Political Correctness, das Ende der Meinungsfreiheit?

Wer ein bischen im Intenet unterwegs ist, der hat bestimmt schon gesehen, wie viele sich aufregen, weil sie zB. ein Post oder Kommentar als Beleidigung gegenüber von Frauen oder Ethnischen Gruppen empfinden. Hierbei sieht man einen gewissen „Trend“ zur Political Correctness. Dementsprechend wird auch gefordert, sich politisch korrekt auszudrücken. (Was in den Fällen „korrekt“ ist scheint vom Auge des Betrachters abzuhängen)

Was heißt Political Correctness eigentlich?  Es bedeuted, dass  „Ausdrücke und Handlungen vermieden werden sollten, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können (etwa bezogen auf Geschlecht oder Hautfarbe).“    Definition aus Wikipedia

Bei diesem aufkommendem Trend, scheint auch eine gewisse Hypersensibilität mitzuwachsen, die dazu führt, dass manche Kommtentare, missverstanden werden, oder überinterpretiert werden. Auch scheinen viele beleidigt zu sein, auch wenn sie nicht selbst zu der angesprochenen Gruppe gehören. Politisch inkorrekt zu sein droht zu einem Tabu, zu einer „schweren Sünde“ zu werden.

Wer dann nicht unter einem sogenannten „Shittstorm“ enden will, der muss sein Kommentar, seine Erörterung, Essey etc., so ethnisch religions- und geschlechtsneutral usw.  durchdeklinieren, dass keine Gruppe als solche angesprochen und sich so nicht angegriffen fühlt.

Allerdings ist es notwendig, für Politik und Gesellschaft, dass man bestimmte Gruppen ansprechen darf, ohne auf politisch inkorrekt verurteilt zu werden. Die meisten Gruppen sind unterschiedlich, und müssen unterschiedlich behandelt werden. Dazu müssen diese zuerst in einer Rede Stellungnahme beziehen, die diese Gruppe auch als schwächer (in welcher Weise auch immer gemeint) bezeichnen darf, um diese Schwäche zu beheben.

Mit Political Correctness ist auch meistens der Bezug zu einer Ethnischen Gruppe gemeint. Zum Beispiel ist es selbstverständlich, dass man heute nicht mehr „Neger“ sagt, da es nicht korrekt ist. Aber heutzutage scheint es, dass man Angst hat, als rassist, als politisch unkorrekt zu gelten, dass man eine Bezeichnung einer Ethnischen Gruppe völlig umschweifen muss.

Viel, was heutzutage mutmaßlich gegen die  „Political Correctness“ verstoßen soll, könnte demnach also auch nur Hypersensibilität und Angst vor Anfechtung sein, richtig?

Nicht unbedingt! Wohngegen, man normal und sachlichformulierte notwendige Themen ansprechen muss, und dabei oft gegen Hypersensibilität stößt, so ist auch zu bedenken, dass es auch gewaltige Verstöße gegen die tatsächliche Political Correctness gibt, welche an Volksverhetzung (etc.) grenzen können. Sei es zum beispiel Neo-Nazis oder Pro-Patriarchen usw., die tatsächlich anstößige Kommentare liefern.

Es ist zwar wichtig, auf politikal Correctness zu achten, aber für den Leser, Den Hörer ist es mindestens ebenso wichtig, nicht hypersensibel und sachlich jenes Statemanet zu reflektieren.

Aber wie seht ihr dass? Hab ich übertrieben oder evntl. sogar untertrieben?

Handys im Unterricht

Jeder kennt es, man sitzt im Unterricht und da klingelt etwas hier schreibt jemand am Handy und sich auf den Unterricht zu konzentrieren ist schwer.

Doch können Handys auch eine gute Möglichkeit sein, um neue Unterrichtsmethoden einzuführen ?

In diesem Thema unterscheiden sich wahrscheinlich die Meinungen der meisten Lehrer zwischen denen der Schüler. Manche Schulen setzten voll und ganz auf moderne Medien. Sie verwenden beispielsweise Tabletts anstatt Bücher und nutzen interne Schulnetzwerke um mit den Schülern in Kontakt zu bleiben.

