Wie kann man das Leben anderer mit kleinen Dingen verbessern?

Pfleger im Altenheim, Putzfrauen, Müllmänner, Bauarbeiter, Postboten oder Schiedsrichter. Dies alles sind dringend benötigte Arbeiter, die fast täglich für unser Wohl sorgen. Pfleger kümmern sich um unsere Großeltern und helfen und unterstützen sie in deren letzten Jahren ihres Lebens wo sie nur können. Putzfrauen sorgen für die Sauberkeit unserer Arbeitsstellen, Müllmänner für die unserer Straßen. Postboten eilen sich ab um uns pünktlich vor Geburtstagen oder Festen die Geschenke und Pakete zustellen zu können, bringen uns wichtige Teile für die Arbeit oder Schule. Schiedsrichter, egal ob im professionellen- oder Amateurbereich, sorgen dafür dass ein Fußballspiel überhaupt zu Stande kommt und fair verläuft. Dies alles sind Beispiele für Jobs, bei denen man wenig verdient und wenig wertgeschätzt wird, ja sogar noch verschmäht wird. Vergleicht man diese mit Berufen wie Fußballstar, Schauspieler oder Youtuber wird einem relativ schnell klar wie unfair es eigentlich ist. Alleine das Verhältnis von Leistung und Verdienst stimmt nicht überein: Wo die Stars jährliche Verdienste von bis zu siebenstelligen Summen erhalten, bekommen die erstgenannten gerade einmal so viel um sich über Wasser halten zu können, ja wenn nicht sogar noch weniger.
Doch warum ist das so? Hatten die Stars einfach mehr Glück bzw. die anderen Pech?
Man könnte jetzt mit Aristoteles begründen, welcher der Meinung ist: “ Jeder ist seines Glückes Schmied“ . Was wir davon halten und was genauer damit gemeint ist können Sie gerne nochmal im Protokoll von Ghandi aus der Doppelstunde des 12.10.2018 nachlesen 😉
Klar haben Schauspieler oder Fußballstars auch hart für ihren Beruf arbeiten müssen. Doch diese arbeiten, wenn man es so sieht, nur für unsere Unterhaltung am Wochenende oder außerhalb unserer Arbeitszeiten…
Wir ehren diese oder „vergöttern“ sie gar schon. Es gibt natürlich viele Stars, die auch Gutes tun und teilweise Geld spenden. Wenn Fußballstars wie Messi, Ronaldo und Co. einmal wieder brillierten am Wochenende, ist es für Fußball-Begeisterte selbstverständlich, dass sie diese hoch loben und feiern. Doch wenn sie einmal ein weniger Gutes Spiel gemacht haben werden sie auch gerne mal veräppelt oder schlecht gemacht. Aber das passiert ja nicht oft. Bei den anderen Berufen aber ist es genau andersrum: Sie bekommen ganz selten Lob- wenn überhaupt- und werden sonst wie z.B. die Bauarbeiter nur mit bösen Blicken, Kommentaren etc. konfrontiert. Denkt mal ganz ehrlich nach! Wie oft habt Ihr schon mal einem Bauarbeiter, Müllmann, Postboten oder einem Schiedsrichter mal einen Lob ausgesprochen? Wenn ihr jetzt denkt, irgendwann bestimmt schon mal, dann denkt mal an die Gegenfrage… Wie oft habt Ihr Euch schon über diese beschwert? Wenn man eine Umleitung fahren muss wegen einer Baustelle beschwert man sich über die Bauarbeiter. Doch wieso? Wenn sie eine Straße nicht erneuern würden, würdet Ihr Euch über die schlechte Straße beschweren. Wenn ihr im Fußball eine gelbe Karte bekommt, meckert ihr nur gegen den Schiedsrichter. Doch wenn der Schiedsrichter mal keine gelbe Karte verteilt, obwohl es durchaus gelb sein hätte können, ist das Wenigste woran ihr denkt, Euch mal zu bedanken oder? Klar kommt das sehr komisch aber man kann sich doch wohl mal ein paar Sekunden Zeit nehmen und einen Dank aussprechen für die Arbeit, die verrichtet wird.  Erweitert Euren Horizont und nehmt mal Euer Herz in die Hand. Geht ruhig mal zu Postboten, Putzfrauen, Bauarbeitern oder sonstige hin und sprecht auch ihnen mal ein Lob aus. Es sind oft die kleinen Dinge des Lebens die Menschen glücklich machen.
Widmet euren Respekt nicht nur an die Stars und ehrt sie. Widmet Euren Respekt auch mal den normalen, hartarbeitenden Leuten! Diese können mit sowas nämlich viel mehr anfangen als Stars, die das jeden Tag hören. Mit diesen Worten, möchte ich mich für Eure Aufmerksamkeit bedanken und Euch zum Nachdenken anregen!
Viele Grüße, Euer Aristoteles.

