Stundenzusammenfassung 02.10.20

  • Thema: Soziologie, K1/1
  • Gymnasium Gerabronn, Raum 2204, von 11:25 Uhr bis 13:00 Uhr
  • Referentin: Frau Straub
  • Anwesend: 16 von 16 Schüler*innen
  • Link zum Bildungsplan: https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/ethik/unterricht-materialien-und-medien/ethik_11_12
  • Gliederung der Stunde:
    1. Vorstellung Stundenprotokoll
    2. Vorstellung Portfolio „Wie sollten Menschen Tiere behandeln?“
    3. Wettbewerb philosophischer Essays
    4. Text zur Sozialisation
    5. Filmcover „Gefährliche Schulwege“
    6. Video „Meine Eltern“

Die Doppelstunde Ethik am 02.10.20 startete damit, dass eine Schülerin ihr Stundenprotokoll von der letzten Doppelstunde vorstellte. Hierbei wurde nochmal die letzte Stunde zusammengefasst und Tipps für das Erstellen der Stundenprotokolle gegeben. Als nächstes wurde das Portfolio einer Schülerin präsentiert. Es hatte die Leitfrage „Wie sollten Menschen Tiere behandeln?“ und startete mit einer Pro und Contra Liste, ob Tiere eine Seele haben. Danach ging es mit einem selbst verfassten Tagebucheintrag weiter, ob ein Tierleben genauso viel Wert ist wie ein Menschenleben. Als letztes Werkstück wurde ein Blogbeitrag verwendet, indem es darum ging wie sich Massentierhaltung auf die Tiere auswirkt. Die Schülerin geht seitdem viel Bewusster mit dem Thema Fleisch um. Die Referentin empfahl dieses Portfolio als Input für die Blogbeiträge zu verwenden, falls einen das Thema interessiert. Hierbei wurde auch geklärt, wie man ein Thema ethisch behandelt, nämlich indem man sich auf das menschliche Handeln bezieht. Außerdem ging es noch um die Länge die ein Blogbeitrag haben sollte, wobei ein Blogbeitrag zur Todesstrafe als Beispiel gezeigt wurde. Als nächstes wurde ein Wettbewerb zu philosophischen Essays vorgestellt (→Siehe Anhang „Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay Herbst 2020). Hierzu haben wir auch zwei Methodenblätter erhalten, wie man einen philosophischen Essay verfasst (→Siehe AB „Methodenblatt: einen philosophischen Essay schreiben“).

Mit der Aufgabe, zur Frage „Was heißt Sozialisation?“, ein Brainstorming zu machen, wurde in das neue Thema Soziologie gestartet. Hierbei wurde auch darauf eingegangen was es mit Freiheit zu tun hat. Nach dem Brainstormen wurde ein Text zur Sozialisation (→Siehe AB „MA 2 Sozialisation“) ausgeteilt. Dieser wurde Abschnittsweise gelesen und dabei verschiedene Begriffe, sowie Unverständlichkeiten geklärt. Extra-uterin bedeutet, das etwas unvollständig auf der Welt ist. Es wurden durch den Text auch die Kasper-Hauser-Versuche angesprochen, bei welchen Kinder ohne Zuwendung aufgezogen werden, um ihre Entwicklung zu beobachten. Hierbei wurde festgestellt, das Kinder die keine Zuneigung bekamen, als Erwachsene oftmals Gewalttätig sind. Die Kindheit ist also sehr wichtig für das spätere Leben, da sich die Kinder oftmals ein Vorbild suchen das sowohl positiv als auch negativ sein kann. Als Beispiel wurde hier ein Kettenraucher genannt, dieser kann das Kind entweder abschrecken oder dazu verleiten selbst zu rauchen.

Als nächstes wurde ein Filmcover von einem Film über Schulwege gezeigt, in welchem Kinder für Bildung täglich stundenlang zur Schule laufen (Um auf die Pädagogik hinzuarbeiten, mit der wir uns in späteren Stunden noch beschäftigen werden). Woran man sieht das jeder eine andere Erziehung hat, wie zum Beispiel drei Brüder von denen einer im Rollstuhl sitzt und die anderen ihn täglich 4 km durch Schlamm zur Schule tragen. Als nächstes wurde über die Koedukative Erziehung, bei welcher Mädchen und Jungen zusammen Unterricht haben und über ihre Vor- und Nachteile gesprochen. Es wurde auch festgestellt, das man Erziehung von überall bekommt, zum Beispiel aus der Schule, Training oder auch von Zuhause. Danach folgte eine kurze Diskussion zu verschiedenen Statussymbolen und dass wir in unserem Kaufverhalten sehr stark beeinflusst werden, außerdem darüber, das wir allgemein in unserem Handeln immer von etwas geleitet werden und nicht frei sind. Als nächstes verwies die Referentin darauf, dass die Gewalt gegen Lehrer zunimmt, da den Schülern zunehmend der Respekt fehlt und vor allem die Jungs im Schulsystem verlieren, da es immer mehr Lehrerinnen als Lehrer gibt. Auch das wäre ein mögliches Blog-Thema. Dann ging es darum ob Bildung Freiheit ist, wobei festgestellt wurde, dass auch die Schulbücher Erziehung bzw. Meinungsbildung sind. Die Referentin verwies auf den Spruch „Nicht das Gedachte sollte gelehrt werden, sondern das Denken“, da man sich so seine eigene Meinung zu jedem Thema bilden kann.

