Sind Wissenschaftler für die Folgen ihrer Erfindungen verantwortlich?

Alfred Nobel erfand 1866 das Dynamit. Seine eigentliche Intention war das Entwickeln eines Sprengstoffs, der ohne große Gefahr transportiert und verwendet werden kann. Bisherige Sprengstoffe führten immer wieder zu großen Unglücksfällen. Durch die verbesserten Eigenschaften entwickelte er allerdings eine Kriegswaffe, die zum Beispiel im deutsch-französischen Krieg eingesetzt wurde. Schon bald verdiente Alfred Nobel ein Vermögen mit der neuen Waffe, die nicht nur in Kriegen, sondern auch für Attentate verwendet wurde.
Nobel wird sich über die negativen Folgen seiner Erfindung bewusst und nimmt anonym an Friedenskongresse teil und spendet Geld an pazifische Organisationen. Zusätzlich legt er fest, dass nach seinem Tod mit dem Großteil seines Vermögens eine Stiftung gegründet werden soll, die Menschen, die sich für das Wohl der Menschheit einsetzen, mit einem Preis auszeichnen soll. Daraus entstand der Nobelpreis, der auch noch heutzutage jedes Jahr an Alfred Nobel’s Todestag in Stockholm verliehen wird. Nun ergibt sich die Frage, ob Wissenschaftler für negative Folgen ihrer Erfindungen verantwortlich gemacht werden können.

Dafür spricht, dass die Idee der Erfindung von ihnen kommt und sie sich dafür entschieden haben an dieser Idee zu forschen. Jeder ist hierbei für seine Taten selbst verantwortlich und sollte abwägen, ob das Arbeiten an dieser Idee gefährlich ist. Besonders die Entscheidung seine Entdeckung zu veröffentlichen ist ein großer Schritt, der nicht ohne sorgfältige Kontrollen gemacht werden sollte. Vor der Veröffentlichung muss sicherstellen werden, dass ihre Idee nicht missbraucht werden kann.
Zudem könnte es sein, dass die Wissenschaftler die negativen Seiten ihrer Erfindung bereits erkannt haben, ihre Erfindung aber dennoch auf den Markt bringen mochten. Dies könnte daran liegen, dass sie Kriegsbefürworter sind und ihr Ziel die Vernichtung ist oder dass sie ausschließlich auf Ruhm und Geld aus sind und deshalb fahrlässig handeln.

Auf der anderen Seite gibt es auch einige Argumente, die dagegen sprechen, dass Wissenschaftler für ihre Erfindungen verantwortlich sind. Einige Wissenschaftler wussten zur Zeit ihrer Erfindung nicht, welch schwerwiegende Folgen sie haben kann. Beispielsweise wusste Otto Hahn 1938 nicht, dass durch die bei der Kernspaltung entstehenden Energie und Radioaktivität nicht nur für die Technik und Medizin, sondern auch für den Waffenbau genutzt werden kann.
Wie in vielen weiteren Fällen, hatten Wissenschaftler gute Intentionen und Ideen, doch die Gesellschaft hat sie in etwas Schlechtes weiterentwickelt. Auch Alexander Flemming, der Entdecker des Penicillins, hat viele Menschenleben gerettet. Die Gesellschaft hat trotz der Warnung vor Antibiotikaresistenzen das Medikament übermäßig gebraucht, zum Beispiel durch den Einsatz von Antibiotika bei Masttieren, der teilweise präventiv war oder allgemein durch die zu häufige Einnahme von Antibiotika. Somit ist nur die Gesellschaft und nicht der Erfinder selbst für die negativen Konsequenzen der Erfindung verantwortlich. Die Aufgabe von Wissenschaftlern ist schließlich Dinge zu entwickeln und ihren eigentlichen Zweck auf Gefahren zu testen, nicht aber sich Gedanken darüber zu machen, ob man ihre Erfindung in eine Waffe umbauen kann. Dies ist die Verantwortung der Gesellschaft und Politik, die die Weiterentwicklung der Erfindung beobachten, eventuell durch Gesetze einschränken oder verbieten müssen. Eventuell sollten mehr Institutionen eingerichtet werden, die Ideengut für Erfindungen sorgfältig überprüfen, bevor es veröffentlicht wird.


Allerdings wird die Politik ihrer Verantwortung nicht immer gerecht. Wissenschaftler haben bereits vor negativen Seiten ihrer Erfindungen gewarnt, diese wurden jedoch ignoriert. Beispielsweise wurde bei der Inbetriebnahme vieler Atomkraftwerke keine Lösung gefunden, wo der radioaktiven Atommüll gelagert werden kann. Man hat vorwiegend die Energiegewinnung, die positive Seite der Kernkraft, gesehen und die negativen Aspekte, wie zum Beispiel den entstehenden Atommüll, verdrängt und optimistisch gedacht, dass die Wissenschaft in Zukunft eine Lösung finden wird. Nun kann man nicht die Wissenschaft, sondern muss die Gesellschaft für das Atommüllproblem verantwortlich machen.


Zudem kann man fast jede Erfindung in etwas Schlechtes umwandeln. Selbst Transportmittel sind schlecht für die Umwelt, können schwere Unfälle verursachen oder können für Anschläge benutzt werden und dennoch könnten wir uns heute ein Leben ohne Transportmittel nicht mehr vorstellen und nur schwer darauf verzichten. Aufgrund dessen sollten ihre Erfinder geehrt und nicht durch falschen Umgang mit ihren Erfindungen für Katastrophen verantwortlich gemacht werden. In einigen Fällen überwiegt nämlich der gute Nutzen der Erfindung.


Zuletzt lässt sich sagen, dass einige Erfindungen so essentiell sind, dass sie früher oder später erfunden werden mussten. Damals kam es schließlich öfter vor, dass Dinge gleichzeitig an verschiedenen Orten von verschiedenen Forschern erfunden wurden. Das bedeutet, dass man eine Erfindung nicht unbedingt an einer Person festmachen kann und behaupten könnte, dass sie ohne diese Person nicht existieren würde. Höchstwahrscheinlich wäre die Erfindung dann ein paar Jahre später auf den Markt gekommen.

