Ethik Protokoll – Doppelstunde K1 vom 14.02.2019

Thema : Anwendung der utilitaristischen Grundsätze und deren Klassiker
Datum: 14.02.2001 Zeit : 7:45 bis 9:20 Uhr Anwesende: Theano, Ghandi, Hobbes, Albinos, Kant, Sokrates Referentin: Frau Schütze

Ablauf: 1. Organisatorisches 2. Kurzfilm: SommerSONNTAG 3. Arbeitsblatt: „Und nun, Herr Benthmam? “ – Anwendung der utilitaristischen Grundsätze auf einen Kurzfilm 4. Audio und Arbeitsblatt: Klassiker des Utilitarismus: John Stuart Mill: -Leben & Wirken -qualitativer Utilitarismus

Nachdem sich (fast) jeder eine Tasse Tee gemacht hatte und auch Organisatorisches schnell geklärt wurde, startete der Unterricht mit einem Kurzfilm Namens „SommerSONNTAG“. In diesem geht es um einen Brückenmeister, der dafür sorgt, dass die Brücke unten ist, wenn ein Zug durchfährt und dass sie oben ist, wenn ein Schiff durchfährt. Eines Tages nimmt er seinen gehörlosen Sohn mit auf die Arbeit, der sich sogleich mit Stift, Papier und der Mütze seines Vaters bewaffnet draußen neben die Gleisen setzt. Währenddessen kämpft sein Vater mit einem Stromausfall. Plötzlich jedoch kommt ein Windstoß und weht dem Jungen die Mütze vom Kopf direkt auf einen kleinen Vorsprung. Daraufhin klettert der Junge sofort hinterher. Die Brücke ist zwar oben, doch es nähert sich ein Zug und die Regel besagt das die Brücke drei Minuten vor Zugeinfahrt komplett geschlossen sein muss. Doch dann sieht der Vater seinen Sohn unter der Brücke, dem Tode geweiht, da er die Warnrufe seines Vaters nicht hören kann. Nun muss der Vater sich entscheiden: Opfert er 293 Zuggäste und lässt die Brücke oben oder er opfert das Leben seines Kindes und schließt die Brücke. An dieser Stelle hielt Frau Schütze den Kurzfilm an und fragte uns nach unserer Entscheidung. Dabei sollten wir uns in den Protagonisten hineinversetzen und seine möglichen Gedanken und Gefühle wiedergeben.

Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns alle einig, dass es richtig wäre die Brücke herunterzulassen und somit den eigenen Sohn zu opfern. Trotzdem mussten wir uns eingestehen, dass so eine Entscheidung, in so einer Situation zu fällen, viel schwieriger ist, als nur darüber zu reden und zu behaupten man hätte so gehandelt. Die Beziehung des Vaters zu seinem Kind ist nämlich viel größer als die Beziehung des Vaters zu den Zuggästen die er eventuell nicht einmal kennt oder noch nie gesehen hat. Aber auch der Utilitarismus unterstützt diese Entscheidung, da die Entscheidung die Brücke zu senken besser für die Allgemeinheit ist, da mehr Menschenleben gerettet werden und weniger Schaden und Leid verursacht wird. Passend dazu hörten wir uns noch eine Audio über John Stuart Mill, einer der Begründer des Utilitarismus, an und sollten dabei noch ein Arbeitsblatt ausfüllen, dass wir dann auch gleich danach besprachen.

Nach der Besprechung und einer engagierten Diskussion beendete Frau Schütze PÜNKTLICH zum klingeln um 9:20 Uhr den Unterricht 😉

Von Goblins und Priestern

Im tiefen Südwesten Chiles gibt es eine Insel namens Chiloé, welche die Heimat eines unglaublich hässlichen Goblins namens „El Trauco“ und seiner genauso hässlichen Frau ist. Aber obwohl er so hässlich ist, schafft er es dank seiner morphologischen Eigenschaften immer wieder, ein junges Mädchen zu schwängern. Das heißt, von seiner Art her ist er ähnlich wie der christliche Gott, nur lange nicht so berühmt. Soweit so Monogam. Ausserehelicher Sex und die darauffolgenden Nebenwirkungen sind ein verbreitetes Problem aller monogamen Zivilisationen und um nicht alle jungen und schwangeren Frauen an das soziale Stigma zu verlieren und sie verbannen zu müssen, ist es nur logisch eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit zu schaffen, die aber das Stigma an sich nicht verliert (darum ist El Trauco auch so betont hässlich). El Trauco ist sozusagen ein Sündenablassschein, um die Bevölkerung langfristig zu erhalten, ein klassischer Succubus. Doch was die Geschichte wirklich besonders macht, ist das, was die Kolonialisierung Chilés durch die Spanier aus dem Goblin machte. Ab da begann der Succubus häufiger die Form reicher Männer und frommer Priester anzunehmen, denn die Konquistadores waren selten für ihre freundliche Behandlung von einheimischen Frauen bekannt. Mit dem Einzug der Vergewaltiger in Chiloé bekam El Trauco die Rolle einer unausgesprochen Vereinbarung, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Aber man muss sich in die Haut der
indigenen Huilliches versetzen: Man konnte nicht die Übermacht der reichen und militärisch überlegenen Spanier überwinden. Und noch weniger konnte man tausende von jungen Frauen mit dem wichtigen Nachwuchs wegschicken. Doch vor allem konnte man nicht nachfragen, was wirklich passiert sei. Was sollen die Frauen denn sagen? Dass sie vom Inselgourverneur vergewaltigt wurden, und sie sein Kind austragen? Da war es für die Menschen das einfachste sich auf das Codewort „El Trauco“ zu reduzieren. Ein Südenablass für die Frau und ein Freifahrtsschein für Männer. Es ist einfacher an einem Goblin zu glauben, als die Wahrheit zu erforschen.

