Die goldene Regel

Wir alle haben bestimmt schon einmal den Spruch „Was du nicht willst das man die tut, das füge auch keinem Anderen zu“ gehört, doch woher kommt diese Redewendung überhaupt? Diese Redewendung ist ein der vielen Formulierungen der goldenen Regel, die im Sinn alle sehr ähnlich sind. Doch was ist die goldene Regel überhaupt? Die genaue Formulierung der goldenen Regel ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich, aber der Kerngedanke bleibt gleich. In der christlichen Tradition beispielsweise wird die goldene Regel wie folgt beschrieben: „Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“ Im selben Kontext finden sich auch solche Aussagen im Buddhismus, Hinduismus, Judentum, Islam und vielen anderen Religionen und ethischen Gruppen. Die goldene Regel fordert uns dazu auf, uns in die Lage anderer Menschen hinein zu versetzen und unsere Handlungen danach auszurichten. Indem wir uns fragen, wie wir gerne behandelt werden möchten, können wir Empathie entwickeln und unsere Entscheidungen und unser Verhalten entsprechend anpassen. Wenn wir beispielsweise Respekt, Höflichkeit und Freundlichkeit erfahren möchten, sollten wir auch anderen Menschen gegenüber respektvoll, höflich und freundlich begegnen. Diese Regel kann man auch in Szenarien anwenden, die über den Umgang mit unseren Mitmenschen hinausragen. Sie kann auf verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens angewendet werden, wie zum Beispiel Politik, Wirtschaft und Umweltschutz. Wenn wir die goldene Regel als Leitfaden für unsere Entscheidungen und Handlungen nehmen, können wir uns sicher sein, gerechte und faire Entscheidungen zu treffen, die das Wohlergehen aller Beteiligten berücksichtigen. Natürlich ist die goldene Regel keine perfekte Lösung für alle moralischen Dilemmata, und es gibt Situationen, in denen andere ethische Prinzipien miteinbezogen werden müssen. Dennoch bietet sie eine grundlegende Richtlinie, die uns daran erinnert, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben und dass es wichtig ist, Rücksicht auf unsere Mitmenschen zu nehmen. In einer Welt, die oft von Unterschieden und Konflikten geprägt ist, kann die goldene Regel als gemeinsamer Nenner dienen und dazu beitragen, Verständnis, Toleranz und Frieden zu fördern. Indem wir uns bewusst anstrengen, sie in unserem Alltag anzuwenden, können wir eine positive Veränderung sowohl in unseren persönlichen Beziehungen als auch in der Gesellschaft insgesamt bewirken.
Um es zusammenzufassen, die goldene Regel ist eine Richtlinie, die man auf sein Leben anwenden kann, und wenn man so tut trägt man zu einem meist friedvollen Umgang miteinander bei.

Quellen:

  • Mein Umfeld und meine Gedanken

1 Kommentar

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hey luca187er,
ich finde das thema, welches du für deinen beitrag gewählt hast, äußerst interessant. Es ging mir auch schon etwas durch den kopf und eine sache ging mir dann aber nicht mehr aus dem kopf. Man kennt ja die indirekten schlechten Interaktionen wie z.b. das lästern, hierbei fügt man ja direkt keinem schaden zu und wenn man es auf die goldene regel übertragen würde und jemand über mich mit jemandem lästern würde, würde ich ja im idealfall nichts davon mitbekommen, dementsprechend wäre das dann ja nicht verwerflich oder?
Einen anderen kritischen punkt den ich sehe ist, dass wenn jemand respektlos und unverschämt mir gegenüber ist, dann müsste ich nach der regel ja das gleiche auch auf andere anwenden. Wenn man dieses Szenario mal rein hypothetisch auf die ganze bevölkerung anwendet, dann würde am ende doch nur noch eine art der umgangsweise miteinander existieren, da jeder sich zu etwas aufzwingen würde und dann würde ja auch die vielfalt der persönlichkeiten wegfallen, was ich persönlich schrecklich fände, da eine gesellschaft unterschiedliche fasetten braucht und kein langweiliges monologes vorzeigebild einer gesellschaft.
lg uschi

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