Chill mal

Manche Leute sind der Meinung, dass sie nur mit Hilfe von Drogen „mal runterkommen“ können.

Doch macht uns das Leben in der Leistungsgesellschaft wirklich resistent gegen natürlich entstehende Gelassenheit?

JointVon:  Erik Fenderson

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Liebe = Glück?

Liebe = Glück?

Die meisten Leute streben nach Glück und nach der Liebe. Sind diese beiden Ziele nur in Abhängingkeit voneinander erreichbar? Was ist eure Meinung dazu?

Foto: von Allegrina
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Wie viel Selbstwertgefühl ist gesund?

File:Ballet-dancer 01.jpg

CC by Stano Novak Attribution 2.5 Generic

Ein positives Selbstwertgefühl ist heutzutage ein zu erstrebenswertes Gut, es gilt als Voraussetzung für Selbstvertrauen und somit für ein erfülltes Leben. Selbstvertrauen ist essentiell um Ziele zu erreichen  und mit Niederlagen umgehen zu können, besonders wichtig ist es in unserer Leistungsgesellschaft sich etwas zuzutrauen, um die erforderte Leistung erbringen zu können. Der Grad des Selbstvertrauens ist zeitlich abhängig, er hängt von der momentanen Stimmung ab, die auch von äußeren Umständen beeinflusst wird, doch manche Menschen scheinen ein extrem hohes Selbstwertgefühl zu haben, das „unzerstörbar“ zu sein scheint. Wie viel Selbstwertgefühl  kann gesund beziehungsweise gut sein?

Wir  können oft zwei Extreme vorfinden, ein Mittelmaß ist schwierig zu erreichen.

Viele Menschen trauen sich oft zu wenig zu, sie setzen sich keine schwer zu erreichenden Ziele, da sie diese sowieso nicht erreichen können, so ihre Überzeugung. Wenn wir uns selbst ablehnen, zerstören wir unser Selbstvertrauen und setzen uns so selbst Grenzen, die wir eigentlich überwinden könnten. Oder ein geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass Menschen damit prahlen, was sie alles haben und was sie alles können und andere Menschen schlecht darstellen und emotional erniedrigen, um sich selbst besser zu fühlen.

Ein zu hohes Selbstwertgefühl kann jedoch auch  leicht in Überheblichkeit und Arroganz ausarten und Antipathie bei den Mitmenschen auslösen.

Oft wird ein hohes Selbstvertrauen auch einfach nur vorgespielt, um wahrgenommen zu werden, hier ist  es eigentlich nur ein Ausdruck tiefer Unzufriedenheit und eines geringen Selbstwertgefühls.

Erstrebenswert ist meiner Meinung nach ein starkes Selbstwertgefühl, es ist wichtig um glücklich und zufrieden zu sein und ein erfülltes Leben zu führen. Wir sollten nur nicht mit unseren Fähigkeiten protzen und prahlen und somit dem Selbstwertgefühl anderer schaden. Aber jemand, der wirklich ein positives Selbstwertgefühl hat, hat es doch auch gar nicht nötig zu prahlen oder? Ein zu niedriges Selbstwertgefühl ist schlecht, da es dazu führt, dass wir uns selbst Grenzen setzen und uns selbst ablehnen. „Sich selbst abzulehnen oder gar zu hassen, ist das Selbstschädigendste, was man sich antun kann“ (Quelle)

Es ist wichtig sich selbst zu nehmen wie man ist und optimistisch zu sein. Eine optimistische Sicht auf die Welt macht das Leben einfacher. Wir sollten uns unsere Fähigkeiten bewusst machen und uns nicht ständig mit anderen vergleichen um ein starkes Selbstwertgefühl zu erreichen. Vor allem sollten wir uns nicht von anderen von unserem Weg und unseren Zielen abbringen lassen, nur weil andere Menschen sie uns nicht zutrauen. Grundsätzlich ist es wichtig in Erinnerung zu behalten: „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“ Wir leben nur einmal und sollten die Zeit genießen, die uns bleibt.

Niemand ist perfekt und gerade unsere (vielleicht scheinbaren) Fehler machen uns doch einzigartig oder?