Schließlich komme ich zu dem Fazit, dass Wissenschaftler zumeist nicht für ihre Erfindungen verantwortlich gemacht werden sollten. Natürlich spielen dabei auch Faktoren wie die Intention oder die Vorhersehbarkeit der negativen Folgen eine Rolle, doch in den meisten Fällen wollten Wissenschaftler das Wohl der Menschheit fördern, indem sie Technologien voranbringen und das haben sie aufgrund vieler Erfindungen geschafft. Wenn man abwägen würde, haben die meisten essentiellen Erfindungen der Menschheit vorwiegend gute Folgen und werden meist von Menschen absichtlich missbraucht.

Quellen:

https://www.ndr.de/geschichte/Alfred-Nobel-und-die-Erfindung-des-Dynamits,alfrednobel104.html#:~:text=September%201867%3A%20Dynamit-Patent%20f%C3%BCr%20Alfred%20Nobel& zuletzt aufgereufen am 02.01.2021
https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Die-Entdeckung-der-Kernspaltung,uranspaltung100.html zuletzt aufgerufen am 02.01.2021
https://www.philosophie.ch/blogartikel/highlights/philosophie-aktuell/die-verantwortung-der-wissenschaft zuletzt aufgerufen am 02.01.2021

Wir alle sind Menschen und wollen „gut“ leben ,warum ist das trozdem so schwer?

Zuerst einmal denke ich dass die Frage nach dem Sinn des Lebens eine große Rolle spielt und auch: „ was möchte ich in und mit meinem Leben erreichen?“

Da jeder Mensch unterschiedliche Interessen/ Wünsche hat, gibt es auch verschiedene Vorstellungen von einem guten oder schlechten Leben.Schätzungsweise definiert jeder Mensch ein gutes Leben anders, wenn man also frägt warum es so schwer ist dass alle gut Leben können, liegt das erste Hindernis schon ganz am Anfan, denn von welchem guten Leben geht man aus und egal von welchem man ausgeht, man wird keins finden das auf die Vorstellung aller passt.Ich glaube auch nicht dass es generell möglich ist es sozusagen allen recht zu machen, es wird immer irgendjemand näher an seiner Vorstellung sein Als ein anderer, zu dem Streben des einen wird vielleicht das Ziel des anderen erschwert oder eventuell sogar unmöglich gemacht.Des Weiteren spielt meiner Meinung nach auch oft das unbewusste eine Rolle , in dem Sinne wie wir unser Ziel ( hier das“gute Leben „) auswählen Und daß wir vielleicht wenn wir es erreichen doch nichtzufrieden sind. Wie auch die Autorin Danijela Pilic in ihrem Artikel in der Vogue: „alle sind irgendwie unzufrieden“, schreibt. Ich denke das diese erwähnte Unzufriedenheit einen großen Teil der Menschen dazu bringt zu behaupten man würde dieses gewünschte gute Leben, nicht leben oder erreicht haben. Womit man nun wieder an den Anfang des Beitrags anschließen kann, jeder definiert es anders, abervielleicht müsste man die ganze Sache speziell bei dieser Frage aus einem anderen Blickwinkel betrachten, denn ich glaube bessere Chancen dass mehr Leute ein gutes Leben führen, besteht auf jeden Fall auch darin, dass man einigen erst einmal bewusst machen muss dass sie eigentlich gar keinschlechtes Leben haben Punkt denn vor allem in wohlhabenderen Bevölkerungsgruppen ist meiner Ansicht nach schnell mal ein „ Luxusproblem „ aus dem Boden gestampft und man verliert eventuell schneller den Bezug dazu was es heißt jeden Tag glücklich darüber zu sein dass man am leben ist, oder gesund ist oder ein Dach über dem Kopf hat. Natürlich kann man die Frage warum es so schwer ist dass alle gut leben somit etwas relativieren, aber letztendlich würde ich sagen das wahrscheinlich dafür zu viel Hass, Wut, rücksichtsloses und somit zu viel negatives Verhalten von Menschen gegenüber anderen Menschen existiert. Man kann das jetzt sowohl auf wirtschaftlicher Ebene durch z.b. Arme Bauern aus anderen Ländern die unter gesundheitsschädigenden Bedingungen arbeiten müssen da sie von reicheren oder einfach wirtschaftlich stärkeren Produkt Käufern ausgeraubt werden, als auch auf sozialer Ebene sehen indem man schon bei alltäglichen Situationen anfangen kann und bis hin zu Anschlägen oder Krieg weiterführen kann und überall dort dieses beschriebene, allgemein zusammengefasste negative Verhalten, großer Menschenmassen sehen. Ich denke das letztendlich letzteres das Problem ist welches Antwort auf die Frage gibt.

Ich finde das Thema kann noch viel weiter ausgedehnt werden, schreibt gerne mal wie ihr dass seht

Eltern verweigern Bluttransfusion aus religiösen Gründen

„Wenn jemand vom Haus Israel oder ein Fremder, der bei euch lebt, irgendwelches Blut isst, werde ich mich ganz bestimmt gegen den wenden, der das Blut isst, und ihn aus seinem Volk entfernen“ (3.Mose 17:10), dieser ist nur einer von vielen Abschnitten aus der Bibel welche die Zeugen Jehovas wörtlich verstehen und ihn somit als Grund dafür nehmen keine Bluttransfusionen anzunehmen. In den meisten Fällen finde ich eine solche Entscheidung auch vollkommen in Ordnung, denn es gibt heutzutage hilfreiche Ersatzmethoden, die häufig eine direkte Bluttransfusion ersetzen können. Es gibt aber auch Fälle in welchen dies nicht möglich ist und nur eine Bluttransfusion das Leben des Patienten retten könnte. Allerdings finde ich es auch hier für gewöhnlich vertretbar eine Bluttransfusion abzulehnen, denn der Patient entscheidet hierbei selbst, dass er lieber gläubig sterben möchte, als mit einer Missachtung seines Glaubens weiter zu leben. Was aber wenn der Patient sich noch gar nicht zu dem Glauben bekannt hat und zu jung ist um eine solche Entscheidung zu treffen, etwa ein Baby?

