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November 17

Zusammenfassung der Doppelstunde am 17.11, Thema: Aristoteles‘ nikomachische Ethik und Tugendlehre, verfasst von bingobongo

In der Doppelstunde  von 11:25 bis 13:00 Uhr  am Freitag, den 17.11.2017 im Gymnasium Gerabronn war der Kurs der K1 bis auf eine Person vollständig anwesend. Zusätzlich war auch noch der Sohn von Frau Schütze anwesend, der uns tatkräftig unterstützte. Das Thema dieser Sitzung war Aristoteles‘ Tugendlehre und nikomachische Ethik.

Zu beginn der Stunde reflektierten wir noch einmal die Erkenntnisse der vorherigen Sitzung.  Dabei ging es um Aristoteles‘ grundlegende Unterscheidungen der Lebensformen: Das Leben des Genusses, das Leben des Politikers und das Leben des Philosophen. Zusätzlich sprachen wir auch noch einmal Aristoteles‘ Vorstellungen von Glück haben und glücklich sein an.

Um das Thema der Letzten Stunde wieder aufzugreifen, lasen wir einen Text über Aristoteles‘ Tugendlehre. Aus diesem Text ging hervor, dass jeder Mensch nur handelt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Ziele, die die Menschen in ihren Handlungen verfolgen, verweisen wiederum auf höhere Ziele, welche dann auch wieder auf höhere Ziele verweisen. Diese Kette kann man immer weiter fortführen, ohne dass am Ende ein bestimmtes Ziel stehen würde, womit unser Handeln komplett sinnlos wäre. Der Mensch strebt aber in all seinem Handeln nach etwas Besserem. Jemand, der zum Beispiel Sport betreibt, tut dies lediglich um ein Ziel zu erreichen, wie zum Beispiel fit zu sein oder zumindest so auszusehen. Jeder Mensch möchte also mit seinem Handeln ein bestimmtes Ziel erreichen, das dann für diesen Menschen Glück bedeutet. Somit ist das Handeln der Menschen nicht wie zuvor erwähnt sinnlos, denn jeder Mensch hat ein Endziel, das Glück.

Dann befassten wir uns mit der Mesotes-Lehre des Aristoteles (gr. méson = das Mittlere). Nach Aristoteles ist die Tugend eine feste Haltung einer Person, eine Charaktereigenschaft. Der Mensch definiert sich durch sein Handeln. Aber wie soll man handeln? Nach Aristoteles Mesotes-Lehre ist das richtige Handeln eines Menschen das Mittlere, nicht zu verwechseln mit dem Mittelmäßigen. Um ein Leben der Tugend leben zu können muss man eine Balance zwischen zwei Gegensätzen finden, also das Mittlere, zum Beispiel die Tapferkeit: die Tapferkeit bildet die Mitte oder eine Balance zwischen den Gegensätzen „Tollkühnheit“ und „Feigheit“, wobei das eine ein „zu viel“ und das andere ein „zu wenig“ darstellt. Feigheit ist ebenso nicht tugendhaft wie Tollkühnheit, denn ein tollkühner Mensch bringt sich eher unnötig in Gefahr, denn ihm fehlt die Angst vor manchen Gefahren. Während ein feiger Mensch sich zwar niemals freiwillig in Gefahr bringen würde, aber auch nie etwas wagen würde. Das ist auch schlecht, denn „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“. Tapferkeit stellt hier eine Mitte, ein Gleichgewicht dieser beiden Gegensätze dar.                            Weitere Beispiele dieser Mittelwege zwischen zwei Gegensätzen wurden an der Tafel aufgelistet (siehe unten).

Um uns selbst diese Zusammenhänge noch weiter zu verdeutlichen, teilte Frau Schütze ein Buch. Daraus lasen wir einen Textabschnitt aus Aristoteles‘ nikomachischer Ethik. Mithilfe des Textes wurde uns dann klar, dass ein tugendhafter Mensch sich selbst entscheidet, moralisch zu handeln, um sein Ziel zu erreichen. Er entscheidet sich außerdem zum tugendhaften Handeln, nämlich der Mitte zwischen zwei Gegensätzen.

Wir sollten uns zum Abschluss mit dem angeeigneten Wissen überlegen, welche tugendhaften Charaktereigenschaften heute wichtig sind oder wichtig sein könnten. Weitere Beispiele wurden an der Tafel aufgelistet (siehe unten) und unter den Schülern diskutiert. Es stellte sich heraus, dass es relativ schwierig ist, eine genaue Mitte zwischen zwei Gegensätzen zu treffen, da das anscheinend tugendhafte Verhalten meist selbst zu einem Extrem tendiert und es somit sehr schwierig, eher unmöglich ist, die genaue Mitte zwischen zwei Gegensätzen zu treffen.

