Einmal Mars… und nie wieder Zurück -Oneway Ticket zum Mars

„I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the Moon and returning him safely to Earth.“ John F. Kennedy.
Kennedy hat sogar schon im Jahre 1961 bei seiner „race to space“ Rede klar gemacht, dass es ethisch nicht vertretbar sei einen Astronauten bewusst auf einem anderen Himmelskörper sterben zu lassen. Jedoch gab es zu unserer heutigen Zeit eine Firma Namens Mars One, die Oneway Tickets zum Mars vorgeschlagen hatte. Ihrer Idee nach sollten vierer Teams aus 40 ausgewählten Kandidaten auf dem Mars geschickt werden, um diese dort anschließend ihrem Schicksal in einer kleinen Kolonie zu überlassen. Das ganze sollte dann als eine Art Realityshow auf die Erde übertragen werden. Jedoch scheiterte die Idee letztendlich am Geld aber nicht an der Frage, ob diese Aktion ethisch vertretbar sei?
Was wäre, wenn diese Vorstellung Wirklichkeit wird. Dabei ist davon auszugehen, dass die Menschen zwar eine kurze Zeit auf dem Mars überlebt hätten, das wäre jedoch nur eine Bruchteil so lange wie sie es möglicherweise auf der Erde tun würden.
Ein Mensch, der sich bewusst auf den Tod im All einlässt, kann dies unterschiedlich begründen. Einige Freiwillige für Mars One meinten, dass ihnen das wohl der Menschheit am wichtigsten sei. Jedoch finde ich, dass man das Wohl der Menschheit nicht über das der Astronauten stellen kann. Es ist ja nicht mal sicher, ob sich aus solchen Missionen überhaupt wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben und somit wären diese Missionen nicht von Bedeutung für die Menschheit. Andere Bewerber dieser Mission meinten, dass das Weltall eine größere Anziehungskraft für sie hat als die Erde. Da stellt sich nun die Frage, sollte man tatsächlich in den Lebenstraum eines Menschen eingreifen? Meiner Meinung nach sollte man dies nicht. Denn jeder Mensch sollte sein Leben so verbringen wie er es möchte auch wenn es einen hohen Preis hat. Dieses Streben nach solch einer Mission geht jedoch nur in Ordnung, wenn dieser Mensch seinen Preis selber zahlt und nicht wenn zum Beispiel Angehörige darunter leiden.
Folglich würde ich es als egoistisch den Angehörigen der Person gegenüber ansehen, da zum Beispiel Kinder ihre Mutter oder ihren Vater verlieren oder Eltern ihren Sohn oder ihre Tochter. Eine Mars Mission wäre keine geeignete Rechtfertigung den Angehörigen gegenüber, sein Leben vorzeitig zu beenden. Das würde somit nicht nur vermeidbares Leid über den Probanden bringen, sondern auf seine ganze Familie.
Meiner Meinung nach sollte man nicht darauf verzichten die Menschheit ins All zu befördern, jedoch sollte man immer abwägen zu welchen Preis man diesen Fortschritt eingeht. Deshalb finde ich solche Missionen als ethisch sehr bedenklich und man sollte den Menschen immer noch die Alternative geben wieder zurück zur Erde zu kehren, denn das Recht auf unseren Blauen Planteten sollte niemanden genommen werden.

Nun hoffe ich, dass meine Gedanken zu diesem Thema nicht alleine gelassen werden und ich würde mich über eure Kommentare über derartige Raumflüge freuen.
Quellen:
https://taz.de/Flug-zum-Mars/!5052749/?goMobile2=1588896000000 10.07.2020
https://www.swr.de/swr2/programm/broadcastcontrib-swr-33392.html 10.07.2020 JFK Rede: https://youtu.be/04-5_pBccIU (7:38 ) 10.072020

Genetisch Veränderte Technologien Fluch oder Segen?

 Genetisch veränderte Organismen (genetically modified organisms; GMOs) sind Organismen deren Erbanlagen mittels gentechnischer Methoden (z. B. durch Transgenetik1, CRISPR-CAS92) gezielt verändert werden.

Durch Genetische Veränderungen wurden schon viele Pflanzen und auch Tierarten miteinander gekreuzt um für die Menschen profitabler zu sein. Ein Beispiel ist die Maispflanze der ein Gift mithilfe von Genetisch Verändernden Technologien Injektiv zugeführt wurde um gegen Schädlinge wie den Maiszünsler resistent zu sein (dieses Resistente Gen wird auch weitervererbt).

Ein weiteres Beispiel ist eine Genveränderte Mückenart. In Brasilien wurde 2014 erstmals eine gv-Mückenart (Genveränderte Mückenart) für die kommerzielle Nutzung zugelassen, um Infektionen die das Dengue- und Zika-Virus3 verursachen einzudämmen. Bei Insekten versucht man meist, durch Einführung von „Sterblichkeits-“ oder „Sterilität“-Genen die Vermehrung krankheitsübertragender oder schädlicher Insekten einzuschränken (Beispiel:  Dengue-Fieber oder Malaria verursachende Stechmücken).

 Doch ist das Verändern von Genen Ethisch vertretbar?

Pflanzen und Lebewesen Genetisch verändern nur um mehr Nahrung zu erhalten in einer Gesellschaft die sich schon selber als eine Wegwerfgesellschaft bezeichnet?

Müssen die Tiere wirklich Veränderungen durchleiden nur damit es für uns besser ist und wir 2 bis 4 Rippchen mehr auf unserem Grill liegen haben?

Wenn wir das Beispiel der Mücke noch einmal aufgreifen und uns genau überlegen was es bedeutet eine Art derart Genetisch zu verändern. „Einführung von „Sterblichkeits-“ oder „Sterilität“-Genen“ dies bedeutet, wenn die Mücken ihrem Natürlichen Weg folgen will, werden keine Nachfolgen entpuppen oder wenn, dann sterben sie schon sehr früh im Raupenstadium. Mithilfe der Methode könnten die Mücken ausgerottet werden. Für den Menschen wäre das eine Bereicherung, da die Anzahl an Malaria erkrankten oder mit dem Zika-Virus infizierten zurückgehen würde. Die Mücke repräsentiert einen winzigen Teil der Biomasse deswegen scheint es nicht derartig schlimm zu sein, doch die Ökologischen Folgen die das auf die Umwelt und den Nahrungskreislauf der Tiere hat wird hierbei in den Hintergrund gestellt.

Die Genveränderten Maispflanzen sollen keine Auswirkungen auf den Menschen haben, wenn er die Pflanzen isst, doch wer würde gerne einen Maiskolben essen, der mit Gift vollgepumpt ist?

