Cybermobbing – wer trägt die Schuld?

Mobbing, ein Wort das heute fast alltäglich verwendet wird und dabei viel zu oft falsch.                                                 Zu Beginn stellt sich also die Frage, was ist Mobbing? Eine allgemeine Definition gibt es nicht, jedoch beschreibt Mobbing „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel den Betroffenen aus dem Betrieb herauszuekeln“.                       Jedoch gibt es Mobbing schon lange nicht mehr nur am Arbeitsplatz, bereits im Kindergarten werden Kinder gezielt schikaniert und ausgegrenzt.                                                                                                                                               Durch die modernen Techniken, wie Smartphones und Computern wird das „Mobben“ immer leichter. Immer häufiger wird das Internet als Austragungsort genutzt – Cybermobbing wird dieses Phänomen genannt.                                   Cybermobbing ist Mobbing auf digitalen Plattformen und Kanälen, dabei werden die Betroffenen häufig mit Bildern oder auch durch Videos belästigt und bloßgestellt.                                                                                                           Sehr häufig werden inzwischen ebenfalls Beleidigungen über den Messenger „Whatsapp“ gemacht. Dadurch können beispielsweise peinliche Fotos schnell verbreitet werden.

Doch für mich persönlich stellt sich nun die Frage, wer die Schuld an Cybermobbing trägt. Sind es die Hersteller der technischen Geräte, die Betreiber der sozialen Plattformen oder vielleicht die Eltern, die ihre Aufsichtspflicht vernachlässigen?

Zu Beginn möchte ich die Schuld direkt von den Eltern weisen; größtenteils.                                                                     Als Eltern ist es nahezu unmöglich jede Aktivität des Kindes im Internet zu verfolgen und zu kontrollieren, oftmals vertrauen Eltern ihren Kindern beim Umgang mit modernen Medien. Im Alter zwischen 12 und 19 Jahren hatten 34% der 1200 Befragten einen Bekannten, der bereits per Handy oder Internet fertig gemacht wurde. Das zeigt deutlich, dass das Alter der Opfer weit über das „Kinderalter“ geht und somit die Eltern gar nicht mehr die Kontrolle übernehmen können. Denn meistens wird man von gleichaltrigen gemobbt und im Alter von 19 Jahren kontrollieren Eltern nicht mehr ihre Kinder.                                                                                                                                                Jedoch möchte ich die Schuld nicht, wie bereits erwähnt, komplett von den Eltern weisen. Denn inzwischen sinkt das Alter der Kinder, indem sie ihr erstes Handy bekommen, sehr rasant. Immer früher nutzen die Kinder die neuen hochentwickelten Geräte, manche bekommen bereits in der Grundschule ein Smartphone geschenkt.                            Cybermobbing beginnt im Durchschnitt im Alter von 10/11 Jahren und erreicht seinen Höhepunkt mit etwa 15 Jahren. Somit beginnt es in dem Alter, in dem die meisten Kinder ihr erstes Smartphone bekommen und somit Opfer als auch Täter werden können.                                                                                                                                                        Und dazu kommt auch noch, dass Kinder im Alter von 10 Jahren nur schwer die Folgen und Konsequenzen ihres Handelns einschätzen können, somit kann aus einem kleinen „Spaß“ plötzlich purer Ernst werden.                                    Daher bin ich der Meinung, dass man als Eltern die Pflicht hat seine Kinder einerseits über die Vorteile des Internets, als auch über die Nachteile aufzuklären. Daher rate ich Eltern dazu, ihren Kindern klare Regeln für den Umgang mit sozialen Medien und allgemein dem Internet aufzustellen. Es sollte dabei geklärt werden, welche Internetseiten besucht werden dürfen und natürlich auch welche Apps heruntergeladen und genutzt werden dürfen.

Und insbesondere sollten die grundlegenden Regeln des Internets betont werden:                                                          > Ich geben keine Informationen über mich, meine Familie und meine Freunde preis (Name,  Wohnort, Geburtsdatum, Name der Schule, Emailadresse, Wohnadresse, Telefonnummer oder Handynummer).                                                      > Ich geben keine Fotos von mir selbst oder Freunden und Familie weiter.                                                                         > Ich verabrede mich nicht mit Leuten, die ich nur aus dem Internet kenne.

Natürlich gibt es noch viel mehr grundlegende Regeln im Umgang mit dem Internet, jedoch möchte ich darauf nicht weiter eingehen. Hilfreich kann diese Internetseite sein:                                                                   http://www.labbe.de/mellvil/index_vs.asp?themaid=30&titelid=335

Da viele Kinder heutzutage mehr als die Hälfte ihrer Zeit in der Schule verbringen und die Schule somit eine wichtige Rolle bei der Erziehung spielt, bin ich der Meinung, dass auch die Schulen eine sehr große Verantwortung beim Umgang mit dem Internet tragen. Daher ist es sehr ratsam die Schülerinnen und Schüler entweder in einer Unterrichtseinheit aufzuklären oder mit einem Experten ein Seminar zur Sensibilisierung bei Cybermobbing zu veranstalten; ein größerer Effekt kann erzielt werden, wenn auch den Eltern der Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit haben an diesem Seminar teilzunehmen.                                                                                                        Bei der Veranstaltung soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden Frage zu stellen, sei es nun in der Gruppe oder alleine; das ist jedem Kind selbst überlassen. Es ist sehr wichtig das Vertrauen der Kinder zu erlangen, denn nur so wird man auf womöglich derzeitige Mobbingattacken aufmerksam und kann dagegen ansteuern.                                         Viele Kinder sind einfach noch viel zu unreif, um verstehen zu können, was gut und was böse ist im Internet  und gleichzeitig sind die meisten Eltern mit der Situation überfordert.                                                                                   Eltern unterliegen, wie auch ihre Kinder dem Druck der Gesellschaft: man muss immer das neues Smartphone oder die trendigsten Marken-Klamotten haben.

Doch nun möchte ich auf die Schuld der Entwickler/Betreiber der sozialen Netzwerke eingehen. Wie reagieren soziale Netzwerke auf Fälle von Cybermobbing? 2013 longierte der Facebook-Konzern eine Internetseite zur Bekämpfung von Cybermobbing, doch diese Internetseite ist laut Psychologen kaum hilfreich.                                                                   Auf der Seite gibt es verschiedene Unterkategorie für Jugendliche, Eltern oder auch Erzieher und man findet sehr viele psychologische Ratschläge, wie man sich als Opfer verhalten sollte.
Ebenso gibt es einige Ratschläge für Leute, die des Mobbings beschuldigt werden, wie sie sich beispielsweise entschuldigen können etc…                                                                                                                                                Jedoch werden diese Ratschläge von vielen Psychologen als naiv eingestuft, da eine Entschuldigung Probleme, die durch Mobbing entstanden sind, (oftmals) nicht ändern kann.                                                                                           Daher wird vielen sozialen Netzwerken vorgeworfen, dass es ihnen am Willen fehlt die Probleme effektiv anzugehen.   In vielen Ländern liegt das Mindestalter zu Nutzung von sozialen Plattformen bei 14 Jahren, jedoch ist ein Großteil der Kinder bereits mit 11 Jahren bei Facebook & Co angemeldet. Aus diesem Grund wurde Facebook vor einiger Zeit dazu aufgefordert das Alter seiner Nutzer mit Hilfe des Personalausweises zu kontrollieren, doch Facebook weigerte sich dagegen diesen Vorschlag umzusetzen, da man dafür ein sehr komplexes Programm benötigen würde.                           Für mich stellt sich nun die Frage, ob Facebook das Problem „Cybermobbing“ als weniger schlimm, als es doch tatsächlich ist, einstuft oder ob der Betreiber die Gefahr seiner Plattform nicht wahrnehmen möchte und es somit auch nicht für nötig ansieht gegen Cybermobbing vorzugehen… eine Antwort auf die Frage kann wohl nur Facebook alleine geben.

