Kursprotokoll Doppelstunde 12.03.2014

Gymnasium Gerabronn; Ethik Grundkurs K1; alle (12) anwesend
Themen/Gliederung: 1) Erinnerung an Kant, 2) Freiheit und Sittlichkeit, 3) Das Floß; 12.03.2014
Protokollant: uschili

1) Erinnerung an Kant

Zunächst haben wir in Gruppen die Herleitung des kategorischen Imperativs aus der Freiheit bearbeitet. Dafür sollten wir verschieden Stichpunkte logisch sortieren. Hier ist eine von vielen Lösungen aufgezeigt.IMG_0839[1] IMG_0840[1] IMG_0841[1]
Zum Abschluss des Themas „Kant“ befassten wir uns mit Seite 11/12 und definierten technische und pragmatische Imperative, sowie Maximen (siehe Übersicht im Ethik Protokoll).

2) Freiheit und Sittlichkeit

Wir haben die Goldene Regel mit dem Kategorischen Imperativ verglichen (S.13).
Zu den Gemeinsamkeiten gehören der Handlungsleitsatz als Richtlinie, der Perspektivwechsel sowie die Verallgemeinerung, so dass es jeweils für alle Menschen gültig ist.
Jedoch ist bei den Unterschieden zu beachten, dass sich die Goldene Regel auf die Handlung und deren Folgen bezieht, während der Kategorische Imperativ stets die Motive betrachtet. Während die Goldene Regel das Handeln aus Selbstzweck und somit den hypothetischen Imperativ hervorruft, handelt man beim Kategorischen Imperativ aus Vernunft (kategorischer Imperativ).

3) Das Floß

Der Kurzfilm „Das Floß“ handelt von zwei abgemagerten Schiffsbrüchigen, die auf einem Floß auf dem offenen Meer treiben. Die zwei vor Hunger fast sterbenden Männer kämpfen um einen gefangenen Fisch. Einer der beiden fällt ins Wasser, ihm nähert sich ein Hai. Der Fisch landet auf dem Floß. Als sich eine Möwe dem Fisch nähert, muss der andere sich entscheiden, ob er dem einen aus dem Wasser hilft oder sich auf den Fisch konzentriert. An dieser Stelle stoppten wir den Film und überlegten uns Beweggründe wie Egoismus, schlechtes Gewissen, etc. Diese ordneten wir der deontologischen (deon=Pflicht; auch Gesinnung) bzw. der teleologischen (telos=Ziel/Wirkung) Ethik zu (siehe Tabelle im Ethik Protokoll).
Unsere Vermutung, er würde zu dem Fisch rennen, obgleich die Argumente sich für seinen möglichen Freund zu entscheiden überwogen, bestätigte sich, jedoch starb er ebenfalls.

Protokoll 13/12/2013 Aristoteles

Gymnasium Gerabronn; Ethikkurs K1; Protokoll vom 13. Dezember 2013 von 9:40-11:15 Uhr;
Thema: Aristoteles
Protokollantin: uschilii am 23.12.2013
Anwesenheit: 12 von 12 Schülern und Schülerinnen + Frau Schütze

Überblick:
1) Organisatorisches
2) „Was ist das?“
3) Aristoteles – Leben und Werk
4) Tugenden

1) Organisatorisches
Frau Schütze gab die Klausur zurück. Der Schnitt betrug 10.9 NP. Der Erwartungshorizont ist im Webblog zu finden.
Frau Schütze wies erneut auf die bis zum 04.01.2014 (spätestens!) zu veröffentlichenden Blogkommentaren bzw. dem eigenen Blogbeitrag hin.

2) Was ist das?
Es wurde ein Gegenstand reihum gegeben und jeder sollte ihn mit einem Wort beschreiben. Es fielen Eigenschaften wie bspw. die Farbe (grün) oder subjektive Eigenschaften wie hässlich. Anschließend bekamen wir eine Tabelle mit zehn allgemeinen Eigenschaften (siehe Anhang), mithilfe welcher wir beliebige Gegenstände aus dem Klassenzimmer beschreiben sollten, die anschließend unsere Klassenkameraden versuchten zu erraten (1 Bsp. befindet sich im Anhang). Zwar wurden die meisten Gegenstände erraten, allerdings kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Beschriebene bereits bekannt und definiert sein müsse. Außerdem können nur Gegenstände im Allgemeinen auf diese Weise nach Aristoteles beschrieben werden, da kleine Unterschiede nicht beachtet werden.

3) Aristoteles – Leben und Werk
Nun schauten wir uns Aristoteles genauer an. Er war Begründer der Theorie, mithilfe zehn Eigenschaften, Dinge beschreiben zu können. Wir hörten einen Podcast über sein Leben und sein Werk, dessen genaueren Inhalt auf dem Arbeitsblatt im Anhang zu finden ist.

