Leihmutterschaft – ethisch vertretbar oder nicht?

Es gibt immer mehr Paare die keine Kinder bekommen können, sich aber dennoch ein Baby wünschen. Nach oftmals vielen künstlichen Befruchtungen der Frau sehen sie deshalb in der Leihmutterschaft die letzte Möglichkeit. Doch auffällig hierbei ist, dass die Leihmütter aus dem Ausland und aus ärmlichen Verhältnissen stammen. Gründe hierfür sind, dass in Deutschland die Leihmutterschaft verboten ist und die Leihmütter aus dem Ausland oft aus finanzieller Not heraus handeln. Aber ist dies überhaupt ethisch vertretbar?

Davor sollten wir uns aber der Folgen einer Leihmutterschaft bewusst werden. Erstens wird das Kind zu einem Objekt, dass man sich ,,einfach so“ kaufen kann. Außerdem hat das Kind keinen Bezug mehr zu seiner leiblichen Mutter, da es sie nicht kennt. Im schlimmsten Fall könnte das Kind ein mögliches Trauma dadurch davontragen. Trotzdem hätte es trotz allem ein schöneres Leben, da ein von einer Leihmutter ausgetragenes Kind kostspielig ist und es sich somit nicht alle leisten können. Somit würde es in einer wohlhabenden Familie leben. Doch trotzdem könnte die Gefahr bestehen, dass das finanzielle ,,Aus“ des Paares durch hohe Kosten eintreten könnte. Zusätzlich machen sie sich strafbar da, wie schon erwähnt, in Deutschland Leihmutterschaft verboten ist. Doch trotz allem hätten sie sich dadurch ihren lang ersehnten Kinderwunsch erfüllt. Wenn man jedoch denkt, die Leihmutter hätte den meisten Vorteil, irrt man sich. Klar hat sie vielleicht keine Finanzielle Nöte mehr, da sie eine Menge Geld für ihre Verhältnisse bekommt. Die ,,Zeit“ veröffentlichte in einem Online Arikel, dass eine Leihmutterschaft bis zu 100.000 Dollar kosten kann und eine Leihmutter davon 10 bis 30 Prozent bekommt. Natürlich sind die Zahlen Länder abhängig. Der Nachteil jedoch ist, dass die Frauen erst dieses Geld bekommen wenn sie ein gesundes Baby zur Welt bringen. Und da künstlichen Befruchtungen meist bis zu 80 Prozent schief gehen, ist das Leihmutterschaft Geschäft eigendlich ,,Ausbeutung pur“. Auch haben die vielen Schwangerschaften Auswirkungen auf die Gesundheit und es sind sogar Todesfälle bekannt. Siehe: https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/leihmutter-kinder-schangerschaft/seite-2

Auch die Organe der Mutter werden hier ebenfalls zum Objekt und man könnte dies wie mit einem Mietvertrag vergleichen. Außerdem könnte sie ebenfalls ein psychologisches Trauma davontragen, da sie ihr Kind nach der Geburt abgeben muss. Somit kann man auch sagen, dass eine ,,Mutter-Kind Beziehung“ verkauft wird.

Prüft man dies alles mit den Normen und Werten wird schnell klar warum die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Im Grundgesezt steht nämlich das die Würde des Menschen unantastbar ist und somit stellt sich die Frage, ob der Wunsch nach einem Kind mehr Gewicht hat als die Würde eines Menschen.

Gehen wir auch nach der Bibel können wir sehen das die Heiligkeit der Familie und der Ehe zerstört werden kann. Ein Beispiel finden wir in 1. Mose 16 mit der Begebenheit mit Hagar und Ismael.

