Protokoll 16.02.2012

Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs, K1

Kurssitzung: Pflichten, 16.02.2012, 11.15 Uhr- 13.00 Uhr

Anwesende: 9 Schüler/Schülerinnen und 1 Lehrerin

Protokollant: S.V. (17.02.2012)

Gliederung:

  1. Pflichtenbaum
  2. Hundeleben– Pflichten

    – Handlungsmöglichkeiten

  3. Pflichten ausbalancieren / abwägen

1. Pflichtenbaum:

Nach der Begrüßung und einigen organisatorischen Fragen zum Webblog, bekamen wir einen Text (William David Ross: Ein Pflichtenkatalog), den wir lesen und anschließend die Pflichten jedes Menschen in der Gesellschaft heraus arbeiten sollten. Diese hielten wir durch ein gemeinsames Tafelbild fest, aber auch mit der Frage, welche Pflichten man gegenüber sich selbst oder anderen hat, welche streng einzuhalten sind und welche eher einen Spielraum angeben, beschäftigten wir uns:

Es gibt einen Pflichtenbaum:

  • Dankbarkeitspflicht
  • Gerechtigkeitspflicht
  • Pflichten der Selbstvervollkommnung
  • Treuepflicht
  • Wiedergutmachungspflicht
  • Wohltätigkeitspflicht
Pflichten … Strenge Pflichten Pflichten mit Spielraum
gegenüber mir selbst * „Sapere aude!“ (= Wage es, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!)* Selbsttötungsversuch

* Selbsterhaltung

* Pflicht des Berufs

* Pflichten der Selbstvervollkommnung* Dankbarkeitspflicht

* Begabungen, Talente nutzen

gegenüber anderen * „ anderen keinen Schaden zufügen“* Treuepflicht

* Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen

* Pflicht gegenüber den Schwächeren in der Gesellschaft

* Wohltätigkeitspflicht* Treuepflicht

* Gnädigkeitspflicht

2. Hundeleben:

Danach schauten wir, nach kleinen technischen Schwierigkeiten den Film „Hundeleben“ an, mit folgendem Handlungsstrang:

Ein kleiner Junge in Männerkleidung lief durch einen Supermarkt. Dann kam er in eine Markthalle, in der es sehr viele Sachen zu kaufen gab. Der Junge blieb vor einem Wurststand stehen und zählte sein Geld. Er hatte zu wenig Geld, um sich etwas kaufen zu können. Ein Stück von diesen dreien jedoch, gab er einer alten, um Geld bettelnden Frau. Anschließend klaute dieser Junge Würstchen im Glas und eine Kerze. Beide Kaufleute der Stände, bemerkten den Diebstahl zu spät. Der Junge klaute auch noch zwei Teller. Dieses Mal jedoch, sah ihn der Kaufmann noch davon gehen. So ging der Junge zu seinem Wohnplatz, einer großen Hundehütte. Er legte auf eine Holzkiste Zeitung und deckte dann den Tisch für zwei Personen. Auch die gestohlene Kerze zündete er an. Er holte einen kleinen Hund aus der Hütte und zu zweit saßen sie dort, ohne Dach über dem Kopf und konnten durch ein Fenster, Fernseher schauen. Dann jedoch kamen die Kaufleute zu dem Jungen – …..

…und unsere Lehrerin stoppte den Film.

Sie fragte uns, welche Pflichten jetzt der Junge und die Kaufleute haben und wie der Film ausgehen könnte.

(Die Pflichten, die die Kaufleute gegenüber sich selbst und dem Jungen haben und die des Jungen, sind in der Tabelle farbig markiert.)

Mögliche Enden waren folgende:

  1. Die Kaufleute wollen den Jungen zur Rede stellen, sehen aber seine Lebensverhältnisse und schenken ihm die geklauten Sachen.
  2. Die Kaufleute nehmen dem Jungen die Sachen weg und sind böse, da sie sich so etwas nicht gefallen lassen.
  3. Da der Junge auch Fleisch gestohlen hatte, wollen sie den Hund mitnehmen und diesen schlachten.

Insgesamt bemerkten wir noch, dass es der Junge zuerst fair versucht hatte einzukaufen und er nur klaute, da er keine andere Möglichkeit sah. Zudem kämpfen die Kaufleute auch um ihre Existenz, da sie abgetragene und schmutzige Kleidung trugen.