Doch zum Glück bieten die meisten Plattformen eine kleine Hilfe gegen Mobbing oder allgemein unerwünschte Inhalte, denn es ist jedem Nutzer möglich andere Nutzer zu „blockieren“.                                                                                      Im Folgenden werde ich auf die verschiedenen Möglichkeiten der sozialen Plattformen Whatsapp, Snapchat, Instagram und Facebook eingehen.                                                                                                                                                    Beim kostenlosen Messenger Whatsapp wird nach keinem Grund für die „Blockierung“ eines Kontaktes gefragt. Wenn man einen Kontakt auf Whatsapp blockiert hat, ist es dieser Person nicht mehr möglich dir Nachrichten zu schreiben und dein Profilbild, Status oder deine „Whatsapp-Story“ zu sehen.                                                                                    Bei Snapchat hingegen ist es dem Nutzer möglich einen Grund für seine Entscheidung anzugeben, dabei kann er zwischen fünf vorgegebenen Gründen wählen: unangemessene Snaps, belästigt mich, nervig, Ich kenne diesen Snapchatter nicht. , und Sonstiges. Durch die Blockierung eines „Snapchatters“ ist diese Person nicht mehr in der Lage dir Snaps zu schicken, dir zu schreiben oder gar deine „Snapchat-Story“ anzusehen.                                                    Gleichzeitig hast du nicht mehr die Möglichkeit dieser Person Bilder und Textnachrichten zu schicken oder seine/ihre „Snapchat-Story“ anzuschauen.                                                                                                                                            Auf der sozialen Plattform Instagram hingegen hat man die Wahl zwischen „Blockieren“ und „Melden“. Wenn man einen Nutzer blockiert, hat dieser nicht mehr die Möglichkeit deine Bilder zu liken, zu sehen oder gar zu kommentieren, ebenso ist er/sie nicht mehr in der Lage dir Nachrichten oder Bilder zu schicken.                                                             Entscheidet man sich jedoch für die Funktion „Melden“, bekommt man die Gelegenheit einen Grund für seine Entscheidung anzugeben. Daraufhin kann man sich zwischen verschiedenen Antwortmöglichkeiten auf ausgewählte Fragen von Instagram entscheiden und am Ende landet man auf einer Seite von Instagram, die dem Nutzer verschiedene Lösungsmöglichkeit für Probleme auf Instagram offenlegt. Jedoch ist meiner Meinung nach dieser „Instagram-Hilfsbereich“, wie Instagram ihn nennt, nicht besonders hilfreich, da nur sehr allgemeine Lösungsvorschläge aufgelistet sind. Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass Instagram die Anliegen der Nutzer stärker analysiert und kontrolliert, ob die vorgeworfenen Vergehen nun vorliegen oder nicht.                                                                                Auf Facebook gibt es ebenfalls, wie auf den anderen drei genannten sozialen Netzwerken, die Möglichkeit einen Nutzer zu blockieren. Da ich mich selbst aber kaum mit Facebook auskenne, habe ich für meine Fragen das Internet genutzt und bin dabei auf eine tolle Seite von Facebook selbst gestoßen, die sehr gut erklärt, was es mit der „Blockier-Funktion“ auf sich hat. Um es zusammen zu fassen: wenn du eine Person auf Facebook blockierst, ist es dieser Person nicht mehr möglich die Inhalte deines Profils zu sehen, dich in Beiträgen, Kommentaren oder Fotos zu markieren, dich zu Veranstaltungen oder Gruppen einzuladen, eine Unterhaltung mit dir zu beginnen oder dich als Freund hinzuzufügen.

Am Ende meines Beitrags werde ich euch alle relevanten Internetseiten verlinken, die ich für meine Recherche genutzt habe.                                                                                                                                                                                   Um es allgemein zusammenzufassen, liegt die Schuld des Cybermobbings weder alleine bei den Herstellern der modernen Techniken, noch bei den sozialen Netzwerken oder bei den Eltern und Schulen. Es kommt meiner Meinung nach auf das Zusammenspiel der Akteure an und den damit verbundenen Vergehen.                                                       Jedoch würde ich mich selbst sehr darüber freuen, wenn das Problem „Cybermobbing“ stärker durch Medien und z.B. Seminaren in den Vordergrund gerückt werden würde, somit werden die sozialen Netzwerke zu einem Wandel „gezwungen“ beziehungsweise gedrängt.

Ich selbst hoffe sehr, dass meine Kinder später einmal sicher und ohne Angst im Internet surfen können. Was meint ihr? Ist das eine Traumvorstellung von mir, oder möglicherweise unsere Zukunft? Habt ihr schon Erfahrung mit Cybermobbing gemacht?

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing

https://mobilsicher.de/hintergrund/cybermobbing-zahlen-und-fakten

http://www.labbe.de/mellvil/index_vs.asp?themaid=30&titelid=335

https://www.arte.tv/de/videos/077904-002-A/wer-ist-schuld-am-cyber-mobbing-vox-pop/

https://www.billiger-telefonieren.de/thema/cybermobbing/

https://de-de.facebook.com/help/290450221052800/

 

 

 

 

Klonen – bahnbrechende Erfindung oder Verletzung des Individuums

Alle Lebewesen, sowohl Menschen als auch Tiere, werden als Originale geboren, wir haben alle einen individuellen Charakter und ein individuelles Aussehen.                                                                                                                          Der eine hat braune Haare, der andere blonde Haare. Die eine ist klein, die andere ist groß. Der eine ist sehr schmal gebaut, der andere etwas fester. Das sind nur wenige Beispiele von Dingen, die uns von anderen Menschen grundlegend unterscheiden.                                                                                                                                              Doch was ist, wenn es ein Tier oder einen Menschen plötzlich doppelt gibt – also eine 100%ige Kopie?                         Seit der Geburt des Klon-Schafs Dolly im Jahr 1996 steht das Thema Klonen ständig zur Debatte, und es gibt sehr viele verschiedene Meinungen dazu.                                                                  Einige Wissenschaftler, darunter der US-Wissenschaftler Richard Seed, meinen dass das Klonen eine „künstliche Form der Unsterblichkeit“ darstellen könnte.                                                                                                                           Damit meinen sie, dass man eine Kopie zu einem Menschen machen kann und ihn somit immer und immer wieder erneut zum Leben erwecken kann. Dann gibt es noch Menschen, die darin die Zerstörung des Individuums sehen oder der Meinung sind, dass es zur Perfektionierung der Menschheit führen könnte.

