Noten im Schulsport – gerecht und sinnvoll ?

Die Frage, ob Noten im Schulsport gerecht und sinnvoll sind, ist ein Thema, dass sehr viele Diskussionen auslöst. Der Schulsport ist ein Fach, indem man vor allem körperlich fit und mental stark sein muss. Außerdem werden im Sportunterricht auch andere Kompetenzen wie Teamarbeit oder die sozialen Fähigkeiten geprüft. Die Art und Weise auf welche diese oben genannten Leistungen benotet werden, sind sehr fragwürdig und oft für Schüler und Schülerinnen äußerst unfair und daher nicht nachvollziehbar. Ich selber habe auch schon die Erfahrung gemacht, als ich mich gefragt habe, warum diese Person zum Beispiel eine bessere Note im Volleyball hat oder warum die Notentabelle der Leichtathletik für Schüler so viel schwieriger ist als die für die Schülerinnen.

Beginnend möchte ich klären, warum es überhaupt sinnvoll und gerecht wäre im Sportunterricht Noten zu verteilen. Durch Notengebung kann man die sportliche Entwicklung der Schüler und Schülerinnen überwachen und die Fortschritte dokumentieren. Außerdem spielt die Vergleichbarkeit auch eine große Rolle. Noten im Schulsport ermöglichen einen Vergleich zwischen Schüler und Schülerinnen und können dabei helfen, Talente zu erkennen und zu fördern. Das wichtigste Argument für dieses Seite ist, dass die Schüler und Schülerinnen lernen, mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen und Disziplin und Teamarbeit zu entwickeln und zu schätzen.

Gegen Notengebung spricht, dass im Schulsport die Noten ungerecht sein können, da nicht alle Schüler und Schülerinnen das gleiche Talent und die gleichen körperlichen Voraussetzungen haben. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die Noten die Schüler und Schülerinnen den Fokus auf die Leistungen legen und so den Spaß, was eigentlich der Sinn des Schulsports ist, verlieren können und sich die ganze Zeit selber Druck machen. Außerdem berücksichtigen Noten im Schulsport oft nicht die individuellen Fortschritte der Schüler und Schülerinnen. Ein Schüler oder eine Schülerin die sich individuell verbessert, könnte trotzdem schlechte Noten erhalten, falls diese die vorgegebenen Leistungen nicht schafft.

Meiner Meinung nach ist es sinnvoll und gerecht Noten im Sportunterricht zu verteilen, da es wie schon gesagt eine Möglichkeit ist, die Leistungen der Schüler und Schülerinnen zu bewerten und sie zur Verbesserung zu motivieren. Das Argument, dass die Noten ungerecht sein können, weil man nicht so viel Talent oder so körperliche Voraussetzungen besitzt als ein anderer Schüler oder eine andere Schülerin, zählt für mich nicht, da es meiner Meinung nach wie in jedem anderen Schulfach ist. Dem einen fällt es leichter zu rechnen, dem anderen Texte zu schreiben und dem andern gute Leistungen in Sport zu erzielen. Außerdem kann man im Sport Fach auch wie in jedem anderen Fach trainieren um bessere Noten zu erzielen.

Was ist eure Meinung dazu?


10 Kommentare

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Hallo, ich stimme mit deinem Ergebnis nicht in jedem Punkt überein, denn prinzipiell ist die Notengebung ein guter Anreiz zur Motivation von Schülern und Schülerinnen, die von sich aus nicht sehr sportlich sind. Allerdings ist die Art der Notengebung oft sehr ungerecht und nur Schwer Nachvollziehbar, so sind zum Beispiel die Notentabellen für Schüler viel anspruchsvoller und strenger als die Tabellen, die für Schülerinnen gelten, dabei ist es für die Schüler schwierig gute Noten zu bekommen, für Schülerinnen ist der Aufwand wesentlich geringer. Schülerinnen bekommen trotz deutlich schlechterer Leistung so gut wie immer bessere Noten. Diese Ungleichbehandlung sollte meiner Meinung nach abgeschafft werden, denn es sollte vom Geschlecht unabhängig sein wie eine Person im Schulsport bewertet wird so wie es auch in allen anderen Fächern egal ist ob es sich um einen Schüler oder eine Schülerin handelt.

