Tu es oder tu es nicht, es gibt kein Versuchen

Tu es oder tu es nicht, es gibt kein Versuchen

sagt Jedi-Meister Yoda in Star Wars. Ich finde man sollte immer alles geben was man kann, weil man so nur weiß dass man alles gegeben hat und vielleicht werden dadurch Wunder möglich. Außerdem bereut man es später wenn man sich nicht getraut hat etwas zu tun, oder es nur versucht hat. Ich denke das Leben ist zu kurz um es nur zu Versuchen, man sollte alles riskieren. Aber davon abgesehen bestimmt unsere Vernunft ob wir es tun oder es nur Versuchen. Manchmal ist es besser wenn wir es nicht tun, aber zu 99% sollte man es tun. Versuchen ist so wie eine halbe Sache, aber man sollte nicht Dinge anfangen und dann nicht vollenden, entweder ganz oder gar nicht. Vermutlich verzweifelt man am Ende wenn man nicht alles gegeben hat und es nur versucht hat, aber man letztlich doch gescheitert ist. Ich halte es für wirklich wichtig, alles zu geben und es nicht nur zu versuchen, da man dann weniger enttäuscht werden kann, wenn man weiß dass man alles gegeben hat.

 

Wie steht ihr zu diesem Zitat? Findet ihr es auch wichtig alles zu geben oder es nur zu Versuchen?

Anregung zum Philosophieren: Menschenrecht auf Glück?

Sollte es ein Menschenrecht auf persönliches Glück geben? Wie könnte es charakterisiert werden? Wie könnte man es umsetzen? Brauchen wir ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden?

Sollte es vielleicht sogar ein Schulfach „Glück“ geben? Was könnten Lerninhalte sein?

blumen

(Blumenstrauß, selbst fotografiert)

(Anmerkung: es gibt an einer Heidelberger Schule das Schulfach Glück. Das muss uns aber nicht abhalten, selbst darüber nachzudenken, was darin gelernt werden soll.)

Digitale Medien- Fluch oder Segen?

Smartphone, Computer, Internet und E-Book, jeder kennt diese „digitalen“ oder auch „neuen“ Medien und es gibt kaum mehr Menschen, die sie nicht benutzen. Bei vielen sind sie nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken, da sie unser Leben in vielen Situationen erheblich erleichtern und eine große Hilfe sein können. Doch sind sie nur eine Hilfe mit ausschließlich positiven Auswirkungen oder gibt es auch negative Folgen durch diese Art der Mediennutzung?

Um sich mit dem Thema vertraut zu machen und sich über die oft negativen Folgen von Mediennutzung zu informieren, kann es hilfreich sein das Buch „Digitale Demenz“ zu lesen.

Von Foto: Udo Grimberg, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19930956
Von Foto: Udo Grimberg, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19930956

Geschrieben wurde es von dem Hirnforscher und Psychologen Manfred Spitzer, der eine eher kritische Einstellung zum Thema „Digitale Medien“ hat. Für ihn steht fest, dass Medien bei zu langem und häufigem Gebrauch einen negativen Einfluss auf die Gehirnentwicklung, vor allem bei Kindern haben.

Auch zum Lernen, wie fälschlicherweise häufig vermutet, sind digitale Medien, wie Computer oder Internet wenig geeignet, da sie geistige Arbeit abnehmen. Richtig lernen und Dinge vertiefen kann man aber nur, indem man geistig arbeitet. Das heißt, über bestimmte Sachverhalte nachdenkt, wichtige Informationen herausfiltert und von Hand zusammen schreibt und nicht nur schnell den Artikel in eine Power-Point Präsentation kopiert oder überfliegt. Klar, das geht wesentlich schneller. Unser geistiges Potenzial jedoch wird kaum genutzt und unser Wissen bleibt oberflächlich.