Bevor ich mir meine eigene Meinung zu dem Thema bilden kann, habe ich mich über die verschiedenen Varianten des Klonens informiert.                                                                                                                                                                Zum einen gibt es das „reproduktive Klonen“, dabei wird die geschlechtliche Fortpflanzung umgangen und künstlich herbei geführt. Benötigt werden hierzu ein Zellkern und eine Spendereizelle. Aus der Spendereizelle werden die Erbsubstanzen entfernt, nur die Mitochondrien bleiben.                                                                                                   Mit Hilfe eines Elektroimpulses werden die Spendereizelle und der Zellkern fusioniert, vereinigt.                                    Die Eizelle mit dem neuen Erbgut entwickelt sich zu einem Embryo, der anschließend in eine Gebärmutter eingepflanzt werden kann. Das daraus entstandene geklonte Lebewesen entspricht genetische dem Spender des ursprünglichen Zellkerns. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung „vermischt“ sich das Erbgut des Vaters mit dem der Mutter, dadurch entsteht ein genetisches Individuum. Das bedeutet, das Kind hat einige Merkmale der Mutter und einige des Vaters.                                                                                                                                                                                Jedoch braucht es sehr viele Versuche, um ein Lebewesen erfolgreich zu klonen, bei dem Klon-Schaf Dolly beispielsweise hatte es 276 Versuche gebraucht.                                                                                                                   Dabei haben die meisten Embryonen schlimme Krankheiten wie Herz- und Lungenschäden oder auch Fettsucht und Krebs. Ein weiterer entscheidender Nachteil ist die stark begrenzte Lebenszeit der geklonten Lebewesen, denn ihnen wird gewissermaßen die „Lebensuhr“ des Spender-Lebewesens mitgegeben.                                                                  Die zweite Art des Klonens nennt sich „therapeutisches Klonen“, dabei wird aus dem Erbgut eines Patienten neues Gewebe gezüchtet. Dem Patienten werden Zellen entnommen, die in eine entkernte Eizelle eingepflanzt werden, daraus entwickelt sich im Labor ein Embryo. Nach wenigen Tagen können dem Embryo Stammzellen entnommen werden.    Aus diesen Stammzellen lassen sich verschiedene Arten von Gewebe züchten, die dann beispielsweise in Nerven- oder Lebergewebe umgewandelt werden können.                                                                                                                     Der entscheidende Unterschied zwischen diesen beiden Methoden des Klonens ist, dass bei der zweiten Variante der Embryo nicht in die Gebärmutter eingesetzt wird.                                                                                                           Dem reproduktiven Klonen blicken sehr viele Menschen skeptisch entgegen und es werden sogar Wissenschaftler, die diese Art des Klonens befürworten oder gar durchführen, als Scharlatane und Verbrecher beleidigt.

 

Für mich hört sich die therapeutische Methode nach einer tollen Lösung für schwere Krankheiten an, jedoch kann ich mich mit der reproduktiven Methode nicht wirklich anfreunden, da sie aus meiner Sicht mehr Nach- als Vorteile hat.

Die hier aufgelisteten Vor- und Nachteile beziehen sich auf beide Methoden des Klonens:

Vorteile:

– Heilung bisher unheilbarer Krankheiten, wie Krebs und AIDS (therapeutisches Klonen)

– Herstellung von ganzen Organen durch Stammzellen (therapeutische Methode

– landwirtschaftliche Gründe:

* „Vervielfältigung“ eines Deckhengstes

*  „Entwicklung“ perfekter Tiere: Milchkuh, Schwein mit sehr viel Fleisch etc.

 

 

Nachteile:

– Verlust der Individualität (reproduktives Klonen)

– Inakzeptanz gegenüber körperlichen Makeln, da perfekte Menschen geschaffen

werden können (reproduktives Klonen)

– Anstieg der Erdbevölkerung

(reproduktives Klonen: Menschen werden kopiert -> mehr Menschen)

(therapeutisches Klonen: schlimme Krankheiten können geheilt werden -> weniger Menschen sterben ->  mehr Menschen)

– Erschaffung von neuen, „besseren“ Menschen, die zu einer Gefahr werden können (reproduktives Klonen)

– Klonen bedeutet sehr viel Macht („Gott spielen“) – wirtschaftlich als auch medizinisch                                                  -> Macht kann missbraucht werden!!

 

Zwar sind das nur einige von vielen Vor- und Nachteilen, jedoch hoffe ich, dass es euch/Ihnen nun möglich ist meine Meinung nachzuvollziehen. Es wird weiterhin sehr spannend bleiben im Bezug auf die Gentechnik und speziell auf das Klonen. Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich etwas ängstlich dem gegenüber bin, was noch kommen wird. Besonders das reproduktive Klonen lässt mich schaudern, denn beim Betrachten der oben genannten Nachteile fällt auf, dass sich nahezu alle auf das reproduktive Klonen beziehen.                                                                                     Um auf meine Anfangsfrage zurück zu kommen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass (reproduktives) Klonen definitiv eine Verletzung des Individuums darstellt, die therapeutische Methode hingegen eine bahnbrechende Erfindung/Entdeckung ist.

Was meint ihr? Sollte man Klonen komplett verbieten oder sehr strenge Richtlinien einführen? Und wie sollen die Richtlinien eurer Meinung nach aussehen?

Das Thema „Klonen“ ist noch sehr viel weitreichender, als die Dinge, auf die ich bisher eingegangen bin, doch das würde den Rahmen sprengen.

Doch falls ich euch mit dem Thema neugierig gemacht habe, findet ihr anbei ein paar Links, die mir bei meiner Recherche sehr geholfen haben. Ich werde mich weiterhin mit dem Thema beschäftigen und euch auf dem Laufenden halten, falls es etwas Neues gibt. Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen! 🙂

Quellen:

https://www.wasistwas.de/archiv-wissenschaft-details/was-ist-therapeutisches-klonen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Klonen

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/klonen

https://www.helles-koepfchen.de/?suche=klonen

 

 

 

 

 

 

 

 

Mythen-Geschichten, die uns fesseln

Mythen begegnen uns eigentlich überall, ob am Silvesterabend, an dem man sich neue Vorsätze setzt oder in der Schule, wie z.B. im Lateinunterricht. Nur was bedeutet das Wort „Mythos“ eigentlich?

Zunächst einmal bedeutet die altgriechische Vokabel Mythos nicht mehr als Erzählung, auch wenn der Mythos schon für antike Denker wie Platon, Hesiod und Aristoteles, mehr war als eine beliebige Erzählung. Wichtig aber ist, festzuhalten, dass Mythos von erzählerischem Charakter ist. Ein Mythos ist und war immer schon eine Erzählung, die mittels symbolischer Begrifflichkeit die Welt in ihrer materiellen vor allem aber auch spirituellen Verfasstheit, „als ganze und in ihrer Ganzheit“ (Frenschkowski 2006, 241) zu erklären versuchte. In Prähistorie und Antike war der Mythos ein Mittel zur symbolisch vermittelten Welterklärung, der von fabelhaften und magischen Dingen in vergangenen Zeiten oder außerhalb der realen Welt berichtete. Er hatte den Anspruch, den metaphysischen Überbau der Realität zu erklären und die Menschen einerseits durch die Erzählung in das größere Ganze des materiellen wie des spirituellen Kosmos einzubetten und sie andererseits durch den metaphysischen Verweis mit ihrer beschränkten Lebenssituation (der Erfahrung von Leid, Begrenztheit, Wandel, Tod) zu versöhnen.

http://polyoinos.net/Phantastik/mythos.html

Ein Mythos ist also eine Erzählung, die sich mit Dingen beschäftigt, die viel komplexer sind als wir. Aber indem diese Dinge uns so bildlich veranschaulicht werden, können wir versuchen, sie zu verstehen und somit einen Teil von dem erfassen, der eventuell viel größer ist, als wir. So wie es z.B. in den griechischen Sagen gemacht wird.  Es gibt unheimlich viele Geschichten über die griechischen Götter, über deren Kinder, oder über die Helden der Griechen. In diesen Geschichten wird die Beziehung der Menschen zu den Göttern und die Rolle der Götter bildlich dargestellt. Die Menschen begreifen und begriffen so leichter, dass es noch mehr zu geben schien, außer ihnen und dass dieses „Mehr“ vielleicht schwerer zu verstehen ist. Außerdem gaben und geben diese Mythen den Menschen eventuell auch eine Art Richtung vor, von dem was z.B. gut und böse oder richtig und falsch ist. Oder sie zeigten eine Art Vorbild, an dem man sich orientieren konnte. So konnten die Menschen sich besser in der Welt zurechtfinden und begannen, sie zu verstehen. Durch diese Erzählungen wurden die Menschen mit den Göttern verbunden, mit dem Kosmos, eben mit allem, was es außer ihnen noch gab. In vielen Mythen und Sagen spiegeln sich außerdem die Werte der Menschen wieder.                                        Weiterhin ließen sich so, vielleicht gerade bei den Griechen, unerklärlich Ereignisse erklären und man bekam Gewissheit, über die Dinge, die man zuvor nicht verstanden hatte. Die Menschen konnte durch diese Erzählungen begreifen, wie die Welt, wie der Himmel und die Erde entstanden. Eben Dinge, für die sie keine Erklärung gehabt haben, die aber nun begreiflich wurden. Die Welt gab es, weil die Götter sie erschaffen hatten.

