Juni 18

Bin ich perfekt?

Man kann nicht abstreiten, dass es in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr ums Aussehen geht. In Magazinen sieht man nur Frauen mit makelloser Haut, flachem Bauch und langen gesunden Haaren, Männer mit Sixpack und Dreitagebart. Im Internet sieht es nicht anders aus, man wird überschüttet mit Idealen, und viele Menschen wollen diese Ideale erfüllen. Ist ja auch logisch, wer will keinen Körper haben wie Scarlett Johansson oder Zac Efron?

Das Problem an der Sache ist, dass diese Ideale meist nicht der Realität entsprechen. In der Werbung werden die meisten Bilder bearbeitet, das ist kein Geheimnis, und trotzdem gibt es Menschen, die denken, dass das ein natürliches Vorbild ist.

If you are happy, you can give happiness. If you don’t love yourself and if you are unhappy with yourself, you can’t give anything else but that.
Gisele Bundchen
Eine sehr wichtige Sache im Leben ist es also mit sich selbst glücklich zu werden.
Bei Unterhaltungen mit (vor allem) Mädchen in unserem Alter höre ich immer wieder „Ich bin zu dick“ oder „Ich kann jetzt nichts mehr essen, sonst sieht mein Bauch so groß aus“ Mir fällt es dann immer schwer eine Antwort zu finden, da ich weiß, dass wenn ich sage: „Nein, du hast eine tolle Figur.“ sich jemand in die Haut am Bauch zwickt und sagt, wie viel Fett da doch ist. Meistens ist da dann keines und ich frage mich was mit den Erwartungen an die Leute nicht stimmt, dass sich Menschen mit super Figuren schlecht fühlen wenn sie vor dem Strand ein Stück Pizza essen.
Gerade in Zeiten, in denen man sich selbst zu finden versucht, gibt es doch so viel größere Probleme.
Manche haben Depressionen, sind sich ihrer Sexualität unsicher, sind sich vielleicht sicher aber haben Angst sich zu outen und so weiter. Warum sich dann auch noch Gedanken darüber machen, ob einen die Außenwelt für 2 kg zu schwer hält?
Ich persönlich denke, dass jeder Mensch mit seinem Körper zufrieden seinen sollen dürfte, und auch wenn jemand nicht den Idealen entspricht sollte man demjenigen nicht das Recht absprechen sich schön zu finden.
Doch um zufrieden mit sich selbst zu sein, kommt es nicht nur auf Äußerlichkeiten an. Man muss auch mit den Handlungen zufrieden sein, die man tut und sich bewusst machen, dass manche Schwächen die man hat in anderen Situationen oder insgesamt aus einer anderen, vielleicht nicht so weit verbreiteten Perspektive betrachtet auch Stärken sein können. Wenn eine Person zum Beispiel eher ruhig ist und nicht so gerne redet, kann es sein, dass sie ein super Zuhörer ist. Auf jede Eigenschaft, von der man selbst denkt, dass sie vielleicht eine Schlechte ist, gibt es eine „Gegeneigenschaft“ die genausoviel Wert ist.
Sich selbst zu akzeptieren ist also ein Zusammenspiel von allem was einen Menschen ausmacht, vom Aussehen bis hin zum Charakter. Erst, wenn man alle diese Dinge an sich zu akzeptieren lernt kann man damit anfangen sich selbst zu lieben.
Klar ist es schwierig sich selbst zu sagen, dass man toll ist so wie man ist und das auch vor anderen zuzugeben, denn wenn man gefragt wird, was man z.B. an sich ändern würde und man sagt, dass man sich selbst mag wie man ist, kann man evtl. arrogant oder narzisstisch wirken, aber der gegenüber findet einen auch nur dann arrogant, wenn er selbst das nicht nachvollziehen kann also sich selbst nicht akzeptiert. Wenn man darüber nachdenkt ist es also eigentlich gar nicht das Problem des Gefragten, dass der andere ihn für arrogant hält, denn dann hat der, der fragt einfach noch einen langen Weg vor sich um zu erkennen, dass auch er gut ist so wie er ist.
Meiner Meinung nach sollte es bei allen Menschen gesellschaftlich anerkannt sein, dass diese sich selbst akzeptieren und mit der Person die sie sind zufrieden sein können, egal ob groß oder klein, schwarz oder weiß, queer oder straight, dick oder dünn, einfach jeder.
Juni 18

Technik – Geht es überhaupt noch ohne?

