Schuluniformen-positiv oder negativ?

Die USA und andere Länder machen es vor: Schuluniformen. Auch bei uns waren oder sind diese noch im Gespräch doch sind diese überhaupt notwendig oder gibt es Vor- bzw Nachteile.

Mit dieser Einführung von Schuluniformen möchte ich mich heute befassen und die ganze Sache von meinem Standpunkt aus beurteilen.

Vor allem waren die Uniformen wegen Mobbing gefordert, denn die Aussage war das sich wegen der Gleichheit zwischen den Schülern kein Mobbing erstehen könnte. Denn wenn jeder das Gleiche an hat  kann keiner wegen schlechter oder billiger Kleidung gemobbt werden bzw. keiner mit sehr teurer Kleidung besonders beliebt werden.

Auf der einen Seite verstehe ich das und ich stimme auch voll und ganz zu aber auf der anderen Seite finde ich das totaler Schwachsinn. Auch in unserer Klasse gab es früher leider Mobbing aber dabei ging es nie um Kleidung des Betroffenen. Desweiteren finde ich speziell Kleidung als Ausdruck für das Individuum und wenn alle nur noch das Gleiche anhaben dann geht dieser Ausdruck und vor allem die Vielfalt der Schüler verloren.

Ein Pluspunkt wäre wahrscheinlich für die Eltern, da diese weniger Geld für Klamotten ihrer Kinder ausgeben müssten und somit Geld für andere Dinge übrig hätten. Aber hier wäre auch aufzuführen das zusätzlich Kleidung für die Freizeit gekauft werden müssen denn keiner läuft von Tag zu Tag mit seiner Schuluniform herum. Somit würden die Kosten für die Schuluniform zusätzlich hinzu kommen.

Zum Schluss auch noch meine persönliche Meinung. Ich bin gegen eine Einführung von Schuluniformen, da mir persönlich dann alles zu gleich und monoton aussehen würde. Außerdem macht es doch auch Spaß und belebt wenn nicht jeder wie der andere aussieht.

Was sind eure Meinung dazu? Seid ihr für oder gegen eine Schuluniform? Welche Probleme oder Vorteile seht ihr dabei?

Ein paar Gedanken zum Thema Angst…


Wann habt ihr zum letzten mal einen richtig guten Horrorfilm gesehen? Im Kino oder zu Hause, alleine oder mit Freunden? Und wann hattet ihr dabei so richtig Angst, so als würde der Horror euch selbst widerfahren?

Ist sicher schon ein bisschen her. Und manche mögen Horrorfilme und Ähnliches überhaupt nicht und schauen so etwas gar nicht erst an. Aber manche mögen diese Momente der Angst, sie sind belebend und geben einem manchmal einen ähnlich starken Kick wie ein Sprung vom Zehnmeterbrett. Und Hin und wieder tut ein bisschen Angst uns Menschen ganz gut. Sie hält uns auf Trab und macht, dass wir uns wirklich lebendig fühlen. Angst hilft uns beim Überleben.


Doch was passiert, wenn die Angst die Überhand gewinnt? Was, wenn die Angst zum ständigen Begleiter wird und alles Andere nach und nach verdrängt? Dazu gibt es hier:  http://www.welt.de/angst/?start eine Simulation, in der so eine Angst- oder Paniksituation anschaulich demonstriert wird.

Ja dann wird die Angst vom Verbündeten und Helfer zu Feind und Hindernis beim täglichen Leben. Dann hindert sie dich daran, klar zu denken und fängt dich in deinem eigenen Kopf ein. Dann ist sie dein einziges Gefühl, jeden Moment, immer. Und das macht einem nur noch mehr Angst. Ein Teufelskreis.


Gerade diesen Kreis machen sich jedoch auch viele zu Nutze. Vor allem Konzerne und Medien schüren oft unnötig Angst, um ihren Profit zu maximieren. Denn wer ängstlich und eingeschüchtert ist, fällt leichter auf Werbetricks oder reißerische Schlagzeilen herein. Deshalb ist es wichtig, sich nicht einschüchtern zu lassen und gerade heutzutage die Medien und Nachrichten objektiv und differenziert zu betrachten und sich nicht vorschnell von etwas überzeugen zu lassen, nur weil ein angeblicher „Experte“ dieser oder jener Meinung ist.

