Schlachtung mit Achtung

Um den Fleischhunger der Welt zu stillen steigen die Schlachtungen in der gesamten Welt in die Höhe. Mal ganz davon abgesehen ob wir überhaupt schlachten dürfen, soll es nun eher um die Schlachtungsmethoden gehen. So unterschiedlich die Länder der Welt sind, so unterschiedlich sind auch die Schlachtungsmethoden.

Welche Schlachtungsmethode ist die vertretbarste?

Zum einen gibt es die großen Schlachthöfe. Deren Ziel ist es Masse zu Produzieren und das vor allem billig. Das hört sich schon mal sehr pervers an und es lässt sich auch nicht mit Tiergerechter Schlachtung vereinbaren. Denn für eine Schlachtung in den Schlachthöfen werden die Tiere vom heimischen Bauernhof aus ihrer gewohnten Herde getrennt. Meistens werden sie mehrere Hundert Kilometer in sehr engen und schlecht klimatisierten LKW’s transportiert. Dabei ist es nicht gerade selten, dass auf solchen Transporten mehrere Tiere sterben. Wenn sie es dann überstanden haben, dann sind die Tiere meistens schon sehr gestresst. Das klingt schon mal nicht sehr Tierschützend und bereitet ein Tier überhaupt nicht angemessen auf die eigentlichen Strapazen vor, nämlich die Schlachtung. Das blaue Licht in der Eingangshalle soll die Tiere beruhigen. Auf dem ersten Blick scheint das so als wären die Tiere beruhigt, jedoch gilt das nicht für alle Tiere und eine gewisse Unruhe ist bei allen gegeben. Die Schlachtung an sich ist jedoch am verwerflichsten. Diese beginnt mit der Betäubung des Tieres. Das passiert entweder durch eine Stromzange, die an den Hals des Schweins angelegt wurde. Es bekommt einen Stromschlag mit 360 Volt, danach soll es betäubt sein und nichts spüren. Ob es danach beim eigentlichen Schlachten nichts spürt bezweifele ich. Es mag zwar sein, dass es durch den Stromschlag nicht mehr zeigen kann, dass es schmerzen verspürt. Jedoch kann es sein, dass das Tier diese Schmerzen immer noch empfindet und durch die Betäubung bekommen wir es nicht mit, das Tier jedoch schon. Eine andere Betäubungsmethode stellt das Kohlenstoffmonoxid dar. Dabei werden die Tiere in Kammern gebracht und ersticken durch das Fehlen von Sauersoff. Das ist sehr brutal und im Gegensatz zum Stromschlag, leidet das Tier hierbei etwas länger an den Schmerzen. Bei dem anschließenden Ausblutungsschnitt, spürt das Tier meiner Meinung nach genauso viel wie beim Stromschlag, da es ohnmächtig ist.

Dabei gibt es eine recht neue Schlachtungsmethode, welche die Schlachtung den Tieren gegenüber angenehmer gestalten soll. Seit 2013 gibt es die Schlachtung mit Achtung, die von Thomas Mayer und Sandra Kopf entwickelt wurde. Bei dieser Schlachtung entscheidet die Kuh selber ob sie geschlachtet werden möchte, außerdem geschieht die Schlachtung, also die Betäubung und Schlachtung entweder direkt auf der Weide oder am Stall der Kuh. Die Kuh wird mit Futter in einen Fixierkorb gelockt und läuft auf einen Metall Aufleger des Schlachtungshängers. Falls sie da nicht drauf laufen möchte wird an diesem Tag nicht geschlachtet. Wenn die Kuh bis dahin läuft, fällt die Vorrichtung zu und der Schlachter drückt der Kuh ein Bolzenschuss auf den Kopf und schießt. Die Kuh ist dadurch betäubt und wird innerhalb einer Minute in den Hänger gezogen und bekommt den Stich, damit sie ausbluten kann. Jedoch finde ich, dass das Tier hierbei auch nicht 100% bewusstlos ist und es könnte immer noch schmerzen verspüren. Ein Vorteil davon ist, dass jede Schlachtung per Videokamera aufgenommen wird, somit ist jede Schlachtung Transparent und der Tierarzt muss nicht mehr vor Ort sein. Das spart Kosten und bringt Verbraucher wiederum dazu, eher Fleisch von Schlachtung mit Achtung zu kaufen. Das ganze erspart dem Tier sehr viel Stress. Eine Verladung in enge LKW’s gibt es nicht, sie erleiden keine Strapazen auf dem Schlachthof und der Prozess läuft allgemein angstfrei und transparent ab. Am meisten beruhigt es die Tiere dadurch, dass sie in gewohnter Umgebung sind und in ihrer Herde betäubt und geschlachtet werden. Trotz der Preissenkung durch die Videokamera, ist das Fleisch aus solch einer Schlachtung immer noch teurer, wie das aus Massenschlachthöfen. Das kommt zum Nachteil solcher Innovationen.

Ich finde das „Schlachtung mit Achtung“ am vertretbarsten ist. Ob diese Schlachtungsmethode im Vergleich zu den Methoden aus den großen Schlachthöfen weniger Leid für das Tier bedeutet, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Jedoch werden die Strapazen davor und während dem Transport genommen, somit ist das Tier nicht ängstlich. Das kommt auch der Fleisch Qualität zu gute. Deshalb sollte man für solch ein Fleisch mehr Geld bezahlen und seinen Fleischkonsum allgemein auf Qualitative Fleischproduktion beschränken. Das würde auch solche Innovativen Schlachtungsmethoden vorantreiben und die Fleischindustrie bei der Schlachtung zum Umdenken Zwingen.

Ich freue mich auf eure Meinung 🙂

https://lebensmittelpraxis.de/fleisch/28699-schlachtung-mit-achtung-alles-fuer-den-tierschutz.html

Menschenrechte der EU – veraltet oder noch aktuell?

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.“

Jeder kennt sie, die Menschenrechte in Europa. Doch kaum einer macht sie sich vor Gericht zum Gebrauch oder wer kommt schon auf die Idee vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu klagen. Umso wichtiger ist es, dass jeder von diesen Rechten Kenntnis nimmt und diese auch beachtet. Jedoch haben sich die Zeiten und die Gefahren geändert, wie beispielsweise Klimakatastrophen, Falschmeldungen und systematische Verletzungen der Grundrechte.

Der Dramatiker, Jurist und Schriftsteller Ferdinand von Schirach hat eben über diese Überlegung ein Buch namens „Jeder Mensch“ verfasst. In diesem fordert er die Menschenrechte an aktuelle Katastrophen und Situationen unserer heutigen Gesellschaft anzupassen. Hierbei möchte er die Menschenrechte um 6 weitere Artikel erweitern.

