Achtung: Organisatorisches

Jetzt folgen ein paar organisatorische Hinweise für dieses Blog, die auf Grund der EU-Datenschutzgrundverordnung notwendig werden. Ich versuche in den nächsten Tagen alles nach bestem Wissen und Gewissen umzustellen bzw. anzupassen. Dazu gehört auch, dass ich das Einverständnis der Schüler benötige, dass ihre Daten (also ihre Mailadressen) hier in der Blogsoftware hinterlegt sind. Bei den beiden aktuellen Kursen kein Problem. Aber da ich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler nur noch mühsam erreiche, werde ich alle alten Beiträge löschen. Das tut mir in der Seele weh, da jeder Beitrag eine kleine Geschichte erzählt, interessante Gedanken darlegt oder sich tolle Diskussionen anschlossen.

Generell befürworte ich die Datenschutzgrundverordnung! Sie gibt Internetnutzern ein wenig mehr Transparenz, was mit ihren Daten passiert bzw. was nicht passieren darf.

Benachteiligung von Frauen?

Hallo alle zusammen 🙂

Frauen dürfen wählen, arbeiten und Deutschland hat sogar eine Kanzlerin. Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass Frauen im Berufsleben immer noch benachteiligt sind.

Zahlenmäßig sind Frauen unterlegen – zumindest beim Gehalt und beim Anteil weiblicher Führungskräfte. Auch in der Arbeitswelt gibt es Sexismus, also Benachteiligung aufgrund des Geschlechts.

Fakt ist, dass in den Vorständen börsennotierter Unternehmen die Frauen in Deutschland noch immer stark in der Unterzahl sind. Nach dem Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums hat sich die ökonomische Kluft zwischen den Geschlechtern immer weiter geöffnet. Die Experten gehen davon aus, dass es – rein theoretisch – noch 170 Jahre dauern wird, bis Männer und Frauen ökonomisch gleichgestellt sind.

Für die Benachteiligung gibt es sehr viele Gründe: Wenn es um den Job geht, treten vor allem Frauen kürzer, sobald es um das Thema Kinder geht. Der Mutterschutz, der allen Schwangeren Frauen zusteht hindert sie oft am beruflichen Fortkommen. Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass Frauen nach der Geburt eher Abstriche beim Thema Karriere machen als Männer – viel mehr Mütter als Väter entscheiden sich dann für Teilzeit. Nur 27 Prozent der Frauen arbeiten mit einem Kind unter sechs Jahren in Vollzeit. Bei den Männern handelt es sich um 95 Prozent.

In Deutschland bekommen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Dies lässt sich zum Beispiel auf die unterschiedliche Berufs- oder Studienwahl zurückführen. Aber auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation beträgt die Differenz beim Lohn noch sieben Prozent. Sie zeigt, dass es im Berufsleben immer noch zu einer Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern kommt.

Dieser Unterschied ist in dieser Statistik klar erkennbar: https://www.igmetall.de/entgeltgerechtigkeit-fuer-frauen-11302.htm

Meiner Meinung nach ist es schockierend, wie es auch in der heutigen Zeit noch Probleme mit der Emanzipation gibt. Aus meiner Sicht sollte zwischen Männern und Frauen keinerlei Unterschiede gemacht werden. Wie seht ihr das? Findet ihr die Bevorzugung von Männern gerecht? Welche Beispiele fallen euch noch ein, in denen Frauen benachteiligt werden?

Schöne Ferien

Gelassenheit 🙂

 

 

Religionen im Vergleich

Hallihallo 🙂

Als ich mich in der letzten Woche auf die Ethik Klausur vorbereitet habe, kam ich irgendwann einmal bei dem im Unterricht behandelten Thema „Religionen“ an. Um mir einen Überblick zu erschaffen, recherchierte ich im Internet und fand einige spannende Dinge die auch euch interessieren könnten.