Somit stellten wir eine Verallgemeinerung zusammen:

  1. Wenn ich in Not bin, darf ich stehlen.
  2. Wenn ich stehlen muss, dann lieber bei größeren Läden (Schaden verringern).

-….. Die Kaufleute beobachteten den Jungen nur und gingen dann unbemerkt wieder weg (–>1. mögliches Ende).

Somit übernahmen die Kaufleute Verantwortung gegenüber einem Kind und der Junge teilte sich das Essen.

3. Pflichten ausbalancieren / abwägen:

Jeder von uns hat eine Menge von Pflichten, aber auch viele Möglichkeiten, diese auszubalancieren oder abzuwägen, indem man zum Beispiel immer die Wahrheit sagt.

Dazu spielten wir das Spiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ ( Anleitung: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Werw%C3%B6lfe_von_D%C3%BCsterwald), um zu testen, wie wir mit der Wahrheitspflicht umgehen können. Als Fazit zogen wir, dass es schwierig ist, immer die Wahrheit zu sagen, und jeder bei einer Situation anders reagiert.

Protokoll, 9.02.2012

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs, 9.02.2012

Anwesende: 9 Schüler, 1 Lehrerin

Thema: Stoa und Epikur

Protokollant: J.P.

Gliederung:

  1. Organisatorisches
  2. Abschluss Aristoteles
  3. Stoa und Epikur

1. Organisatorisches:

Zu Anfang der Doppelstunde durften wir uns die Auswertungen einer Umfrage des Ethikkurses der neunten Klasse anschauen. Dabei fielen besonders unsere Umfrageergebnisse aus dem Rahmen. Dies lässt sich höchstwahrscheinlich auf unsere geringe Kurszahl zurückführen.

Danach nannte uns Frau Schütze die Themen, die wir dieses Halbjahr und nächstes Schuljahr behandeln werden. Dieses Halbjahr behandeln wir Kant, den Utilitarismus und die Verantwortungsethik. Wir werden am 26.04.2012 eine Arbeit darüber schreiben.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Nächstes Schuljahr werden wir uns mit Religionen/Gottesbeweisen, Wirtschaft/Technik/Verantwortung und Recht/ Gerechtigkeit beschäftigen.

2. Abschluss Aristoteles:

Zum Abschluss des bisherigen Themas „Aristoteles“ besprachen wir die Hausaufgabe, die wir am 25.01.2012 von Frau Schütze im Ethik-Weblog aufbekommen haben (siehe: http://ethik13.wordpress.com/2012/01/25/neu-aristoteliker/#comments). Dabei klärten wir die Frage, warum man Martha Nussbaum und Amartya Sen als Neu-Aristoteliker sehen kann.

Beide kann man als Neu-Aristoteliker sehen, da sie der Meinung sind, dass jedem Mitglied der Gesellschaft ein gelingendes Leben gewährleistet werden soll. Denn nur dann kann man Glück erlangen. Zudem soll auch eine ausreichende Versorgung mit Grundgütern gewährleistet werden.

3. Stoa und Epikur:

Das Thema, mit dem wir uns in der nächsten Zeit beschäftigen werden ist „Stoa und Epikur“. Zum Einstieg wurden wir in zwei Gruppen à vier und fünf Personen aufgeteilt. Die eine Gruppe erarbeitete Aufgaben zu Stoa und die andere Gruppe Aufgaben zu Epikur. Dazu bekamen wir Textmaterial. Für die Aufgabenstellung hatten wir das Ende der ersten Stunde und circa 20 Minuten der zweiten Stunde Zeit.

Gegen Ende der zweiten Stunde saßen sich die beiden Gruppen gegenüber. In Form der Fishbowl-Methode (Definition siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Fishbowl) sollte jede Gruppe die andere überzeugen, wie ein glückliches Leben aus der Sicht eines Stoikers und eines Epikureer möglich sei.