Gerade in unserer „neuen Welt“ geht es schon fast nicht mehr ohne Technik. Nahezu jedes Kind im Alter von ca. 13 Jahren, besitzt heute schon ein Smartphone. Fast jeder Mensch hat einen Fernseher oder einen Computer zuhause. Auch in der Küche findet man viele elektronische Geräte. Der Mensch fährt mit der Technik, wie z.B. Autos, Züge und vieles mehr. Dabei stellt sich mir die Frage, sollte man für alles die modernste Technik verwenden?

Früher, bevor es noch nicht die moderne Technik von heute gab, konnten die Menschen auch überleben und sich verabreden. Möchte man sich heute mit jemandem verabreden, schreibt man eben kurz eine kleine Nachricht auf WhatsApp und fertig. Früher musste man zu demjenigen laufen und an seiner Tür klingeln, und fragen ob er raus kommt. Man hat auch früher immer per Telefon abklären müssen ob jemand Zeit hatte. Heute wird dies alles nur noch über WhatsApp, Facebook und Co. Gemacht.

Durch diese Dinge geraten natürlich auch die sozialen Fähigkeiten eines Menschen in den Hintergrund. Man trifft sich nun nicht mehr so oft, sondern schreibt einfach nur noch über WhatsApp und sieht sich nicht mehr.

Ein weiteres Beispiel. Will man heute etwas herausfinden, geht man eben ins Internet und gibt die Frage oder die Sache in Google ein und bekommt ein Ergebnis. Früher ging man hierfür in eine Bibliothek und las Bücher um etwas herauszufinden. Die heutige Jugend weiß möglicherweise nicht mal mehr, wie man überhaupt mit Büchern umgeht, und in ihnen etwas sucht. Die moderne Technik nimmt einem viele Dinge ab, doch sie schwächt auch Fähigkeiten des Menschen ab.

Nun wieder zurück zu meiner Anfangsfrage. Man sollte nicht immer die Technik verwenden, auch wenn es leichter scheinen mag. Gerade bei den sozialen Angelegenheiten, sollte man viel öfter einfach mal bei einem Freund klingeln und fragen ob dieser Zeit hat. Man sollte nicht nur noch über die sozialen Medien in Kontakt stehen, wie es heut zutage viele tun. Auch die Sache mit den Informationen nachschlagen. Natürlich ist es leichter seine Frage kurz in eine Suchmaschine einzugeben, aber dabei verlernt man die Fähigkeit ohne das Internet zurecht zu kommen. Es gibt viele Möglichkeiten etwas herauszufinden, auch ohne Internet.

Man sollte sich ab und zu mal mehr Zeit nehmen, und Sachen auch ohne die moderne Technik erledigen. Der Mensch ist heut zutage viel zu abhängig von der Technik. Würde es auf einen Schlag keine moderne Technik mehr geben, wäre die Mehrheit der Menschen sehr überfragt, wie sie manche Dinge erledigen sollten.

Juni 18

Konkurrenz in der heutigen Zeit

Hässliche Laster gibt es viele, aber der Neid belegt unter ihnen einen Spitzenplatz. Neid ist ein Monster, das nie genug bekommt. Neid ist unlimited, er ist unersättlich und findet immer ein neues Objekt. Neidisch sein kann man auf alles, auf Smartphones und Klamotten, auf Herkunft und Schönheit, auf die guten Noten des Kommilitonen, das tolle Hausarbeitsthema, das jemand anderes sich geschnappt hat, den klugen Gedanken, mit dem der Sitznachbar im Seminar punktet, oder darauf, dass die reichen Eltern der Kommilitonin ihr das Studium finanzieren, während man selbst jobben muss. Neid hört nie auf, und am Ende ist der Neidische sogar neidisch auf die Neidlosen.

http://www.zeit.de/campus/2014/04/neid-konkurrenz-eifersucht-leistung

Als ich gerade diesen Beitrag fand, wurde mir erst einmal bewusst, welch eine große Rolle der Konkurrenzkampf in unserer Zeit heute spielt.  Dauernd vergleicht man sich nur noch mit den anderen. Man muss immer „besser“ sein.Hat der Andere etwas, muss man es selbst auch haben. Vorallem in der Wirtschaft kommt der Konkurrenzkampf oft vor.

Wie seht ihr das? Welche Situationen kennt ihr in der Konkurrenz von hoher Bedeutung ist? Ist es so wichtig immer mehr und Besseres zu haben als die anderen?

Juni 18

Zeit(druck)

Wer kennt das nicht? Man muss bis zu einem bestimmten Datum eine große Hausaufgabe fertigmachen und die Zeit dafür läuft einem weg; Man hat starken Zeitdruck und ist stark gestresst.