Die Wissenschaft ist bei dem Thema Genetische Veränderung schon sehr weit gekommen.  Es hat Ethisch Fragliche Gesichtspunkte wie das ausrotten einer gesamten Spezies. Dennoch kann mit dieser Erfindung Gutes getan werden.

Viele einst unheilbare Krankheiten können mithilfe der CRISPR-CAS9 (Genschere) durch das wegschneiden des erkrankten und mutierten Proteinabfolge im DNA-Strang geheilt werden. Es ist eine fortschrittliche Erfindung, welche viele Leben retten kann und somit auch viel Leiden erspart.

Genetisch veränderte Organismen können die Zukunft verändern. Es sei denn, dass sie für das richtige genutzt werden wie das retten von Zahlreichen Leben und dabei keinerlei Lebewesen zu Schaden kommen. Auch wenn eine negativ und unnützlich erscheinende Art zu denken gibt, dass diese ausgerottet werden kann bürgt das immense Folgen auf den Nahrungszyklus und somit auf das gesamte Tierreich.

Meiner Meinung nach kann die Genetische Veränderung mit einer kleinen Überarbeitung und mit dem Achten auf andere Lebewesen und den Auswirkungen vieles und Gutes erreichen auch wenn die Meinungen umstritten sind.

Was meint ihr dazu?

Quellen:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/brasilien-gentechnisch-veraenderte-muecken-entdeckt-a-1286434.html

https://www.ethikrat.org/fileadmin/PDF-Dateien/Veranstaltungen/ht-26-10-2017-windbichler.pdf

1: https://flexikon.doccheck.com/de/Transgen#:~:text=Als%20transgen%20wird%20ein%20Organismus%20bezeichnet%2C%20in%20dessen,Organismen%20stellen%20eine%20Teilmenge%20gentechnisch%20ver%C3%A4nderter%20Organismen%20dar     

2: https://gentechniken.de/wie-funktioniert-crispr-cas/

3: https://www.mediassistcare.com/zika-virus-vs-2016#:~:text=Zika-Virus%20und%20Dengue%20sind%20zwei%20Krankheiten%2C%20die%20durch,zu%20diagnostizieren%20und%20die%20richtige%20Behandlung%20zu%20bestimmen

Legalisierung aller Drogen?

“Gewalt ist männlich und betrunken“

“Betrunken: 22-Jähriger fährt gegen Stromkasten“

“16-Jähriger baut betrunken Autounfall“

“Betrunken und aggressiv“

“Jung, männlich und vielfach betrunken“

Unsere alltäglichen Nachrichten sind gefüllt mit solchen Schlagzeilen. Allein im Internet findet man täglich News zu Autounfällen und Krawallen, verursacht durch den Konsum von Alkohol. Vielleicht hat der ein oder andere Leser von den Krawallen in Stuttgart gehört. Auslöser des Randales in Stuttgart war der Konflikt zwischen einer männlichen Gruppe und Polizisten, die eine Drogenkontrolle am Eckensee durchführen wollten. Viele der eskalierenden Beteiligten waren betrunken. Doch warum wird der Konsum von Alkohol und Tabak trotz schadenzufügender Fälle gesellschaftlich akzeptiert, während beispielsweise Heroin, Cannabis und LSD verboten sind? Dabei hört man doch diesbezüglich nichtmal ansatzweise von so vielen Vorfällen, verursacht unter Drogenrausch im Vergleich von Vorfällen unter Alkoholrausch.

Jetzt mag der ein oder andere vielleicht mit der persönlichen Freiheit gegen den Verbot von Drogen argumentieren. Jeder von uns hat ein Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Geist bzw. Körper. Wir sind Individuen, welche das Recht haben sollten, selbst über den Konsum von Drogen zu entscheiden, ohne dass der Staat uns etwas vorschreibt, was den Reiz gegebenenfalls sogar erhöht, das “Verbotene“ dennoch zu machen. Dennoch ist die Fürsorgepflicht des Staates gegenüber der Bürger zu beachten, welche über die Freiheitsrechte der Bürger stehen, da Drogen gesundheitsschädigend sind. Zum einen stellt sich noch dazu die Frage, ob man als Drogenabhängiger in der Lage ist, selbstbestimmend zu handeln.

Des Weiteren ist zu bedenken, dass durch den Verbot nicht automatisch der Konsum von Drogen verhindert wird. Es besteht weiterhin eine Nachfrage, und die Versorgung der Kunden mit Drogen findet illegal statt. Wenn man die illegalen Drogen legalisieren würde, bestände außerdem der Vorteil, staatliche Kontrollen besser durchzuführen. Man könnte den Verkauf an Konsumenten bezüglich des Jugendschutzes besser überschauen als wenn man heimlich damit verhandelt.

Darüber hinaus gilt zwar beispielsweise Cannabis als illegal, jedoch stellt der Konsum von Alkohol und Tabak ebenso ein großes Gesundheitsrisiko dar. Tabakrauchen erhöht nicht nur das Risiko für Krebserkrankungen, sondern ist auch verantwortlich für Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weitere chronische Gesundheitsprobleme. Auch der übermäßige Alkoholkonsum ist Ursache vieler Erkrankungen und Unfälle. Die Zahlen der Toten aufgrund illegaler Drogen ist deutlich geringer als die aufgrund von Alkohol und Tabak. Man muss trotzdem erwähnen, dass der regelmäßige Konsum einiger illegaler Drogen ebenso zu Gehirnschädigungen führen können wie Alkohol. Härtere Drogen wie Kokain und Heroin können ebenso für erheblichen Schaden sorgen, vor allem weil sie schneller zur Abhängigkeit führen als wenn man einmalig Alkohol oder Tabak konsumiert.

Einerseits wäre die Legalisierung mancher Drogen sogar vorteilhaft, da man trotz Verbot an bestimmte Drogen kommt, wenn der Wille besteht, diese zu sich zu nehmen. Mit einer einheitlichen Regelung könnte man die Legalisierung besser kontrollieren, als wenn man beispielsweise weiterhin illegal ohne Kontrolle mit schädlichen Drogen verhandelt. Natürlich sollten Drogen nicht verharmlost werden, nichts desto trotz kann Alkohol dieselben Folgen wie haben wie manche Drogen. Ich persönlich bin der Meinung, dass illegale Drogen trotz der theoretischen Argumente nicht beschönigt und verharmlost werden dürfen. Sie sind nicht ohne Grund verboten, und ich hoffe, jeder von uns Lesern ist sich im Klaren, was Drogen wie Ecstacy, Crystal Meth, Crack und was es sonst noch alles gibt, für Auswirkungen zur Folge haben. Halluzinationen, Kreislaufkollapse, Herzstillstände, Gehirnschäden, Aggressivität, Verfolgungswahn, Schizophrenie und AIDS sind das Eine. Eine Abhängigkeit kann zum anderen den sozialen Abstieg verursachen: Während Schule und Ausbildung nebensächlich und nichtig werden, kann es auf dem Weg, begleitet von Depressionen, Angstzuständen usw. bis zum elendigen Tod führen.

