Eins der aktuellsten Probleme der deutschen Politik sind Flüchtlinge. Sie kommen aus verschiedenen Gründen oft religiöser oder politischer Natur. Aber meistens ist es Krieg, der die Menschen aus ihrer Heimat in ein anderes Land treibt.
Immer mehr Menschen kommen nach Europa und auch immer mehr nach Deutschland aufgrund aktueller Ereignisse wie der radikalen Verfolgung des IS.
Müssen wir als vernetzte Welt, wie die Globalisierung sie geschaffen hat, Flüchtlinge in unserem Land aufnehmen? Haben wir eine Verantwortung für diese Menschen?
Die Politik in Deutschland ist sich uneinig genau wie die Bevölkerung. Das sieht man an Beispielen von PEGIDA, die eine radikale Einstellung gegenüber Einwanderung und somit auch Flüchtlingen haben und die dem vielen freiwilligen Mitarbeitern und Helfern in Flüchtlingsheimen gegenüberstehen. Nicht einmal die CDU und die CSU sind sich einig. Während die CDU für Einwanderung wirbt (wenn auch hauptsächlich für qualifizierte Menschen) ist die CSU für eine schnellere Abschiebung.
Momentan ist es so, dass Deutschland Kriegsflüchtlinge aufnimmt und ihnen Schutz und Aufenthalt gewährt, solange die Situation im Heimatland kritisch ist. Ist diese jedoch geklärt, werden sie wieder abgeschoben, das heißt, sie müssen zurück in ihr Land gehen. Dies kann jedoch schon nach zwei Monaten aber auch erst nach mehreren Jahren der Fall sein. So leben Flüchtlinge immer mit der Angst abgeschoben zu werden.
In der Zeit der des Aufenthalts dürfen die Kinder in die Schule gehen und werden somit auch in unsere Gesellschaft integriert. Eltern und Erwachsene hingegen dürfen die erste neun Monate überhaupt nicht arbeiten und selbst danach ist es für sie sehr schwer Arbeit zu finden, da sie oft nicht die nötige Qualifikation haben, zu wenig deutsch sprechen und verstehen können und deutsche Arbeitnehmer bevorzugt werden.
Wenn jetzt also die kritische Situation (Bsp. Krieg) im Heimatland vorbei ist, müssen sie gehen. So werden sie zweimal entwurzelt, einmal wenn sie ihr Heimatland verlassen und ein zweites Mal, wenn die Situation geklärt ist.

Ist dies menschenwürdig? Ist es fair, den Menschen erst Hilfe anzubieten und sie zu integrieren und sie dann einfach wieder fallen zu lassen? Erst wird man in die Gesellschaft integriert um dann wieder abgeschoben zu werden. So haben diese Menschen nirgends ein richtiges Zuhause, denn oftmals haben sie es nach der Abschiebung im Heimatland genauso schwer wie anfangs nach der Flucht in Deutschland.
Meiner Meinung nach, haben wir eine ethische Verantwortung gegenüber Flüchtlingen. Wir leben in einer modernen und vernetzten Welt, die es möglich macht, immer mehr mitzubekommen was am anderen Ende der Welt geschieht. Wenn wir dies einfach ignorieren und uns deren Probleme egal sind ist das für mich kein moralisches Handeln. Jedoch finde ich auch, dass die Politik in Deutschland etwas unternehmen sollte, da es meiner Meinung nach nicht fair ist wenn sie nach einer gewissen Zeit wieder abgeschoben werde. Wenn ich mich in ihre Lage versetzte, dann möchte ich auch nicht einfach so wieder abgeschoben werden. Für mich gilt daher die Goldene Regel.
Was denkt ihr so darüber, haben wir eine Verantwortung und müssen wir dieser gerecht werden oder nicht?