4) Tugenden
Als letztes befassten wir uns mit Tugenden. Nach Aristoteles‘ Tugendlehre ist die die Ausübung von Tugenden Glück. Gebraucht der Mensch seine Vernunft, so wird er moralisch richtig und Gemäß der Natur handeln.
Der Mensch ist aber abgesehen vom Vernunftwesen auch ein Sinneswesen. Dies ist in der Unterscheidung zwischen Dianoetischen Tugenden und Ethischen bzw. Charaktertugenden gut erkennbar.
Im Anhang befindet sich eine ausführliche Tabelle und der komplette Tafelanschrieb zum Thema Tugenden.
Für das Streben nach Glück sind folglich zwei Dinge vor allem nötig: Weisheit und Klugheit. Wobei Klugheit das handlungsleitende Wissen für die Ausübung ethischer Tugenden als richtige Einstellung und Ziele bietet.
Um besser mit Tugenden umgehen zu können suchten wir uns Begriffe die wir als die „Mitte“ einordnen können. Die Mitte muss abhängig von der Situation und der Person angepasst werden. Wir unterschieden zwischen Tugenden die früher und heute eine wichtige Rolle spielten bzw. spielen und suchten dazu passende Begriffe, die jeweils das Übermaß und den Mangel beschrieben. Im Anhang befindet sich eine Tabelle mit einigen ausgewählten Beispielen dazu.

Anhang:

Tugenden

aristoteles

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Eudaimonia, 11.12.13

Eudaimonia – Ethikzusammenfassung vom 11.12.13

  • Organisatorisches:
  1. Der zu benotende Weblog muss bis zum 4.Januar fertiggestellt sein
  2. Aufgrund der zu wenig übrigbleibenden Stunde werden nächste Woche zwei Personen die Zusammenfassung übernehmen.

 

  • Themen
  1. Bildhauer
  2. Eudaimonia –> Glück (Gruppenpuzzle)
  3. Fragebogen

 

  1. Man zeigte uns ein Bild eines Bildhauers. Die Figur darauf wird von einem Mann (àBildhauer getont). Die Figur schien gelassen, entspannt oder auch genießend aus. Wir schlussfolgerten, dass das Bild ausdrückte, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Der Bildhauer bzw. das Bildhauen könne das Tätig-Seins ausdrücken. Vom letzten Mal wissen wir noch, dass laut Aristoteles nur die philosophische Betrachtung zum Glück führt, da zum Beispiel das Leben des Genusses uns nur scheinbar Glück beschert.
  2. Anschließend wollten wir „Eudaimonia“ genauer betrachten und wir machten dazu ein Gruppenpuzzle.

In den 4 Expertengruppen erarbeiteten wir unsere Themen um jeweils eine Frage zu beantworten.

 

Gruppe

Frage

Jeder seines Glückes Schmied?

Wie kann jeder seinen Glückes Schmied werden?

Lust

Inwiefern ist ein vernünftiges tugendhaftes Leben noch lustvoll, oder ist es brav und langweilig?

Das richtige Maß

Auf der Suche nach dem richtigen Maß zwischen den Extremen

Autarkie –> Selbstständigkeit

Muss man sich von allem lossagen, um wirklich glücklich zu sein?

 

 

Ethikprotokoll

Gymnasium Gerabronn; Ethikkurs K1; Protokoll vom 13. November 2013 von 9:40-11:15 Uhr; Thema: Überblick der Phliosophen in der Antike, Was bedeutet Glück?

Protokollantin: schlumpfiinchen

Anzahl der Anwesenden: 10 Schüler

Verlauf der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Überblick: Antike
  3. Glück?
  4. Aristoteles: Das Wesen des Glücks

1. Organisatorisches

  • Abstimmung über die Klausur am 4.12. 2013 
  • Klausur wird ohne Hefter geschrieben

2. Überblick: Antike

Zu Beginn der Doppelstunde bearbeiteten wir ein Arbeitsblatt über die Philosophen der griechischen Antike, hierbei konnten wir unser Wissen, das wir bereits aus Klasse 10 haben, anwenden. Zur Hilfe bekamen wir ein weiteres Arbeitsblatt auf dem Informationen zu den verschiedensten Phliosophen zu finden waren.

Man teilt die Philosophen, der griechischen Antike, in drei verschiedene Zeiten auf:

  1. Vorsokratiker (600-400 v. Chr.)
  2. Klassische Periode der antiken Philosophie
  3. Hellenistische Philosophie

Wir bearbeiteten zunächst nur die Vorsokratiker und die Philosophen der klassischen Periode der antiken Philosophie, in dem wir zu den Philosophen dieser Zeit Informationen und die zu der Zeit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen aufschrieben.

Vorsokratiker:

Philosophen sahen in allem Seienden einen gemeinsamen Urgrund, hierbei war die Natur der Mittelpunkt der Philosophie.