Meiner Meinung nach ist die Leihmutterschaft ethisch nicht vertretbar, da das Baby und die Mutter als ,,Objekt“ gesehen werden, die nur durch Geld zu erwerben sind. Deshalb finde ich es gut, dass die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Natürlich sollte man die bedürftigen Familien, die dieses Geld durch eine Leihmutterschaft gebrauchen könnten nicht vergessen, doch ich finde das es da noch viele andere Möglichkeiten gibt diese Familien zu unterstützen. Außerdem könnten die Paare, die keine Kinder bekommen können, versuchen ein Pflegekind aufzunehmen oder ein Kind zu adoptieren. Eventuell könnten sie sich sogar ein Haustier anschaffen.

Natürlich würde mich brennend interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht. Also gebt gerne eure Kommentare dazu ab 😉 .

Quellen: https://prezi.com/efsz2y-tnrp9/ist-eine-leihmutterschaft-ethisch-vertretbar/ https://www.imabe.org/fileadmin/downloads/presse/2016-02-02_kathpress.pdf

Lg Aspasia 🙂

4 Antworten auf „Leihmutterschaft – ethisch vertretbar oder nicht?“

  1. Sehr interessanter Beitrag! Aus der Sicht verzweifelter kinderloser Paare betrachtet, ist es eine schnelle Option, wenn auch illegal, ein eigenes Kind über eine Leihmutter zu erhalten. Das ist zum Teil verständlich; aber dennoch nur von jemand nachzuvollziehen, der sich selbst in dieser Situation befindet.
    Dennoch sprechen all die Argumente – wie Ausbeutung, Geldgier, emotionale Belastung für das Kind und auch für die Leihmutter dagegen. Mit Menschenleben darf nie Handel getrieben werden! Das ist menschenunwürdig.
    Immerhin gibt es auch auf dieser Welt viele Kinder oder Babies, die ohne Eltern sind und gerne in eine liebevolle Familie kommen würden. Adoption ist legal und auch in Deutschland möglich. Die dafür nötigen Vorbereitungen und Prüfungen sind zum Schutz des Kindes auch sinnvoll.

    1. Dem kann ich nur zustimmen !
      Persönlich denke ich, dass er mehr Kinder dort draußen schlecht geht und damit anderen Leben eine glückliche Heimat und Zukunft geben kann.
      Ich muss mich eh mit dem Gedanken anfreunden, dass es nicht mein leibliches Kind ist, daher würde ich damit mehr gutes tun.
      Ich könnte mir nie vorstellen, wie schwer es ist sein eigenes Kind wegzugeben und dies noch freiwillig für Geld.
      Dies ist definitiv Menschen unwürdig.
      In meinem empfinden muss es doch schwerer sein ein Kind einer Leihmutter als sein eigenes anzusehen als ein Adoptiertes, denn die Intentionen sind doch etwas unterschiedlich in ihren Prinzipien.

  2. Sehr guter Artikel, aus verschiedenen Perspektiven betrachtet!
    Meiner Meinung nach ist es völlig richtig, dass die Leihmutterschaft in Deutschland nicht erlaubt ist. Ethisch finde ich es sehr bedenklich, dass die Notsituation von Leihmüttern in fremden Ländern ausgenutzt wird und diese nicht mal annähernd genug dafür bezahlt werden, dass sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen und außerdem von dem Baby, was in ihrem Bauch heranwächst, sie spüren und fühlen können, sofort Abschied nehmen müssen. Dadurch geht die Würde des kleinen Lebens und auch die Würde der Mutter als fühlender Mensch komplett verloren.
    Die Leihmutter muss sich ja vorkommen , wie ein Tier, welches nur zum Nachwuchs produzieren etwas taugt und sonst nichts wert ist.
    Wichtiger wäre bestimmt, wenn solche notleidenden Frauen mehr Bildung bekämen in ihren Ländern und damit ihren Wert steigern und eine eigene Familie haben können.
    In Deutschland gibt es viel zu viele Abtreibungen. Wenn diese getöteten Kinder statt dessen zur Adoption frei gegeben
    werden könnten, wäre auch den kinderlosen Ehepaaren hier viel mehr geholfen.

