Pränatale Tests und Designerbabies

Der deutsche Ethikrat beschäftigt sich im Bezug auf Wissenschaft der Gene, im Besonderen mit der Veränderung des Genoms. Jedoch kann bereits die Analyse des Gensatzes zu Kontroversen führen. Im Folgenden werde ich über pränatale, also vorgeburtliche Tests, ob sie eingesetzt werden sollten und welche Folgen sie tragen, schreiben, im besonderen Bezug auf das Down-Syndrom. Außerdem werde ich auf das mögliche Risiko der Entstehung eines Designerbabies eingehen.

Bei Pränataldiagnostik kann noch während der Schwangerschaft festgestellt werden, ob das Kind voraussichtlich Behinderungen, Krankheiten oder sogar Allergien hat. Dies klingt anfangs wie eine äußerst nützliche Erfindung, jedoch muss man auch die Schattenseiten betrachten.

Für viele werdenden Eltern hört sich die Vorstellung bereits vor der Geburt auf gewisse Einschränkungen vorbereitet zu werden sicherlich verheißungsvoll an. Das Umfeld kann schon dementsprechend verändert werden, die Eltern verfügen über mehr Zeit für ihre mentale Vorbereitung und auch die Ärzte sind auf möglich auftretende Gefahren während der Geburt vorbereitet. Natürlich ist es die Erleichterung, die bei einer Entwarnung zu erwarten ist, die viele von diesen Diagnosen überzeugt. Allerdings darf man sich nicht unbedingt auf die Ergebnisse verlassen, da sie ungenau, falsch oder auf eine vorliegende Behinderung nicht ausgelegt sein können .

Diese Art Test birgt auch einige ethisch fragliche Risiken. Sollte das Ergebnis lauten, dass das Kind gesund auf die Welt kommen wird, ist dies sicherlich eine gewaltige Erleichterung für die Eltern. Was ist jedoch wenn der Test anders verläuft? Die Situation wird sofort viel komplizierter und auch tragischer für manche Eltern, da viele mit diesem Wissen nicht umgehen können. Eine Erkrankung, auf welche die meisten pränatale Tests ausgelegt sind ist die Trisomie 21 oder auch bekannt als Down-Syndrom. Auch hier bieten die Tests kein absolut verlässliches Ergebnis, was beispielsweise mit undiagnostizierbaren Untergruppen der Trisomie 21 zusammenhängt. Studien belegen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Abtreibung auf 90% ansteigt, sollte die Frau einen Test mit dem Ergebnis der Trisomie 21 durchführen. Dies wirft die Frage auf, ob die vom Down-Syndrom betroffenen Kinder ein geringeres Recht auf Leben haben, als Kinder mit unauffälligen Testergebnissen. Dafür müssen die einzelnen Symptome der Betroffenen betrachtet werden, welche zusammengefasst neben leicht verändertem Aussehen, eine langsamere Entwicklung, eine beeinträchtigte Lern- und Konzentrationsfähigkeit, eine unterschiedlich starke geistige Behinderung und Fehlbildungen der Organe sind. Allerdings besitzen Menschen mit Trisomie 21 auch Gaben, wie künstlerische und musikalische Fähigkeiten und emotionales Feingefühl, was sie als liebevolle Frohnaturen erscheinen lässt.

Meiner Meinung nach, haben Betroffene vom Down-Syndrom, eine Daseinsberechtigung, wie jeder andere. Ich kann verstehen, dass die Vorstellung ein beeinträchtigtes Kind zu bekommen für einige Eltern eine starke psychische Belastung darstellt, jedoch kann man sich bei den meisten Behinderungen auf das Kind einstellen und es genauso lieben wie ein „normales“. Ausgenommen sind hier Behinderungen, die ein Überleben des Kindes oder der Mutter unmöglich bzw. sehr unwahrscheinlich machen. Bei solchen Fällen ist eine Abtreibung für mich ersichtlich, um unnötiges Leiden zu ersparen.

Ein weiteres Problem ist der Missbrauch der Pränataldiagnostik. In den USA gibt es bereits Tests, welche Föten auf bis zu 80 unterschiedliche Merkmale analysieren. Bei einer Weiterentwicklung dieser Diagnostiktechnik ergibt sich die Gefahr eines Designerbabies. Damit ist die Auslese der Kinder aufgrund von nicht lebensbedrohlichen Merkmalen gemeint. Eltern, die eine klare Vorstellung ihres Kindes im Kopf haben, könnten so lange Abtreibungen durchführen, bis das Kind mit dem gewünschten Merkmal ausgestattet ist. Als ich zum ersten Mal von diesem Phänomen gehört habe, musste ich sofort an das Erstellen eines Avatars in einem Videospiel denken. „Das Baby ist nicht blond? Dann will ich es nicht.“ Zwar mag dies sehr überspitzt wirken, jedoch besteht bereits seit längerem diese Art von Kinderwunsch. Dazu zählen z.B. Schwangerschaftsabbrüche in China und Indien, die durchgeführt werden, da ein Mädchen erwartet wird. Bei einer Weiterentwicklung der Pränataldiagnostik werden immer mehr Paare auf solch eigentlich unwichtige Details Wert legen. Dabei geht allerdings die Vielfalt und Individualität verloren, was in großem Stile zu einer Veränderung der Bevölkerung führen könnte. So wären unter dem Nationalsozialismus weniger, aber mehr dem Ideal des Ariers entsprechende Kinder geboren worden. Diese Auslese der Kinder wäre ein weiterer Faktor in dem die Menschen versuchen sich die Natur untertan zu machen. Die Frage stellt sich allerdings, ob nicht schon das Testen auf Fehlbildungen etc. und dadurch begründete Abtreibungen eine Unterform dieser menschlichen Hybris ist.

Als abschließende Betrachtung sind die Möglichkeiten der vorgeburtliche Analyse sehr vielversprechend und manchmal definitiv sinnvoll. Jedoch sind sie mit Vorsicht zu genießen, da stets ein Risiko auf Missbrauch besteht und bei vielen Verfahren das Fehlgeburtenrisiko steigt. Meiner Meinung nach sollte man sich früh entscheiden, ob man das Kind haben möchte oder nicht. Dabei sollten werdende Eltern keine Bedingungen an ihr Kind stellen, welche bei Abweichungen zur Abtreibung führen. Besonderheiten eines Kindes, wie Trisomie 21, würden es nicht weniger liebenswert machen wie ein normales. Bei vielen Behinderungen ist es, denke ich, nicht allzu schwer sich daran zu gewöhnen. Dafür gibt es auch sehr viele Unterstützungseinrichtungen, die sowohl dem Betroffenen, als auch seinen Angehörigen helfen. Trotzdem gibt es für die meisten eine Grenze ab welcher sich für eine Abtreibung entschieden wird. Diese liegt z.B bei der Fähigkeit des Kindes zu überleben, wie bei mir persönlich. Jedoch gibt es auch Eltern, bei denen das Kind besondere Eigenschaften haben muss, ohne welche die Schwangerschaft abgebrochen wird. Dieses Verhalten empfinde ich als abscheulich, da jedes Kind eigentlich ein Recht auf Leben haben sollte und eine Bewertung, beispielsweise nach dem Geschlecht absolut unfair diskriminierend ist. Deshalb sehe ich eine zu ausführliche Pränataldiagnostik als gefährlich, obwohl eine technische Weiterentwicklung jener Tests, die auf lebensbedrohliche Einschränkungen abzielen natürlich äußerst positiv ist.