Also passt auf und glaubt nicht alles, was euch erzählt wird. Lasst euch keine Meinung von Anderen aufschwatzen, sondern informiert euch selbst und bildet euch eine Eigene. Schaut hinter die Aussagen und erkennt die wahren Absichten dahinter, dann werdet ihr auch wissen, was ihr zu tun habt.


 

Vorbildfunktion als Oberstufenschüler? – Verantwortung für die eigenen Taten

Wenn man als Schüler der Oberstufe durch die Gänge unserer Schule läuft und die ganzen jüngeren Schüler sieht, denkt man sich manchmal: „Verdammt, bin ich alt geworden!“

Es kommt einem vor als wäre man noch gestern selbst als einer dieser noch so aufgedrehten 5.-Klässler durch die Gänge gehüpft und hätte zu den vorbeischlürfenden Oberstüflern aufgeschaut und sie teilweise sogar „bewundert“. Und jetzt steht man hier, kurz vor dem Abitur, merkt wie schnell die Zeit doch verging und kann es sich gar nicht vorstellen, dass man nun selber vielleicht auf ein paar dieser jüngeren Schüler so wirkt, wie man die Schüler höherer Klassenstufen damals selbst empfunden hat.

Und so kann auch klar werden, dass wir Oberstufenschüler (wie natürlich auch jeder andere Schüler auf eine gewisse Weise) eine besondere Vorbildfunktion für andere Schüler haben. So ist beispielsweise diese Vorbildfunktion eines jeden Schülers auch im Leitbild unserer Schule festgehalten.

Mit dieser Vorbildfunktion geht jedoch auch eine gewisse Verantwortung für die eigenen Taten mit ein, der man sich im alltäglichen Schulleben meist gar nicht mehr bewusst ist. Wenn man jetzt so darüber nachdenkt, was man in einer gewöhnlichen Schulwoche alles tut, kann es (je nach eigener Persönlichkeit) sein, dass man merkt wie viele unbewusste Dinge man doch tut, die sich jüngere Schüler wohl besser nicht als Vorbild nehmen sollten.

Ob es nur das Liegenlassen von Müll im Flur ist, oder auch das gegenseitige Abschreiben von Hausaufgaben im Schulflur, bevor der Lehrer der jeweiligen Schulstunde kommt, all das könnte schon dazu führen, dass es Schüler aus niedrigeren Klassenstufen sehen und sich denken „Wenn die das so machen, können wir das doch auch so machen!“

Jedoch sollte man seine eigene Vorbildfunktion nicht nur auf das eigene Verhalten beziehen, sondern auch die Verhaltensweisen seiner Mitschüler beachten und diese auf eventuelle Fehltritte hinweisen. Somit hat man also nicht nur Verantwortung für die eigenen Taten, sondern auch in gewisser Weise für die anderer Schüler, falls man an diesen eventuell etwas zum Besseren hin ändern könnte.

Man könnte sich beispielsweise gerade als „vorbildlicher“ Oberstüfler auch einmal zwischen sich  streitende andere Schüler stellen (bildlich gesehen) und versuchen bei der Konfliktlösung zu helfen.

 

Andererseits ist man auch als älterer Schüler „nur ein Mensch“ und macht Fehler, für die man sich selbst auch nicht zu sehr „strafen“ sollte. Denn selbst wenn man durch seine Vorbildfunktion Verantwortung für seine Wirkung auf andere Schüler hat, müssen diese jedoch auch selbst Verantwortung für sich selbst übernehmen und somit entscheiden, wie sie sich an jemandem anderen ein Vorbild nehmen.

Außerdem geht eben diese Vorbildfunktion auch nicht nur von den Schülern höherer Klassen, sondern „Jeder ist Vorbild“, wie auch im Leitbild unserer Schule festgehalten wurde.


 

Ich selbst kann, wie schon erwähnt, immer noch kaum glauben, dass ich jetzt selbst so alt bin und so „erwachsen“ sein sollte,  um für andere Schüler als Vorbild zu wirken, denn ich sehe meine eigenen Fehler, die sich teilweise besser niemand als Vorbild nehmen sollte.

Außerdem fühle mich ehrlich gesagt auch noch kaum ein Stück erwachsener (vom Wesen her) als damals, als ich selbst noch durch die Gänge unserer Schule tollte, was ich mir jedoch für mich selbst immer noch ein bisschen bewahren möchte.

 

Und ihr? Wart ihr euch schon immer eurer Vorbildfunktion gegenüber anderen bewusst und glaubt ihr, dass man auch zweifellos als Vorbild nehmen sollte? Denkt ihr, dass man als Oberstufenschüler eine besondere Vorbildfunktion hat?