 

Wer kennt sie nicht, die großen Weltreligionen? Vom Buddhismus, über Christentum, Hinduismus, Islam – wir leben in einer stark pluralistisch geprägten Glaubensgesellschaft. Gerade hier ist das Wort “Toleranz” überaus wichtig: Leuten, die andere Standpunkte haben als man selbst, mit vollem Respekt begegnen.  Aber trotzdem kann es ja nie schaden, die Sicht des Andersdenkenden zu kennen. Wie ticken die “Anderen”? Im Folgenden möchte ich das näher beleuchten, die großen Religionen im Vergleich – Gemeinsamkeiten, aber auch die zentralen Unterschiede herausarbeiten.

  • Das ChristentumDas Christentum basiert auf der Lehre von Jesus Christus. Jesus bezeichnete sich nicht als Prophet, sondern als Gott persönlich. Wichtigster Inhalt ist: Liebe zu Gott, und Liebe zu den Mitmenschen. Erlösung erlangt man aber nicht durch eigenes Tun, sondern allein durch die Gnade Gottes, die für jeden Menschen gilt. Es gibt gewisse Regeln, die für ein Zusammenleben vorausgesetzt werden: Gott ehren, nicht stehlen, nicht töten, nicht schlecht über andere reden. Allerdings man muss sich den Weg zum ewigen Leben, zum Himmel nicht verdienen bzw. erarbeiten. Es reicht, Ja zu sagen zur Liebe Gottes. Es reicht, Gottes Vergebung anzunehmen und auf seine Gnade zu vertrauen.
  • Der HinduismusDer Hinduismus kennt nicht nur einen einzigen Gott, sondern vielmehr eine Vielzahl an Göttern. Deshalb wird der Hinduismus auch als polytheistische Weltreligion bezeichnet. Die drei Hauptgötter und somit auch die wichtigsten im Hinduismus sind Varna, Vishnu und Shiva. Doch trotz des polytheistischen Glaubens sehen viele Hinduisten in all diesen Göttern nur die verschiedenen Gesichter eines einzigen Gottes – Brahman. Andere Hinduisten glauben heutzutage eher, dass nicht Brahman, sondern Shiva oder Vishnu der Gott ist, welcher durch andere Götter sein Gesicht bekommt.

    Der Hinduismus setzt sich zudem aus verschiedenen Religionsformen zusammen. Gemeinsam haben sie aber alle den Glauben an das „ewige Weltgesetz“, das „Karma“. An das Karma knüpft sich der Glaube an die Seelenwanderung. Es sagt, dass jede in diesem Leben ausgeführte, moralisch bedeutsame Handlung das Schicksal des Lebewesens in seiner nächsten Wiederverkörperung bestimmen wird. Hat also jemand in seinem Leben Gutes getan, wird es ihm im folgenden Leben gut gehen. Nach dem Weltgesetz haben alle Lebewesen schon seit Ewigkeit bestehende Seelen, die nur die materiellen Hüllen wechseln. So geht nach dem Karma die Seele nach ihren Taten Körper ein. 

  • Der IslamDer Islam ist eine monotheistische Religion, die auf dem Koran gegründet ist. Muslime glauben, dass der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed diese Heilige Schrift eingegeben hat. Der entscheidende Unterschied vom Islam zum Christentum besteht darin, dass die Anhänger des Islam ihren Propheten Mohammed nicht so in den Mittelpunkt rücken wie die Christen Jesus. Für sie ist der Koran wichtiger. Aus muslimischer Sicht ist Gott verborgen, vollkommen von der Schöpfung losgelöst und in keiner Hinsicht seinen Geschöpfen ähnlich.

    Gott offenbart sich damit nicht selbst (sondern in einem Buch), denn er überschreitet seine Transzendenz nicht. Aus dem Wissen um Gottes Existenz ergeben sich für den Muslim Folgen: Der Mensch wird am Tag des Gerichts für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Nur wer es schafft, ohne Schuld und Fehler zu leben, kommt letztlich ins Paradies. Zu einem gottgefälligen Leben gehört im Islam zudem die verpflichtende Einhaltung der so genannten „Fünf Grundsäulen: Annahme und Sprechen des Glaubensbekenntnisses, tägliche Einhaltung des fünffaches Gebets, Zahlung von Almosensteuer, jährlich einmonatiges Fasten und die Pilgerfahrt nach Mekka. Muslime glauben an ein Leben nach dem Tod.