 

MfG

bingobongo

Tafelaufschrieb: Beispiele für tugendhaftes Verhalten; Mesotes-Lehre

 

 

Januar 26

Protokoll 13/12/2013 Aristoteles

Gymnasium Gerabronn; Ethikkurs K1; Protokoll vom 13. Dezember 2013 von 9:40-11:15 Uhr;
Thema: Aristoteles
Protokollantin: uschilii am 23.12.2013
Anwesenheit: 12 von 12 Schülern und Schülerinnen + Frau Schütze

Überblick:
1) Organisatorisches
2) „Was ist das?“
3) Aristoteles – Leben und Werk
4) Tugenden

1) Organisatorisches
Frau Schütze gab die Klausur zurück. Der Schnitt betrug 10.9 NP. Der Erwartungshorizont ist im Webblog zu finden.
Frau Schütze wies erneut auf die bis zum 04.01.2014 (spätestens!) zu veröffentlichenden Blogkommentaren bzw. dem eigenen Blogbeitrag hin.

2) Was ist das?
Es wurde ein Gegenstand reihum gegeben und jeder sollte ihn mit einem Wort beschreiben. Es fielen Eigenschaften wie bspw. die Farbe (grün) oder subjektive Eigenschaften wie hässlich. Anschließend bekamen wir eine Tabelle mit zehn allgemeinen Eigenschaften (siehe Anhang), mithilfe welcher wir beliebige Gegenstände aus dem Klassenzimmer beschreiben sollten, die anschließend unsere Klassenkameraden versuchten zu erraten (1 Bsp. befindet sich im Anhang). Zwar wurden die meisten Gegenstände erraten, allerdings kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Beschriebene bereits bekannt und definiert sein müsse. Außerdem können nur Gegenstände im Allgemeinen auf diese Weise nach Aristoteles beschrieben werden, da kleine Unterschiede nicht beachtet werden.

3) Aristoteles – Leben und Werk
Nun schauten wir uns Aristoteles genauer an. Er war Begründer der Theorie, mithilfe zehn Eigenschaften, Dinge beschreiben zu können. Wir hörten einen Podcast über sein Leben und sein Werk, dessen genaueren Inhalt auf dem Arbeitsblatt im Anhang zu finden ist.

4) Tugenden
Als letztes befassten wir uns mit Tugenden. Nach Aristoteles‘ Tugendlehre ist die die Ausübung von Tugenden Glück. Gebraucht der Mensch seine Vernunft, so wird er moralisch richtig und Gemäß der Natur handeln.
Der Mensch ist aber abgesehen vom Vernunftwesen auch ein Sinneswesen. Dies ist in der Unterscheidung zwischen Dianoetischen Tugenden und Ethischen bzw. Charaktertugenden gut erkennbar.
Im Anhang befindet sich eine ausführliche Tabelle und der komplette Tafelanschrieb zum Thema Tugenden.
Für das Streben nach Glück sind folglich zwei Dinge vor allem nötig: Weisheit und Klugheit. Wobei Klugheit das handlungsleitende Wissen für die Ausübung ethischer Tugenden als richtige Einstellung und Ziele bietet.
Um besser mit Tugenden umgehen zu können suchten wir uns Begriffe die wir als die „Mitte“ einordnen können. Die Mitte muss abhängig von der Situation und der Person angepasst werden. Wir unterschieden zwischen Tugenden die früher und heute eine wichtige Rolle spielten bzw. spielen und suchten dazu passende Begriffe, die jeweils das Übermaß und den Mangel beschrieben. Im Anhang befindet sich eine Tabelle mit einigen ausgewählten Beispielen dazu.

Anhang:

Tugenden

aristoteles

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Dezember 4

Das Wesen des Glückes nach Aristoteles (27.11.2013)

Schule            Gymnasium Gerabronn

Kurs                Ethikkurs K1a/b, 27.November 2013 (9:40Uhr – 11:15Uhr)

Thema                        “Glück”

Protokollant    ChibiMikuuu, 3.Dezember 2013

Anzahl der      vollständig (11/11)

Anwesenden

Ablauf          

  1.) Glück haben / glücklich sein?

2.) Das Wesen des Glücks

3.) Lebensformen die glücklich machen

4.) …wirklich?

X.]       Organisatorisches (Erinnerung an die Arbeit)

1.]        Glück haben / glücklich sein?

Zu Beginn haben wir uns über die Unterschiede zwischen dem Glück haben und glücklich sein unterschieden und in eine Tabelle gefasst. Diese sieht wie folgt aus:

Glück haben

glücklich sein

kurzzeitig

Kann sowohl kurz- als auch langfristig sein

Oft materiell

Meist immateriell

Unvorhersehbar, launisch

(bedingt) planbar, beeinflussbar

Ohne eigenes zutun

Lebensziel: zentraler, menschlicher Wert

Mehr als einem eigentlich zusteht

(bedingt) abhängig

Von äußeren Umständen/ Menschen abhängig

Hat mit Balance, Vollständigkeit, rechtem Maß zu tun

Subjektiv (teilweise objektiv)

Eher subjektiv

Dadurch kamen wir zu folgendem Ergebnis:

Glück haben: -> bedeutet durch einen Zufall begünstigt zu sein

glücklich sein: -> Gefühl/ Zustand in dem sich eine Person befindet

2.]        Das Wesen des Glücks

(Quelle:  Nikomachische Ethik, 1. Buch 1,2)

Grundlegende Unterscheidung:

Als 2. Punkt haben wir einen Ausschnitt aus dem oben genannten Werk analysiert. Das Ergebnis wurde in dieses Schaubild zusammengefasst:

aristoteles1

Sind die Ziele nun einem bestimmten Bereich untergeordnet so wird der

Zweck einer Handlung           zum     Mittel vom nächsthöheren Zweck.