Hallo Kultur,
in deinem Blog sprichst du genau das Thema an, das in jeder Klasse oder in jedem Freundeskreis schon mindestens einmal thematisiert wurde und bestimmt oft zu weiteren Konversationen und Meinungsverschiedenheiten geführt hat. Nämlich die Notenvergebung im Sport.
Wenn man die Notenvergebung an sich betrachtet, stimme ich dir zu, dass es genauso wie in allen anderen Fächern auch seinen Sinn hat jeden Schüler und jede Schülerin individuell nach den Leistungen zu beurteilen und zu benoten. Wie schon von dir genannt hilft es einem seine Motivation aufrecht zu erhalten, um es beim nächsten Mal genauso wenn nicht sogar besser zu machen und sich vom einen aufs andere Mal zu steigern. Generell ist es nützlich, wenn man von der jeweiligen Lehrerin oder dem Lehrer ein paar Verbesserungsvorschläge bekommt, um genau zu wissen, was beim nächsten Mal besser sein muss.
Wenn man jedoch jede Sportart, (egal ob Schwimmen, Fußball oder auch Tanzen) bewerten und benoten möchte, dann sollte man die Benotung für jeden Schüler und jede Schülerin im Ganzen gleichberechtigt benoten. Denn es kommt schon mal vor, dass die gegebenen Notentabellen je nach Geschlecht von einander abweichen und ein kleiner Spalt in der Benotungsweise entsteht, da der ein oder andere trotz gleicher Leistung etwas besser benotet wird.

Hallo, es gibt viele Meinungen über die Verwendung von Noten im Schulsport. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die beeinflussen, ob diese Bewertungen angemessen und sinnvoll sind. Noten im Schulsport können verwendet werden, um die Leistung der Schüler zu bewerten und Anreize für Verbesserungen zu schaffen. Sie erleichtern die Bewertung von sportlichen Fähigkeiten und Fortschritten.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass die Bewertung im Sport häufig persönlich sein kann. Es hängt nicht nur von quantifizierbaren Faktoren ab, sondern auch von der Wahrnehmung und dem Verständnis der Lehrperson. Es besteht die Möglichkeit, dass dies zu ungleichen Bewertungen führt und die verschiedenen Fähigkeiten und Interessen der Schüler nicht angemessen berücksichtigt werden.
Darüber hinaus könnten Schulsportergebnisse einen zusätzlichen Druck auf die Schüler ausüben, insbesondere auf diejenigen, die gute Noten erzielen.

Hallo Kultur,
Noten im Schulsport nur anzuzweifeln finde ich schon einfach unsinnig, es ist gut einen Blogbeitrag darüber zu verfassen und einmal alles aufzuschreiben.
Ja es hat im Schulsport etwas mit Begabung zu tun, dann könnte man aber genau so den Kunstunterricht und den Mathe Unterricht ohne Noten machen, da auch hier manche Menschen mehr Begabung haben.
Wenn nun jemand in seiner Freizeit sich viel Bewegt und trainiert sollte das auch Belohnt werden, wenn jemand in seiner Freizeit viel malt sollte das belohnt werden, wenn jemand in seiner Freizeit viel Rechnet sollte das belohnt werde. Ich verstehe nicht warum man da bei Sport immer eine Ausnahme machen muss, andere Fächer üben genau so viel Druck, wenn nicht sogar mehr aus. Und nur weil ein paar Leute zu faul auch nur die Basis einer Fitness aufzubauen und es dann auf die fehlende Begabung schieben sollen nun die fleißigen Sportler bestraft werden? das halte ich für unfair.
Ebenso könnte man das Argument der „Spaß“ würde verloren gehen entkräften, da das ja in jedem anderen Fach auch der Fall ist, dann muss man sich entscheiden ob man jetzt in der Schule ist und die Schüler für die Weiterbildung in den Beruf vorbereitet und dabei bewertet oder im Nachmittags-Freizeitprogramm ist.