El Trauco (CC2, Wikimedia)

Genau das liegt in der Essenz von allem Glauben. Es ist einfacher nach den Worten des Korans seinen Lebensweg auszulegen, anstatt die intrinsische Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz auf den Schultern zu tragen. Zudem ist es wahrscheinlich auch besser, einen Glauben zu leben, anstatt „einen Wissen“ zu leben. Ich halte es für außer Frage, dass jeder Mensch, mit genug kognitiver Fähigkeit zu predigen, auch erkennt, dass es keinen tatsächlichen Sinn in seinem Glauben und Handeln gibt. Jedoch halte ich es für genauso außer Frage, dass jeder an etwas glaubt, auch der hartnäckige Empiriker und Skeptiker muss das machen. Was ist schon die Alternative? Wissen kann man nicht leben, noch weniger mit derart nihilistischem Wissen. Doch mit dem Wissen einen Glauben zu leben, das geht. Das konnten die tausende Inselbewohnerinnen, ihre Kinder und eine ganze Gesellschaft auch. Vielleicht ist es ein deprimierendes Gefühl, mit dem Wissen um diese Fehlerhaftigkeit in jedem Glauben weiterzuleben, aber die Jungfrauen, die im Himmel auf mich warten, gleichen dieses Gefühl wieder aus.

Protokoll Ethik 8.2.19

Referentin der Doppelstunde : Frau Schütze

Thema der Doppelstunde : Utilitarismus –
Das Nützlichkeitsprinzip nach Jeremy Bentham

Es waren alle anwesend.

Die Stunde wurde durch ein Fallbeispiel einer Schwangerschaft zum Thema Abtreibung angefangen in dem es darum ging zu urteilen, wie man in der Situation (siehe AB) handeln würde.

Alle waren gegen die Abtreibung und befürworteten die Spende der Organe damit man noch mindestens 1-3 Leben retten könnte.

Dieses Ergebnis überraschte Frau Schütze. „Ihr seid der erste Kurs, welcher komplett gegen die Abtreibung ist.“

Jedoch ist klar, dass diese Entscheidung in der Theorie sehr einfach ist aber wenn man nie in so einer Situation gesteckt hat, dann versteht man nicht wie schwer die Praxis ist.

Dazu kann ich aus eigener Erfahrung erzählen:

Vor ca. 3 Jahren wurde meine Mutter schwanger mit einem Kind bei welchem man im 5. Monat einen Chromosomen Fehler entdeckte und sagte, dass sie noch bei der Geburt sterben würde.

Bei uns stand die Option der Abtreibung gar nicht erst zur Frage. Unser Wunsch war es das Kind so natürlich es geht sterben zu lassen.

Auf wundersame Weise überlebte sie die Geburt und es gab sogar eine OP mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% auf ein Leben, doch auch hier entschieden wir uns dafür, dass sie natürlich sterben soll und nicht bei einer OP. ( Insgesamt lebte sie nur 2 Monate)

Bei diesem Dilemma stellten einige aus dem Kurs ein paar schwierige Grundfragen wie z.B. : Wen nehme ich mit auf die Entscheidung? Die ganze Familie? Nur den Ehemann? (…)

Das Grundproblem ist ja das man etwas tun bzw. sich entscheiden MUSS, denn egal ob man etwas macht oder nicht , es wird etwas passieren.

Frau Schütze berichtete, dass sie sich nie vor der Geburt auf solche Merkmale untersuchen lies , damit sie gar nicht erst in so ein Dilemma kommen würde , sondern alles kommen lassen würde wie es käme.

Nach der Pause wurde nun das Fallbeispiel mit dem neuem Thema verbunden :

Dem Prinzip der Nützlichkeit – Der Utilitarismus

Hier geht es um den Philosoph Jeremy Bentham der sich immer nach der Nützlichkeit einer Entscheidung richtet, welche er an der negativen oder positiven Auswirkungen auf das Umfeld und die Gemeinschaft schließt. „Gut ist was nützlich ist“ ( Interesse der Gemeinschaft)

Daraufhin sollte man das Prinzip an unserem Fallbeispiel anwenden um so schauen was die für ihn richtige Lösung wäre.

Kann man so entscheiden ?

Ja, aber nur wenn es für alle das beste ist ?

Irgendwo ist dieses Prinzip trotz allem sehr egoistisch, denn im Nachhinein beschäftigt man sich sehr mit einer subjektiven Sicht und man bindet zwar die anderen mit ein, jedoch nur aus dem eigenem Sichthorizont.

Was heißt überhaupt „es muss für alle das beste sein“ und ist es überhaupt möglich?

Ist dieses Prinzip hilfreich für die Entscheidung(en) ?

Nein, weil man solche wichtigen Entscheidungen nicht berechnen kann oder sollte. Zudem spielen viele Emotionen und andere Faktoren mit rein und die ganz praktische Frage ist ob man überhaupt genug Zeit hat, die ganzen Punkte erst mal durchzugehen.

Eine gute Hilfslinie kann es schon sein, jedoch sind wir der Meinung dass es kein Allheilmittel ist.

Zumal man sich oft damit auch aus der Verantwortung ziehen kann und nicht wirklich selbstständig die Entscheidung trifft.