Was ist wichtig an Weihnachten

Was ist wichtig an Weihnachten

An Weihnachten ist jedem etwas anderes wichtig. Wenn ich meinen 7-Jährigen Cousin frage, denkt er einzig und allein an die vielen Geschenke die er bekommt. Wenn ich meinen Onkel frage auf was er sich an Weihnachten am meisten freut antwortet er mit sehr viel Freude „Das Essen und ganz besonders der Truthahn“. Meine Mutter würde sagen das sie mal an einem Tag im Jahr nicht so viel Stress hat, da wir jedes Jahr bei meiner Oma sind und sie alles macht. Doch meine Oma würde sagen, dass sie sich an Weihnachten vor allem darauf freut, dass die ganze Familie wieder zusammen ist etwas unternimmt.

  Doch was ist eigentlich wichtig an Weihnachten ?        

Meiner Meinung nach ist Weihnachten nicht nur der 24. 25.und 26. Dezember, sondern der Gesamte Monat. Es geht um die Vorfreude die jeder hat, um die Rituale die jede Familie ausführt, den Weihnachtsbaum schmücken den Adventskalender bei dem die Vorfreude nur umso mehr steigt und so vieles mehr.

Weihnachten war einst mal ein religiöser Feiertag doch ist er schon lange nicht mehr. Früher brachte das Christkind in Deutschland oder Väterchen Frost mit seiner Enkelin Snjegurotschka (Schneeflöckchen) in Russland die Geschenke. Wer bringt sie heut zu Tage, der von Coca-Cola erfundene Weihnachtsmann. Der Religiöse Glaube war einst der Grund des Festes, die Geburt des Heilandes, Jesu.

Doch demnach würden nur Menschen dieses Glaubens das Fest feiern und des anderen Glaubens wie Muslime oder Juden nicht. Aber geht es nicht genau darum an Weihnachten. Keiner wird ausgelassen und es ist ein Fest für alle ein Fest der Liebe, Güte und Vergebung.

In der modernen Zeit ist es längst kein nur Christlicher Feiertag mehr und viele Familien gehen nicht mehr zur Kirche, weil Weihachten für sie etwas anderes bedeutet.

Es ist für sie wie für mich eine unbeschwerte Zeit mit der Familie und den Freunden. Die Zeit in der wir auf den Moment warten bis uns der Weihnachtsmann oder das Christkind die Geschenke gibt. Die Zeit in der die Weihnachtslieder auf jedem Sender im Radio zu hören sind, welche in jedem etwas Freude ausstrahlen. Sogar das einkaufen der Geschenke für die Liebsten lässt uns immer daran denken wieso wir uns freuen und wieso wir so viel auf uns nehmen, ob es das besorgen eines Tannenbaums ist, das dekorieren des Hauses oder kochen des Weihnachtsessens.

Weihnachten bedeutet Familie und das ist meiner Meinung nach wichtig an Weihnachten. Es ist mir gleich ob ich teure Geschenke bekomme oder ob ich überhaupt welche bekomme, wie groß unser Weihnachtsbaum ist oder wie viel Essen am Weihnachtsabend auf dem Tisch steht. Es geht um die kleinen Traditionen mit der Familie die das Fest zu einem glücklichen Fest machen.

 Das wunderschöne Zitat von Markus Keimel bringt es genau auf den Punkt worum es an Weihnachten geht und wieso wir uns so sehr auf diese eine Zeit im Jahr freuen „Wer im Lächeln eines Beschenkten Freude findet, der hat Weihnachten verstanden.“  Es ist die Freude die wir verspüren, wenn sich jemand freut der uns am Herzen liegt. Die schöne Zeit die wir dann mit ihm verbringen dürfen.

Weihnachten ist so viel mehr als nur Geschenke zu bekommen oder die Geburt Christi zu feiern. Es ist die Zeit die du mit der Familie verbringst, die unbeschwerte Zeit der Freude, in der du glücklich bist egal wie viel du hast oder wieviel du nicht hast und genau das ist meiner Meinung nach wichtig an Weihnachten.

Was ist dir an Weihnachten wichtig?


Ist der Mensch Egoist?

„Ich bin Egoist“ – Wer würde das von sich selbst behaupten? Wahrscheinlich kaum jemand. „Egoisten sind schlechte Menschen, schließlich sehen sie nur nach sich selbst.“ Das ist, was man wohl hören würde, würde man sich nach Egoisten erkundigen. Aber wo beginnt Egoismus? Ist man nicht auch als Altruist, Egoist? Kann man in einer Welt wie unserer und als Mensch überhaupt leben, ohne Egoist zu sein?

Ich möchte im Folgenden zwischen zwei Arten von Egoismus differenzieren: Der einfache Egoist, der für sein eigenes Wohl handelt, dabei anderen aber nicht unbedingt schadet, und der Raffgieregoist, der nur dann Zufriedenheit erlangt, wenn er selbst wesentlich mehr besitzt oder kann als Andere.

Ich werde nicht behaupten, das die Menschen grundsätzlich Raffgieregoisten sind, denn Raffgieregoismus ist, meiner Meinung nach, eine narzistische Form des Egoismus. Aber ich behaupte, dass es keinen Menschen gibt, der nicht zumindest einfacher Egoist ist. Ein reiner Raffgieregoist nutzt jede Chance um durch das Unwohl anderer zum eigenen Wohl zu kommen. Das eigene Wohl steht im Wiederspruch mit dem Anderer. Folgende Situation ist hierfür ein Beispiel: Ein Schüler soll einem kranken Mitschüler die Unterrichtsmaterialien mitbringen. Er macht das aber absichtlich nicht, weil er möchte, das der Mitschüler Wissenslücken hat und in den Prüfungen schlechter abschneidet als er selbst. Er erhofft sich dadurch ein besseres Ansehen und bessere Chancen bei der Berufssuche. Ein Raffgieregoist ist also ebenso skrupellos wie unfair und möchte, um seinen Ego zu befriedigen, eine hohe soziale Stellung.