Nun gibt es natürlich nicht nur die griechische Mythologie, sondern auch die römische oder die keltische. Wie nämlich zur Römerzeit jeder die Geschichten von Aeneas und der Gründung Roms kannte, so kannte zur Zeit der Kelten wohl jeder die Geschichten, die sich um Merlin und König Artus rankten. Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben und irgendwann aufgeschrieben, sodass wir auch heute noch von diesen Sagen profitieren können. Doch wieso interessieren sich immer noch so viele Menschen für Mythen aus der Vergangenheit und wie kommt es, dass immer wieder neue, mythische Dinge auftreten oder geschehen, die weder zu belegen, noch zu erklären sind?                                                           Nun ja Mythen waren dazu da, um uns die Komplexität der Welt ein bisschen besser begreifen zu lassen. Heute lassen wir uns vielleicht einfach davon mitreißen, weil die Vergangenheit gerade spannender scheint, als die Gegenwart. Wir interessieren uns also für das „Geheimnisvolle“, weil es etwas ist, das nicht ganz so ernst, nicht ganz so trist scheint, wie die Situation, in der wir uns gerade befinden. Es ist nicht ganz so rational und logisch, wie alles andere in unserer so modernen Welt. Es lässt uns sehen, wie die Menschen die Welt damals wahrnahmen, wie sie sie damals verstanden und wie unsere Kultur geprägt wurde. Man kann sich außerdem in andere Welten flüchten, zum Beispiel in die bereits vergangenen, die von große Helden und guten Taten, von riesigen Drachen und weiten Landen erzählen.

Nun gibt es aber heutzutage immer noch Legenden, die nicht zu beweisen sind. Wie zum Beispiel die von „Big Foot“ oder „Loch Ness“. Nur, warum begeistern sich Menschen für diese „modernen“ Mythen? Vielleicht weil es in der heutigen, so ernsten Welt, einfach „erfrischend“ ist, an etwas zu glauben, von dem nicht sicher ist, ob es überhaupt existiert. Und weil diese Ungewissheit schon irgendwas hat, das einen in ihren Bann zieht. Es klingt ja schon irgendwie spannend, einfach aufzubrechen und etwas zu suchen, von dem man nur Legenden gehört hat. Solange man dabei nicht verrückt wird und sich nur dieser einen Sache aufopfert. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht mit Leidenschaft dabei sein kann oder sollte, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es noch andere wichtige Dinge im Leben gibt.

Mythen sind also etwas, das sich nicht, so wie fast alles andere heutzutage, logisch erklären lässt. Und das ist es wohl, was sie so spannend macht. Sie sind ein kleines Stück Magie, etwas das uns faszinierend und irgendwie anzieht. Wir können also entweder daran glauben, oder eben nicht, denn wie viel Wahrheit in den Mythen steckt, werden wir wohl nie herausfinden.

 

Was denkt ihr von Mythen? Glaubt ihr an „Big Foot“ oder an „Nessi“?

 

 

Quellen:

http://www.mythentor.de/griechen/anfang.htm

http://polyoinos.net/Phantastik/mythos.html

J.A.R.V.I.S.- Traum oder Alptraum?

In vielen Filmen bekommen wir einen Einblick darin, was man sich von einer ausgereiften KI erhofft. In den „Knight Rider“-Filmen besitzt der Protagonist ein Auto, das über künstliche Intelligenz verfügt. „K.I.T.T“, wie dieses Auto genannt wird, kann selbst denken, sprechen und fahren, wird allerdings hier nur für gute Zwecke eingesetzt, nämlich um gemeinsam mit seinem Besitzer gegen Verbrecher zu kämpfen und um sie einzusperren. Die KI ist hier also auf der Seite der Menschen und wendet sich nicht gegen sie. Dies „Art“ der gutmütigen KI sehen wir auch in diversen anderen Filmen, wie zum Beispiel „Star Wars“ oder „Iron Man“. In „Star Wars“ werden Roboter mit einer KI als Dolmetscher, Copiloten oder Berater genutzt. Sie beherrschen oft viele Sprachen oder können komplett alleine ein Flugzeug steuern. Würde es solche Roboter wirklich geben, wären sie durchaus hilfreich im Alltag oder auch in geschäftlichen Angelegenheiten. Allerdings finden sie in „Star Wars“ auch Einsatz im Krieg, den sie aber nicht von sich aus führen, sondern für den sie entwickelt wurden. Sie kämpfen also nicht aus eigenen Gründen, sondern wurden dazu befehligt.

In „Iron Man“ lernt man die von Tony Stark entwickelte KI „J.A.R.V.I.S“ kennen. „J.A.R.V.I.S.“ kann so ziemlich alles. Er („J.A.R.V.I.S.“ hat eine männliche Stimme, weshalb diese KI als Mann bezeichnet wird, auch wenn sie keinen Körper besitzt) ist in Tonys Rüstungen und in seinem Haus. Er kann Tony jederzeit zum Beispiel über die Temperatur in seinem Haus aufklären und kann diese verstellen, egal ob der Hausbesitzer daheim ist. Außerdem kann er auch auf Überwachungskameras auf Tonys Grundstück zurückgreifen. In Tonys Rüstungen informiert er den Träger dieser über den aktuellen Energielevel der Rüstung, über körperliche Schäden und er kann sogar Kampfsysteme anderer analysieren und dann den optimalen Gegenangriff programmieren.

Diese KI-Systeme sind alle sehr hilfreich und unterstützen die Menschen. Sie wollen ihnen an sich nichts Böses und helfen ihnen in ihren Vorhaben. Sie handeln, wenn dann, nur sehr selten auf eigene Faust und hören meistens auf die „Befehle“ ihrer Besitzer.

Einige dieser Visionen, gehören mittlerweile zur Realität. Dank sogenannten „Smart Homes“ und Systemen wie „Amazon Echo“ ist es möglich, sein Haus auch noch aus hundert Kilometer Entfernung zu steuern. Mit Hilfe einer App kann man ganz bequem von unterwegs aus die Temperatur anpassen, das Licht ein- oder ausschalten oder die Alarmanlage aktivieren. Es ist sogar möglich, auf dem Handy durch eine Kamera an der Tür zu sehen, wer gerade geklingelt hat, auch wenn man momentan Einkaufen ist. Dies könnte zum Beispiel vor Einbrechern schützen. Natürlich kann man mit diesen Systemen sein Haus auch steuern, wenn man daheim ist, was die ganze Sache noch bequemer macht. Man kann den Fernseher durch die Sprachsteuerung an- und ausstellen und auch umschalten. Diese Systeme sollen laut Wikipedia zum Wohlbefinden und zur „(…) Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe (…)“ dienen.