Was machen Ballerspiele mit unserer Gesellschaft?

Lars spielt wöchentlich mit seinen Freunden.

Schlimme Ego-Shooter, solche wie Counter-Strike.

In der letzten Runde hat er sich wieder an die Spitze der Rangliste gesetzt, Lars hat die meisten Gegner umgebracht und zum krönenden Abschluss auch noch 100 Punkte extra für einen Kopfschuss erhalten.

Man könnte denken, dass an dieser Stelle schon alles geklärt wäre, jedoch sollte man zuerst einmal genau wissen, was Ego Shooter sind und welche Vor- und Nachteile sie wirklich haben, um wirklich über sie Urteilen zu können. Dieses Urteil dürft ihr gerne am Ende des Artikels in einer Umfrage kundtun.

Der in Deutschland weitläufig verbreitete Begriff Ego-Shooter bezeichnet das agieren mit Schusswaffen aus der Ich Perspektive in einer dreidimensional dargestellten Welt. International korrekt ist hierfür allerdings der Begriff First-Person-Shooter, im folgenden „FPS“.

Es gibt viele spezielle Untergruppen dieser FPS, wie z.B. Rollen-FPS oder Horror-FPS.

Allerdings wollen wir uns in diesem Artikel auf die üblichen FPS konzentrieren, wie sie zur Zeit von über 50% der Jugendlichen in Deutschland gespielt werden.

Zu diesen zählen unter anderem Counter-Strike, Call of Duty oder Battlefield.

Oft werden solche Spiele auch heute zur Militärpropaganda genutzt, um Rekruten aus den jungen Spielern zu gewinnen, so geschehen, zuletzt im Iran.

(Bild entfernt –> Urheberrecht. Sü)

Aus Sicht des Spielers in Counter-Strike Source

Bei diesen Spielen ist natürlich das Primärziel den Gegner zu eliminieren, um Punkte zu bekommen, jedoch steht dies nicht selten am Ende einer langen strategischen Planung mit dem eigenen Team.

Auch hier ist der Begriff „Ego-Shooter“ etwas irreführend. In fast allen Spielen spielt man in einem Team. In wie fern Teamarbeit umgesetzt werden kann, hängt immer von den Spielern selbst ab, jedoch führt Teamarbeit immer  schneller und sicherer zum Erfolg.

Nachdem nun die formellen Sachen geklärt sind, wollen wir Vor- und Nachteile von FPS näher betrachten.

FPS werden, und das ist die Hauptkritik an ihnen, für die zunehmende Gefühlsabstumpfung und Brutalität der Gesellschaft, nicht zuletzt auch für Amokläufe und andere Gewalthandlungen verantwortlich gemacht.

In der Tat können Spiele mit gewalttätigem Inhalt die Gewaltbereitschaft bei ohnehin schon psychisch sehr labilen und gewaltbereiten Personen erhöhen.

Ein FPS, und das ist nachgewiesen war allerdings nie der Auslöser zu Amokläufen.

Ein weitere nicht zu vernachlässigender Aspekt ist, dass man in so einem FPS viel Zeit verlieren kann, hiermit natürlich verbunden das erhöhte Suchtpotential solcher Spiele.

Das ein FPS, entgegen der Meinung der breiten Masse, nicht nur negative sondern sehr wohl auch positive Aspekte hat, ist bewiesen.

Hierzu braucht es noch nicht einmal besonders große Studien. Fakt ist, dass FPS die Reaktionsgeschwindigkeit, Teamfähigkeit, peripheres Sehen und räumliches Denken fordern können.

Alles in allem kann man also Sagen, dass First-Person-Shooter, in sinnvollem Maße und bei den richtigen Personen angewandt, keine Nachteile für unsere Gesellschaft darstellen. Gefährlich wird es allerdings, wenn eine Sucht entsteht und man sich durch diese von der Umwelt abschottet oder wenn solche Spiele in die Hände von psychisch sehr labilen Leuten kommen. Verbieten kann man sie sowieso nicht, da dann sicher so etwas wie Beschaffungskriminalität in Form von Illegalen Downloads entstünde.