In dieser Diskussion klärten wir folgende Aufgaben:

1. Wie ist ein glückliches Leben möglich? (Gemeinsamkeiten/ Unterschiede) (Aufgaben 1-4 auf Aufgabenblatt)

Stoa:

  • Übereinstimmung mit eigenem Wesen und der Natur
  • Lebensumstände annehmen wie sie sind
  • streben nach den Tugenden Autarkie (Selbstgenügsamkeit), Ataraxie (Unerschütterlichkeit) und Apathie (Leidenschaftslosigkeit)

Epikur:

  • Glückseligkeit erreichen
  • Lustempfindungen nachgehen (! nicht jedoch den schädlichen z.B. den materiellen !)
  • „realistische Ziele“ im Blick zu haben (Ziele, die man erreichen kann)
  • Einsicht
Gemeinsamkeiten Unterschiede
  • beide streben nach Glüc kseligkeit
  • Epikur: Lust erreichen (> Ausgeglichenheit, innere Ruhe), Schmerz vermeiden
  • Stoa: Leidenschaftslosigkeit

2. Woran erkenne ich Stoiker/Epikureer in der Gegenwart?:

Stoiker: keine Meinung, neutral, alle Situationen hinnehmen, wie sie sind

Epikureer: wenig Geld, keine Interesse für Politik (Öffentlichkeit), Atheist, wenig Sex, viele Freunde

3. Überlegungen zum Stoizismus- und Epikureismus-Index:

Der Stoizismus- und Epikureismus-Index besagt, dass man bevor man zum Beispiel heiratet nicht auf das Sternzeichen der anderen Person schaut, sondern auf den Anteil des Stoikers und Epikureers im Menschen.

Kritik:

  • zu extrem
  • es gibt kein entweder /oder
  • man kann beide Gruppen nicht klar abtrennen

Protokoll 02.02.2012

Protokoll vom 02.02.2012

 

Ort:

–          Gymnasium Gerabronn

Ethik Kurs K1

Anwesende:

–          7 Schüler davon ein neuer Schüler

–          1 Lehrer

Abwesende:

–          1 Schüler

Protokollantin:

–          K.S.

Gliederung:

–          Aristoteles- Vater der Wissenschaft

–          Kategorien Rätsel

–          Philosophenschule der Stoa

 1.    Aristoteles- Vater der Wissenschaft/ Kategorisches Rätsel

Zu Beginn der Stunde bekam jeder Schüler der Klasse, drei DinA5 Blätter. Auf diesen war eine Tabelle abgebildet ,welche das Kategorische Rätsel darstellte.

Aristoteles erstellte dieses Rätsel, mit dessen Hilfe man einen Menschen oder ein Ding genau bestimmen kann. In dem  kategorischen Rätsel gilt es, 10 Eigenschaften auszufüllen. Aristoteles hat gezeigt, dass diese 10 Eigenschaften ausreichen, genau zu erkennen, um wen oder was es sich handelt.

 

Unsere erste Aufgabe bestand nun darin uns selbst mit Hilfe der 10 Kategorien zu beschreiben.

Als zweites sollten wir dann einen Gegenstand, oder eine Person unserer Wahl , mit den Kategorien beschreiben und darauf die ganze Klasse raten zu lassen, um wen oder was es sich handelte. 

Die 10 Kategorien lauten:

–          Substanz (Was?)

–          Qualität (Wie?)

–          Beschaffenheit (Wie?)

–          Relation (Welche Beziehung?)

–          Ort (Wo?)

–          Zeit (Wann?)

–          Lage (Welche Position?)

–          Besitz (Was?)

–          Wirken (Was bewirken?)

–          Leiden (Was erleidet?)

Am Ende konnten wir feststellen dass diese 10 Kategorien wirklich ausreichen um einen Menschen genau zu charakterisieren.

Hier findet ihr nochmals eine Zusammenfassung  der Kategorien-Lehre:

http://www.vaticarsten.de/theologie/philosophie/aristoteles-kategorie.pdf

Frau Schütze erstellte an der Tafel ein Schaubild zu Aristoteles Menschbild, Tugenden und Lebensformen:

                                                            Menschen

Menschenbild                 a-logischer Teil                                       logischer Teil

Vegetative Bedürfnisse                            Gemüt und Vermögen                              Tätigkeit zur Theorie
(Ernährung)                                                   zu begehren                                                    Bildung

Tugenden                                                            Sittliche Tugenden                Vernunft Tugend