So fortschrittlich ist unsere Schule zwar nicht, aber auch bei uns benutzen manche der Lehrer Handys im Unterricht, um mal kurz eine Antwort auf eine Frage zu suchen, oder um für einen Vortrag im Internet zu recherchieren. Auch im Ethikunterricht haben wir eine kleine Fragerunde auf Twitter gestartet, welche allen Schülern gefallen hat und gleichzeitig den Unterricht nicht behindert, sondern weitergebracht hat.

Meiner Meinung nach können solche kleinen Einflüsse der modernen Medien in den normalen Unterricht bereichernd wirken und das ganze interessanter gestalten. Voll und ganz auf die modernen Medien zu setzen finde ich allerdings auch nicht gut. Vor allem in den unteren Klassen wäre meiner Meinung nach aber eine Unterrichtseinheit die den Umgang mit den modernen Medien und vor allem auch mit dem Handy veranschaulicht und gleichzeitig auch die Gefahren die damit verbunden sind aufzeigt, denn oftmals sind die jüngeren Schüler oft noch sehr unerfahren und sich den Gefahren nicht bewusst.

Was meint ihr, sollten mehr Handys im Unterricht verwendet werden ?

Was sagt ihr zu meinem Vorschlag für eine kleine Schulung für den Umgang mit Handys ?

Sollten Handys ganz im Unterricht verboten werden ?

 

Musik als Motivation im Alltag

Musik begleitet die Menschen schon über Jahrhunderte hinweg und ist schon immer dazu da gewesen um Menschen zu unterhalten und positiv zu stimmen. Für viele Menschen ist die Musik von großer Bedeutung, ob sie nun von Personen selbst gespielt oder produziert wird oder ob von Menschen produzierte Musik von anderen gehört wird. Bei vielen musikbegeisterten Menschen nimmt diese auch einen großen Teil ihrer Freizeit und oder ihres Arbeitslebens ein. In diesem Beitrag möchte ich aber um die Fähigkeit der Musik, Menschen positiv zu stimmen und ein so positive Gefühl zu vermitteln, ansprechen.

Jeder sollte es kennen, man hat mal wieder so einen Tag an dem nicht alles total problemlos abgelaufen ist oder man selbst vor einer Aufgabe steht, für die einem in diesem Moment einfach die nötige Motivation fehlt um diese zu lösen. Sei es im Sport, auf der Arbeit oder in der Schule. Die richtige Musik, die den Geschmack der unmotivierten Person trifft, kann hier Wunder bewirken. Wenn ich unter der Woche, total müde, um 6 Uhr aufstehe, um mich für die Schule fertig zu machen, fehlt mir oft die Motivation für den Tag. Meine Rettung ist hier die Busfahrt bis zur Schule. Hierbei höre ich immer meine momentane Lieblingsmusik. Bei Sport gibt es für mich auch nichts was mich mehr motiviert als Musik. Ich könnte noch einige Situationen mehr aufzählen, in denen mich Musik weiter gebracht hat.

Würde mich mal interessieren was für ne Rolle Musik in eurem Leben spielt!

Kann man Soldaten als Mörder bezeichnen?

Dass Soldaten andere Menschen töten ist ja kein Geheimnis und jeder weiß darüber Bescheid. Dennoch würde natürlicherweise niemand darauf kommen einen Soldaten „Mörder“ zu nennen. Wenn man genauer darüber nach denkt wirkt diese Tatsache immer seltsamer. Deshalb muss man erst genau definieren was man unter einem Mörder versteht.

Im Deutschen Strafgesetzbuch steht in §211 Absatz 2 folgende Definition:

Mörder ist, wer

    aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
    heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
    um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

https://dejure.org/gesetze/StGB/211.html

Und wenn man sich diese Definition genau durch den Kopf gehen lässt fällt auf dass ein Soldat keinen der genannten Gründe hat und dennoch einen Menschen tötet. Dann stellt sich allerdings die Frage ob es denn somit eine berechtigte Art des Tötens gibt oder ob man Töten niemals ethisch legalisieren kann.