Und fühlt ihr euch (jetzt evtl. so kurz vor eurem Abitur) erwachsen und fähig vollständig Verantwortung für eure eigenen Taten zu übernehmen?

 

 

Last Christmas I gave you my „Cash“… ?

Weihnachten ist (endlich) vorbei, das neue Jahr wurde begrüßt und in den meisten Haushalten ist der bis auf den letzten Wipfel geschmückte Weihnachstbaum meist auch schon wieder gefällt und aus dem Wohnzimmer verbannt worden.


Wenn man jetzt jedoch zurückschaut auf diese, oder auch schon auf die vorigen Weihnachtsfeiertage, kann deutlich werden wie sich ein Fest, das eigentlich an einen der wichtigsten christlichen Feiertage, nämlich der Geburt Jesu Christi, erinnern soll verändert hat. Natürlich ist Weihnachten auch schon lange ein Fest, dass von vielen Menschen anderer Religionen und Ethnizitäten gefeiert wird und einst in Gemeinsamkeit mit der Familie zusammen verbracht wurde, jetzt jedoch teilweise nur noch eintönig und kommerzgesteuert geworden ist und somit von seinem eigentlichen Grundgedanken abweicht.

Oft zählt es nur noch,  wer wie viele Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen hat, wer wie viel Geld für Geschenke für seine Liebsten ausgegeben hat und wer sein Haus mit den ausgefallensten Mitteln eine „Weihnachtsatmosphäre“ verpasst.

Aber sollte nicht diese „Weihnachtsatmosphäre“ eigentlich etwas ganz Anderes sein?

Geht es bei Weihnachten nicht um etwas ganz Anderes als seine Zuneigung durch das Preisschild an Geschenken zu verdeutlichen, sondern um seinen Liebsten über menschliche Zuneigung zu zeigen wie gerne man sie doch hat und sich für eine kurze Zeit aus der immer schneller werdenden Gesellschaft in die stille Ruhe der eigenen Familie zurückzuziehen?

Gerade die Vorweihnachtszeit artet heutzutage immer mehr in ein großes, hektisches Chaos aus. So werden zum Beispiel wenn jedes Jahr der Startschuss zum großen Einkaufen gegen Ende November am sogenannten „Black Friday“ gegeben wird, oft schon hunderte Menschen verletzt, allein durch das große Gedränge bei der Öffnung der einzelnen Einkaufsgeschäften.

Doch nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika, sondern auch beispielsweise hier in Deutschland wird Weihnachten immer mehr kommerzialisiert, nämlich in Form von den auch hier immer größer werdenden Weihnachtsmärkten.

Jedoch ist die Weihnachtszeit unter anderem auf Weihnachtsmärkten trotzdem noch eine Zeit zur menschlichen Bindung, wenn man sich beispielsweise dort mit seinen Bekannten auf einen Glühwein oder Punsch trifft oder auch nur gemeinsam zwischen den einzelnen Buden hindurchschlendert.

Auch zu Hause ist für viele Familien das Verbringen von Zeit miteinander immer noch die höchste Priorität und es wird zusammen gegessen, Spiele gespielt oder auch nur zusammen gesessen und über sich und die Welt geredet.

Desweiteren sind Weihnachtsgeschenke meist auch abgesehen von der immer stärker werdenden Kommerzialisierung trotzdem noch ein Weg der Expression persönlicher Zuneigung zu seinen Mitmenschen, vor allem wenn sie sehr durchdacht oder sogar selbst gemacht wurden.


Für mich persönlich ist und bleibt Weihnachten auch weiterhin immer noch ein Fest des Zusammenseins mit meiner Familie und ich versuche mir immer möglichst viel Mühe bei der Auswahl meiner Geschenke zu geben, so dass sie wirklich von Herzen kommen. Natürlich muss ich zugeben, dass auch ich immer wieder auf diesen Ganzen Wahn und Trubel um Weihnachten herum hereinfalle, jedoch hoffe immer wieder zum eigentlichen Ursprungsgedanken zurückzukehren.

 

Doch was sagt ihr dazu? Ist für euch Weihnachten noch das was es einmal war, oder spürt auch ihr wie Weihnachten immer mehr in den Kommerz abrutscht?

Und seid ehrlich; müsst auch ihr (wie ich auch) zugeben, dass ihr selbst teilweise in diesen ganzen Weihnachts-Wahn verfallt?

