Glaube, Logik und das fliegende Spaghettimonster

Liebe Freunde der Weisheit,

In einer Zeitschrift stieß ich vor einigen Tagen auf dieses verwirrende Schild (damit ist das unterste gemeint)

                                                       http://www.schleckysilberstein.com/wp-content/uploads/2014/11/pastafariannudelmesse.jpg

Schnell das Smartphone gezückt & FSM gegooglet – schon habe ich herausgefunden, dass diese seltsame Gemeinschaft des ‚Fliegenden Spaghetti-Monsters‘ in die Reihe von Christentum, Islam und Buddhismus gehört, sie ist eine anerkannte Religion – naja, zumindest in den USA.
Auch wenn ich im Anschluss nicht zur Nudelmesse gegangen bin, so lässt mich diese (wie ich gelesen habe ‚Religionsparodie‘) nicht mehr los. Ich finde beim Lesen einiger Artikel heraus, dass der Gründer von FSM ein Gegner jeglicher Form spiritueller Strömungen ist. Zwar geht es ihm hauptsächlich darum, eine Intervention dieser Gemeinschaften in unserem Alltag zu verhindern bzw. ins Lächerliche zu ziehen (hier könnt ich euch selbst schlau lesen (-> http://www.pastafari.eu/ ) und auch Toleranz zu fördern. Jedoch hat mich persönlich ein Standpunkt, den Bobby Henderson, Gründer von FSM & überzeugter Atheist vertritt viel mehr beschäftigt. Er glaubt, dass in einer Welt voll Wissenschaft und Logik Religion und Glaube keinen Platz mehr haben – es seien verkommen Überbleibsel der Geschichte, die Fortschritt und Technik schaden.

Aber ist dies tatsächlich nicht miteinander vereinbar? Religion und Wissenschaft? Gibt es in unserer aufgeklärten Welt überhaupt noch einen Grund, an die Existenz eines höheren Wesens zu glauben, einen logischen Grund, daran zu glauben?

Früher war die Rollenverteilung hier recht klar – Religion war der Chef, die Naturwissenschaften hatten zu gehorchen. Zu Zeiten Gailieos kontrollierte die Kirche die Wissenschaft. Die Erde ist nunmal das Zentrum des Universums. Punkt. Wer dagegen war wurde ‚geläutert‘ oder einfach gleich verbrannt -recht unkompliziert, doch würde dies bis heute so laufen würden wir immernoch in einer unschönen Welt ohne elektrischen Strom oder Fastfood, zwischen Pferdekot und Pflastersteinen leben.
Diesem (Alb)traum kam jedoch etwas dazwischen, dass sich da ‚Aufklärung‘ nennt. Die, die im Deutschunterricht aufgepasst haben werden sich sicher daran erinnern – die Aufklärung rechnete mit allem ab, was Technik, Rationalismus und Wissenschaft Jahrhunderte lang unterdrückt hat. Damals gab es zwar noch lange ein Art Koexistenz von Kirche und Wissenschaft, doch wurde dieser Kampf doch von Runde zu Runde eher zu Gunsten der zweiteren Entschieden.
Heute? Heute gilt es doch eher als irgendetwas zwischen naiv und romantisch noch an einen ‚Gott‘ zu Glauben. Zu Zeiten des Fliegenden Spaghettimonsters ist Atheismus wohl im Trend, was auch recht nahe liegt – schließlich scheint er (zusammen mit dem Agnostizismus) die rationalste aller Weltanschauungen sein. 1:0, K.O. in Runde 7? Es scheint so, denn auf viele Fragen finden Religionen aus heutiger Sicht nur unzureichende Antworten.
(Wo kommen wir her, Wer sind wir, Wo gehen wir hin? Hinzu kommen die beliebten Klassiker wie ‚Leid auf der Welt‘ oder das Dilemma, in dem ein allmächtiger Gott einen Stein schaffen soll, den er selbst nicht heben kann – denkt mal drüber nach)

Immerhin -so muss man sagen- finden sie welche. Unzählige Male habe ich schon Diskussionen zwischen Atheisten & Theisten, Agnostikern und was es sonst noch alles gibt mit erlebt, und möchte tatsächlich nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Was jedoch auffällt ist, dass es bei jeder Streitfrage zwei Antworten gibt, die unauflösbar nebeneinander stehen – gibt es einen allmächtigen Gott, so sind alle Antworten irgendwie möglich. Gibt es ihn nicht haben wir keine Antworten auf diese Fragen.
Das Problem dabei ist, niemand kann beweisen, dass es Gott gibt – aber eben auch nicht, dass es keinen gibt. Und so kann bei jeder erdenklichen Frage bspw. argumentiert werden ‚Ihr Naturwissenschaftler könnt zwar erklären, wie es funktioniert – aber nicht, wer dahinter steht‘.