Ich finde dass sich bei Soldaten außerdem nicht unbedingt die Frage stellt, ob es moralisch akzeptabel ist wenn er einen Menschen erschießt, sondern was geschehen würde wenn er ihn nicht erschießt. Eventuell würde dann er selbst erschossen werden. Oder es würden sogar viele andere Soldaten sterben weil dieser Mensch gerade eine Bombe zünden will. Und mit dieser Tatsache dass die Tötung die bessere Alternative ist kann man es ethisch als unter diesen Umständen akzeptabel bewerten obwohl einem Menschen das Leben genommen wurde.

Die meisten Soldaten töten also nicht weil sie Lust dazu haben sondern weil sie sich selbst und ihre Kameraden schützen wollen. Deshalb ist das Töten in einem Kampf bzw. Kriegsfall für mich eigentlich immer Notwehr, da die Folgen von einem Zögern vor dem Abdrücken nicht absehbar sind und man im Zweifelsfall sich selbst opfern würde wenn man den Gegner nicht erschießt.

Soldaten morden also, sind aber für mich trotzdem keine Mörder. Mörder sind für mich nur Menschen die es aus Spaß und ohne irgendeine Rechtfertigung tun und diese Kriterien treffen auf einen Soldaten im Normalfall nicht zu. Bei ihnen ist es also legal andere Menschen zu töten da sie dies unter Anweisung tun und die „Richtigen“ damit treffen.

Seht ihr es genauso wie ich oder findet ihr dass man es nicht rechtfertigen kann wenn man einen Menschen getötet hat, egal wer es war?

Protokoll vom 06.03.17

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenprotokoll vom 06.03.2017, Doppelstunde ( 7:45 -9:20)

Referentin: Sü

Anwesende: 17 Schüler

Verfasser des Protokolls:  emva98

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Gliederung

  1. GFS – Frauenbeschneidung
  2. Ethik in den Weltreligionen

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GFS – Frauenbeschneidung

Gliederung

  1. Wüstenblume – Waris Dirie
  2. Ursprung
  3. Frauenbeschneidung weltweit
  4. Durchführung
  5. Arten der Frauenbeschneidung
  6. Gründe
  7. Folgen
  8. Bekämpfung
  9. Quellen

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1.Wüstenblume – Waris Dirie und Cathleen Miller (nach wahrer Begebenheit)

Das Nomadenmädchen Waris Dirie wurde 1965 in Somalia geboren. Als Waris fünf war, ließ die Mutter sie beschneiden. Neun Jahre später floh sie vor einer Zwangsheirat zu Verwandten nach Mogadischu. Als einer ihrer Onkel somalischer Botschafter in London wurde, überredete Waris ihn, sie als Hausmädchen mitzunehmen. Nach vier Jahren kehrte der Onkel mit seiner Familie nach Somalia zurück, aber Waris Dirie blieb in London und machte als Model Karriere.

1997 beschloss Waris Dirie, ihre genitale Verstümmelung nicht länger zu verheimlichen, sondern ihre Bekanntheit zu nutzen, um die Beschneidung von Mädchen zu bekämpfen.

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2. Ursprung

  • keine genauen Beweise
  • bereits in der Antike durchgeführt
  • in manchen Kulturen ein Oberschichtsmerkmal oder ein Zeichen für Versklavung und Unterwerfung
  • wahrscheinlicher Ursprung = Ägypten (Verbreitung vermutlich bis zu den arabischen Stämmen)

Jede Person hat eine weibliche und männliche  „ Seele“ :

– weibliche Seele bei Männern = Vorhaut

– männliche Seele bei Frauen = Klitoris

Um in die Gesellschaft aufgenommen zu werden muss jede Person sich von seiner männlichen bzw. weiblichen Seele entledigen (= Entfernung der Vorhaut bzw. der Klitoris)

Islam

  •  keine Stelle im Koran, die die Frauenbeschneidung vorschreibt
  • Frauenbeschneidung = kulturübergreifendes Ritual

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3. Frauenbeschneidung weltweit

Täglich sind es 6000 Mädchen, im Jahr ca. 2 Millionen.

