Protokoll vom 15.12.2011

Kurs: K1 Ethik Grundkurs, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 8 Schüler, 1 Lehrerin, 1 Referendarin

Protokollant: J.A.

1.) Organisatorisches

Zu Beginn teilte uns Frau Schütze die Klausur vom 1.12. aus (Schnitt: 10,3 Notenpunkte), und wir besprachen die einzelnen Aufgaben gemeinsam. Danach füllte jeder einen Fragebogen aus, der von der neunten Klasse in Ethik verfasst wurde. Im Folgenden hielten wir gemeinsam ein kleines Weihnachtsfrühstück ab, zu dem jeder eine Kleinigkeit beigesteuert hatte.

2.) Thema: Glück

Wir bekamen den Arbeitsauftrag, auf Zettel zu schreiben was uns persönlich glücklich macht. Diese Zettel sollten wir dann an der Tafel ordnen, dazu hatten wir drei Kategorien zur Auswahl:

1. Glücksgefühle (sich wohlfühlen, etwas ist schön)

2. glückliche Zufälle (Gewinn erzielen, heil aus einer Sache rauskommen)

3. dauerhaftes Glück (etwas erreicht haben, zufrieden sein)

Im Anschluss daran besprachen wir das Tafelbild und stellten fest, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, die dazu führen, dass wir glücklich sind. Und dass es ein Unterschied ist, Glück zu haben und glücklich zu sein, da „Glück haben“ etwas ist, das von außen kommt und „glücklich sein“ ein innerer Zustand ist.

Danach wurde uns das Arbeitslatt „ein Blatt zum Glück“ ausgeteilt, und wir  besprachen anhand eines „Calvin und Hobbes“ – Comics, was die Vorraussetzungen seien um beispielsweise in der Familie glücklich zu sein. Dazu zählten wir, dass man sich verstehen müsse und dass man die Familie schätzen lernen müsse.

Im Folgenden lasen wir „Die Geschichte mit dem Hammer“, die sich ebenfalls auf dem Arbeitsblatt befand. Wir bekamen den Auftrag, sie so umzuschreiben, dass sie eine glückliche Wende nimmt. Es wurden verschiedene Lösungsmöglichkeiten vorgelesen und kurz besprochen.

Als Abschluss der Doppelstunde lasen wir einige Blätter zum Thema Philosophie, die an den Wänden im Raum hingen. Sie handelten von Fragen, wie zum Beispiel „Was ist Philosophie?“, „Wie kam es zum philosophieren“?, „Wer hat philosophiert?“, und ähnlichen.

Protokoll

Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs, K1

Kurssitzung: Willensfreiheit, 24.11.2011, 11.25 Uhr- 13.00 Uhr

Anwesende: 3 Schüler, 5 Schülerinnen und 1 Lehrerin

Protokollant: S.V. (27.11.2011)

Organisatorisches:

Zu Beginn der Stunden besprachen wir, was wir für die Klausur am 01.12.2011 alles lernen sollten. „Unsere Lehrerin sagte uns, dass wir eine Textanalyse zum Thema Freiheit schreiben werden. Dazu gehöre, die Argumentationsstruktur zu verstehen, die Argumente im Text zu erkennen und seine eigene Meinung bilden zu können. Sie hatte beschlossen, dass wir unseren Ordner während der Klausur benutzen dürfen. Des Weiteren, wies unsere Lehrerin darauf hin, dass die sechs Schüler, die noch kein Protokoll geschrieben haben, dies in den wenig verbleibenden Wochen noch verfassen sollten.“

Zusammenfassung Willensfreiheit und Freiheit mit Übungsaufgabe:

Anschließend erhielten wir eine Zusammenfassung der Willensfreiheit, was es bedeutet frei zu sein, eine Kopie über die Freiheit des Menschen nach Satre und ein Blatt, auf welchem die wichtigsten Argumente über die Dimensionen der Freiheit knapp verfasst sind. Nachdem es dazu keine Fragen mehr gab, teilte unsere Lehrerin jedem einen anderen Text aus, „ den man lesen und die Argumentation nachvollziehen, bzw. das Wichtigste heraus schreiben sollte. Nach einer halben Stunde stellte jeder seinen Text vor:

  • René Descartes: Das Geistwesen (Verstand, freier Wille) des Menschen ist stark genug, um die Materie (körperliche Gefühle, Reize, Bedürfnisse) zu bekämpfen. Der freie Wille(=vollkommen) hilft, zur Erkenntnis zu gelangen und die Entscheidungen auf dem Verstand, der Vorstellungen entwickelt und Entscheidungsalternativen begrenzt, zu treffen → pro Willensfreiheit
  • Immanuel Kant: Der Mensch ist in die Sinnenwelt, die Entscheidungen und Handlungen vorherbestimmt und in den Verstand, der unsichtbar ist und sich mithilfe des freien Willens auf vernünftige Gründe bezieht, eingeteilt. Die Naturkausalität, die im Widerspruch zur Freiheitskausalität steht, bilden somit eine unendliche Kette durch eine Ursache, die eine bestimmte Handlung hervorruft. Aufgrund seines Verstandes ist der Mensch frei → pro Willensfreiheit
  • David Hume: Der Verstand spielt keine Rolle, da der Mensch durch die Gefühlswelt eingeschränkt wird und somit keine Urteile treffen kann. Diese Urteile und die Vernunft sind abhängig von den Erfahrungen. Somit sind die Entscheidungen schon durch die Erfahrungen im Voraus festgelegt → contra Willensfreiheit
  • Jean-Jacques Rosseau: Der Mensch ist von Natur aus gut und wird nur durch die Gesellschaft böse. Die Freiheit ist möglich, wenn sich der Einzelne aktiv dem Gemeinwohl unterordnet. Der Mensch trägt die Verantwortung für sein Handeln und da der Wille unabhängig von den Sinnen ist, ist er frei durch sein Gewissen pro Willensfreiheit
  • Anwendungsbeispiel Kunstfreiheit: Künstler sind bei der Herstellung ihrer Werke frei. Da sie aber einen Trieb nach dem noch die Dagewesene, dem noch nie Gesehenen oder Gehörten haben, schränken sich die Künstler selbst sehr ein. Bei der Moral der Architektur sind die Architekten frei in ihrer Fantasie, sind aber durch das Geld des Konsumenten eingeschränkt.
  • Es gibt verschiedene Varianten der Determination:
    * Voraussetzung für den Zusammenhang aller Vorgänge (Naturwissenschaften)
    * Bestimmung des Willens durch innere und äußere Ursachen (Ethik)
    * Lehre, dass das menschliche Wohl durch Gott bestimmt wurde (Theologie)
    * Arbeitshypothese: gesetzlich bestimmter Verlauf aller Ereignisse ( Wissenschaftstheorie)
  • Friedrich Nietzsche: Der Mensch ist nicht verantwortlich für sein Handeln, da er seinem Schicksal unterliegt. Die Vorstellung eines freien Willens macht den Menschen gefügig und leicht beherrschbar. Er ist nur frei, wenn er seine Vorstellungen der Moral ablegt. Es gibt folglich zwei Antriebe des Willens: die Macht und die Liebe.

Ein letzter Text wird zur Vollständigkeit nach der Klausur, in zwei Wochen vorgestellt.

→ „Wer nächste Woche ein koffeinhaltiges oder heißes Getränk haben möchte, solle seine Tasse nicht vergessen.“

Protokoll, 22.09.11

Kurs: Ethikgrundkurs Gymnasium Gerabronn, K1
Anwesende: 8 Schüler und 1 Lehrerin
Protokollant: T.S.

Gliederung:

  1. Organisatorisches
  2. Was kennzeichnet den Menschen?
  3. Übung zur Textanalyse

1. Organisatorisches:

Am Anfang der Doppelstunde klärten wir, wer eine GFS in Ethik halten möchte und verteilten die Themen. Danach besprachen wir ein Arbeitsblatt zum Thema Protokoll schreiben. Das Kursprotokoll wird ins Weblog gestellt, um Wichtiges festzuhalten und um die Nichtanwesenden zu informieren. Frau Schütze machte uns darauf aufmerksam, dass ihr das Weblog als Gedächtnisstütze diene und dass wir ungeklärte Fragen, Buch-/Film- oder sonstige Empfehlungen hier einstellen sollten.

2. Was kennzeichnet den Menschen?

Die Diskussion (ausgelöst durch ein Bild von einem Menschen und einem Affen, die die gleiche nachdenkliche Pose haben), was den Menschen vom Tier unterscheidet, hielten wir in folgendem Tafelaufschrieb fest:

Was kennzeichnet den Menschen?

– er denkt, handelt bewusst
– Perspektivwechsel
– er kann sprechen
– er kann über seine Gefühle nachdenken
– er ist weltoffen (kommuniziert)
– er kann seine Zukunft gestalten

3. Übung zur Textanalyse

Anschließend begannen wir mit den Basis-Lernstationen zu einer Abhandlung von Descartes, die uns Schritt für Schritt zu einer Textanalyse führen. Nächste Stunde machen wir damit weiter.

Hausaufgabe: E-Mail an Frau Schütze schreiben, damit sie uns hier anmelden kann; Erlaubnis-Zettel mitbringen

Protokoll, 15.09.2011

Ich begrüßte den Kurs im neuen Schuljahr 2011/12. Nach einem kurzen Austausch über besonders prägende Ferienerlebnisse gab ich Informationen zum Ethikkurs in K1 und K2:

      – Bewertung: schriftlich:mündlich = 60:40, zu den schriftlichen Noten zählen die Klausur (Anfang Dezember, 40%), sowie die Weblog-Note (20%)

 

      – Themen für K1: Anthropologie, Freiheit, Philosophische Standpunkte (Aristoteles, Kant, Utilitarismus, Verantwortungsethik)

 

      – Themen für K2: Recht und Gerechtigkeit, Religionen, Technik-Wissenschaft-Verantwortung, Pluralismus

Anschließend erklärte ich, was ein Weblog ist und wie es im Kurs genutzt werden soll. Leider ließ die Internetverbindung viele Wünsche offen, sodass meine Erklärungen oft unterbrochen werden mussten. Der Kurs entschied sich mehrheitlich für ein öffentliches Weblog.

Als Einstieg in das Thema Anthropologie schrieben die Kursteilnehmer anschließend einen kurzen Text mit ihren Gedanken zum Lächeln. Im Anschluss daran stellten wir fest, dass …

wichtig: Mail an mich schreiben, sodass ich alle im Weblog als Autoren anmelden kann