Artikel 1: „Jeder Mensch hat das Recht, in einer gesunden und geschützten Umwelt zu leben.“

Artikel 2: „Jeder Mensch hat das Recht auf digitale Selbstbestimmung. Die Ausforschung oder Manipulation von Menschen ist verboten.“

Artikel 3: „Jeder Mensch hat das Recht, dass ihn belastende Algorithmen transparent, überprüfbar und fair sind. Wesentliche Entscheidungen muss ein Mensch treffen.“

Artikel 4: „Jeder Mensch hat dass Recht, dass Äußerungen von Amtsträgern der Wahrheit entsprechen.“

Artikel 5: „Jeder Mensch hat das Recht, dass ihm nur solche Waren und Dienstleistungen angeboten werden, die unter Wahrung der universellen Menschenrechte hergestellt und erbracht werden.“

Artikel 6: „Jeder Mensch kann wegen systematischer Verletzungen dieser Charta Grundrechtsklage vor den Europäischen Gerichten erheben.“

Bei genauerer Betrachtung wird in den Menschenrechten auf keine der oben genannten Thematiken eingegangen. Im Anbetracht der aktuellen Lage ist es jedoch sehr wichtig die neu aufkommenden Probleme in den Menschenrechten zu verankern. Wie beispielsweise der Punkt Globalisierung, in den Menschenrechten wird die Sklaverei verboten, dennoch ist es legal Produkte aus ausbeuterischen Betrieben zu kaufen und diese nicht zu kennzeichnen. Meiner Meinung nach sollten solche Produkte gekennzeichnet werden um so den Menschen die Wahl zu lassen ob sie solche Betriebe unterstützen oder lieber auf faire Produkte umsteigen. Weiterhin sollte ein jeder das Recht auf die Wahrheit in der Politik und bei Konzernen haben, denn die Wahrheit ist eines der höchsten Güter, die nicht missbraucht werden sollten, zumindest nicht zum eigenen Vorteil wie bei manchen hohen Amtsträgern. Obwohl ich für so eine Ergänzung bin, ist die Durchführung problematisch, da Schirach eine Abstimmung im Internet vorschlägt. Diese kann jedoch manipuliert werden und wie jeder sich denken kann, wird dies nicht ganz zu Einigkeit führen.

Aus philosophischer Sicht wäre die Ergänzung sinnvoll, allein schon zum Wohl der Menschen. Unsere Gesellschaft ist darauf ausgelegt das größtmögliche Wohl zu erlangen, auch wenn dies Verluste für andere bedeutet. Dank der heutigen Mittel ist es möglich, das größtmögliche Wohl ohne Verluste zu erlangen. So müssen andere nicht Einschnitte in ihre Grundrechte in Kauf nehmen, sondern können auch die gleichen Rechte haben oder sich an den EGMR wenden falls es zu größeren Einschnitten in die Menschenrechte kommt. Durch die Erweiterung kann die Freiheit der Menschen ausgebaut werden – klingt komisch – aber durch klarer definierte Gesetze kann kaum jemand durch die Grauzone ausgetrickst werden. Ebenso wird zum Beispiel durch Artikel 1 automatisch auf die saubere Umwelt gesetzt.

Allgemein lässt sich dazu sagen, dass die Idee einer Erweiterung sehr sinnvoll wäre und allgemein die Anpassung an die heutigen Situationen. Dennoch sollten die Menschenrechte im Allgemeinen bestehen bleiben, da sie zeitlose Probleme auffassen und nach wie vor aktuell sind. Eine Ergänzung ist also in dem Sinne gut. Jedoch gestaltet sich die Umsetzung als schwierig, denn zuerst müssen die Mitgliedstaaten einer Änderung zustimmen und die Grundrechte-Charta oder die Europäische Menschenrechtskonvention des Europarates müsste geändert werden. Weiterhin bleibt es zu hoffen, dass irgendwann die Gesetze aktualisiert oder erweitert werden, die in der Zukunft wahrscheinlich noch eine größere Rolle spielen werden.

Quellen:

https://www.europarl.europa.eu/germany/de/europa_und_sie/europa_vorstellung/grundrechtecharta.html

https://www.stimme.de/deutschland-welt/politik/dw/warum-von-schirachs-neue-grundrechte-fuer-die-eu-nichts-neues-sind;art295,4474566

Buch:

Jeder Mensch von Ferdinand Schirach

Ausgangssperre – sinnvoll oder Einschnitt in die Grundrechte

Es ist nach 22:00 Uhr an einem Freitag Abend, normalerweise ist um die Zeit noch volles Leben. Nicht heute und nicht um diese Uhrzeit, denn es herrscht Ausgangssperre. 

Seit Beginn der Pandemie erleben wir beinahe täglich Regeländerungen und Anpassungen an die aktuellen Geschehnisse, so auch die Ausgangssperre. 

Die Ausgangssperre ist eine der hoch juristisch umstrittenen Regeln während der Pandemie. Über keine Regel wird so häufig debattiert und dagegen geklagt.  Einige sehen sie als komplett unnötig, denn wer ist schon nach 22:00 Uhr in großen Gruppen unterwegs wenn es keine Möglichkeit für einen entspannten Bar-Abend oder eine Party gibt. So seien um die Uhrzeit nur Personen draußen die es wirklich notwendig haben, wie beispielsweise den Kopf frei bekommen nach einem langen Arbeitstag oder den Partner besuchen. Andere hingegen sehen die Ausgangssperre als eine wichtige Regel zur Eindämmung von COVID-19. Durch strengere Kontrollen bietet der Landkreis nicht die Möglichkeit sich in einer großen Gruppe zu treffen und so das Ansteckungsrisiko zu erhöhen.

Jedoch stellt sich nun die Frage, ob eine Ausgangssperre sinnvoll oder lediglich ein massiver Einschnitt in unsere Grundrechte ist?

Beide Seiten lassen sich anhand verschiedenen Aspekten der Ethik erläutern und anschließend abwägen. In diesem Beitrag wird jedoch nur meine Sicht der Dinge wiedergegeben. Dies bedeutet wiederum, dass ich am Ende abwäge ob eine Ausgangssperre für mich sinnvoll ist oder nicht.

Bei der Betrachtung der Pro Argumente zeigt sich, dass diese Seite durch den allgemeinen Utilitarismus gestützt werden kann. Zuerst folgt eine Auflistung der Pro-Argumente:

  • exponentielle Ausbreitung verhindern
  • „Krieg“ gegen etwas unsichtbares, daher „unbewaffnet“ -> Zuhause bleiben
  • Bitten funktioniert nicht mehr, da keine sichtbare Gefahr. Die Menschen müssen gezwungen werden

Grob lassen sich die Argumente folgendermaßen zusammenfassen, die Regierung appelliert an unseren Verstand und an unsere Vernunft um das größtmögliche Wohl für die Gesellschaft zu erhalten. So kann durch den Verzicht nach draußen zu gehen womöglich schlimmeres verhindern und eventuell Leben „retten“. Im Anbetracht der aktuellen Situation ist der Verzicht auf die Freiheit zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr vergleichsweise ein geringerer Aufwand als potentiell Schuld an dem Tod einer anderen Person zu sein. 

Eigentlich sollte eine Bitte, beziehungsweise eine Aufforderung reichen und es sollten keine Polizeikontrollen nötig sein. Jedoch beschreibt Kant den Mensch zwar als Vernunftwesen, trotzdem handelt der Mensch pflicht- und vernunftwidrig. So ist der Zwang Zuhause zu bleiben enorm wichtig, denn die Teilvernunft reicht nicht alleine aus. Sie benötigt das Pflichtbewusstsein um so den Mensch zu instrumentalisieren, mit Hilfe des schlechten Gewissens, sich nicht nach 22:00 Uhr nach draußen zu bewegen und falls doch, dann nur in Notfällen. 

Falls sich doch Personen ohne triftigen Grund draußen aufhalten, werden diese bestraft, nicht moralisch, sondern materiell. Nietzsche selbst bezeichnet eine materielle Strafe als wichtig, denn diese dient dem Mensch das schlechte Gewissen einzuprägen und so eine Wiederholung zu vermeiden. Die moralische Strafe lehnt Nietzsche jedoch ab, da diese nur von kurzer Dauer ist und sich nicht so sehr einprägt wie eine materielle oder körperliche Strafe. 

Eine zwanghafte Ausgangssperre kann und darf nicht durch das Allgemeinwohl gerechtfertigt werden, wenn die Ansteckungsgefahr tagsüber deutlich schlimmer ist als nachts. 

Die Argumentation kann bei Gruppen, die sich draußen zum Feiern verabreden ja ganz sinnvoll sein, jedoch nicht bei Personen die schon psychisch erkrankt sind und einen Spaziergang benötigen, egal um welche Uhrzeit. Sowie familiäre Probleme nicht als Notfälle gezählt werden, was wiederum dazu führt, dass in schwierigen Zeiten Probleme noch schlimmer werden.