Die weibliche Genitalverstümmelung findet bis heute in einigen Ländern, vor allem in Zentralafrika, immer noch statt.

 

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4. Durchführung

  • 4-8 Jahre alte Mädchen
  • oft wird ein „Fest“ versprochen, bei der sie zu einer Frau werden
  • Beschneiderinnen = Hebammen, alte Frauen, Zigeunerinnen
  • ohne Betäubung
  • Werkzeuge (nicht steril) : Messer, Glasscherben, Dosendeckel, Rasierklingen und Dornen zum Zunähen der Wunde

 

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5. Arten

Typ I = Klitorisdektomie

Typ II = Exzision

  • Introzision (Erweiterung der Exzision) = zusätzliche Ausschabung von Haut und Gewebe aus der Vagina

Typ III = Pharaonische Beschneidung / Infibulation

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6. Gründe

  • normale Vagina = hässlich und unrein
  • Beweis für die Jungfräulichkeit
  • Frauen sollen kein sexuelles Verlangen haben – Befriedigung wird eingeschränkt, da sie sonst als „schlecht“ gelten
  • beschnittene Frau = vollwertige Frau
  • unbeschnittene Frau = heiratsunfähig

Schon im alten Ägypten konnten Mädchen nicht heiraten, Eigentum erben oder eine Moschee betreten, wenn sie nicht beschnitten waren.

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7. Folgen

Während der Beschneidung:

  • starke Schmerzen, da ohne Betäubung
  • Verletzung der Harnröhre -> Harnwegsinfektionen
  • Übertragung von Krankheiten
  • Tod

Nach der Beschneidung:

  • chronische Entzündungen
  • Inkontinenz ( Blase/Darm schwächeln -> keine Kontrolle über Ausscheidungen)
  • Sterilität

weitere Folgen der Infibulation:

  • starke Regelschmerzen
  • langdauerndes Urinieren
  • schmerzhafter Geschlechtsverkehr = sexuell abgeneigt
  • Komplikationen bei der Geburt -> Ärzte bevorzugen

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8.Bekämpfung

UNICEF= 1946 gegründete Weltkinderhilfswerk

  • durch Spenden organisieren sie Grundbildungskurse, leisten Überzeugungsarbeit und verbreiten ihre Arbeit auf der ganzen Welt
  • Erfolg bereits in 5434 Dörfern  (erstmals in Senegal)

„Ich habe viel über Gesundheitsfürsorge gelernt. Ohne dies hätte ich niemals aufgehört. Die Tradition war schlecht. Aber wir wussten es nicht.“ – ehemalige Beschneiderin, Ourèye Sall

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9. Quellen

  • https://www.welt.de/politik/ausland/article4554517/So-brutal-werden-Frauen-verstuemmelt.html
  • http://www.petraschuster.de/bewegendes/frauen_beschneidung.shtml
  • https://www.unicef.de/informieren/projekte/afrika-2244/senegal-4232/maedchenbeschneidung/13640

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2 Ethik in den Weltreligionen

In der zweiten Hälfte der Doppelstunde haben wir uns mit dem Thema Ethik in den Weltreligionen beschäftigt.  Folgende Fragen sollten innerhalb der Gruppen, die sich jeweils mit einer Weltreligion beschäftigt haben, mithilfe von Büchern bearbeitet werden.

  • Welche Vorschriften gibt es?
  • Wer legt diese fest?
  • Welche Sanktionen liegen vor?
  • Wie hängen diesseitiges und jenseitiges Leben zusammen?

Die Auswertungen finden in der nächsten Doppelstunde am Montag, den 13.03.17 statt.

 

 

Sollte man Skeptisch sein?