Lebensformen

Genusswesen                                    Gemeinschaftswesen                          Vernunftwesen

–>  Höhere Entwicklung

2.   Philosophenschule der Stoa:

 

Als letzten Punkt der Ethik Stunde hörten wir einen Ausschnitt  aus einer Dokumentation des Bayrischen Rundfunks:

–          Radio-Link:  http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/ethik/stoa/audio/

In  diesem Ausschnitt geht es vor allem um die ersten Stoa Schulen und die Grundsätze der Stoiker. Die Lehre der Stoiker beruht hauptsächlich darauf, zu dem vollkommenen Glück zu gelangen. Und an dieses Ziel kommen sie, indem sie jede Situation annehmen, wie sie ist und mit sich und der Umwelt im Einklang sind.

Währenddessen war unsere Aufgabe das Blatt „Gelassenheit und stilles Glück- Die Lebenskunst der Stoa“ auszufüllen.

Das ausgefüllte Blatt findet ihr unter dem Link:

–         http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/ethik/stoa/arbeitsblaetter/stoa_ab6.pdf

Protokoll 19.01.2012

Protokoll vom 19.01.12

 

Kurs: Ethik K1, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 9 Schüler, 1 Lehrer

Protokollant: K.S.

Gliederung:

  1. Ziele im Leben
  2. Mesotes- Lehre von Aristoteles
  3. Kardinaltugenden
  4. Ethische Tugenden
  5. Kritik der Aristotelischen Ethik

1.Ziele im Leben:

Materialien:

–          Gummibären Päckchen (je 10 Stück)

–          Blatt ( Ziele im Leben)

Aufgabe: 

  1. Ziele im Leben nach Wichtigkeit nummerieren (z.B. Reichtum, Gesundheit)
  2. Gummibären auf verschiedene Bereiche setzen. Je nachdem wie wichtig einem ein Bereich ist.

2.Mesotes- Lehre von Aristoteles

Motive ethischer Praxis= Glück/ endaimonie

à Glück besteht in sittlicher Lebensführung

Tugend= feste Grundhaltung

–          Weg zum Glück

–          Tätig sein der Seele im Sinne der Vernunft

Mesotes:

–          Sittliche Tüchtigkeit

–          Das Mittlere zwischen zu viel und zu wenigà Harmonie der Seele

–          Ideal

–          Situations- und Personenabhängig

–          Übung

  1. 3.       Kardinaltugenden

 

Material: Blatt (Simon Marmion: Die Kardinaltugenden)

Die Kardinaltugenden                        Symbole der K.t.                                 Bedeutung der Symbole

Gerechtigkeit WaageSchwert AusgewogenheitVerteidigung der Gerechtigkeit
Weisheit BrilleLaternenuhr Errungenschaft der MenschenErrungenschaft der Menschen
Besonnenheit Hammer und Amboss Kraft, Hemmung
Tapferkeit SchildSpiegel Verteidigung, SchutzTodesmut
  1. 4.       Ethische Tugenden   NE 3, 9+ V, 15

 

ß  zu viel                                                                 Tugend                                                            zu wenig à

Todesmut, Tollkühnheit, Übermut

Tapferkeit

Angst, Feigheit
Opportunismus, Stumpfsinnigkeit, Lethargie

Besonnenheit

Zügellosigkeit, Leidenschaft 
Allen alles Recht machen wollen, Unrechterleiden

Gerechtigkeit

Unrecht tun, Egoismus, Nachlässigkeit
Narzissmus, Arroganz

Selbstbewusstsein/ Durchsetzungsvermögen

Schüchternheit, Unsicherheit, fehlendes Selbstvertrauen
Beliebigkeit, Standlosigkeit

Toleranz

Intoleranz
Zu viel Aufopferung, Überbehütet

Solidarität

Egoismus
Zu viel Aufopferung

Nächstenliebe

Egoismus, Menschenverachtung

 

 

 

 

 

Protokoll vom 12.1.2012

Kurs: K1, Ethik Grundkurs, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 9 Schüler, 1 Lehrerin

Protokollant: D.S.