Nun folgt eine Auflistung der Kontra-Argumente:

  • Alltagsleben steht schon fast still, alles ist schon eingeschränkt
  • Psychische Gesundheit wird verringert, führt zu weiteren Problemen 
  • Mehr Angst und Verunsicherung
  • Warum keine Ausgangssperre bei Grippe?

„ Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. […]“  Der Absatz ist in Artikel 2 im Grundgesetz verankert und kann nur durch Gesetze eingeschränkt werden. So gesehen ist also die Ausgangssperre oder auch Ausgangsbeschränkung rechtswidrig. Zur Eindämmung von COVID-19 mag die Ausgangsbeschränkung ganz sinnvoll zu sein, aber nicht bei bereits psychisch erkrankten Personen oder diese, die einfach aus ihrer Wohnung müssen um frische Luft zu schnappen. 

Meiner Meinung nach sollte die Ausgangsbeschränkung so gelockert werden, dass Personen im Notfall raus können. Unter Notfällen verstehe ich hierbei auch einen kleinen Spaziergang um die Gedanken zu sortieren, dafür sollten jedoch größere Gruppen draußen kontrolliert und aufgelöst werden. Von einer Person alleine kann nur ein geringes Infektionsrisiko ausgehen und da das Alltagstreiben schon komplett runtergefahren ist, kann keine Gefahr von einer einzigen Person ausgehen.

Durch so eine Beschränkung wird die Freiheit des Menschen eingeschränkt, welche er zwar in Teilen für eine gerechte Regierung aufgegeben hat. Um genau zu sein wird so die Handlungsfreiheit eingeschränkt, welche auch als positive äußere Freiheit gesehen werden kann. Diese ermöglicht dem Mensch die äußere Autonomie des Menschen zu wahren. Eine Ausgangssperre hindert jedoch den Mensch daran seinen Bedürfnissen nachzugehen und diese zu erfüllen. So kann die Lebensqualität verringert werden, was wiederum zu psychischen Krankheiten führt und so auch beispielsweise zu einer erhöhten Selbstmordrate. 

In Anbetracht beider Seiten, finde ich, dass die Ausgangsbeschränkung für eine kurze Zeit sinnvoll ist. Jedoch nur als Maßnahme wenn keine Regelung mehr funktioniert und auch nicht ganz so streng, sodass Personen mit psychischen Krankheiten oder eben nur jene die eine kurze Verschnaufpause brauchen nicht deswegen bestraft werden. Bei Gruppen finde ich es sinnvoll um eine höhere Ansteckungsrate zu verhindern. Ich finde auch, dass für das größtmögliche Wohl der Gesellschaft auch für ein paar Stunden auf die Außenwelt verzichtet werden kann und in der Zeit Außenaktivitäten vermieden werden können. 

Da dies ein umstrittenes Thema ist, würde ich gerne euere Meinung zu der Ausgangsbeschränkung wissen.

Wie rechtfertigt die Todesstrafe !!!

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass ungefähr 150 Menschen in Kalifornien zum Tode verurteilt wurden und nicht einmal die Todesstrafe verdienten. Deshalb möchte ich heute mein Essay, über, ob die Todesstrafe gerechtfertigt ist oder nicht.

Ich möchte zuerst die allgemeine Definition von Todesstrafe erläutern um klar zumachen was Todesstrafe bedeutet. Die Todesstrafe soll eine Straftat durch gesetzlich anerkannten Tod und durch gerichtliche Anordnung korrigieren. Die Todesstrafe hat die Funktion, unangenehme Folgen bestimmter Verhaltensweisen aufzuzeigen und neue Verhaltensweisen in der vorherigen Richtung zu unterdrücken oder zu verhindern. Der Nutzen für die Gesellschaft sollte der sein, dass die Gesellschaft sich in absehbarer Zeit vor solchen Straftätern durch diese Art der Abschreckung schützen kann.

Es gibt sehr viele Theorien die man zu Todesstrafe zuordnen kann z.b Die Vergeltungstheorie, die besagt , der Täter erhält die Strafe die seine Tat Wert ist. Aber es gibt auch andere Theorien wodurch man die Todesstrafe begründen kann, Die Strafanspruchstheorie oder auch die Sühnetheorie.

 Aber ich möchte heute Die Meinungen von berühmten Philosophen darstellen und die im verdacht ziehen. Ich möchte gerne mit dem berühmten Philosoph anfangen , Immanuel Kant. Kant sagt ´´Handle so, dass dein Handeln als höchste Maxime für alle gelten soll” “Handle so, wie du auch behandelt werden willst”. Durch diese Aussage wird der Konzept der Vergeltung unterstützt (das Talion Gedanke, “Gleiches mit Gleichem”). Aber er entspricht sich selber , wie  z. B. sollten man mit Sexualstraftäter die Vergeltung üben. Aber auch diejenigen die die Todesstrafe durchdürfen, die die Aufgabe kriegen z.b den Elektrischen Stuhl den Knop zudrücken, sie machen sich auch Strafbar, durch Kant Argumentation. Die These von Kant kann man nicht für alle sprechen und in meiner Meinung sollte die These keien Gewichtung bekommen . Jetzt möchte ich aber noch eine zweiter Philosoph erwähnen der auch für die Todesstrafe befürwortet , der G.F.W. Hegel, Im Gegensatz zu Kant basiert seine Theorie nicht auf dem Talion gedanke (Gleiches mit Gleiches), sondern konzentriert sich auf das Streben nach einer Gleichheit der Werte zwischen Verbrechen und Bestrafung. Das Prinzip der Vergeltung als Forderung erlaubt nur eine Annäherung. Trotzdem bekräftigt Hegel die Todesstrafe als Ausnahme vom Strafprinzip. Er sagt in seien Aussage, dass ´´ Wenn nun bei der Vergeltung nicht auf spezifische Gleichheit gegangen werden kann, so ist dies doch anders beim Morde, worauf die Anwendung der Todesstrafe zwingend ist ´´. In dieser Aussage ist ein Widerspruch in seiner eigenen Grundauffassung von Bestrafung zu sehen. Hegel sieht das Leben selbst als das gesamte Ausmaß der Existenz, aber es gibt keinen vergleichbaren Wert für das Leben, und daher ist der Entzug des Lebens die einzig mögliche Form der Bestrafung für ihn wegen Mordes. Aber was ist mit anderen Verbrechen, die nicht Mord genannt werden, aber in ihrer Grausamkeit dem Mord ähnlich sind, aber mit Freiheitsstrafe usw. bestraft werden? So macht seine Aussage die Basis sehr locker, da die Ränder beliebig verschoben werden können.

Für mich ist die Todesstrafe die grausamste und unmenschlichste Form menschlicher Bestrafung durch Menschen. Denn wenn es geschieht, verletzt es die Menschenrechte, die alle Menschen besitzen und die nicht beraubt werden dürfen. Die Todesstrafe zeigt eine unentwickelte und rückwärts entwickelte Kultur aus Früheren Zeiten menschlicher Entwicklung. Ich glaube, dass niemand auf der Welt das Recht hat, jemand anderen zu töten, selbst wenn dies von einem staatlich beauftragten Mörder im Sinne der Gerechtigkeit getan wird. Das überzeugendste Argument für mich, gegen die Todesstrafe zu sprechen, ist die unwiderruflich der Hinrichtung. Es gibt sehr viele Fälle wo unschuldige hingerichtet wurden. Hier stellt sich auch die Frage nach dem Sinn der Tötung von  psychisch Kranken , da diese Menschen in den meisten Fällen nicht wissen, wofür sie schuldig sind.Im wahrsten Sinne des Wortes gehören diese Menschen aufgrund ihrer Tat nicht zur Todeszelle, sondern sie brauchen professionelle Hilfe in einer Einrichtung für psychisch Kranke oder Psychopathen.