Schlussendlich ist es jedem selbst überlassen, was man sich seinem Körper aussetzt. Man sollte sich im Klaren sein, worauf man sich einlässt und sowohl illegale, als auch legale Drogen keinesfalls unterschätzen. Ich hoffe, ihr passt alle auf euch auf und informiert euch rechtzeitig ausreichend, bevor ihr ohne großes Überlegen etwas Neues ausprobiert. Wie positioniert ihr euch zu dem Thema Drogen und deren Legalisierung? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

https://www.maedchen.de/life/drogen-wirkung-gefahren-folgen-ecstasy-risiken

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Legalisierung_von_Drogen

https://www.google.de/amp/s/www.sueddeutsche.de/panorama/stuttgart-randale-gewalt-1.4943574!amp

Wie Corona die schlechten Bedingungen der Fleischindustrie in der Öffentlichkeit verbreitet

Corona, seit Anfang 2020 ist dies das Hauptthema auf der ganzen Welt und wie man sich davor schützen kann. Immer weitere Maßnahmen sollen die Infektionsrate verkleinern und die Menschheit schützen. Durch das Missachten der Maßnahmen und Regeln kommt es immer wieder zu neuen Ausbrüchen, auch in der Fleischindustrie wurden diese Regeln missachtet und die Arbeiter bekamen keinen richtigen Schutz. Dies zeigt im Grunde wie schlecht die Fleischindustrie auf die Hygiene achtet und uns in diesem Fall die Corona Pandemie die richtige Sicht auf den Fleischkonsum.

Die Deutsche Fleischwirtschaft ist die größte in Europa. Diese ist eine riesige Zucht-, Tötungs- und Zerkleinerungsmaschinerie welche jedes Jahr 8 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Das Ziel der Fleischindustrie ist so viel Gewinn wie möglich aus jedem Produktionsschritt zu machen. Dies geht alles auf Kosten der Tiere, Menschen und der Umwelt. Zunächst werden die Aspekte zur Tierhaltung betrachtet, bei der Massentierhaltung werden jedes Jahr 55 Millionen Schweine, 620 Millionen Hühner und mehr als 3 Millionen Rinder für die Fleischproduktion getötet. Dies sind insgesamt über 763 Millionen Tiere die bei uns jährlich industriell geschlachtet werden. Das Leben davor war für die Tiere auch schon ziemlich qualvoll, dies sollte man aber nicht als Ausrede für den Konsum von billigem Fleisch verwenden. Denn ein Leben in Massentierhaltung ist qualvoll und die Tiere leiden nur. Ein Schwein verbringt sein Leben auf 0,75 bis 1,5 qm, dies ist nicht viel für ein Tier welches bei seiner Schlachtung durchschnittlich 120 kg wiegt. In diesem Fall ist Bio auch keine Lösung, denn Bio Schweine bekommen auch nur eine Fläche von 1,3 qm Innenfläche und 1 qm Außenfläche. Ähnlich ist so auch die Situation bei Hühnern, hier kommen auf 1 qm konventionelle Bodenhaltung 9 Hühner, in Freilandhaltung auch. Genauer betrachtet essen wir also die Leichenteile von Tieren, welche ein kurzes aber qualvolles Leben voller Stress, Schmerzen, Verhaltensstörungen und offenen Geschwüren hatten. Der nächste Punkt sind die Menschen welche in diesen Schlachtbetrieben arbeiten und deren Arbeitsbedingungen auch schon vor der Coronakrise schlecht waren. Die meisten Arbeiter und Arbeiterinnen von Schlachthöfen stammen aus Osteuropa und werden für diese Arbeit erbärmlich schlecht bezahlt, offiziell bekämen diese den Mindestlohn bezahlt. Doch die Subunternehmer die sie für die Fleischfirmen mittels Werkverträgen anstellen, ziehen diesen noch Geld für die Sammelunterkunft, den Transport zur Arbeit und die Arbeitskleidung ab. Rumänische Arbeiter berichteten das diese nach dem ersten Monat Arbeit bei Schlachthof mit genau Null Euro rauskamen. Dies weißt sich als klassische Ausbeutung auf, denn wie sollten sonst die billigen Fleischpreise zustande kommen. So ist die Fleischindustrie nicht nur für Tiere und Mensch schlecht, sonder auch für unsere Umwelt. Selbst wenn man Tiere und Arbeiter raus lässt, so zahlen wir letztendlich den Preis für den Konsum von billigen Steaks aus dem Discounter, denn unser Lebensraum wird durch die Produktion von billigem Fleisch zerstört. Zunächst spielt hierbei die Erderwärmung eine große Rolle, so macht die Viehzucht 15% aller Emissionen der Treibhausgase weltweit aus. Ein weiterer Punkt ist der enorme Wasserverbrauch, wobei 43% des weltweiten verbrauchten Wassers geht für Tierfutter drauf. Für die Herstellung eines 150 Gramm Rindfleisch-Burgers verbraucht man im Durchschnitt 2.350 Liter Wasser. Die Viehzucht ist auch für 80% der Rodung des Amazonas verantwortlich und dass wir Menschen immer kränker werden. Beim Halten Tausender Tiere auf engen Raum ist natürlich klar, dass die Tiere krank werden, so werden Unmengen von Antibiotika verwendet. Dies führt dazu, dass die Keime resistent werden, was wiederum die Folge für uns Menschen hat, dass die Antibiotika nicht mehr bei uns wirken.