„Selbstliebe ist das stärkste, heiligste Band, welches uns mit der Menschheit verbindet und zusammenhält.“ Heinrich Martin

https://www.gratis-spruch.de/sprueche/id/27401

An Hand dieses Zitates möchte ich erklären warum ich behaupte, dass wir, wenn auch nicht in einer krankhaften Form, alle einfache Egoisten sind. Im ersten Moment könnte man denken, ein Egoist ist alleine am glücklichsten, schließlich kann er alles tun und lassen was er möchte. Das ist jedoch nicht der Fall. Eines unserer egoistischsten Bedürfnisse ist es, in einer gut funktionierenden Gruppe zu sein. Ein Mensch kann alleine nicht gut überleben oder Wohl auf emotionaler Ebene erlangen. Die Freundlichkeit mit der wir anderen Menschen gegenübertreten, ist also eine Folge unserer angeborenen Herdenbedürfnisse. Allein unser Selbstschutz und der seit jeher existierende Überlebenswille halten uns davon ab, aus Gruppen auszubrechen. Dieses Beispiel ist sehr abstrakt, schließlich ist man in unserer modernen Welt nicht mehr in gleichem Maße auf andere angewiesen, wie vor der neolithischen Revolution. Das Bedürfnis nach Akzeptanz und Anerkennung ist jedoch immernoch in uns vorhanden und muss, zu unserem emotionalen Wohl, befriedigt werden. Also ist der Wunsch, dass es meiner Gruppe, also Familie, Freundeskreis oder der Menschheit im allgemeinen, gut geht, weil es mir dann auch gut geht, egoistisch.

So ist auch zu erklären, warum selbst Altruismus in gewissem Maße auf einfachem Egoismus begründet werden kann. Auf der einen Seite steigt das Wohl des Individuums proportional mit dem der Menschheit. Je mehr Menschen beispielsweise eine gute Bildung erhalten, desto mehr Wissenschaftler gibt es und desto mehr kann geforscht werden. Das Individuum profitiert dabei vielleicht von eine neu entdeckten Medizin oder oder einer neuen Technologie. Auf der anderen Seite befriedigt Altruismus auch immer den eigenen Willen anderen zu helfen. Menschen helfen anderen, um ein besseres Ansehen zu haben oder um sich selbst vor schlechtem Gewissen zu schützen; dem Gedanken,dass man hätte helfen können, es aber nicht gemacht hat.

Das ganze ist eine Dilemmasituation. Man stelle sich vor, dass man zusammen mit einem fremden Kind alleine ist und es nur noch ein Stück Brot gibt. Einer kann das Brot essen und überleben, während der andere verhungern wird. Wie entscheidet man sich in einer solchen Situation? Isst man das Brot selbst, stirbt das Kind wegen dem eigenen, egoistischen Glauben, dass man es mehr verdient habe. Überlässt man dem Kind das Brot, entscheidet man sich aus egoistischen Gründen für den Tod, weil es für das emotionale Wohl schlimmer wäre mit der Schuld zu leben, als zu sterben. Egal wie man sich entscheidet, es gibt nur egoistische Möglichkeiten. Aus dieser Überlegung heraus stellt sich die Frage, ob der Egoismus mit der Existenz eines Wesens einher geht. Ist man, ab dem Moment, ab dem man ein Wesen ist, egoistisch? Der einfache Egoismus scheint mehr oder weniger die Antwort auf die Triebe des Menschens zu sein. Kann man sich nicht vom Egoismus lösen, weil er ein angeborener Selbsterhaltungtrieb ist? Was sagt Ihr dazu?

Klar ist, dass nur durch den einfachen Egoismus rücksichtsvolles Zusammenleben, wie in unserer Gesellschaft, möglich ist.

Quellen:

https://www.gratis-spruch.de/sprueche/Egoismus/tid/304

https://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus

Gutes Video zu egoistischer Altruismus:

Wie weit geht Humor? – Darf man Witze über Randgruppen machen?

Jeder kennt das, man hört einen Witz und würde gern anfangen zu lachen, doch dann denkt man darüber nach und fragt sich ob man darüber lachen darf oder ob das nicht schon zu weit geht. Doch wo ist eigentlich die Grenze für Humor? Über was darf man in der Gesellschaft noch lachen und über was nicht mehr?

Erst einmal muss man sagen, dass es sehr Situationen und Personen abhängig ist welche Witze man machen darf und welche man besser sein lassen sollte. Wenn man zum Beispiel weiß, dass sein bester Freund eine Art von Witzen nicht mag, dann sollte man dies auch respektieren. Oft überschreiten wir eine Humorgrenze ohne etwas dafür zu können, da man beispielsweise von persönlichen Schicksalen des Zuhörers nichts wusste.

Manchmal kommt es auch vor, dass man etwas lustiges sagt, es beim Zuhörer es aber falsch rüberkommt und er es als Beleidigung oder ähnliches sieht. Leichter erklären lässt sich das Ganze mit dem „Vier-Ohren-Modell“ von Friedemann Schulz von Thun. Demnach gibt es vier Ebenen, die in einer Äußerung enthalten sind: Sachinhalt, Appell, Beziehungshinweis und Selbstkundgabe. Wenn der Zuhörer die Äußerung auf einer anderen Ebene versteht als der Redende es meint, kann es also zu Missverständnissen kommen. Bei Humor kann dies auch der Fall sein. So kann ein Witz vom Zuhörer auch als Beleidigung oder ähnliches wahrgenommen werden.

Oft kommt die Frage auf, ob man Witze über Dunkelhäutige, Homosexuelle, Behinderte oder ähnlichen machen darf. Meiner Meinung nach MUSS man sogar Witze über sie machen, wenn man es auch über andere macht. Viele Leute meinen das wäre Diskriminierung oder ähnliches wenn man das tut. Ich jedoch sehe das genau andersherum: Wenn man keine Witze über sie macht dann würde man sie anders behandeln als alle andere und damit würden sie also eher ausgeschlossen werden als wenn man Witze über sie macht. Klar muss es eine Grenze geben. Wenn man diese Grenze überschreitet ist man schnell bei Mobbing, Diskriminierung und Beleidigen.

Heutzutage machen viele Comedian Witze über Behinderte, Frauen, Dunkelhäutige, etc. Der Comedian Chris Tall zum Beispiel hat mit einer solchen Art von Witzen einen riesen Erfolg in der Gesellschaft und die, die am lautesten lachen, sind meist die Betroffenen selbst.

Ich finde Humor ist in der Gesellschaft und im Alltag sehr wichtig, deshalb sollte man es nicht zu sehr einschränken. Ein Leben ohne Humor wäre öde und langweilig, warum also sollten wir Randgruppen beim Thema Humor und somit auch in Teilen unserer Kommunikation ausschließen? Wichtig ist auch, dass man mal über sich selbst lachen kann und nicht alles zu ernst nimmt, dennoch sollten gewisse Grenzen nicht überschritten werden und man sollte etwas aufpassen in welcher Situation man was sagt, denn Humor sollte nicht zu Mobbing werden!!!