  • Der BuddhismusDer Buddhismus gründet auf den Lehren des ersten Buddhas, Siddhartha Gautama. Er unterschiedet sich vom Christentum, Islam und Judentum im Wesentlichen in seiner Haltung gegenüber einer höher stehenden Macht. Im Buddhismus gibt es keinen persönlichen Gott, auch Buddha selbst sah sich nicht als Gott oder Gottes Gesandte. So versteht sich der Buddhismus mehr als eine Lebensart. Deshalb musste der Buddhismus lange darum kämpfen, als Religion vollständig anerkannt zu werden.

    Die Lehre des Buddhas besagt, dass jeder Mensch voll von so genannten „Giften“ ist. Diese setzen sich aus Gier, Hass und Selbstsucht zusammen. Nur wer es in seinem irdigen leben schafft, diese schlechten Eigenschaften auszumerzen, wird nach dem Tod das Nirvana erfahren. Hier wird das Leben als ein „Ich-Wahn“ bezeichnet, welches man vernichten muss. Die Vier Edlen Wahrheiten des Buddhaa sind zum Einen, dass das gesamte Leben nur aus Leiden und einer Unzufriedenheit besteht. Dies beginnt mit der Geburt und endet erst mit dem Tod. Begründet wird dieses leiden etwa damit, dass man in seinem Leben oftmals mit Menschen zusammen sein muss, die man nicht leiden kann und weil man nie das erreicht, was man benötigt, um glücklich sein zu können.

    Dieses menschliche Leiden kann man nur überwinden, wenn man den so genannten „Achtfachen Pfad“ befolgt. Dieser setzt sich aus rechter Erkenntnis, rechtem Handeln, rechtem Leben und Sterben, rechtes Sichversenken, rechter Achtsamkeit, rechter Gesinnung und rechtem Reden zusammen. Wer all dies befolgt, wird das Nirvana erfahren. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen himmlischen Ort wie oftmals vermutet wird. Das Nirvana beschriebt viel mehr einen Zustand, in welchem man es geschafft hat, den „Ich-Wahn“ zu besiegen.

    Hier habt ihr auch mal einen Überblick wie sich die Mitgliederzahlen der Religionen entwickelt haben und vermutlich in der Zukunft entwickeln werden:

 

Grafik anschauen: http://www.bibelundermutigung.de/religionen_welt.htm

 

Ich hoffe auch ihr empfandet diese Informationen als spannend. Welche Religionen kennt ihr denn noch und welche Religion begeistert euch am meisten ?

Liebe Grüße

Gelassenheit

Verbessert die moderne Technik unser Leben?

Hallo ihr Lieben 🙂

Immer wieder stelle ich mir die Frage: Wie war der Alltag vor 100 Jahren und wo liegen die Unterschiede zum heutigen Alltag?

Ein Alltag ohne moderne Technik kennen heutzutage nur noch wenige junge Menschen. Doch wie war das früher und geht es uns wirklich besser als in alten Zeiten?

Die meisten Leute nutzen ihr Handy um informiert zu sein, was es im Freundeskreis, der Politik oder sonst im Weltgeschehen Neues gibt. Früher war es nicht so einfach, sich mit anderen Menschen auszutauschen. Das Telefonieren war sehr teuer und Briefe brauchten lange Zeit, um von A nach B zu gelangen.

