studie der DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verbringen Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden täglich mit sozialen Medien. Wenn man das auf das gesamte Leben hochrechnet, ist das sehr viel Lebenszeit, die man damit verbringt, Bilder von Menschen anzuschauen, die man eventuell nicht einmal kennt oder nicht mag.

Kritisch zu sehen ist auch, dass Social Media niemals wirklichen Kontakt zwischen Menschen ersetzen kann. Im Gegenteil, es führt oft eher zu Konflikten, da Missverständnisse auftreten. Anstatt Differenzen persönlich zu regeln, lädt man seine Wut oder seine Enttäuschung über WhatsApp ab- weil’s einfacher ist. Natürlich ist es vollkommen legitim, über Social Media mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben oder allgemein zur Kommunikation zu nutzen, aber man muss sich dabei der oben genannten Aspekte bewusst sein. Und letztendlich geht auch nichts über das persönliche Gespräch, da man so viel mehr Dimensionen wahrnimmt, als wenn man chattet.

Und wie auch schon Epikur gesagt hat: „Von allem, was die Weisheit für die Glückseligkeit des ganzen Lebens bereitstellt, ist der Gewinn der Freundschaft das bei weitem Wichtigste.“

 

Ich persönlich nutze natürlich WhatsApp, Instagram und Co., aber gerade in letzter Zeit ist mir bewusst geworden, wie viel Zeit die Nutzung von Social Media in Anspruch nimmt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich eher gezeichnete Bilder von anderen anschaue, anstatt selbst kreativ zu sein und etwas zu zeichnen. Einen Großteil der Zeit, die man für Social Media verwendet, könnte man darin investieren, sich selbst zu entfalten und Dinge zu tun, die einem Spaß machen und die einen erfüllen. Zudem ist es oft so, dass man sich mit den Künstlern im Internet vergleicht und dann deprimiert ist, weil man denkt, man könne sowieso nie so gut werden wie die anderen. Dementsprechend ist man dann eher geneigt, erst gar nichts auszuprobieren. Deshalb habe ich auch jetzt in den Ferien Social Media Detox gemacht, dh. (mit einer Unterbrechung von einem Tag) fast zwei Wochen ohne Internet verbracht, was ich als echt befreiend empfunden habe, vor allem, da ich auch mehr Zeit hatte, um zu zeichnen 😉 Dennoch finde ich nicht, dass man gleich ganz ohne Social Media leben muss, man muss sich nur bewusst sein, wie stark und oft man es nutzt und ob man nicht vielleicht lieber den Moment genießen sollte.

Wie steht ihr dazu? Könntet ihr es euch vorstellen, eine Woche ohne Internet zu verbringen? Oder seid ihr der Meinung, dass die Vorteile von Social Media bei Weitem überwiegen?

LG Entschlossenheit 😊

 

Zum Weiterlesen: Woran erkennt man eine Abhängigkeit von Social Media?
https://ccam-ascor.nl/research-measures/166-engels/research-measures/484-social-media-disorder-scale
Selbsttest https://www.jumpradio.de/thema/selbsttest-internetsucht-100_showImage-frage-test-internetsucht-106_zc-e6ab0709.html

 

 

Quellen:

 

Obdachlosen helfen

Soll man Obdachlosen helfen- ja oder nein?

Betrachtet man diese Frage, so wird wohl jeder Mensch intuitiv sagen, ja, natürlich soll man Obdachlosen helfen. Dennoch ist es in der Realität oft so, dass viele Menschen ohne einen zweiten Blick an einem Bettler vorbeilaufen. Woran liegt das? Und was sind Gründe dafür, Obdachlosen zu helfen?

Das Zitat von Jean de La Bruvére, „Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat“, deutet an, dass es einem selbst Freude machen kann, andere durch ein Geschenk zu erfreuen.
Das hat wohl auch jeder schon selbst erlebt, wenn man erwartungsvoller in Bezug auf die Freude der Freunde/Familienmitglieder ist, wenn diese das sorgsam ausgewählte Geschenk auspacken, als gegenüber den Geschenken, die man von ihnen erhält.

Nach Kant hat aber diese Handlung mit der Absicht, anderen Menschen Freude zu bereiten, keinen sittlichen Wert, es ist eine Handlung aus Neigung. Man sollte aber solche Handlungen nicht aus Neigung, sondern aus Pflicht tun, also sich durch Vernunft zu dieser Handlung zu entscheiden, erst dann hat eine Handlung einen wahren sittlichen Wert. Wie gelangt man also durch Vernunft zu dem Willen, Obdachlosen zu helfen?

Dazu muss man den kategorischen Imperativ anwenden: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“. Man stellt fest, dass es erstrebenswert ist, wenn die Maxime, „Helfe Obdachlosen“ allgemeines Gesetz werde, da es dadurch längerfristig vielen Menschen besser geht. So kann man die Frage, ob man Obdachlosen helfen sollte, also auch aus Sicht von Kant bejahen, nicht nur durch den allgemeinen Menschenverstand oder die Freude, die man selbst beim Geben empfindet.

Auch aus der christlichen Sicht ist es erstrebenswert, seinen Nächsten etwas Gutes zu tun wie das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ besagt. Aber dennoch ist es so, dass viele Menschen die Augen verschließen und an den Bettlern vorbeieilen. Doch was sind die Gründe hierfür?

Zum Einen kann man sagen, dass viele Menschen Angst haben, dass die Bettler das Geld, das sie von ihnen erhalten, für Dinge wie Alkohol oder Zigaretten ausgeben. Zum anderen herrscht bei vielen auch die Befürchtung vor, die Bettler müssten das „erwirtschaftete“ Geld wieder an eine Art Bettlermafia abgeben.

Doch vielen dienen diese Gründe nur als Vorwand, sich nicht mit der Situation von armen Menschen vor ihrer Nase zu befassen, sie schieben diese Gründe vor, um ihr Gewissen zu beruhigen. Denn wenn man wirklich helfen will, dann findet man eben einen Weg, um diese Befürchtungen zu umgehen. So könnte man zum Beispiel den Obdachlosen fragen, ob er etwas essen möchte oder einen Kaffee trinken will. Auch so kann man den Menschen helfen, denn Hilfe impliziert ja nicht nur finanzielle Hilfe.

Dennoch ist es schwierig, denn man kann schließlich nicht allen helfen, denn es gibt ja nicht nur einen Bettler, sondern sehr viele. Wo soll man anfangen und wo soll man aufhören?
Trotz dessen bin ich eindeutig der Meinung, dass man Obdachlosen helfen sollte, egal in welcher Form, Geld oder Essen, wobei ich auch eher zu Essen tendiere. Und wenn man niemals anfängt zu helfen, dann ändert sich ja nie etwas und für diese Menschen bedeutet eine kleine Geste oft schon sehr viel…  Also, nach Mahatma Gandhi:

Be the change that you wish to see in the world.”

Was ist eure Meinung dazu? Gebt ihr Obdachlosen oder Bettlern Geld, wenn ihr einen seht oder nicht? Wenn ja/nein, warum?

 

PS: Wer sich noch mehr für das Thema interessiert, auf YouTube gibt es viele Videos dazu, wie z.B. das hier: https://www.youtube.com/watch?v=PYRBpo0eFpU

 

Quellen: Heftaufschriebe, Gehirn 😀