  • Thales von Milet: Urstoff = Wasser; Wasser belebt alles Seiende; Satz des Thales
  • Anaximander: Schüler von Thales; Urprinzip = Apeiron (=das Unendliche)
  • Anaximenes: Urstoff = Luft
  • Pythagoras: die Bedeutung der Zahl; die Zahl schafft Ordnung (Apeiron wird dadurch bestimmt)
  • Empedokles: 4 Elemente ( Wasser, Erde, Feuer, Luft); Elemente werden durch Liebe bzw. Hass bewegt
  • Anaxagoras: unendlich viele Grundstoffe; Grundstoffe werden durch den Geist bewegt
  • Leukipp/Demokrit: Begründer der Atomlehre; alles entsteht durch einen Sinn bzw. eine Notwendigkeit; Materialismus
  • Parmenides: Lehre der Einheit des Seins
  • Heraklit: Werden und Vergehen; nichts ist beständig
  • Sophisten: Wanderlehrer, die die Redekunst lehrten; Mensch steht im Mittelpunkt

Klassische Periode der antiken Philosophie:

Schon mit den Sophisten begann nun die Wende der philosophischen Richtung von der Natur zum, im Mittelpunkt stehenden, Menschen. Sokrates ist bei dieser Wende, die uns auch heute noch prägt, von großer Bedeutung.

  • Sokrates (470-399 v. Chr.): Logos; alles basiert auf den Verstand; sokratisches Gespräch
  • Platon (427-347 v. Chr.): Schüler von Sokrates; Höhlengleichnis; Ideenlehre

3. Glück?

Im zweiten Teil der Doppelstunde spielten wir das „Empathie – Spiel“ zum Thema „Glück“. Hierbei wurden persönliche Meinungen zum Thema „Glück“, die mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten waren anonym abgefragt. Bei diesem Spiel kam es zu einigen Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen. Diese traten zum Beispiel bei der Frage auf: “ Glaubst du, dass alle Menschen nach dem Glück streben“? Für einige von uns war klar, dass jeder Mensch nach seinem eigenen Glück streben muss. Hier trat das Argument auf, dass Glück der Sinn des Lebens ist und mit der Frage ob dieser je etwas anderes sein kann als Glück. Der andere Teil von uns war anderer Meinung, mit dem Grund, dass man nicht durch aktive Aktivitäten sein eigenes Glück erreichen kann, was in der Frage vorausgesetzt wird. Außerdem diskutierten wir, ob ein reicher Mensch glücklicher sein kann als ein armer Mensch und warum. Es kam die Frage auf ob „Glück“ und „glücklich sein“ überhaupt gleichzusetzen ist. Wir kamen zu dem Schluss, dass ein reicher Mensch niemals höhere Wahrscheinlichkeiten besitzt ein glücklicheres Leben zu führen als ein armer Mensch, da dies nicht durch finanzielle Mittel und Habgut zu erreichen ist, sondern durch Dinge wie „Liebe, Familie, Freunde“. Zum Schluss sollten wir darüber nachdenken, ob es eine einheitliche Definition für „Glück“ gibt. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass dies nicht möglich ist, da jeder seine eigene Definition finden muss.

Zum Punkt 4. Aristoteles: Das Wesen des Glücks konnten wir aus zeitlichen Gründen nicht mehr kommen.

Doppelstundenzusammenfassung

Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs K1, letzte Stunde: Mittwoch, 23. Oktober 2013, Thema: Was ist der Mensch? (aus Sicht der philosophischen Anthropologie);  Handlungs-und Willensfreiheit

Protokollant: dietugend/ dt

Anzahl der Anwesenden:  11 Schüler

1) Organisatorisches:

geklärte organisatorische Fragen: Dank an Nina, Zusammenfassung der Doppelstunde

2) philosophische Anthropologie

Zunächst bearbeiteten wir eine Tabelle, in der wir Mensch und Tier gegenüberstellten. Der Mensch hat im Gegensatz zum Tier keine Instinkte, ist nach der Geburt (länger) abhängig, hat Vernunft und gebraucht diese auch des Öfteren und passt sich seiner Umwelt an. Tiere sind an ihr Ökosystem angepasst und haben Vernunft, die jedoch nicht so stark ausgeprägt ist.

Danach lasen wir einen Text von Arnold Gehlen über die Bestimmung von Tier und Mensch und fertigten dazu eine weitere Tabelle zur Gegenüberstellung von Mensch und Tier an (Aufgabe 1 auf dem Arbeitsblatt) (Die Tabelle ist im „Anhang“)

Dann beantworteten wir die Frage, warum der Mensch nach A. Gehlen der Institutionen bedarf (Aufgabe 2): Der Mensch kann sich selbst und andere durch Institutionen ertragen. Sie dienen außerdem zu seiner Orientierung, regeln das Verhalten beziehungsweise leiten das Handeln und wirken entlastend. Die Religion ist zum Beispiel eine Institution.