Ich finde deinen Blogeintrag sehr aktuell, denn kürzlich habe ich von einer Kölner Schule gehört, die das Thema: “ Notengebung im Fach Sport“ besonders gelöst hat. An dieser Schule gibt es nämlich bis zur 8. Klasse keine Noten im Sportunterricht. Stattdessen gibt es einen ausführlichen Rückmeldebogen mit Tipps, wie man sich in einer bestimmten Sportart verbessern könnte. Im Vordergrund bei diesem Konzept steht die Freude an der Bewegung- ohne Leistungsdruck. Das Ergebnis: Viele Schüler haben mehr Spaß am Sportunterricht. Zitat Lehrer: “ Wir wollen niemanden dafür bestrafen, dass er nicht sportlich ist, sondern wir wollen eben das Positive hervorheben, um den Schülern klar zu machen: Sport ist etwas Schönes, für jeden, auf seinem Niveau und das sollte er mit möglichst viel Freude weiter machen.“ Diesen Ansatz halte ich auf jeden Fall für sinnvoll, denn viel Bewegung ist besonders für jüngere Kinder wichtig. Allerdings spreche ich mich für eine Notengebung in den höheren Klassen aus. Denn nun konnten alle Schüler fürs erste positive Erfahrungen im Sportunterricht sammeln und mit diesem positivem Feedback nun auch besser mit nicht so guten Noten im Fach Sport umgehen. Sportunterricht ist besonders vielseitig, somit kann man auch einmal eine gute Note bekommen. Zum Beispiel ist der eine gut im Volleyball aber schlecht im Turnen. Für einen Notengebung in den höheren Klassen spricht auch, dass die meisten Schülerinnen und Schüler einen Ansporn brauchen, um etwas zu leisten

Hallo Kultur,
dein Thema hat bestimmt schon jeden das ein oder andere mal beschäftigt und deshalb ist es wichtig darüber zu reden. Wie du bin ich auch der Meinung, dass Sport genau so ein Fach ist wie Mathe oder Englisch, bei dem eben der Eine mehr Talent hat als der Andere, weshalb es gerechtfertigt ist dort Noten zu bekommen. Dennoch sollte das Ziel des Sportunterrichts sein, Schülern den Spaß am Sport machen zu zeigen und indem man ihnen schlechte Noten gibt wird das nicht der Fall sein. Es ist klar, dass es für die Lehrer auch schwierig ist faire Noten zu machen, besonders in Sportarten bei denen es keine klare Notentabelle gibt, wie im Volleyball oder Fußball. Deshalb bin ich der Meinung, dass im Sportunterricht einerseits die Sportart an sich benotet werden sollte aber andererseits auch sowas wie das Spielen im Team oder mit welcher Motivation man an die Spiele herangeht.
Sport ist ein Fach wie jedes andere und sollte deshalb auch benotet werden, jedoch mit der Berücksichtigung, dass es dabei nicht nur um das Können geht sondern auch um den Spaß am Sport.

hi, Ich stimme dir in dem Punkt das Notenvergebung im Schulsport sinnvoll ist absolut nicht zu. Vor allem das Argument, dass es in anderen Fächern genauso ist, spricht nicht für Gerechtigkeit im Sport, sondern für Ungerechtigkeit in allen Fächern. Im Sport ist es meiner Meinung nach noch ein kleines bisschen mehr ungerecht, da körperliche Voraussetzungen eine große Rolle spielen und die Leistung stark beeinflussen. Man kann dafür üben, ja, aber das nimmt sehr viel mehr Zeit ein als lernen für andere Fächer, vor allem da man sich die Dinge in anderen Fächern aufschreiben und wieder ansehen kann wenn man sie braucht, um die sportlichen Fähigkeiten zu behalten muss man regelmäßig und kontinuierlich trainieren um keine negative Anpassung zu erfahren. Die Notenvergebung motiviert die meisten Schüler auch nicht sondern nimmt ihnen eher den Spaß an der Bewegung durch den Druck von jetzt auf nachher etwas zu können von dem sie vorher vielleicht noch nicht einmal gehört haben. Denn die Themen im Sport bauen nicht auf einander auf und zum Üben bekommt man nie genug Zeit. Meiner Meinung nach sollte Sport nicht benotet werden sondern eher als Bewegungspause zwischen langem Sitzen im Klassenzimmer dienen.