Die Frage die mich allerdings wirklich beschäftigt ist nicht die nach der Gefährlichkeit solcher Spiele, sondern viel mehr die Auswirkung dieser auf die Gesellschaft und den Antrieb für jugendliche solche Spiele zu spielen.

Auf letzteres kann ich, da ich selbst ab und an FPS spiele, relativ leicht Antworten. Es ist nicht gerade ein schlechtes Gefühl seinen Gegner besiegt zu haben. Das hört sich nun erst mal sehr Gewaltbereit an, im Prinzip hat man aber nur die Maustaste schneller gedrückt als der andere. Ich habe während solcher Spiele zu keinem Zeitpunkt daran gedacht andere Leute zu töten, sie haben mich viel eher noch nachdenklich über das Töten und Krieg gemacht.

Warum dann nicht mit Wasserspritzpistolen auf Wattebällchen schießen?

Ein solches Spielkonzept ist schlicht und ergreifend so unrealistisch, dass es jegliche Atmosphäre und somit Spielspaß zerstören würde.

Doch nun zurück zur eingangs erwähnten Frage nach den Gesellschaftlichen Auswirkungen, auf die ich nach so viel Information auch noch ein kleines Statement geben möchte.

Es ist schwierig, auf solche eine Frage eine Antwort zu geben, wenn es diese überhaupt gibt.

Ich persönlich denke nicht, und hier musste ich der bitteren Wahrheit in die Augen schauen, dass First-Person-Shooter Auswirkungen auf unsere gesellschaftliche Entwicklung haben wird. Keiner der oben genannten Aspekte hat nämlich grundlegende Auswirkungen auf unseren Alltag. Wenn man die Maustaste ein Zehntel schneller drücken kann als andere Hilft das nicht viel, nicht mal im Job.

Am ehesten, und das ist mein voller Ernst, beeinflussen diese Spiele unsere Gesellschaft nicht kulturell sondern konjunkturell.

Gewaltbereite Jugendliche und Gewalt im Allgemeinen hat es immer gegeben, und es wird sie auch immer geben. Daran ändert die Existenz von Ballerspielen nichts.

Welche Erfahrung habt ihr in eurem Umfeld mit solchen Spielen gemacht? Und was haltet ihr von ihnen?

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Tierversuche

Grob kann man Tierversuche in drei Bereiche einteilen. Diese wären: 1.) die Testung von Substanzen auf ihre Schädlichkeit und Wirksamkeit, 2.) Versuchs-, Demonstrations- und Übungszwecken und zuletzt 3.) Tierversuche in der Forschung. Die einen nennen sie „Tests zur Verbesserung der Lebensumstände des Menschen“, die anderen „Tests, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für Tiere verbunden sein könnten“. Beide Seiten sind im heftigen Streit darüber, ob es nun Tierversuche geben soll oder nicht. Nun stellt sich die Frage:

Darf man mit Tieren zum Wohle der Menschen experimentieren?