Wo liegt bei euch die Grenze von Humor? Und wie seht ihr das Ganze mit den Witzen über Randgruppen? Könnt ihr über so etwas lachen? Freue mich auf eure Kommentare.

Denkt immer daran: Lachen ist gesund!!!

Der Sinn des Lebens – kann man diesen überhaupt finden?

Viele suchen ihn, doch scheitern daran ihn zu finden, den Sinn des Lebens. Doch kann man diesen überhaupt finden oder ist der Versuch letzenendes nur verschwendete Zeit. Viele Philosophen haben sich schon mit dem Versuch den Sinn des Lebens zu finden beschäftigt, unteranderem Terry Eagelton, in dem Buch „Der Sinn des Lebens“ setzt er sich damit auseinander ob es überhaupt möglich ist den Sinn zu finden und vor allem wie. Natürlich gibt es verschiedene Ansätze und Meinungen zu diesem Thema, einige vertreten beispielsweise die Ansicht, ein Leben wäre nur sinnvoll wenn man am Lebensabend für sein Leben Bewunderung und Anerkennung bekommt, sowie selbst darüber Stolz empfindet. Demnach hat also ein Arzt ein sinnvolleres Leben als ein Fabrikarbeiter, welcher Tag ein Tag aus ein monotones Leben führt und nie etwas herausragendes in seinem Leben geleistet hat. Doch kann man daran wirklich den Sinn des Lebens festmachen, kann man einfach so ein Menschenleben bewerten?

Nachdem ich mich länger mit dem Thema beschäftigt, kam ich zu dem Entschluss, dass es unmöglich ist den Sinn herauszufinden. Denn die Person die den Sinn herausfindet, müsste ja den kompletten Überblick über das Leben haben, doch das würde auch bedeuten, die Person wäre aus dem Labyrinth des Lebens ausgebrochen. Des Weiteren fande ich die Ansicht von Terry Eagelton sehr überzeugend. Die Frage nach dem Sinn des Lebens sorge dafür, dass man sich vor all den anderen Fragen verschließt und nur auf die eine Frage konzentriert. Dies würde wiederum bedeuten, dass man so den eigentlichen Sinn nie finden wird. Hinzu kommt, dass für Eagelton dieses „Problem“ ethisch und nicht metha-physisch ist. Eine andere Ansicht die ich auch treffend fande, war das Zitat aus dem Buch das Café am Rande der Welt, man könne den Sinn des Lebens nur dann finden, wenn man sich wie eine Schildkröte treiben lässt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man meiner Meinung nach den Sinn des Lebens nicht finden kann und es auch unmöglich ist, diesen durch verschiedene Methoden finden kann. Trotzdem stellen sich mir dem Thema bezüglich noch einige Fragen, kann man den Sinn des Lebens einfach tauschen, wenn dieser einer Person nicht gefällt?

Ist Obdachlosigkeit selbstverschuldet?

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland schätzungsweise 48000 Menschen auf der Straße erfasst (bezogen auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung). Das sind aber längst noch nicht alle, denn es gibt auch viele Obdachlose, die bis zum heutigen Zeitpunkt nicht registriert wurden. Das sind enorm viele Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben. Dies bemerkt man auch im Alltag in den etwas größeren Städten, denn man sieht fast überall Obdachlose. Nun ruft euch ins Gedächtnis: Seid ihr die Menschen, die sich von den Obdachlosen wegdrehen und schnell vorbeilaufen oder die ihnen etwas Geld einwerfen, vielleicht sogar ein paar Worte mit ihnen wechseln? Woher kommt dieser Unterschied zwischen den Verhaltensweisen? Die Erstgenannten vertreten die Meinung, dass die Obdachlosen selbst schuld sind, wenn sie auf der Straße leben müssen und es nun alleine ausbaden sollen. Die Letzteren wollen sich entweder die Geschichte des Obdachlosen anhören, um zu verstehen, wie man dazu kommt, auf der Straße zu leben oder man ist schlicht der Meinung, dass die Person nichts für ihre Obdachlosigkeit kann und deswegen Mitleid mit ihr empfindet.

Daher stelle ich mir nun die Frage: Ist Obdachlosigkeit selbstverschuldet? So makaber diese Frage auch klingen mag, sind sich die Menschen in der Antwort auf diese Frage doch sehr uneinig.

Auch ich bin in diesem Falle sehr unschlüssig. Um zu bewerten, ob die Obdachlosigkeit einer Person selbstverschuldet ist, muss man die individuelle Situation genauer betrachten.

Zunächst möchte ich eine Situation beleuchten, in der man meinen könnte, die Obdachlosigkeit sei nicht selbstverschuldet: Wenn plötzlicher Tod eines Verwandten oder eines Lebensgefährten auftritt und man als Betroffener keine Unterstützung hat, weder im psychischen, noch im materiellen Bereich. Dies ist häufig ein Problem bei Jugendlichen und Kindern, denn diese sind im Arbeitsfeld noch nicht abgesichert, fühlen sich schnell allein und hilflos und lehnen jede Hilfe ab. An sich sind sie ja nicht selbst schuld, wenn eine naheliegende Person sie nicht mehr unterstützen kann. Jedoch ist ihr häufigster Fehler, und ja, das ist teilweise selbstverschuldet, dass man die angebotene Hilfe durch das Sozialamt nicht annimmt und sich gegenüber jeder anderen zuvorkommenden Person verschließt.

Des Weiteren ist Arbeitslosigkeit als Ursache für Obdachlosigkeit äußerst zwiespaltig. Einerseits gibt es Menschen, die mit ihrem erlernten Beruf keine Arbeit finden und dann gibt es noch die, die nicht arbeiten wollen. Jedoch ist in beiden Fällen eine gewisse Selbstverschuldung da, denn im ersten Fall kann man trotzdem notgedrungen noch einen anderen Beruf suchen oder erlernen, damit man nicht vollständig ins Arbeitslose versinkt, wobei die Menschen aber nicht Schuld sind, dass sie keine passende Arbeit in dem Moment finden. Im zweiten Fall muss die Person tatsächlich mit den Konsequenzen leben, die Arbeitslosigkeit hat, und diese Art des Lebens sucht sie sich ja im Grunde genommen selbst aus. Das, was nicht selbstverschuldet ist, und was viele Menschen im Moment der Entscheidung nicht wissen, ist der Teufelskreis, aus dem man nicht wieder hinauskommt. So kann man sich diesen vorstellen: Ohne Arbeit und damit ohne Zahlungsmittel kann man keinen Mietvertrag unterschreiben, dadurch bleibt man obdachlos. Und dadurch, dass man als Obdachloser einen schlechten Ruf hat, hat man meist auch keine Chance mehr, von einem Arbeitgeber angenommen zu werden. Außerdem ist es auch für den Arbeitgeber unpraktisch einen Menschen ohne eigene Anschrift aufzunehmen und deswegen halten sich diese häufig lieber von Obdachlosen fern.

