Handys im Unterricht

Jeder kennt es, man sitzt im Unterricht und da klingelt etwas hier schreibt jemand am Handy und sich auf den Unterricht zu konzentrieren ist schwer.

Doch können Handys auch eine gute Möglichkeit sein, um neue Unterrichtsmethoden einzuführen ?

In diesem Thema unterscheiden sich wahrscheinlich die Meinungen der meisten Lehrer zwischen denen der Schüler. Manche Schulen setzten voll und ganz auf moderne Medien. Sie verwenden beispielsweise Tabletts anstatt Bücher und nutzen interne Schulnetzwerke um mit den Schülern in Kontakt zu bleiben.

So fortschrittlich ist unsere Schule zwar nicht, aber auch bei uns benutzen manche der Lehrer Handys im Unterricht, um mal kurz eine Antwort auf eine Frage zu suchen, oder um für einen Vortrag im Internet zu recherchieren. Auch im Ethikunterricht haben wir eine kleine Fragerunde auf Twitter gestartet, welche allen Schülern gefallen hat und gleichzeitig den Unterricht nicht behindert, sondern weitergebracht hat.

Meiner Meinung nach können solche kleinen Einflüsse der modernen Medien in den normalen Unterricht bereichernd wirken und das ganze interessanter gestalten. Voll und ganz auf die modernen Medien zu setzen finde ich allerdings auch nicht gut. Vor allem in den unteren Klassen wäre meiner Meinung nach aber eine Unterrichtseinheit die den Umgang mit den modernen Medien und vor allem auch mit dem Handy veranschaulicht und gleichzeitig auch die Gefahren die damit verbunden sind aufzeigt, denn oftmals sind die jüngeren Schüler oft noch sehr unerfahren und sich den Gefahren nicht bewusst.

Was meint ihr, sollten mehr Handys im Unterricht verwendet werden ?

Was sagt ihr zu meinem Vorschlag für eine kleine Schulung für den Umgang mit Handys ?

Sollten Handys ganz im Unterricht verboten werden ?

 

Digitale Medien- Chance oder Risiko?

In unserem Alltag sind die digitalen Medien nicht mehr wegzudenken. Kinder und Jugendliche spielen in ihrer Freizeit Computer-Games, informieren und vernetzen sich im Internet und kommunizieren via Handy mit ihren Freunden und Verwandten.

Auch in der Schule und am Arbeitsplatz gehören die digitalen Medien heute zum Alltag. Sie bieten den Heranwachsenden vielfältige Entwicklungs- und Lernchancen.

Das alles hört sich für mich super an. Doch wenn man sich einmal genauer mit dem Thema „digitale Medien“ auseinandersetzt, erkennt man neben den Chancen auch die Gefahren wie zum Beispiel Internetsucht, Cybermobbing, Datenmissbrauch oder sexuelle Übergriffe. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich mit den Gefahren auseinandersetzen, um einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu lernen. Dabei nehmen Eltern und Lehrpersonen eine bedeutende Begleitfunktion an- als vertrauensvoller Zuhörer, hilfsbereite Gesprächspartner oder interessierte Mitlernende.

 

https://de.slideshare.net/tfaas/die-rolle-der-neuen-medien-im-wahlkampf, Folie 13 (Bild entfernt wg. Urheberrecht)

Diese Statistik zeigt ganz deutlich, dass das Internet hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt wird. Mit dem Alter nimmt auch die Internet-Nutzung ab. Ich jedoch denke, dass in den nächsten Jahren auch die Älteren immer mehr mit den digitalen Medien in Kontakt treten werden.

Ich selbst nutze täglich die neuen Medien und verbringe viel Zeit damit. Nutzt ihr sie und wenn ja wofür?

Liebe Grüße Gelassenheit

Universum – Sind wir nur ein Charakter in einem Spiel?