Ausschlaggebender Faktor für Tierversuche ist, dass es zum Wohle des Menschen geschieht. Auch ich habe bereits Medizin genommen, die vorher an Tieren getestet wurde und bin meinerseits dankbar, dass sie wirksam und nicht schädlich für mich war. Man merkt, wie notwendig Tests für die Forschung sind, da sie zahlreiche Leben retten. Würde man diese nun verweigern, würde der medizinische Fortschritt stark verlangsamt werden.
Auf der anderen Seite muss man jedoch sagen, dass es heutzutage viele Alternativen gibt, sieht man doch, dass es in der heutigen Kosmetikindustrie keine Tierversuche mehr gibt. Durch moderne Computersimulationen, das Züchten von Zellen oder anderen Methoden erzielt man heutzutage beinahe die selben Ergebnisse wie mit Tierversuchen.
Die Betonung liegt hierbei jedoch auf beinahe. Leider lässt sich die Komplexität der menschlichen Organe nicht künstlich darstellen und birgt daher immer ein gewisses Risiko.
Dieses Risiko lässt sich jedoch auch bei Tierversuchen nicht komplett ausschließen, da immer die Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Versuchstier anders auf gewisse Substanzen reagiert, als der Mensch es tun würde.
Nichtsdestotrotz haben Tierversuche eine hohe Aussagekraft, wenn auch durch eine große Anzahl an Versuchsobjekten.
Ein weitere positiver Punkt ist, dass man bei den Versuchen einer Richtlinie folgen muss. Diese Versuche müssen zudem zugelassen werden, was nur der Fall ist, wenn das Experiment von Notwendigkeit ist.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Tiere Schmerzen erleiden, daher gibt es viele Einschränkungen, sodass zumeist Tiere niederer Ordnung, also Tiere ohne Schmerzempfinden, zu Forschungszwecken genutzt werden.
Dabei werden die Tiere noch einmal unterteilt: In Wirbel- und Wirbellose Tiere. Wirbellose Tiere werden häufiger für Test benutzt. Wieso? Sie empfinden, wie bereits erwähnt, keinen Schmerz. Wirft man nun jedoch einen Blick auf Embryonen, erkennt man jedoch den Doppelstandard . Embryonen empfinden ebenso wenig Schmerz, experimentiert man jedoch an ihnen, käme es zu einem großen Skandal.
Mit welchem Recht stellt sich nun der Mensch über die Tiere? Diese haben ebenso das Recht auf Leben wie jeder von uns, sind wir doch alle im Grunde nur Bewohner der Erde.
Inwieweit hat nun der Mensch das Recht Tiere zu töten um die eigene Rasse länger am Leben zu erhalten?
Bei vielen spielt auch das Mitleid mit den Tieren eine große Rolle. Sie sind, genau wie wir, Lebewesen und verdienen die Tests genauso wenig wie die Menschen. Wären den Gegnern der Versuche jedoch Verusche an Menschen lieber? Gänzlich ungetestete Medikamente und ähnliches dürfen nämlich, laut Vorschriften, nicht auf den Markt.

Zuletzt möchte ich erwähnen, dass Tiere nicht nur durch Tierversuche leiden.
Wenn man den Fleischkonsum betrachtet, sieht man, dass Tiere ebenso dort oftmals nicht artgerecht gehalten werden bzw. schmerzfrei leben.
Auch wenn es für einige nicht ganz verständlich klingen mag, so bin ich doch für Tierversuche, da für mich die positiven Aspekte, vor allem die Notwendigkeit der Versuche, überwiegen und man die negativen Folgen durch die Vorschriften minimieren kann.

(Für die, die die Richtlinien genauer nachlesen wollen)

Sind wir Schuld am Leiden der Welt?

Freiheit und Verantwortung gehören zusammen. Nur wer frei ist und immer auch anders agieren könnte‚ kann verantwortlich handeln.“ – Heinz von Förster, „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker“ (1999)

Wer frei ist, ist verantwortlich. Verantwortlich für das, was er tut und für das was er nicht tut. -Ist es unsere moralische Pflicht, anderen in Not zu helfen? Und wer sind die „anderen“? Unsere Nachbarn, unsere Freunde, die Familie, die Bevölkerung Europas oder sogar die ganze Welt? Sind wir dafür verantwortlich, dass es Millionen Menschen so schlecht geht, während wir im Überfluss leben? Sind wir dafür verantwortlich, dass unzählige Risiken mittlerweile vorhanden sind, wie z.B. die Atomkraft, die ohne großen Aufwand die Weltbevölkerung zerstören kann? Sind wir dafür verantwortlich, dass ein Großteil der Tier-und Pflanzenarten bereits ausgestorben ist? Die Moral sagt: Ja! Doch wenn wir eigentlich verantwortlich sind, wieso tun wir dann nichts dagegen?