Danach diskutierten wir den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Institutionen (Aufgabe 3). Die Institutionen beeinflussen die Persönlichkeit. Um dies am Beispiel der Schule zu verdeutlichen: In der Schule knüpft man Freundschaften und bildet einen Freundeskreis (Gemeinschaft), der die Persönlichkeit beeinflusst. Außerdem nimmt die Schule Einfluss auf die Freizeitgestaltung, auf Werte und Willensentschlüsse und auf das Menschenbild.

Als abschließende Frage und Fortsetzung des Themas: Was ist der Mensch(?), diskutierten wir, ob A. Gehlen (beziehungsweise die Philosophie; dt) die verschiedenen Wissenschaften (Soziologie, Biologie, Neurobiologie und Psychologie; dt) zu einem Gesamtbild vereint. Wir kamen zu der Antwort „ja“, da die Soziologie und Biologie nur herauszufinden versuchen wie der Mensch beeinflusst wird (beziehungsweise entstanden ist (aus biologischer Sicht); dt). Diese Wissenschaften suchen also nur Erklärungsmuster warum der Mensch ist was er ist. Die Philosophie führt diese verschiedenen Sichten zu einem Gesamtbild zusammen und antwortet  konkret auf die Frage was der Mensch ist.

3) Geschlossene Gesellschaft

Wir bearbeiteten ein weiteres Arbeitsblatt und beschäftigten uns mit Handlungs- und Willensfreiheit. Die Handlungsfreiheit ist (in anderen Worten) die Möglichkeit etwas zu tun, während die Willensfreiheit freies Denken beschreibt.

Dann beantworteten wir die Frage, welche Freiheit wichtiger sei.

Argumente für die höhere Bedeutung der Handlungsfreiheit:               

Die Handlungsfreiheit ist wichtiger für das Leben. Außerdem ist sie die Voraussetzung für Willensfreiheit. Sie ist die wichtigere Freiheit, weil es komplette Willensfreiheit nicht geben kann, denn sonst müsste er jede Minute selbst nachdenken und sich entscheiden. Dafür gibt es die Institutionen, die den Menschen entlasten (indem sie das Verhalten leiten und zur Orientierung dienen; dt). Ein weiteres Argument für die These, dass es komplette Willensfreiheit nicht geben kann, ist dass der Verstand Grenzen hat. Der blinde Fleck zeigt die Grenzen auf: Ich kann nicht gleichzeitig darüber nachdenken wie ich gerade über mich nachdenke. Darüber hinaus hat der Mensch nur eine beschränkte (die innere) Wahrnehmung. Zudem ist die Willensfreiheit keine „wirkliche Freiheit“, weil das Denken immer durch äußere Umstände beeinflusst wird und die Willensfreiheit somit immer eingeschränkt ist (der Mensch kann nicht darüber entscheiden worüber er nachdenkt; dt).

Argumente für die Position, dass Willensfreiheit wichtiger ist:

Sie ist die größere Freiheit, da bei der Handlungsfreiheit Faktoren vorgegeben sind zwischen denen der Mensch wählen muss. Außerdem ist sie wichtiger für die Gesellschaft, denn ohne sie gäbe es keinen Fortschritt. Es ist wichtiger Willensfreiheit zu haben, denn Handlungsfreiheit kann auch manchmal eingeschränkt sein, wenn der vorgegebene Faktor, den ich wählen muss zu moralischem Handeln führt.

Dabei kamen wir auf Sartre zu sprechen. Der Philosoph Sartre ist der Meinung, dass wir zur Freiheit verdammt sind. Die einzige Einschränkung dabei sei nur, dass wir uns nicht gegen diese Freiheit wehren könnten.

Das Problem bei der Beantwortung der Frage ist jedoch, dass die beiden Freiheiten zusammenhängen. (Wenn ich keine Handlungsfreiheit habe, kann ich nur eingeschränkt denken, da ich sowieso nicht zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten/ Faktoren wählen kann. Wenn ich nicht frei denken kann und keinen freien Wille habe, kann ich nicht nach meinem Willen handeln. dt)

Danach beschäftigten wir uns mit dem Text „Geschlossene Gesellschaft“ (auf dem Arbeitsblatt). Dabei beantworteten wir die Frage, was ein Determinist und Interdeterminist ist.

Ein Determinist ist eine Person, die davon überzeugt ist, dass der Mensch keinen freien Willen hat, weil alles durch äußere Umstände (Vorbedingungen; dt) bestimmt wird. Ein Interdeterminist ist genau der gegensätzlichen Überzeugung: der Mensch hat freien Willen (weil alles was passiert auch hätte anders eintreten können; dt). Determinismus heißt also, dass A immer zu B  führt (A–>B). Beim Interdeterminismus kann A zu B oder zu C führen  (A–> B/C) (oder zu E oder F; dt).

Ein Beispiel gegen die Auffassung des Determinismus ist, dass nicht jeder der eine schlimme Kindheit hatte, kriminell wird.