Zu allem Unglück wurde die Stunde pünktlich auf das klingeln beendet.

Liebe Grüße , Albinos !

P.S.: Dies kann gerne eine Diskussionsrunde über Abtreibung werden 😉

Under Pressure

Die Belastungen des alltäglichen Lebens sind in ihrer Essenz, das was uns unsere Zufriedenheit klaut. Der ständige Gedanke an irgendeinem störendem Faktor führt uns zu einem mentalen Stress, von dem wir nie eine Pause haben. Wann können wir denn behaupten, dass wir nicht gerade an etwas anderes denken, als das was wir im Moment erleben?

Pressure pushing down on me
Pressing down on you, no man ask for
Under pressure that burns a building down
Splits a family in two
Puts people on streets

Inzwischen empfinden wir „Druck“ oder „Stress“ als ein Symptom unserer Gegenwart. Doch bewusst und unterbewusst ein Problem zu verarbeiten ist doch so alt wie das Wort. Auch schon als Kind hat man Stress, ist dem Druck ausgesetzt, den andere auf einen Ausüben.

It’s the terror of knowing what the world is about
Watching some good friends screaming
„Let me out!“
Pray tomorrow gets me higher
Pressure on people, people on streets

Die Erwartungshaltung, die uns gegenüber gelegt wird und die wir natürlich auch anderen auferlegen, erzeugt allen Druck. Der Chef will jenes, die Freundin mehr Aufmerksamkeit, die Mutter ruft ständig an, der Hund kläfft, das Geld reicht nie aus und das Handy klingelt schon wieder! Eigentlich will man nur noch raus! Doch jeder andere scheint das ja auch hinzukriegen!

It’s the terror of knowing what the world is about
Watching some good friends screaming
‚Let me out‘
Pray tomorrow gets me higher, high
Pressure on people, people on streets

Jeder guckt einen mit der Fresse an, die sagt, dass man zu funktionieren hat, und so guckt man auch zurück! Und wenn jeder so eine Fratze zieht, dann vergisst man schnell die Liebe, die eigentlich so wichtig ist. Wir nehmen unsere Zeit als so wertvoll an, dass wir vergessen sie zu genießen und ihr Sklave werden. Doch wo bleibt die Liebe, wenn wir uns aus Stress miteinander streiten? Wenn wir die Mutter nur noch wegdrücken? Wenn wir den Chef nicht mehr als Mentor sehen, sondern als Arschloch?

Turned away from it all like a blind man
Sat on a fence but it don’t work
Keep coming up with love but it’s so slashed and torn
Why, why, why?
Love, love, love, love, love
Insanity laughs under pressure we’re breaking

Rauben wir uns gegenseitig mit Erwartungen und den erzeugten Stress die Liebe? Es ist wohl die Natur unseres Leben, funktionieren zu müssen, um zu überleben. Aber wir brauchen noch etwas mehr, um zu überleben! Unsere gegenseitige Liebe! Wir sind schon so weit gekommen, als Gesellschaft, als Menschheit und auch jeder Einzelne! Jetzt ist es Zeit, unsere Zeit, die Zeit zu lieben!

Can’t we give ourselves one more chance?
Why can’t we give love that one more chance?
Why can’t we give love, give love, give love, give love
Give love, give love, give love, give love, give love?
‚Cause love’s such an old fashioned word
And love dares you to care for
The people on the edge of the night
And love (people on streets) dares you to change our way of
Caring about ourselves
This is our last dance
This is our last dance
This is ourselves under pressure
Under pressure
Pressure

Songwriter: David Bowie / John Richard Deacon / Brian Harold May / Freddie Mercury / Roger Meddows Songtext von Under Pressure © Sony/ATV Music Publishing LLC

Eine Generation für den Klimaschutz

Vor einigen Tagen habe ich an einem Schulstreik für den Klima- und Umweltschutz teilgenommen. Initiiert und Organisiert wurde dieser Streik natürlich von Schülern, nach dem Vorbild des schwedischen Mädchens Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag in Stockholm anstatt vor der Tafel, vor dem Parlament sitzt. Die Demo in Hall war ein voller Erfolg. Rund 400 Schüler streikten, stimmten Sprechchöre an, tauschten sich aus, marschierten durch die Straßen und machten deutlich: Wir wissen, dass es um unseren Planeten geht, wir wissen wer daran Schuld ist, und wir wollen gehört und beachtet werden. Uns steht ein gesunder Planet zu.