Ich denke jeder hatte schon mehr oder weniger oft dieses Gefühl. So auch ich. Da ist mir der Gedanke gekommen ob das überhaupt Sinn ergibt, dass man sich wegen etwas dermaßen stresst und sich mental sogar fertig machen kann. Das mag zwar ein wenig nach Faulheit klingen, aber so unsinnig ist diese Überlegung nicht.

Die moderne Welt ist darauf aufgebaut, dass man alles datiert um etwas besser oder effizienter zu gestallten. Das beruht auf die Ursprünge der Gesellschaft, wo es maximal auf Tag, Nacht oder die Jahreszeiten begrenzt war und es nicht nötig war abseits davon genauere Daten zu erfassen. Durch Rationalisierung, z.B in der Agrarkultur, um bessere Ernte zu erwirtschaften musste es der Mensch genauer datieren. Auf diese Weiße hat der Mensch sein Wohlbefinden immer mehr gesichert. Diese Art von Prozess hat sich dann immer weiter fortgesetzt, bis ein fester Kalender entstand.

Aus denselben Gründen der Effizient und auch Kontrolle werden/wurden „Deadlines“ in verschiedenen Bereichen gezogen. In einigen erscheint diese auch durchaus sinnig, wie zum Beispiel eine Wartung einer Maschine, die ab einer gewissen Zeit nunmal notwendig ist. Es gibt dann aber auch Bereiche, in denen diese Deadlines (objektiv, aber auch subjektiv) sinnlos erscheinen.

Der Punkt, auf den ich hinaus will ist aber der, dass der Mensch „Die Zeit“ auf die oben beschriebene Weiße gewissermaßen „geschaffen“ hat. ErSetzt  Punkte in der Zukunft, die ihn dann nur Stress und somit Unfrieden bringen. Das Interessante hierbei, um es abzuschließen, diese Punkte in der Zukunft -oben als „Deadlines“ bezeichnet – liegen noch in der Zukunft. Die Zukunft (sowie die Vergangenheit auch) existieren allerdings nicht. Hierbei muss man den Präsens des Prädikats „existieren“ beachten; Das wichtige ist demnach das Hier und Jetzt, der einzige Aspekt der Zeit der tatsächlich existent ist. Die Vergangenheit beschreibt, was früher einmal die Gegenwart war es allerdings nicht mehr ist. Noch abstraker ist die „Zukunft“ was versucht zu beschreiben was irgendwann einmal die Gegenwart sein wird, sie aber wiederum nicht im Moment existiert.

Um diesen abstrakten Gedankengang abzufassen: Der Mensch macht sich oft wegen der Zukunft sorgen, seien es Deadlines für Aufgaben oder andere Probleme. Er vergisst dabei allerdings, dass die Zeit so wie er sich um sie sorgt nicht existiert. Er fühlt sich von etwas (gemeint ist hier die „Zeit“)  geknechtet was der Mensch selbst -so wie oben beschrieben- konstruiert hat. Er, also wir, müssen lernen dass stattdessen es wichtig im Moment zu leben und so auch die Probleme anzugehen, anstatt sich sorgen um die Zeit zu machen.

Da dieser Beitrag sich sehr abstrakt entwickelt hat, würde ich gerne wissen, wie ihr über Zeit, oder Zeitdruck als menschliches Produkt denkt.

Gruß „Das Gute“

 

Juni 18

Zeitreisen

Zeitreisen sind schon immer etwas, dass die Menschen interessiert, dass eine Anziehungskraft auf sie auswirkt.  Denn es hat sich doch jeder schon mal gewünscht irgendetwas rückgängig machen zu können, oder eine Situation noch einmal zu durchleben. Aber sind Zeitreisen überhaupt möglich? Kann man irgendwann in die Vergangenheit oder sogar in die Zukunft reisen? Und wenn ja, könnte man dann etwas verändern ohne dass es Auswirkungen auf die Gegenwart hätte?

In Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ ist es mit Hilfe einer Zeitmaschine möglich, sowohl in die Vergangenheit, als auch in die Zukunft zu reisen. Und es wird gezeigt, dass zum Beispiel Veränderungen in der Vergangenheit, schreckliche Auswirkungen auf die Gegenwart haben können. Dies wird anhand des Großvater-Paradoxons deutlich. Indem geht es um einen Zeitreisenden der in der Zeit zurückreist, um seinen Großvater zu töten. Wenn er ihn tötet, bevor dieser die Großmutter kennenlernt, könnte der Großvater niemals Kinder und vor allem keine Enkelkinder haben. Das würde also heißen, dass der Zeitreisende nicht existieren würde und er somit nie den Mord an seinem Großvater begehen könnte. Es gäbe also auch keine Zeitreise. Dadurch ergeben sich logische Widersprüche. Zeitreisen in die Vergangenheit gestalten sich also eher schwierig. Aber auch dafür gibt es einige Theorien, die solchen Paradoxa entgegenwirken. Wenn man durch die Veränderung der Vergangenheit, die Gegenwart ändert, müsste das ja eigentlich heißen, dass man in die Vergangenheit reisen kann, wenn man da einfach nichts verändert. Dann könnte man dort nur beobachten, aber nicht eingreifen und die Zeitreiseparadoxa wären mehr oder weniger gelöst. Vielleicht sind diese Paradoxa aber auch ein Zeichen der Natur, die uns damit sagen will, dass es einfach nicht möglich ist in die Vergangenheit zu reisen. Reisen in die Vergangenheit, wären also, wenn sie möglich wären, recht kompliziert. Und wie ist das dann bei Reisen in die Zukunft? Sind diese genau so paradox? Oder sind sie viel einfacher zu erklären, weil die Gegenwart ja nicht von Ereignissen geändert werden kann, die in der Zukunft passieren? Man würde nämlich nur seine Zukunft ändern, nicht aber seine Gegenwart. Reisen in die Zukunft sind möglich, wie Einsteins Relativitätstheorie beweist. Allerdings müsste man dafür schneller sein als das Licht und das wird wohl nicht so einfach werden. Aber vielleicht sollte man, wenn man an Reisen in die Zukunft denkt, nicht an z.B. fliegende Autos denken. Man sollte in viel kleineren Dimensionen denken, denn dann wird deutlich, dass Reisen in die Zukunft schon stattgefunden haben. Nur eben nicht so, wie man das denkt. Man betrachte zum Beispiel einen Astronauten. Sie verbringen einige Zeit im Weltall und wie Einstein schon bewies, vergeht die Zeit für ruhenden Objekte schneller, als für die, die sich relativ zu ihr in Bewegung befinden. Ein Astronaut bewegt sich also mit zum Beispiel 27000km/h um die Erde. Dadurch ist er also weniger gealtert, als die Menschen auf der Erde- auch wenn es nur eine 48stel Sekunde war. Er ist also eine 48stel Sekunde in die Zukunft gereist. Man sieht also, dass diese Leute schon irgendwie in der Zeit gereist sind, auch wenn sie es anders tun, als wir es uns gedacht haben. Das heißt also, dass in die Zukunft reisen theoretisch möglich wäre, wenn man die technischen Mittel dafür hätte. In der Zeit rückwärts zu reisen, ist dagegen komplizierter.

Vielleicht ist es aber auch besser, dass es für das Reisen in die Vergangenheit (noch) keine Lösung gibt, denn man lernt ja auch aus seiner Vergangenheit bzw. aus den Fehlern, die man in dieser gemacht hat. Und auch wenn man sich anfangs noch wünscht, dass man zurückreisen könnte, um etwas anders zu machen, so wird man irgendwann vielleicht froh darüber sein, dass man es nicht konnte.  All unsere Handlungen machen uns zu den Menschen, die wir sind und wenn wir jetzt die Möglichkeit hätten, eine dieser Taten zu verändern, so würden wir irgendwie auch einen Teil von uns verändern. Wenn es allerdings so wäre, dass man in der Zeit zurückreisen, dort aber nichts verändern kann, würde ich das wahrscheinlich sofort tun. Und ich würde bestimmt auch in die Zukunft reisen, wenn dies irgendwann nicht mehr nur bedeutet, dass man dafür Astronaut sein muss.

Wie seht ihr das? Würdet ihr in der Zeit reisen? Und wenn ja, wohin? Eher in die Zukunft oder in die Vergangenheit?

Juni 17

Glauben und Hoffen

Viele von euch sind sicher hier im Ethikunterricht, weil sie mit den christlichen Aspekten im Religionsunterricht nichts anfangen können. Bei mir hat das etwas andere Gründe gehabt (die ich jetzt nicht ausführe), weshalb ich jetzt mal einen Blogeintrag aus meiner christlichen Sicht schreibe. Ich habe ein ganz witziges Zitat gefunden, welches für mich auch einige Wahrheiten beinhaltet:

Ein Atheist und ein Christ unterhalten sich.
Sagt der Atheist: “Ach, wie du betrogen bist, wenn es keinen Himmel gibt!”
Sagt der Christ: “Ach, wie du betrogen bist, wenn es doch die Hölle gibt.”

