Anregungen für Beiträge

  • Was ist wichtig an Weihnachten?
  • Ist Schule gefährlich?
  • Warum redet niemand über den misslungenen Klimagipfel sondern alle über Gretas Sitzplatz?
  • Diskriminieren Algorithmen? und falls ja: welche Auswirkungen hat das auf unsere gemeinsame Zukunft?
  • In welcher Gesellschaft wollen wir leben? (in so einer #IstandwithMaya -Welt? Und was hat JK Rowling überhaupt gemeint?)
  • Können wir als Individuum nicht eigentlich nur überfordert sein von den vielen Problemen unserer Zeit? und wer rettet dann die Welt?
  • In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Welche Werte sind uns wichtig? Welche Institutionen oder Menschen helfen uns, uns in der Welt zurecht zu finden? (Beispiel: „Deutscher Fahrer“-Fotografierer wird offenbar bedroht)
  • Pflegenotstand im Krankenhaus / in der Altenpflege: Welche Probleme bringt der Einsatz von Robotern mit sich?
  • Ist der Mensch beliebig ersetzbar? Was macht den Menschen aus, was man nicht ersetzen kann?
  • Schweineherzen in Menschen. Ist es ethisch ok, in Tieren Organe für Menschen zu züchten?
  • Stichwort Digitalpakt: was müsste sich in der Schule ändern um als Abiturient in einer digitalisierten Gesellschaft zurecht zu kommen?
  • (Viele Themen: Womit sich der Ethikrat beschäftigt)

(wird ergänzt)

PS: hier ist der Jahresrückblick 2019 zum Ausdrucken und Weitergeben

Anregung zum Philosophieren: Unendlich

CC-by-SA 4.0, M. Schütze, September 2018

Albert Einstein wird gern folgendes Zitat in den Mund gelegt: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Was bedeutet „menschliche Dummheit“? Niemand kann alles wissen, aber das scheint auch nicht der Anspruch zu sein. Was könnte dann damit gemeint sein? Eine Art praktische Intelligenz, um sein Leben zu meistern? Emotionale Intelligenz, um andere Menschen und ihre Bedürfnisse zu verstehen und entsprechend zu handeln? Sind damit vielleicht die vielen falschen Entscheidungen gemeint, die wir bewusst treffen – obwohl wir es besser wüssten (z.B. Fleisch aus Massentierhaltung essen, Klamotten aus Billiglohnländern kaufen, zu viel Plastikmüll erzeugen, etc.)? Oder geht es eher darum, dass man in seiner eigenen Welt, in seiner Filterblase, lebt und alles andere draußen mindestens suspekt, oft aber auch einfach falsch findet?

Und überhaupt: ist das nicht ein sehr pessimistisches Bild auf die Menschheit?

und noch ein Zitat von Curt Goetz: „Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.“ (Ingeborg – Eine Komödie in drei Akten (1922). Deutsche Verlags-Anstalt 1952, S. 38 f.)

Anregung zum Philosophieren: Achtsamkeit

CC-by-SA 4.0, M. Schütze, August 2018

Achtsamkeit bedeutet bewusste Wahrnehmung der alltäglichen Dinge, Konzentration auf genau das, was man gerade tut. Oft machen wir viele Dinge gleichzeitig, geben den Gedanken keine Ruhe. Wie fühlt sich Nichtstun an? Kann man den Strom der Gedanken bewusst verlangsamen / anhalten, auf die Gegenwart lenken und dort behalten? Gibt es noch Langeweile?

Durch das Smartphone ist man jederzeit scheinbar mit der Gedankenwelt von anderen verbunden. Während man ein Buch liest, hat man gleichzeitig Teil an einem Film, den Freunde schauen, kann über Katastrophen aus allen Teilen der Welt erfahren – Inwiefern prägt uns diese Gleichzeitigkeit der mittelbaren und unmittelbaren Erfahrungen – unsere Wahrnehmung, unsere Lebenswelt?

Anregung zum Philosophieren: Weihnachten

Was bedeutet Weihnachten für dich?

CC-by-SA 4.0, M. Schütze, Dezember 2018

Ein paar Gedanken:

Innerhalb von zwei Wochen sind drei christliche und ein weltlicher Feiertag, im Jahresverlauf ist das Verhältnis ähnlich. Ist das sinnvoll? Trotz der Trennung von Kirche und Staat gibt es in unserem Land nur christliche Feiertage, z.b. keine muslimischen oder buddhistischen. Wäre es denkbar, dass alle Religionsgemeinschaften eine bestimmte Anzahl freier Tage selbst im Jahr verteilen dürfte? Wie könnte man mit den Atheisten verfahren? Was müsste sich dafür in der Gesellschaft ändern? Ist das wünschenswert?

„Es müsste der Begriff der GABE weiter bedacht werden. Es müsste gefragt werden, ob der Menschen für den anderen wesentlich Gabe ist. Ob die Gaben, die Geschenke, geradezu Weihnachten, Ausdruck dieser wesentlichen Gabe des Daseins sind oder heute noch sein können. Verdeckt der Konsumismus den Charakter der Gabe?“ (zum Weiterlesen gern hier entlang)

Kann man ethisch schenken? Angefangen bei den Motiven zu schenken, weiter zu den Bedingungen der Herstellung der Dinge, die man verschenkt und zu den Unmengen an Verpackungsmaterial.