Lautstark, etwas jugendlich-naiv, aber mit sehr viel Wut wurden konkrete Forderungen an Politik und Wirtschaft gestellt. Kohleausstieg bis 2030. Einhalten des 1,5 Grad Ziels. Abschalten aller AKW’S, dazu mehr Tierschutz. Ich glaube, wer sich intensiv mit der globalen Erderwärmung, sowie mit der industriellen Vernichtung der Natur beschäftigt und noch 70 Jahre auf der Erde verbringen wird, denkt nicht mehr in den bisherigen altruistischen Kategorien wie unsere Eltern. Klimaschutz ist für uns nicht mehr etwas, was man aus Güte der nächsten Generation betreibt, sondern weil man seinen eigenen Hintern retten möchte. Vielleicht ist es den Teilnehmern des Streikes auf Papier klar, dass unsere Zukunft auf dem Spiel steht, aber wenn in einigen Jahren, die Dürren häufiger werden, die Fluten heftiger, die Bienen staatlich gefördert und Venedig unter Wasser ist, dann werden sie wirklich realisieren, warum Klimaschutz wichtig ist, warum die globale Erderwärmung keine Bedrohung für die Natur, sondern für den Menschen ist. Und dann sind es diese Schüler, Wir, die das Rückgrat der Wirtschaft, der Politik und der Welt sind. Eine Generation, die mit Klimaschutz groß geworden ist. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, an dem Klimaschutz noch kein großes politisches und mediales Thema war. Wir sind mit ihm groß geworden. Was das bedeutet ist Zukunftsprägend. Es bedeutet Menschen, die ihr Leben dieser Aufgabe widmen werden. Das bedeutet kleine Änderungen im Alltag wie effektive Recyclingsysteme und Klima neutrale Fortbewegung, das bedeutet aber auch multinationale Unternehmen, die es irgendwie geschafft haben, mit Klimaschutz Geld zu verdienen. Das bedeutet eine ganze Generation, die die Fehler der Vergangenen ausbügelt, und zwar nicht weil sie Tiere so unglaublich niedlich findet, sondern weil sie sonst von im russischen Permafrost auftauenden Krankheiten dezimiert wird. Dabei ist meine Generation nicht besser als die meiner Eltern, auch wenn diese uns eindeutig in diese Situation geritten hat. Aber Menschen sind Menschen, und Menschen handeln meistens dann, wenn Not wirklich spürbar ist, und wir werden sie spüren. Neun der Zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung -ein Zeitraum von 140 Jahren- waren in den letzten 19 Jahren. Doch entscheidender als das, was wir spüren werden, ist wie wir handeln werden, und da müssen wir unseren Eltern danken, denn das grüne Gedankengut ist in uns stark verankert und ist Schicht-unabhängig, was zum Beispiel die Grünen zur Volkspartei befördert. Klimaschutz wird von einem Thema auf der Straße zu einem Thema der Tagesordnung übergehen, Klimaschutz wird ein fester Bestandteil unseres Lebens sein. In zwanzig Jahren werde Ich nicht auf die Straße gegen Kohlestrom gehen, sondern in der Institutionalisierung und Industrialisierung des Klimaschutzes mein tägliches Brot verdienen. John F. Kenndy sagte: „Nur eines ist auf Dauer teurer als Bildung: Keine Bildung“. Heute ist Bildung in fast allen Staaten eine Institution und für Jeden, für Bildung wird auf internationaler Ebene gekämpft. Heute können wir sagen „Nur eines ist auf Dauer teurer als Klimaschutz: kein Klimaschutz“, und morgen können wir eine Welt haben, in der wir leben können. Dieses Ziel ist die Aufgabe unserer Generation, und unweigerlich werden wir dieses Ziel erreichen müssen. Aber wenn ich an die hunderten jungen Leute denke, die mit ihren beschränkten Mitteln und gegen den Willen vieler Schulen am Freitag da waren, sehe ich weniger Grund zum Pessimismus.

Mit freundlichen Grüßen, Karthasis

Warum lässt Gott das Schlechte und das Böse zu?

Viele Menschen wollen nicht an Gott glauben, besonders Atheisten, weil sie vielleicht davor an Gott geglaubt haben aber schwere Schicksalsschläge erlitten haben, welche sie zornig auf Gott gemacht haben und ihn dafür verantwortlich gemacht haben. Somit wenden sie ihm den Rücken zu und haben ihr Leben lang einen Hass auf Gott. Sie dachten, dass Gott ihnen überall und immer sie von allem Schlechten und Bösen bewahrt, dennoch trifft sie ein solch schlimmes Schicksal. Warum ist Gott so ungerecht? Warum lässt er Tsunamis, Verfolgung, Hungersnöte, Aids, Kriege und Armut zu? Warum lässt er nicht nur die Ungläubigen leiden sondern auch die Christen? All diese Fragen sind berechtigt und haben ihren Grund der direkt auf Gott zurückzuführen ist.

Angenommen wir stellen Gott in Frage und fragen uns, wenn er doch so gerecht und güig ist, warum soll er dann das Böse zulassen? Die Antwort darauf ist der Freie Wille des Menschen der uns von Gott geschenkt wurde. Gott wäre doch nicht gütig wenn er jeden Menschen zwingen würde seinen Gesetzten und seinen Vorstellungen zu gehorchen. Er gibt uns die Wahl zwischen dem Guten und dem Bösen. Allein dieser freie Wille des Menschen ist verantwortlich dafür, dass Böses und Schlechtes in dieser Welt passiert, da wir den freien Willen nicht nach biblischer Vorstellung nutzen. Laut der Bibel lässt Gott Böses und Schlechtes nur vorübergehend zu damit die, die an ihn glauben in den Himmel auffahren, frei von dem Bösen aber dennoch frei in ihren Entscheidungen. Er zwingt uns nicht, er appelliert nur an ihn zu glauben um eines Tages gerettet zu werden, weil unsere Menschheit allein Schuld ist an all dem Bösen was in der Welt passiert. Mit seinem unglaublichen Erlösungsplan, dass wir durch die Wiedergeburt von Jesus ewiges Leben bekommen KÖNNEN, lässt er uns die Freiheit selbst über unsere Lebensweise zu walten. Mit diesem Erlösungsplan hat Gott vor das Böse irgentwann zu vernichten, aber bis dahin er das Böse wegen dem freien Willen zulässt. Desshalb ist Gott auch gerecht und gütig da er uns die Freiheit über unsere Entscheidungen gibt. Das heißt im Gegenzug aber nicht, dass wenn wir an Christus glauben von Krankheit, Verfolgung und anderen schlimmen Sachen verschont bleiben. Doch diese Dinge kann ein Christ mit Gott durchstehen und Gott hilft ihm dabei und segnet ihn wenn er in dieser schwierigen Zeit Gott treu bleibt. Diese schwierige Lebenssituationen bringt dem Christen sozusagen im Wachstum des christlichen Glaubens weiter, sodass der Christ auch in z.B. den Versuchungen des Teufels wiederstehen kann. Die Christen sehen es als Wachstum die anderen sehen es als Gottes Wille der das Böse zulässt. Doch jeder hat dazu die Freiheit zu entscheiden wie man das Böse sieht.