Ich denke, es sollte immer das Ziel sein so viel Menschen wie möglich zu helfen, egal ob der alten Dame über die Straße oder dem fast verhungernden Kind in Afrika. Herkunft, Bildung, Religion, Besitz, etc. Wenn jeder Mensch einige gute Taten in seinem Leben vollbringt, sieht das für den Einzelnen zwar sehr wenig aus und vermutlich denken viele, dass nur weil sie jetzt bspw. weniger Fleisch essen, das Problem des Übermaßes an Fleisch nicht einmal annähernd gelöst wird, doch insgesamt häuft sich das alles an.  Würde jeder Mensch, der diesen Gedanken teilt, ihn ignorieren und einfach einmal weniger Fleisch essen, wie er es eigentlich auch will, so würde das Problem schneller gelöst sein als man „Fleisch“ sagen kann. Meiner Meinung nach sind wir natürlich für vieles verantwortlich, wir können viel verändern und wir verändern auch viel, wenn auch nur in langsamen Tempo. An der Kinderarbeit sind größtenteils wir Schuld, weil wir alles so günstig wie möglich haben wollen, ohne Rücksicht auf Verluste wie die unzähligen Kinderleben die in unsicheren Fabriken zu erschreckenden Bedingungen arbeiten müssen. An diesem Beispiel lässt sich aber auch zeigen, dass etwas dagegen getan wird. Immer mehr Kampagnen werden veranstaltet, die ILO beeinflusst das Geschehen durch weltweite Gesetze, fair produzierte Ware wird uns schmackhaft gemacht und die Medien berichten zumindest für kurze Zeit über das Elend. Es verändert sich was, das zeigen Statistiken, nicht besonders schnell aber es verändert sich was. Allerdings haben wir von Grund auf Eigenschaften die schwer zu verändern sind. Der Mensch ist und bleibt egoistisch, er gibt sich selten mit etwas zufrieden, strebt immer nach mehr. Wir leben einfach in einer Leistungsgesellschaft. Dies ist keine Entschuldigung, es ist eine Tatsache. Jedoch kann man auch Anerkennung streben, immer mehr. Vorbild hierfür wäre Nelson Mandela. Er hatte zwar nicht als Ziel so viel Anerkennung wie möglich zu bekommen, aber er hatte das Ziel so viel Menschen wie möglich zu helfen und hat es auch geschafft. Natürlich kann man nicht sagen, dass jeder Mensch dasselbe erreichen soll wie Nelson Mandela. Allerdings ist es definitiv nicht ausgeschlossen, dass man es schafft. Wir haben viel Leid verursacht, aber mit jedem Handeln oder eben Nicht-Handeln entscheiden wir, ob wir mit der Macht die wir besitzen, wie Geld, Erfahrung, Bildung, etc. ob wir unsere Verantwortung ausnutzen oder ob sie vorbildlich nutzen. Wir haben die Freiheit und Verantwortung uns zu entscheiden, also sollten wir es auch vorbildlich tun, jeder so viel er kann und natürlich will.

Selbstmord – rücksichtslos oder gerechtfertigt?

Selbstmord ist in unserer modernen Gesellschaft ein umstrittenes Thema. Heutzutage werden viele Menschen depressiv oder haben Das Burnout-Syndrom. Schuld an diesen psychischen Erkrankungen ist der steigende Druck in unserer Leistungsgesellschaft. Für einige Menschen ist Selbstmord der letzte Ausweg, aber ist das überhaupt ethisch vertretbar?