Zuletzt blieb die Frage inwieweit der Staat eingreifen darf um unsere Freiheit zu schützen und die Frage was überhaupt gut für das Individuum ist, (denn Individuum und Gesellschaft sind nur schwer zu vereinbaren; dt), weitestgehend offen.

 

Hier der Anhang (hat leider nicht anders funktioniert)

Anhang

Differenzen

Tier

Mensch

Morphologie (äußere Gestalt)

Angepasstheiten, Spezialisiertheiten, hohe Entwicklung (im biologischen Sinne)

Durch äußere Mängel bestimmt, unterentwickelt

z.B. Fehlen des Haarkleids für Witterungsschutz

Instinkte

Zum Überleben geeignete  natürliche Instinkte

Mangel an Instinkten

à lebensgefährlich

Kleinkindalter

Relativ schnell emanzipiert

Lange Schutzbedürftigkeit

Gang

Mit allen Füßen, keine Hände frei

Aufgerichtet mit freigelegten Händen

Feststellung

Festgestellt

Handlungswesen;

Noch nicht eindeutig festgestellt (definiert)

Institutionen

Organisiert z.B. Rudel, Bienen

Orientierung, auf Institutionen angewiesen

Bsp.: Staat, Ehe, Polizei

Protokoll vom 21.02.2013

Kurs: Ethik Grundkurs, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: acht Schüler/innen, eine Lehrerin

Protokollant: J.A.

Gliederung:

  1. „Der tolle Mensch“ (Friedrich Nietzsche)
  2. Standbilder
  3. Sklaven- und Herrenmoral

1. Der tolle Mensch

Zu Beginn las uns Fr. Schütze den Text „Der tolle Mensch“ von Friedrich Nietzsche vor. Im Anschluss daran versuchten wir, den in Abschnitte unterteilten Text bzw. einzelne Zitate zu deuten:

Textabschnitt/Zitat Deutung
Z.1+2″… der am hellen Vormittag eine Laterne anzündete …“; „Ich suche Gott! Ich suche Gott!“ Paradox: zündet eine Laterne am Tag anMarkt: Versammlungsort der „Zeitgemäßen“Laterne: Aufmerksamkeit, Hilfe bei Suchenaiv: sucht etwas, das nie gefunden wurde
Z. 2-4″… welche nicht an Gott glaubten …“ Atheisten und Wissenschaftler seiner Zeit erkennen Zeichenhandlung nicht
Z. 4-6″… so schrien und lachten sie durcheinander.“ Spott: nehmen Metaphern wörtlich, verstehen den Sinn dahinter nicht
Z. 8-10″Wir haben ihn getötet …“ die Tat -Zerstörung der Lebensgrundlagen, Negation des bisherigen Weltbilds
Z. 11-17″… unendliches Nichts „“ Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!“ Resultat -Verlust der Orientierung–> NIHILISMUS: Abwesenheit eines Wertmaßstabs für das Handeln, Tötung Gottes –> Verlust Sinngebungsinstanzen und Geborgenheit, macht Angst
Z. 17-20″ Wie trösten wir uns…““ Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen?“ Konsequenzen -Frage nach Gottersatz, Verantwortung des Fortlaufs liegt beim Mensch, alte Werte werden durch neue ersetzt
Z. 20-22″Müssen wir nicht selbst zu Göttern werden ..“ Fazit -Neubeginn, Leben muss selbst in die Hand genommen werden, man soll sich nicht übergeordneten Instanzen unterwerfen
Z. 25-34″Ich bin noch nicht an der Zeit“ Resignation -es wird noch lange dauern, bis die Menschen ihre Tat erkennen

2. Standbilder

Im Folgenden teilten wir uns in zwei Gruppen auf und überlegten uns Standbilder zu selbst ausgewählten Zitaten aus Nietzsches Text. Anschließend stellten wir uns diese gegenseitig vor.

3. Sklaven- und Herrenmoral

Danach bearbeiteten wir in Partnerarbeit zwei weitere Texte von Nietzsche, zum Einen die „Vision vom Übermenschen“, und zum Anderen den „Ursprung der Moral.

Die Vision vom Übermenschen:

  • moderner Mensch als `Übergangserscheinung` vom Tier zum Übermenschen: hält sich selbst in einem moralischen Käfig
  • Sinn der menschlichen Existenz -> Weiterentwicklung (wird durch religiöse Abhängigkeit behindert); Mensch muss sein Leben selbst in die Hand nehmen, Übermensch sei in der Lage, ohne Moral zu leben

Der Ursprung der Moral:

  • früher: führende Schicht als `gut`, darunterliegende/beherrschte Schicht als `schlecht`
  • durch geschichtliche Entwicklung -> „Sklavenaufstand der Moral“, Werte werden umgewertet

 

 

Bild

 

 

 
 

 

 

 

Protokoll 16.01.2013

Gymnasium Gerabronn, K2, Ethik Grundkurs
Anwesend waren acht Schüler und ein Lehrer.

Protokollant: P.F.

