Ist der Schönheits-Standard gefährlich?

Die Barbies sind aus der Mode, dennoch sind sie lebendiger als noch nicht zuvor. Was ist Schönheit? Schönheit ist subjektiv, heißt von vielen Faktoren abhängig wie zum Beispiel Kultur, Stämme, Länder und Zeit. Während die asiatischen Länder sehr helle Haut schön finden, bevorzugt die westliche Bevölkerung eine braune Haut. Im 19. Jahrhundert galten bei den Japanern schwarze Zähne als attraktiv, wobei man heute strahlend weiße Zähne hübsch findet. In Fidschi bevorzugt man die traditionellen Frauen mit viel Gewicht, aber in der modernen Welt dreht sich alles um das „dünn“ sein. Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Schönheits-Standard sich immer wieder ändert, denn es wird immer neue Trends geben und dementsprechend eine neue Version von Schönheit. Es gab auch mal eine Zeit, während der dünn sein als hässlich galt und Frauen Gewicht zunahmen. Ach was eine Zeit! Die heutigen Schönheits-Standarten drehen sich um ein kleines Gesicht, betonte Jawline, kleine Nase, dicke Lippen, makelloses Gesicht (keine Zeichen von Akne, Narben, usw.), keine Zeichen des Alterns, keine Cellulite, Sanduhr-Figur, flacher Bauch und dabei große Brüste und Hintern. Der Schönheits-Standard stammt aus den Jahren des Rassismus, der Ideologien und der Kolonisation der westlichen Welt. In den Jahren wurde gelehrt, dass weiß gut und hübsch ist. Nach dem koreanischen Krieg in 1950 wurden viele Operationen an Augenlider durchgeführt damit die koreanischen Frauen attraktiv auf die amerikanischen Männer wirkten. Man sah auch wie sich der Schönheits-Standard in den Köpfen der Kinder befestigte. Doktor Kenneth und Mamie Clark führten einen Versuch namens „The Doll Test“ durch. Den Kindern wurden vier Puppen gegeben, die bis auf die Farbe identisch sind, um die Rassenwahrnehmung der Kinder zu testen. Ihre Probanden, Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren, wurden gebeten, sowohl die Rasse der Puppen als auch die von ihnen bevorzugte Farbpuppe zu identifizieren. Eine Mehrheit der Kinder bevorzugte die weiße Puppe und wies ihre positiven Eigenschaften zu. Die Dr. Clark kam zu dem Schluss, dass „Vorurteile, Diskriminierung und Segregation“ bei afroamerikanischen Kindern ein Minderwertigkeitsgefühl hervorriefen und ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigten. Oft wurde auch den asiatischen Kindern eingeredet nicht rauszugehen, aus Angst ihre Hautfarbe wird dunkler. Mittlerweile ist es für uns normal geworden irgendwas an uns ändern zu wollen, sei es unsere Nase oder Farbe der Augen (mit Linsen) und all das nur damit wir europid wirken. In einer Welt des Patriarchats und der Frauenfeindlichkeit werden Frauen anhand ihres Aussehens identifiziert und geschätzt, während man bei Männern auf ihren professionellen Erfolg und Stärke achtet. Von Frauen wurde eine Disziplin, bestimmte Art von Aussehen und kleiden erwartet. Die jüngste Werbekampagne in Malaysia sagte Frauen wie sie sich verkleiden, benehmen, schminken, ihre Männer respektieren und die Hausarbeit erledigen sollen, um häusliche Streitigkeiten zu vermeiden. Die Schönheitsindustrie und die Medien bombardieren junge Mädchen und Frauen mit den westlichen Idealen der Schönheit auf internationalen Ebenen. Sie sagen einem was konventionell hübsch ist und was nicht. Sie sagen man soll sich rasieren oder schminken. Die weiblichen Zeitschriften besitzen um das 10 fache mehr Themen über Diätetik und Inhalte über Gewichtsverlust als die männlichen Zeitschriften. All dies wird in den Medien als Selbstpflege präsentiert. Sollte man sich nicht nach diesen Standarten richten, so geht man davon aus, dass man sich nicht um seinen Körper kümmert oder den Sinn im Leben verloren hat. Die Ausschließlichkeit einer Minderheit repräsentiert sich durch Scham. Eine ungesunde extreme Ausdünnung wird im Lob verherrlicht, aber plötzlich ist das, was sie loben und weswegen sie Druck auf die Menschen ausüben, plötzlich zu dünn und zu extrem. Viele Prominente haben über ihre Essstörung und dadurch entstandenen Problemen gesprochen. Victoria’s Secret ist für Ihre Unterwäsche und Lingerie für Frauen bekannt und gilt als erfolgreich. Dennoch gibt es viele ehemalige Modelle ( z.B. Erin Heatherton), welche von dem unrealistischen Druck berichteten. Laut