Menschen, die sich ihr Leben nehmen, kann man oft nicht verstehen, denn auch wenn das Leben einem viele Steine in den Weg legt, kann man eigentlich etwas schönes daraus bauen. Doch die Menschen, die den Entschluss gefasst haben, sehen keinen anderen Ausweg mehr. Meiner Meinung nach ist Selbstmord keine Sünde, aber auch nicht die beste und einzige Lösung. Es gibt genug Therapeuten, die einem helfen können und oft auch viele Verwandte, die einem sicher auch helfen wollen. Außerdem finde ich, ist es ziemlich mutig und beachtlich, wenn jemand schwierige Lebenssituationen meistert und man kann danach umso mehr stolz auf sich sein. Man ist auch nie auf sich allein gestellt, auch wenn man das glaubt. Man sollte sich nur jemandem anvertrauen. Das klingt für viele schwer, ist es aber nicht. Das Schlimmste an Selbstmord sind die Hinterbliebenen und leidenden Angehörigen. Meist hatte sie keine Ahnung wie schlecht es dem Toten geht und machen sich ein Leben lang Vorwürfe und das finde ich nicht gerecht, denn der einzige der Schuld an einem Selbstmord trägt, ist der, der sich selbst umgebracht hat. Es ist immer einfacher aufzugeben, als sich der Herausforderung zu stellen. Demnach ist es eigentlich ziemlich feige sich selbst zu töten. Ich finde es daher sogar sehr egoistisch, wenn man Selbstmord begeht, denn derjenige ist so sehr in Selbstmitleid versunken, dass er nicht daran denkt wie es für die Menschen ist, die ihn lieben. Selbst ein Mensch ohne Verwandtschaft, der sich zum Beispiel vor den Zug wirft, verschafft dem Lokführer wahrscheinlich ein lebenslanges Trauma obwohl der nun wirklich nichts dafür kann, dass der andere keinen Lebensmut mehr hat. Ein völlig gesunder Mensch mit einem Dach über dem Kopf sollte sich außerdem schon mal darüber freuen, dass es ihm im Vergleich zu vielen Menschen in armen Welt Ländern viel besser geht. Diese Menschen würden alles dafür tun zu leben und haben nicht ihr Schicksal in den Händen. Derjenige, der sich selbst das Leben nimmt, hat das Privileg über sein Leben zu entscheiden und er wirft es trotzdem weg. Ist es deshalb nicht auch ziemlich unfair gegenüber denen, die sich für das Leben entscheiden würden, wenn sie könnten. Außerdem erleben diese Menschen wohl schlimmere Dinge, als ein Mensch mit Depressionen. Eigentlich ist es daher schon eine Sünde sein kostbares Leben wegzuwerfen. Aber ich denke es ist nicht wie die Kirche es nennt, eine Sünde, sondern es ist rücksichtslos und egoistisch. Es ist aber auch kein Streben nach Freiheit, da man zwar frei über sein Leben entscheidet, aber was nutzt einem diese Freiheit, wenn man sein Leben sowieso aufgibt? Jedoch gibt es auch Selbstmord, der gerechtfertigt ist, beispielsweise, wenn man sehr alt ist oder auch schwer krank, sich kaum noch bewegen oder selber atmen kann und das Leben nur noch gerade so erträglich ist, wenn man mit Schmerzmitteln vollgepumpt ist. Wenn man sich dann entscheidet zu sterben und das mit seiner Familie vereinbart, ist dies zwar nicht weniger schmerzhaft für sie, aber ich denke, es ist auch eine Art Erleichterung, wenn man weiß, dass ein geliebter Mensch nicht mehr leiden muss.

Ich weiß, es hört sich ein wenig grausam an, wenn man einen Selbstmörder egoistisch und rücksichtslos nennt, aber es ist meiner Meinung einfach der falscher Weg, um mit seinen Problemen fertig zu werden, denn egal wer man ist oder wie man sich umbringt, man verletzt damit auch andere Menschen, die vielleicht überhaupt gar nichts mit seinen Problemen zu tun haben. Und es gibt immer einen anderen Weg, selbst wenn man das Gefühl hat, dass nichts mehr hilft. Es geht irgendwann einfach nicht mehr weiter bergab und geht dann zwangsläufig auch wieder bergauf, denn nach jedem Tief kommt auf jeden Fall auch wieder ein Hoch 😉

 

 

Leben ohne Limit

Grenzenlos leben – ein erstrebenswertes Ziel?

http://m.youtube.com/watch?v=-gDmPjXwJ1k („Ohne Limit“)

Der Film „Ohne Limit“ handelt von einem Mann mit einem typischen Versagercharakter, der durch eine Pille zum absoluten Überflieger wird und das in jeder Hinsicht, er ist eine Art „Übermensch“. Im Verlaufe des Films kristallisieren sich die negativen Auswirkungen eines solchen Daseins heraus und das Leben der Hauptperson eskaliert. Der Trailer endet mit der passenden Frage: „Ist es das Wert? Was würdest du tun?“