Achtung: wie siehts denn hier aus?

Jetzt folgen ein paar organisatorische Hinweise für dieses Blog, die auf Grund der EU-Datenschutzgrundverordnung notwendig werden. Ich versuche in den nächsten Tagen alles nach bestem Wissen und Gewissen umzustellen bzw. anzupassen. Dazu gehört auch, dass ich das Einverständnis der Schüler benötige, dass ihre Daten (also ihre Mailadressen) hier in der Blogsoftware hinterlegt sind. Bei den beiden aktuellen Kursen kein Problem. Aber da ich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler nur noch mühsam erreiche, werde ich alle alten Beiträge löschen werde ich alle ehemaligen Schüler löschen und ihre Beiträge dem fiktiven „ehemaliger Nutzer“ zuordnen.

Außerdem habe ich das Layout geändert. Evtl. kommt da nochmal eine Änderung. So richtig zufrieden bin ich mit dem hier noch nicht. (edit: durchgestrichen. Ich lass das jetzt erstmal so.) Immerhin, und das war die Absicht, ist es mobilfähig, sodass ihr mit dem Smartphone schreiben und kommentieren könnt. Wie gefällt es euch? Ist die Schrift zu groß?

Generell befürworte ich die Datenschutzgrundverordnung! Sie gibt Internetnutzern ein wenig mehr Transparenz, was mit ihren Daten passiert bzw. was nicht passieren darf.

Anregung zum Philosophieren: im Netz von Big Data

„Vielmehr bezeichnet Big Data ein Bündel neu entwickelter Methoden und Technologien, die die Erfassung, Speicherung und Analyse eines großen und beliebig erweiterbaren Volumens unterschiedlich strukturierter Daten ermöglicht.“ (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, 2013.)

Große Mengen an Daten zu verarbeiten ist ein wichtiges Innovationsthema in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft und der öffentlichen Verwaltung geworden. Ein paar Beispiele:

  • vor einigen Wochen gab es einen Artikel, der ganz stark im Netz gestreut wurde: „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt„, dabei geht es um die Möglichkeiten der Datenanalyse und Datenkombination bis hin zu bewussten Streuung und Steuerung von Meinungen an zwei Beispielen: dem Brexit und der US-Wahl. Kurze Zeit später gab es bereits gegenteilige Artikel, u.a. „Big Data allein entscheidet keine Wahl„, die die Macht der Datenanalysten etwas abmilderten.
  • Fitnessarmbänder messen jederzeit die Schrittanzahl, Herzfrequenz, Schlafzeiten, Bewegungsmuster etc. Alles kann bei der Herstellerfirma hochgeladen werden und der persönliche Fitnessstand gemessen werden, dazu gibt es Tipps für die persönliche Optimierung. Bekommen nun Krankenkassen oder Pharmaunternehmen die riesigen Datenmengen, können sie damit einerseits gezielter ihre Produkte entwerfen und dem Kunden anbieten, andererseits können sie auch viel personalisierter (und damit finanziell) auf gute und schlechte Lebensweisen reagieren. (mehr Infos)
  • In den USA werden schon seit vielen Jahren Algorithmen verwendet um das Rückfallrisiko von Straftätern zu ermitteln. Bei jenen mit hohem Rückfallrisiko wird der Antrag auf Bewährung eher seltener gewährt, die Kautionshöhe ist größer, etc.. Da die Algorithmen intransparent sind („Geschäftsgeheimnis“), können nur die Ergebnisse ausgewertet werden. Und diese zeigen eindeutig, dass Afroamerikaner systematisch schlechter bewertet wurden. Dies hat gavierende Auswirkungen für jeden einzelnen Häftling. (mehr Infos)

Die Fragen, die sich dabei aufdrängen, sind unter anderem: wie sehr vertrauen wir als Gesellschaft uns den Algorithmen, letztlich Maschinen, an? Welche moralischen Grenzen gibt es, die nicht überschritten werden dürfen? Ist unsere Handlungs- und Willensfreiheit in Gefahr?

Natürlich gibt es auch positive Beispiele:  Open Data – also viele Daten, die frei verfügbar sind, ermöglichen ganz neue wissenschaftliche Erkenntnisse, auch mit Hilfe ganz „normaler“ Bürger, so genannter Citizen Science („Bürgerwissenschaft“).

  • So gibt es z.B. einen Bastelbausatz zur Messung von Luft-(verschmutzungs)-daten, alle Daten werden in die Datenbank gespeist und ausgewertet. Die Luftdaten sind beispielsweise für Stuttgart viel detailierter als die amtlichen Daten.
  • Auf naturgucker.de kann jeder Fotos seiner Naturbeobachtungen sowie zusätzliche Daten hochladen. Außerdem gibt es zahlreiche Hilfen bei der Bestimmung von Arten. So kann man beispielsweise Zugvögel auf ihren Routen beobachten, da alle Daten sowohl art- als auch ortsbezogen ausgewertet und gefiltert werden können.

Daraus ergeben sich weitere Fragen: wie transparent darf/muss Wissenschaft sein? Welche Möglichkeiten gibt es für Schüler sich an solchen Projekten (auch fächerübergreifend) zu beteiligen – welche Fragen könnten spannend und interessant sein? Sollten nicht alle Daten, die von der „Allgemeinheit“, also aus Steuermitteln, finanziert werden offen und frei zur Verfügung stehen?