 

Infografik: Dafür nutzen die Deutschen ihr Smartphone täglich | Statista

Quelle: https://de.statista.com/infografik/2009/wofuer-smartphones-in-deutschland-taeglich-genutzt-werden/

Bereits früh am Morgen klingelt unser Wecker. In der heutigen Zeit verwenden viele Menschen ihr Handy mit dem Lieblingslied als Wecker. Früher jedoch wurden die Menschen vom Läuten der Kirchturmuhr geweckt. Danach kommt das morgendliche Duschen. In alten Zeiten war es kaum vorstellbar, sofort warmes Wasser aus einem Hahn zu bekommen. Dieses musste erst aufgewärmt werden und sich waschen mit warmem Wasser an jedem Tag war ohnehin undenkbar. Nach dem Duschen wird gefrühstückt. Viele Leute schieben einfach ein paar Toasts in den Toaster und bestreichen sie mit Marmelade, die sie im Supermarkt gekauft haben. Früher war es aber viel aufwändiger. Denn man musste selber Brot meistens selbst backen und die Marmelade wurde gerade in den Dörfern noch vom selbstgezogenen Obst gekocht.

Und natürlich darf der Kaffee nicht fehlen. Heutzutage legt man ein Pad in die moderne Kaffeemaschine und los geht’s. Im Gegensatz dazu musste man in alten Zeiten erst mit der Kaffeemühle die gerösteten Bohnen mahlen, das Wasser erhitzen und dann erst konnte man das Kaffeepulver aufgießen. Nach dem Frühstück fährt man mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Das ermöglicht es vielen Menschen, sich eine weiter entfernte Arbeitsstelle zu suchen und natürlich hat man mehr Auswahl bei der Berufswahl. Wohingegen man früher eine Arbeitsplatz im Dorf oder der Stadt hatte. Denn damals war es nicht üblich, ein oder zwei Autos zu haben. Dann, auf der Arbeit, wird extrem viel mit dem Computer gearbeitet. Dieser erleichtert die Arbeit sehr – und zusätzlich ist das Tippen schneller als das Schreiben mit der Hand. Auch E-Mails oder Websites von Unternehmen gab es früher noch nicht.

Nach der Arbeit hat man vielleicht noch einen Arzttermin. In den letzten Jahren hat die Entwicklung von Medikamenten einen enormen Fortschritt gemacht. Vor ungefähr 120 Jahren gab es beispielsweise noch kein Antibiotikum. Heute wird dies als ganz normal angesehen. Und dann, wenn man abends wieder nach Hause kommt, sieht man fern oder surft im Internet. Auch diese Möglichkeiten hatte man früher nicht, sondern man las und ging früh schlafen..

Mein Fazit ist, dass das Leben heutzutage durch die moderne Technik viel bequemer ist. Jedoch ist es möglich weltweit miteinander zu kommunizieren. Dies ist deutlich schneller möglich als damals.

Was sagt ihr dazu? Verbessert die moderne Technik unser Leben im positiven oder bringt sie eher Nachteile mit sich?

Liebe Grüße

Gelassenheit

Protokoll von Freitag, den 9. März 2018

Freitag, den 9. März 2018 von 11:25-13:00 Uhr

Gymnasium Gerabronn Kursstufe 1

Referentin: Sü

Anwesenheit: alle 7 Schüler sind da

VerfasserIn: Phaenomen218

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Kurzfilm „Hundeleben“
  3. Herleitung der Freiheit aus dem kategorischen Imperativ
  4. Folge 4&5 aus „Kant, Sophie und der kategorische Imperativ“

Organisatorisches:

Wir haben zu Beginn der Stunde darüber abgestimmt, ob wir die nächste Klausur (am 4.5.2018) mit oder ohne Ordner schreiben werden. Die Abstimmung war einstimmig dafür, ohne Ordner zu schreiben

Kurzfilm „Hundeleben“: 

Der Film handelt von einem kleinen Jungen, der mit seinem Hund auf der Straße lebt. Er ist auf dem Markt, um sich etwas zu Essen zu kaufen, doch sein Geld reicht nicht aus. Daraufhin geht er zu einem armen Bettler und gibt ihm seine letzten Geldstücke. Der Junge geht dann nochmals los um sich die Dinge die er nicht kaufen konnte einfach zu nehmen. Mit viel Geschick gelingt es ihm, Würstchen, eine Kerze und zwei Teller zu ergattern. Die Verkäufer sind erst verwundert, gehen dann aber doch wütend auf die Suche nach dem Dieb. Schließlich finden sie den Jungen hinter einem Haus mit seinem Hund. Sie sitzen an einer Holzkiste mit einer Zeitung als Tischdecke, einer Kerze und den Tellern mit Würstchen. Am Ende zögern die Verkäufer dann doch, sich die geklauten Dinge zurückzuholen.