 

 

 

 

 

Ist die Gier der Menschen schuld an der jetzigen Situation der Welt?

Jeder kennt es, anfangs interessiert das Kind sich nicht für den gelben Ball, doch dann kommt ein anderes Kind und will mit dem Ball spielen, doch jetzt reagiert das erste Kind, weil es den Ball haben möchte nur dass das andere Kind nicht den Ball bekommt.

In so einer Situation befinden wir uns heute, alle wollen ihren Vorteil und möchten ihre Macht demonstrieren. Alle sind gierig nach noch mehr von allem, doch ist das der Grund der jetzigen Situation?

Ich finde schon, da alle nur Vorteile für sich selbst wollen und gierig nach noch mehr Geld sind, andere sind zum Beispiel gierig nach mehr Land,  mehr Öl oder ähnliches. Ich finde es wichtig zusammen zu arbeiten und nicht die Gier siegen zu lassen und gegeneinander zu arbeiten. Heutzutage wird jeder als potentieller Konkurrent angesehen, da dieser ja vor einem mehr Geld haben könnte, letztlich erzieht uns das System zu Einzelkämpfer, der Spruch „höher, schneller,  weiter“ drück die jetzige Situation sehr gut aus, da alle gierig nach noch mehr von allem sind.

Unsere Köpfe sind Freunde,  warum sagen sie uns es nicht, kommt einer vorbei dann ertragen wir es nicht

Die Gier nach mehr ist Jahr für Jahr gestiegen und wird so schnell auch nicht mehr sinken, da wir an diese Standards schon gewöhnt sind und es eigentlich im Leben nur noch darum geht mehr Leistung zu erzielen und um besser zu werden. Vergleichbar mit dem US Präsidenten,  allein schon „make america great again“  sagt viel über ihn aus, die Gier nach noch mehr Macht, nach noch mehr Einfluss.  Genauso wie mit den Terrorgruppen, die Gier nach mehr Territorium,  nach mehr Macht und Einfluss auf die ganze Welt. Unsere Gesellschaft hat sich so gewandelt dass das wichtigste in unserer Gesellschaft die Gier nach noch mehr Einfluss und Erfolg ist und so auch die Menschlichkeit verloren geht.

 

 

War früher alles besser?

Nach einem Jahr wie 2016, von dem viele behaupten es sei seit langer Zeit eines der schlechteren Jahre, da auf gesellschaftlicher und globaler Ebene viel negatives passierte, wird oft von einer positiveren Vergangenheit geredet. Der schon vorher existierende klischeehafte Satz „früher war alles besser“, der in einer immer älter werdenden Gesellschaft wie in Deutschland nicht verwunderlich ist, geistert schon länger herum.

Desto älter man wird, desto einfacher fällt es einem Wohl die Vergangenheit und seine Jugendzeit zu glorifizieren und in der Nostalgie zu schwelgen. Dies ist nicht verwunderlich, da der Mensch zum einen dazu neigt die schlechten Erinnerungen und Erlebnisse auszublenden und zu vergessen, als auch in der Jugend und Kindheit die meisten Verantwortungen und Pflichten noch nicht aufgelegt waren. Ebenso nimmt man als Kind einige Sachen intensiver auf, so bleiben einem oft sehr glückliche Erinnerungen von den ersten Weihnachtsabenden an die man sich erinnern kann bevor man den „Weihnachtszauber“ durchschaute oder von Filmen, die man als Kind sah und einen an jene Zeit erinnern. Einige Erlebnisse von damals wie die erste Liebe oder die erste Reise ohne Eltern verstärken zusätzlich dieses Bild der glücklichen und unbeschwerten Vergangenheit, wo es keine Probleme gab.

Heutige Probleme wie Datenschutz im Internet, Sucht nach Sozialen Netzwerken oder eine unsichere Rente waren früher ebenso wenig präsent, was aber oft unbeachtet bleibt, ist dass diese alte Probleme ablösen. Man mag sich nur vorzustellen vor 100 Jahren seine Weisheitszähne gezogen zu bekommen und die wenigsten würden den heutigen medizinischen Stand für frühere Verhältnisse abgeben. Während es zwar immer noch Länder mit großer Armut und Hunger gibt, ist weltweit jedoch die Lebenserwartung drastisch gestiegen, die Kindersterblichkeit gesunken und die Zahl der Analphabeten nahm rapide ab. Vor allem für Deutschland sind die momentanen Zeiten gut, denn während es vor 100 Jahren hier noch Hungersnöte und eine sehr hohe Armut gab, ist der Wohlstand deutlich gestiegen. Trotz Kriegen in Syrien und Irak ist die Zahl der Kriegsopfer zurückgegangen, man könnte fast von davon reden, dass es noch nie so „wenige“ Kriege auf der Erde unter den Menschen gab. Es lebte sich also früher deutlich ungemütlicher und gefährlicher.

