Heute schon getwittert?

Social Media ist im Alltagsleben ständig präsent: Sitzt man in der Bahn, so sieht man viele Menschen, die Bilder auf Instagram, Facebook und Co. anschauen oder Nachrichten schreiben. Bei Konzerten sieht man immer in fast jeder hochgestreckten Hand ein Smartphone, um ein Video des Konzerts auf Instagram hochzuladen, und so manche Menschen sieht man sogar beim Fahrrad oder Auto fahren Nachrichten tippen.

Social Media hat auf den ersten Blick nur Vorteile, man kann so mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, egal, wo sie sich im Moment befinden, kann deren Bilder anschauen oder witzige Memes mit ihnen teilen.

Neben dem Austausch mit Freunden dienen aber Instagram, Facebook etc. auch der Selbstdarstellung, man zeigt der Welt, was man macht, man zeigt sich selbst von der Seite, wie man von anderen gesehen werden will. Für viele Menschen sind die Likes, die ihre Bilder bekommen, sehr wichtig und dienen als Selbstbestätigung. So hat eine Studie der Freien Universität Berlin belegen können, dass bei Likes das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert wird – auch ein Grund dafür, dass rund 100.000 der Kinder und Jugendlichen in Deutschland abhängig von Social Media sind.
Man bemüht sich ständig, sich selbst möglichst gut darzustellen und es findet auch ein Vergleich mit anderen statt. Jedes spannende Event des Lebens muss sofort mit der Kamera festgehalten werden, um es dann mit anderen zu teilen. Dabei spielt natürlich unterbewusst immer dieser bereits erwähnte Wunsch nach Bestätigung und Anerkennung eine große Rolle und bringt uns dazu, schöne Momente mit der Kamera festzuhalten und zu später zu posten.

Doch dadurch vergisst man auch, den Moment zu genießen! Man betrachtet die Welt nicht mehr als Akteur, sondern als Zuschauer, wenn man z.B. ein Video von einem Konzert macht. Man ist so konzentriert darauf, dass das Video möglichst gut wird, dass man vergisst, das Konzert zu genießen. Am Ende hat man dann ein paar Likes oder „Gefällt mir- Angaben“, aber nichts von dem Abend mitgenommen. Denn wer ein Video aufnimmt, kann nicht gleichzeitig ekstatisch tanzen und /oder applaudieren.

Bei dieser Aufnahme sieht man allein in einem Umkreis von wenigen Metern drei Smartphones.

Wir erleben weniger , sind in gewisser Weise wie der Protagonist von Max Frischs Roman Walter Faber, der ständig filmt, bloß um nichts erleben zu müssen, man reduziert die Wirklichkeit zu einem zweidimensionalen Film . Anstatt zu erleben, was die Sinneseindrücke mit uns machen, was ein bestimmter Geruch, eine bestimmte Wahrnehmung in uns auslösen, sind wir zu beschäftigt, den „Teilen“-Button zu drücken.

Zudem ist es erschreckend, wie viel Zeit die Nutzung von Social Media in Anspruch nimmt. Laut der Studie der DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verbringen Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden täglich mit sozialen Medien. Wenn man das auf das gesamte Leben hochrechnet, ist das sehr viel Lebenszeit, die man damit verbringt, Bilder von Menschen anzuschauen, die man eventuell nicht einmal kennt oder nicht mag.

Kritisch zu sehen ist auch, dass Social Media niemals wirklichen Kontakt zwischen Menschen ersetzen kann. Im Gegenteil, es führt oft eher zu Konflikten, da Missverständnisse auftreten. Anstatt Differenzen persönlich zu regeln, lädt man seine Wut oder seine Enttäuschung über WhatsApp ab- weil’s einfacher ist. Natürlich ist es vollkommen legitim, über Social Media mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben oder allgemein zur Kommunikation zu nutzen, aber man muss sich dabei der oben genannten Aspekte bewusst sein. Und letztendlich geht auch nichts über das persönliche Gespräch, da man so viel mehr Dimensionen wahrnimmt, als wenn man chattet.

Und wie auch schon Epikur gesagt hat: „Von allem, was die Weisheit für die Glückseligkeit des ganzen Lebens bereitstellt, ist der Gewinn der Freundschaft das bei weitem Wichtigste.“

 

Ich persönlich nutze natürlich WhatsApp, Instagram und Co., aber gerade in letzter Zeit ist mir bewusst geworden, wie viel Zeit die Nutzung von Social Media in Anspruch nimmt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich eher gezeichnete Bilder von anderen anschaue, anstatt selbst kreativ zu sein und etwas zu zeichnen. Einen Großteil der Zeit, die man für Social Media verwendet, könnte man darin investieren, sich selbst zu entfalten und Dinge zu tun, die einem Spaß machen und die einen erfüllen. Zudem ist es oft so, dass man sich mit den Künstlern im Internet vergleicht und dann deprimiert ist, weil man denkt, man könne sowieso nie so gut werden wie die anderen. Dementsprechend ist man dann eher geneigt, erst gar nichts auszuprobieren. Deshalb habe ich auch jetzt in den Ferien Social Media Detox gemacht, dh. (mit einer Unterbrechung von einem Tag) fast zwei Wochen ohne Internet verbracht, was ich als echt befreiend empfunden habe, vor allem, da ich auch mehr Zeit hatte, um zu zeichnen 😉 Dennoch finde ich nicht, dass man gleich ganz ohne Social Media leben muss, man muss sich nur bewusst sein, wie stark und oft man es nutzt und ob man nicht vielleicht lieber den Moment genießen sollte.