Ich werde Jemandem der nicht an Gott glaubt nie mit 100%er Wahrscheinlichkeit beweisen können, dass alles stimmt was ich erzählen, auch wenn ich selber eine große Gewissheit über meinen Glauben verspüre. Und ich kann auch niemandem Übelnehmen, wenn er anders denkt als ich, ich kann es höchstens schaden finden.

Was ich aber tue, um auf das Zitat zurück zu kommen, ist eine Leben voller Hoffnung auf ein gutes Ende zu führen, voller Gewissheit geliebt zu werden egal was passiert, voller Sicherheit nie alleine zu sein und so weiter und das kann mir niemand mehr nehmen, auch wenn sich am Ende herausstellten sollte, dass  alles nur ausgedacht war.

Es ist also ein gewisses Risiko auf das ich mich einlasse und das manche von euch vielleicht nicht verstehen, für mich aber ist kein anderes Leben vorstellbar.
Und ist das Risiko umgekehrt nicht viel größer? Was wenn die zweite Aussage des Zitates eintritt und man nach seinen Tod merken sollte: „Uups da war ja doch was, aber jetzt ist es zu spät.“?

Ich hoffe ihr konntet meinen Gedankengang nachvollziehen 😀 und das oben ausgeführte ist auch bei Weitem nicht der einzige Grund weshalb ich an Jesus glaube, aber ich finde es doch interessant mal darüber nach zu denken. Wie seht ihr das?

Lg Glueck

Juni 17

Religion, nur ein Konfliktauslöser?

Mit der aktuellen Situation, dass der IS, eine radikal- islamistische Organisation, eine große Bedrohung darstellt, kommt immer öfter die Frage zum tragen, ob Religion nur einen Konflikt mit sich führt und es besser ohne sie wäre.

Um das zu klären, muss zuerst klar sein was dabei zum Konflikt führt und dafür wiederum, muss geklärt werden was als Religion angesehen wird.

„Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Religion)

Das bedeutet, dass jeder voneinander abweichende Glaube insofern einer anderen Religion angehört. Da sich Menschen allerdings an vorhergehenden Traditionen orientieren werden Religionen weitervererbt, dass die verschiedenen Religionen in sich relativ einstimmig sind, sprich, dass eine Religion nicht in endlos viele Splittergruppen geteilt wird. Da es allerdings Veränderungen gibt/gab,  entstehen aus den alten Religionen neue heraus, wie zum Beispiel das Christentum, das sich auf dem Judentum aufgebaut hatte.

Daraus lässt sich schließen, dass eine andere Weltanschauung, ein anderer Glaube, sich eigentlich in eine andere Religion einordnet, egal ob sich diese Person zu einer anderen bekennt.

Ein etwas älteres Beispiel: Die alten Kreuzzüge des Mittelalters, die dem fünften Gebot der Christen widersprechen, sind so als eigentlich „nicht christlich“ einzuordnen. Wer nun schuld daran hatte, dass diese dennoch in dem christlichen Bekenntnis ausgeführt wurden ist hier die Frage. Zum einen sind da diejenigen, die als Kreuzritter auszogen, zum anderen auch das christliche Oberhaupt, dass die Legitimation gab. Die ausführenden haben geglaubt, was ihnen gesagt wurde was sie tun sollten, so wie es ihnen ihre Religion bestimmt und der Papst gab den „Befehl“ um gegen den Islam zu kämpfen, der eine Bedrohung für die Kirche darstellte.

Hieraus geht zwar hervor, dass die Religion daran „schuld“ ist, dass der Kreuzzug ausgeführt wurde, da man als „frommer Christ“ dem folgen musste, allerdings wäre es durch das fünfte Gebot, welches ein fundamentaler Teil der katholischen Kirche ist, verboten gewesen. Demnach entsteht ein Konflikt innerhalb der Religion, wobei sich die meisten Menschen oft (leider) die Legitimation heraussuchen, die für sie einen Vorteil bringt und diese dann als Religion benutzen.

Ähnlich ist das auch heute noch mit der aktuellen Lage. Da es allerdings um ein vieles komplizierter ist möchte ich nicht im Detail darauf eingehen. Um auf den Anfang zurückzugreifen, Anhänger des IS adaptierten immer mehr zu Radikalen, wobei sie sich immer noch zum Islam bekennen, wobei innerhalb des Islam dann, wie im obigen Beispiel, ebenfalls ein Konflikt entsteht. Die Auslegungen eines Glaubens, insofern sie zu Brutalität neigen, (es gibt durchaus auch positive) die so zu einer Gefahr für die Sicherheit von Leben wird ist somit die Ursache.