Hierzu gibt es ein Beispiel aus Kanada aus dem Jahr 2007. Hierbei hat eine Frau die den Zeugen Jehovas angehört in der 25. Schwangerschaftswoche Sechslinge zur Welt gebracht, die von Anfang an medizinische Versorgung notwendig hatten um zu überleben, mitunter auch Bluttransfusionen die die Eltern jedoch auf Grund ihres Glaubens ablehnten. Dieser Vorfall wurde zu einem großen Diskussionsthema in Kanada, was ich persönlich auch nachvollziehen kann. Müssen Kinder im schlimmsten Fall wirklich sterben um dem Glauben der Eltern zu entsprechen?

Hierzu gibt es verschiedene Ansichten zu einem die Meinung, dass die Kinder später einmal möglicherweise selbst sagen, dass sie sich anders entschieden hätten um ihrem Glauben zu entsprechen und dass sie nun aufgrund der Entscheidung ihrer Eltern einen wichtigen Teil des Glaubens der Zeugen Jehovas nicht folgen konnten. Zu diesem Punkt kann meiner Meinung nach jedoch nur gesagt werden, dass es nicht klar ist ob das Kind letztendlich auch den Zeugen Jehovas angehören möchte oder nicht und dass das Kind durch die Ablehnung einer lebenserhaltenden Maßnahme auch nie die Chance dazu Erhalten wird sich zu entscheiden.

Ein weiter Aspekt ist, dass die Zeugen Jehovas der festen Überzeugung sind, dass Gott nur das Beste für sie will. Somit sehen sie auch nur das Beste für ihr Kind darin, es möglicherweise dadurch sterben zu lassen, was Gott ihnen als richtig gewiesen hat. Vor allem für diesen Punkt kann ich das meiste Verständnis gegenüber einer solchen Entscheidung aufbringen, denn sie glauben, dass dies das einzig Richtige ist. Allerdings sehe ich auch in diesem Punkt meine Schwierigkeiten, denn meist ist es im Glauben des Jehovas so, dass sie sich erst ab einem bestimmten Alter, die meisten etwa mit 18, für oder gegen den Glauben entscheiden und ab diesem Moment auch nach ihm Leben müssen. Deshalb wirft sich mir in diesem Fall die Frage auf ob es für das Kind zu diesem Zeitpunkt schon verpflichtend ist nach ihm zu Leben oder erst ab dem Moment in dem es sich für ihn entschieden hat. Falls es sich denn überhaupt für den Glauben entscheidet.  

Egal wie viele Aspekte betrachtet werden ich komme immer wieder auf dasselbe Ergebnis, keiner weiß was später einmal aus den Kindern wird und deshalb sollte auch nicht so entschieden werden als würde es schon feststehen. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass Kinder in einem solchen Fall nicht unter der Entscheidung der Eltern leiden sollen müssen und beispielsweise der Staat wenigstens die Möglichkeit haben sollte einzugreifen. Dies sollte aus meiner Sicht auch so lange der Fall sein, bis die Kinder selbst mündig genug sind um sich zu einem Glauben zu bekennen. Ich bin der Ansicht, dass jedem Kind die Möglichkeit gegeben werden muss, falls irgendwie möglich, so alt zu werden, dass es für sich selbst entscheiden kann.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es sich hierbei natürlich um einen alten Fall handelt und die medizinischen Mittel heutzutage besser sind. Außerdem ist dies nur ein extremes Beispiel das ich zu dem Thema gefunden habe und ziemlich empörend fand, weshalb ich auch darüber schreiben wollte, natürlich gehört dies nicht zu den Normalfällen. Trotzdem finde ich es wichtig, dass es auch zu solchen eher seltenen Fällen Regeln geben sollte, denn natürlich sind die Zeugen Jehovas nur ein Bespiel von vielen bei welchem die Religion gegen die Medizin steht und somit Kinder in Gefahr geraten.

Was sagt ihr dazu?

Findet ihr der Staat sollte in einer solchen Situation eingreifen können, oder sollte die Entscheidung nur bei den Eltern liegen?

Quellen:

https://amp.welt.de/wissenschaft/article709747/Eltern-verweigern-ihren-Sechslingen-Bluttransfusion-aus-religioesen-Gruenden.html

https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/oft-gefragt/jehovas-zeugen-warum-keine-bluttransfusion/

https://www.jw.org/de/bibliothek/buecher/blut/ausgezeichnete-alternativen-zur-transfusion/

https://www.sueddeutsche.de/leben/zeugen-jehovas-schon-wenn-ihr-mich-mustert-ist-das-ein-erfolg-1.3689191-2

Wie wichtig ist Wertschätzung?

Die Frage wie wichtig Wertschätzung ist , hat sich bei mir aufgetan Nachdem ich immer wieder von Wertschätzung am Arbeitsplatz oder entsprechenden Schulungen gehört hatte und auch direkt von Firmen mitbekommen habe zu denen ich Kontakt hatte.Also habe ich mich gefragt wie wichtig ist Wertschätzung wirklich?Wertschätzung wird mit : Ansehen, Achtung, oder auch die sogenannte hohe Einschätzung definiert, aber wofür soll eigentlich Wertschätzung gut sein? Warum sprechen so viele Arbeitgeber/ nehmer darüber und auch für den Alltag ist das Thema berüchtigt.

