Geld regiert die Welt, jeder weiß das. Dennoch besitzt nicht jeder gleich viel Geld da das Einkommen und auch das Vermögen von sozialer Herkunft, Bildungschancen, Erbschaften und Besitz von Kapital abhängen (vgl. Robert Bosch Stiftung). Studien zeigen, dass in Deutschland ungefähr die reichsten 20 Prozent einen sehr großen Anteil des Vermögens besitzen, während ein großer Teil kaum nennenswertes Vermögen hat (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung).
Mit Geld kann man fast alles, das materiell ist, kaufen. Einerseits kann man mit Geld viel Gutes tun: spenden, Bedürftige unterstützen oder Projekte fördern, die der Gesellschaft helfen, wie zum Beispiel Bildung, Umweltschutz oder medizinische Versorgung. Andererseits kann Geld genauso leicht für Dinge genutzt werden, die anderen schaden, etwa Drogen oder Suchtmittel. Dies hängt aber nicht mit dem Geld selbst zusammen, sondern damit, wie Menschen es einsetzen. Deshalb gibt es sehr unterschiedliche Meinungen zu Geld. Die einen sagen, man könne ohne Geld kein gutes Leben führen. Die anderen behaupten, Geld mache egoistisch, gierig oder geizig und verändere die Verhaltensweise mancher Menschen (vgl. Psychological Science).
Ob Geld jemanden verändert, ist schwer zu sagen, aber Studien zur Einstellung von Menschen gegenüber Ungleichheit zeigen, dass viele Menschen ungerechte Vermögensverteilungen kritisch sehen und die Macht, die Reiche dadurch bekommen, als problematisch empfinden (vgl. The Equality Trust). Allerdings muss man deswegen keine negative Einstellung zu Geld haben, oder? Eigentlich ist Geld nur ein Stück Papier, dass durch uns eine Bedeutung bekommt, Geld selbst aber hat keine Meinung. Es ist nur ein Mittel das wir erfunden haben um Dinge und unserer Arbeit einen Wert zu geben. Wir nutzen es, weil es praktisch ist. Trotzdem mögen viele Geld nicht weil sie das Gefühl haben, dass es alles oberflächlich ist oder das Verhalten mancher Menschen einen gegenüber verändert. Diese Einstellung entsteht oft aus persönlichen Erfahrungen und sozialen Vergleichen nicht einfach aus objektiven Argumenten gegen Geld an sich. Weil man es nicht hat oder Angst hat, davon verändert zu werden. Aber eigentlich verändert Geld einen selber gar nicht, sondern gibt einem nur die Möglichkeit so zu sein, wie man möchte. Wenn man ein gutes Herz hat, und dadurch anderen helfen möchte, kann man sein Geld für vieles Gutes einsetzten. Es geht um Motivation und Werte: Jemand, der helfen will, nutzt Geld, um zu helfen. Jemand, der nur an sich denkt, kann Geld nutzen, um zu schaden oder andere auszuschließen. Das Geld selbst entscheidet nicht.
Deshalb sollte man meiner Meinung nach Geld gegenüber nicht negativ eingestellt sein. Geld an sich ist weder gut noch schlecht sondern ein Werkzeug. Es macht selbst nichts, sondern gibt uns die Möglichkeit, das zu tun, was wir wirklich wollen. Es bietet uns eine Freiheit, Entscheidungen zu treffen, Ziele zu verfolgen und unabhängig zu leben. Geld kann auch Sicherheit, Bildung, Reisen und Hilfe für andere ermöglichen. Natürlich kann Geld auch schlechtes fördern, aber das liegt an dem Menschen selbst, nicht am Geld (vgl. Psychological Science). Natürlich kann Geld auch Schlechtes fördern, aber das liegt nicht am Geld, sondern an dem Umgang des Menschen selbst damit: Egoismus, das Gefühl nach Macht und das soziale Vergleichen kann durch Geld verstärkt werden. Allerdings sind diese Tendenzen bereits Eigenschaften von Menschen und werden nicht durch das Geld selbst verursacht. Geld kann sehr viel bewirken. Es kann Leben retten, Chancen schaffen und Ungerechtigkeiten abmildern. Viele Probleme unserer Welt sind nicht unlösbar, sondern ressourcenabhängig. Geld alleine löst nicht alles, aber ohne Geld funktioniert auch nur sehr wenig. Am Ende ist Geld kein Ziel, sondern ein Mittel. Es gibt uns die Möglichkeit unser Leben so zu gestalten wie wir uns es vorstellen, Entscheidungen zu treffen und unsere Welt ein bisschen so zu verändern, wie wir es uns vorstellen. Und ob das gut oder schlecht ist, hängt nicht am Geld, sondern an uns.