Das Universum ist riesig und scheint unendlich zu sein. Wir sind darin nur ein kleines Sandkorn in einem riesigen Sandkasten. Wir sind also nur ein winziger Bestandteil eines großen Ganzen. Doch wer sind wir wirklich? Bist du, wie du bist? Bin ich, wer ich bin?
Wir stellen uns vor wir würden „Die Sims“ spielen.
Zur Verständlichkeit: „Die Sims“ ist ein Computerspiel, in dem man einen von sich selbst erstellten Charakter, in einer kleinen virtuell generierten Welt spielen kann. Dabei kann man sich ein Hausbauen und als „Sims“ auch einen Beruf erlernen. Man lernt andere Sims kennen, und gründet sich eine eigene kleine Familie.
Wir sitzen also an unserem Laptop oder Computer zuhause an einem Schreibtisch und spielen. Wir steuern unseren eigenen „Sims“ wie wir es wollen. Wir sagen ihm was er tun soll, was er essen soll, und vieles mehr. Wir steuern das Leben einer im Spiel virtuell erstellten Figur. Diese Figur hat also keinen eigenen Willen. Diesen Charakter kann man nun im Spiel auch an einen Computer setzen und dann kann man verschiedene Dinge am Computer tun. Wie am Anfang schon genannt, ist unsere Welt, wie wir sie kennen, nur ein kleiner Bestandteil eines großen Ganzen. Was wäre nun wenn wir, wir die Menschen auf der Welt auch nur ein Charakter in einem Spiel wären? Wenn wir auch nur gesteuert werden, was wir tun sollen. Wir hätten keinen eigenen Willen und jemand würde uns steuern. Dies könnte möglicherweise der Fall sein in einem anderen Universum. Ein in sich verschlungenes System in dem man immer höher in einer Ebene geht und alles mit einander verzweigt ist und jede Verzweigung wieder weitere tausend Wege öffnet. Dabei wäre unsere Welt wie wir sie kennen auch nur eine Verzweigung von vielen Tausend, Millionen, Milliarden oder sogar Googolplex (eine 1 mit 100 Nullen). Dabei fragt man sich wohl auch, wie das Universum, bzw. die Verzweigung, über einem aussieht. Ist es eine Welt wie unsere, oder sind es komplett andere Welten mit komplett anderen Arten von Wesen? Wie denken diese Wesen die uns möglicherweise steuern?
Was mich zu der nächsten Frage leite, ob wir Menschen überhaupt ein Gewissen haben?

Quelle: https://i2.wp.com/www.pravda-tv.com/wp-content/uploads/2016/11/titel-universum.jpg, Lizenz: CC-by-NC-ND von https://www.pravda-tv.com/