Nehmen wir das Beispiel vom Arbeitsplatz, Im Grunde geht es meistens darum durch Wertschätzung des sogenannten Wertesystems eines Gegenübers, ein besseres Verhältnis aufbauen zu können, somit ein sehr wichtiges Thema für den Arbeitsplatz, beziehungsweise für das Arbeitsklima. Speziell für dieses Beispiel nimmt man oft vor Anerkennung sichtbar zu machen .denn gerade in solchen Positionen dient es als Motivation für den Arbeitnehmer, Des Weiteren wird aber auch dadurch ehrlicher Umgang und Respekt gefördert wie“ Nicole Reckmann“ vom Poko-Institut Münster erklärt.Ich habe dieses Beispiel ausgewählt weil Ich denke es ist eines an dem man gut erkennen kann was man mit Wertschätzung erreichen will und es eben ein Thema ist bei dem Wertschätzung oft diskutiert wird.Aber nun allgemein, man kann die oben genannten Auswirkungen auf eigentlich jede Situation übertragen, egal welche Art Beziehungen mal betrachtet, aber man kann Wertschätzung Auch als sehr wichtigen Aspekt nehmen wenn man nur das eigene Leben betrachtet.Wertschätzung hat oft einen Part wenn man über Achtsamkeit spricht ( Zum Beispiel achtsamkeitsmeditationen oder gar Schulungen ). Denn mit Wertschätzung von kleinen Dingen (zum Beispiel Momenten ) oder die bewusste Wertschätzung von Dingen wie Gesundheit und Wohlstand hilft Menschen dabei insgesamt achtsamer zu werden und oft dadurch glücklicher, weil man sich so mehr ins Gedächtnis ruft für was man dankbar ist und dass diese Dinge vielleicht für einen, aufgrund dessen dass man sie wertschätzt, schon Grund genug sein können im Alltag glücklicher zu sein.

Ich komme ich zu dem Schluss dass ich Wertschätzung sehr wichtig finde, egal in welchem Verhältnis man es betrachtet .Was denkt ihr, wie wichtig ist Wertschätzung? und wie wichtig ist es vielleicht für euch persönlichersönlich?

Leben mit einer Psychischen Störung- Warum verstehen viele Menschen nicht wie hart es ist?

Zu Beginn möchte ich erst einmal sagen, dass ich persönlich noch keine eigene Erfahrung einer Psychischen Störung in großem Ausmaß hatte, worüber ich auch sehr froh bin. Allerdings leidet ein Freund unter einer Zwangsstörung und es ist zwar sehr schwer für mich ihm zu helfen, allerdings gebe ich mein bestes. Jedoch gibt es auch eine ganz andere Seite, er muss sich oft genug anhören, warum er denn nicht einfach normal Laufen kann oder Den Lichtschalter 30 mal an und ausschalten muss. Natürlich war es auch für anfangs schwer zu verstehen, allerdings muss ich doch deshalb der Person die damit zu kämpfen hat das Leben noch schwerer machen. Bei vielen versteht man den Auslöser dafür, wenn es einen gab, indem man Menschen mit einer Psychischen Erkrankung zuhört. In dem fall dieses Freundes war es der Brand eines Nachbarhauses, wobei er vorher eine Schokolade aß bei der er sich vorher dachte, wenn er diese isst brennt das Nachbarhaus. Für alle anderen natürlich ein krasser Zufall für ihn der Beginn einer großen Belastung. Nun lebt er schon fast ein Jahr damit und es gibt mal gute und mal schlechte Tage, die schlechten zeichnen allerdings die Tage aus an denen er auf dass Unverständnis seiner Mitmenschen stößt indem sie ihn auch nur seltsam ansehen wird es um einiges schlimmer. Ich frage mich oft ob solche Menschen eine Erkrankung wie diese wirklich nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Ein weiteres Beispiel dafür wäre, dass manche Menschen zu Jugendlichen mit schweren Depressionen sagen, sie sollen doch einfach Glücklich sein und dass ihr Leben gar nicht so schlimm ist, oder noch besser dass sie keine Depressionen haben weil sie am Tag zuvor einmal gelacht haben. Genau solche Aussagen sind bei Menschen mit Psychischen Erkrankungen wie ein Schlag ins Gesicht und verschlimmern ihre Lage noch mehr. Als ich davon erfuhr war ich wirklich geschockt, denn dieser Freund versucht sich zu erklären und war auf dem Weg der besserung und nur durch solche Menschen ist er fast wieder am Anfang.

Was haltet ihr davon, kennt ihr auch so Situationen oder seid selbst davon Betroffen. was haltet ihr von so Unverständnis vollen Menschen?

Upskirting und Downblousing- Erst Jetzt wurde es Strafbar

Seit Beginn des Jahres gilt nun, wer unter den Rock, oder in die Bluse einer Frau Fotografiert macht sich nun Strafbar. Was vorher wenn überhaupt nur als Verstoß gegen dass Recht am eigenen Bild Gehandhabt wurde gilt nun als Sexuelle Belästigung und kann sogar zu einer Haftstrafe von zwei Jahren führen. Allerdings frage ich mich nun, Warum erst Jetzt und nicht vorher, denn in Asien ist diese tat schon seit Jahren Strafbar und wird sogar durch eine spezielle Technologie präventiert, indem die Handys so Programmiert wurden, dass sie bei einem Selfie Ein Geräusch abgeben, selbst wenn dieses stumm ist. Ich finde es irgendwie etwas traurig, dass in einem so weit entwickeltem Land wie Deutschland es irgendwo so versäumt wurde die Gesellschaft zu schützen. Ich weiß auch , dass ich zu Beginn von Frauen gesprochen habe, allerdings gilt für mich dieser übergriff auch für alle Personen, welche einen Rock oder Kleid tragen, was natürlich Hauptsächlich Frauen oder Transfrauen vor ihrer Geschlechtsangleichenden OP sind. Ich finde es allerdings sehr gut, dass diese Gesetz nun in Kraft tritt, denn es ruf doch ein Gefühl der Sicherheit in mir vor, da sich hoffentlich die Menschen die solche Taten begehen es sich zweimal überlegen. Ich denke auch vor allem Junge Menschen ist dies sehr wichtig, eventuell auch als Symbolisches Zeichen gegen Sexismus.

Was haltet ihr davon, findet ihr die Strafen angemessen oder vielleicht sogar zu schwach oder hart. Schreibt es in die Kommentare.

Quelle: https://www.stern.de/politik/upskirting–bundestag-macht-heimliche-fotos-unter-den-rock-zur-straftat-9324412.html

Ist der Schönheits-Standard gefährlich?