Gliederung :

  1. Wiederholung: Aristotelische Logik
  2. Aristoteles
  3. Wiederholung. Glück
  4. Aristoteles – Nikomachische Ethik

1.Wiederholung: Aristotelische Logik:

Die Aristotelische Logik findet man auf dem Protokoll von schmetterling02 vom 22.12.11 aus dem Ethik Grundkurs.

2.Aristoteles

1.Die Schule von Athen:

Die Schule von Athen von Raffael verweist auf die philosophische Denkschule des antiken Griechenlands. Diese wird verkörpert durch die größten Philosophen. Im Zentrum des Gemäldes stehen Aristoteles und sein Lehrer Platon. Bei näherer Betrachtung wird klar, dass Platons Hand nach oben zeigt, jedoch zeigt Aristoteles Hand zu Boden. Platon scheint auf das Reich der Ideen zu verweisen wohingegen Aristoteles zum Ausgangspunkt aller Naturwissenschaften deutet, aber er wolle auch seine Lehre im Hier und Jetzt verankern. Weitere Philosophen auf dem Gemälde wären unter anderem Herakles, Pythagoras, Diogenes oder Sokrates.

2. Allgemeines:

Einiges über Aristoteles, wie sein Leben , seine Liebe zu Platon oder seinen Werken findet man auf dem von FrauSchuetze ausgehändigten Blatt.

3.Wiederholung: Glück

Siehe Protokoll vom 15.12.2011 von 4blueberrys.

Fragen :

  1. Kann jeder glücklich sein?
  2. Verschiedene Arten von Glück
  3. Wovon hängt Glück ab

4.Aristoteles – Nikomachische Ethik:

Der folgende Text, sowie  Schaubilder beziehen sich auf „Das Wesen des Glücks“ aus „Nikomachische Ethik“ von Aristoteles.

Das Wesen des Glücks:

Nach Aristoteles strebt alles Handeln oder Wählen, sowie praktische Können und jede wissenschaftliche Untersuchung nur nach einem Gut.

            –> Das Gute = das Ziel, das um seiner selbst willen angestrebt wird

So stellt Aristoteles die Glückseligkeit (Eudamonia) also höchstes Gut dar.

Im Geiste sei jedoch das höchste Gut jedoch das Tätigsein.

                                                                                           Tätigsein:

                       1.Herstellen (poiesis)                                                             2. Handeln (praxis

                           –  „um einer anderer Willen“                                                – „um seiner selbst willen“

                           – Technik/Handwerk                                                             – Politik/Ethik

Außerdem gebe es nach Aristoteles nur 3 Lebensformen bei denen man die Chance auf Glück erhält:

3 Lebensformen:

  1. Das Leben des Genusses
  2. Das Leben im Dienste des Staates
  3. Das Leben als Philosoph
Wobei man bei der 1. Lebensform die niedrigste Chance auf Glück erhält und bei der 3. die höchste.
Das vollendete Glück:
  1. Handeln im öffentlichen Dienst
  2. Tätigsein des Geistes
  3. Selbstgenügsamkeit, ruhevolles Leben
Wiederum steigt die Chance auf Glück von 1-3. Außerdem solle man 2. und 3. sich als Lebensaufgabe setzen.
Die Bedingung für das vollendete Glück : Nahrung und Gesundheit (ohne diese Bedingung habe man keine Chance auf Glück).
______________________________________________________________________________
Ps: Bis zum Freitag muss jeder Schüler mindestens einen Beitrag und fünf Kommentare ins WordPress geschrieben haben.

Protokoll vom 15.12.2011

Kurs: K1 Ethik Grundkurs, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 8 Schüler, 1 Lehrerin, 1 Referendarin

Protokollant: J.A.

1.) Organisatorisches

Zu Beginn teilte uns Frau Schütze die Klausur vom 1.12. aus (Schnitt: 10,3 Notenpunkte), und wir besprachen die einzelnen Aufgaben gemeinsam. Danach füllte jeder einen Fragebogen aus, der von der neunten Klasse in Ethik verfasst wurde. Im Folgenden hielten wir gemeinsam ein kleines Weihnachtsfrühstück ab, zu dem jeder eine Kleinigkeit beigesteuert hatte.