Dieses Prinzip greift bei jeglichen Themen – die Naturwissenschaft erklärt uns die Welt mit Modellen, gibt aber keine Antwort darauf, woher alles kommt, wer wir sind und wohin wir gehen. So kann man hinter jeder Erklärung eine höhere Existenz vermuten, die das ganze erschaffen hat, als Beispiel wäre hier die Evolutionstheorie in Verbindung mit Intelligent Design (-> http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design) zu nennen. Dafür sind Sparten verantwortlich wie Religion. Nach wie vor stehen wir also vor dem Dilemma, dass man ein höheres Wesen, an das wir glauben können weder beweisen noch widerlegen kann.
Der Glaube hat sich anscheinend in die 15. Runde gerettet, wo nun jedes Individuum, jeder persönlich als Punkterichter entscheiden muss, ober er an ‚Gott‘ glaubt oder das für zu unwahrscheinlich hält.

Ein intelligenter Mensch namens Blaise Pascal hat dazu eine ausgeklügelte Entscheidungshilfe entworfen, die Pascalsche Wette:

File:Blaise pascal.jpg

Hier ein paar einleitende Sätze von dem guten Herren, der zur selben Ansicht gelangt ist wie wir – Gott kann weder widerlegt noch bewiesen werden.

„Ihr sagt also, daß wir unfähig sind zu erkennen, ob es einen Gott giebt. Indessen es ist gewiß, daß Gott ist oder daß er nicht ist, es giebt kein Drittes. Aber nach welcher Seite werden wir uns neigen? Die Vernunft, sagt ihr, kann aber nichts entscheiden. Es ist ein unendliches Chaos, das zwischen uns liegt und wir spielen hier ein Spiel in dieser unendlichen Entfernung von einander, wo Kopf oder Wappen fallen wird. Was wollt ihr wetten?“

Was klar ist – jeder muss sich entscheiden. Das bedeutet aber auch, dass wenn ich mich mein Leben lang nicht mit dem Glauben beschäftige, mich ebenso gegen Gott entscheiden könnte. Salopp gesagt: Der Agnostiker UND der Atheist landen in der Hölle.

Mit Hilfe einfacher Mathematik zeigt uns Blaise Pascal nun, was sich denn nun mehr ‚rentiert‘ – Glaube oder ‚Unglaube‘:

Nehmen wir an, ich glaube an Gott & er existiert – Basha, Hauptgewinn, ich bin nach dem Tod glücklich bis in alle Ewigkeit

Nehmen wir an, ich glaube an Gott & er existiert nicht – Nicht verloren. Schließlich bin ich dann nach dem Tod schlichtweg tod & kann meine                                                                                                                       Entscheidung nicht mehr bereuen. Mehr noch gewinne ich sogar ein bisschen, da ich meinem                                                                                                        Leben damit Sinn verliehen habe.

Nehmen wir an, ich glaube nicht an Gott & er existiert – Verkackt. Ich lande in der Hölle und kann mich in aller Ewigkeit ärgern, die falsche                                                                                                                           Entscheidung getroffen zu haben. Außerdem soll’s ja auch ziemlich heiß sein da unten

Nehmen wir an, ich glaube nicht an Gott & er existiert nicht – Wie oben habe ich nichts verloren. Aber eben auch nichts gewonnen, schließlich bin ich                                                                                                                    nach dem Tod.. tod

Gott existiert (G) Gott existiert nicht (~G)
Glaube an Gott (Gl) +∞ (Himmel) 0
Kein Glaube an Gott (~Gl) -∞ (Hölle) 0

Die Tabelle verdeutlicht die ‚Spielchancen‘. Laut Pascal kann ich mit dem Glauben nur gewinnen, ohne Glauben jedoch nur verlieren. Klingt zunächst einleuchtend, oder? Es würde sich also in jedem Fall lohnen, sein Leben dem Spirituellen zu widmen, schließlich kann ich ja nichts verlieren. Das hier wäre tatsächlich ein logischen Grund – auch im aufgeklärten Zeitalter noch – zu glauben.

So einfach ist es jedoch nicht, hat der gute Herr Pascal dabei doch auch einiges übersehen. Zunächst einmal geht er von einer Wahrscheinlichkeit von 50:50 aus, was viele Kritiker bemängeln, so sind bspw. Erzählungen aus der Bibel weitaus unwahrscheinlicher und unsicherer als naturwissenschaftliche Funde. Darüber kann man jedoch noch hinwegsehen, kann man doch die Bibel wie oben beschrieben an logische Erkenntnisse angleichen, wie bei Intelligent Design. Was kritisch ist, ist jedoch vielmehr seine Annahme, es gäbe entweder einen Gott, der Glauben belohnt oder keinen Gott & somit keine Belohnung.
Jedoch gibt es noch um ein vielfaches mehr Szenarien –

  • Es gibt einen Gott, der nur den Glauben an seine Religion belohnt – die Möglichkeiten vervielfachen sich mit der Zahl der Religionen. Soll ich also Christ, Buddhist werden oder gar an das fliegende Spaghettimonster glauben?
  • Es gibt einen Gott, der alle Menschen belohnt, egal, ob sie glauben
  • Es gibt einen Gott, der niemanden belohnt
  • Es gibt einen Gott, der den Glauben an ihn bestraft und rationalen Agnostizismus belohnt. Dann müsste man die Wette komplett umgekehrt betrachten – es kann nur der Agnostiker gewinnen.