Somit ist zusammengefasst die Fleischindustrie schlecht für die Tiere, Menschen und die Umwelt. Diese ist nur gut für die Chefs der Fleischindustrie, denn Fleisch herzustellen ist in Deutschland billig. Ein gutes Beispiel hierfür ist Clemens Tönnies, in seiner Fabrik gab es einen massiven Corona-Ausbruch. Dieser hat im Jahre 2019 mit seinem Schlachtkonzern einen Umsatz von über 7 Milliarden Euro gemacht, er selbst besitzt ein sehr hohes Privatvermögen. Sein Konzern hat über die Jahre alles versucht um die Mindestlöhne für seine Arbeiter zu blockieren, aktuell wehrt dieser sich gegen Abschaffung von Werkverträgen. Dies hat System, die Fleischproduzenten haben so viel Geld und Macht in der Politik, so schaffen sie alles was ihren Tieren und ihren Arbeitern das Leben ein bisschen vereinfachen würden, zu blockieren. Demnach hängt ziemlich viel Negatives und böses Blut an billig Fleisch, Corona hat diese Mängel zwar nicht aufgedeckt, aber geholfen das diese die breite Öffentlichkeit mitbekommt und sich Gedanken darüber macht. Ethnisch gesehen kann man diese Art von Fleischkonsum nach meiner Meinung nach nicht unterstützen und sollte dies sich bewusst machen. Lieber weniger Konsum aber gutes Fleisch! So können wir auch unserer Landwirtschaft vor Ort helfen und diese unterstützen, auch mit dem Anschluss bei Fridays for Future kannst du helfen. Diese fordern nämlich eine CO2-Steuer , welche für die Fleischindustrie sehr teuer werden würde. Eine andere Möglichkeit ist der Gruppe Animal Rebellion beizutreten, welche noch einen Schritt weiter gehen. Diese fordern das komplette Ende der Industriellen Tierhaltung.

Zuletzt muss sich jeder selbst klar werden ob und wie er Fleisch konsumieren will, mir stellst sich hierbei nur die Frage wie man dies mit seinem Gewissen und der Moral vereinbaren kann und dabei zuschauen möchte wie unsere eigene Landwirtschaft kaputt geht. Somit hat Corona auch was gutes, denn durch diese Massenansteckung wird uns oder machen Menschen nochmals bewusst wie rücksichtslos mit allem umgegangen wird und nur noch der Profit zählt. Dies ist ein Mangel unsere heutigen Gesellschaft in der nur noch auf Leistung, Profit und Reichtum hin gearbeitet wird.

Quellen:

https://www.tagesschau.de/inland/werkvertraege-hintergrund-101.html#:~:text=In%20gro%C3%9Fen%20Teilen%20der%20Fleischindustrie,Schlachten%2C%20eine%20andere%20das%20Zerlegen.

Wahrheit und Lüge

Der Blick in die sozialen Netzwerke reicht oftmals aus um sie zu finden, die berühmt berüchtigten Fake News. Fake News sind nicht nur beliebt bei Verschwörungstheoretikern oder Personen die vermeintlich denken sie hätten ein Ufo gesehen, sondern leider auch bei berühmten Persönlichkeiten wie Donald Trump. Dies kann wiederum zu Missverständnissen führen, welche auch tödlich enden können wie beispielsweise das Einnehmen von Desinfektionsmittel gegen Covid-19.

Betrachtet man Fake News, kann daraus erschlossen werden, dass diese nicht anderes als eine Lüge sind. Eine Lüge wurde doch schon von jedem mal verwendet um die Wahrheit zu beschönigen oder um sich einen Spaß zu erlauben. Dennoch stellt sich mir die Frage, ist es moralisch vertretbar die Wahrheit absichtlich zu vertuschen und zu lügen? Und kann man die Lüge in verschiedene Stufen einteilen oder ist jede Lüge gleich schlimm?

Um die Lüge definieren zu können, muss erstmal der Begriff Wahrheit erläutert werden, denn die Lüge ist vermeintlich das Gegenteil von Wahrheit. Über den Begriff Wahrheit haben sich schon Philosophen in der Antike Gedanken gemacht, wie zum Beispiel Aristoteles. Laut Aristoteles bezieht sich die Wahrheit auf das Seiende, vereinte Objekte sind wahr beziehungsweise richtig. Also ist das Richtige die Einsicht, welche mit der Wissenschaft, der richtigen Meinung und der Wahrnehmung von spezifischen Objekten einher geht. Diese Eigenschaften liegen bei fast allen Lebewesen vor. Insbesondere das Wahrnehmungsvermögen ist bei der Wahrheit wichtig. Dieses Vermögen kann nicht wie die Vernunft vom Körper getrennt werden und somit nicht ohne Körper bestehen. Die Wahrnehmung wird von Aristoteles als die Form der wahrnehmbaren Formen beschrieben, zu dieser Form gehört die Wissenschaft, auch bekannt als die wißbare Wahrnehmung. Die Lüge hingegen ist laut Aristoteles das Nicht-Sein (Gespaltene) und das Nicht-Richtige, somit ist die Definition der Lüge das Entgegengesetzte zur Wahrheit, ebenso ordnet Aristoteles das Denken zur Lüge, denn das Denken kann fehlerhaft sein und somit nicht immer wahr sein.

Augustinus definiert die Lüge wie folgt, die Lüge ist mit dem doppelten Denken, welches den Sachverhalt betrifft, gleichzusetzen. Dies lässt sich anhand eines Beispiels erklären, Person A weiß wer das Buch geklaut hat (sein Freund C), dieses Wissen von dem A ausgeht, dass dies wahr sei, bringt A bei einer Lüge nicht zum Ausdruck, obwohl A weiß, was A sagt, sei unwahr und äußert es statt der Wahrheit, obwohl sich die Äußerung tatsächlich so verhält wie A es äußert. Die Lüge ist also eine Täuschungsabsicht, die dabei helfen soll die Wahrheit zu verschleiern, was wiederum dazu führt, dass die Lüge die natürlichen Sprachzwecke stört. Des Weiteren lehnt Augustinus die Lüge kategorisch ab und setzt sie mit einer Sünde gleich, da die Lüge immer unzulässig ist und die Wahrheit das höchste Gut ist.

Die Lüge kann nach Augustinus in acht Arten beziehungsweise acht Stufen eingeteilt werden. 1. Hauptlüge bei der religiösen Unterweisung 2. jemand ungerecht schädigen 3. einem anderen schaden, aber nicht in der Absicht ihn körperlich unrein zu machen 4. die Lust am Lügen und Täuschen 5. Lügen in schönen Reden 6. schadet niemand und nützt zugleich jemand 7. schadet niemand und nützt jemand nur durch eingeschränkte Bedingungen 8. schadet keinem und nützt zur Bewahrung von körperlichen Unreinheiten. Somit ist eine Lüge nicht immer direkt eine Todsünde, durch die Abstufungen ist zum Beispiel die Nutz- und Scherzlüge nur eine leichte Sünde. Den Begriff Wahrheit wird von Augustinus als Liebe, die Keuschheit des Leibes und die Reinheit der Seele verstanden sowie auch zu dem Begriff Wahrheit die Gottes- und Nächstenliebe gehören. Des Weiteren ist die Wahrheit eine Lehre, die Religion und Frömmigkeit vermittelt.