Hier kommt auch die sogenannte „Digitale Demenz“ ins Spiel. Die Medien und vor allem das Internet verleiten und zu Multitasking, welches sich darin äußert, dass wir eine E-Mail beantworten, eine Tabelle erstellen und nebenbei noch wichtige Informationen für eine Präsentation suchen. Mehr als einen Bedeutungsstrang können wir aber nachweislich nicht bewusst verfolgen (nein, auch als Frau leider nicht :D) und trainieren und deshalb eine Aufmerksamkeitsstörung an. Dadurch, dass die Informationstiefe vernachlässigt wird, nimmt auch die Gehirnstruktur ab. Dies führt langfristig zu Demenz.

Eine andere Gefahr der Mediennutzung besteht darin, dass wir Medien zu lange und zu häufig verwenden. Die Folge ist, dass unsere realen sozialen Beziehungen und Betätigungen in den Hintergrund gedrängt werden, was wiederum auf lange Sicht zu Vereinsamung und Depressionen führen kann. Auch sinkende schulische Leistungen oder Suchtzustände können auftreten.

Ein weiteres Problem im Netz ist der „gläserne Mensch“. Im Internet ist es fast unmöglich anonym zu bleiben. So gut wie  jede Handlung oder Information, die einmal gepostet oder preisgegeben wurde wird gespeichert. Schauen wir uns beispielsweise in einem Internetshop Schuhe an, erscheint kurze zeit später am Bildschirmrand Werbung von vergleichbaren Schuhen.

Als letzte große Gefahr möchte ich auf die Medienmanipulation aufmerksam machen, dies kann generell bei allen Arten von Medien auftreten. Medien können uns durch einseitige Berichterstattung, Musik oder durch die Wortwahl stark beeinflussen und uns schlimmstenfalls ein falsches Realitätsbild vermitteln.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch positive Aspekte beim Thema Mediennutzung.

Dank der Medien können wir uns jederzeit und unabhängig vom Standort informieren, zum Beispiel im Wohnzimmersessel weltpolitische Nachrichten verfolgen. So helfen uns die Medien bei der Meinungsbildung.

Außerdem ist es dank der Medien und den sozialen Netzwerken viel leichter mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben.

Ein anderer sehr wichtiger Punkt ist die Kontrollfunktion, welche die Medien gegenüber der Politik und den Politikern haben, da beispielsweise im Internet viel über Politiker veröffentlicht wird oder Dinge, die eigentlich geheim bleiben sollten publik gemacht werden.

Meiner Meinung nach können Medien sowohl Fluch als auch Segen sein. Bei richtiger und geringer zeitlichen Nutzung könne sie unser Leben auf jeden Fall erleichtern, bereichern und unseren Horizont erweitern.

Trotzdem sollte man alle Informationen hinterfragen, verschiedene Quellen vergleichen und sich nicht aus seinem sozialen Umfeld zurückziehen.

Was denkt ihr über die Mediennutzung? Könntet ihr euch ein Leben ohne (digitale) Medien vorstellen? Seht ihr die gleichen Gefahren wie Manfred Spitzer und habt ihr in eurem Umfeld vielleicht sogar Menschen die auffällig oft Medien nutzen? Oder ist diese ganze Diskussion für euch viel zu übertrieben dargestellt und alles völlig unbedenklich?

 

Anregung zum Philosophieren: Man weiß ja nie!

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Quelle: Eva Strittmatter: Gedichte / selbst fotografiert

Man weiß ja nie! Was meint ihr? Sollte man sich nur über belangloses unterhalten / schreiben? Wer entscheidet, was belanglos ist? Sollte man immer genau aufpassen, was man von sich gibt? Haben die Enthüllungen von Edward Snowden Auswirkungen gezeigt?

Welche Konsequenzen könnte unbedachtes Äußern haben, welche Konsequenzen haben Gedanken, die Anecken oder die rebellisch sind? Macht es einen Unterschied, ob es um analoge oder digitale Äußerungen geht?

Wie könnte sie aussehen, diese poetische Meteorologie? Ist heutzutage dieses „übers Wetter reden“ noch eine Floskel für Smalltalk oder kommt man dabei auch schon auf schwieriges Terrain (Klimawandel, etc.)?