Ich habe mir die Frage gestellt ob es sich lohnt eher skeptisch zu sein, oder ob man eher optimistisch sein sollte. Vom Prinzip her ist eher Praktisch Dinge Skeptisch zu hinterfragen um gegen negativen Auswirkungen vorzubeugen. Wenn man zu viel Hinterfragt kommt man am Ende allerdings nicht weiter und hat statt eine Lösung zu finden nur andere Lösungen Hinterfragt. Der Optimismus hat den Vorteil das man sich nicht zu viel Gedanken um etwas zu machen und den anderen einfach blind zu vertrauen. Dies kann allerdings dazu führen das der eigene Optimismus von anderen ausgenutzt wird. So kann jemand zum Beispiel dich bestehlen und dir sagen das er es nicht wahr ohne Angst vor Folgen zu haben, da du ihm blind vertraust. Außerdem gibt es noch das Problem das man durch den Optimismus sehr schnell Fehler übersehen kann was riesige Folgen haben kann. Ein Vorteil des Optimismus ist wiederum das man Zeit spart und sich nicht tausende Gedanken machen muss, was nur dazu führt das man sich unglücklich fühlt.

Wer nur auf den Optimismus vertraut wird betrogen und wer nur Skeptisch ist erreicht am Ende nicht.

Ich glaube man sollte einen Mittelweg gehen. Man sollte nicht alles Hinterfragen, vorallem wenn es sowieso schon klar oder gar unwichtig ist, aber man sollte ebenfalls nicht auf die Richtigkeit vertrauen.

 

Was macht uns aus?

In seinem Leben begegnet man vielen Menschen. Angefangen mit den Eltern über Verwandte, Freunde, bis hin zum Verkäufer im nächstgelegenen Supermarktes. Uns vertraute Menschen können wir schon an Kleinigkeiten erkennen, sei es ein lächeln, die Stimme oder die Art wie diese Person ihre Spaghetti isst. Doch was macht uns zu so einzigartig und was passiert, wenn sich diese eigenarten ändern?

Wenn man Menschen fragt, was sie ausmachen, wissen viele oft nicht genau was sie antworten sollen. Das mag einerseits daran liegen, dass man sich selten auf die eigenen Finger schaut, aber warscheinlich auch daran, dass es sehr schwer ist einen Menschen zu definieren. Wenn diese Personen ihren besten Freund definieren sollten, berufen sich viele auf gemeinsame Erinnerungen, denn diese können ja schließlich nur auf diese beiden zutreffen, jedoch genauer ins detail gehen können wenige.

Wir sehen, es ist schwer einen Menschen zu definieren. Dieses Thema dehnt sich noch weiter über viele Bereiche des Lebens, in denen genau diese Problematik für Schwierigkeiten sorgt. Als Beispiel, wenn man sich fragt ob jeder eine zweite Chance verdient hat: Wenn ein Straftäter nur durch schlechte Umstände und „Pech“ in eine so missliche Lage gebracht wird, dass er klauen muss, hätte er vermutlich eine zweite Chance verdient; Wenn er genetisch dazu veranlagt ist wohl eher nicht. In meinem Beitrag möchte ich deshalb nur auf zwei weitere Aspekte eingehen, zunächst, was die Biologie dazu sagt und anschließend, was eine Krankheit daran verändern kann.

Die Biologie definiert uns als Homo Sapiens und besagt, dass alle Verknüpfungen zwischen Neuronen genau so sind, wie sie sind. Das mag sehr genau sein, doch wenn man sich vor Augen führt, dass pro Minute 300000 Zellen erneuert werden und dass wir spätestens alle 10 Jahre alle Zellen unseres Körpers erneuert haben, is dieses „genau“ nur eher eine Vermutung. Darüber hinaus verändern wir uns im Laufe eines Lebens. Wir gewinnen an Erfahrung und Wissen. Das mag uns zwar nicht zu einem anderen Menschen machen, aber dennoch verändert es alle unsere Handlungen uns Meinungen und somit auch uns? Wieder stecken wir in der Frage „Was macht uns aus?“ und haben die Antwort nur um ein Aspekt erschwert.