5 Antworten auf „Wie kann man das Leben anderer mit kleinen Dingen verbessern?“

  1. Hallo Aristoteles,

    ich bin da ganz deiner Meinung, dass es leider Berufsgruppen gibt, die von der Allgemeinheit eher von Oben herab behandelt werden und dazu meist auch noch für ihre Arbeit angegriffen werden. Es stimmt aber auch, dass die Stars sehr viel und auch teilweise hart arbeiten müssen für ihren Erfolg. Ich denke, dass der große Unterschied der Verdienste hauptsächlich von deren Fähigkeit, Vermögen zu vermehren, abhängt. In dem Sinne sind Stars nichts anderes Als Ein-Personen-Firmen, in die Man Geld investieren kann und dann mehr Geld rausbekommt. Das Beste Beispiel hierfür sind die Fußballspieler, die am Markt gehandelt werden wie Goldbarren, mit dem Unterschied, dass die Fußballspieler aktiv etwas für ihren Wert tun müssen, das Gold nicht. Genauso verhält es sich auch mit den Filmstars, Managern oder auch nervigen YouTubern: Die WB-Studios geben viel Geld für gute und gefragte Schauspieler aus, weil sie wissen, dass sie dann einen höheren Gewinn mit dem fertigen Film erzielen können; Anleger und der Aufsichtsrat entscheiden sich für einen gefragten Topmanager, der den Konzern gut durch schwierige Zeiten führen kann und YouTube verdient an YouTubern, die viele Aufrufe verbuchen können mehr durch die Werbeeinnahmen, als der YouTuber dann davon abbekommt. Stars sind Mittel, die aktiv oder passiv Geld vermehren (können) und dann dafür auch bezahlt werden. Ein „einfacher“ Straßenkehrer oder Postmann- so hart es auch klingen mag- ist dagegen leicht ersetzbar und bekommt deshalb auch entsprechend weniger Geld für seine Leistung, wobei ich es auch ungeheuerlich finde, wie diese Berufsgruppen teilweise ausgebeutet werden. Trotzdem muss man auch ganz klar zwischen „einfacher“, körperlicher Arbeit und enormem Leistungsdruck und dem daraus resultierenden psychischen Stress unterscheiden (diese einfache Einteilung trifft natürlich auch nicht auf alle zu)
    Ich persönlich habe eben darum vor den sogenannten Stars (nur die, die auch in das oben genannte Muster fallen und nicht die, die von Vati geerbt haben und dann einen auf Selfmade-Milliardär machen) auch viel Respekt, da sie auch unter großem Leistungsdruck stehen und auch meist eine Menge Verantwortung haben aber auch der Straßenkehrer hat auch meinen vollen Respekt, da ich weiß, wie hart diese Arbeit ist. (Ferienjob beim Bauhof)