Anregung zum Philosophieren: Zeit

Sie sah die Zeit; jetzt versuchte sie, die Zeit zu verstehen. Sie füllte Hefte mit ihren Fragen und Beobachtungen. Existierte die Zeit unabhängig, in der physischen Welt, oder nur in der Vorstellung? Wurde sie nur von Menschen wahrgenommen? Was ließ manche Momente zu Stunden anschwellen und manche Jahre zu Tagen schrumpfen? Hatten Tiere ein Empfinden für das Vergehen der Zeit, wenn sie einen Gefährten verloren oder ihre Beute töteten?

aus: Jhumpa Lahiri „Das Tiefland“, Rowohlt Taschenbuch, 2014, S. 232.

Anregung zum Philosophieren: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Ich las gerade ein Interview mit Swetlana Alexijewitsch, einer Schriftstellerin aus der Ukraine, die in Weißrussland lebt. Daraus ist folgendes Zitat:

Interviewer: Im wohlhabenden Westen glauben viele nicht mehr an eine gute Zukunft und klammern sich an die Illusion einer ewigen Gegenwart oder gar einer besseren Vergangenheit.

Alexijewitsch: Heute macht die Zukunft nur noch Angst. Zum ersten Mal gewinnt die Gegenwart gegenüber der Zukunft. Tschernobyl ist zu einer Metapher geworden: Die Probleme werden immer größer, aber unsere Kultur ist nicht darauf vorbereitet.

Wie denkt ihr darüber? Was hat die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, 1986, oder in Fukushima im Denken verändert? Habt ihr Angst vor der Zukunft? Sollten moralische Bedenken dem technischen Fortschritt Einhalt gebieten / ihn bremsen?

Anregung zum Philosophieren: Verantwortung

Haben wir – jeder einzelne von uns oder als Staat, als Europäer – eine Verantwortung gegenüber anderen Menschen, die weit entfernt sind von uns? Könnten wir solche einer Verantwortung gerecht werden oder überfordert sie uns?
Kann man ethisch korrekt leben? Wie könnte so ein Leben aussehen, auf was müsste man täglich achten?
Angenommen, ihr beantwortet die Frage zum ethischen Leben mit nein – kann man sich Schwerpunkte setzen? In welchen Bereichen ist es einfacher, gut zu Leben und seine Verantwortung wahr zu nehmen, in welchen ist es fast unmöglich?

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(selbst fotografiert, Dresden, Dezember 2014)

Anregung zum Philosophieren: Realität

Morpheus aus dem Film Matrix bietet Neo zu Beginn zwei Pillen an: die blaue entlässt ihn zurück in sein altes Leben, in die Bequemlichkeit, in die Gewohnheit. Die rote ist der Beginn eines Trainingsprogramms, das ihn von der Matrix abkoppelt, ihn zu immer tiefgreifenderen Erkenntnissen über die Wirklichkeit führt. Diese Erkenntnisse sind nicht einfach, bringen Enttäuschungen aber auch viele neue Erfahrungen mit sich.

Wenn ihr wählen könntet: welche würdet ihr nehmen?

Und weiter gefragt: gibt es Indizien dafür, dass die Realität das ist, als was sie scheint? Gibt es eine halbwegs objektive Erkenntnis oder ist es legitim, wenn sich jeder seine eigene Realität zusammen bastelt? Welche Folgen, ganz konkret, könnte das im täglichen Zusammenleben haben?

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(selbst fotografiert, Dresden, Dezember 2014)

Anregung zum Philosophieren: Grenzen

Gibt es Grenzen (technische, moralische, wissenschaftlich,…), die man nicht überschreiten sollte /darf (als Menschheit insgesamt oder individuell jeder einzelne)? Darf man alles tun, was man kann?

Sind diese Grenzen so eindeutig wie zwischen Meer und Land oder gibt es Grauzonen? Wer entscheidet in diesen Grauzonen?

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(Bild selbst erstellt, Januar 2015)