Als letztes will ich über Demenz reden. Vielen sagt Alzheimer etwas, was eine Sonderform von Demenz ist. Allgemein bezeichnet die Krankheit den Verlust von Erinnerungen. Miteinbeziehen möchte ich dieses Thema, da oftmals davon geredet wird, dass man Menschen die an Demenz leiden nicht wiedererkennt und somit muss die Erinnerung ein maßgeblichen Anteil an der Persönlichkeit einer Person haben. Da vorallem ältere Menschen darunter leiden, wirft sich mir die Frage auf, ob sich die Definition eines Menschen im Laufe der Zeit ändert. Einerseits nachvollziehbar, da ein Säugling sich an sein erstes Jahr ohnehin nicht erinnern kann und somit kann er auch nicht dadurch definiert werden, andererseits würde es uns dann kaum gelingen die Menschen so genau wiederzuerkennen.

 

Zusammenfassend lässt es sich nicht zu einem Schluss kommen. Wir Menschen sind ein unglaublich komplizierter Organismus, uns zu definieren ist unmöglich, dennoch können wir einen Menschen unter 7 Milliarden erkennen.

Neues im Schuljahr 2016/17!

Liebe Ethikblogger,

ich melde zur Zeit die Schüler des Ethikkurses aus der Kursstufe 1 an. Erstmals schreiben dieses Jahr zwei meiner Kurse parallel ins Ethikblog. Die 12.Klässler können bei den Protokollen und Zusammenfassungen in Erinnerungen schwelgen und die 11.Klässler profitieren von den tollen Diskussionsbeiträgen der älteren –> win-win 🙂 Alle gemeinsam könnt ihr das Blog zum Diskutieren und Argumentieren nutzen, auch über die Kursgrenze hinaus.

viel Spaß!

M. Schütze

 

PS: den 11.Klässlern weise ich gerade als Benutzernamen große Ideale oder philosophische Begriffe zu, sodass sie gut erkennbar sind: Glück, Freiheit, Gerechtigkeit, etc.

Weltfriede … – Ein unmögliches Wunschdenken?

Man hört es immer und überall: Krieg, Terroristen, Hungersnot, Verbrechen und so weiter und so fort. Da könnte man sich doch fast die Frage stellen: “ Ist die Menschheit überhaupt fähig in Frieden zu Leben?“

Wenn man sich nun gewisse Faktoren ansieht, die ein möglicher Grund für all diese schrecklichen Dinge sein könnten und sich vorstellt, dass all diese Faktoren einfach verschwinden würden, was für eine Welt würde man sich dann vorstellen? Kann man sich überhaupt eine Welt ohne Krieg und Hass und Ärger vorstellen?                                                                                                                                 Wären wir nicht alle nur noch gleiche, willenlose und maschienenartige Lebewesen? Und vor allem: Wären wir damit glücklicher?

All diese Fragen lassen sich leider nur in unserer eigenen, individuellen Vorstellung beantworten, somit würde jede Antwort etwas anders ausfallen.

Und genau DAS ist der springende Punkt!

Wir Menschen sind alle individuell, mit unterschiedlichem Aussehen, Gedanken und Voraussetzungen für das Leben in der Gemeinschaft. Wir haben einen mehr oder weniger freien Willen und entwickeln unser eigenes moralisches Denken, welches uns zu guten oder schlechten Entscheidungen führt.

„Den Weltfrieden können wir nur durch die innere Wandlung der einzelnen Menschen herbeiführen. Friede muß zuerst in jedem einzelnen Leben entwickelt werden.“      – Dalai Lama

 

Wenn man also eine Welt hat, ohne Hungersnöte und Armut, weil alle gleich viel Geld und Essen besitzen, eine Welt ohne Rassismus und Gotteskriege, weil alle gleich aussehen und es keine Religion gibt, eine Welt ohne Hass und Verbrechen, weil alle ein gleiches, gutes moralisches Denken besitzen … (man könnte die Liste wohl noch ewig so weiter führen) wäre dann wirklich Frieden auf dieser Welt?

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Weltfrieden ein Ding der Unmöglichkeit ist, da es eben nicht möglich ist all diese Faktoren aus dem Weg zu räumen. Man wird in eine Gesellschaft geboren, mit einer gewissen moralischen Vorstellung, einer festgelegten Religion und einem genetisch bedingtem Aussehen. Wenn man nun in dieser Gesellschaft aufwächst wird man geprägt und wird sich dementsprechend sein weiteres Leben verhalten.                    Man kann natürlich auch dagegen ankämpfen, aber ich denke es ist schwer, wenn man bereits geprägt wurde. Außerdem gibt es tausend Gründe, die einem zu schlechtem Handeln verleiten können, doch es ist an uns es zu unterdrücken.