Im Zsammenhang dessen spricht gegen Pascals Wette auch, dass Glaube sehr wohl etwas kostet (man also ohne die Existenz eines Gottes etwas verliert) – sei es Zeit auf der Erde, Selbstbestimmung, Freiheit oder gar Geld. Im Christentum existiert gar der Vers

„Wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir bemitleidenswerter als alle Menschen.“

Hier hält Pascal entgegen, dass der Wert des Gewinnes im Vergleich zum Einsatz die ‚Wette‘ trotzdem profitabel macht. Dabei übersieht er jedoch, dass es nunmal nur eine Chance gibt, keinen ‚langfristigen Gewinn‘.

Was meiner Meinung an diesen ganzen Berechnungen wenig Sinn ergibt ist jedoch die Tatsache, dass ein so auf Profit ausgelegter und ausgerechnter Glaube nicht im Sinne eines Gottes sein muss/kann.
Schließlich bedeutet Glaube ja, die Existenz zu Gott bedingungslos und ohne jeden Zweifel anzunehmen, aus emotionaler Verbundenheit. Einem Menschen, der Pascals Überlegungen anstellt ist dies jedoch nicht möglich, da er schon als Prämisse eine hypothetische Nichtexistenz vorraussetzt. Einem kalkulierenden und spekulierenden Menschen, der ohne Einbuße in der Qualität des irdischen Lebens glaubt, dem würde ‚Gott‘ außderdem wohl keine Belohnung für seinen Glauben schenken. Stichwort ‚Rechenreligion‘ (schöner Neologismus, oder?)

Damit ist mein Standpunkt gesetzt. Auch ein scharfsinniger Mensch wie Blaise Pascal kann dem Glauben seinen Charakter nicht nehmen – der Sinn des Glaubens ist eben zu glauben und nicht logisch zu begründen oder zu wissen (ganz im Gegensatz zur Naturwissenschaft).
Deren Spektrum ist jedoch beschränkt auf die Erklärung der Welt, nicht auf ihren Hintergrund – auch wenn einige Evolutionisten bspw. das noch nicht ganz verstanden haben.

Für ein Lebenskonzept taugen Technik und Wissen also auf der einen Seite nicht viel, zumindest wenn dieses über den Tellerrand hinausgehen soll – die Naturwissenschaft ist frei von Werten! Was und wie man zu welchem Zweck handeln soll – dazu brauchen wir auf der anderen Seite den Glauben, oder mindestens ein Weltbild.
Und anscheinend verlangt der homo sapiens nach etwas dieser Art! Zu sehen ist das an zunehmender Beliebtheit esoterischer Bücher oder auch am einfachen Beispiel vom Atheist im abstürzenden Flugzeug, der sich laut Meinung vieler Menschen noch bekehrt, wenn es ums nackte Überleben geht.

Ja, es liegt meiner Meinung nach in unserer Natur an irgendetwas zu ‚glauben‘, nicht alles logisch begründen und wissen zu können. Eine rationale Erklärung, weshalb man an einen Gott Glauben sollte gibt es also nicht.
Sie wäre auch Blödsinn, sonst würden wir – wie Pascal- den Glauben in die Logik ‚packen‘, er würde seinen Charakter verlieren und seinen Zweck letztendlich nicht erfüllen.

Glaube muss etwas ‚Unverständliches‘ bleiben.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Stehen sich Religion und Naturwissenschaft im Weg oder gibt es vllt doch eine rationale Begründung, weshalb man an ‚Gott‘ glauben sollte?
Lasst es mich wissen!

Ist die Freundschaft heute nur noch Ausdruck unseres Egoismus?