Oft gibt Gott den Christen einen Auftrag, der im ersten Moment als unnütz und absurt, wenn nicht sogar als böse von dem Menschen empfunden wird. Doch aus diesem treuen Handeln macht Gott IMMER das Beste aus dieser Sache, wie man sich Das als Mensch nicht vorsellen kann. Manchmal entsteht aus dem Bösen etwas Gutes, sodass es zum Segen für den Christen wirkt. Als Beispiel dazu die Geschichte von Abraham und Isaak in der Bibel, wo Abraham die Anweisung von Gott erhält seinen einzigen, geliebten Sohn Isaak zu opfern, obwohl Gott Abraham viele Nachkommen durch Isaak versprochen hat. Doch Abraham war, obwohl es eine im menschlichen Sinne furchtbare Tat gewesen wäre, bereit diesen Auftrag zu erfüllen. Doch kurz bevor er Isaak umbringen wollte, hielt ihn Gott davor ab und segente ihn durch diese Entschlossenheit und die Treue zu ihm und gab ihm durch diese Treue so viele Nachkommen von Isaak, dass daraus das Volk Israels entstand ( 1.Mose. 22, 1-19). Durch dieses Beispiel kann man die wunderbare Führung Gottes sehen, obwohl es im ersten Moment als böser Auftrag Gottes schien. Gott ist gut.

Was meint ihr zu diesem Thema. Ich freue mich auf eure Kommentare

LG Hobbes



Dürfen wir Tiere essen bzw. töten?

In unserer Bevölkerung gibt es eine ständig steigende Anzahl von Veganer und Vegetarier. Oft sieht man Werbung von Veganen Produkten in den Medien oder mittlerweile auch auf Getränke Flaschen. Es soll einem vermittelt werden dass man Gesund leben kann, ohne Fleisch bzw. Tierprodukte zu essen. Doch Ich denke dass viele auf Fleisch verzichten, da ihnen die Tiere, die geschlachtet werden leid tun, da sie oft unter schlechten Bedingungen leben und sterben. Da in Deutschland viele Tiere geschlachtet werden, stellt sich die Frage ob man Tiere überhaupt essen oder töten darf und wie man dieses ethisch vertreten kann.

In der sogenannten Tierethik gibt es unterschiedliche Positionen die zu dieser Frage Stellung nehmen, nämlich der Anthropozentrismus, der Pathozentrismus, der Biozentrismus.

Der Anthropozentrismus sagt, dass nur der Mensch einen moralischen Wert hat und dass wir Moralische Pflichten nur gegenüber Menschen haben, da der Mensch als höheres Wesen angesehen wird als die Natur, die dennoch zu schützen ist da sie eine wichtige Lebensgrundlage für den Mensch ist.

  • Tiere essen bzw. töten ist ok.  

Der Pathozentrismus sagt, dass nur die Tiere die leidensfähig oder schmerzempfindlich sind einen Schutz genießen, da unnötiges Leiden vermieden werden soll.

  • Tiere essen bzw. toten ist nur ok wenn das Tier Leidensunfähig ist.

Der Biozentrismus sagt, dass die Moralischen Pflichten gegenüber allen Lebewesen gelten und alle Lebewesen einen Eigenwert haben, den es zu schützen gilt.

  •  Tiere essen bzw. töten ist nicht ok.  

Meine Meinung zu diesem Thema ist, dass wir Tiere essen bzw. töten dürfen, dabei richtet sich meine Begründung nach der Bibel. Es gibt kein konkretes Verbot (mit Ausnahme des Götzenopferfleisch für die Juden im AT)  dass man Tiere nicht essen darf. Außerdem wird der Mensch als Herrscher über die Tiere angesehen (1. Mose 1,28) und in 1. Korinther 10, 25-26 wird aufgefordert ohne auf das Gewissen zu achten Fleisch zu essen (im Kontext geht es um Götzenopferfleisch).

Dennoch sollten wir Tiere nicht unnötig quälen, da sie auch Schmerzen empfinden.

Was meint ihr zu diesem Thema? Ich freu mich auf eure Kommentare.

LG Sokratis  

Todesstrafe

Ein heikles und immer wieder aktuelles Thema ist die Todesstrafe in einigen Ländern der Erde. Für europäische Verhältnisse ist es schwierig, eine objektive Meinung dazu zu bilden, da wir die Rechte und den Schutz demokratischer Gesetzte genießen.

Dennoch sind politische, ethische und auch religiöse Prägungen entscheidend bei der Meinungsbildung, ob man für oder gegen die härteste aller Strafen ist. Immerhin betrifft es das kostbarste, das man, hat: das Leben.

In Deutschland gibt es natürlich keine Todesstrafe – allerdings in anderen 61 Ländern – 90% Prozent davon in Iran, Pakistan und Saudi-Arabien.

https://ze.tt/wo-in-der-welt-gibt-es-noch-die-todesstrafe/

Grundsätzlich sollte die Frage betrachtet werden, ob man als Mensch einem anderen Menschen – egal ob aus Strafe oder Abschreckung – das Leben nehmen darf. Wer gibt einem Menschen das Recht über Tod und Leben zu entscheiden?

