choices

Wie und mit welcher Art man in einer Situation richtig handelt oder reagiert, ist von Person zu Personen unterschiedlich. Menschen haben verschiedene Ansichten und Blickwinkel auf Konflikte oder jegliche Art von Situationen. Sie handeln nach ihrem Gewissen oder ihren Werten. Aber wodurch definieren sich eigentlich unsere Werte und gehen diese nicht nach und nach verloren? Suchen wir uns nicht einfach immer den leichtesten Weg, Hindernissen aus zu weichen?

Werte sind tief-verwurzelte, bedeutsame und durchdringliche Überzeugungen, Haltungen (Einstellungen), Ideale und Bedürfnisse, welche gewöhnlich von den Mitgliedern einer Gesellschaft auf unbestimmte Zeit individuell geteilt werden und zumeist das Gute oder Schlechte betreffen. (https://ethik-unterrichten.de/lexikon/werte/)

Menschen müssen im Leben viele wichtige Entscheidungen treffen, die großen Einfluss auf ihr Leben haben können. Das Leben ist eine einzige Entscheidung. Man entscheidet sich jeden Tag unterbewusst dafür, zu leben. Diese Entscheidungen treffen wir nicht einfach so. Viele Faktoren haben Einfluss darauf, wie ich auf Dinge wie Probleme reagiere oder mit Drucksituationen umgehe. Oft entscheidet unser Unterbewusstsein also unser Bauchgefühl darüber was für uns moralisch falsch oder richtig ist. Wenn wir etwas tun und es unseren eigentlichen Werten wiederspricht bekommen wir meistens ein schlechtes Gewissen oder bereuen unsere Tat. Dieses Gewissen kommt nicht von alleine. Wir werden unser Leben lang durch Erfahrungen geprägt. Am Anfang spielen unsere Eltern eine entscheidende Rolle. Sie haben uns erzogen und von klein auf einen großen Einfluss auf unsere moralische Entwicklung genommen. Viele Kinder übernehmen die Wertevorstellung ihrer Eltern zu großen Teilen, auch deswegen, weil die Meinung der Eltern von einem selbst auch in fortgeschrittenem Alter noch von Bedeutung ist. Allerdings heißt das nicht zwangsläufig, dass sich unsere Werte nicht ändern. Meistens entscheidet man sich im Jugendalter dazu, wer man sein will und welche Werte für einen persönlich von Bedeutung sind. Man schließt sich Gruppen an, deren Werte und Prinzipien dich beeinflussen können. Wo wir wieder bei Entscheidungen wären…  Auch Dinge wie der Glaube beeinflussen unsere Werte und damit verbundenen Entscheidungen. Ich lebe nach den Vorstellungen meiner Religion und versuche mich nach ihren Werten und Normen zu orientieren. Hinzu kommen Erfahrungen im Leben im Guten sowie im schlechten Sinne. Schlechte Erfahrungen lassen uns kälter werden, da man nicht das Risiko eingehen möchte, nochmals enttäuscht oder verletzt zu werden. Gute Erfahrungen hingegen können uns in unseren Prinzipien stärken und an ihnen festhalten lassen. Natürlich sind hier auch Gefühle im Spiel, sie können der Grund sein, warum wir gegen unsere Prinzipien handeln, dabei spielt es keine Rolle, ob es positive oder negative Gefühle sind. Liebe oder Hass lässt uns die schlimmsten und verrücktesten Dinge machen. Aber nicht nur Gefühle sind Gründe dafür, warum wir unsere Werte in den Sand setzten und sie verleugnen. Gruppenzwang, die Angst nicht dazu zu gehören oder akzeptiert zu werden, lässt uns Dinge tun oder eben nicht tun einfach nur, um nicht aus dem Schema auf zu fallen. Es ist leichter mit der Welle zu schwimmen als gegen sie. Wir folgen dem Mainstream und dabei geht das verloren, was uns eigentlich ausmachen sollte. Leute werden Vegan, weil das alle tun und nicht aus eigener Überzeugung heraus. Man will den Menschen gefallen und ein Teil der Gesellschaft sein. Es ist einfach nicht“ in“, wenn man nicht trinkt, raucht und feiern geht. Doch genau an diesem Punkt entscheidet man sich entweder sich selber treu zu bleiben oder dafür den leichten bequemen Weg zu gehen und einer von vielen zu sein. Am Ende entscheidet niemand anderes als wir selbst, wer wir sind und welche Werte uns definieren. Für einen selber sollte nicht wichtig sein, ob man gemocht wird, sondern viel mehr, ob man sich selber mögen kann, so wie man ist.

be who you are not who the world wants you to be…it is up to you

2 Antworten auf „choices“

  1. Ich denke, häufig ist es nicht leicht die richtige Entscheidung zu treffen. Es ist meiner Meinung nach, in manchen Situationen, echt schwer gegen den Mainstream zu entscheiden. Man fühlt sich als Außenseiter und bekommt Druck von allen Seiten, wenn man sich nicht wie die große Masse entscheidet. Ich hatte schon mehrere Erlebnisse, wo ich gegen den Mainstream gehen musste. Grund dafür war meine persönliche Überzeugung im Glauben, nach der Richtlinie der Bibel zu leben. Obwohl ich Widerstand hatte, war ich am Ende froh, nicht gegen mein Gewissen gehandelt zu haben und für mich die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Diese Erlebnisse haben mir Mut gemacht, treu an meiner Überzeugung festzuhalten und mich nicht durch Gegenwind einschüchtern zu lassen.

    Lg Sokratis

  2. Hallo,
    man hat immer die Wahl, sogar ob man in der Opferrolle bleibt ( keiner mag mich, ich bin so alleine, nichts gelingt mir, alle anderen sind erfolgreicher , keiner hilft mir, ich habe keine Zukunft, ich hatte eine schwere Kindheit, ich habe keine Freunde usw…..) oder ob man tatsächlich sein Leben selbst in die Hand nimmt und sagt: Ja , ich kann mich entscheiden, ja, ich kann jemand anderem helfen, dem es viel schlechter geht als mir, ja, ich kann selbst in die Jugendgruppe xy gehen. Selbst wenn sie mich nicht sofort mit Jubel empfangen, gebe ich den anderen die Chance , mich kennen zu lernen.
    Immer habe ich die Wahl, mich für das Positive und Hilfreiche zu entscheiden, vorwärts zu schauen, ehrlich zu sein.
    Sogar ehrlich zu mir selbst. Brauche mich nicht selbst unter Druck zu setzen, den anderen gefallen zu müssen.
    Und seien wir mal ganz ehrlich: ist es nicht so, dass , wenn wir uns selbst lieben , wir viel besser in der Lage sind, andere Menschen zu achten, ihnen freundlich zu begegnen ?
    LG Aristoteles

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