In unserer heutigen Leistungs- und Luxusgesellschaft, bestehend aus Individualisten, ist der Wert einer wahren Freundschaft immer mehr herab gesetzt worden. Heute leben wir für Geld und Status. Dabei lassen wir uns von nichts ablenken und verschieben unwichtige Dinge, wie zum Beispiel zwischenmenschliche Beziehungen auf soziale Netzwerke wie Facebook. Im Zusammenhang mit meinen Vorbereitungen auf das Abitur in Ethik habe ich mir darüber Gedanken gemacht wie selten heute noch richtig echte Freundschaften vorkommen. Ich war bei der Vorstellung betrübt, dass es wohl so eine Art aussterbendes Gut ist. Hat dieser Verlust Auswirkungen auf unsere Gesellschaft? Aristoteles schrieb einst über den Wert und die Tugend der Freundschaft.
Nach der Definition, wie er sie in seinen Abhandlungen verwendet, ist die Tugend „die Einheit von Wissen um das sittlich Gute und der Bereitschaft und Tatkraft, dieses zu verwirklichen“. Dem zu folge muss man zuerst, um auf diese Frage nach dem Verlust eine Antwort zu bekommen, darüber nachdenken, ob die Freundschaft überhaupt einen sittlichen Wert hat.
Welche Motivationen bringen uns dazu eine Freundschaft einzugehen?
Aristoteles hat diese in drei Motivationsarten von Freundschaft Unterteilt: Entweder aus Nutzen für sich sebst, aus Lust oder der Tugend.
Mir scheint es, dass wir uns in unserer Zeit immer mehr In Richtung der Nutzen- und Lustfreundschaften bewegen.
Die eine beschreibt die Freundschaft aus Gründen des Nutzens für sich selbst, die andere aus Gründen der Lust.
Heutzutage geht es vielen In einer Freundschaft nicht mehr um die Person wegen der Person selbst, sondern um den Nutzen, den sie mit sich bringt.
Es geht um die Lustbefriedigung, die sie zu versprechen scheint. Man hat heute viel mehr „Freunde“ als früher, da man austauschbar ist und nur um des gegenseitigen Nutzens Willen einander eine Fassade der Freundschaft vorspieltt. Oft ist es der Spaß und die Kurzweil, die uns dazu führen eine Freunschaft einzugehen. Man möchte unterhalten werden und Sich vergnügen, ganz nach dem, schon wieder aus dem Trend gekommenen, Motto „yolo“, was soviel heißt wie „Du lebst nur einmal!“, also ist es ja egal wie eng und tief die Freundschaft ist, hauptsache man hat Spaß und hauptsache sie hat kurzzeitig Erwartungen und Wünsche erfüllt. Freundschaft ist zu einer oberflächlichen Fassade aus Masken geworden, die dafür gut ist das eigene Ego und den Trieb zu befriedigen. Die wahre, tugendhafte, tiefe Freundschaft ist aus unseren Kreisen weitgehend verschwunden. Kaum einer kann heute noch von sich behaupten gegenüber einer Person echtes Vertrauen zu haben, selbstlos handeln zu können, einander zu nutzen und zu unterstützen und nicht den geringsten Grund Zu haben misstrauisch zu sein.
Nach diesem Ideal sehnen sich heute viele und auch viele können diesen Verlust an sich selbst feststellen. Ich frage mich wie diese Entwicklumg zusatande kommen konnte. Warum haben wir dieses kostbare Gut weitestgehend aus unserer Mitte verbannt? – Weil wir heute mehr denn je von unserem Ego getrieben werden, das von der Anonymität in der Gesellschaft unterstützt und von unserem Drang nach Individualität verstärkt wird. Wir haben verlernt selbstlos zu handeln und immer mehr danach gestrebt das möglichst beste für sich selbst zu erreichen. Ich denke wir sollten uns wieder mehr auf unsere eigentlichen Werte, Normen und Tugenden wie zum Beispiel echte Freundschaft besinnen. Sie machen das Leben um so viel lebenswerter und auf Dauer füllen sie es mit mehr Lebensfreude und Zufriedenheit. Wir sollten wieder lernen in die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu infestieren und lernen das Wertvolle an Freundschaften wieder aufleben zu lassen.

Gerechtigkeit – Gibt es sie?

Im Alltag erwartet jeder Bürger gerecht behandelt zu werden. Jeder ist der Meinung das Gerechtigkeit der Normalität entspricht, sie ist selbstverständlich und immer da.

Ich selbst habe erst sehr wenig Lebenserfahrung sammeln können, doch mit der Erfahrung kommt die Erkenntnis der nichtexistierenden Gerechtigkeit, durch Dinge die man für andere tut, aber dafür nichts zurück bekommt bzw. sogar noch schlecht behandelt wird. Wenn man also mal ganz genau nachdenkt, wird man darauf kommen, dass in unserer Welt keine Gerechtigkeit existiert. Jeder strebt nach seinem eigenen Wohl und Glück ohne dabei Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen. Wir benutzen Menschen und die Umwelt und geben ihnen nichts zurück. Dabei ist Gerechtigkeit eines der Grundsätze und Bedürfnisse eines jeden Menschen. Doch wie kann es dann sein, dass diese nicht existiert, obwohl jeder sie sich wünscht? Wie wäre es wenn es Gerechtigkeit tatsächlich geben würde?

Zuerst sollten wir klären was Gerechtigkeit überhaupt bedeutet. Sie bezeichnet das ideale soziale Verhältnis zwischen Personen oder Gruppen, bei dem es unparteiisch und mit einem Augleich von Interessen, Gütern und Chancen zugeht. Ansich beginnt für mich Gerechtigkeit in alltäglichen Situationen, wenn es zB. um das aufteilen von Gütern oder Geld geht. Hier ist Gerechtigkeit natürlich möglich, wenn jeder den gleichen Anteil bekommt bzw. bezahlt. Allerdings ist dies der kleinste und unwichtigste Teil der Gerechtigkeit. Man versucht in solchen Situationen fast immer gerecht zu handeln, damit man selbst auch immer gerecht behandelt wird.