Beispiel:

 aristoteles23.]        Lebensformen des Glücks

Im Anschluss haben wir unterschiedliche Lebensformen betrachtet die glücklich machen (könnten) und positive/negative Aspekte derer aus einem Text herausgearbeitet. (S. Tabelle)

Leben des Genusses

(auf Gelderwerb ausgerichtet)

Leben im Dienste des Staates

(Politiker)

Leben als Hingabe an die Philosophie

(Philosoph)

– Reichtum ist ein Nutzwert, kein Ziel

+ ehrvolles Leben bei dem das eigene Glück dem des Staats untergeordnet ist

(aufgrund von fehlendem Text über das Leben des Philosophen: keine Angabe) –> später 🙂

– gezwungen, da man sich auf das Anhäufen von Geld konzentrieren muss

! Jedoch: – Ehre gilt eher dem Spender (Staat) als dem Empfänger (Politiker)

+ scheinbares Recht durch den “Kauf” von Glück

(z.B. Kauf von Freunden)

+ Leben für die Gemeinschaft

4.]        …Wirklich?

Zu guter letzt haben wir einige Gründe aufgezählt weshalb der Mensch im allgemeinen niemals komplett glücklich sein könnte:

Egoismus                   Auch wenn man bereits glücklich ist, strebt man danach glücklicher zu sein

Dauer                         Es gibt kein dauerhaftes Glück. Das liegt daran, dass selbst das größte Glück der Welt durch einige Missetaten und  unglückliche Momente getrübt werden können.

Etc.

Januar 7

Luzides Träumen – Bin ich wach?

„Eins, ich träume, zwei, ich träume, drei, ich träume, vier, ich Träume (…) 100, ich träume“

Ich fand mich in einer Wüste wieder, an einer Oase, und spürte den heißen Sand unter den Füßen und den warmen Wind der mir durchs Gesicht wehte. Ich nahm das beruhigende Rascheln der Palmenblätter bewusst war und verspürte eine Gelassenheit, die ich selten kannte. Als ich in die Luft sprang und mich drehte veränderte sich die Szenerie und ich befand mich auf einem schneebedeckten Berg, in Shorts und T-Shirt, ohne dabei unangenehme Kälte zu verspüren. Es wurde alles unscharf bis alles verschwamm und ich aufwachte.

So in etwa kann man sich meinen ersten Traum vorstellen, den ich vor 2 Jahren bewusst wahrgenommen habe. Ich habe luzid geträumt. Doch um was handelt es sich beim luziden Träumen und was kann man durch das Abtauchen in selbstkreirte Welten erreichen?

Ein luzider Traum / Klartraum ist ein Traum, in welchem der Träumer sich darüber im Klaren ist zu träumen.  „Klarträume sind solche Träume, in denen man völlige Klarheit darüber besitzt, daß man träumt und nach eigenem Entschluß handeln kann.“, so die Definition von  Paul Tholey, dem bedeutendsten deutschen Klartraumforscher.

Die Fähigkeit, Klarträume zu erleben, haben vermutlich alle von uns , und man kann lernen, diese Träume gezielt herbeizuführen.

 

Vielen ist vermutlich der Film „Matrix“ bekannt und die Szenen, in denen Neo die unglaublichsten Sachen zustande bringen konnte. So verhält es sich auch bei Klarträumern, erfahrene Träumer sind in der Lage ihre Traumwelt nach Belieben zu gestalten und auch physikalische Gesetze spielen dabei keine Rolle.

Denjenigen, denen Klarträumen zum ersten Mal ein Begriff ist, mag das alles bisher genannte als esoterischer Humbug erscheinen, jedoch wurde luzides Träumen seid den siebziger Jahren wissenschaftlich untermauert. Mithilfe von Versuchen ließ sich die Existenz von luziden Träumen anhand von willkürlichen Augenbewegungen der Träumer nachweisen.

Luzides Träumen wird von manchen Sportlern dazu verwendet, um ihre Techniken zu verbessern und bestimmte Bewegungsabläufe noch bessr einzuprägen. Ich habe das luzide Träumen oft dazu verwendet meine Ängste zu überwinden und meine Selbstwahrnehmung und damit mein Selbstbewusstein zu stärken, in dem ich mich extra in für mich unangenehme Situationen währen des Träumen begeben habe, um diese Konfrontationen vertrauter zu machen und damit zu trainieren. Man kann luzides für die Erweiterung seiner Kreativität nutzen, so ist bekannt, dass die Werke vieler Künstler durch deren Klarträume inspiriert wurden. So zum Beispiel Salvador Dali, viele seiner Werke sind Traumbilder. Selbst Albert Einstein soll durch luzides Träumen auf die Relativitätstheorie gestoßen sein.

