Oktober 30

Anregung zum Philosophieren: Freiheit und Konsum

In einem Interview sagte die BWL-Professorin Evi Hartmann folgendes:

Wir alle können selber entscheiden, ob wir ein Kleidungsstück kaufen wollen, bei dessen Herstellung Menschen gelitten haben. Oder ob wir lieber die fairere Variante wählen. Gerade in dieser Möglichkeit zum moralischen Handeln zeigt sich unsere Freiheit. Sonst wären wir einfach willenlose Konsumenten.

Dieser Zusammenhang interessiert mich – was denkt ihr: kann ich durch Konsum frei sein? Ist es dabei wichtig, dass ich die gesamte Lieferkette, alle Produktionsbedingungen kenne? Worin zeigt sich Freiheit noch?

 

(Im Interview geht es auch um die Frage, ob jeder einzelne etwas bewirken soll und was man tun kann – z.B. sagt sie: jeden Tag 15 Minuten recherchieren und ein ethisch unbedenkliches Produkt finden, wäre ein guter Anfang. Meist verbringt man mehr Zeit mit sozialen Medien.)

 

Oktober 23

Egoismus und Altruismus

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Ego·ịs·mus
die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Al·t·ru·ịsmus
die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Wenn man jemandem die Frage stellt, was eher auf ihn selbst zutrifft, Egoismus oder Altruismus, würden die meisten Menschen rein aus Reflex Altruismus sagen, da niemand als egoistisch angesehen werden möchte.

Aber ist Egoismus wirklich so schlimm und sollte er vollständig vermieden werden?

Mittlerweile hat das Gleichgewicht von Geben und Nehmen wieder einen hohen Stellenwert erreicht, da die meisten Menschen verstehen, dass Egoismus und Erfolg nur kurzfristig glücklich macht, während Altruismus, also Selbstlosigkeit, Wohlgefühle auslösen und anscheinend sogar zu einem verlängertem Leben führen soll.

Trotzdem ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad egoistisch, da es überhaupt nicht anders geht. Wäre man nur selbstlos, würde einen das vor allem auch nicht glücklich machen, da man auf Dauer nicht immer nur an andere denken kann.

Ein Beispiel, bei dem ein ausgewogenes Verhältnis wichtig ist, sind Freundschaften. Hier kann zu viel Altruismus Konflikte auslösen, wenn dieser nur einseitig oder ungleich verteilt ist. In richtigen Freundschaften ist man normalerweise automatisch selbstlos und gibt lieber als zu nehmen, trotzdem erwartet man im Gegenzug natürlich auch etwas. Wichtig in Freundschaften ist zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Wertschätzung.

Sobald diese Dinge nicht von selbst kommen, fängt man an, darüber nachzudenken, dass man selbst viel mehr leistet für diese Freundschaft und fängt an, egoistischer zu handeln.

Die meisten Menschen versuchen wohl, altruistisch zu handeln, großzügig zu sein und nicht nur an sich selbst zu denken und das ist auch gut so. Wenn man selbstlos handelt, macht das einen selbst auch viel glücklicher, woraus die Frage entsteht, ob nicht sogar selbstloses Handeln bis zu einem gewissen Grad egoistisch ist.

„Geben ist seliger denn Nehmen“. – Neues Testament

Wenn man gibt, ist man glücklicher. Manche Menschen brauchen das eigene selbstlose Handeln, brauchen es, andere Menschen glücklich zu machen, was in dem Sinne ja nicht schlecht ist, sondern zu allgemeinem Glück führt.

Wenn man weiter darüber nachdenkt, entsteht ein Kreislauf, bei dem man immer wieder darauf zurückkommt, dass eigentlich alles aus dem Grund heraus geschieht, weil man selbst glücklich und mit sich zufrieden sein möchte.

Eigentlich kann man nur für andere dasein, wenn man sich selbst auch liebt und wertschätzt, was mich zu dem Fazit bringt, dass ein gesundes Zusammenspiel aus Egoismus und Altruismus nötig ist, um glücklich leben zu können. In dem Sinne bin ich der Meinung, dass Egoismus an sich nichts schlechtes ist -solange es in geregeltem Maße gehalten wird-, und dass er notwendig ist, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Man muss nur die richtige Balance zwischen Egoismus und Altruismus finden.