Auch die Obdachlosigkeit aus Krankheitsgründen ist meiner Meinung nach nicht selbstverschuldet. Klar, wenn man wegen Alkohol oder Drogenkonsum nicht mehr arbeiten kann, ist es auch eine Art von Krankheitsgrund, aber in diesem Fall meine ich eher die psychischen Störungen oder körperliche Einschränkungen. In Deutschland ist in dieser Spalte schon vieles getan worden durch zahleiche Versicherungen, aber dennoch werden solche Menschen von der Gesellschaft ausgestoßen und schaffen es nicht, sowohl Arbeit als auch damit verknüpft eine Unterkunft zu finden.

Menschen, die aus anderen Ländern fliehen, sei es aus Vertreibung, Armut, fehlenden Bildungschancen oder Zerstörung ihrer Wohnungen durch Naturkatastrophen, stellen auch eine große Anzahl der Obdachlosigkeit dar. Jedoch können diese häufig nichts ausrichten, denn sie besitzen meist keinen Anspruch auf die Rechte in einem Land, in dem sie keine Bürger sind. Ist diese Art von Obdachlosigkeit selbstverschuldet? Meiner Meinung nach nicht, denn es gibt für sie weder soziale noch wirtschaftliche Hilfe und damit können sie auch keine Arbeit beantragen, die sie zum Beispiel aus mangelnder Sprachkenntnis nicht bekommen können und Unterstützungsgelder zum Lebensunterhalt werden ihnen zusätzlich auch nicht angeboten.

Fehlende Schulbildung ist zudem auch ein gravierender Faktor, denn daraus resultiert im Endeffekt die oben erwähnte Arbeitslosigkeit. Doch in Deutschland würde ich diesen Faktor zunehmend der Kategorie „Selbstverschuldete Obdachlosigkeit“ zuordnen, denn in Deutschland besteht Schulpflicht und jeder Mensch hat dieselben Bildungschancen, um später auch eine gute Arbeit zu bekommen. In anderen Ländern, häufig im asiatischen Raum, ist aber die Schulbildung nicht für alle bereitgestellt und in diesem Falle tragen die Menschen nicht die Verantwortung für ihre fehlende Bildung.

Oft werden aber auch Menschen, vor allem alte Leute, aufgezogen und man nimmt ihnen durch Betrug die Wohnung weg, was nicht selbstverschuldet ist, denn diese Betrüger legen extra alles darauf aus, solchen Menschen, die meist schon selbst Hilfe benötigen, das Letzte zu nehmen. Dies ist oft in Ländern von Zentralasien ein Problem, zum Beispiel in den russischen Nachrichten sieht man solche Konflikte immer öfter. Die Menschen unterschreiben Verträge, von denen sie keine Ahnung haben oder sich nicht gut darüber informiert haben und lassen sich dadurch ihren Besitz in Form einer Wohnung oder einem Haus wegnehmen. Dadurch landen sie auf der Straße und gesetzlich können sie meist nicht nachweisen, dass sie betrogen wurden.

Wie man sieht, gibt es unterschiedlichste Faktoren, weshalb eine Person obdachlos werden könnte. Oft treten diese in aufgehäufter Form auf und es ist sehr schwer, wieder aus der Obdachlosigkeit herauszukommen.

Mit diesem Beitrag wollte ich daran appellieren, dass ihr Obdachlose nicht gleich als Unmenschen betrachtet. Ihr müsst ihnen zwar kein Geld geben, aber es ist durchaus menschlich sie einmal anzulächeln oder mit ihnen zu reden, denn nicht jeder ist selbst daran schuld, in diese missliche Lage gekommen zu sein. Manche andere verstehen aber auch mit der Zeit, dass sie etwas falsch gemacht haben, und genau da gilt es, diese Obdachlosen zu unterstützen und sie nicht gleich auszustoßen. Insbesondere jugendliche Obdachlose sind zwar meist unnahbar, benötigen aber dringend Hilfe. Im Buch „Sackgasse Freiheit“ von Jana Frey wird die Geschichte eines Obdachlosen Mädchens geschildert, in der man nachvollziehen kann, dass durch Misshandlung durch die Eltern und anschließender innerer Verschlossenheit Obdachlosigkeit entstehen kann und wie schnell so ein Prozess von statten gehen kann. Ich empfehle euch dringend, das Buch zu lesen, denn dann bekommt man einen ganz anderen Blick auf dieses Thema, weil meistens werden Obdachlose als sehr negativ dargestellt.

Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass es manchmal wirklich hilfreich ist, die Geschichte eines Obdachlosen von vorne bis zum Schluss anzuhören, wobei Leeroy auf YouTube schon einen großen Schritt gewagt hat, einen Obdachlosen darüber zu interviewen, wie er denn sein Leben auf der Straße beschreibt.

Denn meiner Meinung nach ist Obdachlosigkeit nicht immer selbstverschuldet, wie man an den oben genannten Beispielen sehen kann, sondern hängt von der Lebensgeschichte des Einzelnen ab.

Was denkt ihr zu dem Thema? Denkt ihr, dass es sich allgemein sagen lässt, ob Obdachlosigkeit selbstverschuldet ist, oder hängt es eurer Meinung nach von der Situation ab?

Quellen:

Obdachlosigkeit in Deutschland, aufgerufen am 04.01.2020

https://www.sueddeutsche.de/panorama/wohnungslose-obdachlose-1.4545815

Frey, J. (2001). Sackgasse Freiheit (2.Aufl.). Bindlach: Loewe Verlag

Interview mit einem Obdachlosen:

Haben künstliche Intelligenzen Gefühle?