Wenn wir Menschen wirklich wie angenommen gesteuert werden, dann hätten wir theoretisch kein eigenes Bewusst sein. Wir wären gesteuerte Wesen, welche wiederum von höheren Wesen gesteuert werden, was einen unendlichen Kreislauf ergeben würde. Wir denken vielleicht wir würden steuern was wir tun aber möglicherweise tun wir das garnicht sondern wir werden dazu gesteuert diese Dinge zu tun. Ich meine wer kann beweisen, dass ich jenen Text hier schreibe und das nicht Teil eines anderen ist, der dies gerade befiehlt, wie im Spiel „Die Sims“. Es gibt keinen Beweis dafür. Weiß ein Mörder dann überhaupt, dass er gerade jemanden umbringt ? Kann man ihn dann wirklich noch dafür bestrafen, wenn wir wie angenommen von jemand oder etwas anderem gesteuert werden? Man müsste dann denjenigen bestrafen, der diesen Befehl gegeben hat. Man müsste also die komplette Geschichte der Welt und der Erde ansich überdenken. Man stelle sich vor die Welt in der wir Leben wurde von etwas Größerem genau so aufgebaut wir es das wollte, dass jeder Teil in der Welt einen zugeordneten Platz hätte und es vorher bestimmt war.
Gäbe es dann überhaupt noch Zufälle? Jede Tat, jeder Atemzug ist vorher bestimmt, bzw. wird von etwas höherem gesteuert. Ist unser Leben denn dann überhaupt real? Wenn du gerade diesen Text liest, wer kann beweisen, dass du ihn wirklich lesen wolltest? Du weißt nicht mal mehr wieso du ihn überhaupt lesen wolltest, du fandest ihn einfach interessant. Du kannst aber nicht sagen wieso dich dieser Text angesprochen hat. Jemand hat es in einem Spiel angegeben dass man ihn lesen soll.
Doch wenn dies wirklich gesteuert wurde, und alles ein in sich geschlossenes System oder ein Zyklus ist, wo ist dann das Ende? Man stelle sich dieses System einmal als eine Art Ball vor ein kleiner gelber Ball, der in einem leerem Raum in der Mitte schwebt. Doch dann kommt die Frage auf, welcher leere Raum das ist. Dieser Raum müsste wiederum an einem Platz sein der irgendwo ist. Es ist ein unendlicher Kreislauf. Aber wo ist dann das Ende? Gibt es überhaupt ein Ende? Ich meine was ist das in dem man lebt, das eigentlich nur wieder ein Teil von etwas größerem ist und so weiter? Es ist unvorstellbar, fast unmöglich.
Was mich wiederum zu einem weiteren fraglichen Punkt bringt dem Tod. Jede Religion glaubt an etwas anderes nach dem Tod. Die einen denken, nach dem Tod kommt nichts mehr, die anderem glauben man wird wieder geboren, und wieder andere denken man kommt in den Himmel. Nach dem Tod kann eigentlich laut der oben geschriebenen Theorie nicht nichts kommen, da es ein in sich geschlossenes System mit einem unendlichen Kreislauf ist. Nachdem Tod müsste man irgendwo wieder hinkommen, was wieder eine neue Welt öffnen würde in der das gleiche wieder passiert. Was nun von der Alles-nur-ein-Spiel-Theorie verschieden, bzw. anders erklärt ist.
Jeder Mensch und jedes Wesen besitzt eine Seele. Eine Energie im Körper. Energie kann nicht einfach so verschwinden und sich in Luft auflösen. Sie wird in etwas anderes umgewandelt. So müsste man als jemand oder etwas anderes geboren werden. Was wieder eine neue Welt und Verzweigung bedeutet. Wobei man diese These, dass jedes Lebewesen eine Seele besitzt auch wieder widerlegen könnte. Wir oben schon erwähnt dürften wir laut der oben genannten Theorie kein Gewissen, oder Bewusstsein besitzen, aber wie kann man dann eine Seele besitzen? Eine Seele, in der man gut oder böse ist. Was paradox wäre wenn alles nur gesteuert und gestellt wäre. Wir würden nicht wissen dass wir etwas tun, was wir eben tun. Doch wer ist man denn dann wirklich ohne Seele und Bewusstsein. Was ist das für eine Situation in der es immer so weiter gehen müsste und nicht und niemand eine Seele hat, gemeint hier die größeren und oder höheren Wesen, welche uns steuern.
Der ewige Kreislauf. Das Universum ist zu groß oder unendlich (?) um das herauszufinden. Wir leben in einer Welt wie wir sie Erde nennen. Wir wissen nicht was es dort draußen im Universum noch gibt. Wir wissen nicht ob wir real sind, ob die Welt real ist oder alles andere. Wir als Menschen nehmen es so hin. Die Wissenschaft kann viele Dinge erklären, wobei man dies auch wieder in Frage stellen könnte ob es wirklich so stimmt, denn wer kann das Beweisen, in einem anderem Universum könnte es wieder anders sein. Wir nehmen die Dinge so hin wie sie sind, ohne uns groß darüber Gedanken zu machen. Es ist wie es ist.

Diskriminierung

„Hauptschüler sind dumm“, „Frauen haben keine Ahnung von Technik“. Solche Vorurteile grenzen Menschen wegen bestimmter Merkmale aus. Diese erscheinen häufig als „naturgegeben“ – und somit unumstößlich.