 

 

Oktober 23

Protokoll 17.10.16

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 17.10.16, 7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema: Ungleichheiten


Gliederung

  1. Das gute Spiel der Ungleichheiten
  2. Friedrich August von Hayek
  3. Spiel wünschenswert?

Das gute Spiel der Ungleichheiten

http://donat-schmidt.de/files/downloads/fobigerecht/planspiel_ungleichheiten.pdf

Auswertung:

Die Ergebnisse dieses Spiels fielen sehr unterschiedlich aus. Manche Schüler erreichten eine sehr hohe Qualifikation und erhielten viel Gold, andere wiederum stiegen fast gar nicht auf. Einzelne mussten auch wieder ganz von vorne anfangen, da sie kein Gold und somit auch keine Chance mehr hatten, aufzusteigen. Diese bekamen dann eine neue „Identität“, d.h. eine neue Startqualifikation und neues Startkapital.

Bei der Erklärung, warum es zu so unterschiedlichen Ergebnissen kam, waren sich die Schüler alle einig. Es hing alles von dem Startkapital, der Startqualifikation und dem Glück beim Würfeln ab. Um das Spiel gerecht zu gestalten, müsste jeder am Anfang die gleiche Qualifikation und das gleiche Startkapital haben.

Trotz dessen, dass man selbst eigentlich nicht viel beeinflussen konnte, waren die Schüler der Meinung, dass es ein gutes Spiel ist, da es -genau wie im echten Leben- um Glück, aber auch um Geschick geht, außerdem darum, wo man bei Beginn des Spieles steht.

Bezieht man dieses Spiel auf das wahre Leben, so erkennt man, dass es sehr realistisch gestaltet ist. Vor allem durch die Tatsache, dass man im echten Leben auch in unterschiedliche Startsituationen ist, die einen haben genug Geld, um eine hohe Qualifikation (Bildung) zu erreichen, die anderen haben fast nichts und sind quasi auf Glück im Leben angewiesen.

Allerdings gibt es auch unrealistische Dinge in diesem Spiel, da es eher mehr negative Zufälle im Leben gibt und zweite Chancen im Leben eher selten sind.

Wie auch in dem Spiel wird im echten Leben viel durch Zufälle und Glück ausgelöst. Menschen können noch so talentiert sein, um jedoch aufzusteigen und seinem Talent gerecht zu werden, braucht man auch Glück. Hierbei ist auch wichtig, dass man beachtet, dass es auch darauf ankommt, wie viel Konkurrenz man hat. Wenn zum Beispiel eine Arbeitsstelle sehr begehrt ist, braucht man auf jeden Fall eine höhere Bildungsstufe und/oder gute Beziehungen. Bewirbt sich jedoch keiner auf diese Stelle, ist es viel leichter, sie zu bekommen. Konkurrenz wirkt sich außerdem auch auf das eigene Verhalten aus. Viele Menschen fühlen sich durch Konkurrenz unter Druck gesetzt und verlieren dadurch den Mut, während andere dadurch erst angespornt werden.


Friedrich August von Hayek

Hayek vergleicht den Marktprozess mit der Definition des Wortes „Spiel“, welche es als einen Wettkampf nach Regeln, der durch überlegene Geschicklichkeit, Kraft oder auch durch Glück entschieden wird, beschreibt. Es ist gleichermaßen ein Geschicklichkeits-, als auch ein Glücksspiel.

Durch die Ungleichheiten (Kapital und Qualifikation) entsteht die gegenseitige Anpassung, wodurch eine fortschreitende Arbeitsteilung erst möglich gemacht wird. Das Gesamtprodukt (Pool) ist nur vorhanden, weil nicht jeder gleich viel Einkommen hat und wenig Rücksicht auf Wünsche genommen wird. Dies führt dazu, dass Menschen dazu angereizt werden, dort zu arbeiten, wo sie den größten Beitrag zum Gesamtprodukt leisten können, d.h. wo sie (entsprechend ihrer Fähigkeiten) am meisten verdienen. Durch diese Verteilung wird das größtmögliche Gesamtprodukt erzielt.