Umso erstaunlicher stellt sich mir die Frage: wieso luzides Träumen trotzdem heutzutage noch so unbekannt ist. Aristoteles war der erste, der das Phänomen des Klartraums beschrieben hat und für alle Naturvölker ist das Klarträumen tief in deren Kulturen verankert und oft messen sie diesen Träumen mehr Bedeutung bei als der realen Welt. Luzides Träumen ist somit keine neue Erfindung und wird bereits seit tausenden Jahren bewusst praktiziert. Liegt es daran, dass die meisten Menschen der westlichen Welt heutzutage Träumen keinerlei besondere Bedeutung beimessen? Dass wir uns selbst immer fremder werden? Denn luzides Träumen und Träume im allgemeinen sind unter anderem der beste Weg sich wirklich Kennenzulernen und Kontakt mit dem Unterbewusstsein herzustellen.

Wie seht ihr das?

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum

http://www.perfect-lifestyle.net/mental-training/luzides-traeumen-klartraum

 

 

 

 

 

Januar 7

Mythen-Geschichten, die uns fesseln

Mythen begegnen uns eigentlich überall, ob am Silvesterabend, an dem man sich neue Vorsätze setzt oder in der Schule, wie z.B. im Lateinunterricht. Nur was bedeutet das Wort „Mythos“ eigentlich?

Zunächst einmal bedeutet die altgriechische Vokabel Mythos nicht mehr als Erzählung, auch wenn der Mythos schon für antike Denker wie Platon, Hesiod und Aristoteles, mehr war als eine beliebige Erzählung. Wichtig aber ist, festzuhalten, dass Mythos von erzählerischem Charakter ist. Ein Mythos ist und war immer schon eine Erzählung, die mittels symbolischer Begrifflichkeit die Welt in ihrer materiellen vor allem aber auch spirituellen Verfasstheit, „als ganze und in ihrer Ganzheit“ (Frenschkowski 2006, 241) zu erklären versuchte. In Prähistorie und Antike war der Mythos ein Mittel zur symbolisch vermittelten Welterklärung, der von fabelhaften und magischen Dingen in vergangenen Zeiten oder außerhalb der realen Welt berichtete. Er hatte den Anspruch, den metaphysischen Überbau der Realität zu erklären und die Menschen einerseits durch die Erzählung in das größere Ganze des materiellen wie des spirituellen Kosmos einzubetten und sie andererseits durch den metaphysischen Verweis mit ihrer beschränkten Lebenssituation (der Erfahrung von Leid, Begrenztheit, Wandel, Tod) zu versöhnen.

http://polyoinos.net/Phantastik/mythos.html

Ein Mythos ist also eine Erzählung, die sich mit Dingen beschäftigt, die viel komplexer sind als wir. Aber indem diese Dinge uns so bildlich veranschaulicht werden, können wir versuchen, sie zu verstehen und somit einen Teil von dem erfassen, der eventuell viel größer ist, als wir. So wie es z.B. in den griechischen Sagen gemacht wird.  Es gibt unheimlich viele Geschichten über die griechischen Götter, über deren Kinder, oder über die Helden der Griechen. In diesen Geschichten wird die Beziehung der Menschen zu den Göttern und die Rolle der Götter bildlich dargestellt. Die Menschen begreifen und begriffen so leichter, dass es noch mehr zu geben schien, außer ihnen und dass dieses „Mehr“ vielleicht schwerer zu verstehen ist. Außerdem gaben und geben diese Mythen den Menschen eventuell auch eine Art Richtung vor, von dem was z.B. gut und böse oder richtig und falsch ist. Oder sie zeigten eine Art Vorbild, an dem man sich orientieren konnte. So konnten die Menschen sich besser in der Welt zurechtfinden und begannen, sie zu verstehen. Durch diese Erzählungen wurden die Menschen mit den Göttern verbunden, mit dem Kosmos, eben mit allem, was es außer ihnen noch gab. In vielen Mythen und Sagen spiegeln sich außerdem die Werte der Menschen wieder.                                        Weiterhin ließen sich so, vielleicht gerade bei den Griechen, unerklärlich Ereignisse erklären und man bekam Gewissheit, über die Dinge, die man zuvor nicht verstanden hatte. Die Menschen konnte durch diese Erzählungen begreifen, wie die Welt, wie der Himmel und die Erde entstanden. Eben Dinge, für die sie keine Erklärung gehabt haben, die aber nun begreiflich wurden. Die Welt gab es, weil die Götter sie erschaffen hatten.

Nun gibt es natürlich nicht nur die griechische Mythologie, sondern auch die römische oder die keltische. Wie nämlich zur Römerzeit jeder die Geschichten von Aeneas und der Gründung Roms kannte, so kannte zur Zeit der Kelten wohl jeder die Geschichten, die sich um Merlin und König Artus rankten. Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben und irgendwann aufgeschrieben, sodass wir auch heute noch von diesen Sagen profitieren können. Doch wieso interessieren sich immer noch so viele Menschen für Mythen aus der Vergangenheit und wie kommt es, dass immer wieder neue, mythische Dinge auftreten oder geschehen, die weder zu belegen, noch zu erklären sind?                                                           Nun ja Mythen waren dazu da, um uns die Komplexität der Welt ein bisschen besser begreifen zu lassen. Heute lassen wir uns vielleicht einfach davon mitreißen, weil die Vergangenheit gerade spannender scheint, als die Gegenwart. Wir interessieren uns also für das „Geheimnisvolle“, weil es etwas ist, das nicht ganz so ernst, nicht ganz so trist scheint, wie die Situation, in der wir uns gerade befinden. Es ist nicht ganz so rational und logisch, wie alles andere in unserer so modernen Welt. Es lässt uns sehen, wie die Menschen die Welt damals wahrnahmen, wie sie sie damals verstanden und wie unsere Kultur geprägt wurde. Man kann sich außerdem in andere Welten flüchten, zum Beispiel in die bereits vergangenen, die von große Helden und guten Taten, von riesigen Drachen und weiten Landen erzählen.