Es gibt aber  auch Filme, die zeigen, dass eine ausgereifte KI unter Umständen zu Problemen führen kann. In „Avengers: Age of Ultron“ wird eine künstliche Intelligenz entwickelt, die sich gegen die Menschheit auflehnt. „Ultron“ wurde ursprünglich erschaffen, um Weltfrieden zu garantieren. Das Experiment geht jedoch schief und „Ultron“ macht sich selbstständig. Er baut sich einen eigenen Körper und erkennt, dass der einzige Weg Weltfrieden zu erschaffen und zu erhalten,  der ist, die Menschheit zu vernichten. „Ultron“ baut sich immer wieder verbesserte Körper und führt sogar seine eigene Armee an, kann jedoch von den „Avengers“ aufgehalten werden, bevor er seinen Plan vollenden kann.

In diesem Beispiel sieht man gut, was es für Gefahren geben kann, wenn sich eine KI selbstständig macht. Natürlich ist dieser Film fiktiv und niemand kann wirklich sagen, was für Gefahren bestehen würden, aber solche Filme zeigen den möglichen, wenn auch theoretischen Ausgang solcher Experimente.

Auch wenn KI-Systeme, wie zum Beispiel „Alexa“ oder „Siri“,  oft hilfreich im Alltag sind, kann man meiner Meinung nach nicht ausschließen, dass sich KI-Systeme irgendwann selbstständig machen. Wenn man sie immer menschlicher macht und ihnen beibringt selbst zu denken, was hält sie dann davon ab, dies auch wirklich zu tun und dabei eventuell Probleme zu erkennen, die uns so gar nicht bewusst sind. Und auch wenn dies niemals eintreten und sie immer auf ihren Entwickler hören würde, woher wollen wir dann wissen, ob dieser nicht etwas Schlechtes im Sinn hat? Wenn er ihnen einen Körper gibt und ihnen befiehlt, die Menschheit anzugreifen, warum sollten sie es nicht tun?

Außerdem verdrängen diese Entwicklungen auch Arbeiter von ihren Arbeitsplätzen. Der Mensch kann immer mehr durch fortschrittliche Technologien ersetzt werden, was ihn immer nutzloser macht. Denn was hat ein Arbeiter, der für eine Aufgabe ausgebildet ist,  schon für eine Chance, gegen einen Roboter, der für drei Aufgaben programmiert wurde und innerhalb kürzester Zeit neue erlenen kann?

Man könnte Roboter mit KI-Systemen für jeden Zweck entwickeln, sei es nun für normale Firmenarbeiten, für das Finanzwesen oder sogar für den Krieg. Und auch wenn man so weniger Menschen im Krieg verlieren würde, besteht auch die Gefahr, dass die Roboter auf eigene Faust handeln und mehr Schaden anrichten, als sonst angerichtet worden wäre.

Ich fürchte mich zwar nicht davor, dass sich die Maschinen irgendwann gegen uns stellen, befürchte aber, dass sie immer mehr unsere Aufgaben übernehmen und uns zunehmend ersetzen. Natürlich sind solche Spielereien wie „Alexa“ durchaus hilfreich, wenn auch etwas unnötig, aber vielleicht sind diese Systeme nur Vorgänger von besser ausgereiften KI´s. Was ich aber befürchte ist, dass mit der zunehmenden Verbessrung und Forschung an solchen Systemen auch die Erkenntnis kommt, was sie alles für Möglichleiten, zum Beispiel im Krieg, eröffnen. Es könnte durchaus sein, das ein machtgieriger Politiker oder irgendeine andere Person die die Mittel hat, KI´s zu seinem Vorteil nutzt und sie gegen andere Menschen verwendet.

Wie seht ihr das? Sollte man weiter an KI-Systemen forschen? Sind siemittlerweile schon unverzichtbar im Alltag? Ist die Bedrohung durch diese wirklich real oder nur ein Gedankenexperiment der Filmeindustrie? Habt ihr Angst „vor der Übernahme durch die Maschinen“?

Sind Fast Food-Ketten noch aufzuhalten ?

Heutzutage zählt es fast zum Alltag vieler Menschen, nach der Arbeit, nach einer langen Autofahrt oder beim Bummeln in der Stadt an einem der vielen Fastfood Ketten Rast zu machen. Imbissstände und Schnellrestaurants sind schließlich an jeder Ecke in jeder Straße zu finden, sei es McDonald´s, Burger King oder Starbucks. Auch ich selbst konsumiere ab und zu Produkte aus den eben genannten Restaurants, dennoch habe ich fast immer ein schlechtes Gewissen dabei und versuche wenigstens das Fleisch zu meiden. Die Fast Food-Ketten ermöglichen eben, eine schnelle und vor allem meist günstige Mahlzeit für zwischendurch zu sich zu nehmen, ohne lange zu warten oder sich zu Hause lange an den Herd stellen zu müssen. Die Menschen heutzutage haben eben viel zu wenig Zeit, um lange einkaufen zu gehen oder zu Kochen. Zumindest bilden sie es sich ein.

Die Gesundheit der Menschen wird dabei völlig unter den Tisch gekehrt. Vor allem beim häufigem Konsum der meist fettigen Gerichte, die einen sehr geringen Nährstoffgehalt haben, wirkt sich das Essen schlecht auf den Körper aus. Das Essen macht den Körper zwar für kurze Zeit satt, gibt aber nicht ausreichend Vitamine oder Mineralstoffe, die wichtig sind. Im Gegenteil zu einer ausgewogenen Mahlzeit wird der Körper oft träge und müde. Allgemein weist zu häufiger Konsum gesundheitliche Probleme im menschlichen Körper auf. Beispielsweise Fettleibigkeit, oder Diabetes können Folgen von Fast Food sein. Da die Gerichte einen durchaus höheren Kaloriengehalt haben, als benötigt, führt es zu einer Verfettung des Körpers und die Masse an Zucker kann nicht vollständig verbrannt werden, sondern wird in den Zellen angelagert. Das Sättigungsgefühl kann immer weniger richtig eingeschätzt werden und das allgemeine Wohlbefinden leidet darunter.
Das alles scheint verwunderlicher weise eher zweitrangig für viele. Wie bereits bewiesen wurde, hat der Konsum von Fast Food besonders im Kleinkindalter gravierende Folgen für deren Entwicklung. Ich finde das ist vielen Leuten nicht bewusst und an sich verstehe ich nicht, warum man lieber irgendwelche Nahrung mit Zusatzstoffen oder Geschmacksverstärker zu sich nimmt. Wäre es nicht sinnvoller, sich die Zeit zu nehmen und selbst ein frisches Gericht zu kochen, von dem man weiß was alles darin enthalten ist? Dabei erfährt man den echten Geschmack, im Gegensatz zu den Fertigprodukten die in Fast Food-Ketten angeboten werden. Außerdem muss man sich so keine Sorgen über die Gesundheit seiner Kinder machen.
Stellt sich nur noch die Frage, ob die eigene Gesundheit oder das schnelle Essen wichtiger ist. Manche Menschen möchten nicht auf ihre fast wöchentlich besuchten Restaurants verzichten.