Ihnen waren Sie gezwungen ein bestimmtes Gewicht ihre ganze Karriere lang zu halten, wenn sie mehr wogen als das Zielgewicht mussten sie eine Diät machen und im schlimmsten Fall hungern. Es war nicht nur das hungern an sich sondern auch das anstrengende Training, dass auch mehrmals am Tag stattfand, was zu Essstörung über mehrere Jahre führte. Des weiteren kann man auch in der K-Pop Industrie (koreanischer Pop) viele Folgen des Schönheits-Standards sehen. Diese kommen vor allem durch den intensiven Arbeitsdruck, extreme Medienbeobachtung und traumatisierendes Online-Mobbing zum Ausdruck. Von den K-Pop Prominenten gibt es viele Fancams, heißt jedem Mitglied der Gruppe zugeordnete Kameras, die einen, während dem ganzen Auftritt von allen Richtungen filmen. Alle K-Pop Prominente sind dafür bekannt dünn zu sein. Dennoch kommt der Gewichtsverlust nicht von ihnen selber, sondern ist das ein Zwang, den die Unternehmen ausüben. Sie setzen die Stars auf extreme Diäten und drängen sie zur Übung von Tanzchoreografien über mehrere Stunden. Es gibt viele von den Fans aufgenommene Videos, wo die Stars wegen Erschöpfung auf der Bühne ohnmächtig werden, da sie unter dem extremen Arbeitsdruck während der Diät leiden. Nichtsdestotrotz sind diese K-Pop Stars Vorbilder für viele junge Menschen, die sich z. B. einen ähnlichen Körperbau wünschen. Der Wunsch nach einer Sanduhr-Figur führt zu der Zeit zurück, wo Mädchen und Frauen ein Korsett getragen haben und obwohl sich die Schönheits-Standarten immer ändern, bleibt der Wunsch nach Sanduhr-Figur gleich. In 1950 entsprach Marilyn Monroe der derzeitige Schönheits-Standard, sowie auch der Barbie Puppe. Die Barbie wurde als wunderschön und reich präsentiert. Sie besaß eine Sanduhr-Figur, blonde Haare und blaue Augen, kurzgesagt entsprach dem Ideal und wurde ziemlich schnell populär. Sie hatte einen bedeutenden Einfluss als Vorbild für viele junge Mädchen, aber ihr unrealistischer, unverhältnismäßiger Körper löste eine Debatte über die Auswirkungen aus, die es auf junge Mädchen haben könnte. Heutzutage bekommen so viele Kinder in so jungem Alter Handys und mehr, somit sind sie dieser verzerrten Vorstellung von Schönheit ausgesetzt, die einen erheblichen Einfluss auf das Selbstwertgefühl hat und eine Störung der Körperdysmorphe auslösen kann. Es gibt so viele Hinweise darauf, dass jüngere Menschen, die mit sozialen Medien in Verbindung stehen, zunehmend psychisch belastet, depressiv und selbstmordgefährdet sind. In den letzten Jahren gab es auch einen signifikanten Anstieg von Essstörungen. Jüngere und jüngere Mädchen sind besessen von Gewichtsverlust und Diät und letztendlich ist alles auf diesen unerreichbaren Schönheitsstandard zurückzuführen. Die äußere Schönheit ist vorübergehend. Der Schönheits-Standard ändert sich ständig und zielt darauf uns unsicher zu machen, damit man mehr Pflegeprodukte verkaufen kann. Mehr gewinngierige Industrien arbeiten mit Medien zusammen, um uns eine verzerrte Wahrnehmung von uns selbst zu bieten, nur um dann Mittel gegen dieses verzerrte Selbstbild zu verkaufen. Zurück zu der Frage „Ist der Schönheits-Standard gefährlich?“ Definitiv, denn nicht nur wir kämpfen und leiden davon sondern auch die nächste Generation, wenn nicht Generationen. Es ist nicht möglich alle Menschen davon zu überzeugen was einen schlechten Einfluss der Schönheits-Standard auf uns hat. Dennoch wissen viele Menschen ihren Wert. Es ist nichts was man von heute auf morgen lösen kann. Es ist schwierig, in unser natürliches Selbst einzutauchen, wenn die Medienrepräsentation so lange hauptsächlich aus kaukasischen und eurozentrischen Merkmalen bestand. Medienvertretung ist nur eine unbedeutende Bevölkerung. Sie sagt uns, wie wir ihrer Meinung nach auszusehen haben, aber das ist Unsinn. Wir sind auf unsere Art und Weise so schön. Es gibt so viel Schönheit in allen Größen, Altersgruppen und Kulturen, die wir feiern müssen. Man muss keine bestimmte Größe haben, genauso wie man keinen bestimmten Haut Ton haben muss. Wir dürfen „Fehler“ besitzen, ob Dehnungsstreifen, Poren, Akne oder Haare. Es gibt zum Beispiel so viele schöne verschiedene Formen von Nasen. Es ist in Ordnung, dass unser Körpergewicht schwankt. Wir alle altern und man ist nicht weniger schön, wenn man Falten hat oder älter wird.