Wie steht ihr dazu? Könntet ihr es euch vorstellen, eine Woche ohne Internet zu verbringen? Oder seid ihr der Meinung, dass die Vorteile von Social Media bei Weitem überwiegen?

LG Entschlossenheit 😊

 

Zum Weiterlesen: Woran erkennt man eine Abhängigkeit von Social Media?
https://ccam-ascor.nl/research-measures/166-engels/research-measures/484-social-media-disorder-scale
Selbsttest https://www.jumpradio.de/thema/selbsttest-internetsucht-100_showImage-frage-test-internetsucht-106_zc-e6ab0709.html

 

 

Quellen:

 

Obdachlosen helfen

Soll man Obdachlosen helfen- ja oder nein?

Betrachtet man diese Frage, so wird wohl jeder Mensch intuitiv sagen, ja, natürlich soll man Obdachlosen helfen. Dennoch ist es in der Realität oft so, dass viele Menschen ohne einen zweiten Blick an einem Bettler vorbeilaufen. Woran liegt das? Und was sind Gründe dafür, Obdachlosen zu helfen?

Das Zitat von Jean de La Bruvére, „Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat“, deutet an, dass es einem selbst Freude machen kann, andere durch ein Geschenk zu erfreuen.
Das hat wohl auch jeder schon selbst erlebt, wenn man erwartungsvoller in Bezug auf die Freude der Freunde/Familienmitglieder ist, wenn diese das sorgsam ausgewählte Geschenk auspacken, als gegenüber den Geschenken, die man von ihnen erhält.

Nach Kant hat aber diese Handlung mit der Absicht, anderen Menschen Freude zu bereiten, keinen sittlichen Wert, es ist eine Handlung aus Neigung. Man sollte aber solche Handlungen nicht aus Neigung, sondern aus Pflicht tun, also sich durch Vernunft zu dieser Handlung zu entscheiden, erst dann hat eine Handlung einen wahren sittlichen Wert. Wie gelangt man also durch Vernunft zu dem Willen, Obdachlosen zu helfen?

Dazu muss man den kategorischen Imperativ anwenden: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“. Man stellt fest, dass es erstrebenswert ist, wenn die Maxime, „Helfe Obdachlosen“ allgemeines Gesetz werde, da es dadurch längerfristig vielen Menschen besser geht. So kann man die Frage, ob man Obdachlosen helfen sollte, also auch aus Sicht von Kant bejahen, nicht nur durch den allgemeinen Menschenverstand oder die Freude, die man selbst beim Geben empfindet.

Auch aus der christlichen Sicht ist es erstrebenswert, seinen Nächsten etwas Gutes zu tun wie das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ besagt. Aber dennoch ist es so, dass viele Menschen die Augen verschließen und an den Bettlern vorbeieilen. Doch was sind die Gründe hierfür?

Zum Einen kann man sagen, dass viele Menschen Angst haben, dass die Bettler das Geld, das sie von ihnen erhalten, für Dinge wie Alkohol oder Zigaretten ausgeben. Zum anderen herrscht bei vielen auch die Befürchtung vor, die Bettler müssten das „erwirtschaftete“ Geld wieder an eine Art Bettlermafia abgeben.

Doch vielen dienen diese Gründe nur als Vorwand, sich nicht mit der Situation von armen Menschen vor ihrer Nase zu befassen, sie schieben diese Gründe vor, um ihr Gewissen zu beruhigen. Denn wenn man wirklich helfen will, dann findet man eben einen Weg, um diese Befürchtungen zu umgehen. So könnte man zum Beispiel den Obdachlosen fragen, ob er etwas essen möchte oder einen Kaffee trinken will. Auch so kann man den Menschen helfen, denn Hilfe impliziert ja nicht nur finanzielle Hilfe.

Dennoch ist es schwierig, denn man kann schließlich nicht allen helfen, denn es gibt ja nicht nur einen Bettler, sondern sehr viele. Wo soll man anfangen und wo soll man aufhören?
Trotz dessen bin ich eindeutig der Meinung, dass man Obdachlosen helfen sollte, egal in welcher Form, Geld oder Essen, wobei ich auch eher zu Essen tendiere. Und wenn man niemals anfängt zu helfen, dann ändert sich ja nie etwas und für diese Menschen bedeutet eine kleine Geste oft schon sehr viel…  Also, nach Mahatma Gandhi:

Be the change that you wish to see in the world.”