Oft ist auch davon die Rede, dass Musik und andere kulturelle Branchen von früher besser waren. Bei Musik speziell ist es jedoch ähnlich wie mit den Erinnerungen, denn man hört quasi nur noch die guten Lieder von damals und diejenigen, die einem nicht gefallen, müssen nicht gehört werden und werden ausgeblendet. Zusätzlich wächst die Industrie und die Auswahl und Verschiedenheit wird größer, wodurch es theoretisch mehr gibt, was einem missfallen kann. Ein Phänomen, dass an den „Früher war alles besser“-Zeitgeist anknüpft, ist die Neuvermarktung von alten Trends.

Wir wünschen uns so sehr, dass wir im Gestern wären

Leben nach der Formel „je retro, desto neu“

(Zitat von Prinz Pi – Moderne Zeiten; Text: http://genius.com/Prinz-pi-moderne-zeiten-lyrics )

In dem Lied befasst sich der Rapper Prinz Pi mit dem modernen Zeitgeist, dass beispielsweise auch viele vermeintlich neue Trends nur alte in  erneuerter Form sind. So nutzen Retro und Vintage Dinge jenes Gefühl, dass die damalige Zeit besser ist, kapitalistisch aus.

In meinen Augen macht es nicht viel Sinn die Vergangenheit komplett zu verherrlichen und ihr hinterherzuheulen während man die heutige Zeit in ein mieseres Licht darstellt als sie ist. Es gab damals Probleme und es gibt heute Probleme, was aber kein Grund ist das Positive der Neuzeit auszublenden. Oftmals werden nämlich positive Aspekte von früher mit negativen von heute verglichen, was eine objektive Sichtweise verhindert. Generell kann man aber sagen, dass sich die Lebensqualität weitestgehend verbessert hat und das Ausnutzen des Augenblicks als sinnvoller erscheint als nur in Erinnerungen zu schwelgen und an altem festzuhalten. Der Philosoph Karl Valentin sagte auch dazu: „Die Zukunft war früher auch besser.“

Eskapismus- Eine gute Idee oder ein schlechter Ausweg?