Solche Ideologien und Verhaltensweisen stehen im Widerspruch zur Verfassung. Dort heißt es, niemand darf wegen äußerer Merkmale benachteiligt oder bevorzugt werden:

Artikel 3 GG:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) 1.Männer und Frauen sind gleichberechtigt. 2.Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) 1.Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. 2.Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Erschreckend finde ich es, dass es trotz dieses Gesetzes immer öfter zur Diskriminierung kommt. Die Diskriminierung tritt in verschiedenen Lebens- Bereichen auf:
z.B:
  • in der Schule oder im Kindergarten
  • bei der Arbeit
  • in der Freizeit

 

Infografik: Diskriminiert wegen Alter und Armut | Statista

Quelle: https://de.statista.com/infografik/4679/diskriminierungserfahrungen-in-deutschland/

 

Als ich mich genauer mit dem Thema Diskriminierung beschäftigt habe, ist mir erst einmal bewusst geworden, wie viele Situationen im Alltag gar nicht als Diskriminierung wahrgenommen werden. Ein Beispiel hierzu lautet:

Eine Frau bekommt von Ihrem Arbeitgeber weniger Geld, 
als ein männlicher Arbeits-Kollege. 
Aber sie macht die gleiche Arbeit gleich gut. 
Man sagt dann: Die Frau wird wegen ihres Geschlechts diskriminiert.

 

Meiner Meinung nach, sollte der Diskriminierung ein Ende gesetzt werden, denn jeder Mensch hat das Recht dazuzugehören egal wie er aussieht, denn keiner weiß schließlich, welches Aussehen ‚das Richtige‘ ist. Nur weil jemand anders aussieht, heißt es nicht, dass er schlimmer ist. Man sollte jedem Menschen eine Chance geben. Wie seht ihr das ? Wurdet ihr schon einmal diskriminiert, wenn ja weshalb?

 

Liebe Grüße und schöne Ferien

Gelassenheit

Protokoll Freitag, den 15.12.2017

Protokoll: Freitag den 15.12.2017 von 11:25-13:00 Uhr

Gymnasium Gerabronn Kursstufe 1

Referentin: Sü

Anwesenheit: 5 von 7 Schüler

Verfasser: Phaenomen218

 

Gliederung der Unterrichtsstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Epikur (a) und Stoa(b)

1. Zu Beginn der Stunde bekamen wir die erste Klassenarbeit vom 1.12.2017 zurück und besprachen sie anschließend. Danach wurden die Schüler noch genauer über den Blog informiert: Bis zum 7.1.2018 muss jeder Schüler 5 Kommentare und einen Beitrag online stellen.

2. Das Thema Epikur und Stoa haben wir bereits in der vergangenen Woche begonnen. Wir haben 2 Gruppen gebildet und diese mussten eine sognannte „Pecha Kucha“ Präsentation mithilfe von Arbeitsblättern und Materialeine wie einem Radiobeitrag des Radio Bayern2 vorbereiten. Es geht darum, eine Präsentation mit 20 Folien bildhaft zu gestalten. Dabei darf zu jeder Folie maximal 20 Sekunden gesprochen werden und somit geht eine Präsentation ca. 7 Minuten. Die Vorträge wurden dann noch fertiggestellt und anschließend dem Kurs präsentiert.

a) Epikur ist als der Philosoph der maximalen Lust bekannt und seine Hauptaussage beinhaltet, dass ein Mensch befriedigte Bedürfnisse benötigt, um ein glückliches Leben zu führen. Die Thesen von Epikur handeln also von notwendigen Bedürfnissen und welche Mittel zur Befriedigung dieser benötigt werden.

Diese notwendigen Bedingungen beinhalten Dinge wie Essen, Trinken, Kleidung oder ein Dach über dem Kopf. Dabei geht es laut Epikur nicht darum, von all diesen Dingen unendlich viel zu haben, sondern eine ausreichende Menge. Es wurde ein Beispiel anhand einer Villa im Vergleich zu einer Wellblechhütte. Hier ist letzteres notwendig und eine Villa die luxuriöse Erfüllung des Bedürfnisses. Zudem zählt der Genuss von Kunst, Musik und Sexualität auch zu den notwendigen Bedürfnissen, sowie die Freunde und die Philosophie. Vor allem geht es darum, den Lustempfindungen nachzugehen, nicht aber den beispielsweisen Materiellen.