Eine Weitere Frage die mir Interessiert ist , warum treffen Sie nur Menschen aus armen Familien, warum warten keine reichen Menschen auf ihre Hinrichtung, ist der legale Tod ein „Privileg“ für die Armen, da Sie sich keinen Anwalt leisten können ?  Meiner Meinung nach ist die Frage der Kosteneinsparungen durch die Todesstrafe kein Argument gegen die Freiheitsstrafe. Kann man das Lebenüberhaupt mit Geld vergleichen oder mit materiellem Wert gleichsetzen, denn für mich stellt das Leben einem Mensch unvergleichbar dar, der geschützt und nicht zerstört werden muss. In den meisten Fällen wurden auch die Menschenrechte nicht respektiert, aber sollte eine Regierung nach einen solchen Verbrechen das Gleiche tun, um zu büßen oder sollte sie den Menschen seines Landes und der Erde nicht das Beispiel zeigen.Indem die Todesstrafe abzuschaffen. Niemand hat das Recht, eine Person zu töten, auch wenn er eine Person getötet hat, denn Freiheitsstrafe und Verbannung aus der Gesellschaft ist Strafe genug.

In vielen Ländern, in denen die Todesstrafe noch in Kraft war, ist die Mordrate nach Abschaffung der Todesstrafe nicht gesunken. Die Funktion der Todesstrafe bestand darin, die Menschen in der frühen Zeit abzuschrecken, aber diese Funktion impliziert auch, da die Regierung die Todesstrafe im Geheimen durchführt.

Heutzutage ist es besser, die Todeskatze loszuwerden, weil sie nicht die Hauptfunktion erfüllt, für die sie geschaffen wurde. Ich finde, dass kein Mörder über die Zahl der Todesopfer nachdenkt, bevor er eine Person tötet.

http://www.zis-online.com/dat/artikel/2006_8_51.pdf

·  https://www.denkmal-verlag.de/leseproben/14.pdf

·  https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-476-05762-4_65

·  https://www.grin.com/document/301502

·  https://denkanfallkuppel.wordpress.com/2014/03/21/kant-als-befurworter-der-todesstrafe/

·  https://www.amnesty.ch/de/themen/todesstrafe/argumente-gegen-die-todesstrafe#

·  Prodcast; The Death Penalty on Trial:Taking a Life for a Life Taken

Abtreibung – Ethisch vertretbar ?

Ende letzten Jahres veröffentlichte Polen ein neues Gesetzkonzept, welches die Abtreibung von Kindern verbiet, auch wenn das Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommen würde. Tausende von Menschen zeigten durch Proteste, ihre Abneigung gegen dieses Gesetz und forderten das Staat und Kirche getrennt bleiben sollte. Da ich schon öfter mit dem Thema Abtreibung konfrontiert wurde, unteranderem auch in meiner Familie und jetzt auch in den Medien, ergab sich mir die Frage ob eigentlich eine Abtreibung überhaupt ethisch zu vertreten ist.

Auf der einen Seite ist das Leben eines noch ungeboren Kindes zu betrachten, wobei auf der anderen Seite das Selbstbestimmungsrecht der Frau/Mutter steht.

Gibt man dem ungeborenen Kind den gleichen Stellenwert wie einem bereits geborenen Mensche, würde das Recht der Unantastbarkeit gelten und somit eine Abtreibung einem Mord gleichen, was im Endeffekt dafür sorgt das dies Moralisch nicht vertretbar ist. Außerdem hätte theoretisch das Embryo zumindest eine Chance ein Mensch zu werden, welche dem Kind verweigert wird. Unteranderem kann die selektive Abtreibung nicht gerechtvertigt werden, da der Wert eines zukünftigen Menschen nicht durch eine Behinderung gemindert werden kann, da alle Menschen im Gesetz gleich angesehen werden müssen und man nicht willkürlich ungeborenen Kindern rechte geben kann, solang sie nicht behindert sind.

Wird das ungeborene Kind aber ohne einen moralischen Stellenwert angesehn, kann die Abtreibung ohne jeglichen folgen durchgeführt werden und wäre somit ethisch vertretbar. Dann würde natürlich das Selbstbestimmungsrecht der Frau zählen, in welchem die Frau mit ihrem Körper das machen kann was sie für richtig hält und sie die ganze Verantwortung für das ungeborene Kind hat. Teilweise wird auch damit Argumentiert, dass das Kind werden etwas Fühlt noch lebensfähig ist, wobei natürlich dieses Argument nur für einen gewissen Zeitraum gültig ist, da das Kind ca. ab dem 6. Monat Reaktionen zeigt und teilweise auch schon lebensfähig wäre.

Meiner Meinung nach fände ich ein Abtreibungsverbot nicht schlecht, da ich glaube das man einem Kind nicht das Recht zu Leben nehmen darf und es jegliche Möglichkeiten zu versperren bevor es überhaupt Zugang zum richtigen Leben hat. Natürlich verstehe und respektiere ich beide Seiten und ich verachte dafür das man ein Kind abgetrieben hat, jedoch würde ich es vorziehen wenn es nicht so gewesen wäre.

Aus meiner Sicht finde ich es also im großen und ganzen nicht ganz ethisch vertretbar eine Abtreibung durchzuführen, wobei meine Überzeugung von Situation zu Situation hin und her schwankt.

https://www.tagesschau.de/ausland/polen-abtreibungsverbot-117.html

https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/159793/schwangerschaftsabbruch

Woran liegt die hohe Scheidungsrate in Deutschland?

Ich möchte mich in diesem Beitrag damit beschäftigen, warum immer mehr Ehen in Deutschland zerfallen und welchen Stellenwert die Ehe heute im Vergleich zu früher eingenommen hat.

Im Jahre 2019 lag die Scheidungsrate in Deutschland bei 35,79%, zwar ist die Tendenz seit 2005, als die Scheidungsrate bei 51,9% lag, sinkend, jedoch find ich es trotzdem erschreckend, dass etwa jede dritte Ehe in Deutschland in die Brüche geht. Vor allem wenn man die Scheidungsrate in den letzten Jahrzehnten betrachtet, sieht man einen extrem starken Anstieg seit 1960, als die Quote bei 10,66% lag, ist die hohe Rate Heutzutage doch erstaunlich hoch. Gerade nach diesem Jahr könnte der Wert weiter ansteigen, aufgrund des vielen Kontaktes durch Homeoffice oder Quarantäne. Somit geht im Durchschnitt etwa jede dritte Ehe kaputt und ich frage mich was diese hohe Scheidungsrate bewirkt hat.

Ein Grund dafür könnte der stark gestiegene Wohlstand in den letzten Jahrzehnten sein. Den kann man besonders an dem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst sehen, der eine steigende Tendenz vorweist: Während 1992 das Durchschnittsbruttoeinkommen nur bei 2000€ lag, ist es im Jahre 2019 schon bei 4000€. Somit hat sich im Durschnitt der Wohlstand bei den Deutschen in nicht einmal 30 Jahren verdoppelt. Sicherlich ist es Heutzutage sowohl für Männer als auch für Frauen möglich, eine berufliche Karriere einzuschlagen und finanziell von dem Partner unabhängig zu werden. Vor etwa 65 Jahren, als Frauen es noch schwierig hatten, einen Beruf zu finden, waren sie von dem Mann abhängig und der Gedanke einer Scheidung kam somit viel seltener auf als heutzutage. Das hat sich im Jahr 1958 verändert, als Frauen selbst entscheiden durften, ob sie arbeiten gehen wollten. Ich will damit auf gar keinen Fall sagen, dass die positive Entwicklung der Chancengleichheit von Frauen und Männern etwas Schlechtes ist, sondern ich sehe diese Entwicklung teilweise als Faktor für die gestiegene Scheidungsrate von vor 100 Jahren zu heute. Diese lag damals diese nur bei etwa 4,2%. Das hängt auch damit zusammen, dass eine Familie damals deutlich mehr leisten mussten, da heute Einrichtungen wie Kindergärten oder Altenheime für die pflegebedürftigen Großeltern die Familien stark unterstützen.