Dass Verbrechen bestraft werden müssen, das klar. Aber die radikale Todesstrafe, die absolut keine Chancen für den Verurteilten zulässt, ist eine Bestrafung die viele als menschenverachtend anprangern. Dazu haben Studien gezeigt, dass in Ländern, in denen die Todesstrafe als Abschreckung eingeführt wurde, keine bewiesenen, positiven Auswirkungen auf die Verringerung der Kriminalitätsrate zeigt.

https://www.zeit.de/wissen/2015-03/todesstrafe-mythen

Religöse Menschen lehnen die Todesstrafe ab, weil das Leben das höchste Gut des Schöpfers an seine Geschöpfe ist. Und das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden, obliegt allein dem Schöpfer – Gott.

Es gab in der Geschichte einige Fehlurteile, in denen Menschen zu Unrecht zu Tode verurteilt wurden. Oder Fälle, in denen die Hinrichtung grausam und entwürdigend für den Verurteilten abgelaufen ist. Auch für die Henker ist es ein enormer moralisch schwerer Akt der Bestrafung, der am Gewissen zehrt.

Moralisch stellt mancher sich die Frage, ob es lediglich eine Art der legalisierten Rache für ein Verbrechen ist? Und: rechtfertigt ein Verbrechen, dass der Verbrecher getötet wird? Wie viel Wert hat grundsätzlich ein Menschenleben?
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass oft Verbrechen, die das materielle Eigentum von Staat und Gesellschaft betreffen, härter geahndet werden, als Delikte, die Körper und Menschenleben betreffen.

Persönlich für mich ist die Todesstrafe keine Art der Bestrafung. Es ist eine Rache, die unwiederbringlich ein Menschenleben auslöscht, mit großen seelischen Belastungen für die Strafvollzugsbeamten. Kein Mensch darf einem anderen Menschen das Leben nehmen. Auch nicht, wenn der Verbrecher das vielleicht viele Male getan hat – sonst begibt man sich ebenfalls auf die Seite des Verbrechers.

KANT

Körperwelten – Dürfen Tote im Rampenlicht stehen und Kunst sein? Aufklärung oder Verletzung der Menschenwürde?

Am 8.11.2018 besuchten die Biokurse die Ausstellung der „Körperwelten“ in Heidelberg.

Dort kriegt man tiefste Einblicke in den menschlichen Körper was für die Wissenschaft eine große Hilfe ist.

Das Besondere ? Alle ausgestellten Plastinate sind konservierte, tote Menschen, die vor ihrem Tod dazu eingewilligt haben sich ausstellen zu lassen. (Plastination :Die Methode, Wasser aus den Zellen im Vakuum durch Kunststoff zu ersetzen )

Die Motive sind meistens die, dass man der Familie mit Kosten usw. nicht zur Last fallen oder der Nachwelt und der Wissenschaft dienen will.

Es war unglaublich spannend so genaue und tiefe Einblicke in das Arbeiten des menschlichen Körpers zu kriegen, doch durch die ganze Ausstellung zog sich ein mulmiges Gefühl durch.

Nicht nur, weil man wusste, dass man umgeben von Leichen ist , sondern , weil der Erfinden , Dr. Gunther von Hagen – Arzt und Anatom, einen künstlerisch, inszenierten Aspekt reinbringt.

Die Plastinate sind in verschieden sowohl lebensnahen als auch sehr besondere Posen dargestellt und da stellt sich die Frage, ob die Plastinate gegen die Menschenwürde gehen und wenn ja , darf die Wissenschaft die Berechtigung dafür sein?

Zu erst muss man sagen, dass solche Einblick in den Menschlichen Körper kein Schema in einem Lehrbuch und irgendwelche Puppen jemals geben könnten.

So detailliert und natürlich kann nur die Genauigkeit des menschlichen Körpers darstellen.

Somit dient der Einblick der Wissenschaft, besonders Medizinern und Studenten bzw. Auszubildenden in diesem Bereich.

So anschaulich konnte man vorher nicht der Anatomie auf die Spur gehen.

Dazu muss man erwähnen, dass von Hagen selbst betont, dass es ihm wichtig sei durch die Plastinate das menschliche Wunderwerk auch an den Leihen zu bringen, der sich damit nicht auskennt. Dafür benötige er diesen inszenierenden Weg und den Reiz.

Viele Menschen können vor ihrem Tod dazu entscheiden, wie sie inszeniert werden und sich somit einen eignen würdigen Abgang aus dem Leben aussuchen, denn der Gedanke daran eine von Würmern zerfressene Leiche unter der Erde zu werden erscheint vielen als noch unwürdiger.

Als Plastinat können die Menschen der Nachwelt dienen und z.B. durch besondere Krankheiten auch mehr Verständnis der Medizin und der Allgemeinheit geben.

Medizinerin Angelina Whalley , Ehefrau von Gunther von Hagen, argumentiert in einem Interview damit , dass jeder Mensch jede Sekunde seines Lebens die freie Entscheidung über sein Leben hat, warum sollte er nicht auch das Recht die Entscheidung über seine „Bestattung“ zu entscheiden haben ?

Es wird auch keiner gezwungen zur Ausstellung zu kommen somit muss die Sensationslust des Menschen nicht die Intention dafür sein.