Die Barbies sind aus der Mode, dennoch sind sie lebendiger als noch nicht zuvor. Was ist Schönheit? Schönheit ist subjektiv, heißt von vielen Faktoren abhängig wie zum Beispiel Kultur, Stämme, Länder und Zeit. Während die asiatischen Länder sehr helle Haut schön finden, bevorzugt die westliche Bevölkerung eine braune Haut. Im 19. Jahrhundert galten bei den Japanern schwarze Zähne als attraktiv, wobei man heute strahlend weiße Zähne hübsch findet. In Fidschi bevorzugt man die traditionellen Frauen mit viel Gewicht, aber in der modernen Welt dreht sich alles um das „dünn“ sein. Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Schönheits-Standard sich immer wieder ändert, denn es wird immer neue Trends geben und dementsprechend eine neue Version von Schönheit. Es gab auch mal eine Zeit, während der dünn sein als hässlich galt und Frauen Gewicht zunahmen. Ach was eine Zeit! Die heutigen Schönheits-Standarten drehen sich um ein kleines Gesicht, betonte Jawline, kleine Nase, dicke Lippen, makelloses Gesicht (keine Zeichen von Akne, Narben, usw.), keine Zeichen des Alterns, keine Cellulite, Sanduhr-Figur, flacher Bauch und dabei große Brüste und Hintern. Der Schönheits-Standard stammt aus den Jahren des Rassismus, der Ideologien und der Kolonisation der westlichen Welt. In den Jahren wurde gelehrt, dass weiß gut und hübsch ist. Nach dem koreanischen Krieg in 1950 wurden viele Operationen an Augenlider durchgeführt damit die koreanischen Frauen attraktiv auf die amerikanischen Männer wirkten. Man sah auch wie sich der Schönheits-Standard in den Köpfen der Kinder befestigte. Doktor Kenneth und Mamie Clark führten einen Versuch namens „The Doll Test“ durch. Den Kindern wurden vier Puppen gegeben, die bis auf die Farbe identisch sind, um die Rassenwahrnehmung der Kinder zu testen. Ihre Probanden, Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren, wurden gebeten, sowohl die Rasse der Puppen als auch die von ihnen bevorzugte Farbpuppe zu identifizieren. Eine Mehrheit der Kinder bevorzugte die weiße Puppe und wies ihre positiven Eigenschaften zu. Die Dr. Clark kam zu dem Schluss, dass „Vorurteile, Diskriminierung und Segregation“ bei afroamerikanischen Kindern ein Minderwertigkeitsgefühl hervorriefen und ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigten. Oft wurde auch den asiatischen Kindern eingeredet nicht rauszugehen, aus Angst ihre Hautfarbe wird dunkler. Mittlerweile ist es für uns normal geworden irgendwas an uns ändern zu wollen, sei es unsere Nase oder Farbe der Augen (mit Linsen) und all das nur damit wir europid wirken. In einer Welt des Patriarchats und der Frauenfeindlichkeit werden Frauen anhand ihres Aussehens identifiziert und geschätzt, während man bei Männern auf ihren professionellen Erfolg und Stärke achtet. Von Frauen wurde eine Disziplin, bestimmte Art von Aussehen und kleiden erwartet. Die jüngste Werbekampagne in Malaysia sagte Frauen wie sie sich verkleiden, benehmen, schminken, ihre Männer respektieren und die Hausarbeit erledigen sollen, um häusliche Streitigkeiten zu vermeiden. Die Schönheitsindustrie und die Medien bombardieren junge Mädchen und Frauen mit den westlichen Idealen der Schönheit auf internationalen Ebenen. Sie sagen einem was konventionell hübsch ist und was nicht. Sie sagen man soll sich rasieren oder schminken. Die weiblichen Zeitschriften besitzen um das 10 fache mehr Themen über Diätetik und Inhalte über Gewichtsverlust als die männlichen Zeitschriften. All dies wird in den Medien als Selbstpflege präsentiert. Sollte man sich nicht nach diesen Standarten richten, so geht man davon aus, dass man sich nicht um seinen Körper kümmert oder den Sinn im Leben verloren hat. Die Ausschließlichkeit einer Minderheit repräsentiert sich durch Scham. Eine ungesunde extreme Ausdünnung wird im Lob verherrlicht, aber plötzlich ist das, was sie loben und weswegen sie Druck auf die Menschen ausüben, plötzlich zu dünn und zu extrem. Viele Prominente haben über ihre Essstörung und dadurch entstandenen Problemen gesprochen. Victoria’s Secret ist für Ihre Unterwäsche und Lingerie für Frauen bekannt und gilt als erfolgreich. Dennoch gibt es viele ehemalige Modelle ( z.B. Erin Heatherton), welche von dem unrealistischen Druck berichteten. Laut Ihnen waren Sie gezwungen ein bestimmtes Gewicht ihre ganze Karriere lang zu halten, wenn sie mehr wogen als das Zielgewicht mussten sie eine Diät machen und im schlimmsten Fall hungern. Es war nicht nur das hungern an sich sondern auch das anstrengende Training, dass auch mehrmals am Tag stattfand, was zu Essstörung über mehrere Jahre führte. Des weiteren kann man auch in der K-Pop Industrie (koreanischer Pop) viele Folgen des Schönheits-Standards sehen. Diese kommen vor allem durch den intensiven Arbeitsdruck, extreme Medienbeobachtung und traumatisierendes Online-Mobbing zum Ausdruck. Von den K-Pop Prominenten gibt es viele Fancams, heißt jedem Mitglied der Gruppe zugeordnete Kameras, die einen, während dem ganzen Auftritt von allen Richtungen filmen. Alle K-Pop Prominente sind dafür bekannt dünn zu sein. Dennoch kommt der Gewichtsverlust nicht von ihnen selber, sondern ist das ein Zwang, den die Unternehmen ausüben. Sie setzen die Stars auf extreme Diäten und drängen sie zur Übung von Tanzchoreografien über mehrere Stunden. Es gibt viele von den Fans aufgenommene Videos, wo die Stars wegen Erschöpfung auf der Bühne ohnmächtig werden, da sie unter dem extremen Arbeitsdruck während der Diät leiden. Nichtsdestotrotz sind diese K-Pop Stars Vorbilder für viele junge Menschen, die sich z. B. einen ähnlichen Körperbau wünschen. Der Wunsch nach einer Sanduhr-Figur führt zu der Zeit zurück, wo Mädchen und Frauen ein Korsett getragen haben und obwohl sich die Schönheits-Standarten immer ändern, bleibt der Wunsch nach Sanduhr-Figur gleich. In 1950 entsprach Marilyn Monroe der derzeitige Schönheits-Standard, sowie auch der Barbie Puppe. Die Barbie wurde als wunderschön und reich präsentiert. Sie besaß eine Sanduhr-Figur, blonde Haare und blaue Augen, kurzgesagt entsprach dem Ideal und wurde ziemlich schnell populär. Sie hatte einen bedeutenden Einfluss als Vorbild für viele junge Mädchen, aber ihr unrealistischer, unverhältnismäßiger Körper löste eine Debatte über die Auswirkungen aus, die es auf junge Mädchen haben könnte. Heutzutage bekommen so viele Kinder in so jungem Alter Handys und mehr, somit sind sie dieser verzerrten Vorstellung von Schönheit ausgesetzt, die einen erheblichen Einfluss auf das Selbstwertgefühl hat und eine Störung der Körperdysmorphe auslösen kann. Es gibt so viele Hinweise darauf, dass jüngere Menschen, die mit sozialen Medien in Verbindung stehen, zunehmend psychisch belastet, depressiv und selbstmordgefährdet sind. In den letzten Jahren gab es auch einen signifikanten Anstieg von Essstörungen. Jüngere und jüngere Mädchen sind besessen von Gewichtsverlust und Diät und letztendlich ist alles auf diesen unerreichbaren Schönheitsstandard zurückzuführen. Die äußere Schönheit ist vorübergehend. Der Schönheits-Standard ändert sich ständig und zielt darauf uns unsicher zu machen, damit man mehr Pflegeprodukte verkaufen kann. Mehr gewinngierige Industrien arbeiten mit Medien zusammen, um uns eine verzerrte Wahrnehmung von uns selbst zu bieten, nur um dann Mittel gegen dieses verzerrte Selbstbild zu verkaufen. Zurück zu der Frage „Ist der Schönheits-Standard gefährlich?“ Definitiv, denn nicht nur wir kämpfen und leiden davon sondern auch die nächste Generation, wenn nicht Generationen. Es ist nicht möglich alle Menschen davon zu überzeugen was einen schlechten Einfluss der Schönheits-Standard auf uns hat. Dennoch wissen viele Menschen ihren Wert. Es ist nichts was man von heute auf morgen lösen kann. Es ist schwierig, in unser natürliches Selbst einzutauchen, wenn die Medienrepräsentation so lange hauptsächlich aus kaukasischen und eurozentrischen Merkmalen bestand. Medienvertretung ist nur eine unbedeutende Bevölkerung. Sie sagt uns, wie wir ihrer Meinung nach auszusehen haben, aber das ist Unsinn. Wir sind auf unsere Art und Weise so schön. Es gibt so viel Schönheit in allen Größen, Altersgruppen und Kulturen, die wir feiern müssen. Man muss keine bestimmte Größe haben, genauso wie man keinen bestimmten Haut Ton haben muss. Wir dürfen „Fehler“ besitzen, ob Dehnungsstreifen, Poren, Akne oder Haare. Es gibt zum Beispiel so viele schöne verschiedene Formen von Nasen. Es ist in Ordnung, dass unser Körpergewicht schwankt. Wir alle altern und man ist nicht weniger schön, wenn man Falten hat oder älter wird.