Was ist eure Meinung dazu? Gebt ihr Obdachlosen oder Bettlern Geld, wenn ihr einen seht oder nicht? Wenn ja/nein, warum?

 

PS: Wer sich noch mehr für das Thema interessiert, auf YouTube gibt es viele Videos dazu, wie z.B. das hier: https://www.youtube.com/watch?v=PYRBpo0eFpU

 

Quellen: Heftaufschriebe, Gehirn 😀

14. Dalai Lama – Säkulare Ethik

Der 14. Dalai Lama stammt ursprünglich aus Tibet, musste allerdings schon vor vielen Jahren aus seiner Heimat fliehen, da die Chinesen aus rein politischen Gründen Tibet besetzten und die tibetischen Buddhisten verfolgten, beziehungsweise noch immer verfolgen. Aus diesem Grund lebt auch der Dalai Lama oder wie man auf deutsch sagen würde „eure Heiligkeit“ im Exil in Nordindien und das seit 56 Jahren. Einer der Punkte, der ihn besonders macht ist, dass er trotz seiner Geschichte keinen Hass gegenüber den Chinesen hat, im Gegenteil er versucht diese besser kennenzulernen und versucht ihr Handeln und ihre Gedanken nachvollziehen zu können.

Als 14. Reinkarnation ist er bei den tibetischen Buddhisten bekannt und wird von diesen angebetet, im Rest der Welt kennt man ihn allerdings auch als Friedensnobelpreisträger und als einen Mann der versucht mit seinen Worten und seinem Lächeln, die Welt ein bisschen besser zu machen. Er setzt als Ziel der Menschheit, beziehungsweise der Gesellschaft, den Weltfrieden, neben ihm noch andere wesentliche Punkte, wie Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit.
Um diese Ziele, oder alles umfassend diesen Weg zu gehen, hat er die Idee einer säkularen Ethik.
Einer Ethik, jenseits aller Religionen, die das Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung in jedem einzelnen stillt, fernab der Herkunft, der Kultur, dem Geschlecht und der Religion.
In dieser besonderen, neuen Ethik soll es darum gehen, als Gemeinschaft in der Welt etwas zu verändern mit Werten, wie zum Beispiel Mut, Feindesliebe, Mitgefühl, Meditation, Umweltbewusstsein.

Er selbst, als gläubiger Mensch, ist der Überzeugung, dass Religionen oft intolerant sind und der eigentliche Wert in der elementaren menschlichen Spiritualität liegt, außerdem sagt er, dass ein Leben ohne Religion gut möglich ist, eines ohne innere Werte allerdings nicht. Er versucht dies mit folgendem Beispiel zu erklären:

„Nach meiner Überzeugung können Menschen zwar ohne Religion auskommen, aber nicht ohne innere Werte, nicht ohne Ethik. Der Unterschied zwischen Ethik und Religion ähnelt dem Unterschied zwischen Wasser und Tee. Ethik und innere Werte, die sich auf einen religiösen Kontext stützen, sind eher wie Tee. Der Tee, den wir trinken, besteht zum größten Teil aus Wasser, aber er enthält noch weitere Zutaten – Teeblätter, Gewürze, vielleicht ein wenig Zucker und – in Tibet jedenfalls – auch eine Prise Salz, und das macht ihn gehaltvoller, nachhaltiger und zu etwas, das wir jeden Tag haben möchten. Aber unabhängig davon, wie der Tee zubereitet wird: Sein Hauptbestandteil ist immer Wasser. Wir können ohne Tee leben, aber nicht ohne Wasser. Und genau so werden wir zwar ohne Religion geboren, aber nicht ohne das Grundbedürfnis nach Mitgefühl – und auch nicht ohne Wasser.“

Der Buddhismus ist eine der friedlichsten Religionen, die auf unserer Erde existieren, somit ist es für den Dalai Lama nicht unfassbar schwer nach seinen selbst aufgestellten Regeln zu leben, allerdings verfolgt er diese in besonderem Ausmaß. Er bleibt sich und seiner Religion in fast allen Lebenssituationen treu, man könnte sagen, dass er ein „vorzeige“ Mensch ist, wenn man den Frieden und eine friedliche Gemeinschaft als Ziel nimmt.

Für mich persönlich ist dieser Mensch absolut beneidenswert, wären mehr Menschen mehr wie er, wäre unsere Welt mit Sicherheit ein ganzes Stück besser. Allerdings empfinde seine Idee einer säkularen Ethik noch bedeutsamer, da nicht in jeder Religion, der Frieden oberstes Privileg ist und Themen, wie der Umweltschutz nur selten in diesem Zusammenhang behandelt werden. Was sagt ihr dazu, würdet ihr eine solche, neue Ethik jenseits aller Religionen befürworten? Oder glaubt ihr, dass eine Säkulare Ethik noch keine Chance hat in unserer Gesellschaft?