„Für 390 Euro Harz kommt man nicht weit im Biomarkt.“

Dieses Zitat aus einem Song von „Kraftklub“, einer deutschen Rockband, beschreibt meiner Meinung nach ziemlich gut die Problemlage, unter der vor allem die sozial schwache Schicht leidet. Es ist wie ein Teufelskreis, aus dem man nicht herauskommen zu scheint. Man hat wenig Geld, muss also an billiges Essen kommen, was verursacht, dass man die Gesundheit des Körpers vernachlässigt. Der Preis der Produkte ergibt sich aus einer sehr billigen Produktion. Dabei ist die Herkunft von Fleisch, Gemüse usw. zu beachten, denn hier wird aufgrund des Konkurrenz- und Kostendruck an der Qualität der Lebensmittel gespart. Ein Großteil der Tiere die am Ende auf dem Burger landen, werden auf schlimme Art und Weise gehalten weshalb sich dort meist sehr schnell Krankheiten verbreiten. Um diese zu vermeiden, werden die Tiere mit Antibiotika vollgepumpt, davon bleiben dann Rückstände im Fleisch, das wir essen. Nur Fleisch von Bauernhöfen, auf denen die Tiere artgerecht gehalten werden, sind frei von solchen Stoffen. Also leidet nicht nur der menschliche Körper unter dem Konsum von Fast Food, sondern ganz klar auch die Tiere in Massentierhaltungen die dafür gemästet werden. Ich finde, die Massentierhaltung ist ohnehin ein so, für den normalen Bürger, unkontrollierbarer Produktionsprozess. Ich würde behaupten, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht auf Herkunft, oder biologischen Wert der Produkte achtet. Vielmehr wollen sie billige Produkte.

Und warum hätte der Staat Interesse daran, die Fast Food-Ketten zu reduzieren? Schließlich zieht er mit am meisten Profit aus ihnen. Andererseits sind regionale Produkte aus guter Haltung, für viele Familien zu teuer. Aber es ist ja bereits kein Geheimnis mehr, dass Dinge, die viel Geld fließen lassen nicht abgeschafft werden, egal welche Konsequenzen es, in diesem Fall für die Gesundheit, hat.
Die schlechten Inhaltsstoffe von Fast Food können im menschlichen Gehirn gleiche Auswirkungen wie Heroin haben. Heroin wird aber vom Staat verboten und nicht weiter unterstützt. Sollte sich nicht die Gesellschaft gegen dieses weit verbreitete Angebot von Fast Food wehren, denn schließlich sind sie diejenigen, die darunter leiden? Und der Staat wird sicher nicht derjenige sein, der etwas daran ändern will, weil es ihm eben etwas nützt. Viel zu oft, finde ich, sind wir blind, wenn wir durch die Straßen gehen, denn wir achten im ersten Moment auf die optische Erscheinung, als auf die Qualität. Die Werbung der Ketten ist eben so konstruiert, dass man sich davon anziehen lässt, das Restaurant zu besuchen.

Nichts desto trotz möchte ich abschließend noch hinzufügen, dass der Konsum von Fast Food trotzdem in Maßen und nicht in Massen in Ordnung ist. Man sollte natürlich trotzdem, bei dem Großteil der Nahrung, auf eine nährstoffreiche, gesunde und ausgewogene Ernährung achten und das Essen mit Bedacht, bezüglich der Herkunft der Produkte, auswählen.

Was denkt ihr über dieses Thema? Findet ihr, dass die Gesellschaft mehr das Handeln des Staates im Bereich Fast Food hinterfragen sollte? Konsumiert ihr regelmäßig Fast Food-Produkte? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

Bis Bald!

Silvester – Neue Vorsätze fürs kommende Jahr

Jeder kennt es, wenn sich Freunde oder sogar man selbst an Silvester vornimmt ab jetzt jede Woche dreimal in Fitness zu gehen, regelmäßig joggen zu gehen und so weiter….. Aber sobald die ersten drei Wochen vergangen sind, hält sich kaum noch jemand an die zuvor selbst aufgestellten Vorsätze und liegt mit Chips und Cola wieder auf dem Sofa.

Vorsätze an sich sind sicherlich nichts schlechtes, aber ich frage mich immer warum die meisten Leute einen speziellen Tag wie Silvester brauchen um etwas an ihrem Leben zu ändern. Ich selbst halte sicherlich auch nicht alle Vorsätze ein, die ich mir im Laufe des Jahre mache, aber wenn mich etwas an meinem Leben stört, dann versuche ich es so früh wie möglich zu verbessern. Natürlich klappt dies auch nicht immer und manchmal braucht man mehrere Anläufe, aber ich bin der Meinung wenn man etwas bis Silvester aufschiebt dann will man es nicht stark genug und so ist der Vorsatz meist sowieso zum scheitern verurteilt. Deshalb habe ich nie etwas von neuen  Vorsätzen am Anfang des Jahres gehalten , weil sich an Silvester ausschließlich der Jahreszahl nicht viel ändert. Man braucht kein besonderes Datum um ins Training zu gehen oder aufzuhören Chips zu essen. Wenn man es wirklich durchziehen will, dann startet man jetzt sofort. Wer es bis zum Ende des Jahres aufschiebt, will es sowieso nicht stark genug.

Ich habe auch so den Eindruck, dass die meisten Leute dabei oft der Masse folgen – man nimmt sich was vor ,weil es jeder tut-. Ich denke jeder wurde schon einmal von anderen Person gefragt, was er sich fürs neue Jahr vorgenommen hat.

Aber Vorsätze so fassen nur um sein Gewissen für ein paar Tage zu verbessern ist meiner Meinung nach Quatsch…Jeder hat seine Macken und ob er sie ausbessern will, bleibt allein seine Entscheidung. An Neujahr nehmen sich Leute oft vor etwas zu verbessern, was sie selbst zwar stört, aber meist nicht genug um es wirklich durchzuziehen.

Im Internet gibt es auch viele Interessante Statistiken zu diesem Thema! Falls euch das interessiert, einfach mal googeln.

Wann sollte man sich eurer Meinung nach Vorsätze fassen? Und sind Vorsätze an Neujahr sinnvoll?

Gruß euer Kuhherden Joe

 

 

Das Glück der größten Zahl vs. Menschenwürde

Überall schreiende Menschen, Eltern, die ihre Kinder suchen, das Wehklagen der Verletzten und der Überlebenden. Es herrscht Chaos, in Amerika wird der Ausnahmezustand ausgerufen. Es ist der 11. September 2001; nach den Terroranschlägen der Organisation al Kaida herrscht blankes Entsetzen und Panik. Auch heute noch ist es der Albtraum der Menschen in Amerika, so etwas ähnliches nochmals zu erleben.

Stellt euch nun vor, ihr seid ein Agent bei der CIA und habt von einem bevorstehenden Terroranschlag erfahren. Dabei  liegt eine ähnliche Situation wie am 11.September 2001 vor. Terroristen haben ein Flugzeug mit 200 Passagieren entführt und wollen in ein Hochhaus fliegen, in dem 1700 Menschen wohnen.

Ihr habt die Möglichkeit, das entsprechende Flugzeug abzuschießen oder nicht. Wie würdet ihr handeln?

Einerseits wird, wenn man nach dem Prinzip „Das Glück der größten Zahl“ geht, so entschieden, dass das Flugzeug abgeschossen wird. Man erstrebt demnach eine Minimierung des Leides. Im Falle des Abschusses müssen nämlich „nur“ 200 Menschen sterben/ leiden, während, wenn man nichts tun würde, 1900 Menschen sterben bzw. leiden würden. Man minimiert also die Anzahl derer, die leiden bzw. sterben müssen, wenn man das Flugzeug abschießt.

Andererseits ist ungewiss, wie danach diejenigen, die das entführte Flugzeug abschießen, weiterleben, da sie für den Tod von 200 Menschen verantwortlich sind. Es ist fraglich, ob sie dieses überwinden können. Gleichzeitig sind sie aber für den Tod von noch mehr Menschen verantwortlich, nur weil sie nichts unternommen haben.