Doch Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch unserer Welt gleich behandelt wird, die gleichen Chancen besitzt und eines jeden Grundbedürfnisse gleich gedeckt sind. Außerdem sollten vergleichbare Leistungen der Menschen gleich belohnt und vergleichbare Sünden gleich bestraft werden. Doch schon hier sind wir bei der Erkenntnis angekommen, bei der wir realisieren, dass es auf dieser Welt keine Gerechtigkeit gibt. Denn es gibt Teile auf der Welt, wie auch bei uns, bei denen die Menschen zu viel Besitz an Lebensmittel haben, dass sie es sofort wegschmeißen sobald es kleine braune Flecken aufweist, aus dem ganz einfachen Grund, dass es ja sowieso genug gibt, eine rießen Auswahl haben und denen immer sauberes Wasser zur Verfügung steht. In anderen Teilen der Welt leiden Menschen an Hunger, sie trinken verschmutztes Wasser und haben nicht die Möglichkeit sich zu bilden, um aus ihrem Unglück zu entkommen. Was ist das für eine Gerechtigkeit?

Ich denke ein großer Grund für die nichtexistierende Gerechtigkeit ist der Aspekt, dass auch wenn sich jeder wünscht gerecht behandelt zu werden und meint auch selbst in Kauf zu nehmen andere Menschen immer gerecht zu behandeln, sie am allermeisten immer noch an sich selbst denken. Menschen sind von Natur aus egoistisch und befinden sich nach Thomas Hobbes im Naturzustand im Krieg aller gegen alle.

Schulnoten – ungerecht und überholt oder sinnvoll?

Bald sind auch schon wieder die Weihnachtsferien vorbei und der Schulstress holt einen ein. Viele Arbeiten werden noch geschrieben und viele werden wieder ausgegeben. Schnell ist es passiert – man hat eine schlechte Note.

Die meisten Schüler regen sich wahrscheinlich auf, vor allem wenn es um die mündlichen Noten geht. Sie seien ungerecht und subjektiv. Was ich auch teilweise bestätigen kann. Aber so sehr ich es verabscheue eine schlechte Note zu bekommen, finde ich trotzdem nicht, dass man sie in unserem Schulsystem abschaffen sollte. Des Weiteren wird häufig diskutiert, dass man auch das Sitzenbleiben abschaffen wolle, um das Schulleben eines Kindes nicht unnötig zu erschweren.

Viele Pädagogen meinen, dass Schulnoten nicht den Leistungen eines Schülers entspreche und man diese zusätzlich noch durch schummeln zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Außerdem gäbe es dadurch den Zwang zu lernen. Lernen würde nicht mehr auf freiwilliger Basis beruhen. Aber mal ehrlich, ohne den Stress und den Druck, würde doch kaum einer von uns lernen. Manchmal braucht man eben etwas Druck oder auch den Ansporn mal wieder eine bessere Note als der Nachbar zu schreiben, um wirklich den Hintern hoch zu kriegen, sich hinzusetzen und zu büffeln. Was das Sitzenbleiben betrifft, bin ich auch gegen dessen Abschaffung, da das Wiederholen einer Klasse einen Schüler ja nicht für ein Fehler bestrafen soll oder die schlechten Schüler aussortiert, sondern eine zweite Chance bietet, die einem sicher nicht unbedingt schadet. Meiner Meinung nach, ist auch eine schlechte Note keine Bestrafung, da sie einem auch nur zeigt, wie gut man gelernt hat – gut manchmal spiegeln sie nicht genau die Leistung wieder, aber ungefähr zeigt sie schon wie sehr wir uns angestrengt haben. Und denen, die sehr gerne und sehr oft abschreiben sei gesagt, dass ihnen das im späteren Leben auch nicht weiterhilft – im Gegenteil! Diese Menschen haben später oft kein Vertrauen in sich selbst, da sie das meiste nur mit fremder Hilfe geschafft haben – also ist das wirklich eine „gute Note“? Die, die dagegen auf ihr Können und aufs Lernen vertraut haben, können auch viel besser stolz auf die gleiche Note sein als ein permanenter Schummler. Es ist ja auch nicht so, dass jede Note über die Zukunft entscheidet. Bis zur Oberstufe ist es ja ohnehin nicht ganz so schlimm, wenn man mal die ein oder andere Arbeit verhaut.

Deutschland ist ja laut der PISA-Studie nicht unbedingt vorne auf, was die Leistungen der Schüler angeht, aber hier in Deutschland wehren sich die meisten Pädagogen dagegen, dass man den Leistungsdrill der führenden Länder wie bspw. China zum Vorbild nimmt. Finnland hingegen zeigt, dass es auch ohne geht, dafür aber mit Noten. Dort wird das Ganze durch Rundum-Betreuung positiv umgesetzt.

Ich denke, Noten sind wichtig für das spätere Leben – wenn auch nicht ganz fair (aber was ist schon gerecht im Leben?) -sowie auch in der Schulzeit. Es bereitet uns Schüler auf den Leistungsdruck der heutigen Gesellschaft vor mit deren wettbewerbsorientierten Wirtschaft. Es ist pädagogisch wertvoll den Schülern auch zu zeigen, dass einem nicht immer alles in den Schoß fällt und dass eine gewisse Anstrengung nötig ist. Außerdem ist es doch auch ein schönes Gefühl, wenn man fleißig gelernt hat und eine gute Note bekommt, auch wenn Noten natürlich nicht alles sind im Leben! Und was wäre Schule eigentlich ohne Noten? Das wäre doch nicht mehr Schule oder?