Vor allem ist es ein Spiel, das dazu dient, aus jedem Spieler den höchsten für ihn lohnenden Einsatz für den gemeinsamen Pool herauszulocken, aus dem jeder einen ungewissen Anteil gewinnen wird. – F.A. Hayek


Spiel wünschenswert?

Auch hier waren sich die Schüler einig, dass das Spiel nicht wünschenswert ist, da es nicht gerecht ist. Wohlhabende Menschen müssen trotz höherem Verdienst nicht viel mehr zahlen, Leute werden aufgrund Geld und Bildung bevorzugt und müssen sich fast nicht anstrengen, während andere sich extrem anstrengen und trotzdem nicht viel verdienen.

Die Klasse war demnach der Meinung, dass das Spiel eher darauf abzielt, dass die Wirtschaft gut läuft und nicht, dass es den Menschen gut geht.

Das wirkliche Fazit wurde jedoch auf die nächste Stunde verschoben.

Oktober 13

Protokoll 10. Oktober 2016

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 10.10.2016,  7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema: Gerechtigkeit/ Gedankenexperiment nach John Rawls


Gliederung der Stunde:

  1. WG-Gründung / Gedankenexperiment nach John Rawls
  2. John Rawls

1. WG-Gründung / Gedankenexperiment nach John Rawls

Zu Beginn der Stunde wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt. Jede bekam eine individuelle, aber ähnliche Aufgabe:

Wir sollten uns vorstellen, gemeinsam in einer WG zu leben und nun Regeln für die Verteilung der Ausgaben und anfallenden Aufgaben aufstellen. Jeder Person wurde eine bestimmte Rolle zugeteilt. Die erste Gruppe (1) wusste zu Beginn keine Rollenverteilung, die zweite Gruppe (2) hingegen schon, bekam die Informationen jedoch erst kurz vor Schluss gesagt. Die letzte Gruppe (3) wusste von Anfang an, wer welche Rolle spielt. Somit kamen unterschiedliche Ergebnisse heraus:

Gruppe (1):

  • viele Regeln
  • gerechte Aufteilung der Miete (800€) → jeder zahlt gleich viel
  • Haushaltskasse, um „Grunddinge“ zusammen einzukaufen
  • Dienste, wie Putzen, Müll rausbringen, Bad und Einkaufen werden aufgeteilt
  • das eigene Zimmer wird selbst geputzt
  • am Wochenende wird gemeinsam ein Essensplan für die kommende Woche erstellt
  • Besuch und Party müssen vorher abgesprochen werden

⇒ allgemein gehaltene Regeln

Gruppe (2):

  • Putzplan;  wer sich nicht daran hält, muss einen ausgeben  (Sanktion)
  • Party ja; falls Prüfungen am nächsten Tag, Musik leise machen
  • persönliche Gegenstände werden mit farbigen Tapes gekennzeichnet
  • 2 duschen Morgens, 2 Abends

⇒ wenige Regeln/ es werden weniger Bereiche abgedeckt, aber leichter zum Einhalten

⇒ nachdem Rollen bekannt waren: wir ändern fast nichts. Jeder kann sich die Miete leisten und muss folglich auf Sonderwünsche verzichten. Außerdem muss bei Partys auf Petra Rücksicht genommen werden, da sie Migräne hat.

Gruppe (3):

  • jeder zahlt 160€ Miete und 40€ Haushaltsgeld → Essen, Trinken (kein Alkohol) und „Putzzeug“
  • Udo (Musiker) probt, wenn Petra nicht da ist. → Rücksicht
  • jeder hat pro Tag 20 Minuten im Bad
  • Koch-/Putzplan für gemeinsame Räume
  • Veganer sind unerwünscht
  • eine Einkaufsliste, auf die jeder seine Wünsche schreibt
  • geraucht wird nur auf dem Balkon
  • keine Hausparties vor Donnerstag
  • Nachtruhe von Montag bis Mittwoch ist 00 Uhr

⇒ Rücksicht und faire Verteilung von Aufgaben

 

2. John Rawls

In der zweiten Stunde arbeiteten wir dann mit dem Buch auf den Seiten 218 und 219. Hier klärten wir die Frage der sozialen Gerechtigkeit nach Ansicht des amerikanischen Philosophen John Rawls.