Überall in unserem Alltag werden wir mit künstlichen Intelligenzen, kurz KIs, konfrontiert. Ob in der Medizin, wenn man Begleit- und Assistentenapps für bestimmte Krankheiten entwickelt und personalisierte Therapien umsetzen möchte, beim autonomen Fahren, bei Supportanfragen, wenn man sein Passwort vergessen hat, oder wenn man gegen einen Bot in einem Videospiel kämpft: in jedem Bereich wird heutzutage nach und nach die innovative KI integriert. Laut WELT sollen bis 2025 in Deutschland ungefähr drei Milliarden Euro in die Entwicklung der KI investiert werden. Jedoch haben auch viele Menschen ihre Zweifel, was die KI anbetrifft. Die sich immer weiter in den Vordergrund zu drängen scheinende Frage, ist, ob die KI für uns Menschen nicht eher eine Bedrohung, oder ein Rückschlag sein könnte. Wann wird denn eine KI für ein so hochentwickeltes Wesen wie den Menschen gefährlich werden? Die Antwort liegt auf der Hand: Anknüpfend an das Sprichwort „Der Mensch ist des Menschen größter Feind“ erkennt man, dass KIs uns ein enormes Problem bereiten können, wenn sie menschenähnlich agieren. Nun muss man aber erst erfassen, was genau es ist, dass uns Menschen human erscheinen lässt. Hierbei möchte ich betonen, dass ich von meiner eigenen Meinung ausgehe, die lautet, dass der Mensch durch seine emotionalen Regungen und gefühlsbedingten Handlungen sowie der daraus resultierenden Unvorhersehbarkeit aller menschlichen Handlungen, definiert wird. Genau aus demselben Grund finde ich es äußerst wichtig, den noch so kleinen Aspekt nicht aus dem Auge zu verlieren und sich die Frage zu stellen, ob künstliche Intelligenzen Gefühle entwickeln können, womit ich mich im Folgenden noch näher befassen werde.

Meine Meinung zu dem Thema ist ganz klar, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so weit gekommen sind, dass künstliche Intelligenzen Gefühle entwickeln können. Zur Verdeutlichung meiner Aussage möchte ich euch ein höchst interessantes Gedankenexperiment namens „Marys Zimmer“ vom australischen Philosophen Frank Cameron Jackson vorstellen, der sich mit der Frage auseinandergesetzt hat, ob künstliche Intelligenzen tatsächlich reale Gefühle verspüren können oder sie diese nur auf Basis zahlreicher humaner Vorbilder simulieren und es ihnen unmöglich ist, zu ergründen, was denn nun ECHTE Gefühle sind.

Vereinfacht kann man das Gedankenexperiment so darstellen:

Mary wohnt ihr ganzes Leben lang in einem schwarz-weißen Zimmer, auch alles darin Enthaltene ist entweder schwarz oder weiß. In diesem Zimmer studiert sie Farben, sodass sie zu dem Punkt gekommen ist, alles über Farben zu wissen. Sie kann demnach jeden Fakt aufzählen und erläutern, jedoch erst nach 30 Jahren, als sie das schwarz-weiße Studierzimmer verlässt, erfährt sie zum ersten Mal in ihrem Leben, wie es wirklich IST, farbige Dinge zu sehen. Zusammenfassend heißt das, Mary wusste doch nicht alles über Farben, die autonome Erfahrung mit Farben und deren Wahrnehmung fehlten ihr. Dieses Gedankenexperiment lässt sich hervorragend auf KI übertragen. Angenommen, die Roboter bzw. die künstlichen Intelligenzen wissen alles über Emotionen, Mimik, Gestik. Jedoch verspürten sie diese die „am eigenen Leib“ und ebendiese Erfahrung fehlt ihnen, genauso wie der Mary von Frank Cameron Jackson. Daher können KI grundsätzlich nur Gemütszustände simulieren, ja so weit sind wir mit der Technik schon. Aber selbstständig entwickeln können sie (noch) keine.

Auch eben bei Dingen wie personalisierter Medizin und den dazu entwickelten Apps wird diese Gefühlslosigkeit der künstlichen Intelligenzen kritisiert. Denn diese „lernen“ nicht selbstständig und erkennen nicht das Leiden einer Person, sondern sie sammeln Informationen, strukturieren diese und geben sie nur in einer anderen Form wieder. Zugegeben, möglicherweise sind künstliche Intelligenzen besser im Umgang mit vielen Informationen als der Mensch, jedoch die Informationen und Probleme selbst erfassen und eine gewisse Empathie zum Patienten zu entwickeln, dazu sind sie noch nicht in der Lage.

Kurz anreißen möchte ich auch das Thema „Autonomes Fahren“, denn dies ist ein Problemthema geworden, da die künstlichen Intelligenzen keine Urteilskraft besitzen und nur nach einprogrammierten Algorithmen (das sind bestimmte, strukturierte Abläufe nach denen ein maschinelles Handeln bestimmt wird) agieren. Aber ist das denn nicht andererseits ein Glück für uns? Dadurch sind uns die Reaktionen auf bestimmte Situationen im Voraus bekannt und wir haben noch eine enorme Kontrolle über deren Aktionen.

Ein häufig mentioniertes Gegenargument zu meiner Meinung, dass KIs keine Gefühle besitzen können, ist die menschengemachte Nachahmung der menschlichen Sinne bei Robotern. Beispielsweise werden Aufnahmegeräte eingepflanzt, die als „Ohren“ fungieren oder aber auch neuronale Netze in KIs einprogrammiert (Philip von Breaking Lab hat dazu eine sehr umfassende und interessante Doktorarbeit verfasst und in einem Video auf YouTube dargestellt). Dabei wird aber deutlich, dass der Mensch alles vorprogrammieren muss und dem Computer auch am Anfang sagen muss, was genau zum Beispiel ein Umriss eines Tieres darstellt. Dabei empfindet die KI immer noch keine Reize, nein. Sie versucht, die Informationen, die ihm der Mensch gegeben hat, sinnvoll zu verknüpfen.

Auch können euch möglicherweise Wettbewerbe wie der „Loebner-Wettbewerb“ bekannt sein, bei denen die Teilnehmer beim Chatten herausfinden müssen, ob sie mit einem Menschen oder einer künstlichen Intelligenz, ist diesem Fall sind Chatbots gemeint (siehe Siri oder Cleverbot) , kommunizieren. Und hier findet sich ein weiterer Beweis, dass KIs noch keine Gefühle empfinden: Es ist noch keinem Chatbot gut  gelungen, über längere Zeit einen Menschen zu täuschen, das heißt so menschenähnlich sind KIs noch gar nicht.

Summa summarum kann man festhalten, dass künstliche Intelligenzen heutzutage noch nicht die Möglichkeit haben, Gefühle zu empfinden oder überhaupt zu besitzen. Im Künftigen ist zwar noch unklar, ob die Menschen in diesem Falle etwas Innovatives erfinden oder nicht, aber die künstliche Intelligenz als Gefahr aufgrund von Menschenähnlichkeit kann vorerst ausgeschlossen werden. Hervorheben möchte ich hierbei, dass KIs auch in anderen Bereichen gefährlich werden können, wie zum Beispiel dem Verschwinden von Arbeitsplätzen, aber dies werde ich hier nicht weiter ausführen.

Denkt ihr, dass künstliche Intelligenzen Gefühle besitzen können? Wenn ja, seht ihr eher Chancen oder Gefahren dahinter? Schreibt eure Meinung bitte in die Kommentare!

