Eichmann-Prozess

Informationen

Ansätze zur psychologischen Deutung

Freiheit? !

Wir diskutierten, inwiefern solch ein Mensch frei handeln kann/konnte. Daran anknüpfend folgte die Frage nach der Schuldfähigkeit. Die Kursteilnehmer sprachen sich dafür aus, psychologische Theorien als Erklärungsansätze zu verwenden. Dennoch hat jeder Mensch die Möglichkeit, frei zu wählen bzw. Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen.

Freiheit aus Sicht der Psychologie

Alfred Adler

Alfred Adler

Neurosen - Alfred Adler

(wenn ihr auf die Bilder klickt, werden sie größer)

weitere Aspekte bei Adler:

  • Geschwisterreihe
  • Organminderwertigkeit
  • Entwicklungsaufgaben

Adler zum Weiterlesen (click) oder auch hier (click)

Sigmund Freud

–> Das Instanzenmodell von Freud ist auf dem Plakat vom jetzigen #EthikK2-Kurs zu finden. (click)

 

Beispiel für das Instanzenmodell:

Freud zum Weiterlesen: hier (click) und hier (click)

 

Was ist Freiheit

(Inspiriert durch den Film „Drei Farben: Blau“ und http://www.epos.uni-osnabrueck.de/music/templates/buch.php?id=25)

Bedeutet Freiheit, frei zu sein von allem, was bindet?

Diese Frage wirft sich durch den oben genannten Film auf. Wenn man etwas so Schreckliches erlebt wie die Hauptperson des Filmes, will man, wie sie, erst einmal Abstand gewinnen bzw. alle Erinnerungen an die Person, die man verloren hat, vernichten, um nicht länger gequält zu werden. Dazu müssen auch alle Beziehungen abgebrochen werden, letztlich muss man sein ganzes Leben ändern, sich eine neue Umgebung suchen, um zumindest nicht mehr bei jedem Schritt und Tritt daran denken zu müssen. Vielleicht beschließt man auch, nie wieder Bindungen zu anderen Menschen aufzubauen – auch sie könnte man doch eines Tages wieder verlieren, und dieses Risiko will man nicht mehr eingehen. Die Frau aus dem Film drückt sich so aus: »Aber jetzt habe ich verstanden, dass ich nur noch eins tun werde: nichts; dass ich keinen Besitz mehr will, keine Erinnerungen, keine Liebe, keine Bindungen, keine Freunde.«

Im Laufe des Films erlebt sie aber, dass Erinnerungen wie das Seil bei einem Bungeesprung sind: Wenn man losspringt (wenn man sich befreien will), spürt man zunächst nichts mehr von dem Seil und erlebt kurzfristig das Gefühl „absoluter Freiheit“ – aber bevor man den Boden erreicht, spannt es sich und man wird von ihm zurückgehalten (die Erinnerungen holen einen irgendwann wieder ein).

Diese Rolle der Erinnerung übernimmt in dem Film die Musik ihres Mannes, die ihr ständig in den Kopf kommt – genauso, wie man sich von einem Ohrwurm nur schwer wieder trennt, sind auch Erinnerungen nur schwer loszubekommen.

Letztlich muss sie einsehen, dass sie nicht ewig davonrennen kann, und sie beginnt, sich wieder neu für ihre Umwelt und menschliche Bindungen zu öffnen, schließlich komponiert sie sogar das Stück zu Ende.

Ich denke, dass das eine sehr gute Metapher ist: Freiheit bedeutet meiner Meinung nach nicht, frei zu sein von jeglicher Bindung und sich von allem loszusagen. Man mag eine Weile lang vermeintlich frei sein, aber irgendwann kommt, wie in dem Film mit der Musik, alles wieder zurück, und man spürt, dass man doch noch immer an dem „Bungeeseil“ der Erinnerungen hängt.

„Die Flucht nach vorn“ ist es also nicht, was frei macht. Ich denke, dass nur der frei ist, der vor nichts mehr davonlaufen muss, der seinen Frieden mit der Vergangenheit und mit seiner Lebenssituation geschlossen hat.

Was denkst du darüber? Was ist Freiheit?

Protokoll, 22.09.11

Kurs: Ethikgrundkurs Gymnasium Gerabronn, K1
Anwesende: 8 Schüler und 1 Lehrerin
Protokollant: T.S.

Gliederung:

  1. Organisatorisches
  2. Was kennzeichnet den Menschen?
  3. Übung zur Textanalyse

1. Organisatorisches:

Am Anfang der Doppelstunde klärten wir, wer eine GFS in Ethik halten möchte und verteilten die Themen. Danach besprachen wir ein Arbeitsblatt zum Thema Protokoll schreiben. Das Kursprotokoll wird ins Weblog gestellt, um Wichtiges festzuhalten und um die Nichtanwesenden zu informieren. Frau Schütze machte uns darauf aufmerksam, dass ihr das Weblog als Gedächtnisstütze diene und dass wir ungeklärte Fragen, Buch-/Film- oder sonstige Empfehlungen hier einstellen sollten.