Um das zu klären, sollte ich wohl erst mal erklären was Eskapismus überhaupt ist, weil ich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht wusste, dass es dafür überhaupt ein Wort gibt.                 „Eskapismus, auch Realitätsflucht, Wirklichkeitsflucht oder Weltflucht, bezeichnet die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d. h. imaginären oder möglichen besseren Wirklichkeit.“, so wird der Begriff laut Wikipedia definiert. Weiterhin steht dort auch, dass Eskapismus in der Psychologie und in der Bildsprache eher negativ angesehen wird. Aber ist es wirklich etwas Schlechtes, wenn man sich in eine andere Welt flüchtet, weil man der Realität mal für einen Moment entkommen will? Oder kann man sogar durch eben diese Flucht weiterkommen, etwas dazu lernen? Nun ist es, um diese Fragen zu beantworte, wohl auch wichtig, zu überlegen, wieso man überhaupt aus der Realität fliehen möchte und auf welche Arten man dies tun kann. Eigentlich ist es, bei genauerem Betrachten nicht weiter verwunderlich, denn um ehrlich zu sein, kann unsere Welt und somit unsere Realität ziemlich grausam und gemein sein und nicht immer kann man verstehen, wieso bestimmte Dinge nicht verhindert wurden, oder wieso Menschen das tun, was sie eben tun.  Vielleicht ist dann die nächstliegende Lösung, wenn man weiß, dass man momentan nichts an bestimmten Situationen ändern kann, eben die, der Flucht. Und wohin kann man sich besser flüchten, als in die „magische“ Welt der Filme oder Bücher, an Orte an denen alles perfekt zu sein scheint, an denen einem das Leben viel einfacher vorkommt. Denn genau das ist es doch, was man manchmal braucht: einen Rückzugsort. Und warum sollte dieser nicht fiktiv sein?                                                                                                                                                                                                                                                 Wobei ich mir auch hier die Frage stelle, ob es nicht sein kann, dass man diese Orte bloß aufsuchen möchte, weil man nur von dem Guten weiß, nicht aber von dem Schlechten, das ja irgendwie mit dem Guten einhergehen muss, denn wie sollte man ohne das „Gute“ das „Schlechte“ definieren können?  Würde man also auch in eine Welt flüchten, in der man von den schlechten Dingen weiß, sie aber hinnimmt, weil sie immer noch besser sind als unsere momentane Realität? Die erste Antwort, die mir dazu einfiel, war „Ja.“. Denn wenn man ein Buch liest oder einen Film sieht, so bekommt man meistens sowieso nur das Gute davon geschildert, es sei denn, man sieht sich z.B. Kriegsfilme, etc. an. Aber das wäre dann wahrscheinlich auch keine Welt, in die man möchte, wenn man gerade die Nase voll hat, von den schlimmen Dingen, die um einen herum geschehen. Ich würde sagen, dass einen die Tatsache, dass man von den schlechten Dingen genauso Bescheid weiß, wie von den guten, nicht daran hindert, sich in eine meist schon vorhandene Welt zu stürzen, sie also sozusagen für sich einnimmt und sie mit seinen Ideen erweitert. Denn dann bin ja ICH derjenige, der sich durch seine Gedanken, durch seine Ideen, in diese Welt flüchtet, also bin ich auch derjenige, der steuern kann was dort passiert, der die Kontrolle über die Ereignisse hat. Und somit ist man der realen Welt einen großen Schritt voraus, denn hier hat man nur auf die wenigsten Dinge wirklich großen Einfluss. Somit könnte man, egal in welcher Welt man sich gerade befindet, die schrecklichen Dinge klein halten oder gar ganz verschwinden lassen.                                                                                                                                                                                                                                                           Bis jetzt habe ich aber nur davon geschrieben, wie es ist in eine andere Welt einzutauchen, wenn man wach ist, somit also in der Lage ist, solange es sich um seine Gedanken handelt, diese andere Welt zu „steuern“. Wie ist es aber, wenn man durch Träume in Fantasiewelten gelangt? Ist das überhaupt Realitätsflucht? Nur die wenigsten Menschen können ihre Träume tatsächlich steuern und somit hat man in seinen Träumen auch nur sehr selten einen Einfluss auf die guten und schlechten Ereignisse. Und dennoch bin ich der Meinung, dass auch Träume eine Art der Flucht sind, denn in ihnen können, wenn man nicht gerade einen Alptraum hat, Dinge passieren, die man sich tief im innerstes wünscht, die man aber bis jetzt noch nicht erleben konnte oder vielleicht nie erleben kann.

„Wenn wir träumen, betreten wir eine Welt, die ganz und gar uns gehört. Vielleicht durchschwebt er gerade den tiefsten Ozean oder gleitet über die höchste Wolke.“ -Dumbledore

Dieses Zitat spiegelt wieder, was ich über Träume denke. Dass sie, wenn auch nicht immer kontrollierbar, ein Ort sind, den nur wir betreten können, an dem alles möglich ist. Dennoch ist es, egal wie schön unser Traum war oder wie glücklich uns der Gedanke an ein Leben in einer fiktiven Welt macht, wichtig wieder „zurückzukehren“.  Es ist nämlich nicht ratsam immer nur daran zu denken, wie gerne man gerade woanders wäre, denn so könnte es sein, dass man die Chancen verpasst, sein eigenes Leben zu einem „Traum“ zu machen, dass man vergisst sein eigenes Leben zu leben. Somit bin ich der Meinung, dass die Flucht aus der Realität, egal auf welche Weise sie stattfindet, das Leben bereichern kann, solange man sich der Tatsache bewusst ist, dass man auch sein eigenes Leben zu etwas Wunderbarem machen kann.

 

Was denkt ihr darüber? Flieht ihr manchmal auch aus der Realität, egal wie? Oder habt ihr euch schon einmal gewünscht, dass euer Leben wie ein Film wäre? Könnt ihr das nachvollziehen oder ist es für euch komplett unverständlich, wieso man das tun sollte?

Sollte man zwischen Liebe differenzieren?

In den Nachrichten hört man immer wieder von Übergriffen auf Homosexuelle und das in einer Welt, die angeblich so „modern“ und „aufgeschlossen“ ist.