Benachteiligung von Frauen?

Hallo alle zusammen

Frauen dürfen wählen, arbeiten und Deutschland hat sogar eine Kanzlerin. Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass Frauen im Berufsleben immer noch benachteiligt sind.

Zahlenmäßig sind Frauen unterlegen – zumindest beim Gehalt und beim Anteil weiblicher Führungskräfte. Auch in der Arbeitswelt gibt es Sexismus, also Benachteiligung aufgrund des Geschlechts.

Fakt ist, dass in den Vorständen börsennotierter Unternehmen die Frauen in Deutschland noch immer stark in der Unterzahl sind. Nach dem Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums hat sich die ökonomische Kluft zwischen den Geschlechtern immer weiter geöffnet. Die Experten gehen davon aus, dass es – rein theoretisch – noch 170 Jahre dauern wird, bis Männer und Frauen ökonomisch gleichgestellt sind.

Für die Benachteiligung gibt es sehr viele Gründe: Wenn es um den Job geht, treten vor allem Frauen kürzer, sobald es um das Thema Kinder geht. Der Mutterschutz, der allen Schwangeren Frauen zusteht hindert sie oft am beruflichen Fortkommen. Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass Frauen nach der Geburt eher Abstriche beim Thema Karriere machen als Männer – viel mehr Mütter als Väter entscheiden sich dann für Teilzeit. Nur 27 Prozent der Frauen arbeiten mit einem Kind unter sechs Jahren in Vollzeit. Bei den Männern handelt es sich um 95 Prozent.

In Deutschland bekommen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Dies lässt sich zum Beispiel auf die unterschiedliche Berufs- oder Studienwahl zurückführen. Aber auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation beträgt die Differenz beim Lohn noch sieben Prozent. Sie zeigt, dass es im Berufsleben immer noch zu einer Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern kommt.

Dieser Unterschied ist in dieser Statistik klar erkennbar: https://www.igmetall.de/entgeltgerechtigkeit-fuer-frauen-11302.htm

Meiner Meinung nach ist es schockierend, wie es auch in der heutigen Zeit noch Probleme mit der Emanzipation gibt. Aus meiner Sicht sollte zwischen Männern und Frauen keinerlei Unterschiede gemacht werden. Wie seht ihr das? Findet ihr die Bevorzugung von Männern gerecht? Welche Beispiele fallen euch noch ein, in denen Frauen benachteiligt werden?

Schöne Ferien

Gelassenheit

 

 

Religionen im Vergleich

Hallihallo 🙂

Als ich mich in der letzten Woche auf die Ethik Klausur vorbereitet habe, kam ich irgendwann einmal bei dem im Unterricht behandelten Thema „Religionen“ an. Um mir einen Überblick zu erschaffen, recherchierte ich im Internet und fand einige spannende Dinge die auch euch interessieren könnten.

 

Wer kennt sie nicht, die großen Weltreligionen? Vom Buddhismus, über Christentum, Hinduismus, Islam – wir leben in einer stark pluralistisch geprägten Glaubensgesellschaft. Gerade hier ist das Wort “Toleranz” überaus wichtig: Leuten, die andere Standpunkte haben als man selbst, mit vollem Respekt begegnen.  Aber trotzdem kann es ja nie schaden, die Sicht des Andersdenkenden zu kennen. Wie ticken die “Anderen”? Im Folgenden möchte ich das näher beleuchten, die großen Religionen im Vergleich – Gemeinsamkeiten, aber auch die zentralen Unterschiede herausarbeiten.

  • Das ChristentumDas Christentum basiert auf der Lehre von Jesus Christus. Jesus bezeichnete sich nicht als Prophet, sondern als Gott persönlich. Wichtigster Inhalt ist: Liebe zu Gott, und Liebe zu den Mitmenschen. Erlösung erlangt man aber nicht durch eigenes Tun, sondern allein durch die Gnade Gottes, die für jeden Menschen gilt. Es gibt gewisse Regeln, die für ein Zusammenleben vorausgesetzt werden: Gott ehren, nicht stehlen, nicht töten, nicht schlecht über andere reden. Allerdings man muss sich den Weg zum ewigen Leben, zum Himmel nicht verdienen bzw. erarbeiten. Es reicht, Ja zu sagen zur Liebe Gottes. Es reicht, Gottes Vergebung anzunehmen und auf seine Gnade zu vertrauen.
  • Der HinduismusDer Hinduismus kennt nicht nur einen einzigen Gott, sondern vielmehr eine Vielzahl an Göttern. Deshalb wird der Hinduismus auch als polytheistische Weltreligion bezeichnet. Die drei Hauptgötter und somit auch die wichtigsten im Hinduismus sind Varna, Vishnu und Shiva. Doch trotz des polytheistischen Glaubens sehen viele Hinduisten in all diesen Göttern nur die verschiedenen Gesichter eines einzigen Gottes – Brahman. Andere Hinduisten glauben heutzutage eher, dass nicht Brahman, sondern Shiva oder Vishnu der Gott ist, welcher durch andere Götter sein Gesicht bekommt.