Liebe

Was ist die Liebe, wieso brauchen wir sie und was macht sie mit uns?

„Für mich ist Liebe keine Emotion, keine physiologische Erregung wie Hunger, Durst, Sex etc. Sie ist auch nicht evolutionsbiologisch zu erklären“ ~Richard David Precht; Quelle: Zeit, 13.03.2009

Können wir eigentlich genau sagen was die Liebe für uns ist und was sie mit uns anstellt? 

Ich finde das Zitat „Alle Liebe dieser Welt ist auf Eigenliebe gebaut“ (Meister Eckhart; Quelle: Mystische Schriften) passt am besten. Dieses Zitat sagt aus, dass jedes Lebewesen zuerst sich lieben muss um anderen dasselbe vermitteln zu können was Liebe bedeutet. Es bedeutet Mitgefühl, Trost spenden, Einsamkeit überwinden und durch die Gemeinschaft werden Zwietracht und Streit aus dem Weg geschafft und es verschafft vor allem ein gegenseitiges Verständnis.

Menschen sind wie Wölfe „Rudeltiere“, ungerne alleine und zusammen viel Stärker. Wir fühlen uns sicher, wenn wir eine Person bei uns haben. Vertrauen ihr mehr als anderen, gehen mit ihr durch dick und dünn und trotz dem bleibt man sich nahe und möchte nicht ohne einen sein. Ich bin der Meinung, dass man Liebe nicht nur für seinen Freund, Ehemann empfinden kann sondern auch für seine Familie und seine Freunde. Es ist wie Richard David Precht gesagt hat „,(…) keine physiologische Erregung wie Hunger, Durst, Sex (…)„ Es geht nicht um die Körperliche Anziehung, den sex etc. sondern das Geborgenheitsgefühl, das Vertrauen und das man sich mit den Personen die man liebt wie sich selbst fühlt und auch man selbst sein kann ohne Angst oder Bedenken zu haben.

„Die Forderung, geliebt zu werden, ist die Größte der Anmaßungen“ ~ Friedrich Nietzsche. Jeder will geliebt werden, sich nicht alleine Fühlen und sich bei einer Person vollkommen fallen lassen. Doch es ist nicht leicht, meiner Meinung nicht ganz eine „Anmaßung (…)“  wie Nietzsche es nennt aber dennoch eine Herausforderung. Die Liebe ist für die Menschen etwas ganz Besonderes und dieses Gefühl tritt nicht gegenüber jedem Menschen auf, vielleicht erzwingt man es öfter und hofft darauf, doch wenn man tief in sich drinnen nicht verbunden fühlt kann man es nicht erzwingen.