5 Antworten auf „Ist der Schönheits-Standard gefährlich?“

  1. Hallo moonchild,

    Ich finde deinen Beitrag sehr Berührend, denn ich selbst hatte auch schon oft mit mir und meinem Körper zu Kämpfen. Ich finde es auch erschreckend, dass Eingriffe für die Schönheit mittlerweile normal ist und fast schon notwendig um in das Ideal zu passen. Ich persönlich denke auch, dass sich viele junge Menschen damit zu sehr auseinander setzen müssen und versuchen wollen dazuzugehören. Ich meine in diesen Zeitschriften wird immer nur dass Ideal angepriesen und wie du schon erwähnt hattest die neusten Diäten beworben. Aber in keiner wird einem gesagt, dass sein Körper schön ist, so wie er ist mit allem. Ich finde in unserer heutigen Gesellschaft sollte mehr gelehrt werden seinen eigenen Körper zu lieben und gleichzeitig die anderen Körper auch im Sinne von No Body Shaming.

    Liebe Grüße
    Littleangel.

  2. Hey moonchild,
    Kinder bekommen bereits früh das Bild eines idealen Körpers eingeprägt, wie du es bereits gut erklärt hast. Es beginnt schon in den alten klassischen Disney-Filmen, in welchen die wunderschönen Prinzessinnen eine unnatürliche Taille besitzen. Während die böse Hexe eine krumme Nase hat, kommt die Prinzessin mit einer kleinen Stupsnase daher und wird von ihrem Prinzen gerettet, welcher ebenso seine erwartete Rolle als ,,Mann“ einnimmt. Ja, das Schönheits- und Rollenideal ist gefährlich. Umso wichtiger finde ich es, Kindern bereits in frühen Jahren, vor allem, wenn sie anfangen, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, klar zu machen, dass es kein perfektes Aussehen gibt. Es gibt Menschen mit verschiedenen Gesichtsmerkmalen und verschiedenem Körperbau. Auch gibt es Menschen, welche nicht das Privileg haben, laufen zu können, und folglich dessen im Rollstuhl sitzen. Manche sind gelähmt, andere sind geistig behindert oder anderweitig eingeschränkt. Menschen können verschiedene Hautfarben haben, und das sollte alles normalisiert werden, wie als wenn es verschiedene Augenfarben wären.
    Ich persönlich bin der Ansicht, dass man dies den Kindern bereits in jungen Jahren erklären sollte. Menschen sind eben vielfältig, und Kinder müssen lernen, dies schon früh zu erkennen, damit sich daraus Akzeptanz und Toleranz bilden kann. Ebenso finde ich es wichtig, dass sich Menschen bewusst werden, auch charakterlich keinem Ideal entsprechen zu müssen. Ein Mann, der seine Gefühle zeigt, soll nicht als weiblich und schwach abgestempelt werden. Ebenso soll eine Frau nicht als schwach abgestempelt werden, weil der ,,starke Mann‘‘ bereits diese Rolle einnehmen muss.
    Bestimmte Ideale sind allgemein gefährlich, und werden in der Phase der Pubertät auch noch oft verstärkt. Jugendliche beginnen, sich zu sehr in den Idealismus hineinzusteigern und fangen an, an sich zu zweifeln. Weil ständig, vielleicht sogar ungewollt, eine optische Erwartung in die Gesellschaft gesetzt wird, machen es sich viele zum Ziel, diesem Ideal zu entsprechen. Insbesondere aufgrund der Beiträge in den sozialen Netzwerken wie beispielsweise Instagram werden viele Menschen hinsichtlich ihres Aussehens verunsichert. Ich selbst erwische mich manchmal dabei, diese perfekt abgebildeten Gesichter und Körper zu bewundern, und teils etwas zu beneiden.
    Wir haben jetzt das Jahr 2020 hinter uns, weshalb ich aus Interesse die beliebtesten Fotos auf Instagram gegoogelt habe. Darunter befanden sich auch Bilder von Kylie Jenner, die teils gewagt und etwas provokant vor der Kamera posiert. Ich bewundere es natürlich sehr, wenn Menschen das Selbstbewusstsein dazu haben, sich im Internet zu präsentieren, so wie sie es wollen, ohne sich etwas von anderen einreden zu lassen. Ebenso sollte sich kein Mensch für seinen eigenen Körper schämen müssen und sich deshalb nicht trauen, irgendetwas Bestimmtes anzuziehen oder sich nicht zu zeigen. Doch Kylie Jenner präsentiert einen Körper und ein Gesicht, das viele Schönheitsoperationen hinter sich hat. Dabei kratzt es gewiss an dem Selbstwertgefühl der ein oder anderen Frau, wenn ein Bild von einem Körper und einem Gesicht, welches umoperiert und bearbeitet wurde, und dadurch ,,fehlerfrei‘‘ erscheint, zu den beliebtesten Bildern auf Instagram gehört.