Ein jeder Mensch träumt doch davon: ein Leben ohne Limit! Berge von Geld, unzählige Frauen,Ruhm, Ansehen, Macht! Ja, wenn ich das alles hätte dann wäre ich wirklich glücklich und rundum zufrieden! Wäre ich?! Ist so ein Leben wirklich Gold wert oder glänzt es nur so? Ist es erstrebenswert keine Grenzen zu haben, weder physisch, psychisch, biologisch noch geistig? Es kommt uns manchmal so vor als bestände unser Leben nur aus Schranken und Grenzen, und wir wünschen uns nicht selten, dass diese verschwinden würden. Ein Leben zu führen in welchem die Realität völlige Freiheit von den bestehenden Lebensumständen bedeutet. Ein wunderbarer Gedanke, ein wunderbares Leben, doch mit der Zeit würde es an Glanz verlieren. Es gäbe keine Herausforderungen mehr im Leben, denen man sich stellen könnte und darauf dann den Erfolg des Bewältigen zu erleben. Man hätte keine Mitmenschen, mit denen man auf Augenhöhe wäre, keiner dem du vertrauen kannst da alles nur aus Konkurrenz und größtmöglichem Erfolg besteht. Man hätte alle wünschenswerten materiellen Dinge und rein gar nichts mehr an dem man länger als ein paar Minuten oder Stunden arbeiten muss oder Spaß hat, von wirklicher Freude ist hier gar nicht erst zu reden! Ein solches leben würde so schnell seinen Reiz verlieren und man wäre ständig auf der Suche nach noch mehr Rum, noch mehr Ansehen und den nächsten Kick. Ist nicht gerade die Tatsache, dass wir nicht alle unsere Wünsche und Träume erfüllen können die Würze des Lebens? Machen nicht gerade die Grenzen durch Lebensumstände die Qualität des Lebens aus? Man lernt dadurch die Dinge die man hat Wert zu schätzen und sehnt sich nicht immer nach einem grenzenlosen Leben und immer noch mehr. Man hat dadurch die Chance seinen eigenen Wert nicht am Erfolg zu messen. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass man nicht nach einem Leben der absoluten Unbegrenztheit streben sollte. Grenzen aus einem anderen Licht zu betrachten hilft uns, die Möglichkeiten die bestehen bestmöglich zu nutzen und eine Zufriedenheit und Dankbarkeit für das Leben zu entwickeln.

Auf und davon!

Auf und davon!

Sind wir Menschen frei oder leben wir nur für andere? Ist es möglich frei zu sein? Was bedeutet Freiheit?

Ich wurde inspiriert durch den Text des Liedes „Auf und davon“ von Casper. Der Text handelt von dem eintönigen Trott den man im Leben hat, aus dem man nicht ausbrechen kann. Man ist, laut Casper, an andere gebunden, für die man arbeitet und lebt. Es wird kritisiert, dass man von der Menge geleitet wird und man nicht sich selbst sein kann bzw. man nicht einmal Zeit hat sich selbst zu finden. In unserem heutigen Leben werden keine Fehler akzeptiert, da alles nach dem Perfektionismus strebt.

Es wird alles schon von vornherein bestimmt, also kann man doch nicht so sein wie man es gerne möchte. Oder ist selbst unser Wille vorgeschrieben? Das heißt, dieser wird durch unser soziales Umfeld zum Beispiel durch Familie, Freunde, Heimat usw. beeinflusst. Man könnte meinen wir Leben nur für die Menschheit, also für unsere Gemeinschaft. In unserer Gesellschaft werden in allen Bereichen nur der Perfektionismus als Ziel gesetzt, dies hat meiner Meinung nach nichts mehr mit Freiheit zu tun, ganz im Gegenteil. Doch was bedeutet Freiheit überhaupt? Ich denke, Freiheit ist lernen zu leben und sich selbst zu finden. Ich bin der Meinung, dass man den Weg zur Freiheit als Sinn des Lebens sehen könnte, da doch Freiheit das Glück zur Folge haben kann und ist Glück nicht das, wonach jeder strebt? Demnach strebt doch auch jeder nach Freiheit! Doch um seine eigene Freiheit zu erlangen müsste man ohne Rücksicht auf andere handeln. Würde so überhaupt unsere Gemeinschaft existieren? Ich denke, unsere Gesellschaft würde unter dem Egoismus und dem Streben, jedes einzelnen nach Freiheit, zerbrechen. Das ist also ein Beweis für mich, das es die vollkommene Freiheit auf unserer Welt nicht gibt und somit auch kein vollkommenes Glück erreicht werden kann.