2. Was kennzeichnet den Menschen?

Die Diskussion (ausgelöst durch ein Bild von einem Menschen und einem Affen, die die gleiche nachdenkliche Pose haben), was den Menschen vom Tier unterscheidet, hielten wir in folgendem Tafelaufschrieb fest:

Was kennzeichnet den Menschen?

– er denkt, handelt bewusst
– Perspektivwechsel
– er kann sprechen
– er kann über seine Gefühle nachdenken
– er ist weltoffen (kommuniziert)
– er kann seine Zukunft gestalten

3. Übung zur Textanalyse

Anschließend begannen wir mit den Basis-Lernstationen zu einer Abhandlung von Descartes, die uns Schritt für Schritt zu einer Textanalyse führen. Nächste Stunde machen wir damit weiter.

Hausaufgabe: E-Mail an Frau Schütze schreiben, damit sie uns hier anmelden kann; Erlaubnis-Zettel mitbringen

Gfs-Themen

Lieber Ethik-Kurs,

nach einigem Suchen auf meinem Computer sind mir noch ein paar mögliche Gfs-Themen zu Gesicht gekommen:

  • „Geschlossene Gesellschaft“ – Freiheit in Literatur und Philosophie bei Jean-Paul Sartre
  • Ist Sartres Konzept von Freiheit noch aktuell?
  • Wie lassen sich Menschenrechte begründen?
  • Ist Selbsttötung ethisch gerechtfertigt? oder Suizid – Todsünde oder Ausdruck menschlicher Freiheit?
  • Religionskritik, wahlweise von Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Sigmund Freud
  • Gibt es eine besondere Verantwortung von Wissenschaftlern für ihre Entdeckungen? (an Beispielen festmachen: z.B. atomare Kernspaltung, Klonen)
  • Die (moralische) Verantwortung der Medien, z..B. bei einem Amoklauf
  • Organspende – ein ethisches Gebot?
  • Umgang mit Menschenrechtsverletzungen
  • Darf der Staat Foltern um an lebenswichtige Informationen zu kommen?
  • Gibt es einen gerechten Krieg?
  • Chancen und Grenzen des Projekt Weltethos
  • moderne vs. antike Glückstheorien
  • der künstliche Mensch – ein Angriff auf die menschliche Würde?
  • Wie konnte Gott Auschwitz zulassen? (Theodizee-Problem)
  • Kann man sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen?
  • Stärkt Religion die Motivation zur Moral?
  • Läßt sich die Todesstrafe ethisch rechtfertigen?
  • Epikur und die moderne Spaßgesellschaft – eine ethische Reflexion
  • Die Philosophenschule der Stoa
  • Brauchen wie einen internationalen Verhaltenskodex für Wissenschaftler?
  • Freiheit und Determination im Koran
  • Kreationismus / Intelligent Design – eine rationale Alternative zur Evolutionsbiologie?
  • Was spricht gegen das Klonen von Menschen?
  • Gibt es ein Grundrecht auf Datenschutz?
  • Freiheit vs. Sicherheit (Vorratsdatenspeicherung, etc.)
  • Verhaltenskodex für Journalisten?
  • Kann man sich als Verbraucher mehr oder weniger ethisch verhalten?
  • Doping und die Moral im Sport
  • östliche Spiritualität – attraktiv für den Westen?
  • Ackermann, Lidl & Co.: Kann Wirtschaftsethik trotz Gewinnstrebens ein Maßstab für eine gute Firmenpolitik sein?
  • Welche Berechtigung hat Religion in einer säkularen Gesellschaft?

Übrigens lassen sich daraus auch schöne Präsentationsprüfungsthemen formulieren … auch anders herum: aus den Präsentationsprüfungsthemen lassen sich schöne GFS-Themen machen.

Protokoll, 15.09.2011

Ich begrüßte den Kurs im neuen Schuljahr 2011/12. Nach einem kurzen Austausch über besonders prägende Ferienerlebnisse gab ich Informationen zum Ethikkurs in K1 und K2:

      – Bewertung: schriftlich:mündlich = 60:40, zu den schriftlichen Noten zählen die Klausur (Anfang Dezember, 40%), sowie die Weblog-Note (20%)

 

      – Themen für K1: Anthropologie, Freiheit, Philosophische Standpunkte (Aristoteles, Kant, Utilitarismus, Verantwortungsethik)

 

      – Themen für K2: Recht und Gerechtigkeit, Religionen, Technik-Wissenschaft-Verantwortung, Pluralismus

Anschließend erklärte ich, was ein Weblog ist und wie es im Kurs genutzt werden soll. Leider ließ die Internetverbindung viele Wünsche offen, sodass meine Erklärungen oft unterbrochen werden mussten. Der Kurs entschied sich mehrheitlich für ein öffentliches Weblog.

Als Einstieg in das Thema Anthropologie schrieben die Kursteilnehmer anschließend einen kurzen Text mit ihren Gedanken zum Lächeln. Im Anschluss daran stellten wir fest, dass …

wichtig: Mail an mich schreiben, sodass ich alle im Weblog als Autoren anmelden kann