    Der Hinduismus setzt sich zudem aus verschiedenen Religionsformen zusammen. Gemeinsam haben sie aber alle den Glauben an das „ewige Weltgesetz“, das „Karma“. An das Karma knüpft sich der Glaube an die Seelenwanderung. Es sagt, dass jede in diesem Leben ausgeführte, moralisch bedeutsame Handlung das Schicksal des Lebewesens in seiner nächsten Wiederverkörperung bestimmen wird. Hat also jemand in seinem Leben Gutes getan, wird es ihm im folgenden Leben gut gehen. Nach dem Weltgesetz haben alle Lebewesen schon seit Ewigkeit bestehende Seelen, die nur die materiellen Hüllen wechseln. So geht nach dem Karma die Seele nach ihren Taten Körper ein. 

  • Der IslamDer Islam ist eine monotheistische Religion, die auf dem Koran gegründet ist. Muslime glauben, dass der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed diese Heilige Schrift eingegeben hat. Der entscheidende Unterschied vom Islam zum Christentum besteht darin, dass die Anhänger des Islam ihren Propheten Mohammed nicht so in den Mittelpunkt rücken wie die Christen Jesus. Für sie ist der Koran wichtiger. Aus muslimischer Sicht ist Gott verborgen, vollkommen von der Schöpfung losgelöst und in keiner Hinsicht seinen Geschöpfen ähnlich.

    Gott offenbart sich damit nicht selbst (sondern in einem Buch), denn er überschreitet seine Transzendenz nicht. Aus dem Wissen um Gottes Existenz ergeben sich für den Muslim Folgen: Der Mensch wird am Tag des Gerichts für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Nur wer es schafft, ohne Schuld und Fehler zu leben, kommt letztlich ins Paradies. Zu einem gottgefälligen Leben gehört im Islam zudem die verpflichtende Einhaltung der so genannten „Fünf Grundsäulen: Annahme und Sprechen des Glaubensbekenntnisses, tägliche Einhaltung des fünffaches Gebets, Zahlung von Almosensteuer, jährlich einmonatiges Fasten und die Pilgerfahrt nach Mekka. Muslime glauben an ein Leben nach dem Tod.

  • Der BuddhismusDer Buddhismus gründet auf den Lehren des ersten Buddhas, Siddhartha Gautama. Er unterschiedet sich vom Christentum, Islam und Judentum im Wesentlichen in seiner Haltung gegenüber einer höher stehenden Macht. Im Buddhismus gibt es keinen persönlichen Gott, auch Buddha selbst sah sich nicht als Gott oder Gottes Gesandte. So versteht sich der Buddhismus mehr als eine Lebensart. Deshalb musste der Buddhismus lange darum kämpfen, als Religion vollständig anerkannt zu werden.

    Die Lehre des Buddhas besagt, dass jeder Mensch voll von so genannten „Giften“ ist. Diese setzen sich aus Gier, Hass und Selbstsucht zusammen. Nur wer es in seinem irdigen leben schafft, diese schlechten Eigenschaften auszumerzen, wird nach dem Tod das Nirvana erfahren. Hier wird das Leben als ein „Ich-Wahn“ bezeichnet, welches man vernichten muss. Die Vier Edlen Wahrheiten des Buddhaa sind zum Einen, dass das gesamte Leben nur aus Leiden und einer Unzufriedenheit besteht. Dies beginnt mit der Geburt und endet erst mit dem Tod. Begründet wird dieses leiden etwa damit, dass man in seinem Leben oftmals mit Menschen zusammen sein muss, die man nicht leiden kann und weil man nie das erreicht, was man benötigt, um glücklich sein zu können.

    Dieses menschliche Leiden kann man nur überwinden, wenn man den so genannten „Achtfachen Pfad“ befolgt. Dieser setzt sich aus rechter Erkenntnis, rechtem Handeln, rechtem Leben und Sterben, rechtes Sichversenken, rechter Achtsamkeit, rechter Gesinnung und rechtem Reden zusammen. Wer all dies befolgt, wird das Nirvana erfahren. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen himmlischen Ort wie oftmals vermutet wird. Das Nirvana beschriebt viel mehr einen Zustand, in welchem man es geschafft hat, den „Ich-Wahn“ zu besiegen.

    Hier habt ihr auch mal einen Überblick wie sich die Mitgliederzahlen der Religionen entwickelt haben und vermutlich in der Zukunft entwickeln werden:

 

Grafik anschauen: http://www.bibelundermutigung.de/religionen_welt.htm

 

Ich hoffe auch ihr empfandet diese Informationen als spannend. Welche Religionen kennt ihr denn noch und welche Religion begeistert euch am meisten ?

Liebe Grüße

Gelassenheit

Verbessert die moderne Technik unser Leben?