Thematik: Vernunft und Religion

Es wurde der Artikel „Vernunft und Glaube“ von Christian Trapp aus der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ bearbeitet.
(http://www.spektrum.de/alias/pdf/sdw-12-01-s056-pdf/1135842?file)
Als Hilfe wurde das Methodenblatt „Lesemethode PQ4R“ verwendet.

  1. Überfliegen des Textes, Überblick gewinnen
  1. Aufschreiben von Fragen zu den einzelnen Sinnabschnitten
Fragen der Schüler an den Text(Textabschnitt, in dem man die Antwort findet) Textabschnitte
  • Wie reagiert die Kirche auf wissenschaftliche Beweise (2/3)
(1) Einleitung, Was ist Glaube, was ist Vernunft?
  • Glaube UND Wissenschaft, geht das? Falls ja, wie? (3)
(2) Wiedersprüche von Glauben und Wissenschaft
  • Ist die Evolutionstheorie unbewiesen? (-)
(3) Bibeltext vs. Wissenschaft
  • Inwiefern sind Glaube und Wissenschaft konträr? (3/5/6)
(4) Allmächtiger Gott
  • Gibt es Beweise, dass Gott existiert? (6)
(5) Problem der Wirtschaftlichkeit
(6) Theologien und Philosophie
(7) Vernunft ist dem Glauben immanent
      1. Intensive Textlektüre mit dem Ziel, die Fragen zu beantworten.Dazu wurden am Ende der Stunde Abschnitte des Textes kurz mündlich zusammengefasst.

Protokoll 09.01.2013

Kurs: Ethik Grundkurs K2 Gymnasium Gerabronn

Anwesend: 9 Schüler, 1 Lehrer

Protokollant: K.S.

Überblick:

  1. Organisatorisches
  2. Elfchen
  3. Funktionen von Religionen
  4. Theismus- Atheismus
  5. Die Wette mit Gott

 

1. Organisatorisches

Alle Beiträge, Protokolle und Kommentare müssen bis 19.01 um 12Uhr!!! für die Bewertung online gestellt werden!!!

 

2. Elfchen, zum Thema Glauben und Religion

Liebe
Gemeinschaft leben
sich führen lassen
Vertrauen zu Gott aufbauen
Zusammengehörigkeit

Glaube
Wer glaubt
der wird selig
und ein besserer Mensch
wirklich?

Glaube
an Gott
gibt Menschen halt
besonders in schweren Lebenslagen
Unterstützung

Religion,
ist Glaube,
Glaube an Fremdes,
oder alles nur Aberglaube?!
Unwissenheit

Religion
Wer glaubt?
Viele glauben daran
Kann glauben oder nicht
Entscheidung

Glaube
etwas zuzulassen
was nicht wissenschaftlich
beweisbar ist, aber da,
Hilft

Nachdenken
Angst Aussichtslosigkeit
Hoffnung Glaube Vertrauen
Unterschiede Fragen Zweifel Verwirrung
Suche

Glauben
des Einzelnen
eine individuelle Form
Lebensfragen beantworten zu können
Entscheidung

Glaube
Ich glaube…
Was ist das?
Eine ganz persönlicher Lebensbegleiter
– ewiglich

 

3. Funktion der Religion

Blatt à Religionen im 21. Jahrhundert – Dimensionen und Funktionen

 

4. Theismus – Atheismus

Theismus Atheismus
Einstellung Theismus- Schöpfer der Welt erschaffen hat handelt jetzt nochDeismus- Gott ist der Schöpfer greift aber nicht mehr in die Welt ein Wirklichkeit nur aus Materie und EnergieLeben ist aus Reihe von Zufällen entstandenàkein göttliches Wesen
Argumente – Es gibt Dinge die man nicht anders erklären kann- Ordnung in der Welt nicht durch Zufall entstanden – Evolutionsbelege- Gott nicht beweisbar
Zukunftsaussicht OptimismusJenseits:-Verantwortung tragen für Leben auf der Erde.- auch von Gott regiert

Gottà Geburtà Existenzà Todà Transformation

 

Pessimismus- Nach dem Tod kein Leben und der Kosmos geht unter.- Leben jetzt hat keine Konsequenz auf mein Leben nach dem Tod 
Ethische Richtlinien àVon Gott gegebenz.B. Christentum (10 Gebote)Meine Aussichten nach dem Tod verbessern àPhilosophenz.B. Kant, SokratesVernunft, Gewissen, Allgemeinwohl

 

 

5. Die Wette mit Gott

Gott existiert Gott existiert nicht
Mensch glaubt Ewiges Leben Hoffnung des Glaubens
Mensch glaubt nicht Ewige Verdammnis Kurzes Leben

–> Nur Vorteile wenn ich an Gott glaube

ABER: Schlechte Motivation aus Eigennutz zu glauben

Protokoll vom 14.11.12

Kurs: Ethik Grundkurs K2 Gymnasium Gerabronn

Awesende: 9 Schüler, 1 Lehrerin, 1 Referendar

Thema: Recht und Gerechtigkeit

Gliederung:

  • Strafzwecktheorien
  • Urteile und Strafe
  • der Staat als Henker

1.) Strafzwecktheorien

Zu Beginn beendeten wir die Gruppenarbeit der letzten Stunde zu den Strafzwecktheorien und verglichen die erstellten Plakate. Wir stellten fest, dass hier in Deutschland eine Mischung aus allen angewendet wird, um die jeweils negativen Aspekte aufzuwiegen. Desweiteren machten wir uns Gedanken, welche Strafzwecktheorien auf das Fallbeispiel der letzten Woche zutreffen (Fallbeispiel: Ameneh Barahmi). Wir fanden sowohl relative bzw. generalpräventive („… damit so etwas nie wieder einem anderen Mädchen zustößt.“) als auch absolute („so ist das Gesetz der Vergeltung.“) Ansätze. Zu einem Täter-Opfer-Ausgleich kam es aber nicht, da zwischen ihnen keine Begegnung stattfand.

2.) Urteile und Strafe

Wir sahen uns ein Video zu verschieden Strafen im Laufe der Geschichte an und sollten uns überlegen, welche Bestrafungen als absolut und welche als relativ zu bezeichnen sind. Wir kamen zu folgendem Schluss (einige Strafen wurden bei beiden eingeteilt):

relativ:

  • Pranger im Mittelalter (Abschreckung)
  • Spiegelstrafe aus der Antike und dem Mittelalter (Abschreckung)
  • Freiheitsstrafe/Gefängnis (Resozialisation)
  • Kreuzigung in der römischen Antike (Abschreckung)
  • Todesstrafe heute (generalpräventiv)
  • Kahlscheren von Frauen nach dem 2. Weltkrieg (Abschreckung, Warnung)
  • Guillotine/Enthauptung (generalpräventiv)
  • Gefängis/Freiheitsstrafe (generalpräventiv, Warnung)

absolut:

  • Codex Hamurapi aus dem 18. Jh. v. Chr. (gleiche Vergeltung)
  • Spiegelstrafen aus der Antike und dem Mittelalter (gleiche Vergeltung)
  • Zwölftafelgesetz (beschränkt das Strafmaß)
  • Todesstrafe (Vergeltung der Schwere der Schuld)
  • Kahlscheren von Frauen nach dem 2. Weltkrieg (Vergeltung)
  • Guillotine/Enthauptung (Vergeltung)
  • Gefängnis/Freiheitsstrafe (Vergeltung)

3.) Der Staat als Henker

Im letzten Teil der Doppelstunde sollten wir aus einem Zeitungsartikel („Der Staat als Henker“, ZEIT 2/07) Argumente für und gegen die Todesstrafe herausarbeiten und uns selbst welche überlegen. Der Artikel handelte vor allem von dem Fall Saddam Husseins. Im Folgenden teilten wir uns in zwei Gruppen (Pro und Contra Todesstrafe) und diskutierten im Plenum, ob und inwiefern die Todesstrafe sinnvoll ist. Die genannten Argumente lauteten wie folgt:

 

Pro Todesstrafe Contra Todesstrafe
– Vergeltung für schwere der Tat

– Bestimmung über anderes Menschenleben

– Zurechnungsfähigkeit/Selbstkontrolle vorrausgesetzt

– ausgleichende Gerechtigkeit

– Abschreckung

– Recht auf Leben verspielt

– Schutz der Gesellschaft

– Nachdenken bei Anhängern erzwingen

– höhere Prävention/Keine Wiederholungstäter

– Recht auf würdigen Prozess

– Staat stellt sich auf die selbe Stufe wie Täter

– irreversibel

– keine Resozialisation

– keine Buße

– Zweifel an Schuld/Bestrafung von Unschuldigen

– Legitimierung von Gewalt durch den Staat (Teufelskreis)

– Menschenwürde/Gleichheit

– 2. Chance

– längeres Leiden

– Kostenfaktor Todesstrafe höher

 

 

Protokoll (Gerechtigkeitstheorien) vom 26.9.2012

Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs

Sitzung: 26.09.2012, 7.45 Uhr – 9.20 Uhr

Anwesende: 9 Schüler/innen, 1 Lehrerin, 1 Referendar

Thema: Recht und Gerechtigkeit

Protokollant: S.V. (28.09.2012)

Ablauf der Doppelstunde:

Die Doppelstunde begannen wir mit dem Ultimatum-Spiel. Nach unserer Deutung der verschiedenen Ergebnisse dieses Spiels, hörten wir uns eine Radiosendung zum Thema „Gerechtigkeit im Wandel der Zeit“ an und hielten die Gerechtigkeitsvorstellungen einiger Philosophen auf einem Arbeitsblatt die Gerechtigkeitstheorien anhand einer Tabelle fest. Zum Schluss suchten wir zu dem Film Balance andere Handlungsmöglichkeiten, die gerecht sind und spielten sie uns gegenseitig vor.