  2. Hallo,
    Wie auch du finde ich, dass Berufe wie Putzfrau, Altenpfleger, Müllmann oder Bauarbeiter mehr wertgeschätzt werden sollten. (Allerdings finde
    ich nicht unbedingt, dass der Beruf als Schiedsrichter ebenfalls in die Kategorie der unfaier bezahlten Berufe gehört.)
    Wir leben in einer Welt in der vieles für selsverständlich gehalten wird, dem ist aber nicht so. Jeder muss hart dafür arbeiten, wenn man etwas erreichen will. Auch die Stars, die, wie du es sagst, außerhalb unserer Arbeitszeiten für unsere Unterhaltung sorgen, haben sich mit Sicherheit nicht ihr ganzes Leben auf faulen Füßen bewegt, sondern mit Ehrgeiz und Erfolg auf das hingearbeitet, wo sie heute stehen. Es stimmt also durchaus, dass jeder seines Glückes Schmied ist und dieses zumindest teilweise beeinflussen kann. Trotzdem sind alle Berufe sehr unterschiedlich und was da als fair oder unfair gesehen werden kann kommt ganz auf de Idealfall an.
    Ein Dank an die Leute aussprechen, die für das Allgemeinwohl sorgen ist, wie ich finde, sehr wichtig, aber auch Stars sind normale Leute, die es auch verdient haben, ein Lob zu erhalten, oder nicht?

  3. Hey 🙂
    Danke für diesen Beitrag. Ich persönlich fand ihn sehr lehrreich.
    Zusätzlich finde ich, dass die Menschen niemals aufgrund ihres Berufes oder Tätigkeit gemobbt oder benachteiligt werden sollten. Man sollte ihnen stattdessen freundlich begegnen und sie mit Respekt behandeln, da sie es oft sehr schwer haben. Denn mal ehrlich, wer würde freiwillig Putzfrau werden, wenn man doch so viele andere Möglichkeiten hätte einen besseren Beruf zu bekommen. Deshalb sollten wir dankbar sein das wir solche Möglichkeiten haben, denn viele haben diese nicht. Aus diesem Grund sollte man sie nicht deswegen verurteilen. Außerdem, wie du schon erwähnt hast, würde vieles ohne diese ,,schlechten Berufe“ nicht funktionieren. Sie sind ja nicht umsonst da.

  4. Interessante Ideen – auch die Kommentare 🙂
    Ich bin der Meinung, dass es in der westlichen Welt von den persönlichen Vorlieben und Qualifikation abhängt, welchen Beruf oder welcher Berufung einer nachgeht. In Deutschland z.B. ist Schulbildung kostenlos und somit hat jeder die gleichen Chancen, das zu erlernen, was er gerne möchte.
    In ärmeren Ländern, in denen Schulbesuch und Schulmaterial kostenpflichtig sind und man später noch für eine Ausbildung zahlen muss – ist ein gut bezahlter Job nur etwas für sozial starke Familien und deren Kinder.
    Die Ungerechtigkeite der Welt besteht darin, dass körperlich anstrengende Arbeit nicht gewürdigt und nicht gut bezahlt wird. Man kann den Unterschied machen – indem man zu jedem – egal ob Putzfrau oder Arzt gleich respektvoll und freundlich ist. Das trägt dazu bei, dass der Minder-Bezahlte sich dennoch wert geschätzt fühlt.

  5. Danke für diesen Beitrag, denn er macht mir deutlich dass ich mich persönlich viel dankbarer gegenüber anderen Leuten verhalten sollte, die die Arbeit erledigen, die ich eig. nicht machen will oder kann. Auch ich bin der Meinung dass gewisse Berufe bzw. Leute, die diese Berufe ausüben mehr Respekt bekommen sollten. Als junger Mensch mit der Möglichkeit zu einer guten Schulischen Ausbildung strebt man eher die guten Berufe mit guten Verdiensten an und nicht die schlechtbezahlten Jobs. Dennoch müssen gewisse Arbeiten erledigt werden wie z.B. das Einsammeln von Müll.

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