Gerechtigkeit ist – Fairness

M2:  Theorie der Gerechtigkeit als Fairness

I.

  • die Übereinkunft auf die Gerechtigkeitsstrukturen bezieht sich auf die gesellschaftliche Grundstruktur
  • es sind Grundsätze, die vernünftige und freie Menschen im Zustand der Gleichheit in ihrem eigenen Interesse annehmen würden
  • an diese muss man sich anpassen
  • die Grundsätze bestimmen die Art der gesellschaftlichen Zusammenarbeit

Seine Theorie ist ein Gesellschaftsvertrag

II.

  • ursprüngliche Situation der Gleichheit ist genauso viel wert, wie der Naturzustand/Urzustand (herkömmliche Theorie des Gesellschaftsvertrages)
  • Urzustand ist eine theoretische Situation. Keiner kennt seine gesellschaftliche Stellung/ Klasse/ seinen Status, oder seine Gaben, wie Intelligenz
  • keine Vorstellung über Gut und Böse
  • „Die Grundsätze der Gerechtigkeit werden hinter einem Schleier des Nichtwissens festgelegt.“ (S. 219, Z. 40ff.)
  • Keiner wird bevorzugt oder benachteiligt → Grundsätze der Gerechtigkeit sind Ergebnis einer fairen Verhandlung

III.

  • Urzustand = angemessener Ausgangszustand      → sichert Fairness
  • Grundsätze der Gerechtigkeit werden in einer fairen Ausgangssituation festgelegt
  • Gerechtigkeit ≠ Fairness
  • Nach festgelegter Gerechtigkeitsvorstellung wählen wir eine Verfassung/Gesetzgebungsverfahren

⇒ Funktion der Grundsätze

IV.

  • Gerechtigkeitsgrundsätze:
  1. „Jedermann soll gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten haben, das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist. (=Gleichheitsprinzip)“
  2. „Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu gestalten, dass (a) vernünftigerweise zu erwarten ist, dass sie zu jedermanns Vorteile dienen, und (b) sie mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die jedem offenstehen. (=Differenzprinzip)“    (S. 219, Z. 72ff.)
  • dem ersten Grundsatz geht der Zweite voraus
  • bei Verletzung des ersten Grundsatzes darf ich dies nicht durch größere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Vorteile begründen

Abschließend haben wir nochmals über unsere WG Regeln gesprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Gruppe eins und zwei ebenfalls wie Rawls erst unabhängig zum Einkommen und Zustand die Regeln aufgestellt haben. Gruppe eins hat zudem mehr nach dem Gleichheitsprinzip entschieden, während Gruppe drei mehr nach dem Differenzprinzip entschied.

Ein Kritikpunkt zu den Grundsätzen war, dass die Einbeziehung von Gut und Böse fehlt, sodass man nicht weiß, dass es z.B. nett wäre, eine Party ausfallen zu lassen, wenn einer auf eine Prüfung lernen muss.

Oktober 10

Protokoll der Stunden am Montag den 10 Oktober

Protokoll vom 10.10.2016, 9:40-11.15 Uhr

Lehrer: Frau Schütze

Verfasser: Zufriedenheit

Gliederung:

  1. Organisatorisches: GFS-Besprechung
  2. Frage: Welche Erwartungen werden an mich herangetragen? Als Lehrer wie auch als privat Person
  3. Text: Freiheit aus Sicht der Soziologie
  4. Gesprächsrunde: Welche Erwartungen werden an unsere Eltern gestellt und wie setzten sie es um?
  5. Film: Meine Eltern
  6. Selbstreflexion: Welche Erwartungen werden an mich persönlich herangetragen

Die erste Frage, welche Erwartungen an Frau Schütze als Lehrerin, wie auch als privat Person herangetragen werden haben wir in folgendem Aufschrieb festgehalten und beantwortet.

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Im Text:“Freiheit aus der Sicht der Soziologie“ wird als erstes die allgemeine Definition von Sozialisation gegeben.

Sozialisation: Prozess, in dem der Mensch in die ihn umgebende Gesellschaft und Kultur hineinwächst und zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt wird.