  3. Sie können sich in der Tat nicht in die Situation der Betroffenen hineinversetzen. Dies beweist unter anderem der völlig empathielose vorletzte Satz: „Eventuell könnten sie sich sogar ein Haustier anschaffen.“ Auch wird die Position des Vaters mal wieder vollkommen vernachlässigt. Das Kind wird kein fremdes sein, wie ein Adoptivkind, denn es wird das des Vaters sein. Er sollte gleichberechtigt als Elternteil bewertet werden, und nicht als Mensch zweiter Klasse (das ist unethisch). In der heutigen Zeit ist es inzwischen normal alleinerziehend zu sein, insofern müssten wir aktuell ja unzählige traumatisierte Kinder im Land haben, da sie ohne Vater oder Mutter aufwachsen, was nicht der Fall ist, insofern ist das Argument der Traumata ebenfalls zu vernachlässigen. Auch ein finanzieller Ruin kann jedem passieren, ich sehe da wieder keinen Zusammenhang zu diesem speziellen Fall. Die Aussage bezüglich dem Kind & der Mutter als „Ware“ ist ebenfalls nur halb wahr. Das Kind ist ganz sicher keine Ware, es ist das gewollte Kind des Vaters! Mit der Mutter sieht es sicherlich schon anders aus. Und hier ist der im Text einzig relevant-diskutable Kritikpunkt. Sie verkauft sich. Sie kann sich nach der Geburt jedoch immernoch selbst entscheiden ob sie statt dem Geld das Kind lieber behält. Es ist insofern eine ungewollte Schwangerschaft unter finanziellem Druck (das Kind dem Vater & seiner Frau zu überlassen). Weiter ist das Risiko und der Aufwand für die Mutter größer, wie bei einer Samenspende, die übrigens nicht verboten ist obwohl sie auf das gleiche Ergebnis abziehlt. Dafür gibt es aber natürlich auch eine höhere Entschädigung. Ist dies nun für die Mutter Menschenunwürdig? Nein denn (wie beim Blutspenden oder anderen Diensten mittels des eigenen Körpers) es ist die freie Entscheidung eines jeden beteiligten. Jeder Mensch hat selbstbestimmend das Recht mit sich und seinem Leben zu tun was er möchte. Sofern dies auch gewährleistet ist (macht sie es aus finanziellem Zwang oder für mehr Wohlstand), verletzt es nicht die Würde des Menschen da es selbstbestimmend ist. Auch das Wunschkind wird keinen vorprogrammierten Schaden nehmen. Es wird beim leiblichen Vater leben, geliebt. Insofern ist es nicht unethisch und es wird definitiv auch nicht als Ware betrachtet. Ich sehe da die Gefahr bei der Adoption deutlich größer (Beispiel Angelina Jolie). Und was die Bibel sagt interessiert mich recht wenig, da sie keine objektive Meinung vertritt, bzw. nicht als Referenz zeitgemäßer ethnischer Werte fungiert. Adoption ist eine selbstlose, günstigere Alternative, die ich beführworte, wenn sie liebevolle motive aufweist (nicht als Statussymbol). Jeder sollte aber die Freiheit haben selbst zu entscheiden, und ihm nicht seinen Willen aufzwingen durch das Verbot anderer gleichwertiger Optionen. Eine so aufgezwungene Adoption läuft dann nämlich Gefahr zur besagten nicht liebevollen Adoption, also Motiv „Status“ (jetzt einfach irgend ein Kind haben), zu werden. Ein Haustier ist sicherlich nicht gleichwertig, aber in diesem letzten Fall dann sicherlich besser! Ich hoffe ich konnte hiermit einen emphatischen Denkanstoß geben, der mir hier bisher gefehlt hat (außer den Lippenbekenntnissen: „Ich verstehe ja das sie es sich sehr wünschen aber), insbesondere für die hier bisher völlig ignorierte Rolle des Vaters, der schließlich kein Elternteil zweiter Klasse ist und zentraler Punkt weshalb es nicht unethisch ist.

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