Hallo Kultur;
ich finde deinen Beitrag sehr spannend, da sich viele Schüler, wie ich selbst auch schon, mit diesem Thema beschäftigt haben.
Wie du gesagt hast, sollen Noten im Schulsport die Schüler motivieren eine bessere Leistung zu bringen und sich im besten Fall auch in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen, einerseits um die eigene Leistung zu verbessern, und andererseits weil die Schüler, durch den Schulsport, Spaß und Gefallen an der Bewegung gefunden haben. Dies ist in der Realität aber oft nicht der Fall, viele Schüler haben keinen Spaß oder sogar Angst vor dem Schulsport, Angst vor Demütigung oder Angst vor Versagen. Dass wirkt sich unwilkürlich auf die Noten aus, da man sich so selbst blockiert.
Meiner Meinung nach sollte der Fokus im Schulsport weniger auf Noten liegen, und mehr darauf den Schülern den Spaß an Bewegung näher zu bringen und ihnen möglichst viele verschiedene Sportarten zu zeigen und sich mit diesen auch über längere Zeit zu beschäftigen (nicht nur zwei Schulstunden). So können Schüler und Lehrer verborene Talente entdecken und diese auch fördern.

Hey,
ich habe mir deinen Post durchgelesen und finde es gut, dass du beide Seiten argumentiert hast. Ich glaube, dass jeder schon einmal darüber nachgedacht hat, besonders diejenigen die sich im Fach Sport schwer tun und nicht die Leistung erzielen die sie erwartet haben.

Meiner Meinung nach sollte es, wie in jedem anderem Schulfach, Noten für die sportliche Leistung geben, da wie du bereits in deinem Text erwähnt hast, jeder unterschiedliche Stärken hat. Der eine kann gut rechnen, der andere schreibt gute Aufsätze. Dafür wird man auch bewertet ob man will oder nicht. Deshalb fände ich es unfair gegenüber den Schüler/innen die gute Noten in Sport erzielen, diese nicht zu bewerten. Sie könnten dadurch Noten in anderen Fächern ausgleichen sowie Schüler/innen die ihre Note in Sport mit einem anderem Fach ausgleichen können.

Auch das viele, vor allem Schüler, die Wertetabellen unfair finden, ist eine Sache die jeder anders sieht. Man muss natürlich berücksichtigen, dass Männer und Frauen unterschiedliche biologische und physiologische Merkmale besitzen, die zu unterschiedlichen Leistungsniveaus führen. Deshalb müssen Schüler auch bspw. schneller laufen können als Schülerinnen.

Was ich noch hinzufügen möchte ist, dass man in dem Fach Sport jedoch genau sehen kann wer gut und schlecht ist. Da beispielsweise die Lehrer als auch die Schüler/innen beim Sprint direkt die Leistung der Person sehen was dazu führen kann das diese sich unwohl fühlt oder sogar für ihre Leistung schämt. Das ist in anderen Schulfächern anders. Dort wird nicht die Note, die man in einer Klausur schreibt der ganzen Klasse offenbart. Deshalb sollte man dafür eine Lösung finden was aber auch nicht allzu einfach ist.

Alles in allem finde ich dein Post sehr spannend und stimme dir in einigen Punkten zu!

