Ist es fair, dass Männer über die Abtreibungsgesetze bestimmen?

Wie auch die anderen Gesetze in Deutschland werden auch die Abtreibungsgesetze von einem Großteil von Männern entschieden. Aber ist es den betroffenen Frauen gegenüber Fair, dass Politiker die nie in eine Situation wie sie kommen können über ihre Entscheidungsmöglichkeit bestimmen?

Meine Meinung dazu Lautet ganz klar Nein, denn ein Mann wird nie am eigenen Leib erfahren können wie sich eine Frau in einer solchen Situation fühlt sie können es zwar miterleben aber sie werden nie selbst vor dieser Entscheidung über ihren Körper und dem in ihm wachsenden Lebewesen stehen, aus offensichtlichen Biologischen Gründen.

Natürlich hat der Vater einer Schwangeren die vor dieser Entscheidung steht, finde ich ein mitspracherecht, da es ja auch sein Kind ist aber ich finde das letzte Wort sollte in diesem Fall der Frau gehören, weil es auch ihr Körper ist und eine Frau auch nur dann Abtreiben wird wenn sie dafür gute Gründe hat und es sich reichlich überlegt hat, ob sie diesen Schritt gehen möchte.

Prinzipiell fände ich in der Frage wer die Entscheidung über die Abtreibungsgesetze tätigen sollte Folgende Möglichkeit ganz gut: Hauptsächlich Frauen unterschiedlichen Alters und Bevölkerungsschichten, sowie ein paar Männer sollten einen Ausschuss bilden und sich gut mit dem Thema auseinandersetzen. Denn so kann man die Meinungen vieler Bürger vertreten und wohlmöglich eine der Bestmöglichen Entscheidungen für die Gesetze dieses schwierigen Themas finden. Oder man lässt darüber einfach das gesamte Volk entscheiden.

2 Antworten auf „Ist es fair, dass Männer über die Abtreibungsgesetze bestimmen?“

  1. Das sind sehr gute Gedanken, die Du schreibst. Gesetze über das Thema Abtreibung generell zu erlassen, halte ich sowieso für sehr schwierig , weil eine Abtreibung das Persönlichste ist, was man überhaupt entscheiden kann. Was kann noch privater, noch persönlicher sein, als über ein kleines Lebewesen im eigenen Körper zu entscheiden, ob es leben darf oder nicht ?
    Gesetze sollten deshalb immer das LEBEN in den Vordergrund stellen und Möglichkeiten offen machen, wie Leben geschützt werden kann, anstatt Gesetze zur Legalisierung des Tötens zu erlassen.
    Frauen müssen in diesen Gremien in der Mehrheit sein, da stimme ich voll und ganz zu. Und Männer, die bereit sind, Lösungen zum Erhalt des kleinen ungeborenen Lebens, sowohl finanziell als auch Adoption u.ä. zu unterstützen und erleichtern. Da sind Männer gefragt bei den Gesetzen, die festlegen: So und so wird Leben unterstützt, verbindlich, laut Gesetz und in vollem Umfang. Damit keine Frau in Not mehr als einzigen Ausweg die Abtreibung sieht . Sondern statt dessen geholfen bekommt, sowohl finanziell beim Behalten als auch beim zur Adoption freigeben des Kindes.

  2. Aristoteles, ich finde du bringst gute Lösungsmöglichkeiten. Verantwortung ist immer ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings stimme ich littleangel zu, wenn sie sagt, dass Männer sich niemals mit der verzweifelten Situation einer ungewollten Schwangerschaft konfrontiert sehen und deshalb auch nicht in diesen Situationen urteilen, geschweige denn entscheiden dürfen. Allgemein scheint mir das vorschnelle (Ver-)Urteilen einer der häufigsten Gründe für Schwangerschaftsabbrüche zu sein. Männer unterschätzen häufig das Gefühl der Mutterschaft, mit dem Mädchen sich schon in ihrer frühen Jugend durch ihre Periode beschäftigen müssen. Es ist nicht normal,leicht und gerne zu töten und ich denke, den meisten Frauen ist es bewusst, dass sie ein Leben, ein Teil ihrer selbst umbringen. Diese Entscheidung wird in den seltensten Fällen schnell und leichtfertig getroffen. Aber anstatt über Möglichkeiten der Gesetzgebung zu diskutieren, sollten uns wir vielleicht eher fragen warum Mädchen in sexuell aufgeklärten und mit zugriff auf Verütungsmittel unbeabsichtigt schwanger werden und welchen Einfluss die Gesellschaft, allen voran der männlich Teil dieser, auf diese Entwicklungen hat. Vielleicht wäre ein Ansatz Sexualität, insbesondere die weibliche, zu detabuisieren, oder einfach das Selbstbewusstsein unserer Gegenüber (sowohl weiblicher als auch männlicher oder jeder sonstiger Dekategorie des binären Geschlechtersystems) zu stärken. Meiner Meinung nach liegt auch die Antwort auf die Frage vernab von binären Geschlechtervorstellungen,vielmehr sollten entscheidende Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht sondern ausgehend von ihren Kompetenzen gewählt werden.

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