Verantwortung gegenüber Flüchtlingen?!

Eins der aktuellsten Probleme der deutschen Politik sind Flüchtlinge. Sie kommen aus verschiedenen Gründen oft religiöser oder politischer Natur. Aber meistens ist es Krieg, der die Menschen aus ihrer Heimat in ein anderes Land treibt.
Immer mehr Menschen kommen nach Europa und auch immer mehr nach Deutschland aufgrund aktueller Ereignisse wie der radikalen Verfolgung des IS.
Müssen wir als vernetzte Welt, wie die Globalisierung sie geschaffen hat, Flüchtlinge in unserem Land aufnehmen? Haben wir eine Verantwortung für diese Menschen?
Die Politik in Deutschland ist sich uneinig genau wie die Bevölkerung. Das sieht man an Beispielen von PEGIDA, die eine radikale Einstellung gegenüber Einwanderung und somit auch Flüchtlingen haben und die dem vielen freiwilligen Mitarbeitern und Helfern in Flüchtlingsheimen gegenüberstehen. Nicht einmal die CDU und die CSU sind sich einig. Während die CDU für Einwanderung wirbt (wenn auch hauptsächlich für qualifizierte Menschen) ist die CSU für eine schnellere Abschiebung.
Momentan ist es so, dass Deutschland Kriegsflüchtlinge aufnimmt und ihnen Schutz und Aufenthalt gewährt, solange die Situation im Heimatland kritisch ist. Ist diese jedoch geklärt, werden sie wieder abgeschoben, das heißt, sie müssen zurück in ihr Land gehen. Dies kann jedoch schon nach zwei Monaten aber auch erst nach mehreren Jahren der Fall sein. So leben Flüchtlinge immer mit der Angst abgeschoben zu werden.
In der Zeit der des Aufenthalts dürfen die Kinder in die Schule gehen und werden somit auch in unsere Gesellschaft integriert. Eltern und Erwachsene hingegen dürfen die erste neun Monate überhaupt nicht arbeiten und selbst danach ist es für sie sehr schwer Arbeit zu finden, da sie oft nicht die nötige Qualifikation haben, zu wenig deutsch sprechen und verstehen können und deutsche Arbeitnehmer bevorzugt werden.
Wenn jetzt also die kritische Situation (Bsp. Krieg) im Heimatland vorbei ist, müssen sie gehen. So werden sie zweimal entwurzelt, einmal wenn sie ihr Heimatland verlassen und ein zweites Mal, wenn die Situation geklärt ist.

Ist dies menschenwürdig? Ist es fair, den Menschen erst Hilfe anzubieten und sie zu integrieren und sie dann einfach wieder fallen zu lassen? Erst wird man in die Gesellschaft integriert um dann wieder abgeschoben zu werden. So haben diese Menschen nirgends ein richtiges Zuhause, denn oftmals haben sie es nach der Abschiebung im Heimatland genauso schwer wie anfangs nach der Flucht in Deutschland.
Meiner Meinung nach, haben wir eine ethische Verantwortung gegenüber Flüchtlingen. Wir leben in einer modernen und vernetzten Welt, die es möglich macht, immer mehr mitzubekommen was am anderen Ende der Welt geschieht. Wenn wir dies einfach ignorieren und uns deren Probleme egal sind ist das für mich kein moralisches Handeln. Jedoch finde ich auch, dass die Politik in Deutschland etwas unternehmen sollte, da es meiner Meinung nach nicht fair ist wenn sie nach einer gewissen Zeit wieder abgeschoben werde. Wenn ich mich in ihre Lage versetzte, dann möchte ich auch nicht einfach so wieder abgeschoben werden. Für mich gilt daher die Goldene Regel.
Was denkt ihr so darüber, haben wir eine Verantwortung und müssen wir dieser gerecht werden oder nicht?

Lügen: wirklich etwas Schlechtes?

Lügen- jeder kennt sie, jeder gebraucht sie, doch niemand will mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Lügen gelten allgemein als etwas schlechten, denn niemand möchte angelogen werden. Dabei lügt jeder täglich mehrere male. Trotzdem verlangt man von seinen Mitmenschen Ehrlichkeit. Doch sind wir mal ehrlich, wären wir glücklich damit, wenn jeder immer nur die Wahrheit sagen würde? Könnte dann unsere Gesellschaft überhaupt noch existieren oder würden wir dann wieder in den Naturzustand zurückfallen, in dem Krieg aller gegen alle herrscht?