    Ich denke, es hat bereits ein ,,Umschwung‘‘ begonnen, in welchem unsere Gesellschaft mehr über die Auswirkungen von Idealen reflektiert und bestimmte Erwartungen unserer Gesellschaft in Frage stellt. Elena Carrière, Ex-GNTM-Model, zeigte vor ca. einer Woche in einem Instagram-Post, dass sie genug von dem Schönheitswahn hat und sie macht mit ihrem Beitrag ihren Followern Mut. Soziale Netzwerke prägen den Alltag von sehr vielen Menschen, und ich finde es schön, dass mehr und mehr Menschen anfangen, über die äußeren Erwartungen und Ideale zu reflektieren. Vor allem Menschen mit einer großen Reichweite sollten ihre Vorbildfunktion nutzen und klar machen, dass es nicht wichtig ist, was andere denken, wenn man selbst zufrieden ist. Wir müssen klein anfangen und uns selbst akzeptieren, damit wir eine Gesellschaft erreichen, die alle Arten des äußeren Erscheinens akzeptiert und als schön empfindet. Erst wenn wir erreichen, dass sich die Mehrheit selbst zu lieben lernt, können wir für mehr Toleranz innerhalb unserer Gesellschaft garantieren. Somit danke für deinen Beitrag, ich bin mir sicher, er regt weitere Menschen zum Nachdenken und Reflektieren an!
    Liebe Grüße
    Volvic

  3. Hallo moonchild,
    mir gefällt dein Beitrag über das Thema „Schönheit-Standards“ sehr gut. Ein Thema, über dass es sehr wichtig und notwendig ist zu reden. Ich stimme dir absolut zu, dass dieses Thema Gefahren in sich birgt. Wenn ich durch die sozialen Medien gehe, merke ich selbst, wie ich mich mehr oder weniger unterbewusst mit den vorgegebenen Bildern von Schönheit vergleiche und mich danach immer schlecht fühle. Einem Ideal nachzujagen, das weder realistisch noch möglich zu erreichen ist, weckt die Unzufriedenheit umso mehr. Ich glaube niemandem ist damit geholfen Schönheitsideale zu besitzen. Doch leider ist es, wie du schon sagst, ein tiefer liegendes Thema, was es schon so lang gibt, sich immer wieder wandelt und nicht so leicht zu überwinden ist. Gerade weil Schönheit im Auge des Betrachters liegt, ist es eigentlich so suspekt, dass es so pluralisiert wird, aber das hängt wohl damit zusammen, dass es in uns liegt nach Perfektion zu streben- Perfekt in seinen eigenen Augen, aber viel mehr in den Augen der Gesellschaft zu sein. In deinem Beitrag geht es fast ausschließlich um Frauen, aber was ist eigentlich mit den Männern und Jungs? Natürlich wird das Thema Schönheit oft in Verbindung mit Frauen gebracht, da durch soziale Medien, Victoria Secret, Germany`s next Top Model und Co es sehr present ist, trotzdem glaub ich, dass auch Männer dieses Thema miteinbezieht. Ich glaube, dass auch hier zum Beispiel durch den aufkommenden Fitnesstrend Schönheitsideale bei Männern existieren, die genauso undrealistisch sind und einen Druck auf Männer aufbaut. Ich würde das Thema also sowohl auf Frauen als auch auf Männer beziehn. Zusammendfassend hoffe ich einfach für jeden, dass jeder die Schönheit in sich selbst erkennt und merkt, dass schönheitsidealen nachzueifern nicht glücklich macht!