Zu Letzt kann man anhängen, dass acht darauf gegeben wird , dass der Plastinationsvorgang würdevoll passiert.

Soweit scheint es doch als sei die Erfindung der Plastination eine Bereicherung für unsere Welt, jedoch gibt es in der Kontroverse natürlich auch eine ethische Gegenseite.

Im folgendem stelle ich einige ethische Fragen die jeder für sich selber oder in einer Diskussion unten gerne beantworten darf. Meine Meinung kommt am Ende.

Anfangs kann man einwerfen, dass nicht alle Plastinate komplett verwendet werden.

Dadurch, dass die Anfrage groß ist kann man nicht alle Plastinate ausstellen und so werden manchmal nur Einzelteile, wie ein Arm, an Universitäten für eine Einzelntersuchtung geschickt.

Hier stellt sich die Frage:“ Wie sehr wird hier die Würde des Menschen geehrt, wenn sein Körper als nur teils notwendig angesehen wird und der Rest „weggeschmissen wird?“ Wäre es für dich eine ehrenvolle Bestattung?

Ein anderer Punkt ist offensichtlich die schaulustige Darstellung der Plastinate.

Man kriegt durchaus intime Einblicke eben auch über den Intimbereich eines verstorbenen Menschen, welcher diesen wahrscheinlich sein Leben lang intim gehalten hat und nun wird dieser offen für alle Welt.

Zudem gibt es durchaus fragwürdige Plastinate wie zum Beispiel die Embryonenausstellung.

Zugegeben ist diese ein spannender Einblick,jedoch verletzt sie nicht nur anhand der christlichen Weltansicht sondern auch der weltlichen die Menschenwürde.

Ein anderes Beispiel ist zwei Plastinate beim Geschlechtsackt, wo wir erneut bei der Intimsphäre landen.

Noch makaberer wird es aber bei den künstlich angehauchten Plastinaten , die einen eigenen Titel tragen und äußerst poetisch und künstlerisch dargestellt werden.

Konnte man nicht die selben Aussagen und Details in einem Plastinat zeigen ohne ein „Kunstwerk“ daraus zu machen ?

Hier sagen viele, dass der menschliche Körper schon für sich ein Kunstwerk ist und hier eine Plattform gegeben wird, dieses genauer zu betrachten.

Wie weit darf Kunst gehen bzw. ist es schon Kunst?

In dem Fall könnte man sogar sagen, dass Kunst versucht das Ableben des Menschen in Würde darzustellen aber ist nicht die selbe Begründung ein Gegenargument?

Verliert der tote Mensch durch eine Inszenierung gerade dadurch seine Würde. Währen kann er sich ja nicht mehr.

Propst für Rheinhessen , Klaus-Volker Schütz äußert in einer Diskussion im evangelischem Dekanat in Mainz, dass wir heutzutage technisch so weit wären, dass ein 3D Druck das selbe darstellen könne und man keine toten Menschen dort posieren müssten.

Irgendwo bricht man durch das Plastinieren auch den Tod.

Dadurch, dass man der Körper durch das Plastinieren ewig halten kann, könnte man auch sagen,dass man ein elementaren Punkt des Lebens, den Tod, umgangen hat und einen Menschen ewig gemacht hat oder zumindest sein Fleisch.

Anhängend muss man sagen, dass die Angehörigen nicht unbedingt wissen und nicht entscheiden was mit dem verstorbenen passiert und es möglich ist den toten Opa plötzlich in Scheiben auf einer Ausstellung zu sehen ist. Hier erneut die Frage : Wäre eine klassische Bestattung nicht würdevoller und könnte dem verstorbenen den Respekt erweisen ?

Sollte ein Toter im Rampenlicht stehen ? Nur für die Wissenschaft ? Oder darf man dies auch künstlerisch umsetzten ?

Auch darf man sich fragen, ob wirklich alle Ausgestellten vorher gefragt wurden. Was ist mit denen die keine Angehörigen haben ? Es gab schon oft kuriose Momente bei von Hagens.

Meiner Meinung nach ist die Aufstellung auch für mich sehr Eindrucksvoll gewesen.

Danach geht man irgendwie verändert raus, denn die Ausstellung regt definitiv zum denken an.

Selten ist die Grenze zwischen Leben und Tod zu greifbar und man fragt sich irgendwo auch , ob man so enden will .

Desto länger man sich dort aufhält desto weniger sieht man das Leben und seinen Körper als selbstverständlich an. Soviel passiert was man nicht bemerkt und so schnell kann alles vorbei sein.

Irgendwo schätzt man seine Körper danach mehr wert.

Somit hat der wissenschaftliche Aspekt auf alle Fälle zugeschlagen.

Jedoch hatte auch ich durchgehend ein komisches Gefühl bei dem Gedanken auf einer „Kunstausstellung toter Menschen“ zu sein. Immer hielt ich mir vor Augen, dass das vor mir mal was Lebendiges war und dann fängt man an mehr drüber nachzudenken.

Desto mehr echte Details, wie zum Beispiel die Haare, dran waren desto makaberer wurde es.

In meinen Augen wäre es keine würdevolle Bestattung .

Natürlich kann ich dadurch der Wissenschaft dienen, doch ich will nicht nur meine Seele sondern auch meinen Körper von dieser Welt trennen und mich nicht verewigen

Zugmahl will ich nicht das intimste Innere von mir jedem zur Show stellen, weil ich dadurch das Gefühl habe meine Würde verloren zu haben .

Ich würde zu einem Objekt werden und für die Schau- und Sensationslust der anderen dienen.