Dazu muss man zunächst einmal definieren, was „Lügen“ überhaupt sind. Beispielsweise kann man Lügen als Ausdruck einer Unwahrheit bezeichnen, welcher das Ziel hat, einem anderen Menschen einen falschen Eindruck zu vermitteln. Denn es ist doch so, jemand, der etwas erzählt, von dem er glaubt es sei die Wahrheit, was jedoch nicht stimmt, erzählt zwar nicht die Wahrheit, lügt aber auch nicht, da er dabei selbst an das Wahre in seiner Erzählung glaubt und nicht zum Ziel hat den anderen zu täuschen. Somit ist nur der ein Lügner, der beabsichtigt die Unwahrheit spricht. Dabei stellt sich die Frage: Wo fängt lügen an? Lügt man erst, wenn man jemanden bewusst manipulieren und hinters Licht führen will? Lügt man, wenn man beispielsweise der Freundin erzählt sie sei zu nicht zu dick, um sie nicht zu verletzten? Lügt man schon wenn man jemandem einen guten Tag wünscht obwohl man ihn nicht leiden kann? Oder kann man soweit gehen zu sagen, man lügt schon, wenn man nur lächelt auch wenn es einem schlecht gehen?

Letzteses würde ich nicht als klassisches Lügen bezeichnen, da man genau genommen nichts sagt. Nichtsdestotrotz hat es den Zweck seine Mitmenschen etwas, denken zu lassen, was nicht stimmt. Zudem sind auch Mimik und Gestik Formen der Kommunikation und damit streng genommen der genannte Fall eine Lüge. Wenn man das ganze so betrachtet, dann lügt jeder Mensch jeden Tag doch unendliche Male, immer wieder, aus verschiedenen Motiven: zum Selbstschutz, aus Höflichkeit, aus Rache oder Neid und noch vielen anderen Gründen.

Nun da Lügen ja allgemein als etwas Schlechtes gilt, stellen wir uns die Welt doch einmal ohne jegliche Lügen vor. Hier anhand einer kleinen Geschichte, ganz passend zum aktuellen Thema Weihnachten, was ja eigentlich ein Fest der Liebe ist…

Wir sitzen gerade alle um den Tannenbaum, nicht gerade glücklich. Die Stimmung ist so ziemlich im Eimer, Papa hatte soeben Mama mitgeteilt, dass ihr Essen versalzen sei und sie sowieso nicht kochen könne. Woraufhin Mama nur erwidert hatte, dass er überhaupt nichts zu sagen habe bis er endlich wieder einen Arbeitsplatz findet. Und so ging das dann weiter… Natürlich konnte da keiner von uns die schlechte Laune verbergen. Aber Weihnachten finde ich sowieso nicht so toll. Den Weihnachtsmann gibt’s ja nun mal nicht. Noch schlimmer wird das Ganze dann, als wir mit der Bescherung loslegen. Ich hatte mit zwar mit meiner Zeichnung für meine Oma total viel Mühe gegeben, aber es gefiel ihr trotzdem nicht und so sagte sie geradeheraus, dass ich das mit dem Malen lieber lassen solle.

Wären wir in einer solchen Welt glücklich? Es ist wohl ziemlich offensichtlich, dass hier keiner überglücklich ist. Jeder würde genau das sagen. Das würde sicherlich auch ein paar Vorteile mit sich bringen. So würde niemand mehr im falschen Glauben leben und jeder wüsste woran er beim anderen ist. Man könnte sich auch noch mehr verbessen, da man von jedem seine Fehler offen erfahren würde. Aber reicht das, damit ein solches Leben erstrebenswert ist?

Nein, ich denke nicht, denn was würde einem das alles denn schon bringen? Man würde ein einsames Leben führen, voller Streit und Hass. Man bekäme ständig Schlechtes zu hören bekommen und wüsste genau, wer wie über einen denkt. So etwas man nicht glücklich, wohl eher depressiv.

Damit komme ich zu dem Schluss, eine Welt ohne Lügen eine schreckliche wäre und somit nicht erstrebenswert ist. Die kleinen Alltags- und Höflichkeitslügen sind also wichtig für ein harmonisches Zusammenleben. Doch die schwerwiegenden Lügen, der Zweck es ist zu manipulieren und hinters Licht zu führen, diese sind wirklich nicht nötig. Ohne sie wäre unser Zusammenleben vielleicht noch etwas schöner, denn sie sind nicht dazu da, um höflich zu sein, um jemanden zu schützen oder ihn nicht zu verletzten, sie bewirken eher das Gegenteil, sind meist nur zum eigenen Vorteil. Ob es berechtigt ist, von anderen zu erwarten, dass sie diese Art von Lügen unterlassen ist eine andere Frage. Denn man nutzt doch selbst solche Lügen immer wieder, wie kann man da verlangen, dass andere es nicht tun? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wollen wir alle doch auch nicht auf diese Lügen verzichten. Vielleicht gehören sie ganz einfach zu uns, den Menschen, zu unserer Gesellschaft. Ob uns das als schlecht ausweist, sei mal dahingestellt.

Ich bin der Meinung, dass es auf jeden Fall schlecht ist zu lügen, wenn man damit bewusst in Kauf nimmt anderen zu schaden. Doch allgemein sollte Lügen nicht immer als etwas Negatives gesehen werden, gerade dann, wenn es verhinder, dass wir uns gegenseitig verletzen.

Ist Atomenergie ethisch vertretbar?