Nun gibt es aber heutzutage immer noch Legenden, die nicht zu beweisen sind. Wie zum Beispiel die von „Big Foot“ oder „Loch Ness“. Nur, warum begeistern sich Menschen für diese „modernen“ Mythen? Vielleicht weil es in der heutigen, so ernsten Welt, einfach „erfrischend“ ist, an etwas zu glauben, von dem nicht sicher ist, ob es überhaupt existiert. Und weil diese Ungewissheit schon irgendwas hat, das einen in ihren Bann zieht. Es klingt ja schon irgendwie spannend, einfach aufzubrechen und etwas zu suchen, von dem man nur Legenden gehört hat. Solange man dabei nicht verrückt wird und sich nur dieser einen Sache aufopfert. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht mit Leidenschaft dabei sein kann oder sollte, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es noch andere wichtige Dinge im Leben gibt.

Mythen sind also etwas, das sich nicht, so wie fast alles andere heutzutage, logisch erklären lässt. Und das ist es wohl, was sie so spannend macht. Sie sind ein kleines Stück Magie, etwas das uns faszinierend und irgendwie anzieht. Wir können also entweder daran glauben, oder eben nicht, denn wie viel Wahrheit in den Mythen steckt, werden wir wohl nie herausfinden.

 

Was denkt ihr von Mythen? Glaubt ihr an „Big Foot“ oder an „Nessi“?

 

 

Quellen:

http://www.mythentor.de/griechen/anfang.htm

http://polyoinos.net/Phantastik/mythos.html

November 30

Protokoll zum Ethik Unterricht am 24.11.2017

Außer zwei Leuten sind alle da.

Übersicht

  1. Die menschliche Seele
  2. Eigenschaften eines Dings
  3. Kreuzworträtsel über Aristoteles

1. Die menschliche Seele.

Wenn es nach Aristoteles geht, besteht die menschliche Seele aus zwei Teilen, dem irrationalen, vegetativen  Teil, und dem rationalen Teil.  Aristoteles meint, dass nur der rationale Teil Tugenden ausbildet, welche die Verstandestugenden ( dianoethischen Tugenden ) sind.

Es gibt aber auch Charaktertugenden ( ethischen Tugenden ), die unser Individuum ausmachen. Sie streben die Beherrschung unserer  Triebe und Gefühle durch die Vernunft an, deshalb werden diese als Strebevermögen dargestellt.

Wie erlangen wir die Tugenden ?

Wir sollen üben. Die Übung besteht in Tat und Lehre. Die dianoethischen Tugenden sollen gelehrt werden, die ethischen Tugenden sollen durch die Tat in die beiden Seelenteile übergehen. Wir haben uns zum Beispiel die Frage gestellt, ob gerechtes Handeln dazu führt, dass man gerecht wird? Wir kamen zu keinem Schluss. Es kam aber auch das Beisiel vom Geige spielen, wobei die Verstandestugend ist spielen zu können und die Charaktertugend  das Streben nach dem besser werden ist. Das Beispiel zeigt auch das manche Tugenden angeboren sind, aber entwickelt werden müssen.

 

 2. Beschreibung eines Gegenstandes

Aristoteles stellt 10 Fragen an ein Gegenstand, um ihn beschreiben zu können.

3.  Kreuzworträtsel über Aristoteles

(aufgrund Zeitmangels konnte das Kreuzworträtsel nicht vollständig besprochen werden)

Zur eigenen Lösungsfindung bitte auf den Link zum Podcast klicken

www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/aristoteles-philosophie-denker-100.html

 

 

 

November 10

Zusammenfassung der Stunde vom 10.11 der K1, verfasst von Karthasis

Zusammenfassung der Stunde vom 10.11 der K1, verfasst von Karthasis

1. Abstimmung über die Nutzung des Hefts während der ersten Klausur.
Ergebiniss: Einstimmig für die Nutzung des Hefts.

2. Glücklich sein vs Glück haben
Im Podium haben wir die Unterschiede zwischen dem Ereignis des Glück-habens, wie zum Beispiel beim Lottogewinn, und der lang zeitigen Erfüllung von Zielen und Wünschen als subjektive Wahrnehmung von Glück.

3. Aristoteles: Was ist Glück?
In Einzelarbeit haben wir nach dem Lesen eines Textes im Buch (s. 94 M1/a1,2,6) erarbeitet, wie Aristoteles Glück verstand. Er definiert dieses als Endziele aller Tätigkeiten, die ein Mensch macht. Dabei kann die Tätigkeit selbst (Praxis), aber auch das Ergebnis der Tätigkeit glückbringend sein (Poesis), allerdings auch die Summe vieler Tätigkeitsreihen mit einem vorher festgelegtem Ziel (Telos).