Herleitung der Freiheit aus dem kategorischen Imperativ: 

Seite 12 im Immanuel Kant Block:

  1. Freiheit ist die Voraussetzung für die Möglichkeit ethischen Handelns überhaupt: „Nur wer nicht muss, kann wollen.“
  2. Die Bedingung der Freiheit ist die Zwangslosigkeit in Bezug auf Handeln.
  3. Das Hindernis für Zwangslosigkeit oder Willensfreiheit ist das Glücksstreben des Menschen.
  4. Das Glück ist ein vorgegebener Zweck. Daraus folgt, dass alles Handeln somit zum Mittel wird, also nie Selbstzweck ist.
  5. Alle Inhalte des Wollens können damit nie frei sein; z.B. kann Nicht-töten-Wollen aus Angst vor Strafe (Streben nach Wohlbefinden) herrühren.
  6. Nur die eine Form des Willens, der Wille an sich, das Wollen um den Wollens Willen“, der gute Wille, kann demnach wirklich frei sein.
  7. Dieser freie Wille manifestiert sich im kategorischen Imperativ, denn nur dessen Selbstverpflichtung gilt ohne jede Bedingung („Ich will, weil es vernünftig ist!“, d.h. weil es für alle Menschen jederzeit widerspruchsfrei gelten kann).
  8. Daraus folgt die Möglichkeit des Menschen, sich selbst ein moralisches Gesetz zu geben und mithilfe der Vernunft einsichtig zu sein.
  9. Das sittliche, selbst verpflichtende Handeln ist somit der einzig wahre Ausdruck der Freiheit.
  10. Freiheit ist gleich Moralität.

Seite 14: Welche Rolle spielt die praktische Vernunft bei der alltäglichen Handlungsorientierung?

Seite 14: Die Formeln des kategorischen Imperativs:

  • Allgemeine Gesetzesformel:
    • „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
  • Formel analog zum Naturgesetz:
    • „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte.“
  • Selbstzweck-Formel:
    • „Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“ (Menschenwürde: Mensch soll als Mensch angesehen werden)
  • Funktion des kategorischen Imperativs:
    • Das Sittengesetz hat die Funktion eines Prüfverfahrens: es wird an einzelnen Fällen geprüft, ob die Maxime meines Handelns im Sinne des Sittengesetzes verallgemeinerungsfähig ist
    • Modell der Selbstverpflichtung: Jeder Wille ist ein allgemein gesetzgebender Wille; dieser Wille erkennt sein selbst geschaffenes Gesetz freiwillig an. Es wird nicht als „so ist es“ angesehen, sondern als „das wollen wir erreichen“; als Ideal für Handlungen

Folge 4&5 aus „Kant, Sophie und der kategorische Imperativ“


Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und falls ihr eure Gedanken zum Thema teilen wollt, gerne in die Kommentare damit.

Liebe Grüße 🙂

Protokoll Freitag 09.02.2018

Gymnasium Gerabronn GK Kursstufe 1

Referent/in: Frau Schütze

Anwesenheit: 5 von 6 Personen

Verfasser/in des Protokolls: weise1820

Gliederung der Unterrichtsstunde:

  • „Hannah Arendt“ Film
  • Pflicht
  • Interview mit Kant / Imperative

Zu Beginn der Stunde, haben wir den Film „Hannah Arendt“ zu Ende geschaut, den wir bereits in der letzten Woche, begonnen hatten. Dieser handelt von einer jüdischen Frau, der es gelang im zweiten Weltkrieg nach Amerika zu fliehen. Diese hebt sich in einem besonderen Punkt von anderen ab. Seit der Gerichtsverhandlung von Adolf Eichmann, bei der sie dachte auf ein Monster zu treffen, jedoch auf einen Niemand stößt, versucht sie nachzuvollziehen, warum diese Menschen damals so gehandelt haben. Mit der Veröffentlichung ihrer Artikelserie „Die Banalität des Bösen“, gibt sie den Juden eine „Teilschuld“, an dem was damals passiert ist und stellt Männer, wie Eichmann, als Menschen da, die nur nicht wirklich über ihre Taten nachgedacht haben, jedoch keinen so bösen Willen hatten. Ihr wird vorgeworfen, dass sie kalt, gefühllos und arrogant sei, in den Medien starten zahlreiche Hetzkampagnen und sie verliert lebenslange Freunde. Sie beharrt jedoch auf ihrer Meinung und sucht nach Antworten, auch wenn es bedeutet „dahin zu denken, wo es weh tut“.

Nach dem doch sehr bewegenden Film, sprachen wir kurz im Plenum über das Verhalten von Hannah Arendt und ihren Freunden. Dabei konnten wir uns darauf einigen, dass das Verhalten Arendts, zumindest im Nachhinein und ohne engeren persönlichen Bezug zur Nazi-Zeit, doch sehr plausibel schien. Denn letzten Endes wollte sie lediglich das Handeln der Menschen damals verstehen, ihnen allerdings nicht im selben Zuge vergeben.

Im Anschluss dazu, haben wir das Beispiel Adolf Eichmann auf unser Thema, Kant, bezogen. Der Gedanke, war folgender: Welche Bedeutung das Wort „Pflicht“ für Kant hatte und welche wiederum für Eichmann? Diese beiden Bedeutungen, beziehungsweise Definitionen müssen sich stark unterscheiden, denn Eichmann hat seine Pflicht allein darin gesehen, die Befehle auszuführen, die ihm erteilt wurden, ohne groß darüber nachzudenken. Kant hingegen, sieht Pflicht, als den alleinigen Auslöser für moralisch gute Handlungen. Ein guter Wille, ist nur dann ein wirklich guter Wille, wenn er nicht pflichtgemäß, also aus beliebigen Beweggründen ist, sondern nur durch Pflicht bestimmt wird.

Damit kommen wir zu dem dritten Punkt, der Unterrichtsstunde, nämlich dem Kategorischen Imperativ von Kant, welcher das vollständig bedingungslose Handeln beschreibt und laut ihm, sind ausschließlich diese Handlungen moralisch gut. Nachdem wir ein Interview mit Kant gelesen hatten, indem er genaue Informationen zu seiner Ethik gibt und wir ausführlich geklärt hatten, was ein kategorischer Imperativ ist und in wiefern er sich von einem Hypothetischen Imperativ unterscheidet, also dem bedingten Handeln, versuchten wir eigene Beispiele zu finden. Doch bei dem Verallgemeinerungstest scheiterten alle Beispiele, die uns einfielen, nach Kant ist es garnicht so einfach moralisch gut zu handeln.

Arbeitsblatt: Verallgemeinerungstest mit Beispiel

 

 

Protokoll 15.01.2018

Ethik Kursstufe 2

Referentin: Frau Schütze

Verfasser/in des Protokolls: Zufall

Gliederung: 1. Organisation

2. Glaube/Religion

1. Organisation

Zu Beginn der Stunde wurden die Zettel mit den Namen für den Blog verteilt.

2. Thema Glaube/Religion

Wir sollten uns Gedanken machen zum Thema Glaube und Religion, und diese in Form eines Elfchens zu Papier bringen. Diese haben wir dann besprochen. Das Ergebnis war, dass Religion sowohl positive, als auch negative Seiten hat, wie z.B. Hoffnung als gutes und Krieg im Namen Gottes als schlechtes.

Während der Besprechung tauchte die Frage auf was Agnostizismus ist. Agnostizismus bedeutet vereinfacht gesagt, dass man nicht an Gott glaubt, jedoch auch sagt, dass es etwas ist, das man nicht beweisen kann und deshalb nicht ausschließt, dass ein Gott existiert.