Die Nutzung der Atomenergie liefert günstigen Strom, ein Super-GAU ist so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. In Deutschland und anderen Ländern mit hoch entwickelten Technologien sind Kernkraftwerke sehr sicher. Dennoch – ein Restrisiko bleibt.
Natürlich setzt sich der Mensch jeden Tag Risiken aus. Aber es gibt vermeidbare Risiken. Das Risiko, das durch die Betreibung von Kernkraftwerken ausgeht, ist meiner Meinung nach eines, das man verhindern könnte. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass in Deutschland ein Kernkraftwerk explodiert und hohe Mengen an radioaktiver Strahlung austreten, aber hundertprozentig sicher ist es nicht. Warum sollte man Risiken eingehen, die man einfach verhindern könnte?
Wenn ein Atomkraftwerk „hochgeht“ oder plötzlich erhöhte radioaktive Strahlung austritt- warum auch immer- dann ist eine große Menschenmasse betroffen und Regionen werden in Todeszonen oder No-Go- Areas verwandelt. Es ist unverantwortlich einfach über die Köpfe beteiligter Menschen hinweg zu entscheiden.
Und das Problem der Entsorgung des Atommülls bleibt. Ich kann nicht verstehen, wie man beschließen konnte, Atomenergie zu nutzen ohne zu wissen, wie man mit dem entstehenden Atommüll umgehen soll. Es gibt keinen sicheren Ort für diesen Müll. Wir sollten auch an die nachfolgenden Generationen denken und ihnen eine „gesunde“ Erde  hinterlassen.
Meine Meinung wird zum Beispiel auch von dem Philosophen Robert Spaemann unterstützt, der sich sich seit über 50 Jahren strikt gegen Kernenergie ausspricht (vgl. https://www.econitor.de/magazin/wohnen/robert-spaemann-nach-uns-die-kernschmelze_12462.html).
Folglich ist Atomenergie nicht ethisch vertretbar, auch wenn sie viele Vorteile mit sich bringt. Der Mensch sollte nicht versuchen Dinge zu beherrschen, die unkontrollierbar sind. – Was meint ihr dazu?

Ist unsere Gesellschaft bereit für Inklusion?! Oder verschärft sich die Situation nur?!

Inklusion – ein einfaches Wort, das eine simple Vorstellung beschreibt. Nämlich das Zusammenleben aller Menschen zusammen ohne das jemand von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen wird aufgrund von körperlichen/ geistigen Benachteiligungen, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder anderen Merkmalen, die den Menschen erst als Individuum auszeichnen.

Und nun, wo die Regierung ein Gesetz erlassen hat, was sämtlichen Menschen z.B. das Recht auf eine normale Schulform einräumt, bzw. im eigentlichen Sinne die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gewährt. Ist eine Diskussion über die Inklusion entbrannt, die den Sinn, Zweck und Umsetzbarkeit hinterfragt. Eigentlich zeigt die Inklusion doch nur die Erbärmlichkeit der „deutschen“ Gesellschaft, (ich lasse hier die Zustände in den anderen Ländern mal außer Acht die zum Teil ähnlich sind, schlechter oder erheblich besser) da es eigentlich selbstverständlich sein sollte alle Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Oder etwa nicht?! Selbstverständlich bringt Inklusion zahlreiche Hindernisse mit sich aber nach denen die finanzieller und personeller Natur sind, stellt das größte Hindernis doch die Engstirnigkeit der „normalen“ Menschen dar, die aus Angst oder anderweitigen Gründen die Eingliederung aller Menschen in das normale System nicht befürworten.

Also stellt sich doch gar nicht die Fragen: Inklusion ja oder Nein? Oder etwa doch?

Doppelstundenzusammenfassung vom 27.11.14 – Religionen

  1. Organisatorisches
  2. Fragen zur Religionsphilosophie (–> Film)
  3. Grundbegriffe
  4. Grundwissen
  5. Zitate raten

1. Die Klassenarbeit am 11.12.14 wird ohne Ordner geschrieben.

2. In dem Film ging es darum, warum wir Menschen zum Beispiel glauben. Schon früh haben die Menschen Erklärungen gesucht, um zu beweisen, dass Gott existiert. Im Mittelalter hat Thomas von Aquin die Existenz der Menschen und der komplexen Welt als Beweis für Gott beschrieben, denn die Menschen haben schon immer versucht Religion und Wissenschaft zu vereinen. Für Kant dagegen ist Gott ein eher unvorstellbares und zu abstraktes Phänomen. Um nun auf die Anfangsfrage zurückzukommen, warum glauben wir Menschen? Schließlich sind wir so moderne Wesen und unsere Wissenschaft kann die Existenz von Gott nicht beweisen. Der Mensch hat aber nun mal von jeher den Wunsch nach Religion, da wir einen Grund brauchen, weshalb wir überhaupt existieren. Religion versucht daher zu erklären, was hinter dem steht, was wir sehen. Außerdem haben verschiedene Religionen Regeln für das gemeinsame Leben, nach denen der Mensch sich orientieren kann.

Philosophisches Kopfkino: https://www.youtube.com/watch?v=ywpoB4xPBX4

3.Grundbegriffe Grundbegriffe

4. Grundwissen: Religionen im Vergleich

5. Das Raten der Zitate haben wir auf den Anfang der nächsten Stunde (4.12.14) verschoben.