Viele Ehen gehen heutzutage aber tatsächlich nicht in den ersten Jahren zu Grunde, sondern erst nach etwa 20 Jahren des verheiratet Seins. In den ersten Jahren der Ehe sorgt man sich erstmal um eine Wohnung, oder man baut sich sogar ein Haus, danach ist man mit der Kindererziehung beschäftigt und nachdem der ganze Stress vorüber ist und die Kinder ausgezogen sind, ist man logischerweise so gut wie gar nicht auf den Ehepartner angewiesen. Jetzt ist nämlich das eigene Leben im Vordergrund und so können Ehen auch zu Grunde gehen, indem mit den veränderten Lebensumständen die Abhängigkeit voneinander sinkt. Das bedeutet aber natürlich nicht direkt, dass diese plötzliche Unabhängigkeit zu einer Scheidung führt, weil es natürlich auch viele glückliche Ehen gibt.

Was auch ein Faktor für die hohe Scheidungsquote sein könnte, ist der Wertewandel der letzten Jahrzehnte. Während vor 100 Jahren noch Werte wie am Sonntag in die Kirche zu gehen, oder die Rollenverteilung, dass der Mann arbeiten geht, während die Frau zu Hause die Kinder versorgt und den Haushalt macht, wichtig waren, sind heute Werte wie Selbstverwirklichung oder der erhöhte Stellenwert des Individuums im Trend. Man liest so oft, dass das eigene Wohl immer als erstes im Vordergrund stehen soll und dass alles andere zweitrangig ist. Aber ist das auch mit einer glücklichen Ehe kompatibel?  Aus diesem Wertewandel resultiert, dass die Gesellschaft immer egoistischer wird und das Selbstwertgefühl bei den Menschen steigt. Das führt dazu, dass man als Ehepartner eigene Pläne für seine Karriere oder generell für sein Leben macht und eher sein eigenes Leben führt, anstatt eines mit dem Ehepartner. Gründe dafür können beispielsweise mehr Verantwortung aufgrund eines Aufstiegs im Beruf sein, da man seine Gedanken und Energie mehr der eigenen Karriere widmet anstatt der Familie. Es kann aber auch das neue Hobby dazu führen, dass man seine Aufmerksamkeit eher von der Familie bzw. dem Ehepartner entzieht und sie dem neuen Hobby schenkt. Dadurch leben sich Ehepaare oft auseinander, da jeder sich selbst im Vordergrund sieht und nicht den Ehepartner. Aber ich denke nicht nur der Wertewandel, der dem Individuum einen hohen Stellenwert verliehen hat, ist verantwortlich für die hohe Scheidungsrate. Sondern auch die gesunkene Stellung der Religion bzw. des christlichen Glaubens in Deutschland kann auch ein Faktor dieses Trends sein. Denn die Werte, die die Bibel vorschreibt, nämlich dass ein Mann und eine Frau heiraten sollen und dass der Ehebruch eine Sünde war, werden heutzutage kaum beachtet. In dieser Hinsicht sehe ich den mit der Modernisierung einhergehenden Wertewandel teilweise für die hohe Scheidungsrate verantwortlich, da er die Prinzipien der Ehe nicht unterstützt.

Außerdem ist eine Scheidungsschließung heute auch viel unkomplizierter als zum Beispiel vor 100 Jahren. Dadurch dass die Scheidungsrate so hoch ist und etwa jede dritte Ehe kaputt geht, ist es etwas ganz normales wenn sich ein Ehepaar scheidet. Vor 100 Jahren, als die Scheidungsrate nur bei 4,2% lag, ist eine Scheidung relativ ungewöhnlich gewesen und durch den höheren Wert der Moral der Bibel, wurde eine Scheidung logischerweise viel negativer angesehen als im 21. Jahrhundert.  

Natürlich sind die mit der Modernisierung verbundenen Entwicklungen wie die gestiegene Chancengleichheit für Männer und Frauen und die höhere Stellung des Individuums extrem wichtig und ich möchte keinesfalls deren Wert bestreiten. Wenn man sich aber die Ursachen für die Scheidungen ansieht und die stark gestiegene Scheidungsrate seit etwa 1920, dann sieht man, dass mit der Modernisierung der Gesellschaft die Scheidungsrate in Deutschland angestiegen ist. Es wäre aber logischerweise falsch deswegen die Modernisierung als schlechte Entwicklung zu bewerten, aber gerade für Kinder von geschiedenen Ehen ist diese Entwicklung problematisch, da sie am meisten davon betroffen sind. Manchmal hört man von Kindern, dass sie nach der Scheidung ihrer Eltern sich total von der Außenwelt zurückziehen müssen und den ganzen Tag in ihrem Zimmer verbringen, da sie sich von der Scheidung ihrer Eltern irgendwie ablenken müssen.  Somit sind Scheidungen gerade für die Psyche der Kinder ein großes Problem.

In diesem Beitrag habe ich herausgefunden, dass der steigende Wohlstand und der Wertewandel Faktoren für die Scheidungsquote in Deutschland sind. Was sind aber die Folgen davon und welche Problematik bringt eine steigende Scheidungsrate für die Moral der Gesellschaft mit sich?

Quellen:

Tabelle / Statistik Scheidungen, Eheschließungen in Deutschland seit 1890 (theologische-links.de)

Scheidungsrate in Deutschland bis 2019 | Statista

Durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst von Arbeitnehmern in Deutschland bis 2019 | Statista

Diese Rechte haben Frauen in den letzten 100 Jahren errungen (humanresourcesmanager.de)

Raum und Zeit

Können der Raum und die Zeit ohne einander existieren?

Da diese Frage schwer zu beantworten und die eine Antwort schwer vorstellbar ist, muss man Raum und Zeit physikalisch definieren und festlegen, was Raum und Zeit für einen selbst bedeuten.

Physikalisch einfach beschrieben ist nach Isaac Newton der Raum als eine Art Behälter für Materie und Felder, in dem sich die uns bekannten physikalischen Vorgänge und Gesetze abspielen. Wir können den Raum bemessen und mathematisch berechnen. Dabei betrachten und beschreiben wir den endlichen Raum mit drei Dimensionen, der Länge, der Breite und der Höhe.  

Aber ist der Raum überhaupt endlich?  Das Universum erscheint uns unendlich beim Anblick des klaren Nachthimmels, Sterne und Galaxien, egal wohin und wie weit man schaut. Es ist eine der ältesten Fragen der Philosophie, die Frage, ob das Universum endlich oder unendlich ist. Albert Einstein beschreibt, wie unser Universum sich ausdehnt. Nach der Relativitätstheorie ist der Raum ein dynamisches Medium, das auf drei verschiedene Arten gekrümmt sein kann, was abhängig davon ist, wie Masse und Energie verteilt ist. Da wir aber selber in dem Raum eingebettet sind, können wir die Krümmung nicht direkt sehen. Wir nehmen sie als Gravitationsanziehung und Ablenkung von Lichtstrahlen war.

