Die Zahl der Obdachlosen steigt Sprunghaft an. 2014 gab es rund 335.000 Wohnungslose in Deutschland wobei es zwei Jahre später schon 422.000 waren. Ein Großteil dieser lebt in Sammelunterkünften, während etwa 52.000 auf der Straße leben. Dabei stellt sich der Ein oder Andere die Frage, ob man bettelnden Menschen auf der Straße Geld geben sollte.
Das in Banden organisierte Betteln spricht gegen das geben von Geld. Kinder und Erwachsene werden dazu verpflichtet Behinderungen vorzutäuschen und auf der Straße zu betteln. Das Geld der Einnahmen geht in kriminelle Hände, wobei der Bettler am Ende nichts mehr davon hat. Ein weiterer Grund kein Geld an Obdachlose zu geben ist der, dass man nicht weis, was mit dem Geld passiert, welches nicht in die Hände von Obdachlosen geht, auch wenn sie kein Teil von organisierten Bettlern sind. Etwa 70% der Wohnungslosen leiden an einer Suchterkrankung wie Drogen- oder Alkoholabhängigkeit.
Zwar rettet sie der Euro den man ihnen gibt nicht aus ihrer Lebenssituation, doch dieser bringt ihnen Ersthilfe um zu überleben. Außerdem ist das Betteln und Bloßstellen auf der Straße vor tausenden Menschen ihre letzte Möglichkeit jeden Tag zu überleben und sich etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. Wenn man sich in ihre Lage versetzt, dass sie sich für wenig auf die Straßen setzen und nach Geld fragen, wobei sie für viele nicht mehr als Mensch angesehen werden sondern nur noch als „Fall von Bedürftigkeit“, so ist es nur richtig ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen etwas gibt was für mich vielleicht nur eine Kleinigkeit ist während es für sie möglicherweise eine ganze Mahlzeit bedeutet.
Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, ob man Obdachlosen Geld geben sollte, bin ich der Meinungen, dass man mit wenig Geld schon viel in deren Leben beeinflussen kann. Doch auch wenn man sich dagegen entscheidet ihnen Geld zu geben kann man ihnen auch anders helfen. Obdachlose werden oft mit einem unguten Gefühl betrachtet, da sie die schöne Illusion einer Stadt stören, doch durch respektierendes verhalten oder ein einfaches „Guten Morgen“ hilft man ihnen schon, sich besser und geschätzt zu fühlen. Es gibt auch einige andere Möglichkeiten ihnen zu helfen in dem man zu Almosen „nein“, aber zu Hilfe „Ja“ sagt.
Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass man durch Geld eine schnelle Ersthilfe leisten kann und sollte, welches ihnen zwar nicht ein anderes Leben bietet doch jedenfalls ein Leben bietet.

Quellen: https://www.t-online.de/leben/aktuelles/id_81013628/sollte-man-bettlern-geld-geben-oder-nicht-.html (stand: 31.12.23)

https://www.domradio.de/artikel/pro-und-kontra-sollte-man-bettlern-geld-geben (stand: 31.12.23)