4. Lebensformen
Aristoteles hat desweiteren verschiedene Formen der Art wie Menschen Leben um ihr individuelles Glück zu finden, beschrieben. Er differenziert hierbei zwischen dem Leben des Genusses, dem des Politikers, und jenem des Philosophen. Gemeinsam haben wir Aristoteles Wertung der Einzelnen Lebensformen erarbeitet, und dabei herausgefunden, dass das Leben des Genusses, also desjenigen, der nur für die marteriellen Vorzüge Tätigkeit ergreift, nach Aristoteles am niedersten ist, da er sich komplett seinen animalischen Trieben nach immer mehr hingibt. Das wird von dem leben des Politikers gefolgt, der sein Glück in der Bestätigung seiner Ehre durch andere Findet. Diese Tätigkeit ist egozentrisch, hat aber sehr positive Nebenwirkungen, weil eine funktionierende Gesellschaft entsteht, Am höchsten wird das Leben des Philosophen gewertet, weil dieser Glück in sich selbst beziehungweise im Wissen und im Wesen des Glücks finden möchte. Ein Schüler wollte das Leben des Gläubigen als eine Lebensform ergänzen, da dieser das Glück von seinem Glauben zieht. Nach einer hitzigen Diskussion über den Stichgehalt dieser Lebensform wurde die Stunde durch den Gong beendet.

Das war die Stunde des 10.11, gehalten Von Frau Schütze
MFG Karthasis

Januar 15

GFS-Themen

Lieber Ethik-Kurs,

nach einigem Suchen auf meinem Computer sind mir noch ein paar mögliche Gfs-Themen zu Gesicht gekommen:

  • „Geschlossene Gesellschaft“ – Freiheit in Literatur und Philosophie bei Jean-Paul Sartre
  • Ist Sartres Konzept von Freiheit noch aktuell?
  • Wie lassen sich Menschenrechte begründen?
  • Ist Selbsttötung ethisch gerechtfertigt? oder Suizid – Todsünde oder Ausdruck menschlicher Freiheit?
  • Religionskritik, wahlweise von Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Sigmund Freud
  • Gibt es eine besondere Verantwortung von Wissenschaftlern für ihre Entdeckungen? (an Beispielen festmachen: z.B. atomare Kernspaltung, Klonen)
  • Die (moralische) Verantwortung der Medien, z..B. bei einem Amoklauf
  • Organspende – ein ethisches Gebot?
  • Umgang mit Menschenrechtsverletzungen
  • Darf der Staat Foltern um an lebenswichtige Informationen zu kommen?
  • Gibt es einen gerechten Krieg?
  • Chancen und Grenzen des Projekt Weltethos
  • „Ethik ist wichtiger als Religion“ – der Ansatz einer säkularen Ethik des Dalai Lama
  • „einfach nur die Welt retten“ – der effektive Altruismus von Peter Singer
  • Die Welt auf der Zunge – Zusammenhang von Sprache und Denken (HL 5/17)
  • Muss ich arbeiten oder darf ich träumen? (HL 4/2017)
  • moderne vs. antike Glückstheorien
  • der künstliche Mensch – ein Angriff auf die menschliche Würde?
  • Wie konnte Gott Auschwitz zulassen? (Theodizee-Problem)
  • Kann man sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen?
  • Stärkt Religion die Motivation zur Moral?
  • Läßt sich die Todesstrafe ethisch rechtfertigen?
  • Epikur und die moderne Spaßgesellschaft – eine ethische Reflexion
  • Die Philosophenschule der Stoa
  • Brauchen wie einen internationalen Verhaltenskodex für Wissenschaftler?
  • Freiheit und Determination im Koran
  • Kreationismus / Intelligent Design – eine rationale Alternative zur Evolutionsbiologie?
  • Was spricht gegen das Klonen von Menschen?
  • Gibt es ein Grundrecht auf Datenschutz?
  • Freiheit vs. Sicherheit (Vorratsdatenspeicherung, etc.)
  • Verhaltenskodex für Journalisten?
  • Kann man sich als Verbraucher mehr oder weniger ethisch verhalten?
  • Doping und die Moral im Sport
  • östliche Spiritualität – attraktiv für den Westen?
  • Ackermann, Lidl & Co.: Kann Wirtschaftsethik trotz Gewinnstrebens ein Maßstab für eine gute Firmenpolitik sein?
  • Welche Berechtigung hat Religion in einer säkularen Gesellschaft?
  • Glück als Staatsziel – Bhutan und Aristoteles

Übrigens lassen sich daraus auch schöne Präsentationsprüfungsthemen formulieren … auch anders herum: aus den Präsentationsprüfungsthemen lassen sich schöne GFS-Themen machen.

Bitte lasst euch von den Themen der Hohen Luft und des Philosophie-Magazins hinten im Regal inspirieren. Viele Themen eignen sich als GFS-Themen.