Hallihallo,
Dein Thema ist mir direkt ins Auge gesprungen, da ich mich selbst sehr für den Sport interessiere und dieses Thema häufig heiß diskutiert wird.
Ich finde sehr gut, dass du dabei beide Seiten beleuchtet hast. Ich stimme dir auch in deinen Pro-Argumenten vollkommen zu: Noten zeigen Fortschritt und helfen, Talente zu sehen, zwingen zu Disziplin und Teamarbeit wir sichtbar. Jedoch widerspreche ich dir in dem Punkt, dass die nicht-Beachtung individueller körperlicher Voraussetzungen nicht unfair sei , da man in jedem anderen Fach auch individuelle Voraussetzungen habe. Meiner Meinung nach muss die jeweilige Sportart genauso geübt werden wie Texte schreiben oder rechnen, jedoch gibt es dabei im Sport zwei entscheidende Probleme. Zum einen kann man einige Sportarten (wie z.B. Gerätetreiber oder Hochsprung) sehr schwierig zu Hause außerhalb der Turnhalle üben, es ist also viel schwieriger als beispielsweise in Mathe oder Deutsch sich durch stetiges üben zu verbessern. Zum anderen kann man für einige genetische Faktoren nichts (z.B. Größe, Muskelfaserstruktur,…). Zudem gibt es bei der biologischen Entwicklung des Menschen bestimmte Zeitabschnitte, in denen die Trainierbarkeit einzelner konditioneller und koordinativer Fähigkeiten besonders gut ausgeprägt ist. Das habe ich auch im Theorieunterricht des Sport-Leistungskurses gelernt. Fehlen in diesen Phasen entsprechende Trainingsreize, können die dadurch entstandenen Defizite nur schwer aufgefangen werden. Da diese Entwicklungsabschnitte aber nicht durch das kalendarische, sondern das biologische Alter bestimmt werden, muss beim Training mit gleichaltrigen Kindern äußerste Aufmerksamkeit auf den tatsächlichen Entwicklungsstand gelegt werden. Ich kann den Aspekt des biologischen Alters nur zu gut selbst bestätigen, da ich fast ein Jahr jünger als die Meisten in meiner Jahrgangsstufe, jedoch zu meinem Glück keinen Nachteil daraus ziehe, da mein Körper meist mindestens genauso weit entwickelt ist. In diesem Zusammenhang sollten Leistungsbewertungen wie die Notengebung in Schulen, die anhand von Tabellen, die nach dem kalendarischen Alter differenziert sind, relativiert und durch weitere Leistungsparameter korrigiert werden.
Noten bilden im Schulsportunterricht nur allzu selten die individuellen Entwicklungen ab, sondern reduzieren Schüler auf Leistungen, die angesichts ihrer körperlich verschiedenen Voraussetzungen also eigentlich nur schwer vergleichbar sind. Hinzu kommt der Aspekt, dass viele Schüler durch den Leistungsdruck, vor allem durch den „Blick“ der anderen Mitschüler, keinen Spaß mehr am Sport haben und Scham oder Angst verspüren. Diese Scham und Angst im Sportunterricht ist für die zukünftige Entwicklung sehr einflussreich, da diese Menschen dadurch den Sport auch in ihrem späteren Leben tendenziell mit etwas Negativem konnutieren. Dies ist Problematisch, da Sport sowohl einige psychische als auch physische Vorteile mit sich bringt und sich die meisten Deutschen sowieso zu wenig bewegen. Der Sport darf also eigentlich nicht abgewertet werden, sondern muss vielmehr aufgewertet werden. Insgesamt bin ich eher für eine Abschaffung von Sportnoten, da diese nicht wirklich immer fair und repräsentativ sind. Ich denke, der kompetitive Charakter sollte in den Hintergrund gestellt und der Spaß an der gemeinsamen Bewegung eher in den Vordergrund gerückt werden. Für weitere Schritte wie die Schaffung eines vielfältigeren, individuelleren Bewegungsprogramms müssten aber auch Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, weshalb ich eine zeitnahe Abschaffung als unrealistisch erachte.
Zuletzt möchte ich auf ein Kommentar eingehen, in dem am Notensystem in Sport kritisiert wird, dass die Notengebung „sehr ungerecht und nur [s]chwer [n]achvollziehbar“ sei, da Jungen und Mädchen unterschiedliche Notentabellen haben. Ich widerspreche dieser Ansicht, weil Trainierbarkeit und Leistungsfähigkeit in facto im starken Maße vom Geschlecht beeinflusst werden. Ausschlaggebend ist hierbei der deutlich höhere Testestoronspiegel (durchschnittlich ca.15fach höher) der Männer, welcher für einen verstärkten Aufbau der Muskulatur, vermehrte Bildung von Mitrochondrien und Erythrocyten und eine schnellere Regeneration sorgt.Der Unterschied vergrößert sich besonders in der Pubertät, wodurch Mädchen eben eine geringere absolute Leistungsfähigkeit und auch Trainierbarkeit als Männer haben. Bei der relativen VO2max und der relativen Schnellkraft ist die relative Leistungsfähigkeit der Frauen etwas 15-20% geringer! Deshalb finde ich die Unterschiede in der Benotung sehr wohl nachvollziehbar und gerechtfertigt.
LG

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