Da Religion eine Weltansicht ist und somit auch eine Auslegungssache, entsteht dabei normalerweise immer ein Konflikt, da wir Menschen nun einmal auf Veränderungen „geeicht“ sind und so immer Auslegungen eines Glaubens entstehen. Sei es wie oben genannt die Legitimation zu Kreuzzügen oder zu Terror-Radikalen-Organisationen usw.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass Religionen ein Konstrukt menschlicher Natur sind, ob nun eine sich als wahr behaupten sollte oder nicht. Daher ist es sehr wichtig zu klären, dass somit der Mensch, der sich zu einer Religion, bzw. einer Religions-Ausrichtung (Konfession, radikale Splittergruppen) bekennt, der eigentliche Punkt ist, an dem ein Konflikt entsteht. Wir Menschen definieren uns auch, dadurch zu sagen was wir nicht sind. Dadurch grenzt man sich von anderen Religionen ab, was was ein Konfliktfundament bietet.

Zu sagen, dass die Religion schuld ist, um es abzuschließen, ist nur die halbe Wahrheit, denn die Religionsangehörigen sind eigentlich diejenigen, zwischen denen der Konflikt entsteht aufgrund von Auslegungen des eigenen Glaubens oder aufgrund von feindseliger Einstellung zu einer anderen Gemeinschaft.

Religion hat allerdings auf der Kehrseite auch ihre guten Eigenschaften. Sie kann einem Menschen positive Orientierung geben bei der Selbstfindung. Weiterhin kann die Religion viele wichtigen Werte vermitteln, wie zum Beispiel das Recht auf Unversehrtheit oder Grundlegende Sachen, wie den anderen zu behandeln wie sich selbst. Weiterhin kann einem Religion dabei helfen seine eigene Balance zu finden und so sein seelisches Gleichgewicht zu finden. Auch kulturell sind die Religionen/ die Religionsvielfalt sehr wichtig, da so viele verschiedene kulturell wertvolle Einflüsse entstehen.

Religionen sind also, je nach dem wie mit ihr umgegangen wird entweder gut und bereichernd oder negativ und destruktiv sein, woraus ein Konflikt wachsen kann. Es häng dabei stark von den Menschen ab, die ihr angehören!

 

Juni 17

Das Unbewusste

Es geht doch jedem manchmal so, dass er morgens aufwacht und sich, sofern man sich noch daran erinnert, fragt, was man gerade eben geträumt hat. Oft genug machen Träume überhaupt keinen Sinn und sind einfach zufällige, zusammengewürfelte Ereignisse und Gedanken. Manchmal träumt man auch von irgendwelchen fremden Personen. Doch  diese sind gar nicht so fremd, wie man vielleicht denkt, denn angeblich kann man  nur von Menschen träumen, die man zuvor schon einmal gesehen hat, egal ob man sie bewusst wahrgenommen hat oder nicht. Hier stellt sich einem die Frage, wie viel unser Unterbewusstes alles aufnimmt, ohne dass wir es wissen und wie stark es uns beeinflusst, ohne dass es uns auffällt.

Das Unterbewusstsein speichert tagtäglich Informationen, auf die wir nicht bewusst zugreifen können, es läuft also sozusagen im Hintergrund unseres Bewusstseins ab und wir können nicht steuern, was es alles aufnimmt und was nicht.  Und einige dieser Informationen äußern sich dann in unseren Träumen und geben uns so einen kleinen, wenn auch unklaren Einblick in unser Unterbewusstes. Auch Freud war ein Unterstützer dieser Theorie. In Wikipedia findet sich eine allgemeine Definition zum Unterbewussten von Sigmund Freud : „[…] [D]as Unbewusste des erwachsenen Menschen [ist] ein System, das vor allem aus verdrängten oder abgewehrten Bewusstseinsinhalten wie zum Beispiel verdrängten Erlebnissen, Gefühlen oder Wünschen besteht.“ Er schließt in das Unterbewusste Triebe und Instinkte ein, also Taten, die plötzlich zu Stande kommen und teilweise durch Gefühle und Emotionen aktiviert werden.

Wir werden also unbewusst beeinflusst, durch unsere Erfahrungen und Gefühle und können das oft nicht einmal steuern. Wenn wir aus einem Instinkt oder einem Bauchgefühl heraus handeln, ist das also keineswegs eine zufällige Handlung, sondern eine, die durch frühere Erlebnisse geformt wurde.  Sie wird durch unser Unterbewusstes gesteuert und hat somit direkten Einfluss auf uns, den wir jedoch nur begrenzt kontrollieren können. Wir können uns zwar gegen dieses Bauchgefühl wehren und ihm zuwider handeln, wir können es aber nicht auf Befehl abrufen, wir haben also nur eine begrenzte Macht über es.