Hallo ihr Lieben 🙂

Immer wieder stelle ich mir die Frage: Wie war der Alltag vor 100 Jahren und wo liegen die Unterschiede zum heutigen Alltag?

Ein Alltag ohne moderne Technik kennen heutzutage nur noch wenige junge Menschen. Doch wie war das früher und geht es uns wirklich besser als in alten Zeiten?

Die meisten Leute nutzen ihr Handy um informiert zu sein, was es im Freundeskreis, der Politik oder sonst im Weltgeschehen Neues gibt. Früher war es nicht so einfach, sich mit anderen Menschen auszutauschen. Das Telefonieren war sehr teuer und Briefe brauchten lange Zeit, um von A nach B zu gelangen.

 

Quelle: https://de.statista.com/infografik/2009/wofuer-smartphones-in-deutschland-taeglich-genutzt-werden/

Bereits früh am Morgen klingelt unser Wecker. In der heutigen Zeit verwenden viele Menschen ihr Handy mit dem Lieblingslied als Wecker. Früher jedoch wurden die Menschen vom Läuten der Kirchturmuhr geweckt. Danach kommt das morgendliche Duschen. In alten Zeiten war es kaum vorstellbar, sofort warmes Wasser aus einem Hahn zu bekommen. Dieses musste erst aufgewärmt werden und sich waschen mit warmem Wasser an jedem Tag war ohnehin undenkbar. Nach dem Duschen wird gefrühstückt. Viele Leute schieben einfach ein paar Toasts in den Toaster und bestreichen sie mit Marmelade, die sie im Supermarkt gekauft haben. Früher war es aber viel aufwändiger. Denn man musste selber Brot meistens selbst backen und die Marmelade wurde gerade in den Dörfern noch vom selbstgezogenen Obst gekocht.

Und natürlich darf der Kaffee nicht fehlen. Heutzutage legt man ein Pad in die moderne Kaffeemaschine und los geht’s. Im Gegensatz dazu musste man in alten Zeiten erst mit der Kaffeemühle die gerösteten Bohnen mahlen, das Wasser erhitzen und dann erst konnte man das Kaffeepulver aufgießen. Nach dem Frühstück fährt man mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Das ermöglicht es vielen Menschen, sich eine weiter entfernte Arbeitsstelle zu suchen und natürlich hat man mehr Auswahl bei der Berufswahl. Wohingegen man früher eine Arbeitsplatz im Dorf oder der Stadt hatte. Denn damals war es nicht üblich, ein oder zwei Autos zu haben. Dann, auf der Arbeit, wird extrem viel mit dem Computer gearbeitet. Dieser erleichtert die Arbeit sehr – und zusätzlich ist das Tippen schneller als das Schreiben mit der Hand. Auch E-Mails oder Websites von Unternehmen gab es früher noch nicht.

Nach der Arbeit hat man vielleicht noch einen Arzttermin. In den letzten Jahren hat die Entwicklung von Medikamenten einen enormen Fortschritt gemacht. Vor ungefähr 120 Jahren gab es beispielsweise noch kein Antibiotikum. Heute wird dies als ganz normal angesehen. Und dann, wenn man abends wieder nach Hause kommt, sieht man fern oder surft im Internet. Auch diese Möglichkeiten hatte man früher nicht, sondern man las und ging früh schlafen..

Mein Fazit ist, dass das Leben heutzutage durch die moderne Technik viel bequemer ist. Jedoch ist es möglich weltweit miteinander zu kommunizieren. Dies ist deutlich schneller möglich als damals.

Was sagt ihr dazu? Verbessert die moderne Technik unser Leben im positiven oder bringt sie eher Nachteile mit sich?

Liebe Grüße

Gelassenheit

Achtung: wie siehts denn hier aus?

Jetzt folgen ein paar organisatorische Hinweise für dieses Blog, die auf Grund der EU-Datenschutzgrundverordnung notwendig werden. Ich versuche in den nächsten Tagen alles nach bestem Wissen und Gewissen umzustellen bzw. anzupassen. Dazu gehört auch, dass ich das Einverständnis der Schüler benötige, dass ihre Daten (also ihre Mailadressen) hier in der Blogsoftware hinterlegt sind. Bei den beiden aktuellen Kursen kein Problem. Aber da ich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler nur noch mühsam erreiche, werde ich alle alten Beiträge löschen werde ich alle ehemaligen Schüler löschen und ihre Beiträge dem fiktiven „ehemaliger Nutzer“ zuordnen.

Außerdem habe ich das Layout geändert. Evtl. kommt da nochmal eine Änderung. So richtig zufrieden bin ich mit dem hier noch nicht. (edit: durchgestrichen. Ich lass das jetzt erstmal so.) Immerhin, und das war die Absicht, ist es mobilfähig, sodass ihr mit dem Smartphone schreiben und kommentieren könnt. Wie gefällt es euch? Ist die Schrift zu groß?

