Benachteiligung von Frauen?

Hallo alle zusammen

Frauen dürfen wählen, arbeiten und Deutschland hat sogar eine Kanzlerin. Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass Frauen im Berufsleben immer noch benachteiligt sind.

Zahlenmäßig sind Frauen unterlegen – zumindest beim Gehalt und beim Anteil weiblicher Führungskräfte. Auch in der Arbeitswelt gibt es Sexismus, also Benachteiligung aufgrund des Geschlechts.

Fakt ist, dass in den Vorständen börsennotierter Unternehmen die Frauen in Deutschland noch immer stark in der Unterzahl sind. Nach dem Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums hat sich die ökonomische Kluft zwischen den Geschlechtern immer weiter geöffnet. Die Experten gehen davon aus, dass es – rein theoretisch – noch 170 Jahre dauern wird, bis Männer und Frauen ökonomisch gleichgestellt sind.

Für die Benachteiligung gibt es sehr viele Gründe: Wenn es um den Job geht, treten vor allem Frauen kürzer, sobald es um das Thema Kinder geht. Der Mutterschutz, der allen Schwangeren Frauen zusteht hindert sie oft am beruflichen Fortkommen. Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass Frauen nach der Geburt eher Abstriche beim Thema Karriere machen als Männer – viel mehr Mütter als Väter entscheiden sich dann für Teilzeit. Nur 27 Prozent der Frauen arbeiten mit einem Kind unter sechs Jahren in Vollzeit. Bei den Männern handelt es sich um 95 Prozent.

In Deutschland bekommen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Dies lässt sich zum Beispiel auf die unterschiedliche Berufs- oder Studienwahl zurückführen. Aber auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation beträgt die Differenz beim Lohn noch sieben Prozent. Sie zeigt, dass es im Berufsleben immer noch zu einer Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern kommt.

Dieser Unterschied ist in dieser Statistik klar erkennbar: https://www.igmetall.de/entgeltgerechtigkeit-fuer-frauen-11302.htm

Meiner Meinung nach ist es schockierend, wie es auch in der heutigen Zeit noch Probleme mit der Emanzipation gibt. Aus meiner Sicht sollte zwischen Männern und Frauen keinerlei Unterschiede gemacht werden. Wie seht ihr das? Findet ihr die Bevorzugung von Männern gerecht? Welche Beispiele fallen euch noch ein, in denen Frauen benachteiligt werden?

Schöne Ferien

Gelassenheit

 

 

2 Antworten auf „Benachteiligung von Frauen?“

  1. Sehr interessanter Beitrag! Zum Thema Gleichberechtigung kann man glaube ich endlos tippen, diskutieren und argumentieren – Fakt ist, es dauert noch eine ganze Weile bis Frauen und Männer nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Gesellschaft gleichberechtigt sind. Du hast unter anderem die 21% Differenz beim Einkommen angesprochen, die sich natürlich auf die Jobs und auch die Arbeitszeiten zurück schließen lässt, die Frage, die ich dabei spannend finde, warum ist es im 21 Jahrhundert noch immer so klar, dass eine Frau Zuhause bleibt und sich um die Kinder kümmert? Wenn ein Mann nach der Geburt sagt, er bleibt Zuhause und seine Frau verdient das Geld, ist er gesellschaftlich automatisch der schwächere in der Beziehung und die Frau wird als Rabenmutter angeschaut weil sie sich nicht um ihre Kinder kümmert. Aber mit welchen Beweggründen? Gleichberechtigung heißt für mich nicht nur die Stellung der Frau zu ändern, sondern die Vorurteile der verschiedenen Geschlechter zu überholen, in dieser Zeit leben wir nicht mehr und wollen wir glaube ich auch nicht mehr sein. Helft einander, den anderen mit seinen Entscheidungen zu akzeptieren, egal ob Frau, ob Mann oder ob irgendetwas dazwischen.

  2. Ich kann dir da nur zustimmen, es ist wirklich schockierend und dein Beitrag ist auf jeden Fall von großer Aktualität und zeigt den Missstand unserer Gesellschaft in Bezug auf die Stellung von Frauen auf. Ich weiß noch, wie entsetzt ich war, als ich im Zuge des BOGY-Praktikums entdeckt habe, dass für Männer und Frauen unterschiedliche Gehälter angegeben sind- und das in einer „fortschrittlichen“ Gesellschaft!
    Außerdem erlebe ich auch oft, dass viele sehr überrascht sind, wenn ich erzähle, dass mein Vater öfter zuhause ist und kocht als meine Mutter. Das zeigt, dass diese Rollenklischees wirklich noch immer erschreckend tief in unserer Gesellschaft verankert sind, weshalb es wird vermutlich auch noch lange dauern wird, bis diese abgebaut sind.

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