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Dezember 17

Stundenprotokoll 12.12.16 K1/1

Stundenprotokoll Ethik K1/1  12.12.16  9:40-11:15

Referentin: Sü

12 Anwesende

Verfasserin: Entschlossenheit

 

Ablauf der Doppelstunde:

  1. „Interview“ von Epikureern und Stoikern
  2. AB: Zusammenfassung der wichtigen Philosophen bzw. Philosophenschulen und ihrer Grundgedanken

Zu 1.:

Es wurde ein „Interview“ durchgeführt, wobei die eine Hälfte des Kurses die Fragen zu Epikur und seinen Gedanken beantworten sollte, die andere Hälfte Fragen zu der Lehre der Stoiker.

Die Kernaussage der beiden Philosophenschulen wurde mithilfe eines Beispiels verdeutlicht:

„Wenn auf dem Tisch ein Schokoladenkuchen stünde, was würde ein Epikureer, was ein Stoiker tun?“

  • Epikureer: Abwägen, ob durch den Verzehr mehr Unlust als Lust auftritt, essen ihn letztendlich
  • Stoiker: Essen den Kuchen nicht, da man sich von äußeren Umständen bzw. Einflüssen unabhängig machen will und der Kuchen einen nur von wichtigeren Sachen ablenken würde (Kuchen steht für Genuss, Verführung)

Daraufhin folgte die Feststellung, dass es schwerfällt, nach der epikureischen Lehre langfristig abzuwägen, ob das einem eher guttut oder nicht. (Beispiel: Diabetes)

Zu 2.:

Anschließend konnte man sich über Infoblätter oder auch im Internet über die Grundgedanken der wichtigsten Philosophen der Antike informieren und diese schriftlich auf einem Arbeitsblatt festhalten.

Vorsokratiker (600- 400v.Chr.)

Philosophen/ Philosophenschulen Wichtige Gedanken
Thales von Milet ·         Urstoff= Wasser
Anaximander ·         Urprinzip = Apeiron (=das Unendliche, Unbestimmte)
Anaximenes ·         Urstoff= Luft
Pythagoras ·         Zahlen schaffen Ordnung im Universum, bestimmen und begrenzen das Unbestimmte,

·         Reinkarnation (Seelenwanderung), Seele = Wesen des Menschen, befreit sich nach dem Tod von der Verunreinigung durch das Körperliche

Empedokles ·         4 Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Luft) werden von Liebe und Hass bewegt (Kreislauf aus Werden und Vergehen)
Anaxagoras ·         Urmischung der Stoffe wird durch die Vernunft durcheinandergewirbelt,

·         Alles besteht aus kleinen Teilchen, die sich trennen bzw. verbinden

Leukipp / Demokrit ·         Alles ist aus unteilbaren Teilchen (= Atomen) zusammengesetzt à Materialismus,

·         Seele besteht auch aus Atomen, Ziel menschlichen Strebens ist die rechte Seelenverfassung, dh. Ausgeglichenheit, Ruhe durch Vernunft

Parmenides ·         Sein = unveränderlich, unbewegt,

·         man muss sich auf das Urteil seiner Vernunft verlassen,

·         Veränderung= nur durch Sinneseindrücke bedingt

Heraklit

 

·         Welt ist in ständigem Wandel begriffen („Panta rei“- „Alles fließt“) und vom Kampf der Gegensätze geprägt,

·         Wahres Wissen entsteht erst durch Denken (im Einklang mit logos)

·         Welt ist aus Feuer geschaffen (da auch im stetigem Wandel begriffen),

·         Streit ist der Vater aller Dinge, aber alles wird vom logos regiert

Sophisten (z.B. Protagoras) ·         „Mensch ist das Maß aller Dinge“ à Mensch im Mittelpunkt

·         Keine objektiven Wahrheiten, nur begrenzte menschliche Glaubensvorstellungen, Relativismus

 

Klassische Periode der antiken Philosophie

Sokrates (470 – 399 v.Chr.) ·         Sokratischer Dialog (alles hinterfragen) à Mäeutik (Hebammenkunst, Sokrates ist nur Helfer bzw. Hebamme bei Einsicht & Erkenntnis)

·         „Ich weiß, dass ich nichts weiß“

·         Seele ist unsterblich

·         Seit Sokrates beschäftigt sich die Philosophie eher mit menschlicher Moral und Ethik als mit der Beschaffenheit der physischen Welt

·         Daimonion = innere Stimme, die das Handeln leitet und das Zeichen für die göttliche Bestimmung der Seele darstellt

Platon (427 – 347 v.Chr. ) ·         Seele ist dreigeteilt in Vernunft, Mut und Begierde

·         Die damit verbundenen Tugenden sind jeweils Weisheit, Tapferkeit und Mäßigkeit

·         Die übergeordnete Tugend ist die Gerechtigkeit

·         Allle 4 Tugenden zusammen (Weisheit…, Gerechtigkeit) sind Kardinaltugenden

·         Wenn jeder Seelenteil seine Aufgabe im richtigen Maß erfüllt à Harmonie

·         Höhlengleichnis: man glaubt, dass nur die Alltagserfahrung wirklich ist,  aber jenseits davon existiert eine bessere, wirklichere Welt der Formen