Wer Liebe in sich trägt und liebt kann diese besser anderen Personen zeigen und ist Mitfühlender was auch das Zitat von zeigt Leo Tolstoi zeigt „Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen“.

Um zusammenzufassen ist Liebe Mitgefühl, Geborgenheit, Beisammensein, Trost und vieles mehr. Es ist eine Art Emotion doch zur selben Zeit alles andere als das. Liebe kann gegenüber vielem gezeigt werden und nur dann so herzlich und liebevoll, wenn man selber Liebe verspürt hat und weiß wie es sich anfühlt diese zu bekommen. Wir brauchen sie um nicht alleine zu sein, glücklich zu sein und dieses Glück weitergeben zu können, um sich auf andere verlassen zu können und um ein erfülltes und frohes Leben zu haben.

Was ist für euch die Liebe, wie verspürt ihr sie und wie würde es euch gehen, wenn ihr diese nicht haben würdet?

Quellen:

https://www.philosophische-sprueche.de/sprüche-zu-themen/philosophen-sprüche-zur-liebe/
https://www.deutschlandfunkkultur.de/was-ist-liebe-sokrates-wie-beruehmte-philosophen-ueber-die.2162.de.html?dram:article_id=467082

Rauchverbot an öffentlichen Orten

Seit Juli 2007 gibt es das „Bundesnichtrauchergesetzt“ welches anfänglich nur das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen des Bundes, wie etwa dem Nahverkehr verbot. Im Juli 2008 folgten Restaurants, Cafés und Bars durch das allgemeine Rauchverbot in Gaststätten und seit Mai 2016 sind Schockbilder auf Tabakwaren verpflichtend.

All diese Gesetze wurden zum Schutz von Nichtrauchern verabschiedet, wobei hinter ihnen allen natürlich auch die Hoffnung lag, die Zahl der Raucher zu verringern. Nun wirft sich jedoch die Frage auf, was sollte noch getan werden um dieses Ziel zu verfolgen? Für viele ist die Antwort in diesem Fall schon klar, es muss ein Rauchverbot an öffentlichen Orten geben! Andere sehen einem solchen Gesetz eher kritisch entgegen, da sie es als eine Einschränkung der Freiheit ansehen.

Das größte Argument für ein Rauchverbot an öffentlichen Orten liegt wohl für jeden klar auf der Hand, das passiv Rauchen. Egal wohin es geht, ob zur Bushaltestelle, zum Spielplatz oder sonst wohin überall sind Menschen mit Zigaretten in der Hand zu sehen. Wie wir alle jedoch wissen schadet der Rauch nicht nur den Rauchern selbst, sondern auch seinem Umfeld. Hierbei finde ich die Zahl des deutschen Krebsforschungzentrum sehr interessant, nach welcher etwa 3000 Menschen pro Jahr an den Folgen des passiven Rauchens sterben. Besonders sollte in Hinblick auf das passiv Rauchen meiner Ansicht nach aber auf Kinder geachtet werden, denn für sie kann passiv Rauchen gravierende Folgen haben, ihre Lunge ist nämlich bis zum 21. Lebensjahr noch nicht ausgereift und wird durch Rauch in ihrem Wachstum gehindert, was zur einem verkleinerten Lungenvolum auf Lebenszeit führen kann.  

Hierzu sagen aber viele Menschen, dass es an der frischen Luft doch möglich ist dem Qualm zu entgehen. Dieser Aussage kann ich allerdings nur teilweise zustimmen. Denken wir nur an Bushaltestellen oder Biergärten, hier ist es mir oft nicht direkt möglich dem Rauch auszuweichen, da ich an dieser Stelle auf den Bus warten muss oder mein Tisch blöderweise direkt hinter dem eines rauchenden Pärchens ist. Allerdings muss meiner Meinung nach auch erwähnt werden, dass es in den meisten Situationen möglich ist dem Qualm zu entgehen oder auch, dass viele Raucher selbst von Kindern weggehen oder die Zigarette ausmachen, wenn sie nett darum gebeten werden, leider ist dies aber nicht immer der Fall.  

Häufig argumentieren Rauchgegner auch damit, dass die Zahl der Raucher durch Rauchverbote sinkt jedoch find ich auch dieses Argument nur teilweise ausschlaggebend. Denke ich an mein Umfeld, so fallen mir schon einige Menschen ein die sagen, dass sie mit dem Rauchen aufgehört haben, weil es ihnen einfach zu blöd war immer nach Draußen zu gehen oder weil sie ihre Pause auf der Arbeit nur damit verbracht haben zum Raucherbereich zu gehen, eine zu rauchen und wieder zurück zu gehen. Werden jedoch Statistiken betrachtet so fällt auf, dass die Zahl der Raucher nach 2008 nicht in einem solchen Maße gesunken ist, wie es möglicherweise zu erwarten war. Allerdings finde ich auch kleine Schritte sind auf jeden Fall Schritte in die richtige Richtung.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/timeline/caff3e7701699fcc49fa3deaa2cbbcc6.png
Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/timeline/caff3e7701699fcc49fa3deaa2cbbcc6.png Zigarettenkonsum seit 1991 (Deutschland): Anzahl der im Schnitt täglich gerauchten Zigaretten (in Mio. Stück) pro Jahr

Als letztes finde ich das Gegenargument welches ich bereits am Anfang erwähnt habe wichtig und zwar, dass sich die Raucher immer weiter eingeschränkt fühlen werden umso mehr Gesetze entstehen, hierbei darf meiner Meinung nämlich nicht vergessen werden, dass Rauchen eine Sucht ist, die nicht von heute auf morgen abgelegt werden kann und darüber hinaus es die Entscheidung eines jeden einzelnen ist ob ich nun rauche oder nicht. Weshalb ich es wichtig finde dies auch zu akzeptieren, jedoch müssen Nichtraucher geschützt werden, was wie zu sehen ist ein echter Balanceakt sein kann.