Thomas von Aquin sieht die Lüge im Gegensatz zu Aristoteles und Augustinus nicht als das Gegenstück zur Wahrheit an, sondern lediglich als ein entgegengesetzter Fehler, der mit der Wahrheit zugleich sein kann. Dennoch verstößt die Lüge gegen die Tugend der Wahrheit und steht somit im Gegensatz zur Wahrheit, wobei der direkte Gegensatz die Unwahrheit ist.

Abschließend lässt sich zur Wahrheit und zur Lüge sagen, dass schon viele Philosophen sich über die beiden Begriffe Gedanken gemacht haben. Ich finde, dass die Lüge in die verschiedenen Stufen unterteilt werden sollte und dann danach beurteilt werden sollte, ob die Lüge eine Sünde ist. Denn eine Scherzlüge wie am ersten April ist lange nicht so schwerwiegend wie eine Lüge von beispielsweise einem Präsidenten. So sollte man unterscheiden inwiefern die Lüge einen Schaden anrichtet und ob dadurch das Leben einer Person gefährdet wird. Wie seht ihr das, stimmt ihr den unterschiedlichen Definitionen der Lüge zu oder lehnt ihr die Definitionen ab? Findet ihr, man solle anhand der verschiedenen Stufen entscheiden wie schwerwiegend eine Lüge ist und findet ihr die Verbreitung von Lügen in sozialen Netzwerken in Ordnung?

  • Aristoteles: Über die Seele. 1995
  • Augustinus: Die Lügenschrift. 2013
  • Thomas von Aquin: Tugenden des Gemeinschaftslebens. 1943

Haben Ex-Terroristen eine zweite Chance verdient?

„Das Leben war schrecklich. Wir hatten nicht genug zum Überleben, mein Mann versuchte, Zigaretten zu verkaufen, die Terroristen haben ihn festgenommen, ins Gefängnis geworfen und gefoltert. Als sie sahen, dass ich um meinen Mann weinte – und sie konnten durch den Vollschleier ja nur meine Augen sehen –, da wollten sie mich auch schlagen und einsperren. Sie zwangen mich, mein Gesicht mit Dreck zu waschen. Und ich war hochschwanger.“

https://www.deutschlandfunk.de/terrormiliz-is-frauen-wollen-vergeltung-fuer-unsagbare.724.de.html?dram:article_id=373462

Amineh, die Frau von der dieses Zitat stammt, berichtet von ihrem Leben unter dem Terrorregime Islamischen Staat. Sie ist nur eine Stimme von sehr vielen Menschen, die vom IS gefoltert, vergewaltigt oder verkauft wurden. Von diesen Misshandlungen zu lesen macht sehr wütend und wirft Fragen auf. Wie kann ein Mensch sich so einer Organisation anschließen? Wie kann jemand davon ausgehen solche Taten zu begehen und dabei im Recht zu sein?

Unverständnis und Hass sind Dinge, die Terroristen erreichen. Gerne würde man nie etwas mit jemandem zutun haben, der so etwas unterstützt. Aber was passiert, wenn ein Ex-Terrorist seine Strafen verbüßt hat? Unser Land muss die deutschen Ex-Terroristen aufnehmen, doch wie kann man als Gesellschaft mit solchen Menschen umgehen? Haben sie eine zweite Chance verdient?

Zuallererst muss man sich darüber im Klaren sein, ob man das deutsche Rechtssystem als gerecht wahrnimmt.Ich werde im Folgenden davon ausgehen, dass die Strafe im Verhältnis zum Verbrechen steht, um die Diskussionsmenge einzuschränken. Der Schuldige hätte dann immer eine zweite Chance aus rechtlicher Sicht verdient.

Grundsätzlich wird die Strafe an der Härte des Verbrechens bemessen, weshalb Schwerverbrecher für sehr lange Zeit ins Gefängnis müssen und es vielleicht nicht mehr verlassen werden. Doch wie ist es, wenn jemand nur kleine Aufgaben als Terrorist erfüllte, niemanden direkt umgebracht oder gefoltert hat? Solche Menschen fahren dann früher oder später wieder mit uns in der Bahn oder arbeiten mit uns. Was wäre, wenn dem Ex-Terrorist nur nichts „Großes“ nachgewießen werden konnte?

Ich persöhnlich finde nicht, dass ein Mensch, der bewusst jemanden anderen aus Lust oder aus einem Ideal umgebracht hat, jemals wieder frei sein sollte. Er hat anderen das Leben genommen, aber darf sein eigenes in Ruhe weiterleben? Das finde ich ungerecht. Doch im Vertrauen an unseren Rechtsstaat muss davon ausgegangen werden, dass solche Fälle erkannt und bestraft werden.

Ob jemand Reue empfindet, ist schwer zu erkennen. Viele würden so etwas auch vorgeben, um besser dazustehen. Deshalb wird mit einer Eingliederung in die Gesellschaft ein großes Risiko eingegangen. Doch wie würde ein Gegenbeispiel aussehen? Was würde passieren, wenn Ex-Terroristen nicht wieder eingegliedert werden, keine Freunde, keinen Job, keine Wohnung finden würden? Würde man sie dann nicht zurück in ihr altes Leben drängen? Wenn sich jemand wirklich geändert hat, muss man als guter Mensch nicht noch eine Chance geben?

Hier muss man sich über eine weitere Sache im Klaren sein, und zwar der Frage, ob man glaubt, dass sich ein Mensch wirklich ändern kann. Ändert er seine Überzeugung, könnte er zu einem „normalen“ Bürger werden. Viele Menschen schließen sich aus Zugehörigkeitswünschen extremen Organisationen an. Wenn hier eine offene Gesellschaft auftreten würde, wäre es vielleicht möglich, solche Menschen aufzufangen.

Es gibt Terroristen, die mehr oder weniger unbewusst in die Situaton gerutscht sind. Ein konkretes Beispiel ist unten verlinkt. Natürlich ist das keine Entschuldiung dafür, Organisationen wie den IS zu unterstützen, das möchte ich in keinster Weise andeuten. Trotzdem würde ich in individuellen Fällen eine Wiederaufnahme in die Gesellschaft auf jeden Fall beführworten. Kriterien, die mir dabei wichtig sind, sind psychologische Einschätzungen und echte Reue, damit das Risiko eines Rückfalls möglichst gering sind.

