Die Weltwirtschaft ist heute stärker vernetzt als je zuvor und der Handel mit wirtschaftlichen Produkten ist ein wesentlicher Bestandteil dieses globalen Handels. Daraufhin stellt sich die Frage, ob es sinnvoll und ethisch vertretbar ist, Getreide über die ganze Welt zu verschiffen. Diese Dilemma wirft aber nicht nur wirtschaftliche sondern auch umweltbezogene und soziale Fragen auf.

Befürworter der globalen Verschiffung von Getreide argumentieren, dass sie dazu beiträgt, Nahrungsknappheit zu lindern und den Welthunger zu bekämpfen. Durch den internationalen Handel können Länder, die reichlich Getreide produzieren, ihre Überschüsse an Länder exportieren, die unter schlechten Ernten oder Nahrungsmittelknappheiten leiden. Zum Beispiel in afrikanischen Ländern ist der Getreideanbau nicht optimal, da manche Getreidearten dort wegen den klimatischen Voraussetzungen nicht angebaut werden können. Durch die Trockenheit und der oft nicht ausreichenden Bildung fällt die Ernte deshalb normalerweise auch nicht sonderlich gut aus, was dazu führt, dass sie von anderen Ländern abhängig sind, welche mehr Getreide produzieren können. Diese Exporte können dazu beitragen, den globalen Nahrungsbedarf zu decken und den Lebensstandard in ärmeren Regionen zu verbessern.

Auf der anderen Seite gibt es Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen der globalen Getreideverschiffung. Der Transport von Getreide über lange Strecken verursacht erhebliche Treibhausgasemissionen, welche der Umwelt stark zusetzen. Der ökologische Fußabdruck des internationalen Getreidehandels ist nich zu vernachlässigen und der Klimawandel erfordert Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen.

Eine weiterer wichtiger Faktor ist der soziale Aspekt. Lokale Landwirtschaft in importierenden  Ländern könnten unter dem Druck des globalen Wettbewerbs leiden, da importiertes Getreide oft zu niedrigen Preisen angeboten wird. Dies könnte die Existenz von Bauern in eben diesen Ländern gefährden und  die Abhängigkeit von ausländischen Nahrungsmittelquellen verstärken.

Eine alternative Lösung, welche sowohl ökologisch als auch sozial nachhaltig wäre, ist zum Beispiel der Ausbau lokaler Landwirtschaftssysteme, die Förderung regionaler Märkte und die Entwicklung von nachhaltigen Anbaumethoden, um die Abhängigkeit von globalen Lebensmitteltransporten zu reduzieren.

Die Frage, ob man Getreide über die ganze Welt verschiffen sollte oder nicht, ist nicht ganz leicht zu beantworten, da mehrere Perspektiven betrachtet werden müssen und ein ausgewogenes Mittelmaß, zwischen wirtschaftlichen aber auch ökologischen und sozialen Aspekten gefunden werden muss. Ich denke, dass es nicht möglich ist ohne Verschiffung von Getreide „gut“ leben zu können, da auch Deutschland zum Beispiel von anderen Ländern wie USA, Argentinien und Brasilien abhängig ist um Soja zu bekommen.