Die Sozialisation ist, wie schon in der Definition beschrieben ein bis zum Lebensende andauernder Prozess, da man sich ständig im Wandel befindet. Allerdings werden im Kindes- und Jugendalter die grundlegenden Bausteine für einen sozialen Menschen geschaffen, wodurch vor allem dieser Lebensabschnitt große Bedeutung auch für den späteren Menschen hat. Hierbei ist die Familie die wichtigste Sozialisierungs-Instanz und übt großen Einfluss aus, da sie die Weichen für den späteren sozialen Stand des Individuums stellt.

Um sich nochmal genauer in die Materie einlesen zu können ist das Textdokument im Folgenden angehängt. (Urheberrecht)

Als nächstes beschäftigten wir uns mit der Frage welche Erwartungen an unsere Eltern gestellt werden und kamen zu folgendem Resultat:

  • Alle gleich behandeln
  • Grundversorgung
  • Sich Zeit nehmen
  • Unterstützung

In einer kleinen und kurzen Gesprächsrunde stellten wir uns der Frage wie unsere Eltern diese Erwartungen umsetzten, ob sie allen gerecht werden oder ob sie ab und an nicht alle Erwartungen erfüllen.

Vor allem Jugendlichen, aber auch manchem Erwachsenem sind seine Eltern peinlich und man findet diese spießig oder langweilig. Genau mit diesem Thema beschäftigt sich der Film: Meine Eltern, den wir zum Abschluss des Unterrichts schauten. In diesem geht es um ein jugendliches Mädchen deren Eltern ein langweiliges und nach ihren Ansichten spießiges Leben führen. Sie lernt einen Jungen kennen den sie ihren Eltern vorstellen möchte, um aber nicht als langweilig abgestempelt zu werden, erzählt sie ihm das ihre Eltern sich noch innig lieben würden und auch sonst ihr Leben genießen, mit allem was dazu gehört. Für das erste Treffen stellen sich die Eltern komplett um doch entdecken sich dadurch neu und lernen sich wieder zu lieben. Also im wahrsten Sinne ein Happy End.

Als Abschluss des Unterrichts sollten wir über die Frage: Welche Erwartungen an uns persönlich gestellt werden? Gedanken machen, jedoch beendete das Klingeln den Unterricht und somit nahmen wir die Frage mit nach Hause.

Oktober 9

Stundenzusammenfassung vom 26. September 2016

Protokoll vom 26.9.2016, 9:40-11:15 Uhr

13 von 14 Personen waren anwesend

Lehrer: Frau Schütze

Verfasser: Gerechtigkeit

Gliederung:

1.Organisatorisches

2.Freiheit bei Sartre

3.Willens- und Handelsfreiheit

4.Handwerk und Freiheit

Informationen zu GFS-Themen in Erdkunde und in Ethik.

Wir beginnen das Thema mit dem Vorlesen einer Textstelle aus dem Buch „Das Cafe der Existenzialisten“, in der es um das Dilemma eines Jungen geht, der sich entscheiden muss, ob er bei seiner Mutter bleibt, oder ob er in den Krieg zieht. Darauf folgt die Frage, was der Junge unserer Meinung nach tun sollte, worüber wir uns nicht ganz einig waren. Sartre schrieb zu diesem Dilemma, dass man indem man wählt, wählt wer man sein will, womit dann auch alle zufrieden waren.

Dann lasen wir die Artikel „Dostojewskij und der Existentialismus“ und „Der Mensch ist Freiheit. Aus dem ersten Text ging hervor, dass es, wenn es keinen Gott gäbe, auch keine Regeln gäbe, aber genauso wenig gäbe es Entschuldigungen für unser handeln. Wir fassten auch den zweiten Artikel zusammen, und kamen zu dem Entschluss,dass das Einzige worüber man nicht entscheiden kann, die Geburt ist. Aber alles was danach kommt, liegt in unserer Verantwortung.

Wir bekamen nach diesem Entschluss ein neues Arbeitsblatt, das wir in folgendem Aufschrieb zusammenfassten (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

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Auch was uns in unserer Willensfreiheit beschränkt, ist auf dem Blatt zu finden.