Als letztes wurde das Video „Meine Eltern“ gezeigt (→Siehe: https://youtu.be/_O_xipy1Mx8). In diesem Video ging es darum, dass sich die Eltern eines Mädchens nicht mehr lieben, es aber ausschweigen. Da die Tochter ihren Freund mitbringen möchte, dem sie Lügen über die Eltern erzählt hat, sollen sich die Eltern für dieses Treffen anders verhalten, wodurch sie merken was alles falsch läuft. So realisieren sie das ihr Beziehung kaputt geht und ändern viel, wodurch sie sehr viel besser läuft. Hier raus lässt sich für mich schließen, das es gut ist Dinge die einen stören anzusprechen, um sie lösen zu können, anstatt alles Tod zu schweigen. In der nächsten Stunde werden wir nochmals genauer über das Video sprechen und uns eine Meinung dazu bilden. Außerdem werden wir den Text zu Sozialisation fertig lesen und dieses Thema vertiefen.

Freiheit und Determination – Wichtige Begriffe

SoziologieRollenerwartungEs wird immer etwas bestimmtes von einem erwartet, man ist nie wirklich frei in seinen Entscheidungen
ErziehungBei jedem unterschiedlich, wird während der Kindheit von jeder nahestehenden Person beeinflusst
StatusStatussymbole sind in unserer Gesellschaft stark vertretten und für die meisten Menschen eine Art sich auszudrücken
VorbilderEs gibt sowohl positive als auch negative, die eine starke Einwirkung auf die Kindheit haben können
MeinungsbildungWird durch Vorbilder geschaffen, kann aber auch z.B. durch Schulbücher geprägt werden
(Tabelle sollte vom nächsten Protokollanten fortgeführt werden)

Stundenzusammenfassung des Ethikunterrichts 08.11.2019 Soziologie

Gymnasium Gerabronn, Ethikunterricht K1 am 08.11.2019 von 09.40-11.15 Uhr, Thema Soziologie, verfasst von Iduna (14.11.2019)

Referentin: Frau Schütze

1 konnte nicht am Ethikunterricht teilnehmen.

Der Unterricht am 08.11.2019 handelte von den Themen „Was bedeutet Soziologie?“, „Gründe für die Notwendigkeit der Sozialisation“, „Grundbegriffe und Probleme“ und „Wie kann man einer solchen Rollenzuschreibung entfliehen?“. Am Ende wurde uns noch der Film „meine Eltern“ gezeigt.

Soziologie bedeutet das Hineinwachsen in eine Gesellschaft, das Übernehmnen von Normen und Werten dieser Gesellschaft sowie die Anpassung und Integration in eine Gruppe. Differenziert wird in eine primäre Sozialisierung und in eine sekundäre Sozialisierung. Die primäre Sozialisierung beschreibt die Entwicklung zu einer sozialen Person (also einer Person die sich einer Gruppe anpassen und in dieser leben kann) während die sekundäre Sozialisierung die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit beschreibt. Die Erziehung ist ein Unterbegriff der Sozialisierung bei der versucht wird die Persönlichkeitsentwicklung positiv zu beeinflussen.

Sozialisation ist notwendig für den Menschen denn sie kompensiert die fehlende Überlebensfähigkeit. Laut A. Portmann findet ein wichtiger Teil der Wesensbildung eines Menschens erst nach der Geburt statt ( man braucht Sozialisation also um normal und lebensfähig zu werden.) Der Mensch wird mit mangelnden Instinkten geboren, ist also auf seine Familie oder andere angewiesen. Um langfristig zu überleben muss er sich in diese (oder eine andere) Gruppe einfügen.

Ein grundsätzliches Problem ist der Konflikt zwischen Selbstständigkeit /Autonomie und den Normen der Gesellschaft. Der Mensch muss lernen die Normen zu übernehmen und sie im richtigen Moment anzuwenden.

Es gibt zwei Grundbegriffe von denen die Sozialisation maßgeblich abhängt

Die Sozialisationsinstanzen sind beeinflussende Elemente wie zum Beispiel die Familie, die Schule, die LehrerInnen/ ErzieherInnen, die Peergruppe (Gleichaltrigen), die Medien, der Beruf, der Ort, die Religion und die Kultur. Die soziale Rolle hingegen ist das von Bezugsgruppen erwartete Verhalten des Inhabers einer sozialen Position. (Hier kann es auch zu Rollenkonflikten, bzw. verschiedenen Erwartungen kommen.)

Angewendet auf Frau Schütze wären die sozialen Rollen die sie einnimmt beispielsweise Mutter, Bekannte/ Freundin, Unterstützerin, Bloggerin, Frau, Kollegin, Bürgerin, Partnerin und Lehrerin für Ethik und Erdkunde. Erwartungen ihrer Kinder an sie als Mutter sind Zuneigung, Unterstützung, Erziehung und Essen, während Erwartungen der Schüler/ Eltern/ des Staats/ Herr Uhrhans an sie Fachkompetenz, Verantwortung, Unterstützung, Fairness, Vorbild, Erziehung und Bewertung sind.

Es gibt Möglichkeiten dieser Rollen zuschreibung zu entfliehen. Möchte ein Erwachsener nicht dem Bild des „typischen Elternteils“ entsprechen kann er seine Rolle Neu erfinden/ definieren (Ein Beispiel dafür wäre ein Hausmann, da er nicht dem typischen Vaterbild entspricht.) Unerwartetes Verhalten (autonom), ein Rollenwechsel, oder eine Rollenverschiebung bzw. die Distanz zur Rolle können den gleichen Effekt haben.

Besonders gut wird das Thema Sozialisation im Kurzfilm „Meine Eltern“ aufgegriffen, in dem zwei Erwachsene dazu gezwungen werden eine andere Rolle anzunehmen und sich dabei ganz neu entdecken.

Infos zum Film: http://www.goethe.de/ins/us/bos/prj/kgs/kur/mel/deindex.htm

Infos zu Soziologie siehe Arbeitsblatt „Freiheit aus Sicht der Soziologie“