Generell befürworte ich die Datenschutzgrundverordnung! Sie gibt Internetnutzern ein wenig mehr Transparenz, was mit ihren Daten passiert bzw. was nicht passieren darf.

Protokoll von Freitag, den 9. März 2018

Freitag, den 9. März 2018 von 11:25-13:00 Uhr

Gymnasium Gerabronn Kursstufe 1

Referentin: Sü

Anwesenheit: alle 7 Schüler sind da

VerfasserIn: Phaenomen218

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Kurzfilm „Hundeleben“
  3. Herleitung der Freiheit aus dem kategorischen Imperativ
  4. Folge 4&5 aus „Kant, Sophie und der kategorische Imperativ“

Organisatorisches:

Wir haben zu Beginn der Stunde darüber abgestimmt, ob wir die nächste Klausur (am 4.5.2018) mit oder ohne Ordner schreiben werden. Die Abstimmung war einstimmig dafür, ohne Ordner zu schreiben

Kurzfilm „Hundeleben“: 

Der Film handelt von einem kleinen Jungen, der mit seinem Hund auf der Straße lebt. Er ist auf dem Markt, um sich etwas zu Essen zu kaufen, doch sein Geld reicht nicht aus. Daraufhin geht er zu einem armen Bettler und gibt ihm seine letzten Geldstücke. Der Junge geht dann nochmals los um sich die Dinge die er nicht kaufen konnte einfach zu nehmen. Mit viel Geschick gelingt es ihm, Würstchen, eine Kerze und zwei Teller zu ergattern. Die Verkäufer sind erst verwundert, gehen dann aber doch wütend auf die Suche nach dem Dieb. Schließlich finden sie den Jungen hinter einem Haus mit seinem Hund. Sie sitzen an einer Holzkiste mit einer Zeitung als Tischdecke, einer Kerze und den Tellern mit Würstchen. Am Ende zögern die Verkäufer dann doch, sich die geklauten Dinge zurückzuholen.

Herleitung der Freiheit aus dem kategorischen Imperativ: 

Seite 12 im Immanuel Kant Block:

  1. Freiheit ist die Voraussetzung für die Möglichkeit ethischen Handelns überhaupt: „Nur wer nicht muss, kann wollen.“
  2. Die Bedingung der Freiheit ist die Zwangslosigkeit in Bezug auf Handeln.
  3. Das Hindernis für Zwangslosigkeit oder Willensfreiheit ist das Glücksstreben des Menschen.
  4. Das Glück ist ein vorgegebener Zweck. Daraus folgt, dass alles Handeln somit zum Mittel wird, also nie Selbstzweck ist.
  5. Alle Inhalte des Wollens können damit nie frei sein; z.B. kann Nicht-töten-Wollen aus Angst vor Strafe (Streben nach Wohlbefinden) herrühren.
  6. Nur die eine Form des Willens, der Wille an sich, das Wollen um den Wollens Willen“, der gute Wille, kann demnach wirklich frei sein.
  7. Dieser freie Wille manifestiert sich im kategorischen Imperativ, denn nur dessen Selbstverpflichtung gilt ohne jede Bedingung („Ich will, weil es vernünftig ist!“, d.h. weil es für alle Menschen jederzeit widerspruchsfrei gelten kann).
  8. Daraus folgt die Möglichkeit des Menschen, sich selbst ein moralisches Gesetz zu geben und mithilfe der Vernunft einsichtig zu sein.
  9. Das sittliche, selbst verpflichtende Handeln ist somit der einzig wahre Ausdruck der Freiheit.
  10. Freiheit ist gleich Moralität.

Seite 14: Welche Rolle spielt die praktische Vernunft bei der alltäglichen Handlungsorientierung?

Seite 14: Die Formeln des kategorischen Imperativs:

  • Allgemeine Gesetzesformel:
    • „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
  • Formel analog zum Naturgesetz:
    • „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte.“
  • Selbstzweck-Formel:
    • „Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“ (Menschenwürde: Mensch soll als Mensch angesehen werden)
  • Funktion des kategorischen Imperativs:
    • Das Sittengesetz hat die Funktion eines Prüfverfahrens: es wird an einzelnen Fällen geprüft, ob die Maxime meines Handelns im Sinne des Sittengesetzes verallgemeinerungsfähig ist
    • Modell der Selbstverpflichtung: Jeder Wille ist ein allgemein gesetzgebender Wille; dieser Wille erkennt sein selbst geschaffenes Gesetz freiwillig an. Es wird nicht als „so ist es“ angesehen, sondern als „das wollen wir erreichen“; als Ideal für Handlungen

Folge 4&5 aus „Kant, Sophie und der kategorische Imperativ“


Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und falls ihr eure Gedanken zum Thema teilen wollt, gerne in die Kommentare damit.