Die Verbindung von klassischer Mechanik nach Newton (Raum und Zeit) und der Relativitätstheorie (Raumzeit), ergeben die vierdimensionale Raumzeit. Dieser Begriff wurde 1908 von dem Mathematiker Hermann Minkowski geprägt, der eine neue Darstellung der Relativitätstheorie durch 4er-Vektoren erfand. Er vermutete, dass Raum und Zeit in einem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum miteinander verbunden sind. Dies wird auch als Minkowski-Welt bezeichnet. Besonders ausgeprägt ist die Krümmung der Raumzeit bei schwarzen Löchern. Ein Schwarzes Loch ist nun eine ganz spezielle Raumzeit, eine, deren Krümmung von außen nach innen immer mehr zunimmt und die schließlich im Zentrum des Loches unendlich wird.

Wie kann ich mir diese Raumzeit vorstellen? 

Ein Zimmer besteht aus drei Dimensionen. Zu einem späteren Zeitpunkt befinden wir uns aber an einem anderen Ort im Zimmer. Wir haben uns also durch die Zeit bewegt. Aber wie bringen wir die vierte Dimension ein? Man stellt sich die Raumzeit als Gummihaut vor. Eine flach gespannte Gummihaut bildet eine flache Oberfläche, also eine Raumzeit ohne Massen. Legt man auf die Gummihaut eine Metallkugel, wird  diese gekrümmt. Man erhält eine Delle in der Raumzeit, wobei die Tiefe der Delle ein Maß für die Krümmung der Raumzeit ist. Die Delle ist das Ergebnis einer ausgedehnten Masse. Lässt man die Masse im Gravitations-Kollaps in sich zusammenfallen, haben wir ein Schwarzes Loch.

Ein Raum kann also ein drei-dimensionaler Raum sein, zum Beispiel ein Zimmer, mit einer bestimmten Größe, Farbe, mit ausgewählten Gegenständen, mit einem bestimmten Einrichtungsgeschmack. Zum Beispiel mein eigenes Zimmer mit meinen Sachen, ein Raum in dem nicht jeder Zutritt hat und der meine Persönlichkeit widerspiegelt. Höre ich das Wort Raum, denke ich weiter an „Raum lassen“, nicht in meine Aura eindringen, mir nicht zu nahekommen. Ein unsichtbarer, für mich persönlicher Raum. Bei diesem Raum sieht man keine Grenzen, doch bestehen diese und sind für jeden subjektiv auch spürbar.

Auch Einstein hat mit der speziellen Relativitätstheorie gezeigt, dass der Begriff „Raum“ unpräzise ist. Auch ist die Frage nach der Unendlichkeit oder Endlichkeit des Raumes nicht eindeutig geklärt.

„Gibt es eine Chance, dass das Hinzufügen von zwei identischen Zahlen zu derselben Nummer führt? Auf den ersten Blick scheint dies absolut unmöglich, aber wenn es um das Universum geht … Wenn Wissenschaftler eine Einheit aus dem Unendlichen entfernen, kommt es zu Unendlichkeit. Wenn zwei Unendlichkeiten hinzugefügt werden, kommt die Unendlichkeit wieder heraus. Wenn Sie jedoch unendlich von unendlich abziehen, erhalten Sie höchstwahrscheinlich eins.“

https://de.sodiummedia.com/4273941-infinite-space-how-many-universes-exist-is-there-a-cosmos-border

Die Zeit in der Physik ist eine grundlegende Größe für die Beschreibung von Vorgängen. Sie ist auch eine unentbehrliche Größe für unser tägliches Leben. Die Zeit gibt an, wie groß die Dauer zwischen zwei Ereignissen ist.

Statt von Zeit spricht man manchmal auch von Zeitdauer oder von Zeitintervall. Gemeint ist damit immer die Dauer zwischen zwei Ereignissen.
Davon zu unterscheiden ist der Zeitpunkt, unter dem ein bestimmter Moment verstanden wird.

Die Zeit kann man sich schwierig vorstellen. Kann ich die Zeit sehen? Sehe ich wie die Zeit rennt oder schleicht? Verrinnt die Zeit wie Sand in meinen Händen? Ich sehe die Zeit an meiner Uhr an der Wand, jede Sekunde ist gleich schnell und jede Stunde dauert gleich lang. Warum vergeht dann bei manchen Beschäftigungen die Zeit wie im Fluge? Warum haben andere dann so viel Zeit, dass sie nicht wissen was sie damit tun sollen? Über die Zeit gibt es jede Menge Sprichwörter. Chinesisches Sprichwort: „Zeit verwandelt den Eichbaum in einen Sarg.“ Sprichwort aus Livland: „Zeit bekommt man nicht für Geld zu kaufen.“ Anonymus: „Die verlorene Zeit fängt man nie wieder ein.“ Sprichwort aus Frankreich: „Die Zeit beugt sich nicht zu dir; du musst dich ihr beugen.“ www.planetsenior.de/sprichwoerter_zeit/

Die Zeit wird in der alltäglichen Sprache häufig metaphorisiert.

Sie ist aber eine Abfolge von Ereignissen, die eine eindeutige und unumkehrbare Richtung hat. Man kann messen, dass sie immer permanent in eine Richtung verläuft. Sie kann einem unterschiedlich lang vorkommen ist für einem begrenzt und eingeschränkt. Ein Zeitfenster bestimmt unser Leben. Gibt es ein Fenster, muss es auch einen Raum geben. Raum und Zeit kann man messen, werden aber von jedem unterschiedlich wahrgenommen.

Könnte Raum ohne Zeit funktionieren und wie würde dies dann für mich funktionieren?

Albert Einsteins Relativitätstheorie hat uns gezeigt, dass die Zeit dehnbar durch den imaginären Zahlenraum wird, die Zeit wird zur vierten Dimension. Sie kann nicht unabhängig vom Raum sein, sie wird zur Raumzeit.

Wie ist aber Raum und Zeit entstanden?

In der modernen Kosmologie beginnt das Universum mit dem Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren. In der Urknalltheorie wird nicht der Urknall beschrieben, sondern die zeitliche Entwicklung nach dem Urknall. Hier eröffnet sich die Frage, gab es Raum und Zeit bevor das Universum entstand?

„Der „Urknall“ bezeichnet keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität. Genauer ist der Urknall die Bezeichnung eines formalen Punktes im kosmologischen Modell eines expandierenden Universums. Man erreicht ihn, wenn man die Entwicklung zeitlich rückwärts bis zu dem Punkt betrachtet, an dem die zugrunde liegende Allgemeine Relativitätstheorie ihre Gültigkeit verliert, weil die Dichte unendlich wird.“  https://physik.cosmos-indirekt.de/Physik-Schule/Urknall

Geht man davon aus, dass mit dem Urknall die Entstehung von Materie und Raumzeit begonnen hat, kann Raum und Zeit nicht unabhängig voneinander gesehen werden. Der eigentliche Urknall lässt sich nicht beschreiben, da die physikalischen Theorien wie Quantentheorie und allgemeine Relativitätstheorie die Existenz von Raum, Zeit und Materie voraussetzen.

Das heißt, wenn man sich einen drei dimensionalen Raum befindet und die Zeit anhält, wobei man das Anhalten der Zeit als die Nichtexistenz von Zeit betrachtet, kann es kein Leben geben. Da der Urknall nur ein formaler Zeitpunkt ist, an dem die Energiedichte unendlich wäre, wäre es auch möglich, dass es vor dem Urknall keine Zeit gab. Das heißt theoretisch könnten wir uns, wenn auch schwer einen Raum ohne Zeit vorstellen, aber nicht erleben oder darin existieren. Auch wenn die Zeit einmal angehalten würde, wüssten wir nicht, ob dann auch der Raum existiert, da wir uns nicht umschauen können, da es ja kein Leben ohne die Zeit gibt.