Quellen:
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/soziale-ungleichheit-354/520845/einkommens-und-vermoegensungleichheit/?utm_source zuletzt aufgerufen am 27.12.2025
https://www.bosch-stiftung.de/de/storys/dimensionen-ursachen-und-folgen-von-ungleichheit?utm_source zuletzt aufgerufen am 27.12.2025
https://equalitytrust.org.uk/what-do-people-think/?utm_source zuletzt aufgerufen am 27.12.2025
https://www.psychologicalscience.org/news/releases/feeling-wealthy-drives-opposition-to-wealth-redistribution.html?utm_source zuletzt aufgerufen am 29.12.2025
3 Kommentare
Kommentieren →Hallo,
du hast für deinen Blogpost ein sehr interessantes und umstrittenes Thema gewählt. Ich stimme dir in einigen Punkten zu. Interessant finde ich vor allem den Ansatz, das Geld an nur das ist, was wir daraus machen.
Wie du bereits in deinem Post erwähnt hast ist Geld doch eigentlich nur ein Stück Papier oder irgendeine Summe. Und doch bestimmt es unser ganzes Leben und nimmt einen unfassbar großen Stellenwert ein. Geld bestimmt unseren sozialen Status, unsere Versorgung, sowohl mit Lebensmitteln als auch medizinisch, unsere Bildung und vieles mehr. Auch wenn wir das Privileg haben, in Deutschland zu wohnen und in vielen Bereichen Unterstützung angeboten wird, spielt Geld noch eine sehr wichtige Rolle.
Man kann sich mit Geld nicht alles kaufen und es ist meiner Meinung nach nicht das, worauf man alles im Leben ausrichten sollte. Aber jeder muss seine Prioritäten selbst setzen und man kann nicht leugnen, dass man viel mehr Möglichkeiten hat, wenn einem mehr Geld zur Verfügung steht.
Man sagt, über Geld soll man nicht reden und trotzdem tun es alle. Es gibt allein hunderte von deutschen Sprichwörtern, die mit Geld zu tun haben. Ich glaube, wir machen oftmals das Thema Geld viel komplizierter als es eigentlich ist. Wenn man „zu wenig“ hat, muss man sich schämen, aber man darf auch nicht zu viel davon haben und schon gar nicht darf man es zeigen, sonst gilt man als eingebildet und abgehoben. Vielleicht ist es nötig, dass die ganze Gesellschaft ihre Einstellung gegenüber dem Thema Geld einmal überdenkt.
Abschließend möchte ich dir zustimmen, denn ich sehe ebenfalls keinen Grund dafür, Geld gegenüber negativ eingestellt zu sein. Wichtig finde ich nur, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld gelehrt wird und man sich den Möglichkeiten, die man hat bewusst ist. Viele Menschen haben diese Möglichkeiten nicht und es lohnt sich auf jeden Fall darüber nachzudenken, wie man sie unterstützen kann.
Hallo,
Ich habe noch nie über die Frage nachgedacht ob es richtig ist, gegenüber Geld negativ eingestellt zu sein obwohl man damit viel gutes machen könnte obwohl sie sehr interessant ist. Und ich teile deine Meinung, dass man gegenüber Geld nicht negativ eingestellt sein sollte. Es gibt wie du bereist erwähnt hast viele positive Aspekte von Geld wie Finanzielle Sicherheit, Freiheit und Möglichkeiten, oder Verantwortung übernehmen und Gutes tun zum Beispiel spenden. Allerdings muss uns allen die Macht von Geld bewusst sein. Wer Geld hat, kann Bildung genießen und es seiner Familie ermöglichen. Kann seine Grundbedürfnisse abdecken und vielleicht auch einen hohen Lebensstandart haben.
Hier kommt die Fortsetzung meines Kommentars. Bisher hatten wird die Vorteile von Wissen und Bildung und die Abdeckung der Grundbedürfnisse. Weitere Vorteile wären eine gute gesundheitliche Versorgung, Reisemöglichkeiten, die Freiheit zu Selbstverwirklichung mit Hobbies oder anderen kreativen Projekte. Es gibt viele Vorteile aufgrund von Geld. Wenn man allerdings kein oder nicht viel Geld hat, ist es verständlich gegenüber Geld negativ eingestellt zu sein. Beispielsweiße wenn man aufgrund einer Krankheit den Job verloren hat oder in eine ärmliche Familie geboren wurde und keinen hohe Bildung genießen konnte, Es gibt zahlreiche auch strukturelle Ursachen, warum Menschen gegenüber Geld negativ eingestellt sind. Auch da das Geld/ Vermögen in Deutschland nicht gleich verteilt ist. In Deutschland besitzen die obersten 10% etwa 65% des privaten Vermögens und alleine die oberste 1% allein rund 35%. Davon ist das wenigste Geld erarbeitet, sondern das meiste Vermögen wird vererbt. In Deutschland sind nur rund 26% aller Milliardäre „self-made“ und der Rest hat sein Vermögen geerbt. Ich stimmte dir vollkommen zu, dass Geld an sich nur ein Mittel zum Zweck ist. Allerdings hat das Fehlen oft schwerwiegende Folgen und eine negative Einstellung gegenüber Geld ist in manchen Fällen sehr verständlich und auch legitim.