Mittel zur Erfüllung der Aufgabe, die Bedürfnisse zu befriedigen, sind laut des Philosophen der Ausgleich zwischen den Dingen, die Tugenden, Erfüllung, Maßhalten und auch Freundschaftsdienste, um eben das Ziel der Glückseligkeit zu erreichen. Das war eines der wichtigsten Ziele der Befriedigung. Andere waren noch die Lust, Freude, oder Fröhlichkeit.

b) Die Stoa benötigt dennoch eine innere Ruhe, beziehungsweise Gelassenheit, um ein glückliches Leben zu führen. Die Aufgabe der Philosophie ist es, eine praktische Lebenskunst zu erreichen und das Endziel der Stoa ist es, alle selbst gesetzten Ziele zu erfüllen und sich so selbst Ziele zu setzten um, wie Epikur, zur Glückseligkeit zu gelangen. Dabei ist es wichtig, nur erreichbare Ziele zu haben, die nicht über die eigene Kraft herauswachsen. So soll man nur wollen,was man erreichen kann.

Dinge die man beeinflussen kann und welche nicht, spielen auch eine wichtige Rolle für die Stoa. Hier ist so etwas wie materieller Besitz, Tatsachen, oder Fakten, sowie natürliche Gegebenheiten nicht zu beeinflussen. Wenn man sich gegen diese Dinge also währen würde ist es also sinnlos. Ein Beispiel dazu war, dass man sich möglicherweise über eine Tatsache aufregen kann, es aber nutzlos ist, weil es unbeeinflussbar ist. Wir müssen uns den Dingen so hingeben, wie sie sind.

Im Gegensatz dazu ist der menschliche Geist und Seele beeinflussbar. Dabei hängt es von den Entscheidungen ab, die man trifft, um zum Ziel zu gelangen. Dabei ist man im Bezug auf die Gleichgültigkeit von sich selbst zu beeinflussen und wenn man mit sich selbst im Reinen ist, also ein Leben in innerer Ruhe besitzt, nicht zu beeinflussen.

→ Zum Ende der Stunde haben wir uns die Frage gestellt, ob wir Stoa oder Epikur bevorzugen, uns sollten unsere eigene Meinung zur Frage, wie man ein glückliches Leben führen kann, geben.

Protokoll Montag 04.12.2017

Protokoll: Montag 04.12.2017, 11.15-13.00 Uhr

 

Referentin: Sü

 

14 Schüler anwesend

 

Verfasser: Gerechtigkeit

 

Gliederung:

1.Organisatorisches

 

2.GFS

 

3.Wdh./ Zsfsg. Strafen

 

4.Todesstrafe weltweit

 

2.GFS

Das Thema der GFS war „Todesstrafe vs. Menschenrechte“. Dieses wurde wiederum unter der Frage, ob die Todesstrafe mit den Menschenrechten vereinbar sei, genauer beleuchtet. In der GFS wurden verschiedene Punkt genannt und erklärt. Einer dieser Punkte, waren Argumente für und gegen die Todesstrafe:

Dafür spricht: Dagegen spricht:

 

-„Auge um Auge, Zahn um Zahn“–>Mose

-Abschreckung

-Rache und Vergeltung

-Lebenslängliche Haft ist unmenschlicher, als ein schneller Tod

-Schutz der Gesellschaft

-Alttestamentliches Gebot wird in Matthäus 5,38ff aufgehoben

-Abschreckungskraft noch nie wissenschaftlich bewiesen

-Hinrichtung der Täter hilft den Opfern nicht

-Justizirrtümer

-hohe Kosten

-Extreme Belastung für Angehörige

-keine Chancen auf Rehabilitationen

-Senken den Respekt vor menschlichem Leben

-Bekämpft nicht die Ursachen

-Mord, um Mord zu bestrafen

 

Anschließend wurden uns die Menschenrechte gezeigt, sowohl die „Allgemeine Erklärung“, in der besonders auf Artikel 3 und 5 hingewiesen wurde, als auch das „Zivilpaket“. Am Ende der GFS kam sie (die Person, die die GFS gehalten hat) zu dem Fazit, dass die Todesstrafe nicht mit den Menschenrechten vereinbar sei, also weder mit der „Allgemeinen Erklärung“, noch mit dem „Zivilpaket“. Außerdem ist sie der Meinung, dass eine fortschrittliche Welt nicht an der Hinrichtung festhalten sollte. Sie sagte ebenfalls, dass der Druck der Weltgesellschaft steigen muss, um etwas zu ändern.