Ein weiterer Aspekt, der gegen den Abschuss des Flugzeuges spricht, ist, dass man die Menschenwürde der Passagiere missachtet, indem man sie in einer Weise behandelt, der zumindest die meisten nicht zustimmen würden. Die Passagiere sind staatlicher Gewalt (im Falle eines Abschusses, initiiert von der CIA) unterworfen, ohne dass sie darauf Einfluss nehmen können, weshalb eine Würdeverletzung vorliegt. Dabei ist es egal, ob die Würde der Fluggäste schon von den Terroristen verletzt wurde, es ist nämlich ein Unterschied, ob diese Würdeverletzung vom Staat oder von Kriminellen ausgeht. Der Staat würde sich somit auf das Niveau der Verbrecher „begeben“ und eventuell würden bei ähnlichen Fällen ebenfalls Würdeverletzungen toleriert, bis diese Hemmschwelle ein Stück weit „abgetragen“ ist.

Auf der anderen Seite könnte man es als Abschreckung für Terroristen ansehen, da sie erkennen, dass ihre „Mission“ gescheitert ist. Auch könnte es als Abschreckung für andere Kriminelle fungieren, da sie sehen, dass der Staat hart durchgreift und möglicherweise würden sie aus der Angst vor Konsequenzen zögern.

 

Letztendich ist diese Frage sehr schwer zu beantworten. Es ist eine Situation, in der man nur „falsch“ handeln kann.
Ich persönlich würde das Flugzeug nicht abschießen, da für mich die Menschenwürde und deren Schutz von größter Relevanz ist. Auch in unserem Grundgesetz nimmt die Menschenwürde und deren Schutz einen wichtigen Platz ein, was man auch bemerkt, da es an erster Stelle vermerkt ist:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Art. 1 GG)

Meiner Meinung nach aber würde es einen Unterschied machen, ob man als Vertreter des Staates handelt (wie in diesem Fall, als CIA-Agent) oder als Privatperson. Die Verletzung der Würde der Passagiere wäre nicht so schlimm, als wenn es vom Staat ausgeht, da insbesondere er die Aufgabe hat, die Menschenwürde zu schützen. Gleichzeitig wüsste ich aber in beiden Fällen nicht, wie ich damit weiterleben soll, da ich so oder so, direkt oder indirekt, für den Tod vieler Menschen verantwortlich bin.

Schlussendlich bin ich also der Meinung, dass man als Vertreter des Staates das Flugzeug nicht abschießen sollte, während als Privatperson es durchaus so betrachtbar ist, dass die Anzahl der geretteten Leben die Verletzung der Menschenwürde überwiegt.

Was würdet ihr sagen? Würdet ihr das Flugzeug abschießen? Wenn ja, warum?

 

 

Wozu Drogen verbieten?

In unserer Gesellschaft ist der Genuss  fast aller Drogen im Außer medizinischem Rahmen verboten. Alkohol und Tabak sind gesellschaftlich akzeptiert, auch wenn sie gesundheitlich um ein vielfaches gefährlicher sind als zum Beispiel Cannabis oder LSD. Doch nur weil diese Drogen ausserhalb des Krankenhauses verboten sind, heißt es noch lange nicht, dass ein gewöhnlicher Bürger sich nicht trotzdem ordentlich betäuben könnte. Er muss nur eben in den Schwarzmarkt gehen, um sich gestreckte, schlecht dosierte Mengen ihrer Lieblingsdroge zu besorgen. Oder eine Krankheit beim Arzt vortäuschen um eine Verschreibung zu erhalten, die dann, um fair zu sein, nicht Risiko behaftet ist. Und das klappt ganz gut. Das Bild des reichen Pablo Escobar ist jedem im Kopf, der damals mit dem Kokainhandel in den Partymetropolen Miami und New York so viel Geld gehäuft hat, dass er dem Kolumbianischen Staat, als sie ihn dann fassten, anbot, Teile der Staatschulden zu begleichen, um Freizukommen. Die gigantischen mexikanischen Drogenkartelle nicht zu vergessen, die die Regierung in weiten Teilen des Landes als Regierung abgelöst haben. Man kann also sagen, der illegale Drogenhandel boomt, und mit nicht nur die Drogenabhängigen sind am Ende die Opfer, und auch nicht die tausenden zivilen Opfer, die in den Drogenkriegen ums Leben kommen, sondern auch der Staat, dem sehr viele Steuern entgehen.

Doch ist es nicht unethisch, solche Substanzen zu verkaufen? Wie soll das ein Staat jemals moralisch rechtfertigen? Dazu braucht man eine etwas pragmatischere Sichtweise auf die Drogenszene. Drogen sind etwas, was Menschen seither nehmen und immer nehmen werden. Es ist so wie Fleisch zu essen. Es ist nicht unbedingt sehr gut und es ist sicher nicht ethisch. Aber es wird seit jeher gemacht und das wird sich nicht ändern. In der richtigen Menge ist Fleischessen auch sehr gesund. So ist es auch mit Drogen. Sie sind sehr ungesund, besonders Opiate und Designerdrogen. Dennoch werden sie genommen und dennoch gibt es Abhängige, aber auch nur experimentierfreudige und Partygänger. Nun, Abhängigkeit wiederum ist ein weitläufiges Thema und sprengt hier auch den Rahmen. Es sei nur gesagt, dass der Staat hier auch eine große Hilfestellung einnehmen kann. Aber gesellschaftlich ist es auf Dauer nicht von Nutzen Kriminellen ihre Arbeit zu lassen. Eine Komplette Legalisierung und die Regulierung des Verkauf und der Herstellung durch den Staat bringt nicht nur Steuereinnahmen sondern Reduziert die Gefahren für die Verbraucher sehr stark. Dazu hat man den ganzen Schlamassel mit der organisierten Kriminalität und den Drogenkartellen ausgemerzt.

Inwiefern es für einen Staat vertretbar ist, dass es Gift verkauft und davon Schulen baute, sei dahingestellt. Aber das macht der Staat bereits mit Alkohol und Nikotin damit haben ausser die Tausenden Alkoholleichen und Millionen Abhängige kein Problem. Aber was jeder mit seinem Körper anstellt ist ja schließlich sein Entscheidung.

Was denkt ihr zu der momentanen Drogenpolitik in Deutschland und in der westliche Welt?

Sollten alle Drogen und auch andere Illegalen Waren legalisiert werden um Schwarzmärkte auszumerzen?

 

Förderung von Sport in Schulen

Als ich noch klein war gab es für mich nur eine Sportart als Option und das war Fußball. Andere Sportarten waren mir unbekannt und generell waren die Angebote auf dem Land nicht besonders vielseitig. Die Jungs zum Fußballverein und die Mädchen ins Ballett. Jeder ging damals nun eben ins Fußball also habe ich das damals auch getan. Heute interessiert mich Fußball nicht mehr wirklich und ich habe andere sportliche Interessen entwickelt. Die meisten Kinder in Deutschland, gerade auf dem Land, haben nie die Möglichkeit ihre passende Sportart zu finden und diese so auszuleben wie sie es möchten.

Wenn man Amerika betrachtet ist dies ganz anderes, den viele Sportarten werden dort schon von Beginn der Schullaufbahn an gefördert und so haben Schüler vom jungen Alter an die Möglichkeit alles in eine Sportart oder sogar mehrere zu stecken und vielleicht so sogar ihr Hobby zum Beruf zu machen. Aus den Colleges kommen jährlich zahlreiche Athleten in jeglichen Sportarten. Dies ist nur möglich, da diese ihre ganze Schullaufbahn gefördert werden.