Zum Beispiel dürfen Homosexuelle in Deutschland nicht heiraten, ihnen ist es nur erlaubt eine „eingetragene Partnerschaft“ zu führen. Diese Partnerschaft ist jedoch nicht mit einer Eheschließung von Mann und Frau gleichzusetzen, da sich diese zum Beispiel im Adoptionsrecht, aber auch in einigen anderen Rechten unterscheiden. Es gibt immer wieder Proteste, die sich gegen Homosexuelle und die Gleichberechtigung dieser aussprechen.

Homosexuelle haben allgemein andere Rechte, als „normale“ Paare, ein extremes Beispiel hierfür, wäre die Todesstrafe in manchen Ländern, nur weil man eine Person des gleichen Geschlechts liebt.  Wenn ich so etwas lese, stelle ich mir immer folgende Frage:

Sollte Liebe nicht eigentlich belohnt und nicht bestraft werden?

Wieso also, wird man zum Tode verurteilt, nur weil man liebt? Sollte es, wenn es um die Liebe geht, nicht egal sein, welches Geschlecht der Andere hat?  Ich meine, immerhin verliebt man sich in den Charakter des anderen und nicht in sein Geschlecht und man kann doch nicht einfach jemanden bestrafen, nur weil er verliebt ist.

Aber woher kommen diese Gründe, die gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften sprechen? Grundlagen für diese negative Haltung gegenüber Homosexuellen beruhen teilweise auf der Bibel, teilweise auf der Unmöglichkeit der Fortpflanzung zweier gleichgeschlechtlicher Partner oder aber auch auf der ablehnenden Haltung, die uns von einigen Personen, zu denen man aufsieht, vorgelebt wird. Oft wird man also auch von anderen beeinflusst und kann sich nicht immer vorurteilsfrei eine eigene Meinung bilden.

Doch sind diese Vorurteile immer begründet? Gegen das Argument, dass homosexuelle Paare sich nicht fortpflanzen können, lässt sich zwar nichts sagen, aber auch nicht jedes verheiratete Paar bekommt Kinder, somit ist dieses Argument nicht sonderlich stark.  Außerdem käme es gerade weil Homosexuelle keine Kinder bekommen können, immer öfter zur Adoption von Kindern, was natürlich etwas Gutes für die Kinder hat. Sie wachsen anstatt in einem Waisenhaus, in einer liebenden Familie auf. Natürlich könnte man nun wieder sagen, dass diese Kinder später eventuell gemobbt werden, auf Grund ihrer Eltern, aber auch Kinder die keine Eltern haben und in einem Waisenhaus aufwachsen, können gemobbt werden.  Ist es also ethisch falsch, ein kleines Kind „einfach so“ zwei Homosexuellen zu überlassen, auf die Gefahr hin, dass es später gemobbt wird? Es ist doch so, dass sich kein Kind seine Eltern aussuchen kann, egal ob diese nun homosexuell sind oder nicht, es könnte also auch gemobbt werden, weil es reiche Eltern hat, oder welche, die eben nur sehr wenig Geld verdienen, in jedem Fall, wird das Kind in eine Familie integriert über die es nicht entscheiden kann. Außerdem denke ich auch, dass diese Kinder toleranter aufwaschen, als so manch andere, da die Eltern wissen, wie schwer es sein kann, akzeptiert zu werden. Solange ein Kind also geliebt wird, ist es meiner Meinung nach egal, ob man nun „zwei Väter“ hat oder nicht.

Natürlich ist es auch so, dass Homosexualität einfach aus Prinzip abgelehnt wird, weil es „nicht normal“ ist,  und nicht immer ein Grund dahintersteht. Doch was ist so „unnormal“ daran? Ist es „falsch“ jemanden zu lieben, der zufällig das gleiche Geschlecht hat? Was ändert das Geschlecht, an der Liebe, die man für jemanden empfindet? Das einzige, was gleichgeschlechtliche Partnerschaften, von Partnerschaften zwischen Mann und Frau unterschiedet, ist doch der Fakt, dass sie selbstständig keine Kinder bekommen können und dieses Problem kann man durch eine Adoption, oder in einigen Ländern durch eine Leihmutter, lösen. Ob man nun jemanden liebt und schätzt, der das gleiche Geschlecht hat, wie man selbst ist doch völlig egal, solange man ihn richtig behandelt und sich gegenseitig respektiert.

Meiner Meinung nach sollte man also keinen Unterschied machen, zwischen einer Partnerschaft zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen und ihren Rechten im Bezug auf diese, denn beide Seiten lieben sich und schätzen sich und sollten dies auch in der Öffentlichkeit zeigen dürfen.

 

 

 

 

Können wir verstehen was andere fühlen und denken?