Ich persönlich bin durch die oben genannten Argumente eher gegen ein Rauchverbot an öffentlichen Orten, da ich doch etwas an der Wirksamkeit eines solch großen Schrittes zweifle. Außerdem finde ich ein allgemeines Rauchverbot an allen öffentlichen Orten etwas zu streng und radikal, da es wie oben bereits genannt auch genug Raucher gibt, die auf ihre Mitmenschen achten und hören und diese meiner Meinung nach nicht so „diskriminiert“ werden sollten. Darüber hinaus fände ich es schwer ein solches Gesetz zu kontrollieren, ich mein soll jedes Mal die Polizei anrollen, wenn jemand bei einem Spaziergang im Park eine raucht? Andererseits bin ich jedoch für mehr Einschränkungen. Ich fände es wichtig, dass Rauchen an Orten wie Bushaltestellen, Biergärten und Spielplätzen verboten wird, damit andere geschützt werden. Ich persönlich wäre deshalb eher für die Einrichtung von mehr Raucherplätzen, somit wären die Raucher zwar trotzdem eingeschränkt jedoch aber weiterhin toleriert.

Was sagt ihr dazu?

Seid ihr für oder gegen ein allgemeines Rauchverbot an öffentlichen Orten?

Quellen:

https://www.test.de/Rauchen-Regeln-zum-Schutz-von-Nichtrauchern-5207729-0/

https://www.jumpradio.de/thema/lungenexperte-fordert-generelles-rauchverbot-oeffentlichkeit-pro-contra-100.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Rauchverbot

Wer nicht neben Frauen sitzen will, darf nicht fliegen!

Im Jahre 2018 kam es zu einem Vorfall in einer Maschine der Fluggesellschaft El Al. Beim Flug von New York nach Tel Aviv weigerten sich vier Ultra orthodoxe Juden ihren Sitzplatz neben Frauen einzunehmen. Genauso sprachen sie während des Vorfalls nur mit den männlichen Flugbegleitern.
Die Fluggesellschaft El Al veranlasste nach dem Vorfall, dass von nun an jeder Passagier aus dem Flugzeug geworfen wird, der sich weigert neben einem anderen Passagier zu sitzen.
Ist dieser Beschluss der Fluggesellschaft richtig ?
Bei diesem Konflikt treten religiöse Vorstellungen gegenüber der heutigen Rolle der Geschlechter. Man kann einerseits sagen, dass diese Männer von sich selbst aus nichts gegen diese Frauen haben, es ist lediglich ihr Glaube der sie dazu bringt Frauen gegenüber abweisend zu wirken. Andererseits kann man sagen, dass der Glaube auch immer Ermessenspielraum geben kann und sollte. Einerseits wollen sie nicht neben Frauen sitzen, sie sollten dabei aber beachten, dass sie hierbei eine Person mit in ihren Glauben ungewollt herein ziehen. Dann sollten sie Rücksicht nehmen und sich entweder neben die Person setzen oder sofort wieder aussteigen.
Ein nicht ganz außer Acht zu lassender Punkt ist der, dass man heutzutage auch weiblich aussehen kann aber die Geschlechtsmerkmale noch auf einen Mann hindeuten. Augenscheinlich hätten die orthodoxen Juden ja dann auch etwas dagegen neben diesem Passagier zu sitzen, obwohl dieser ja ein Mann ist, biologisch gesehen. Deswegen finde ich, dass es ein unbegründetes Argument ist, nicht neben einer Person sitzen zu wollen nur wegen des Geschlechts.
Ich finde, dass Ein Flugzeug ein Ort ist wo so ziemlich jeder Mensch, sei es Atheist, Moslem, Christ etc. zusammentreffen und miteinander auskommen müssen. Das weiß auch ein Ultra orthodoxer Jude und deshalb sollten sie sich vorher überlegen, ob sie ins Flugzeug steigen und sich darauf einlassen oder nicht.
Außerdem sind die Regeln der Religion schon sehr alt und haben heutzutage keinen realitätsnahen Bezug mehr. Viel aktueller hierbei ist eher das Thema Gleichberechtigung und vor allem die Gleichberechtigung der Frau.
Abschließend finde ich, dass Religionsfreiheit zwar sehr wichtig ist, jedoch sollten sich diese Menschen immer der Toleranz gegenüber anderen bewusst werden. Ein Flugzeug ist nun mal ein öffentliches Verkehrsmittel und deshalb haben diese Menschen miteinander sowie nebeneinander auszukommen. Die Menschen müssen ihren Platz im Flugzeug akzeptieren, deshalb hat die Fluggesellschaft meiner Meinung nach richtig entschieden. Kein Mensch sollte wegen seiner Herkunft, Religion oder seines Geschlechts diskriminiert werden und wenn das einer doch macht, fliegt er zwar trotzdem, aber bloß nicht mit dem Flugzeug, sondern aus dem Flugzeug und das finde ich auch gut.


Was haltet ihr von dem Vorfall?
Findet ihr, dass die Fluggesellschaft richtig gehandelt hat?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
Quelle:
https://www.aerotelegraph.com/wer-nicht-neben-frauen-sitzen-will-darf-nicht-fliegen
https://www.aerotelegraph.com/ultrareligioese-passagiere-machen-el-al-erneut-aerger
https://www.welt.de/politik/ausland/article165826098/Frau-wechselt-fuer-Mann-Platz-im-Flieger-El-Al-muss-zahlen.html
https://www.infosperber.ch/frau-mann/diskriminierung/fluggesellschaft-el-al-beendet-mobbing-gegen-frauen/
https://www.focus.de/panorama/welt/81-jaehrige-moechte-nun-fluggesellschaft-verklagen-strengglaeubiger-mann-will-nicht-neben-frau-sitzen-reaktion-der-airline-schockiert_id_5321930.html
https://taz.de/Vorfall-bei-israelischer-Airline-El-Al/!5515465/

Ich finde diese Anti Rassismus Kampagne sehr gut und sie passt auch sehr gut zum Thema 🙂
Der Vorfall nochmal detailliert im Video.