Wenn in Deutschland ein Jugendlicher mit 14/15 Jahren merkt, dass es neben Fußball noch andere Sportarten gibt und eine Leidenschaft für eine andere Sportart entwickelt , ist es meist schon viel zu spät.

Selbst bekannte Sportarten wie Fußball werden nur über Vereine gefördert und dies ist bei den meisten Vereinen auf dem Land meist eher unprofessionell, so dass aus einem begeisterten Fußballspieler in der Jungend meist leider ein professioneller Vereinstrinker wird. Natürlich will nicht jeder Hobbysportler sein Hobby zum Beruf machen und der Vereinssport erfüllt auch einen sehr großen sozialen Zweck, deshalb wäre die Schule für eine professionelle  Förderung von Sportarten perfekt geeignet!

 

Was haltet ihr von dem amerikanischen System der Förderung von Sportarten? Und könntet ihr euch etwas ähnliches in Deutschland vorstellen?

Gruß euer Kuhherden Joe!

Zero Waste

Jeder bemerkt es beim Einkaufen oder auch beim Kochen: Extra in Plastik eingeschweißte Gurken, in Plastik verpackte Fertigprodukte, „Plastiktrennscheiben“ zwischen einzelnen Käsescheiben, eine Haribo-Gummibärchen-Tüte, in der einzelne Verpackungen mit Gummibärchen enthalten sind.

Klein, aber fein- Studentenfutter in 40g-Packungen.
Plastiktrennscheiben im Käse und eine unnötig eingeschweißte Gurke.

Jeder hat vermutlich ein schlechtes Gefühl dabei, denkt, „Ach, das extra einzupacken, wäre doch nicht notwendig gewesen!„. Dennoch ist vielen trotzdem nicht bewusst, wie viel Müll wir im Alltag produzieren und es ist für die meisten auch vollkommen normal, ein Produkt zu kaufen, es auszupacken und die Verpackung dann wegzuschmeißen. Wir haben dank der regelmäßigen Müllabfuhr das Gefühl dafür verloren, wie viel Müll wir tatsächlich produzieren und wundern uns dann über einen Müllkontinent im Pazifik, der größer als Indien ist.

Dieser enorme Müllanfall ist jedoch zurückzuführen auf die Entwicklung unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur zu einer von Bequemlichkeit geprägten Konsumgesellschaft. Immer heißt es nur „kaufen, kaufen, kaufen“, es gibt kaum noch ein Produkt, was für die Ewigkeit gemacht wird – denn schließen verdienen die Hersteller an diesem nichts mehr! Handys, Elektronik, Möbel, sie alle sind recht kostengünstig zu erwerben, weshalb auch unsere Wertschätzung für diese Produkte abnimmt. Da alles immer preiswert und ein umfangreiches Warenangebot verfügbar ist, ist es ganz einfach, das nach einem knappen Jahr nicht mehr funktionierende Handy gegen ein neues auszutauschen. Und auch wenn es nicht kaputt sein sollte, unser Drang, mit einem supertollen neuen Handy in der Schule prahlen zu können, überwiegt bei Weitem die Möglichkeit, das alte Handy noch solange zu benutzen, bis es nicht mehr funktioniert.
Genauso verhält es sich auch mit anderen Alltagsgegenständen, wie Fernseher, Möbelstücke, etc. Sie sind schnell ersetzbar.

Doch auch unsere Bequemlichkeit trägt zu dem wachsenden Müllberg bei. Statt beispielsweise den Kaffee in einen Filter zu füllen und dann aufzubrühen (Achtung aufwendig!), wird eine Aluminiumkapsel in die Kaffeemaschine geschoben und der Rest wird automatisch erledigt. Zwei Milliarden geöffnete Kaffeekapseln führen so zu 4000 Tonnen Müll (https://www.welt.de/wirtschaft/article123656432/Wir-produzieren-4000-Tonnen-Kaffeekapsel-Muell.html).

Auch zeigt die große Beliebtheit von Fertiggerichten, dass es uns heutzutage vor allem darum geht, alles möglichst schnell und ohne großen Aufwand erledigen zu können – egal, ob es auf Kosten der Umwelt oder sogar der eigenen Gesundheit geht.

Die Bewegung „Zero Waste“, die in den letzten Jahren immer mehr Zulauf bekommen hat, setzt zur Minimierung des Mülls auf eine Veränderung des Lebenstils. „Zero Waste“-Menschen leben somit im Kontrast zu unserer wachstumsorientierten Konsumgesellschaft und versuchen, ihren Müll und Ressourcenverbrauch zu dezimieren. Bea Johnson, eine amerikanische Bloggerin, hat es sogar geschafft, den Müll ihrer Familie auf ein Einmachglas zu reduzieren (siehe auch hier: https://zerowastehome.com/about/bea/).

Das zu erreichen, fordert aber eine sehr große Umstellung des Lebensstils und erscheint für viele fast unmöglich, deshalb werde ich euch hier noch kurz einige Möglichkeiten vorstellen, wie ihr zumindest ein bisschen weniger Müll produzieren könnt:

  • Einwegprodukte vermeiden und ersetzen (Servietten z.B. durch Stoffservietten, Abschminktücher, …)
  • Glasflaschen statt Plastikflaschen
  • Verpackungen beim Einkaufen vermeiden, (Unverpackt-Läden, Bioläden, wo man Gemüse noch unverpackt einkaufen kann)

Meine Meinung dazu ist, dass ich als eine sehr gute Idee ansehe, gleichzeitig denke ich aber, dass viele Menschen sich nicht dazu überwinden können, da es -zumindest wenn man  Müll wirklich ganz vermeiden will und nicht nur „ein bisschen“- immer auch mit Verzicht verbunden ist. So kann man z.B. viele Süßigkeiten nicht mehr kaufen und essen, es sei denn, man stellt selbst welche her.

Viele tun sich im Bezug auf den Verzicht außerdem schon beim Vegetarismus schwer, bzw. sagen, sie könnten nicht auf Fleisch verzichten. Daher denke ich, dass „Zero Waste“ nicht massentauglich ist, es sei denn, es findet ein radikales Umdenken in unserer Gesellschaft statt und das Erkennen, dass man doch kann, wenn man es wirklich will. Aber auch die praktische Umsetzung ist zum Teil echt schwer, da man manche Dinge nur in Plastikverpackungen erhält. Man muss deshalb sehr viel selbst herstellen- z.B. an Kosmetik – und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, die viele in unserer von Schnelligkeit geprägten Zeit nicht investieren wollen .
Ich persönlich würde es sehr gerne mal ausprobieren, wenn ich studiere/ alleine lebe, da ich finde, dass es einen großen Beitrag dazu leistet, dass die Umwelt weniger verschmutzt wird. Aber ich finde auch, dass „kleine“ Reduzierungen des Mülls auch schon viel bringen und man sollte, wenn man das Ziel hat, sich ganz umzustellen, auch immer klein anfangen.

Könntet ihr euch vorstellen, „Zero Waste“ zu leben? Oder wäre es eine zu große Umstellung für euch? Was würde die größte Hürde darstellen für die Umstellung eures Lebensstils?

Was wäre, wenn auf einmal alle Menschen in Deutschland so leben würden?
Denkt ihr, euch fallen auch Möglichkeiten ein, weniger Müll zu produzieren?

 

 

 Literatur: „Ein Leben ohne Müll: Mein Weg mit Zero Waste“ von Olga Witt, Tectum Wissenschaftsverlag; Auflage: 1 (13. Februar 2017)