Individuelle Fälle können und sollten jedoch nicht verallgemeinert werden. Weder leichtfertige generelle Freilassungen noch rigerose Ablehnung von Freilassungen sind hier Lösungen. Stattdessen können wir nur persönlich einschätzen und dann handeln.

Zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft gibt es nur eine andere Möglichkeit und zwar das „Nicht-Eingliedern“. Lebenslänglich für jeden ehemaligen Angehörigen einer Terrororganisation – wäre das eine bessere Lösung? Anfangs hielt ich es dafür, doch nach der Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel (siehe Video), denke ich anders darüber. Ich glaube, dass selbst Ex-Terroristen in wenigen Fällen eine zweite Chance bekommen sollten.

Was denkst du über dieses schwierige Thema? Es gibt weder richtig oder Falsch, noch eine einfache Lösung. Schreib mir gerne einen Kommentar mit deiner Sicht dazu!

Quellen:

  • (Empfehlenswertes) Video zum Thema:

Zwangs Heirat, ist es ethisch vertretbar?

In einigen Ländern, wie Indien, China, Italien und noch vielen anderen,, existiert immer noch die Zwangs Heirat. Das bedeutet, dass die Eltern junger Menschen entschieden, wen ihr Kind heiraten darf und wen nicht. Oftmals steht hierbei im Vordergrund die Ehre der Familie zu erhalten. Meistens kennen sich die beiden die heiraten sollen entweder gar nicht oder nur ein paar Wochen oder Monate.

Um meine Meinung dazu zu unterstützen habe ich folgendes Zitat aus dem Disney Film “ Die Eiskönigin“ : “ you can’t marry a man you just met“ .Ich finde dieses Zitat aus dem Grund sehr passend,da es ja bei vielen Zwangs Hochzeiten so ist, dass sich die zwei verlobten nicht kennen. Es ist einfach sehr kritisch und auch unfair den beiden gegenüber vorzuschreiben wen sie Heiraten müssen nur für die Ehre der Familie. Ich finde eine Hochzeit aus Liebe bringt sogar mehr Ehre als eine sogenannte gute Partie. Auch ethisch finde ich es nicht vertretbar aus dem Grund, dass die beiden die heiraten sollen in ihrer Freiheit eingeschränkt werden selbst zu entscheiden wen sie lieben und wann sie heiraten wollen. Auch wird ihnen die Freiheit genommen selbst Erfahrungen in der Liebe zu machen.

Um alles zusammen zu fassen finde ich, dass die Zwangs Heirat nicht ethisch vertretbar ist. Ich finde es auch irgendwie erschreckend dass sie in vielen auch hoch entwickelten Ländern immer noch zur Tradition gehört und Praktiziert wird. Denn eine Hochzeit aus Liebe ist mehr wert, da man sich sicher ist wen man heiraten will.

Die Frage nach Gerechtigkeit

Es ist heiß.
Ich gehe mit meiner kleinen Schwester durch die Stadt, wir besorgen uns Eis, gehen in den Park. Setzen uns in den Schatten einer großen Linde. „Kim!“, ruft sie plötzlich, aufgesprungen und losgerannt zu der großen Statue, die auf dem gegenüberliegenden Platz steht. „Was ist denn?“ gebe ich -zugegebenermaßen: genervt – von mir. „Wieso hat die Frau denn verbundene Augen? Und was macht die überhaupt?“ fragt sie und ich muss erst mal hochschauen, gegen die Sonne. Oh das ist ja Justizia!

Keine blöde Frage, die meine Schwester da gestellt hatte.
Allgemein bekannt ist ja, dass Justizia ein Zeichen der Gerechtigkeit ist. Beziehungsweise der Rechtsstaatlichkeit. Oder beidem? Aber was ist denn Gerechtigkeit? Aristoteles hatte ja die Idee, dass Gerechtigkeit eine Tugend ist, die nur in konkreten Handlungen oder Taten zum Vorschein kommt, und unterschied zwischen Gerechtigkeit zwischen Staat und Bürger sowie Bürger und Bürger. Fehlverhalten sollte berichtigt werden. Aber ist das „nützlich“? Und kann ich das tun? Bzw. ein Staat, in dem er über jemanden entscheidet? Wenn jemand vor Gericht kommt, weil er etwas gestohlen hat, dann wird zum einen sein Motiv gewertet, also die Beweggründe, weshalb er die Tat beging, des weiteren die Tat selbst: Wie war der Tathergang? Wie groß der Wert des entwendeten Objekts? Und weiter: Wenn nun eine Geldstrafe verhängt wird, oder bei schlimmeren Vergehen sogar die Freiheitsstrafe, wird über die Zukunft des Angeklagten entschieden. Man geht also davon aus, dass der Schaden ausgeglichen werden muss, im materiellen Sinn (-> Geld) oder im immateriellen (->Freiheitsstrafe), und dass dies von einem Staat angeordnet werden muss. Dafür steht dann das Schwert der Justizia, also für die Durchführung der Gerechtigkeit. Nun geht man also davon aus, dass der Täter diese Tat nicht von selbst begleichen oder reflektieren würde.

Das heißt, es gibt kein Vertrauen darauf, dass er dies tun würde, bzw. die Tat gar nicht erst begehen würde, was man ja an geläufigen Kriminalitätsraten durchaus als rationale Entscheidung nachvollziehen kann.

Das heißt, dar Rechtsstaat ist eine Absicherung, falls doch etwas schief geht. Falls der Mensch die Grenze übertritt, die Grenze, an der die Freiheit des anderen beginnt. 

In einer optimalen Gesellschaft bräuchte man das also nicht. Jeder würde sich gerecht verhalten.

Keine Justizia mehr benötigt? Aber nein, sie steht noch da, auf dem Platz mit dem Kopfsteinpflaster und den roten Bänken, Sie ist keine Illusion, keine Vision, sie steht da. Und da ist meiner Meinung nach der Punkt: In einer Utopie der gerechten Gesellschaft handelt jeder gerecht. „Gerecht“ ist aber Definitionsfrage. Das geht schon beim Eis los: Wer bekommt am meisten?

Der, der am meisten benötigt?

Oder am meisten geleistet hat?

Oder, wie Walter Rathenau meinte: Allen das Gleiche?