Die meisten würden wahrscheinlich sofort mit „Ja“ antworten. Das ist gar nicht so verwerflich, wenn eine Person gerade von mehreren Personen angegriffen und verletzt wird, so weiß man, dass das Opfer gerade leidet und Schmerzen empfindet. Glücksgefühle können wir auch erkennen, wenn die Person lacht und sich seine Mimik sich verändert. So entsteht Mitleid und Mitgefühl, die Arthur Schopenhauers Mitleidsethik gut beschreibt und durch dieses Verständnis macht es eine Person zu einem sympathischen, empathischen Menschen.

Doch sind wir auch in der Lage, die Gefühle anderer zu verstehen wenn diese sich verschließen und ihre Gefühle nicht offensichtlich zeigen wie im oben genannten Beispiel? Wären wir in der Lage, auch in das Innenleben des anderen Menschen hineinzuschauen, könnten Verhaltensstörungen und andere seelische Erkrankungen erkannt werden und den Personen rechtzeitig geholfen werden. Es können sogar Menschenleben gerettet und auch noch größere „Katastrophen“ verhindert werden,die wie so oft in der Geschichte stattfanden. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, grob dem Gegenüber zu verstehen. Die Psychologie hilft den Menschen sich selber und den Anderen zu verstehen und zu ergründen, warum diese Person so ist und wie man reagieren sollte. Doch haben sehr viele nicht den nötigen Verständnis dafür und manche Personen haben auch nur eine begrenzte Empathiefähigkeit, solche werden es schwer haben, sich in Andere hineinzuversetzen und Mitgefühl zu empfinden. Könnte man also generell mit einem „Nein“ antworten, wenn man einen Schluss zieht?

 

Die vermeintlich einfache Frage löst (zumindest bei mir) langes Nachdenken aus und ich denke, dass das Innenleben nie für jemand anderen zugänglich wird, auch wenn man es versucht. Wir können nur das offensichtliche erkennen und das Innenleben des anderen Menschen nur zum Teil nachvollziehen oder ahnen. Selbst hier werden wir sein „Ich“ wieder anders interpretieren als es ist. Es wäre schön, schon fast utopisch, wenn wir uns alle gegenseitig verstehen würden. Konflikte auf der Welt würden gemindert werden und es würde auch keine Tierquälerei oder Folter geben, da unser Mitleid es verhindern würde. Dennoch glaube ich, dass wir (wenn wir es wollen) in der Lage sind, dem Anderen zu helfen, indem wir unser Bestes geben, ihn/sie zu verstehen.

New Year – New Me

Gerade jetzt zum Neuen Jahr 2017 sind die sozialen Netzwerke wieder einmal voll von Postings, was sich die Leute alles fürs neue Jahr vornehmen wollen, das sie besser machen wollen als vorher. Gerade den Satz „New Year – New Me“ liest man überall.

Es gibt viele Traditionen zum Jahreswechsel, die jedes Jahr aufs Neue eifrig eingehalten werden. Da wären z.B. das Bleigießen, Sektkorken knallen lassen und natürlich ein großes Feuerwerk. Und es werden ganz viele neue „gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst: Abnehmen, das Rauchen aufgeben, weniger Alkohol, bessere Noten in der Schule, usw. Trotzdem werden die wenigsten davon wirklich eingehalten. Doch warum nimmt man sich genau am Jahresende bestimmte Dinge vor, die man (wahrscheinlich) sowieso nicht einhalten wird? Und bringt das dann überhaupt etwas?

Erst letztens sah ich ein Interview um das Thema der „guten Neujahrsvorsätze“, in dem der Interviewte das Konzept stärkstens kritisierte. Darin meint er, dass man, um gute Vorsätze und Entscheidungen für sein Leben zu treffen, nicht auf den Jahreswechsel oder ein anderes besonderes Ereignis warten sollte, sondern wenn man das Verlangen nach Veränderung im Leben verspürt, dementsprechend sofort handelt und sic sein Leben so zu kreieren, wie es einem gefällt.

Das, finde ich, ist ein sehr guter Ansatz, dieses Thema anzugehen. Denn spätetens nach 2-3 Wochen spricht schon niemand mehr über das, was er sich am Jahresanfang vorgenommen hat zu tun und zu erreichen. Und so heißt es dann doch jedes Jahr anstatt „New Year – New Me“ wieder, um aus dem Silvesterklassiker Dinner for One zu zitieren: „The same procedure as every year“.