Allerdings kann uns unser Unterbewusstes auch vor Situationen schützen. So ist es zum Beispiel der Fall, dass wir automatisch unseren Hals und Nacken schützen, indem wir ihn mit unseren Händen abdecken oder unsere Schultern anziehen, wenn etwas auf einen drauf fällt oder in dessen unmittelbarer Nähe herunter fällt. Aber auch unsere Gefühle und somit unsere Handlungen werden davon beeinflusst. Wie oben schon erwähnt, aktivieren aber auch Emotionen und Gefühle gegenüber gewissen Situationen unser Triebe und Instinkte. So gibt es zum Beispiel einige Menschen, die sich aus Reflex wegdrehen, wenn sie Blut sehen, weil es Ekel in ihnen hervorruft. Dies ist zwar kein Schutzmechanismus in diesem Sinne, schützt uns aber davor, in Ohnmacht zu fallen oder uns zu übergeben.

Auch wenn wir nicht wissen, was unser Unbewusstes gerade speichert und wahrnimmt, und obwohl wir dies nicht steuern können, so können wir doch sagen, dass es uns irgendwann höchstwahrscheinlich zu Gute kommt. Denn das Bewusste und das Unbewusste bauen in gewisser Weise aufeinander auf und beeinflussen sich gegenseitig. Manche bewussten Handlungen werden von unbewussten Emotionen gesteuert und schützen uns, oder zeigen uns durch unser Bauchgefühl, was momentan die bessere Handlung ist.  Obwohl das Unbewusste für uns also nicht greifbar ist, es eher als dunkle Wolke angesehen werden kann, so können wir uns doch in jedem Fall darauf verlassen und ihm vertrauen, was uns unsere natürlichen Reflexe und Instinkte beinahe täglich zeigen und beweisen.

Juni 13

Verletzt die Ausstellung „Körperwelten“ die Menschenwürde?

Für alle die nicht genau wissen, worum es in der Ausstellung „Körperwelten“ geht, hier eine kurze Erklärung:

Alle anatomischen Präparate, die in den KÖRPERWELTEN Ausstellungen gezeigt werden, sind echt. Sie stammen von Menschen, die zu Lebzeiten darüber verfügt haben, dass ihr Körper nach dem Ableben zur Ausbildung von Ärzten und der Aufklärung von Laien zur Verfügung stehen soll. Viele Spender betonen, dass sie auf diese Weise nach ihrem Tod noch anderen Menschen von Nutzen sein können. Durch ihre selbstlose Körperspende ermöglichen sie uns einzigartige Einblicke in den menschlichen Körper, wie sie bislang allenfalls Ärzten vorbehalten waren.

Das heißt also, dass Menschen ihre Einwilligung dafür geben, nach ihrem Tod Ärzten zu dienen oder eben in solch einer Ausstellung ausgestellt zu werden. Alles in allem wird in der Ausstellung „Körperwelten“ ein Einblick in die tatsächliche Anatomie des menschlichen Körpers gewährt. Die Ausstellung Gunther von Hagens ist sehr umstritten, vor allem im Bezug auf die menschliche Würde.

Ein Punkt, der gegen die Verletzung der Menschenwürde spricht, ist der Fakt, dass die Menschen noch vor ihrem Ableben ihre Einwilligung dafür abgeben, ausgestellt zu werden. Sie hatten also freie Bestimmung über ihren eigenen Körper, was ein wesentlicher Bestandteil der Menschenwürde ist. Die Plastinate der Ausstellung entstammen alle aus einem einzigartigen Köperspendeprogramm mit mehr als 13000 Freiwilligen, die ihren Körper für die Ausbildung von Ärzten und Aufklärung von Laien zur Verfügung gestellt haben. Sie haben also selbst über ihren Körper bestimmt und dazu eingewilligt, dass er nach dem Tod zu solchen Zwecken verwendet werden darf. Da diese Entscheidung von ihnen selbst und nicht von anderen getroffen wurde, wurden sie in ihrer Menschenwürde nicht verletzt.

Ein weiteres Argument, welches ich als sehr wichtig ansehe, ist, dass die Ausstellung einen Aufklärenden und bildenden Wert hat, da sie einen spannenden Einblick in unser inneres, unsere Organfunktionen und vieles mehr gibt und so vielleicht auch den einen oder anderen dazu bringen kann, seinen Körper mehr zu beachten und die Komplexität wertzuschätzen. Die Körper dienen der Aufklärung und der Bildung und werden mit Respekt behandelt. So gibt es zum Beispiel die Ausstellung „Körperwelten- eine Herzenssache“, um auf die hohe Anzahl der Menschen, welche unter Bluthochdruck und den Folgen leiden, aufmerksam zu machen und die Menschen dazu anzuregen, herzbewusster und gesünder zu leben.