So geht es aber nicht nur in der Nachtischdebatte zu, sondern auch bei der Steuerpolitik: Kann man, aufgrund des wachsenden Abstandes zwischen arm und reich, Steuern auf große Erbschaften, Kapitalerträge und Immobilien erhöhen, da „die (…) Konzentration von Reichtum in einer demokratischen Gesellschaft nicht zuträglich ist“, wie es Hannes Koch 2005 formulierte? Natürlich kann man hier auch fragen, ob der Kapitalismus an sich gerecht ist: Hayes meinte hierzu, er sei das, da der Markt sich selbst regle, sie starken ihren Lohn bekommen, die faulen bzw schwachen eben weniger. Wobei die Frage ist, wo dann die Empathie bzw. die christliche Nächstenliebe bleibt, wenn im Kapitalismus jeder nach größtmöglichem Eigenerfolg strebt. Mit Kapitalismuskritiker könnte man jedoch etliche weitere Seiten füllen – wäre der Kapitalismus diesem Aufwand gerecht ;)? -deshalb zurück zum Platz der Justizia:

Es gibt also unterschiedliche Weisen, Gerechtigkeit zu definieren: Einer meint, es wäre gerecht, die schwachen auf die roten Bänke sitzen zu lassen, ein anderer meint, die, die hart gearbeitet haben, dürfen sich unter dem Baum ins weiche Gras in den Schatten legen, der nächste ist der Auffassung, alle müssen auf dem Kopfsteinpflaster stehen. Und da eben nicht alle einer Meinung sein werden, diskutiert man eben zu siebenhundertneunt, lässt Gesetzte entwerfen, beschließen, die eben von den Personen in schwarzer Robe angewendet werden: Um sich auf die eine „Norm“ zu einigen. Die nie alle einhalten werden, da es eben nie der Meinung aller 80 Millionen entsprechen wird.

Ist absolute Gerechtigkeit also eine Illusion, etwas, das nie erreicht werden kann? Um die Frage, nach dem was kommen wird zu beantworten, kann man einmal den Blick auf das was war wenden:

Das erste, was einem hierbei einfällt, ist vermutlich die griechische Polis: Um die Gerechtigkeit auszuloten, wurden in regelmäßigem Abstand andere Mitglieder des „Parlaments“ durch den Zufall des Loses bestimmt. Und kann es etwas gerechteres geben als den Zufall? Doch trotz alledem traf die Möglichkeit, mitbestimmen zu können. nur auf Bürger zu. Sklaven und Frauen waren nicht mutinbegriffen.

Selbst heute scheint es, als hätten sich die Ungerechtigkeiten und Unterdrückungen der einen Gruppe durch die andere keineswegs aufgelöst, sondern sich nur in post-kolonialer Abhängigkeit über den gesamten Globus erstreckt und verschlimmert. 

Und trotzdem gibt es jeden Tag Menschen, die für ihre Rechte oder die anderer einstehen, Gerechtigkeit fordern und fördern. Nelson Mandela? Malala? Schindler? Manchmal genügt das sitzenbleiben einer Person zum Aufstand der Welt: Rosa Parks. Greta Thunberg. Manchmal fordert es hartnäckigen, langwierigen zivilen Ungehorsam: Mahatma Grandi. Wobei letzterer bekanntlich für seine Vision von einem Andersdenkenden  erschossen wurde.. Also doch nur Illusion?

Mein Blick fällt wieder auf die Statue. Sie ist noch da. Vielleicht benötigt es nur Menschen, die sie sehen. Wie meine Schwester. Die aus der Illusion eine Vision machen

„Kim!!! Was ist denn jetzt?“ Ja hmmmmm. Wie erkläre ich das jetzt?

„Schau die Frau hat die Augen verbunden dass sie uns nicht sieht, die Waage, dass sie entscheiden kann, ob wir lieb zueinander sind. Das Schwert ist zum drohen da…“ (Nicht gerade pathetisch)

Fragend blickt mich meine 5-jährige Schwester mit großen Augen an.

„Ok…wieso braucht man das denn? Naja, egal, Erwachsene sind ja manchmal komisch. Aber hey, magst du mein Eis haben? Ich kann nicht mehr!“

„Klar“, grinse ich. Kinder brauchen auch gar keine Erklärung, manche haben es einfach schon verinnerlicht – auch wenn sie es gar nicht wissen kann.

Quellen:

  • Mahatma Ghandi – „Was für einen Menschen möglich ist, ist für alle möglich“ , (2015), Planet Wissen -ARD
  • Lady_Justice (07.01.2020)
  • Bedenkliche Schieflage, (2015), Hannes Koch
  • Auf dem Fechtboden des Geistes. Aphorismen aus seinen Notizbüchern, Walther Rathenau (1953)
  • Eigenes Gehirn 🙂

Rauben Tierparks den Tieren ihre Freiheit?

Diese Frage stellen sich einige Leute wenn sie einen Ausflug in einen Zoo machen. Schließlich sind es doch wilde Tiere, die ihren Platz brauchen. Es gibt einige Argumente die dafür und dagegen sprechen.

Ich werde mit den positiven Aspekten beginnen. Zoos bieten vielen Tieren Schutz, die vom aussterben bedroht sind und helfen ihnen sich zu vermehren. In der freien Natur würde das Aussterben oft unvermeidbar sein. Außerdem bekommen die Tiere genug Futter und werden gepflegt. Durch einen Zoo-Besuch sehen wir Menschen Tiere, denen wir sonst nie begegnen werden, weil sie zu selten oder woanders beheimatet sind. Dadurch werden die Tiere eine wahre Attraktion und Zoos sind gut besucht.

Leider gibt es aber nicht nur Positives über Tierparks zu sagen. Vielen Tieren bieten sie zu wenig Platz als sie beanspruchen. Delfine sind ein gutes Beispiel, da sie Platz brauchen um sich wohlzufühlen. Die Tiere finden in Zoos auch keinen Platz um sich zurückziehen zu können falls sie ihre Ruhe haben wollten. Des weiteren werden Tiere oft von Besuchern belästigt und manchmal sogar verletzt. Manche Menschen kommen auf dumme Ideen wenn sie Tiere sehen und denken dabei oft nicht an deren Gesundheit. Es gibt Meldungen, bei denen Besucher in ein Gehege klettern und das Tier weil es als gefährlich eingestuft wird, erschossen wird.

Ich finde die Tiere haben genau so ein Recht auf Freiheit, wie wir Menschen es haben. Und um die Gefährdeten Arten können sich auch besondere Stationen kümmern.

Ist Selbsttötung ethisch gerechtfertigt?