Danach sollten wir mit Hilfe unseres Vorwissens, dem Internet und Büchern folgende Tabelle über die Religionen im Vergleich ausfüllen:

Nach der Besprechung der Tabelle war die Stunde zu Ende.

Protokoll Freitag 19.01.18

Gymnasium Gerabronn GK Kursstufe 1

Referent/in: Frau Schütze

Anwesenheit: 6 von 6 Schüler (alle da;))

Verfasser/in des Protokolls: weise1820

Gliederung der Unterrichtsstunde:

1. Zu Beginn der Stunde haben wir unsere Bewertungsbögen, der geschriebenen Beiträge und Kommentare bekommen, worauf auch unsere mündliche Leistung, wie die Zeugnisnote vermerkt war.

2. In dieser Stunde begannen wir mit einem neuen Thema, welches lautet: Kant. Als Einstieg in das neue Thema, schauten wir einen kurzen etwa 15 minütigen Teil einer Sendung, in der es einer jungen Studentin gelingt, sich mit ihrer Vorstellungskraft die Anwesenheit Kants vorzustellen, um mit ihm über seine Werke, Theorien, wie auch Ethik zu sprechen. Dieser Clip war in jedem Fall hilfreich, ein paar erste grundlegende Fakten über Kant zu erfahren und vereinfachte, die doch sehr komplexen Themen ein wenig.

Im Anschluss dazu, haben wir ein selbsterstelltes Heftchen von insgesamt 15 Seiten über Immanuel Kant bekommen und auch direkt angefangen gemeinsam darin zu arbeiten. In der zweiten Stunde, ging es dann um „die Beurteilung von Handlungen“ nach Kant. Er unterteilte diese, in drei verschiedene Kategorien. Zum Einen gibt es das pflichtwidrige Handeln, welches als unmoralisch und böswillig beschrieben wird, die zweite Kategorie wird als pflichtgemäß betitelt und beschreibt eine Handlung, die aus einer Neigung, eines Gefühls oder aus Selbstinteresse begangen wird und somit als moralisch neutral angesehen ist. Die dritte und letzte Kategorie, ist das Handeln aus Pflicht, was von der Vernunft als objektiv notwenig angesehen wird und nur dies gilt als tatsächliche moralische Handlung.

Gegen Ende der Doppelstunde, haben wir dann (zunächst in Einzelarbeit) verschiedene Thesen versucht in die drei verschiedenen Kategorien einzuordnen, diese handelten von einem Blinden und einem Sehenden, wobei es darum ging, dass der Blinde gerne eine vielbefahrene Straße überqueren möchte. Unsere Aufgabe lag darin, das Vorgehen, des Sehenden genauer zu betrachten. Daraufhin haben wir in dreier Gruppen uns auf eine „richtige“ Lösung geeinigt und im Anschluss dazu, diese beiden, sich kaum unterscheidenden, Lösungen im Plenum nochmals diskutiert. Dabei sind wir zur Erkenntnis gekommen, dass der Mensch an sich, nach Kants Theorie, erschreckend wenig moralisch handelt.

Hier die einzelnen Thesen, farblich markiert, grün steht für die Handlungen aus Pflicht, gelb für pflichtgemäßes Handeln und grün für das Pflichtwidrige. Hier könnt ihr selbst Mal drüber nachdenken, vielleicht habt ihr ja andere Ansichtsweisen oder Interpretationen, dann hinterlasst doch einen Kommentar. 🙂

Darf ein Staat/die NATO militärisch intervenieren, um einen Völkermord zu stoppen?

Wenn man von einer guten und friedlichen Welt spricht, meint man eigentlich immer eine Welt ohne Krieg und Leid. Doch ist es nicht manchmal notwendig einen Krieg zu führen, wenn man dadurch beispielsweise die Menschenrechte schützen will oder die Menschen vor einem Völkermord retten will?