2.) Thema: Glück

Wir bekamen den Arbeitsauftrag, auf Zettel zu schreiben was uns persönlich glücklich macht. Diese Zettel sollten wir dann an der Tafel ordnen, dazu hatten wir drei Kategorien zur Auswahl:

1. Glücksgefühle (sich wohlfühlen, etwas ist schön)

2. glückliche Zufälle (Gewinn erzielen, heil aus einer Sache rauskommen)

3. dauerhaftes Glück (etwas erreicht haben, zufrieden sein)

Im Anschluss daran besprachen wir das Tafelbild und stellten fest, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, die dazu führen, dass wir glücklich sind. Und dass es ein Unterschied ist, Glück zu haben und glücklich zu sein, da „Glück haben“ etwas ist, das von außen kommt und „glücklich sein“ ein innerer Zustand ist.

Danach wurde uns das Arbeitslatt „ein Blatt zum Glück“ ausgeteilt, und wir  besprachen anhand eines „Calvin und Hobbes“ – Comics, was die Vorraussetzungen seien um beispielsweise in der Familie glücklich zu sein. Dazu zählten wir, dass man sich verstehen müsse und dass man die Familie schätzen lernen müsse.

Im Folgenden lasen wir „Die Geschichte mit dem Hammer“, die sich ebenfalls auf dem Arbeitsblatt befand. Wir bekamen den Auftrag, sie so umzuschreiben, dass sie eine glückliche Wende nimmt. Es wurden verschiedene Lösungsmöglichkeiten vorgelesen und kurz besprochen.

Als Abschluss der Doppelstunde lasen wir einige Blätter zum Thema Philosophie, die an den Wänden im Raum hingen. Sie handelten von Fragen, wie zum Beispiel „Was ist Philosophie?“, „Wie kam es zum philosophieren“?, „Wer hat philosophiert?“, und ähnlichen.

Protokoll

Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs, K1

Kurssitzung: Willensfreiheit, 24.11.2011, 11.25 Uhr- 13.00 Uhr

Anwesende: 3 Schüler, 5 Schülerinnen und 1 Lehrerin

Protokollant: S.V. (27.11.2011)

Organisatorisches:

Zu Beginn der Stunden besprachen wir, was wir für die Klausur am 01.12.2011 alles lernen sollten. „Unsere Lehrerin sagte uns, dass wir eine Textanalyse zum Thema Freiheit schreiben werden. Dazu gehöre, die Argumentationsstruktur zu verstehen, die Argumente im Text zu erkennen und seine eigene Meinung bilden zu können. Sie hatte beschlossen, dass wir unseren Ordner während der Klausur benutzen dürfen. Des Weiteren, wies unsere Lehrerin darauf hin, dass die sechs Schüler, die noch kein Protokoll geschrieben haben, dies in den wenig verbleibenden Wochen noch verfassen sollten.“

Zusammenfassung Willensfreiheit und Freiheit mit Übungsaufgabe:

Anschließend erhielten wir eine Zusammenfassung der Willensfreiheit, was es bedeutet frei zu sein, eine Kopie über die Freiheit des Menschen nach Satre und ein Blatt, auf welchem die wichtigsten Argumente über die Dimensionen der Freiheit knapp verfasst sind. Nachdem es dazu keine Fragen mehr gab, teilte unsere Lehrerin jedem einen anderen Text aus, „ den man lesen und die Argumentation nachvollziehen, bzw. das Wichtigste heraus schreiben sollte. Nach einer halben Stunde stellte jeder seinen Text vor:

  • René Descartes: Das Geistwesen (Verstand, freier Wille) des Menschen ist stark genug, um die Materie (körperliche Gefühle, Reize, Bedürfnisse) zu bekämpfen. Der freie Wille(=vollkommen) hilft, zur Erkenntnis zu gelangen und die Entscheidungen auf dem Verstand, der Vorstellungen entwickelt und Entscheidungsalternativen begrenzt, zu treffen → pro Willensfreiheit
  • Immanuel Kant: Der Mensch ist in die Sinnenwelt, die Entscheidungen und Handlungen vorherbestimmt und in den Verstand, der unsichtbar ist und sich mithilfe des freien Willens auf vernünftige Gründe bezieht, eingeteilt. Die Naturkausalität, die im Widerspruch zur Freiheitskausalität steht, bilden somit eine unendliche Kette durch eine Ursache, die eine bestimmte Handlung hervorruft. Aufgrund seines Verstandes ist der Mensch frei → pro Willensfreiheit
  • David Hume: Der Verstand spielt keine Rolle, da der Mensch durch die Gefühlswelt eingeschränkt wird und somit keine Urteile treffen kann. Diese Urteile und die Vernunft sind abhängig von den Erfahrungen. Somit sind die Entscheidungen schon durch die Erfahrungen im Voraus festgelegt → contra Willensfreiheit
  • Jean-Jacques Rosseau: Der Mensch ist von Natur aus gut und wird nur durch die Gesellschaft böse. Die Freiheit ist möglich, wenn sich der Einzelne aktiv dem Gemeinwohl unterordnet. Der Mensch trägt die Verantwortung für sein Handeln und da der Wille unabhängig von den Sinnen ist, ist er frei durch sein Gewissen pro Willensfreiheit
  • Anwendungsbeispiel Kunstfreiheit: Künstler sind bei der Herstellung ihrer Werke frei. Da sie aber einen Trieb nach dem noch die Dagewesene, dem noch nie Gesehenen oder Gehörten haben, schränken sich die Künstler selbst sehr ein. Bei der Moral der Architektur sind die Architekten frei in ihrer Fantasie, sind aber durch das Geld des Konsumenten eingeschränkt.
  • Es gibt verschiedene Varianten der Determination:
    * Voraussetzung für den Zusammenhang aller Vorgänge (Naturwissenschaften)
    * Bestimmung des Willens durch innere und äußere Ursachen (Ethik)
    * Lehre, dass das menschliche Wohl durch Gott bestimmt wurde (Theologie)
    * Arbeitshypothese: gesetzlich bestimmter Verlauf aller Ereignisse ( Wissenschaftstheorie)
  • Friedrich Nietzsche: Der Mensch ist nicht verantwortlich für sein Handeln, da er seinem Schicksal unterliegt. Die Vorstellung eines freien Willens macht den Menschen gefügig und leicht beherrschbar. Er ist nur frei, wenn er seine Vorstellungen der Moral ablegt. Es gibt folglich zwei Antriebe des Willens: die Macht und die Liebe.

Ein letzter Text wird zur Vollständigkeit nach der Klausur, in zwei Wochen vorgestellt.

→ „Wer nächste Woche ein koffeinhaltiges oder heißes Getränk haben möchte, solle seine Tasse nicht vergessen.“

Protokoll, 22.09.11

Kurs: Ethikgrundkurs Gymnasium Gerabronn, K1
Anwesende: 8 Schüler und 1 Lehrerin
Protokollant: T.S.

Gliederung:

  1. Organisatorisches
  2. Was kennzeichnet den Menschen?
  3. Übung zur Textanalyse

1. Organisatorisches:

Am Anfang der Doppelstunde klärten wir, wer eine GFS in Ethik halten möchte und verteilten die Themen. Danach besprachen wir ein Arbeitsblatt zum Thema Protokoll schreiben. Das Kursprotokoll wird ins Weblog gestellt, um Wichtiges festzuhalten und um die Nichtanwesenden zu informieren. Frau Schütze machte uns darauf aufmerksam, dass ihr das Weblog als Gedächtnisstütze diene und dass wir ungeklärte Fragen, Buch-/Film- oder sonstige Empfehlungen hier einstellen sollten.

2. Was kennzeichnet den Menschen?

Die Diskussion (ausgelöst durch ein Bild von einem Menschen und einem Affen, die die gleiche nachdenkliche Pose haben), was den Menschen vom Tier unterscheidet, hielten wir in folgendem Tafelaufschrieb fest:

Was kennzeichnet den Menschen?

– er denkt, handelt bewusst
– Perspektivwechsel
– er kann sprechen
– er kann über seine Gefühle nachdenken
– er ist weltoffen (kommuniziert)
– er kann seine Zukunft gestalten

3. Übung zur Textanalyse

Anschließend begannen wir mit den Basis-Lernstationen zu einer Abhandlung von Descartes, die uns Schritt für Schritt zu einer Textanalyse führen. Nächste Stunde machen wir damit weiter.

Hausaufgabe: E-Mail an Frau Schütze schreiben, damit sie uns hier anmelden kann; Erlaubnis-Zettel mitbringen