Dies bedeutet wir können zwar versuchen die Welt besser zu machen, aber eine utopische Welt wird immer Wunschdenken bleiben. Wenn wir nun aber die Wahl haben zwischen der Welt, wie sie jetzt ist und einer Welt die etwas besser ist, dann sollten wir uns für die bessere Version entscheiden. Wenn sich mehr Menschen dafür entscheiden, unsere Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen, dann haben wir eine gute Welt. Das ist zwar keine utopische aber das beste was wir erreichen können und dafür sollte man sich einsetzen…

„Der Weltfriede kann nicht gesichert werden durch utopische Pläne.“
―Rosa Luxemburg

Könnt ihr euch eine friedliche, utopische Welt vorstellen? Oder seid ihr auch der Meinung dass wir Menschen es nicht schaffen würden den Weltfrieden zu bewahren bzw. erschaffen, eben weil wir so sind wie wir sind?

Gibt’s da noch was? Ein Leben nach dem Tod

Reinkarnation, Leben im Himmel oder in der Hölle, Unsterblichkeit der Seele, was passiert nach dem Tod?

Es gibt viele verschiedene Theorien zu Leben nach dem Tod, aber Sicherheit gibt es nicht. Gerade wegen dieser Unsicherheit haben die meisten Menschen Angst vor dem Tod, aber muss man das überhaupt?

Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist ein Thema, über das schon immer nachgedacht, bis heute aber keine Antwort gefunden wurde. Manche Menschen lehnen den Gedanken an ein Leben nach dem Tod vollständig ab, andere jedoch glauben an die Unsterblichkeit der Seele.

Für manche Menschen ist das irdische Leben eine Art Probe, wenn man sie besteht, kommt man in den Himmel, wenn nicht, in die Hölle. Die Menschen, die an diese Theorie glauben, versuchen, ein anständiges Leben zu führen und verzichten somit auch auf viele Dinge, die einem beim Tod schlecht angerechnet werden. Der Glaube an ein himmlisches Leben nach dem Tod nimmt einem vielleicht auch die Angst vor dem Tod, da die Seele weiterlebt und unsterblich wird.

Andere wiederum glauben an Wiedergeburt (=Reinkarnation). Die Seele lebt nach dem Tod in einem anderen Menschen weiter und ist somit auch unsterblich.

Eine relativ neue Theorie von dem Autor Robert Lanza ist der Biozentrismus. Dieser bedeutet, dass das Bewusstsein das Universum schafft und nicht andersherum. Zeit, Raum und auch der Tod sind nur Einbildungen des Bewusstseins, da sich der Mensch zu sehr mit seinem Körper identifiziert. Der Mensch denkt, dass er (Bewusstsein) mit seinem Körper sterben wird, da er davon ausgeht, dass das Bewusstsein an das Gehirn gekettet ist. Irgendwann wird jeder seinen Körper ablegen und in einer Parallelwelt weiterleben. Es existieren also noch anderen Universen, in denen das Bewusstsein weiterlebt, wenn der Körper in unserer Welt gestorben ist. Eine Reise durch mehrere Welten ist unendlich fortzusetzen.

Ich weiß nicht genau, woran ich glauben soll. Aber ich denke, dass man nie Sicherheit bekommen kann, was wirklich passiert, wenn man stirbt. Trotzdem wird der Mensch nie aufhören, zu forschen, da man etwas braucht, woran man glaubt, um nicht verrückt zu werden.

Tröstlich ist der Gedanke, dass ein Teil der Persönlichkeit weiter existiert, ob durch Wiedergeburt, Weiterexistenz des Bewusstseins oder Leben im Himmel. Jedem ist selbst überlassen, woran er glauben möchte. Ein Stück weit beeinflusst der Glauben aber auch, wie man sein Leben lebt.

Was denkt ihr, passiert, wenn man stirbt? Und was ist danach?