Aristoteles (384 – 324 v.Chr.) ·         Alle Wesen streben nach Glückseligkeit

·         Mesotes = Mitte, richtiges Maß

Siehe http://ethikblogs.de/?s=aristoteles

Hellenistische Philosophie

Stoiker ·         Vernunft und Unerschütterlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen

·         Leben ist vorbestimmt & das Schicksal ist unumgänglich

·         Durch die Vernunft kann man mit der Lust umgehen

·         Vernunft als Heilmittel für die schädlichen Affekte

Epikureer ·         Maximieren der Lust

·         Minimieren des Schmerzes

·         Abwägen, ob etwas mehr Lust oder mehr Unlust bringt

·         Keine Angst vor den Göttern, denn sie greifen nicht in das menschliche Leben ein

·         Angst vor dem Tod ist unnötig, denn wenn wir leben, ist der Tod nicht und wenn der Tod ist, sind wir nicht

·         Lust ist Ursprung und Ziel des glückseligen Lebens

 

Weitere Schulen: Skepsis, Eklektizismus, Neuplatonismus ·         Eklektizismus: Mischung aus den Gedanken verschiedener Philosophen und Zeiten

·         Skepsis: alles wird bezweifelt

·         Neuplatonismus: Lehren Platons werden weitergedacht, „radikalisiert“

 

 

November 26

Protokoll vom 21.11.2016

Stundenprotokoll Ethik K1/1  21.11.16  9:40-11:15

Referentin: Sü

Kurs vollständig anwesend (14 Schüler)

Verfasserin: Freiheit

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Lebensziele
  2. Glückseligkeit
  3. Mesotes
  4. Organisatorisches
  1. Lebensziele:

Wir bekamen ein Arbeitsblatt, auf dem wir die Lebensziele markieren sollten, die uns wichtig sind. Danach haben wir Gummibärchen bekommen, um damit für diese Ziele zu bieten. Man hatte insgesamt nur 12 Gummibärchen und wenn man auf ein Ziel geboten hat und es „ersteigert“ hat, durfte man die Gummibärchen essen und sie nicht weiter einsetzen.

AB:

  1. erfolgreiches Bestehen des Abiturs
  2. sinnvolle Berufswahl
  3. Gesundheit
  4. Reichtum
  5. sportliche Fitness
  6. soziales Ansehen
  7. aufregende Erlebnisse und Abenteuer
  8. intellektuelle Leistungsfähigkeit
  9. praktisches Geschick
  10. beständige Freundschaften
  11. körperliche Schönheit
  12. harmonische Partnerschaft
  13. soziales Engagement
  14. anregende Berufstätigkeit

Wir haben darüber geredet, warum manche kein Ziel „ersteigert“ haben und manche dafür zwei und kamen zu dem Entschluss, dass es darauf ankommt, wie viel Einsatz man zeigt und für was. Man soll einen Ausgleich finden, eine innere Mitte.

2.Glückseligkeit

Wir lesen ein Arbeitsblatt zu Aristoteles und seiner Definition von Glück.

Aufschrieb zu Aristoteles:

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Laut Aristoteles ist das höchste Ziel die Glückseligkeit. Wir können sie jedoch nicht direkt erreichen, sondern schaffen es nur, uns ihr anzunähern.

  1. Mesotes

Laut Aristoteles ist Mesotes die Mitte zwischen zu viel und zu wenig „Einsatz“. Der „mittlere Weg“, ist laut ihm, der richtige Weg zum Glück. Wir überlegten, welche Tugenden noch heute gelten und uns fallen Folgende ein:

 

Übermaß Mitte Mangel
Tollkühnheit                                               Tapferkeit Feigheit
Zügellosigkeit Besonnenheit Stumpfheit
Verschwendung Freigebigkeit Geiz
Gleichgültigkeit Toleranz Intoleranz

 

Aufdringlichkeit Höflichkeit Unhöflichkeit
Überpünktlichkeit Pünktlichkeit Unpünktlichkeit
Wahrheitsaffinität Ehrlichkeit Lüge
„Workaholic“ Tüchtigkeit Faulheit
 ? Fairness Unfairness
 ? Gerechtigkeit Ungerechtigkeit

 

 

3 Mitschüler vervollständigen diesen Aufschrieb und ergänzen unsere weiteren Vorschläge.

Wir lesen S.101 im Kolleg Ethik Buch und bearbeiten die Aufgabe 10. Wir erfahren etwas über den Exzess (als Übermaß) nach Montainge.

Der Exzess widerspricht Aristoteles Mesotes-Theorie insoweit, da er das Übermaß darstellt und gesagt wird, dass man ihn erfahren und nicht scheuen soll, da er Genuss und Intensität bringt, und nicht, wie bei Aristoteles, der sagt, man solle ihm aus dem Weg gehen und eher eine Mitte finden. Er dient auch dazu, Gewohnheiten wieder loszuwerden. Wir kommen zu dem Entschluss, dass der Exzess nicht unbedingt schlecht ist und dass man ihn erst kennen muss, um auch die Mitte (Mesotes) zu kennen.

4.Organisatorisches

Wir stimmen darüber ab, ob wir die anstehende Klassenarbeit mit oder ohne Hefter schreiben. 12 Leute stimmen für „mit Hefter“, zwei Personen ist es egal.