Quellen:

KI in der Medizin, aufgerufen am 04.01.2020

https://www.bmbf.de/de/was-ki-fuer-die-medizin-bedeutet-9177.html

Investition in die KI, aufgerufen am 03.01.2020

https://www.welt.de/wirtschaft/article183877012/Kuenstliche-Intelligenz-Deutschland-investiert-Milliarden-in-neue-Techniken.html

Gedankenexperiment „Marys Zimmer“

Nida-Rümelin, J.&Weidenfeld,N.(2018).Digitaler Humanismus(1.Aufl.).München:Piper Verlag.S.39

Doktorarbeit über neuronale Netze

Loebner-Wettbewerb und Turing-Test

Dürfen Atheisten Weihnachten feiern?

Viele Atheisten feiern trotz ihrer Nichtgläubigkeit an Gott christliche Feste wie Weihnachten. Dadurch kommen immer wieder Diskussionen zwischen Christen und Atheisten auf. Die Christen meinen oft, dass dies nicht vertretbar und inkonsequent sei. Doch haben sie recht? Darf ein Atheist keine christlichen Feste feiern? Geht es bei Weihnachten überhaupt noch jemandem um den christlichen Hintergrund? Wenn man heutzutage jemanden fragt, was ihnen das Wichtigste an Weihnachten ist, bekommt man meistens Antworten, wie „das leckere Essen und die Geschenke“ oder „das besinnliche Beisammensein mit Freunden und Familie“. Weihnachten ist also vielmehr zum Familienfest und zum Fest der Liebe geworden als zu einem christlichen Fest. Mehr noch: Heutzutage geht es oftmals sogar hauptsächlich um Konsum, da jeder die tollsten und größten Geschenke haben will. Aus welchem Grund sollte ein Atheist also kein besinnliches Familienfest feiern dürfen? Atheisten feiern ein solches Fest nicht mit dem religiösen Hintergrund, wie es vielleicht andere tun. Sie feiern es um Zeit mit der Familie zu verbringen und eine schöne Zeit zu haben. Zudem ist dazu zu sagen, dass das ursprüngliche „Weihnachten“ gar kein christlichen Hintergrund hat, da es ursprünglich ein heidnischer Brauch war. Diese feierten die Wintersonnenwende, die zu dieser Zeit stattfindet. Des weiteren wird heutzutage in fast allen Ländern Weihnachten gefeiert, also auch in Ländern, in denen die Christen eine klare Minderheit sind.

Weihnachten ist heutzutage also viel mehr als die Feier der Geburt Jesu und es gibt keinen Anlass, weshalb Atheisten kein Weihnachten feiern dürfen, da es ein schöner kultureller Brauch ist, der uns eine Zeit bringt, in der alle eine fröhliche Zeit miteinander verbringen. Umso trauriger ist es, dass man sich als Atheist dennoch fast jedes Jahr dafür rechtfertigen muss, warum man Weihnachten feiert und einen Weihnachtsbaum aufstellt.

Pränantaldiagnostik

„Sofern der Tod eines behinderten Säuglings zur Geburt eines anderen Säuglings mit besseren Aussichten auf ein glückliches Leben führt, dann ist die Gesamtsumme des Glücks größer, wenn der behinderte Säugling getötet wird.“, das ist ein bekanntes Zitat von Peter Singer, der lange Zeit ein Verfechter des Präferenzutilitarismus war. Ich habe mich für dieses Zitat entschieden, da es meiner Meinung nach sehr gut eine weit verbreitete Sicht auf die Pränantaldiagnostik darstellt und eine mögliche Antwort auf die, durch einen positiven Befund anfallende, Entscheidung liefert. Peter Singer sagt hiermit aus, dass es vertretbar ist einen Säugling zu töten, wenn durch beispielsweise einer der vier Methoden der Pränantaldiagnostik festgestellt wurde, dass das Kind in der Zukunft durch eine Krankheit wie etwa Trisomie 21 eingeschränkt sein könnte. Jedoch stellt Singer zu Bedingung, dass es nur tragbar ist einen behinderten Säugling zu töten, wenn es dadurch zu einem anderen Säugling mit besseren Aussichten auf ein glückliches Leben führt. Meiner Meinung nach verdeutlicht er mit diesem Zitat, dass er die Pränantaldiagnostik unterstützt, da durch sie eine größere „Gesamtsumme des Glücks“ entsteht. Er bezieht sich auf die „Gesamtsumme des Glücks“ mit dem Gedanken, dass ein behindertes Kind weniger Glück empfindet und auch anderen in seiner Umgebung gibt, zum Beispiel seinen Eltern, als ein gesundes Kind. Ebenfalls geht er davon aus, dass es nach einer Abtreibung eines behinderten Fötus anschließend eine erneute Schwangerschaft geben wird, die zu einem gesunden Kind und somit zu mehr Glück führen wird, anderenfalls wäre die Tötung nicht mit seinem Zitat zu belegen. In diesem Essay möchte ich mit Hilfe der Möglichkeiten und Risiken der Pränantaldiagnostik aufzeigen, dass sie sowohl viele Nachteile als auch Vorteile mit sich bringen kann und dass jede Frau bzw. jedes Paar für sich selbst entscheiden muss was für sie die richtige Wahl ist. 


Die Anlässe für die Entscheidung zu einer Methode der Pränantaldiagnostik liegen für mich persönlich klar auf der Hand. Der erste Anlass für mich und natürlich auch für viele anderen Frauen wäre eine Risikoschwangerschaft, also eine Schwangerschaft ab dem Alter von 35 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind mit einer Chromosomenstörung auf die Welt kommt ist durch die schon in die Jahre gekommenen Eizellen der Frau um einiges höher. Dies ist allgemein bekannt und somit wäre es für mich untragbar keine weiteren Untersuchungen durchzuführen und damit das Leben meines Kindes zu gefährden. Außerdem ist es in Deutschland vorgeschrieben, dass Risikoschwangerschaften intensiver untersucht werden müssen und somit mehr Untersuchungen auch von der Krankenkasse übernommen werden. Ein weiterer Anlass wären Auffälligkeiten bei den nicht invasiven Methoden wie vergleichsweise bei einem Ultraschall oder allgemeinen Sorgen der Eltern um das Wohlergehen ihres Kindes wie es auch für mich in meiner Schwangerschaft höchstwahrscheinlich eine große Rolle spielen wird, da die Erberkrankung Mukoviszidose in meinem nahen familiären Umfeld bereits aufgetreten ist. Dieser Punkt hängt auch sehr nah mit dem letzten Anlass zusammen einer vorrausgehenden Fehlgeburt, da auch hier viel mehr Sorge auf den Eltern lastet durch vorherige prägende Ereignisse. Zusammenfassend liefert die Pränantaldiagnostik somit die Möglichkeit zur Beruhigung der werdenden Eltern und einer gelassenen Weiterführung der Schwangerschaft. 