Vieles spricht auch gegen meinen Glauben und ethische Grundsätze; somit würde ich persönlich mich nicht plastinieren lassen. Zwar falle ich meinen Angehörigen bei meinem Tod zur Last aber der Wunsch des Menschen auch nach dem Tod mit Würde behandelt zu werden strebt in jedem, nur muss es jeder für sich definieren.

Letztendlich muss jeder für sich Entscheiden ob es eine Option für einen selber wäre.

Wenn man mit der Waage zwischen Kunst und Wissenschaft gut klar kommt, dann ist ein Besuch zu den Körperwelten definitiv wert.

Quellen :

https://www.stern.de/panorama/wissen/debatte-um–koerperwelten–ausstellung-die-plastinate-gehoeren-in-unsere-mitte–3833316.html

Ich freue mich auf eine Diskussion ! – Albinos

Leihmutterschaft – ethisch vertretbar oder nicht?

Es gibt immer mehr Paare die keine Kinder bekommen können, sich aber dennoch ein Baby wünschen. Nach oftmals vielen künstlichen Befruchtungen der Frau sehen sie deshalb in der Leihmutterschaft die letzte Möglichkeit. Doch auffällig hierbei ist, dass die Leihmütter aus dem Ausland und aus ärmlichen Verhältnissen stammen. Gründe hierfür sind, dass in Deutschland die Leihmutterschaft verboten ist und die Leihmütter aus dem Ausland oft aus finanzieller Not heraus handeln. Aber ist dies überhaupt ethisch vertretbar?

Davor sollten wir uns aber der Folgen einer Leihmutterschaft bewusst werden. Erstens wird das Kind zu einem Objekt, dass man sich ,,einfach so“ kaufen kann. Außerdem hat das Kind keinen Bezug mehr zu seiner leiblichen Mutter, da es sie nicht kennt. Im schlimmsten Fall könnte das Kind ein mögliches Trauma dadurch davontragen. Trotzdem hätte es trotz allem ein schöneres Leben, da ein von einer Leihmutter ausgetragenes Kind kostspielig ist und es sich somit nicht alle leisten können. Somit würde es in einer wohlhabenden Familie leben. Doch trotzdem könnte die Gefahr bestehen, dass das finanzielle ,,Aus“ des Paares durch hohe Kosten eintreten könnte. Zusätzlich machen sie sich strafbar da, wie schon erwähnt, in Deutschland Leihmutterschaft verboten ist. Doch trotz allem hätten sie sich dadurch ihren lang ersehnten Kinderwunsch erfüllt. Wenn man jedoch denkt, die Leihmutter hätte den meisten Vorteil, irrt man sich. Klar hat sie vielleicht keine Finanzielle Nöte mehr, da sie eine Menge Geld für ihre Verhältnisse bekommt. Die ,,Zeit“ veröffentlichte in einem Online Arikel, dass eine Leihmutterschaft bis zu 100.000 Dollar kosten kann und eine Leihmutter davon 10 bis 30 Prozent bekommt. Natürlich sind die Zahlen Länder abhängig. Der Nachteil jedoch ist, dass die Frauen erst dieses Geld bekommen wenn sie ein gesundes Baby zur Welt bringen. Und da künstlichen Befruchtungen meist bis zu 80 Prozent schief gehen, ist das Leihmutterschaft Geschäft eigendlich ,,Ausbeutung pur“. Auch haben die vielen Schwangerschaften Auswirkungen auf die Gesundheit und es sind sogar Todesfälle bekannt. Siehe: https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/leihmutter-kinder-schangerschaft/seite-2

Auch die Organe der Mutter werden hier ebenfalls zum Objekt und man könnte dies wie mit einem Mietvertrag vergleichen. Außerdem könnte sie ebenfalls ein psychologisches Trauma davontragen, da sie ihr Kind nach der Geburt abgeben muss. Somit kann man auch sagen, dass eine ,,Mutter-Kind Beziehung“ verkauft wird.

Prüft man dies alles mit den Normen und Werten wird schnell klar warum die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Im Grundgesezt steht nämlich das die Würde des Menschen unantastbar ist und somit stellt sich die Frage, ob der Wunsch nach einem Kind mehr Gewicht hat als die Würde eines Menschen.

Gehen wir auch nach der Bibel können wir sehen das die Heiligkeit der Familie und der Ehe zerstört werden kann. Ein Beispiel finden wir in 1. Mose 16 mit der Begebenheit mit Hagar und Ismael.

Meiner Meinung nach ist die Leihmutterschaft ethisch nicht vertretbar, da das Baby und die Mutter als ,,Objekt“ gesehen werden, die nur durch Geld zu erwerben sind. Deshalb finde ich es gut, dass die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Natürlich sollte man die bedürftigen Familien, die dieses Geld durch eine Leihmutterschaft gebrauchen könnten nicht vergessen, doch ich finde das es da noch viele andere Möglichkeiten gibt diese Familien zu unterstützen. Außerdem könnten die Paare, die keine Kinder bekommen können, versuchen ein Pflegekind aufzunehmen oder ein Kind zu adoptieren. Eventuell könnten sie sich sogar ein Haustier anschaffen.

Natürlich würde mich brennend interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht. Also gebt gerne eure Kommentare dazu ab 😉 .

Quellen: https://prezi.com/efsz2y-tnrp9/ist-eine-leihmutterschaft-ethisch-vertretbar/ https://www.imabe.org/fileadmin/downloads/presse/2016-02-02_kathpress.pdf

Lg Aspasia 🙂