3.Wdh./ Zsfsg. Strafen

Wir sahen uns ein Video an, indem verschiedene Bespiele für die absolute und relative Strafzwecktheorie genannt wurden, die wir dann aufschreiben sollten.

Absolute Strafzwecktheorie Relative Strafzwecktheorie
Spiegelstrafen*, z.B. Abschneiden der Hände Spiegelstrafen*
Guillotine Guillotine
Kreuzigung* Generalprävention:

-Pranger

– Kreuzigung*

Hexenverfolgung Hexenverfolgung
Kahlscheren von Frauen Freiheitsstrafe
Todesstrafe Zwölftafelgesetz
Codex Hammurabi* Nürnbergerprozesse

 

*Spiegelstrafen: Strafen, bei denen der Verurteilte einen gleichen oder ähnlichen Schaden erleidet, wie das Opfer

* Kreuzigung: Diente zur Demütigung und Abschreckung

* Codex Hammurapi: Sammlung von Rechtssprüchen („Auge um Auge, Zahn um Zahn“)

Wie zu erkennen ist, können einige Beispiele beiden Strafzwecken zugeordnet werden, weshalb wir auch im Unterricht darüber diskutiert haben.

Zu finden ist dieses Video unter folgendem Link:

https://segu-geschichte.de/video-urteilen-und-strafen/

4.Todesstrafe weltweit

Zu diesem Thema haben wir uns einen Bericht von einem Radiosender angehört, der über die Todesstrafe in verschiedenen Ländern erzählt hat.

Das erste Land, das präsentiert wurde, war die USA:

  • 60% der Befragten war für die Hinrichtung
  • Aber Öffentlichkeit will es unauffällig
  • 32 von 50 Staaten haben noch die Todesstrafe, aber sie wird nur in 9 davon auch durchgeführt
  • Kritik:
  • Nicht wirkungsvollà keine Abschreckung
  • Zu teuer
  • Trifft Unschuldige
  • Funktioniert nicht immer richtig
  • 145 Fehlurteile

Das zweite Land, das die Todesstrafe noch durchführt, ist China:

  • Hinrichtungszahl ist ein Staatsgeheimnis; aber Schätzungen zu Folge sind es 3000 pro Jahr
  • Hauptgrund für Todesstrafe: Zorn der Bevölkerung über Korruption
  • Todesstrafe nicht nur für gewalttätige Delikte, sondern auch z.B. für Korruption
  • Kritik:
  • Fehlurteil oder falsches Justizurteil kann nicht mehr rückgängig gemacht werden
  • Todesstrafe schreckt nicht so sehr ab, wie gewollt
  • Recht auf Leben sollte respektiert werden
  • Geständnisse unter Folter erpresst und nicht immer gut/richtig
  • Aber: China ist ein Einparteienstaat und die Abschreckung durch Todesstrafen sei immer noch wichtig

–>trotz Rückgang der Verurteilungen, ist China noch weit entfernt von der Abschaffung der Todesstrafe

 

Das dritte Land, um das es ging, ist der Iran:

  • Vereine setzen sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein
  • Hinrichtungen sind öffentlich–> Widerstand, durch Rückgang der Zuschauerzahlen
  • Todesstrafe wegen z.B. Mord, Ehebruch oder Homosexualität
  • Aber: Verwandte der Opfer können bei Verurteilung wegen Mord, den Täter begnadigen und ihm so die Todesstrafe ersparen
  • Todesstrafe außerdem wegen Drogendelikten, aber „der Kampf gegen Drogen, werde nicht am Galgen entschieden“
  • Zahl der Hinrichtungen sogar gestiegen

 

Nachdem wir den Bericht besprochen hatten, konnten wir selber noch sagen, warum die Todesstrafe gut oder schlecht ist bzw. warum wir dafür oder dagegen waren. Dabei wurde gesagt, dass die Todesstrafe als Abschreckung nicht wirksam sei, dass aber jemand, der z.B. einen Mord begeht, dadurch sein Recht auf Leben verloren habe, und dadurch schon irgendwie die Todesstrafe „verdient“ hätte.

 

Zu finden ist der Bericht unter folgendem Link:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/todesstrafe-exekution-strafrecht100.html