Dies ist aus ethischer Sicht eine nie ganz lösbare Frage, da man eigentlich keinen Krieg führen sollte aber auf der anderen Seite den Menschen dort hilft. Aus offizieller Sicht liegt die Beantwortung dieser Frage bei der UNO, denn nur durch ein UN-Mandat kann ein Staat in ein anderes Land intervenieren. Dieses UN-Mandat muss vom Sicherheitsrat der UNO beschlossen werden, aber dort sind die politischen Eigeninteressen meist stärker als tatsächlich eine Abwägung, ob es Menschen in dem betroffenen Land helfen würde, wenn man dort interveniert.

Beispielsweise im Kosovo Krieg 1999 hat die NATO beschlossen, auch ohne UN-Mandat zu intervenieren und für den Frieden zu kämpfen, weil Russland sein Veto-Recht im Sicherheitsrat nutzte. Streng genommen ist so etwas ohne UN-Mandat allerdings völkerrechtswidrig und dennoch wurde es gebilligt, weil es ethisch notwendig war, um die Verletzungen des Menschenrechts zu verhindern. Es war hier also durchaus berechtigt, in ein anderes Land zu intervenieren um das Menschenrecht zu schützen.

Ich finde ebenfalls, dass man in diesen besonderen Situationen einschreiten muss um schlimmere Taten zu verhindern. Krieg ist zwar eigentlich nicht die beste Lösung aber in manchen Fällen gibt es keinen anderen Weg, außer den Völkermord oder die Menschenrechtsverletzung einfach geschehen zu lassen und wie man das ethisch rechtfertigen soll kann ich nicht beantworten.

Hat jemand von euch eine Idee? Oder findet ihr auch, dass militärische Interventionen manchmal unausweichlich sind?

Verbot von Kampfsport

Kampfsportarten sind mittlererweile sehr beliebte Sportarten, viele trainieren sie und schauen gerne Kämpfe im Fernsehen. Sehr viele Leute stellen sich aber auch gegen Kampfsport. Vor allem bei dem in der UFC praktizierten Sport MMA finden sich sehr viele Kritiker. Ich musste im Internet schwachsinnige Kommentare von Berühmtheiten wie Thomas de Maizière lesen, in denen er behauptet, dass die Kämpfe „eine abscheuliche Form der Menschendarstellung“ wären (siehe ).

Dieser Beitrag ist zwar schon älter, aber trotzdem ein sehr unverschämter Kommentar.

Was mich besonders am Hass gegen den Kampfsport empört ist die Tatsache, dass dies eine Art der Entfaltung der Persönlichkeit ist und ein Verbot von Kampfsport ein massiver Eingriff in das Leben aller Beteiligten ist. Hierzulande wäre von einem Fußballverbot nichtmal im Traum zu denken, wobei zugegebenerweise Fußball lange nicht so brutal erscheint wie Kampfsport. Kampfsport ist im wesentlichen auch nicht brutal, erweckt aber sehr leicht den Eindruck.

Das allerschlimmste daran ist, dass Kampfsport für diejenigen, die eine Kampfsportart beherrschen, ein sehr wichtiger Bestandteil ist. Insbesondere Frauen könnten, was mich sehr bestürzt, etwas gebrauchen, um sich zu verteidigen. Leute, die gegen Kampfsportarten sind, sind trotzdem unbeschreiblich froh wenn im Falle eines Falles der Sohn oder die Tochter fähig ist, sich zu verteidigen (und zwar nur zu verteidigen) oder eine/n Freund/in dabei haben, die das können.

Ein richtiger Kampfsportler hat die Eigenschaft, niemand verletzen zu wollen und das Kämpfen so weit es geht zu vermeiden, weswegen von ihm/ihr keine Gefahr ausgeht.

Desweiteren gibt es auch Veranstaltungen auf deutschem Boden, bei denen diverse Kämpfe ausgetragen werden. Dort haben die Veranstalter freiwillige Jugendverbote verhängt, d.h. Jugendliche freiwillig von der Veranstaltung ausgeschlossen. Es wird bereits genug getan, um Jugendlichen keine gewaltverherrlichende Dinge zu zeigen und immernoch gibt es Leute, die Kampfsport verbieten wollen.

Findet ihr, es wäre sinnvoll Kampfsport zu verbieten? Und wenn ja, warum? MfG, Unbewusst