  4. Hallo moonchild,
    ich stimme dir ohne jeglichen Zweifel zu, dass der Schönheitsstandard in unserer Zeit sehr gefährlich ist, vor allem da er sich durch die sozialen Medien schneller den je ausbreitet und in unseren Köpfen bleibt. Vor allem während der letzten Jahre werden die Standards immer unrealistischer und deshalb auch viel schwerer zu erreichen. Diese Misserfolge haben auf viele Menschen schwere psychische Auswirkungen.
    Hoffnung bereitet mir allerdings die Veränderung, die sich zwar langsam vollzieht, aber trotzdem zu spüren ist: immer häufiger wird über diese unrealistischen Standards gesprochen und auch auf den sozialen Medien zeigen immer mehr Menschen realistische Bilder von sich selbst. Deshalb wird es hoffentlich auch bald leichter sein, sich so zu akzeptieren und zu lieben wie man ist, denn jeder hat schließlich nur diesen einen Körper, der unglaublich viel für einen tut.
    Liebe Grüße janedoe

  5. Hallo moonchild,
    ich stimme dir wirklich in allem zu. Schönheitsideale sind gefährlich! Erst vor kurzen ist die Influencerin Josi Maria an Magersucht gestorben. Der Grund dafür war, dass sie in der Schule früher gemobbt wurde und dachte, dass es aufhört, wenn sie abnimmt. Seitdem hat sie mit Essstörungen zu kämpfen. Auf ihrem Instagram- Account sieht man einige Bilder von ihr, bei denen man sich denkt, dass an ihr nichts mehr dran ist und sie nur noch aus Knochen und Haut besteht. Doch genau das ist das Ideal der heutigen Zeit und immer mehr – vor allem Mädchen- versuchen diesem Ideal gerecht zu werden. Ich finde es traurig, dass es heutzutage als schön anerkennt wird, wenn man krankhaft dünn ist. Was mir auch Sorgen macht, ist das was du auch erwähnt hast, und zwar, dass immer früher die Mädchen oder auch Jungs mit diesem Schönheitsideal konfrontiert werden. Man kann sie davor nicht einmal wirklich beschützen, erst Recht nicht, wenn sie ein eigenes Handy haben. In sozialen Netzwerken sieht man fast ausschließlich Promis oder Influencer, die einen „perfekten“ Körper haben. Aber es fängt schon mit der Werbung, die im Fernseher läuft, an. Besonders nach Weihnachten, wenn alle durch das Festessen zugenommen haben, kommen extrem viele Anzeigen, die eine Diätform anpreisen, die einem zum Wunschgewicht verhelfen sollen. Meiner Meinung nach ist es nicht gesund und auch nicht wichtig, zwanghaft ein bestimmtes Gewicht oder ein bestimmtes Aussehen zu erreichen. Ich finde der Charakter ist das einzig Wahre, was einen ausmacht und man sollte lieber danach urteilen, als nach dem Aussehen. Solange man mit sich zufrieden ist, sollte man sich nichts einreden lassen und sich auch nicht nach dem richten, was in der Gesellschaft als schön empfunden wird. Denn für was machen wir das Ganze überhaupt? Damit wir uns besser fühlen, aber ist es wirklich das, was uns erfüllt? Und können wir nicht auch Selbstbewusst sein, ohne den Idealen zu entsprechen? Ich behaupte, dass wir diese ganzen Ideale nicht erfüllen müssen, um glücklich sein zu können. Mir ist es viel wichtiger ein paar wirklich gute Freunde zu haben, bei denen ich so sein kann, wie ich bin, statt tausende Follower auf Instagram zu haben, die mir sagen, dass ich schön bin.
    Link: https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_89140606/influencerin-josi-maria-stirbt-mit-nur-24-jahren-an-magersucht.html

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