Selbsttötung beschreibt das frühzeitige Beenden des eigenen Lebens. Besonders bei Jugendlichen ist Suizid ein wichtiges Thema. 2016 war Suizid die zweithäufigste Todesursache von Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Gründe für Suizid können unter anderem psychische Störungen (wie Depression, Schizophrenie, bipolare Störung) sein und durch Verlust eines nahestehenden Menschen, Mobbing oder auch Armut hervorgerufen werden. Aber auch eine Behinderung mit der der Betroffene nicht mehr leben kann oder körperliche Schmerzen können die Ursache eines Selbstmordversuchs sein.
Jedoch sind die wenigsten Suizidversuche von den Tätern lange geplant und durchdacht worden. Die meisten erfolgen impulsiv und sind auf den Konsum von Alkohol, Drogen oder auch Medikamenten zurückzuführen, wie es folgendes Forschungsergebnis beschreibt:
„Übereinstimmend wird berichtet, dass die Suizidabsicht bei 68–80 % der Patienten in weniger als zwei Tagen, bei 90–99 % in weniger als zehn Tagen in der Klinik korrigiert wurde.“
(Quelle:  “ Bronisch, Thomas: Der Suizid: Ursachen, Warnsignale, Prävention“)
Somit ist sofortige Selbsttötung nicht gerechtfertigt, da sowohl Therapien als auch Medikamente den Wunsch des Todes bekämpfen können.
Außerdem ist Selbsttötung nach der Bibel eine Sünde, denn in Psalm 31,16 steht zum Beispiel, dass unsere Zukunft in Gottes Händen liegt. Das würde sie nicht, wenn man sich selbst umbringt. In Prediger 8,8 steht außerdem, dass niemand die Macht hat über den Tag seines Todes zu bestimmen. Man kann das Leben als ein Geschenk Gottes betrachten, somit erscheint es zu wertvoll, als das ein Mensch darüber bestimmen darf, ob er es annimmt oder ablehnt. Dies wäre respektlos und nach dieser Bibelstelle hat nicht der einzelne Mensch, sondern nur Gott das Recht darüber zu entscheiden. Ein Verstoß gegen diesen Vorsatz würde Mord nahe kommen.
Außerdem verursacht ein Mensch der Selbstmord begeht große Trauer bei seinen Mitmenschen. Dies könnte mitunter auch ein Grund dafür sein, dass viele Menschen trotz des Wunsches zu Sterben weiterhin leben. Zu der Trauer um den Verstorben kommen meist Vorwürfe. Familie und Freunde des Betroffenen machen sich unter anderem Vorwürfe, da sie das Leiden des Betroffenen nicht erkannt haben oder ihrer Meinung nach nicht genug Hilfe geleistet haben. Beispielsweise wird es sich eine Mutter nur schwer oder nie verzeihen können, wenn sie erfährt, dass sich ihr Kind im jugendlichen Alter umgebracht hat. Sie wird sich lebenslang fragen, was sie falsch gemacht hat und ob sie den Tod hätte verhindern können.

Nun stellt sich die Frage: Darf man jemandem schlichtweg verbieten Selbstmord zu begehen? Denn eigentlich sollte doch jeder selbst über seinen Tod bestimmten dürfen. Kann man Selbstmord somit wirklich als „Mord“ bezeichnen?
Nach dem deutschen Grundgesetz ist Suizid beispielsweise erlaubt. Jeder Mensch sollte die Freiheit haben über sein Leben bestimmten zu dürfen. Dazu gehört auch, dass ein Mensch sein Leben beenden darf, wenn er dies möchte. Niemand kann zum Leiden gezwungen werden, wenn er keine Lebensfreude mehr hat. Vor allem Schmerzen, egal ob psychisch oder körperlich, können einem Menschen schnell die Lebensfreude nehmen. Wer zudem noch einsam ist und in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht, mag Selbsttötung nun als einzige Lösung sehen. Auch wenn das keineswegs eine gute Lösung ist, kann man dieses Recht niemandem verwehren.
Neben aktivem Suizid gibt es auch noch passiven Suizid. Passiver Suzid beschreibt den Verzicht auf ein lebenswichtiges Medikament. Hierbei ist ein Mensch bereits auf fremde Hilfe angewiesen. In diesem Fall kann das Argument, dass Selbstmord nach der Bibel eine Sünde ist, entkräftet werden, da sich die betroffene Person nicht aktiv umbringt. Außerdem hat ein Mensch, der nur noch durch Medikamente lebt, vermutlich aufgrund der Nebenwirkungen Schmerzen oder andere körperliche Probleme. Die starke Abhängigkeit von den Medikamenten kann einem leicht die Lebensfreude nehmen.
Es wäre jedoch auch unfair zu behaupten, dass Selbsttötung ab einem gewissen Krankheitsgrad gerechtfertigt ist. Man kann schließlich nicht einfach so eine Grenze ziehen, ab wann man Selbstmord akzeptiert und wann noch nicht. Schließlich hat jeder Mensch eine andere Lebensgeschichte und jeder geht mit Schmerzen unterschiedlich um. Es wäre somit auch nicht gerecht nur körperlichen Schmerz und nicht auch psychischen Schmerz rechtzufertigen. In Anbetracht dieser Tatsache sollte jede Art von Selbsttötung gerechtfertigt sein, da niemand die Hintergrundgeschichte kennt und weiß wie sehr die betroffene Person ansonsten gelitten hätte. Eine Person hierbei vom Selbstmord abzuhalten hätte eher narzisstische Motive, da man nicht am Tod einer Person Schuld sein möchte. Dabei weiß man jedoch nicht, wie aussichtslos die momentane Lage der Person ist.

Schlussendlich bin ich der Meinung, dass Suizid das Recht jedes Menschen sein sollte, denn jeder sollte die Freiheit haben über sein Leben zu bestimmen. Bei psychischen Erkrankungen kommt es auf die Zurechnungsfähigkeit der betroffenen Person an, sie sollte sich, sofern sie in der Lage ist, auf jeden Fall ärztliche Hilfe holen, anstatt sich impulsiv und ohne nachzudenken selbst zu töten. Ärzte können nach Bedarf entsprechende Medikamente verschreiben und mit einer Therapie beginnen. Einer Behandlung sollte jeder vor dem Selbstmord eine Chance geben. Trotzdem ist Selbsttötung danach aus den oben stehenden Gründen nicht vollkommen ethisch gerechtfertigt.
Jedoch kann man nie den genauen Grund des Täters für den Selbstmord wissen und sollte deshalb niemanden wegen eines Selbstmordversuchs oder tatsächlichen Selbstmords verurteilen.

Quellen:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Suizid
https://www.therapie.de/psyche/info/index/diagnose/suizid/gruende-selbsttoetungsabsichten-suizidalitaet/
https://www.bibelpraxis.de/index.php?article.2329
https://www.bundesgerichtshof.de/DE/Bibliothek/GesMat/WP18/S/Selbsttoetung.html?nn=10772256