Wenn man davon ausgeht, dass Raum und Zeit gleichzeitig entstanden sind, heißt das, dass kein Raum ohne Zeit entstehen kann. Raum und Zeit, wie wir sie kennen, funktionierten also nur zusammen und das eine ist nicht aus dem anderen entstanden, sondern es gab Raum und Zeit schon immer als Gesamtheit und es gibt das eine nicht ohne das andere. Das eröffnet aber auch die Frage, ob Raum und Zeit überhaupt gleichzeitig entstanden sind, ob Raum und Zeit überhaupt entstanden sind und nicht immer schon da waren, was schwer vorstellbar ist oder ob das eine nach dem anderen entstanden ist.

Allgemein betrachtet bedeutet das, dass Raum und Zeit uns die Möglichkeit zur Existenz sowie unserem Denken geben. Sie funktionieren nur zusammen, wenn es das eine nicht gibt, gibt es das andere und uns damit auch nicht und auch keine Gedanken darüber, oder jemand, der uns darüber erzählen könnte. Es ist wie die Frage was ist nach dem Tod, man kann sie nicht beantworten, nur hypothetisch darüber nachdenken.

Die Zeit ist nur der sich zum Objekt werdende innere Sinn, der Raum der ihm zum Objekt werdende äußere Sinn.
(Friedrich Schelling) https://zitate-aphorismen.de/zitate/raum/

Ich Denke die Zeit, wie wir sie kennen und wahrnehmen ist nicht die wirkliche reale Zeit, sondern nur ein Versuch zur Erklärung der Zeit. Auch könnte es noch eine imaginäre Zeit geben, die in Wirklichkeit der realen Zeit entspricht und die wie die Oberfläche einer Kugel ist, ohne Grenzen aber nicht unendlich. Damit gäbe es keinen Anfang der Zeit im Universum, aber die Zeit an sich wäre begrenzt.

Ohne Zeit kein Leben, ohne Zeit kein Raum, ohne Raum ist nichts! Wichtig allein ist, was wir mit der Zeit und dem Raum, in dem wir leben machen. Wie ist es möglich, die Zeit mit positivem Raum für mich zu nutzen? Wie kann ich den Raum mit der Zeit für mich einnehmen?

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Raum_(Physik)#:~:text=Wenn%20der%20Raumbegriff%20in%20diesem,Nimmt%20man%20eine%20Grenzenlosigkeit%20bzw

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeit

https://www.youtube.com/watch?v=GPGk5QTBkLs

https://www.weltderphysik.de/thema/nobelpreis/nobelpreis-fuer-physik-2020/

https://praxistipps.chip.de/relativitaetstheorie-fuer-dummies-der-inhalt-einfach-erklaert_97545

https://physik.cosmos-indirekt.de/Physik-Schule/Minkowski-Raum

https://de.sodiummedia.com/4273941-infinite-space-how-many-universes-exist-is-there-a-cosmos-border

Welt ohne Geld?

Bevor ich darüber schreibe, wollte ich mich zu dem Begriff „Geld“ äußern. „Geld “ist in unserer Gesellschaft das allgemeine Tausch und Zahlungsmittel Geld wurde in 650 vor Christus entdeckt und ganz früher haben Menschen gegen die Waren, Waren getauscht, aber das könnte schnell kompliziert werden. Wenn ich immer gegen irgendwas, irgendwas Anderes geben muss, ist ganz nachteilhaft. Erst müsste man die Person suchen, Die überhaupt die Ware will, was ich zum Bieten habe und die Person muss auch das haben was ich will und das alles wäre bestimmt sehr schwer. Um die Frage „Welt ohne Geld“  zu beantworten, müssen wir erst die Frage „wie wichtig ist das Geld“ oder „welche Rolle spielt Geld“ beantworten. Geld ist viel mehr als nur ein Tauschmittel, mehr als ein Medium, das uns erlaubt, das zu kaufen, was wir zum Leben brauchen. Neben der wirtschaftlichen Wirkung, hat das Geld auch eine psychosoziale Bedeutung. Es steht für Erfolg, Sicherheit, Anerkennung, Macht, Lebensqualität, Selbständigkeit. Durch das Geld werden die Gefühle wie Stolz oder Neid hervorgerufen und beeinflusst, wie wir andere Menschen bewerten. Nehmen wir an, eine Person hat sehr viele Autos und der andere hat gar kein Auto ist ja klar, dass er bisschen neidisch wird und der andere Stolz auf sich selbst, weil er so viele Autos hat. Die Scheine und Münzen, die sachlich sind, sind in Wahrheit emotional aufgeladen. Die Welt ohne Geld würde für mich Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit heißen. Das heißt jeder hätte genau so viel wie jeder andere. Keiner hatte dann so viel Macht, sondern alle wären auf der gleichen Ebene, zb: wenn alle Menschen kein Geld hätten, also keiner wäre reich oder arm, sondern alles wäre dann gleich verteilt und so können dann alle Menschen auf der gleiche Ebene sein. „Aber mit den Menschen geht es nicht“ damit meine ich Menschen wollen immer besser als andere sein um alle andere zu beweisen und mit Geld kann man nicht alles kaufen das weiß ich, aber in unsere Welt kann eigentlich fast alles kaufen und genau das macht Geld so mächtig dieses Gefühl als wäre man frei, wenn man Geld hätte. Aber Wer oder was ist der Mensch. Müssen an seinem Egoismus, an seiner Gier nach Macht und Reichtum alle Versuche quasi zwangsläufig scheitern, unsere Welt gerecht und solidarisch zu gestalten? Aber alle Versuche in der Geschichte mit den gleichen Zielen sind gescheitert. Egoismus wird als Gegenteil von Solidarität kritisiert. Fast schon wie eine Religion wurde der Egoismus gepredigt. Aber schon von Anbeginn der Menschheitsgeschichte war die Gruppe überlebenswichtig. Der Fehler beginnt schon dort, wo Egoismus und Solidarität gegenübergestellt werden, in der Regel egoistisches Verhalten als negativ (jedenfalls noch) und solidarisches Handeln als positiv dargestellt werden. Aber Egoismus braucht jeder zum Überleben, und hat jeder. Also heißt Welt ohne Geld ist heutzutage nicht vorstellbar. Aber eins dürfen wir nicht vergessen, Sowohl egoistisches als auch solidarisches Handeln sind menschlich. Und wie bezahle ich? Mit der Anzahl von Stunden und Minuten, die ich selbst gearbeitet habe. Das bedeutet einen kleinen Nachteil für diejenigen, die bisher Geld zur Verfügung haben, ohne dafür zu arbeiten, zum Beispiel, indem sie andere für sich arbeiten lassen oder von einer großen Erbschaft zehren. Sie würden bei Fortsetzung dieser Lebensart sicherlich verhungern. Dann würden die Menschen sich nicht weiter entwickeln wollen, weil keine versuchen würde besser als anderer zu sein, weil alle gleich wären, wenn es kein Geld gäbe. Ich kann fast sagen, dass heutzutage Geld das wichtigste Mittel Leute sterben in andere Länder nur weil die kein Geld haben. Also wenn wir eine Welt ohne Geld wollen müssen wir aufjedenfall sehr viele Perspektive anschauen. Und mansche Perspektive wären sehr schwer zu beschreiben oder was dagegen was zum Machen.

Welt ohne Geld – wie funktioniert der Staat?

Welt ohne Geld – eine andere Produktionsweise

Welt ohne Geld – wie funktioniert die Wirtschaft?