Der letzte Punkt, der gegen die Verletzung der Menschenwürde dieser Ausstellung spricht ist die Beurteilung der ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Ausstellung. So werden zum Beispiel keine lebensunfähigen Föten in der Ausstellung gezeigt, da dies ethisch nicht vertretbar wäre.

Abschließend kann ich für mich sagen, dass die Ausstellung „Köperwelten“ aufgrund der oben genannten Punkte die Menschenwürde nicht verletzt. Die Ausstellung besitzt einen hohen Wert der Bildung und Aufklärung und gibt allen Besuchern einen wohl einmaligen Einblick in unser Inneres und wenn es den einen oder anderen zum Nachdenken oder gar Umdenken im eigenen Lebensstil bewegen kann, ist es doch eine sehr hilfreiche Sache. Ob man eine solche Ausstellung nun sehenswert findet und sie besuchen möchte ist jedem selbst überlassen, aber eine Verletzung der Menschenwürde muss man hier nicht fürchten.

Juni 12

Muss nur noch kurz die Welt retten‘

Ist es sinnlos, als einzelner Mensch versuchen zu wollen, etwas an der jetzigen Situation der Welt zu verbessern?

In Angesicht der heutigen Situation der Welt – die geprägt ist vom zunehmenden Egoismus, von Machtgier, von terroristischen Anschlägen, der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel und der großen Armut in den Entwicklungsländern – stellen sich viele Menschen die Frage, ob sie etwas daran ändern und verbessern könnten.
Aber viele geben auf, sie denken: „Was kann ich als Einzelner in der großen Welt schon bewegen?“

Viele Menschen sehen es auch als eine bequeme Ausrede, um ihr Gewissen mit den Gedanken zu beruhigen, dass sie ohnehin nichts an der Situation hätten ändern können. Doch gerade diese Denkweise führt dazu, dass sich so wenig zum Besseren hin verändert.

Auch wenn man nur ein Einzelner ist, durch sein Handeln könnte man andere dazu motivieren, sich ebenfalls Gedanken darüber zu machen, wie sie etwas verändern können und dann ist man ja nicht mehr allein. Und viele Einzelne zusammen können sehr wohl etwas bewirken.

Zum Beispiel fängt jemand an, eine Glasflasche anstatt einer Plastikflasche mit in die Schule zu nehmen. Dadurch könnten die Mitschüler animiert werden, sich über ihren Plastikverbrauch Gedanken zu machen und manch einer beginnt dann möglicherweise, ebenfalls weniger Plastikflaschen zu verwenden.

Und wenn wirklich jeder so denken würde, dann würde sich gar nichts verbessern. Außerdem ist es besser, auch einen klitzekleinen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten als gar keinen. Wenn viele zu einem kleinen Teil dazu beitragen, die Welt zu verändern, wird daraus auch ein größerer Teil. Es ist also niemals sinnlos, sich zu bemühen, die Welt ein kleines Stückchen zu verbessern und jeder kann seinen Teil dazu beitragen, jeder einzelne zählt.

Das folgende Zitat von Mutter Theresa fasst das nochmals zusammen:

„We ourselves feel that what we are doing is just a drop in the ocean. But the ocean would be less because of that missing drop.“

Zudem kann man sein Gewissen beruhigen, wenn man weiß, dass man z.B. heute einen kleinen Teil zu einer Veränderung in der Welt beigetragen hat. Und wenn man am Ende seines Lebens angekommen ist, will man ja auch mit Stolz behaupten können, dass man die Welt ein bisschen besser zurücklässt als sie es war, bevor man geboren wurde.

Meiner Meinung nach sollte jeder sich zuerst der Probleme in der Welt bewusst werden und sich dann für sich überlegen, was man selbst zu deren Lösung beitragen kann. Und wenn es nur kleine Sachen sind, z.B. Stofftragetaschen zum Einkaufen mitzunehmen anstatt die Plastiktüten des entsprechenden Ladens zu nehmen, es zählt meiner Meinung nach jede Bemühung, auch wenn die Auswirkungen dieses Handelns nicht sofort sichtbar sein werden, es ist auf keinen Fall sinnlos. Und natürlich ist es logisch, dass man zum Beispiel gegen die Terror-Anschläge nicht viel unternehmen kann, aber es gibt viele andere Probleme, zu deren Lösung man beitragen kann.

„Be the change that you wish to see in the world.”

Mahatma Gandhi