Liebe Grüße 🙂

Protokoll Freitag 09.02.2018

Gymnasium Gerabronn GK Kursstufe 1

Referent/in: Frau Schütze

Anwesenheit: 5 von 6 Personen

Verfasser/in des Protokolls: weise1820

Gliederung der Unterrichtsstunde:

  • „Hannah Arendt“ Film
  • Pflicht
  • Interview mit Kant / Imperative

Zu Beginn der Stunde, haben wir den Film „Hannah Arendt“ zu Ende geschaut, den wir bereits in der letzten Woche, begonnen hatten. Dieser handelt von einer jüdischen Frau, der es gelang im zweiten Weltkrieg nach Amerika zu fliehen. Diese hebt sich in einem besonderen Punkt von anderen ab. Seit der Gerichtsverhandlung von Adolf Eichmann, bei der sie dachte auf ein Monster zu treffen, jedoch auf einen Niemand stößt, versucht sie nachzuvollziehen, warum diese Menschen damals so gehandelt haben. Mit der Veröffentlichung ihrer Artikelserie „Die Banalität des Bösen“, gibt sie den Juden eine „Teilschuld“, an dem was damals passiert ist und stellt Männer, wie Eichmann, als Menschen da, die nur nicht wirklich über ihre Taten nachgedacht haben, jedoch keinen so bösen Willen hatten. Ihr wird vorgeworfen, dass sie kalt, gefühllos und arrogant sei, in den Medien starten zahlreiche Hetzkampagnen und sie verliert lebenslange Freunde. Sie beharrt jedoch auf ihrer Meinung und sucht nach Antworten, auch wenn es bedeutet „dahin zu denken, wo es weh tut“.

Nach dem doch sehr bewegenden Film, sprachen wir kurz im Plenum über das Verhalten von Hannah Arendt und ihren Freunden. Dabei konnten wir uns darauf einigen, dass das Verhalten Arendts, zumindest im Nachhinein und ohne engeren persönlichen Bezug zur Nazi-Zeit, doch sehr plausibel schien. Denn letzten Endes wollte sie lediglich das Handeln der Menschen damals verstehen, ihnen allerdings nicht im selben Zuge vergeben.

Im Anschluss dazu, haben wir das Beispiel Adolf Eichmann auf unser Thema, Kant, bezogen. Der Gedanke, war folgender: Welche Bedeutung das Wort „Pflicht“ für Kant hatte und welche wiederum für Eichmann? Diese beiden Bedeutungen, beziehungsweise Definitionen müssen sich stark unterscheiden, denn Eichmann hat seine Pflicht allein darin gesehen, die Befehle auszuführen, die ihm erteilt wurden, ohne groß darüber nachzudenken. Kant hingegen, sieht Pflicht, als den alleinigen Auslöser für moralisch gute Handlungen. Ein guter Wille, ist nur dann ein wirklich guter Wille, wenn er nicht pflichtgemäß, also aus beliebigen Beweggründen ist, sondern nur durch Pflicht bestimmt wird.

Damit kommen wir zu dem dritten Punkt, der Unterrichtsstunde, nämlich dem Kategorischen Imperativ von Kant, welcher das vollständig bedingungslose Handeln beschreibt und laut ihm, sind ausschließlich diese Handlungen moralisch gut. Nachdem wir ein Interview mit Kant gelesen hatten, indem er genaue Informationen zu seiner Ethik gibt und wir ausführlich geklärt hatten, was ein kategorischer Imperativ ist und in wiefern er sich von einem Hypothetischen Imperativ unterscheidet, also dem bedingten Handeln, versuchten wir eigene Beispiele zu finden. Doch bei dem Verallgemeinerungstest scheiterten alle Beispiele, die uns einfielen, nach Kant ist es garnicht so einfach moralisch gut zu handeln.

Arbeitsblatt: Verallgemeinerungstest mit Beispiel

 

 

Protokoll 15.01.2018

Ethik Kursstufe 2

Referentin: Frau Schütze

Verfasser/in des Protokolls: Zufall

Gliederung: 1. Organisation

2. Glaube/Religion

1. Organisation

Zu Beginn der Stunde wurden die Zettel mit den Namen für den Blog verteilt.

2. Thema Glaube/Religion

Wir sollten uns Gedanken machen zum Thema Glaube und Religion, und diese in Form eines Elfchens zu Papier bringen. Diese haben wir dann besprochen. Das Ergebnis war, dass Religion sowohl positive, als auch negative Seiten hat, wie z.B. Hoffnung als gutes und Krieg im Namen Gottes als schlechtes.

Während der Besprechung tauchte die Frage auf was Agnostizismus ist. Agnostizismus bedeutet vereinfacht gesagt, dass man nicht an Gott glaubt, jedoch auch sagt, dass es etwas ist, das man nicht beweisen kann und deshalb nicht ausschließt, dass ein Gott existiert.

Danach sollten wir mit Hilfe unseres Vorwissens, dem Internet und Büchern folgende Tabelle über die Religionen im Vergleich ausfüllen:

Nach der Besprechung der Tabelle war die Stunde zu Ende.