Und dann folgte das dritte und letzte Arbeitsblatt der Stunde „Erarbeitete Willensfreiheit“, welches wir ebenfalls bearbeiteten. Wir fassten zusammen, dass Peter Bieri meint, dass die Willensfreiheit ein zerbrechliches Gut ist und das der freie Wille dem angeeigneten Willen entspricht. Diese Aneignung des Willens, hat Peter Bieri in drei Dimension unterteilt:

  1. Dimension der Artikulation:Klarheit
  2. Dimension: Anstrengung den Willen zu verstehen
  3. Dimension: Bewertung des Willens

Dann klärten wir noch einige Fragen über diese drei Dimensionen anhand von Beispielen, wie zum Beispiel diesem hier:

Wenn man sich ein Hobby aussucht, muss man erstmal die verschiedenen Möglichkeiten berücksichtigen, man befindet sich also in der 1.Dimension. Dann muss man sich überlegen, was man für eine Hobby machen möchte. Soll es eher sportlich oder musikalisch sein? Man muss verstehen was man will, ist also in der 2. Dimension angekommen. Und schließlich bewertet man, wenn man sich zum Beispiel für etwas sportliches entscheidet, ob es eher Basketball oder Fußball sein soll, hat also die 3.Dimension erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Oktober 3

Stundenzusammenfassung 26. September 2016

Stundenprotokoll 26. September 2016, 7:45- 9:20 Uhr
17 Anwesende, (2. Stunde 16 Anwesende), Referentin: Sü

Gliederung:
1. Gerecht teilen?
2. Grundbegriffe Gerechtigkeit
3. Theorien der Gerechtigkeit
Die Stunde zum Thema Recht und Gerechtigkeit startete mit einem Gedankenexperiment, wie man gerecht teilt.
Aufgabe war es, eine Torte so unter sieben sehr hungrigen Freundinnen zu verteilen, dass jede gleich viel bekommt.
Wir kamen zu dem Ergebnis die Torte in 14 gleich große Stücke zu teilen, so dass jede zwei Stücke bekommt.
Eine weitere Aufgabe bestand darin gute und schlechte Gründe für eine Bevorzugung bei der Verteilung der Torte zu sammeln.
Daraus entstand folgender Aufschrieb, der auch die Prinzipien einer gerechten Verteilung nach Perelman beinhaltet:

Prinzipien einer gerechten Verteilung :

• Gleichheit
• Bedürfnisse
• Leistung
• Verdienst
• Rang
• Werke
• Vom Gesetz zugeteilt

Gute Gründe:
• Benachteiligung ausgleichen
• Wettbewerb
• erbrachte Leistung
• Tauschangebot

Schlechte Gründe:
• Gewalt/ Erpressung
• Tricks
• Religion, Herkunft, Hautfarbe
• Zufällige Kriterien

Gründe, die wir nicht direkt zuteilen konnten:
• Leistung
• Rang
• Emotionen
• Erbansprüche

Danach wurden Grundbegriffe zum Thema Gerechtigkeit erklärt.
Diese Grundbegriffe lassen sich in „Funktion des Rechts“, „Ziel einer Rechtsordnung“, „absolute Rechte“, „relative Rechte“, „Gewaltmonopol des Staates“, „Naturrecht“ und „positives Recht“ unterteilen ( siehe Arbeitsblatt).

Zum Schluss hörten wir noch einen Radiopodcast über die Theorien der Gerechtigkeit, im speziellen über die Vertragstheorien und bearbeiteten dazu einen Lückentext.

http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/gerechtigkeit-tugend-verfahrensgerechtigkeit-100.html

Der zu ergänzende Lückentext handelt von Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Immanuel Kant und ihren jeweiligen Theorien.

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Ergänzt wurde noch Platon und seine Theorie.
Laut ihm ist Gerechtigkeit die höchste Tugend, die die drei Seelenteile, den Denkenden, den Begehrenden und den Muthaften zusammen hält.
Jedem Seelenteil ordnet Platon eine bestimmte Gesellschaftsgruppe zu. Dem denkenden Seelenteil die Philosophen, dem Begehrenden den Bauern und dem Muthaften die Soldaten.

Die Gerechtigkeit in Gesellschaft und Staat ist für ihn eine Grundvoraussetzung für ein gutes und faires Zusammenleben.