Natürlich bringt sie aber auch viele Risiken mit sich die zudem das Leben des Kindes gefährden könnten wie Fehlgeburten, vorzeitiger Blasensprung, Kontraktionen der Gebärmutter, Blutungen, Infektion und Vorzeitige Wehen. Ebenfalls kann es zu direkten Verletzungen des Fötus kommen da für drei der vier Möglichkeiten der Pränantaldiagnostik Nadeln in die unmittelbare Nähe des Fötus gebracht werden müssen. Vor allem die Chordozentese birgt große Risiken wie die eines Nabelschnurhämatoms welcher die Versorgung zum Fötus unterbrechen könnte. Diese Risiken sind Gründe weshalb ich persönlich keine Chordozentese durchführen würde und sowohl die Chorionzottenbiopsie als auch die Aminozentese nur nach genauem Prüfen und persönlichen Gesprächen mit den behandelnden Ärzten durchführen lassen würde. 


Ich persönlich finde, dass die Pränantaldiagnostik eine unglaublich große Chance sein kann. 95% aller Kinder auf dieser Welt werden gesund geboren, trotz dessen hat jede Schwangere Sorgen um ihr Kind, diese können durch schlimme Erfahrungen in der Vergangenheit, wie beispielsweise eine vorherige Fehlgeburt, auch noch viel größer sein. Hier können die Tests beruhigen und die Frau kann ihre Schwangerschaft entspannter und glücklicher fortführen. Ebenfalls können sie das Leiden aller beteiligten minimieren, wird beispielsweise bei einem Fötus Trisomie 13 festgestellt, so hat das Kind eine Lebenserwartung von wenigen Wochen. In diesem Fall würde ich einen Abbruch der Schwangerschaft nachvollziehen können und ihn auch bevorzugen, da hier das Kind leiden würde und die Eltern natürlich auch. Jedoch beinhaltet die Pränantaldiagnostik auch viele Risiken wie die einer Fehlgeburt. Ich selbst könnte nicht damit leben, wenn die Ergebnisse des Tests zwar unauffällig waren ich jedoch als Folge von ihnen mein völlig gesundes Kind verlieren würde. Ebenfalls stellt sie das Paar bzw. die Frau vor schwere Entscheidungen, denn was soll getan werden, wenn lebensbedrohliche Krankheit wie Mukoviszidose diagnostiziert wurde, laut Singer werden behinderte Kinder sowohl weniger Glück empfinden als auch geben aber diese Aussage trifft meiner Meinung nach nicht zu. In der Pränantaldiagnostik kann man nicht sagen wie stark am Ende die Krankheit ausgeprägt sein wird, somit ist es auch nicht möglich zu sagen, dass das Kind kein glückliches oder nur ein kurzes Leben haben wird. Es kann sein, dass das Kind schon im ersten Lebensjahr stirbt oder auch erst im Alter von 50 Jahren und ein glückliches und erfülltes Leben trotz der Krankheit hatte. Deshalb finde ich das jede Frau bzw. Paar welches über eine Pränantaldiagnostik nachdenkt, sich die Zeit nehmen soll sich detailliert mit dem Thema zu befassen um dann die für sich richtige Wahl zu treffen.

Occupy Wall Street – ziviler Widerstand oder nur eine direkte Aktion?

Jeder kennt sie, Demonstrationsbewegungen die nicht durch die Straßen ziehen, sondern sich einfach auf einen öffentlichen Platz setzen und friedlich dort demonstrieren. Dies ist eine neue Form des Protests, die Besetzung von öffentlichen Plätzen. Eigentlich nichts erstaunliches, Proteste wandeln sich im Laufe der Zeit. Dennoch ist diese Form des Protests etwas besonderes. Denn diese gelebte Praxis ist eine alternative Gesellschaftsordnung und Demokratieform. Dabei steht die soziale Solidarität und der politische Diskurs unter Gleichen innerhalb der Bewegung im Zentrum. Bei genauerem hinsehen, weist die Bewegung anarchistische Akteure und anarchistisches Gedankengut auf, ebenso wichtig ist dabei die diskurs- und konsensdemokratische Ausrichtung. Allgemein kann man sagen, dass die Prinzipien einer Reorganisation der Demokratie vertreten werden.

Zu allererst ist die Unterscheidung zwischen ziviler Ungehorsamkeit und direkter Aktion wichtig. Zivile Ungehorsamkeit wird von David Graeber wie folgt definiert, bei der zivilen Ungehorsamkeit nehmen die Akteure die rechtlichen Konsequenzen in Kauf, dabei verwenden sie Blockanden, wie beispielsweise Ghandi, grundsätzlich steht hierbei die Weigerung sich nach einem ungerechten Gesetz zu beugen. Direkte Aktion hingegen besteht daraus, dass sich mehrere Personen zusammen schließen um ein neues System aufzubauen, allgemein funktioniert dies auf der Grundlage anderer Prinzipien. Dennoch überlässt die direkte Aktion das Handeln den Repräsentanten des Systems, dabei sind die Aktionen der direkten Aktion militant und symbolisch, welche wiederum ein bestimmtes Ideal darstellt, so entsteht eine Art Mikro-Utopia, was bedeutet die Akteure leben in ihrer eigenen Blase. Hinzu kommt, dass die direkte Aktion zu einem Symbol der schlichten Militanz wurde. Allgemein lässt sich über die Akteure der direkten Aktion sagen, dass diese so handeln, als wären sie schon frei, somit kann sich jeder damit identifizieren.

Trotz diesen friedlichen Protesten kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, dabei werden wie in Leipzig Polizisten angegriffen, mit der Begründung man müsse gegen das System kämpfen, doch ist das Angreifen einzelner Individuen vertretbar? Eigentlich bedeutet ein humaner Umgang nicht gleich mit den Beamten vertraulich zu werden und Polizisten können die gleichen Vorstellungen wie die Akteure haben. Dennoch ist die Polizei nur eine Ansammlung von staatlichen Funktionären und keine Ansammlung von Individuen. durch diese staatlichen Funktionäre kann überhaupt erst die Macht der Oberschicht gewahrt werden. Hinzu kommt, dass die Polizei Gewalt gegen die Demonstranten anwendet, die Demonstranten hingegen sehen Gewalt als das bevorzugte Mittel der Dummen.

Das allgemeine Ziel ist also einen Raum der Gesellschaft in Besitz zunehmen und diesen von einem gehaltvollen in einen Raum der Liebe und Fürsorge umzuwandeln, dabei ist das Bild der Liebe und Fürsorge als Hauptwaffe. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Entwicklung einer Art flexibler und intelligenter Gegenmacht, also eine radikale Alternative. Schlussendlich soll diese Art von Protest immer wieder daran erinnern wer das Fundament der Macht ist.

Quelle: Graeber, David: Occupy! Die anarchistische Theorie und Praxis der direkten Aktion. 2011

Graeber, David: Direkte Aktion. Ein Handbuch. 2009