Zum Ultimatum-Spiel:

Spielregeln: Ziel ist es, 1000€ gerecht untereinander aufzuteilen. Person A darf entscheiden, wie viel Person B bekommt. Person B darf dem Vorschlag zustimmen oder ablehnen. Wenn B ablehnt, bekommen beide nichts. Wenn B zustimmt, bekommen beide den vereinbarten Betrag. Person C beobachtet und protokolliert. In jeder Spielrunde werden die Rollen gewechselt.

ERGEBNIS   nach 10 Spielrunden Person A (Summe) Person B (Summe)
Gruppe 1 4.160 € 2.840 €
Gruppe 2 2.405 € 2.595 €
Gruppe 3 2.950 € 4.050 €

→ Die Unterschiede entstanden durch

  • Unzufriedenheiten
  • eigene Vorteile
  • Ausprobieren verschiedener Varianten.

Radiosendung „Gerechtigkeit im Wandel der Zeit“ (15 Minuten):

( → http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/gerechtigkeit-wandel-philosophie100.html )

→       Spieltheorie: Forschung des Entscheidungsverhaltens von Menschen besagt, dass die meisten Menschen Angebote bei mehr als 30% Verlust ablehnen, beim Ultiamtum-Spiel also auf bis zu 300€ verzichten  würden.

Während dieser Sendung füllten wir u.a. das Arbeitsblatt zu Rousseau aus:

→  http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/ethik-und-philosophie/gerechtigkeit-wandel-philosophie-einsatz-im-unterricht100.html

Gerechtigkeitstheorien:

Freiheit = Liberalismus (hier: Antike) Gleichheit = Egalismus (hier: Neuzeit)
Aristoteles:„Eine Gerechtigkeit so wunderbar schön (…).“

  • Verteilung der Privilegien im Staat

(Zoon politikon)

  • Gerechtigkeit als gesellschaftliche Funktion, höchste und vorzüglichste Tugend
  • zentrales Element der Gerechtigkeit ist die Gleichheit
    • vor Gericht sind alle gleich
    • im Staat nach Leistung
Rousseau:„Durch die gänzliche Selbsthingabe jedes Gesellschaftsgliedes mit allen seinen Rechten an die Gesamtheit ist das Verhältnis für alle gleich.“

  • Gesetze, Gewaltmonopol des Staates

         (volonté generale)

  • Idee des Gemeinwillens bildet demokrat. Grundlage des Staates
  • alle Bürger unterstellen ihren Willen dem Gemeinwillen

→ keine Einzelgewalt mehr

→ Bindung aller an Gesetze

→ jeder unterwirft sich der Gemeinschaft

alle sind gleich = wahre Freiheit

Platon:„Jedem das Seine.“

  • Ursprung der Gerechtigkeit liegt in der Seele des Menschen
  • insgesamt gibt es 3 Seelenteile (s. Link)
Hobbes:„Der Mensch ist des Menschen Wolf.“

  • Leviathan
  • Krieg aller gegen alle
  • institutionelle Gerechtigkeit
  • Ziel: Schutz der Menschen voreinander und Umsetzung der Aufklärungsgedanken

→ Zusammenfassung der antiken Philosophie als 3 Grundsätze:

  1. Lebe ehrenhaft. (honeste vive)
  2. Tue niemandem Unrecht. (neminem laede)
  3. Gib jedem das Seine. (suum cuique tribul)
Kant:„Recht ist der Inbegriff der Bedingungen, unter denen man die Willkür der einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinem Gesetz der Freiheit zusammen vereinigt werden kann.“

  • kategorischer Rechtsimperativ: „Handle äußerlich so, dass der freie Gebrauch deiner Willkür mit der Freiheit von jedermann nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen könne.“

Unsere Handlungsmöglichkeiten zum Film BALANCE:

( → http://www.youtube.com/watch?v=3vpmuMHor6Q )

Gruppe 1:  nach Rousseau → Mensch ist gut und friedlich

Die Kiste wird geangelt und daraufhin balancieren alle das Gleichgewicht aus. Derjenige, der die Kiste geangelt hat, schiebt diese in die Mitte und wieder halten alle anderen das Gleichgewicht. Dann gehen alle gemeinsam und Schritt für Schritt zu der Kiste, sodass sie alle begutachten können.

Gruppe 2:  nach Hobbes → Mensch ist böse und egoistisch

Nach dem Angeln der Kiste möchte jeder diese für sich haben und sie streiten alle miteinander. Ein „Bestimmer“ wirft dann die Kiste weg, sodass alle leer ausgehen.

Möglichkeit 3:  nach Rousseau

Gerechtigkeit bedeutet Gleichheit und deshalb bekommt jeder der 5 Figuren eine Kiste für sich durch den Staat.

→ In diesem Fall ist es jedoch sehr schwierig aus einer Musikbox fünf zu machen!