Diese Fragen und noch viele andere die wir dann beantworten müssten, weil wir Geld in unsere Welt eine sehr hohe Position erschaffen haben. Eine Welt ohne Geld ist heutzutage sehr schwer vorstellbar. Ich selber kann sehr schwer vorstellen und es wären so viele Fragen die man antworten müsste.

https://www.zeit.de/kultur/2018-09/vision-zukunft-geld-system-vollstaendige-information-algorithmus-matching

https://www.spick.ch/dein-spick/artikel/wieso-gibt-es-eigentlich-geld/

https://www.springer.com/de/ueber-springer/medien/pressemitteilungen/psychologie/wie-geld-unser-leben-beeinflusst/13313566

ALL HUMANS ARE EQUAL – BUT ANIMALS ARE NOT – AND WE DON’T EVEN NEED TO DISCUSS ABOUT HUMANS AND ANIMALS BEING EQUAL, RIGHT?

Die Weltanschauung der Menschen verändert sich mit der Zeit. Gesellschaften verändern sich im Sinne des Wissens, der Denkweise, Vorstellungen, Wertungen und vielem mehr. Und manche Gesellschaften verändern sich schneller als andere. Wegen diesen großen Unterschieden zwischen einzelnen Gesellschaften, beispielsweise Industrie- und Entwicklungsländern, habe ich entschieden, mich im folgendem Beitrag auf die Gesellschaft der Industrieländer zu beschränken.  

Wir müssen nicht weit in der Zeit zurück gehen um einen Blick auf uns Menschen zu werfen, wie wir andere wegen ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder Religion ungerecht behandelten oder töteten. Vor knapp 80 Jahren wurden ungefähr sechs Millionen Juden während des zweiten Weltkriegs umgebracht, und der Großteil der Bevölkerung hat dies nicht in Frage gestellt, sondern unterstützt und als rechtmäßig empfunden. Antisemitismus stand zu dieser Zeit auf der Tagesordnung.

Heute wird dieser Umgang mit Menschen zum größten Teil verabscheut und als Unrecht angesehen. Diskriminierung ist leider immer noch sehr häufig aufzufinden, jedoch kommen diese extremen Behandlungen gegenüber anderen Menschen, wie zum Beispiel die Massenvernichtung von Juden in Deutschland oder die Sklavenhaltung in Amerika, heute zum Glück nicht mehr vor.

Vor dem Gesetz werden wir Menschen als gleich angesehen (vgl.: https://www.bpb.de/politik/grundfragen/politik-einfach-fuer-alle/236728/alle-menschen-sind-gleich) und meiner Meinung nach gibt es auch immer mehr Menschen, vor allem jüngere, die dem Ausdruck: „Wir Menschen sind alle gleich.“ zustimmen.

Doch wir sind noch lange nicht an dem Punkt angekommen zu behaupten, dass alle Tiere gleich sind. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn in unserer Gesellschaft werden beispielsweise Hunde und Pferde größtenteils vergöttert und geliebt während zur gleichen Zeit Tiere wie Schweine, Hühner, Rinder und viele mehr im Sekundentakt misshandelt und getötet werden. Schon allein in Deutschland werden am Tag durchschnittlich zwei Millionen Tiere getötet. Also wo liegt der Unterschied zwischen den diversen Tieren?

Im Großen und Ganzen gibt es keinen Unterschied, der zeigt, dass zum Beispiel ein Hund wertvoller ist als ein Schwein. Beide Tiere haben die gleichen Sinnesorgane, haben vier Beine, … Genauso ist auch kein Unterschied zwischen Juden und Christen zu erkennen, der zeigt, dass die einen ein Leben verdienen und die anderen getötet werden sollten. Den Unterschied machen wir Menschen. Oder besser gesagt wurde er vor vielen Jahren bestimmt und bis jetzt in Bezug auf die Tiere stets erhalten. Wir Menschen bestimmen den Nutzen der Tiere und so wurde der Hund zum Haustier und das Schwein zur Nahrung. Diese Art von moralischer Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit wird Speziesismus genannt und wird meist in unserer Gesellschaft nicht in Frage gestellt.

Und wieso? Weil wir Menschen aus bestimmten Gründen denken, wir wären besser als Tiere und haben deshalb das Recht über deren Leben zu entscheiden. Obwohl diese Tiere mit uns die Fähigkeit teilen Liebe, Schmerz und Trauer zu empfinden.

Es ist korrekt, dass es durchaus Unterschiede zwischen uns Menschen und Tieren gibt. Erwin Raphael McManus hat seine Meinung dazu in einer Präsentation über die Frage „What makes us uniquely human?“ erläutert. Er beschreibt, dass wir Menschen eine bestimmte Art von Intelligenz besitzen, die uns ermöglicht, eine Vorstellungskraft aufzuweisen. Er sagt, dass nur wir über die Fähigkeit verfügen, das Unsichtbare zu materialisieren. Dies hebt uns von anderen Lebewesen ab, aber sind wir deshalb besser und haben das Recht gewisse Tiere zu töten?

Trotz allem sind es wir Menschen, die den Planeten zerstören und die das Leid auf der Erde zu verantworten haben. Ein Grund dieser Entwicklung ist die Macht, die vielen Menschen extrem wichtig ist. Unsere Intelligenz scheint also doch nicht der ausschlaggebende Punkt zu sein, denn beispielsweise Massenmord und Intelligenz passen aus meiner Sicht nicht in den gleichen Satz. Wir Menschen sind in einem so großen Maße von uns überzeugt, dass es schwierig ist, einen anderen Weg zu sehen, geschweige denn, einzuschlagen.

Nach meinem Empfinden haben wir Menschen nicht das Recht, Lebewesen zu missbrauchen und umzubringen, die leben wollen. Ihr Wunsch zu leben zeigt, dass sie uns sehr viel mehr ähneln, als wir wahrhaben wollen. Auch sie kämpfen tagtäglich um ihr Leben, genauso wie Juden oder dunkelhäutige Sklaven um ihr Leben kämpften. Mir ist bewusst, dass viele Menschen diesen Vergleich als nicht angemessen halten, doch für mich ist dieser sehr wichtig um zu zeigen, dass dieser „große“ Unterschied zwischen Mensch und Tier vielleicht gar nicht so groß ist, wie wir denken. Ich glaube, dass es nicht die Intelligenz ist, die uns Menschen von Tieren unterscheidet, sondern wie wir sie letzten Endes nutzen. Und in Bezug auf die Behandlung gewisser Tiere setzen wir sie leider nicht ein, sondern schließen die Augen davor, weil uns Profit und Geschmack wichtiger sind als das Wohlergehen der Tiere. Ich denke, dass es nicht notwendig ist, Tiere und Menschen als gleich zu betrachten, aber wir sollten sowohl Tiere und Menschen mit Respekt behandeln.

Natürlich könnte man sich ewig mit diesem Thema auseinandersetzen und wahrscheinlich auch verrückt werden, wenn man sich ausschließlich die schlechten Seiten der Menschen ansieht. Aber mir persönlich macht die Veränderung der Mentalität in unserer Gesellschaft Hoffnung. Wir haben es geschafft, nach einer so langen Zeit die Menschen größtenteils als gleichwertig zu betrachten. Die Art wie Juden vor nicht allzu langer Zeit angesehen und behandelt wurden, wird heute als Diskriminierung angesehen. Deshalb hoffe ich, dass wir es auch schaffen, Tiere in der Zukunft besser zu behandeln.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus

https://www.bpb.de/politik/grundfragen/politik-einfach-fuer-alle/236728/alle-menschen-sind-gleich

https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/6-millionen-holocaust-opfer-woher-stammt-diese-zahl-100.html

https://www.t-online.de/tv/ratgeber/essen-trinken/id_88116742/so-viele-tiere-werden-taeglich-in-deutschland-geschlachtet.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Speziesismus

Youtube Video: „What makes us uniquely human?“

Hier ist noch eine Dokumentation, die ich sehr interessant finde und ich jedem ans Herz legen kann, denn sie zeigt die alltägliche Behandlung vieler Tiere (die Altersbeschränkung ist jedoch auf alle Fälle begründet):